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  • Die Verehrer des KreuzesDatum11.04.2022 19:34
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Als treugläubige Katholiken wissen wir zu unterscheiden:
    Wir verehren das Kreuz, beten aber alleine Gott an.

    Dazu Klärendes vom Prämonstratenser-Pater Leonhard Goffine (1648-1719)
    in "Katholische Handpostille":

    -

    "Warum wird das Kreuz Christi so hoch geehrt?


    Weil es der Altar gewesen ist, auf welchem der Herr sich für uns aufgeopfert hat; das Werkzeug, wodurch er unsere Erlösung vollbracht hat; die siegreiche, mit dem Blute Christi besprengte Fahne, wodurch der Teufel überwunden wurde und noch immer überwunden wird.


    Darf man das Kreuz Christi anbeten?

    Keineswegs;
    denn die Anbetung gebührt Gott allein;
    und wenn wir mit der heiligen Kirche das Kreuz begrüssen:
    O Kreuz, du unsere einzige Hoffnung“,


    so beziehen sich solche Worte doch nur auf Christus, der uns durch das Kreuz erlöst hat und deshalb die dankbarste Anbetung verdient.



    Wie verehrt man das Kreuz Christi am besten?

    1.
    Wenn man sich nicht schämt, sich öffentlich als ein Verehrer des Kreuzes zu zeigen und deshalb sich gerne mit dem Kreuze bezeichnet.
    2.
    Wenn man das Kreuz liebt,
    d.h. die von Gott geschickten Widerwärtigkeiten geduldig, gerne und mit Freuden erträgt und so nach der Lehre und dem Beispiel Christi
    sein Kreuz täglich auf sich nimmt und ihm nachfolgt." (Luk. 9,23)

    -


    Papst Clemens XIII. hat im 18. Jahrhundert geschrieben:
    -

    "Darüber hinaus ehren wir die fünf Wunden Christi bei der Heiligen Messe und durch ein eigenes Offizium, und um dieser Wunden willen verehren wir desgleichen die Füße, Hände und die Seite des Erlösers, dessen Liebe alles überstieg.
    Diesen Gliedern des allerheiligsten Leibes unseres Herrn gebührt unsere besondere Verehrung, gerade weil sie besondere Leiden zu unserer Erlösung erduldeten und mit diesen Wunden als erhabenem Zeichen der Liebe geschmückt sind
    ."

    -

    Empfehlenswert ist bei der Verehrung der hl. fünf Wunden vor einem Kruzifix die Weissagung des Propheten Jesaja zu Grunde zu legen:

    Jes 53,3
    Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen,
    wegen unserer Sünden zermalmt.
    Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm,
    durch seine Wunden sind wir geheilt.




    Die hl. fünf Wunden erfahren denn auch bei der Weihe der Osterkerze ihre Verehrung; siehe bitte hier:
    https://www.mariawalder-messbuch.de/as62...arsa/node4.html


    Im Gesang- und Messbuch für die Alte Messe - dem "Salve Regina" - ist eine segensreiche Andacht zu den heiligen fünf Wunden abgedruckt.
    Bei Klick auf die Seiten ist der Text relativ gut lesbar.




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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum09.04.2022 21:26
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zur Passionszeit:

    -

    "Herr Jesus Christus!


    Am Kreuz
    hast Du die Arme ausgebreitet, um alle Menschen an Dich zu ziehen. (Joh 12,32)




    So breitest Du jetzt in allen Tabernakeln der Welt unsichtbar Deine Arme nach uns aus:


    "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will dich erquicken." (Mt 11,28)

    Ja, Herr, wir kommen. Ziehe uns alle an Dein göttliches Herz.!
    Mit eisernen Nägeln warst Du ans Holz des Kreuzes beschlagen, wie Du selbst durch den Mund des Propheten vorausgesagt hattest:
    "Sie haben eine Hände und Füsse durchbohrt, alle meine Gebeine haben sie gezählt." (PS 21,17)
    Die Feinde spotten Deiner Ohnmacht:
    "Steig doch vom Kreuz herab! Du bist ja Gottes Sohn!"
    Und doch war es nicht ihre Macht, es war die Gewalt Deiner Liebe, die Dich ans Kreuz gebracht!
    Keiner nahm Dir das Leben. Du gabst es selbst dahin. (Joh 10,18)

    Hier aber, Herr, im heiligsten Sakrament, da steigst Du vom Kreuz herab, das in der Wandlung aufgerichtet wird in unserer Mitte.




    Nicht zwar, um Deine Macht zu zeigen; vielmehr, um Deine Liebe uns zu offenbaren.
    Zu einem jeden von uns willst Du selber kommen und ihm in der heiligen Kommunion die Gnaden der Erlösung bringen, die Du am Kreuze für uns erworben hast.
    Dank sei Dir, Herr, für Deine übergrosse Liebe!

    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus, als Gekreuzigter kommst Du in der heiligen Kommunion zu uns sündigen Menschen, um uns in unbegreiflichen Herablassung selbst die Gnaden Deiner Erlösung zu bringen.
    Wir bitten Dich:
    Wie wir im Geheimnis Deines Kreuzes so innig Anteil haben, so lass uns auch einmal Anteil haben an Deiner Auferstehung.
    Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum09.04.2022 21:25
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum zweiten Passionssonntag - Palmsonntag - ein erster Teil aus einer Predigt des
    hl. Josefmaria Escriva (1902-1975), dem Begründer des "Opus Dei":

    -

    [....]
    "Pax coelo, Frieden im Himmel.
    Doch behalten wir auch die Welt im Auge:
    Warum gibt es keinen Frieden auf Erden?
    In der Tat, es herrscht kein Frieden, nur einen scheinbaren Frieden gibt es,
    ein Gleichgewicht der Angst, notdürftige Kompromisse.
    Auch in der Kirche gibt es keinen Frieden.
    Sie ist von Spannungen gezeichnet, die das makellose Gewand der Braut Christi zu zerreißen drohen.
    Und ebenso gibt es keinen Frieden in vielen Herzen, die vergebens versuchen,
    die
    Unruhe der Seele durch beständige Betriebsamkeit zu überspielen, durch billigen Genuß von Dingen, die nicht sättigen, weil sie immer einen traurigen und bitteren Nachgeschmack hinterlassen.


    Der heilige Augustinus schreibt:
    <Die Palmzweige bedeuten Verehrung,
    weil sie Zeichen des Sieges sind.
    Der Herr stand kurz vor seinem Sieg durch seinen Tod am Kreuz.
    Im Zeichen des Kreuzes überwand Er den Teufel, den Fürsten des Todes.>
    (Augustinus, In Ioannis Evangelium tractatus, 51, 2, [PL 35, 1764]).
    Christus ist unser Frieden, weil Er gesiegt hat.
    Er siegte, weil Er gekämpft hat in einem unerbittlichen Kampf gegen alle Bosheit in den Herzen der Menschen.

    Christus, unser Frieden, ist auch der Weg (Joh 14,6).
    Wenn wir den Frieden wollen, müssen wir seinen Schritten folgen.
    Der Frieden ist eine Folge des Krieges, des Kampfes, eines asketischen Kampfes, den jeder Christ in seinem Innern ausfechten muß gegen alles, was in seinem Leben nicht von Gott ist:
    gegen den Hochmut, gegen Sinnlichkeit, Egoismus, Oberflächlichkeit und Engherzigkeit.
    Vergeblich ruft man nach äußerer Ruhe, wenn im Gewissen, im Grunde der Seele, die Ruhe fehlt, denn aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Gotteslästerung (Mt 15,19)."

    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:



    Dominica II. Passionis seu in Palmis
    Zweiter Passionssonntag – Palmsonntag


    1. Kl. – Farbe rot (Palmprozession) – Farbe violett (hl. Messe)

    Die heutige Liturgiefeier besteht aus zwei Teilen, die verschiedenes Gepräge haben:
    Aus der feierlichen Palmprozession mit vorausgehender Palmweihe
    und aus der Meßfeier.
    Im ersten Teil stimmen wir ein in den Jubel, von dem Jerusalem widerhallte,
    da Jesus triumphierend als Messias und König einzog
    ;
    im zweiten geben wir uns der Trauer hin unter dem Eindruck des Leidens Christi,
    dessen Gedächtnis
    wir in dieser Woche begehen
    .


    I. Palmprozession – Zu Ehren Christi des Königs

    Die Kirche feiert heute zunächst das Gedächtnis an den Einzug Jesu in Jerusalem.
    Sie bildet diesen Triumphzug dramatisch nach in einer eigenen Prozession,
    bei der wir Huldigungslieder singen und geweihte Zweige (Palm- und Ölzweige,
    bei uns meist Buchszweige oder Weidenkätzchen) in den Händen tragen.
    Die rote Paramentenfarbe (in alter Zeit die Farbe der Hochfeste) weist anschaulich auf den triumphierenden Kyrios und sein Erlösungsopfer hin.

    -

    Prozession und hl. Messe des Palmsonntages:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...lmso/index.html


    Abschliessend ein weiterer Teil aus einer Predigt und Betrachtungen des hl. Josefmaria Escriva zum Palmsonntag:
    -

    "Öffnet die alten Pforten.
    Diese Aufforderung zum Kampf ist nichts Neues im Christentum.
    Es ist die ewige Wahrheit.
    Ohne Kampf kein Sieg.
    Ohne Sieg kein Frieden.
    Und ohne Frieden ist die Freude des Menschen nur Schein und Trug; sie bleibt unfruchtbar, sie drängt nicht dazu, den Menschen zu helfen, Werke der Liebe zu tun und der Gerechtigkeit, des Verzeihens und Erbarmens, des Dienens vor Gott.


    Heute gewinnt man den Eindruck, daß viele,
    innerhalb wie außerhalb der Kirche, oben wie unten,
    zu kämpfen aufgehört haben, den persönlichen Krieg gegen das eigene Versagen eingestellt
    und sich in voller Waffenrüstung der Knechtschaft ausgeliefert haben
    ,
    die die Seele erniedrigt. Diese Gefahr droht uns Christen immer.

    Deshalb tut es not, die Allerheiligste Dreifaltigkeit inständig zu bitten,
    Sie möge sich unser aller erbarmen.
    Wenn ich von diesen Dingen spreche, erzittere ich beim Gedanken an die Gerechtigkeit Gottes.
    Doch ich nehme meine Zuflucht zu seiner Barmherzigkeit und seinem Erbarmen,
    damit Er nicht auf unsere Sünden schaue, sondern auf die Verdienste Christi und seiner heiligen Mutter - die auch unsere Mutter ist - und auf die Verdienste des heiligen Josef, der Ihm Vater war, und die Verdienste aller Heiligen.

    Am heutigen Fest lesen wir in den Meßtexten, daß Gott den Christen bei der Hand nimmt.
    Wir alle können in dieser Gewißheit leben, wenn wir nur bereit sind zu kämpfen.
    Jesus, der auf einem armseligen Esel in Jerusalem einzieht, Er, der König des Friedens, hat gesagt: Das Himmelreich erleidet Gewalt, und die Gewalt gebrauchen, reißen es an sich (Mt 11,12).
    Diese Gewalt ist nicht gegen andere gerichtet.
    Sie ist die Stärke im Kampf gegen die eigenen Schwächen und Erbärmlichkeiten, der Mut, die persönlichen Treulosigkeiten nicht zu vertuschen, und die Kühnheit, den Glauben auch in feindseliger Umgebung zu bekennen.


    Heute wie gestern wird vom Christen erwartet, daß er heroisch lebt.
    Heroisch, wenn es nötig ist, in den großen Kämpfen.
    Heroisch - und das wird das Normale sein -
    in den kleinen, alltäglichen Dingen.
    Wenn wir ohne Unterlaß kämpfen, aus Liebe und in dem, was scheinbar bedeutungslos ist, dann wird der Herr seinen Kindern zur Seite stehen wie ein liebevoller Hirte:
    Ich selbst werde meine Schafe weiden, ich selbst lasse sie lagern.
    Das Verirrte werde ich suchen, das Versprengte heimführen, das Verletzte verbinden, das Kranke stärken...
    Sie werden auf ihrer Heimatscholle in Sicherheit wohnen und erkennen, daß ich der Herr bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Gewalt derer befreie, die sie geknechtet haben (Ez 34,15-16; 27)"

    +

    "Wir wollen uns an diesem Palmsonntag,
    da der Herr in die entscheidende Woche unserer Erlösung eintritt,
    nicht bei oberflächlichen Überlegungen aufhalten.
    Stoßen wir zum Entscheidenden vor, zu dem, was wirklich wichtig ist.
    Seht, was wir erstreben sollen, ist, in den Himmel zu kommen; sonst würde sich unser Leben nicht lohnen.
    Um in den Himmel zu gelangen, müssen wir treu der Lehre Christi folgen; und um treu zu sein, müssen wir ständig gegen Hindernisse kämpfen, die sich unserer ewigen Seligkeit entgegenstellen.

    Ich weiß schon, wenn von Kampf die Rede ist, haben wir sogleich unsere Schwachheit vor Augen, wir ahnen kommende Niederlagen, Irrwege.
    Doch Gott rechnet damit.
    Da wir unterwegs sind, läßt es sich nicht vermeiden, daß wir beim Voranschreiten den Staub des Weges aufwirbeln.
    Wir sind Geschöpfe, voller Gebrechen.
    Ja, mir scheint sogar, daß es Gebrechen in unserer Seele geben muß wie Schatten, von denen sich als Kontrast die Gnade Gottes und unser Bemühen, diesem göttlichen Geschenk zu entsprechen, um so klarer abheben. Erst beides zusammen Licht und Dunkel macht uns menschlich, demütig, verständnisvoll und großzügig.


    Betrügen wir uns doch nicht selbst:
    Wenn wir in unserem Leben mit Glanz und Erfolg rechnen, werden wir auch mit Niederlagen und Rückschlägen rechnen müssen.
    So ist immer der Weg des Christen auf der Erde gewesen, auch der Weg jener, die wir heute als Heilige verehren.
    Denkt nur an Petrus, Augustinus und Franziskus.
    Mir haben nie jene Lebensbeschreibungen gefallen, die, aus Naivität, aber auch aus Mangel an christlicher Lehre, die Heiligen so darstellen, als wären sie vom Mutterschoß an unfehlbar mit der Gnade Gottes ausgestattet gewesen.
    Nein, die wahren Lebensgeschichten der christlichen Heiligen gleichen den unsrigen aufs Haar:
    Sie
    kämpften und unterlagen, um von neuem, reuevoll, den Kampf wieder aufzunehmen.


    Es sollte uns nicht wundern, daß wir relativ häufig Niederlagen einstecken müssen,
    auch wenn es sich dabei gewöhnlich, ja vielleicht immer um geringfügige Dinge handelt,
    die uns weh tun, als wären sie von großer Bedeutung.
    Wenn wir Gott lieben, demütig sind und kämpfen,
    werden solche Niederlagen nie von großem Ernst sein.
    Denn wir werden dann auch Kämpfe bestehen können,
    große Siege davontragen
    in den Augen Gottes.

    Wenn wir mit lauterer Absicht arbeiten und Gottes Willen zu erfüllen trachten,
    ist uns, in unserer Nichtigkeit, seine Gnade gewiß;
    und dann gibt es keine
    Niederlagen."


    -

    ( Aus "Christus begegnen" - Kapitel: "Der innere Kampf")


    -

  • Gnadenquelle hl. Beichte !Datum08.04.2022 21:20
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gnadenquelle hl. Beichte !

    Gelobt sei Jesus Christus !



    Hw Herbert Madinger (1922-2010) über die hl. Beichte als Heilmittel für die Seele....
    gerade auch, um auf dem Grund des Herzens das Böse nicht Wurzel fassen zu lassen:
    -

    "Aber nur die gereinigten Herzen schauen diese lebendige Gegenwart des Herrn.
    'Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen' (Mt 5, 8).
    Die tiefgreifende Erneuerung der Liturgie wird erst dann volle Frucht tragen, wenn wir unsere Herzen reinigen, ehe wir zum Tisch des Herrn hintreten.
    [....]
    Im Menschen ist ein großer Widerstand dagegen,
    sein Herz offenzulegen und sich dem Blick Gottes zu öffnen.
    Denn am Grunde unseres Herzens ist Furchtbares verborgen.
    Nur in seltenen Stunden wird Dir dieser dunkle Abgrund Deiner Seele offenbar.
    Da wohnen Haß und Empörung, Auflehnung gegen Gott und Selbstherrlichkeit, Verzweiflung, Gier und Rache.
    Diese mörderischen Kräfte am Grunde unserer Seele wirken sich aus in unserem ganzen Tun und Denken, im Alltag und am Sonntag, auch wenn wir sie normalerweise nicht entdecken.
    [....]
    Der Segen einer guten Beichte besteht darin, daß Du nachher besser siehst.
    Du verdrängst die Wahrheit nicht mehr, bist nicht mehr so verblendet.
    Du hast Gott einen Blick in Dein Innerstes ermöglicht.
    Da hat Er Dich angeschaut und geheilt.

    Du hast bitterlich geweint wie Petrus, als ihn Jesus ansah.
    Und Du hast ein neues Leben begonnen.
    Das soll Dir der große Trost sein:

    Du findest immer Jesus Christus im Beichtstuhl.
    Er selber vergibt Dir.
    Er selber schaut Dir ins Herz.
    Er selber spricht zu Deinem Herzen
    und heilt es von allen Wunden, die Du Ihm geoffenbart hast.
    Was Du Ihm sagst,ist für immer vergeben...
    "

    -

    Siehe bitte auch: Der römisch katholische Priester; der "zweite Christus":
    Der Priester ; der "Zweite Christus"



    -

  • Die Unterscheidung der Geister Datum05.04.2022 20:36
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Unterscheidung der Geister

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Obschon nachfolgende Auszüge aus dem Jahre 1846 stammen, sind sie dennoch eine zeitlose Mahnung vor menschengedachten und -gemachten "Frieden", fern der Ewigen Wahrheit Jesus Christus.

    Aus:
    "Der Pilger: ein Sonntagsblatt zur Belehrung religiösen Sinnes"

    -

    "Aber die Geschichte erzählt uns auch den Fall aller jener Völker und aller jener Menschen, welche den Frieden im Glauben an Jesus verwarfen und nach jenem Frieden haschten, welchen die falschen Friedensboten dieser Welt ihnen vorgelogen.
    Die zwar den Frieden predigten, wo keiner war. (Jer. 6, 14.)
    Die Wind säeten, aber Sturm ärndeten. (Oſe. 8,7.)
    Bietet aber die wirre Gegenwart nicht eine Unzahl solcher falschen Propheten dar, die gerade in unsern Tagen den falschen Frieden verkünden?
    Einen Frieden ohne Gott, ohne Christus, ohne Kirche; die einen Frieden ohne Glauben feilbieten?
    Aber auch die Gegenwart weiset auf die blutigen Spuren dieser falschen Friedensboten hin;
    denn der Fluch und das Verderben folgte überall, wo sie hingegangen;
    sie weiset auf die Frucht, die sie gebracht, und auf den Greuel der Verwüstung,
    den sie angerichtet.
    O, wie oft habe ich euch, Geliebte, vor solchen Friedensboten gewarnt, die in verfänglicher Sprache, im Abfall von Christus und seiner Kirche den Völkern Heil verkünden, und durch Berückung Vieler schon großes Elend – aber keinen Frieden – hervorgerufen haben !"

    -

  • Die Verehrer des KreuzesDatum04.04.2022 20:51
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !

    -

    "Das Kreuz heiligt die Gerechten, es bekehrt die Sünder und tröstet die Büsser.
    Das Kreuz öffnet den Himmel und schliesst die Hölle.
    Das Kreuz erfreut die Engel und treibt die bösen Geister in die Flucht.
    Das Kreuz ist das Symbol unseres Glaubens, die Grundfeste unserer Hoffnung,
    der feurige Antrieb unserer Liebe.
    Das Kreuz verleiht den Sakramenten ihre Kraft und den Schriften ihre Würde."

    -
    Hw Johann Peter Silbert, 1843 in
    "Licht- und Trostquellen in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des katholischen Kirchen-Jahres"

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum02.04.2022 18:30
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zur Passionszeit:

    -

    "
    Herr Jesus Christus !
    Du bist hier gegenwärtig im
    Sakrament Deiner Liebe.



    Wir beten Dich an.
    Am Abend vor Deinem Leiden hast Du uns in heiliger Stunde dieses erhabene Sakrament geschenkt, da Du Brot und Wein in Deine ehrwürdigen Hände nahmst und die Worte der Wandlung darüber sprachst.
    Dank sei Dir, Herr!
    Nicht ein totes Andenken hast Du uns hier hinterlassen, sondern Dich selbst unter den Zeichen dieses Sakramentes.

    Unter beiden Gestalten bist Du ganz und ungeteilt zugegen:
    Als Gott und als Mensch, mit Fleisch und Blut.



    Die Trennung der Gestalten soll uns nur erinnern an Dein Sterben, da Du den letzten Tropfen Deines Blutes uns vergossen hast.

    Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus , und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

    Göttlicher Heiland !
    Am Kreuz war einst Deine göttliche Majestät vor den Augen der Menschen verborgen.
    Auch Deine menschliche Würde war entehrt und in den Staub getreten.

    Du warst verachtet, der letzte der Menschen; ein Mann der Schmerzen, mit Leiden vertraut.
    Und doch Tat sich in all Deiner Erniedrigung noch Deine Gottheit kund für den, der guten Willens war: In Deiner königlichen Haltung; in Deinen letzten Worten, die Deine hohe Majestät verrieten und Deine unbegreifliche grosse Liebe; und endlich in den Zeichen der Natur, die selbst den Hauptmann, der unter Deinem Kreuze stand, zum Glauben führten: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! (Mt 57,4)

    Doch hier im Sakrament bist Du noch mehr verhüllt.
    Hier verbirgst Du Dich unter leblosen Gestalten.
    Kein Zeichen Deiner Gottheit, noch Deiner Menscheit sehen wir.

    Uns aber
    , Herr, genügt Dein Wort!
    Wir beugen unsere Knie und beten an!





    Lasset uns beten :
    Herr Jesus Christus, Du hast uns in diesem wunderbaren Sakrament das Gedächtnis Deines Leidens hinterlassen.
    Lass uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, dass wir allezeit die Frucht Deiner Erlösung in uns erfahren.
    Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen."


    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr
    "

    -

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum02.04.2022 18:27
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Ersten Passionssonntag - Judica
    aus einer Predigt von Hw Hans Milch aus dem Jahre 1983:
    -

    [....]
    "In allem ist Christus Vorbild.
    Sein ganzes Verhalten, sein Kampf, seine Erhabenheit, seine Souveränität, seine Überlegenheit hat Er uns vermacht.
    Wir sind Erbe Seines Kampfes.
    Und Liebe ohne Kampf ist keine Liebe. Kampf und Liebe gehören zusammen,
    und der Kampf ergibt sich aus der Liebe.
    Wer kann schon Gott lieben und alles Seiende lieben und nicht das Nichts hassen?
    Völlig unmöglich.
    Wer kann entbrannt sein für Christus und nicht den Satan und seine Werke hassen?
    Zeige mir deine Liebe ohne Haß; es ist keine Liebe.

    Haß gegen das Nichts, Haß gegen den Irrtum, Haß gegen die Sünde:
    Wie kann ich den Sünder lieben, wenn ich nicht seine Sünde hasse?
    Wie kann ich den Irrenden lieben, wenn ich nicht seinen Irrtum hasse?
    Selbstverständlich hasse ich nicht die Person, aber ich hasse das, was die Person entstellt.
    Und dagegen Kampf, Entlarvung, Bloßstellung, um Chance zu geben, herauszutreten aus dem armseligen Miteinander des Üblichen, aus der bequemen Einbettung ins Kollektiv. Christus will dich herausreißen ins Unbequeme, in die freie Plaine, wo du ungeschützt stehst unter dem Himmel Seines Angebotes
    und dir nichts übrigbleibt als JA oder NEIN: dorthin will dich Christus herausreißen.
    Wer nach rechts und nach links, nach hinten und vorne schaut, nach den anderen schaut und sich einfügt und mitmacht und auf halb-und-halb geht und vorsichtig ist und halb meint und doch meint und vielleicht meint ist untauglich für Gottes Reich. Alles oder Nichts, JA oder NEIN.
    Sehr undiplomatisch!
    Aber Christus war im höchsten Grade undiplomatisch.
    Er hat sich ausgesetzt dem Haß der Welt; Zeichen, dem widersprochen wird zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel.
    [....]
    Gott ist Mensch geworden und hat das Leiden auf Sich genommen und damit vergöttlicht.
    Er hat uns nicht vom Leiden erlöst,
    Er hat das Leiden erlöst von seiner Sinnlosigkeit.
    Und wir haben nun das Leiden in der Hand als Waffe, als Zepter, als Medium der Machtausübung.
    Von jedem Weh gehen Ströme lebendigen Wassers aus.
    Wir sitzen an den Schalthebeln und sind die geheimen Herrscher.
    Wir tragen zwar unseren Schatz in irdenen Gefäßen;
    und Gottes Kraft kommt durch unsere Schwachheit zur Vollendung; und unsere Armseligkeit ist ein Magnet, der Sein Erbarmen anzieht: aber mitten in alldem sind wir Herren.
    Das ist unser Auftrag.
    Nicht winselnd, wimmernd, keuchend, fluchend, in ohnmächtigem Zorn heulend,
    sondern heilig, in Ingrimm, im Widerspruch dem Satan widerstehen."
    [....]

    -


    Zum Ersten Passionssonntag - Judica - aus dem Introitus der hl Messe (Schott-Messbuch 1962):
    -

    Introitus (Ps. 42, 1-2)

    Vom Passionssonntag bis Gründonnerstag wird, wenn nicht ein Fest gefeiert wird,
    am Schluß des Introitus kein Gloria Patri gebetet, ebenso nicht am Schluß des Lavabo-Psalmes.

    Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta: ab homine iniquo et doloso eripe me: quia tu es Deus meus et fortitudo mea. (Ps. ibid. 3) Emitte lucem tuam et veritatem tuam: ipsa me deduxerunt et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua. – Judica me (usque ad Ps.).

    Schaff Recht mir, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich; denn Du bist ja mein Gott und meine Stärke. (Ps. ebd. 3) Send mir Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie zu Deinem hl. Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt. – Schaff Recht mir (bis zum Ps.).

    -


    Die Buss- und Fastenzeit ändert mit dem ersten Passionssonntag
    ihren liturgischen Charakter....
    hin zum Leiden Christi.

    Die Einführung aus dem Schott Messbuch 1962:
    -

    "Heute ändert sich der Charakter der Fastenliturgie mit einem Male.
    Die Beziehungen auf die Katechumenen treten jetzt mehr zurück, auch fehlen die Anspielungen auf die Stationskirchen, dagegen
    tritt der leidende Christus in den Vordergrund.
    In erschütternder Weise schreit er oft mit dem Psalmisten zum Vater um Rettung aus übergroßer Leidensnot.
    Die Lesungen stellen uns den Mann der Schmerzen vor Augen.
    Immer düsterer ballen sich die Gewitterwolken über seinem Haupte zusammen, bis sie sich endlich am Karfreitag furchtbar entladen.
    Neben dieser unergründlich tiefen Verdemütigung Christi in seinem Leiden tritt in dieser Zeit aber auch deren gewaltige Wirkung: der Segen des Opfertodes, im Lobe des Kreuzes, hervor.

    Um ihren Schmerz über das Leiden und den Tod ihres Bräutigams noch mehr zu bekunden,
    läßt die Kirche in den Tagesmessen der Passionszeit im Staffelgebet den Psalm Judica, der in freudigem Jubel ausklingt und im Introitus des Passionssonntags wiederkehrt, wegfallen und das Gloria Patri, den frohen Lobruf an die heiligste Dreifaltigkeit, verstummen.
    Sie verhüllt auch das Altarkreuz und die Altarbilder mit dunklen Tüchern, um so an die Erniedrigung des Erlösers zu erinnernund das Bild des Gekreuzigten um so tiefer in unsre Herzen zu prägen.

    Die Altarkreuze bleiben verhüllt bis nach der Kreuzverehrung am Karfreitag, die Altarbilder bis zum Gloria der Osternacht.
    [....]

    -

    Die hl. Messe am Ersten Passionssonntag:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso5/index.html

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum31.03.2022 14:20
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Nach Heiligkeit streben geht einher mit dem Wachsen der geistlichen Kindschaft.
    Das heisst auch zu erkennen, dass auch kleine, alltägliche Kreuze grosse Gnaden zeitigen.
    "Klein sein" und aus Liebe zu unserem Herrn leben und handeln.

    Ein Votbild darin ist die
    hl. Therese v. Lisieux (1873-1897) - Karmelitin, auch die "kleine Therese" genannt.



    Sie schreibt:
    -
    "Jesus zeigt uns, dass es die kleinsten aus Liebe erbrachten Handlungen sind, die ihn gefangen nehmen!
    Käme es darauf an, große Dinge zu tun, wie wären mir zu bedauern! Doch wie glücklich sind wir, weil Jesus sich durch die kleinsten Dinge fesseln lässt.
    Es sind die kleinen Kreuze, die unsere ganze Freude ausmachen. Sie sind alltäglicher als die schweren, und bereiten das Herz diese anzunehmen, wenn es der Wille unseres guten Meisters ist.
    Man muss alles tun, was in unseren Kräften liegt; geben ohne zu zählen, sich ständig loslassen, mit einem Wort, seine Liebe durch all die kleinen Werke, deren man fähig ist, zu beweisen.

    Auf diese Weise wird sich unser Leben verzehren. Wir haben kein anderes Mittel, um Gott unsere Liebe zu zeigen, als uns kein kleines Opfer entgehen zu lassen, keinen Blick, kein Wort, aus den kleinsten Dingen Nutzen zu ziehen und sie aus Liebe zu tun.
    Wenn wir immer treu bleiben, indem wir ihn in den kleinen Dingen erfreuen, dann wird er sich verpflichtet fühlen, uns in den großen beizustehen.
    Das ist die Hoffnung der kleinen Seelen, die auf dem Weg der geistlichen Kindschaft laufen.
    Ich sage laufen und nicht sich darauf ausruhen."

    -

  • Die Ewige Wahrheit Jesus ChristusDatum29.03.2022 21:29
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Ewige Wahrheit Jesus Christus

    Gelobt sei Jesus Christus !

    -
    "Wir haben also einen erhabenen Hohenpriester, der die Himmel durchschritten hat,
    Jesus, den Sohn Gottes.




    Lasst uns also am Bekenntnis festhalten.
    Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unseren Schwächen.
    Er ward vielmehr in allem gleichermassen versucht - nur ohne Sünde.

    Lasst uns also voll Zuversicht zum Thron der Gnade treten, damit wir Erbarmen erlangen und Gnade finden.
    Hilfe zur rechten Zeit."

    -

    Hebräerbrief 4,14-16

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum26.03.2022 20:03
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum vierten Fastensonntag:


    -
    "Herr Jesus Christus!
    Um unseres Heiles Willen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.
    Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.




    [....]
    Allmächtiger, ewiger Gott!
    Wir sind schwache, sündige Menschen.
    Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden.
    So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die weit abgeirrt sind vom Wege des Heils, die
    in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.
    Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.
    Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als unser Freund und Erlöser zugegen ist und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.
    So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn.
    Amen.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."



    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum26.03.2022 20:02
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Vierten Fastensonntag "Laetare"
    aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    Introitus (Is. 66, 10 u. 11)

    Lætare, Jerusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam: gaudete cum lætitia, quia in tristitia fuistis: ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestræ. (Ps. 121, 1)
    Lætatus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Domini ibimus.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Lætare (usque ad Ps.).

    Freu dich, Jerusalem! Kommt alle zusammen, die ihr es liebt; froh überlaßt euch der Freude, die ihr traurig waret; frohlocken sollet ihr und satt euch trinken an der Tröstung Überfülle, die euch quillt. (Ps. 121, 1)
    Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Freu dich (bis zum Ps.).



    Stationskirche: Zum hl. Kreuz in Jerusalem
    1. Kl. – Farbe violett oder rosarot


    Heute ist ein Sonntag der Freude, ähnlich dem dritten Adventsonntag.
    In Rom beschenkte man sich mit Rosen (Rosensonntag).
    Der Papst weiht auch heute noch eine goldene Rose, die er dann meist einer fürstlichen Persönlichkeit als Ausdruck besonderer Aufmerksamkeit schenkt.
    Zum Zeichen der Freude darf heute der Priester statt der violetten Gewänder rosarote tragen,
    der Altar mit Blumen geschmückt sein und die Orgel erklingen.

    Wie wallen im Geiste nach «Jerusalem» (vgl. die Stationskirche),
    dem Sinnbild der Gemeinschaft der hl. Kirche (Intr.).
    Welch ein Glück für die Katechumenen, Kinder der Kirche zu werden;
    welch ein Glück für uns, dieser hl. Kirche anzugehören (Epistel)!
    Nur in ihr und mit ihr finden wir Christus, der in der hl. Messe das Wunder der Brotvermehrung erneuert (Evang.) und seine Kirche mit geheimnisvollen «Brot» und «Fisch» (hl. Kommunion) zur Pilgerfahrt ins himmlische Jerusalem (Comm.) liebend nährt.
    Dank und Lobpreis gebührt deshalb dem gütigen Gott (Offert.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso4/index.html
    -


    Über das himmlische Jerusalem - d.h. die katholische Gemeinschaft der Heiligen, also kein "multireligiöses Etwas" ! -
    aus einer Predigt des hl. Thomas v. Aquin:

    -

    "In Bezug auf den zweiten Punkt aber ist zu bemerken, daß die himmlische Stadt, weil sie Jerusalem heißt auf vielfache Weise empfohlen wird; denn vielfach ist in der Schrift von Jerusalem die Rede, was man von dem himmlischen Jerusalem zu verstehen hat.
    Hier werden zehn Eigenschaften angeführt.
    Die erste ist die bewunderungswürdige Schönheit und Geräumigkeit. Das hohe Lied (6.) sagt: "Schön ist meine Freundin, und anmuthig und zierlich wie Jerusalem."
    Die zweite ist die unaussprechliche Liebe. Es heißt (Ps. 31.): "Der Herr sprach, dessen Feuer in Sion, und dessen Feuerofen in Jerusalem ist."
    Die dritte ist der schöne und klare Glanz. Darum heißt es (Tob. 13.): "In glänzendem Lichte wirst du strahlen und alle Grenzen der Erde werden es anbeten."
    Die vierte ist die Schönheit der Mauern, Wege und Thore.Es heißt (Tob. 13.): "Und die Thore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd erbaut werden."
    Die fünfte ist der Ueberfluß an allen Dingen. Die Schrift (Is. 33.) sagt: "Deine Augen werden Jerusalem, die reiche Wohnung sehen."
    Die sechste ist der Überfluß an allen Vergnügungen. Daher sagt Isaias (letzt. Kap.): "Freuet euch in Jerusalem und frohlocket in ihm Alle, die ihr es liebet; ja, freuet euch Alle, die ihr über es weintet, daß ihr kostet und erfüllt werdet von den Brüsten seines Trostes, daß ihr von seiner Herrlichkeit jegliches Vergnügen genießet."
    Die siebente ist die immer währende Freude; die achte die ewige Herrlichkeit. Darum spricht der Prophet (Isai. 60.): "Ueber dir Jerusalem geht der Herr auf, und seine Herrlichkeit zeigt sich an dir."
    Die neunte ist die ewige Glückseligkeit, darum heißt es (Isaia. 66.): "Sieh ich will hinleiten auf Jerusalem gleichsam einen Fluß des Friedens."
    Die zehnte ist der ewige Genuß des beseligenden Lichtes. Tobias (13.) sagt: "
    In allen Straßen Jerusalems wird Alleluja gesungen werden. Sieh ich gebe Jerusalem Frohlocken und seinem Volke Freude."

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus


    25. März: Hochfest Mariä Verkündigung / Verkündigung des Herrn.


    Aus dem Bomm-Volksmessbuch 1962:
    -

    "Heute brachte brachte der Engel des Herrn Maria die Botschaft: Du wirst einen Sohn empfangen.
    Heute sprach sie das gute Wort: Siehe, ich bin eine Magd des Herrn.
    Heute geschah in ihr das grosse Wunder:
    Sie empfing vom Heiligen Geistes, und das Wort ward Fleisch in ihr
    ."

    -


    Durch die Verkündigung
    der Menschwerdung des eingeborenen SOHNES GOTTES JESUS CHRISTUS durch den
    heiligen Erzengel Gabriel an die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ..... fand die Erlösung der Welt ihren Anfang !




    Aus dem hl. Evangelium nach Lukas (1,26-38) Vulgata:

    Im sechsten Monate aber ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, mit Namen Nazareth,
    zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause Davids, und der Name der Jungfrau war Maria. [Mt 1,13]
    Und der Engel trat zu ihr hinein, und sprach: Gegrüßt seist du, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeiet unter den Weibern!
    Da sie dies hörte, erschrak sie über seine Rede, und bedachte bei sich, was dies für ein Gruß sei.
    Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott.
    Siehe, du wirst empfangen im Schoße, und einen Sohn ]gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen. [Jes 7,14 ; Lk 2,24]
    Dieser wird groß sein, und der Sohn des Allerhöchsten genannt werden;
    Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird herrschen über das Haus Jakob in Ewigkeit, [Dan 7,14.27, Mic 4,7]
    und seines Reiches wird kein Ende sein.
    Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies geschehen, da ich einen Mann nicht erkenne?
    Der Engel antwortete, und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird auf dich herabkommen, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, welches aus dir geboren werden soll, Sohn Gottes genannt werden.
    Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter, und dies ist der sechste Monat für sie, die unfruchtbar heißt,
    denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.
    Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, nach deinem Worte! Und der Engel schied von ihr.

    -

    +
    Ein kurzer Einschub:
    Das XI. Konzil v. Toledo musste im Jahre 675 mit dem Symbolum Nr. 36 einem verbreiteten Irrtum entgegengetreten:
    -

    "Gleichwohl darf man nicht deshalb, weil Maria, vom Heiligen Geist überschattet, empfing, glauben, eben der Heilige Geist sei der Vater des Sohnes, damit es nicht den Anschein hat, wir nähmen zwei Väter des Sohnes an, was zu behaupten allerdings frevlerisch wäre"

    -

    Einer der grossen Kirchenväter, der hl. Augustinus, unterstreicht:
    -

    "Christus wurde nicht als Sohn vom Heiligen Geist geboren.
    Man darf keinesfalls behaupten, dass Christus der Sohn des Heiligen Geistes oder der Heiligen Dreifaltigkeit ist"

    -

    Verinnerlichen wir uns:
    Alleine der VATER ZEUGT IN EWIGKEIT SEIN EWIGES WORT,
    SEINEN EINZIG GEBORENEN SOHN JESUS CHRISTUS,
    - GOTT VON GOTT , LICHT VOM LICHTE, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT,
    EINES WESENS MIT DEM VATER -

    DER alleine DURCH die KRAFT des HEILIGEN GEISTES aus der Jungfrau Maria
    die Knechtschaft des Fleisches
    angenommen hat.

    -
    Siehe bitte auch:
    Die Allerheiligste Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist (8)

    Und:
    Durch die Fleischwerdung der zweiten wesensgleichen Person Gottes verlor Diese denn auch nicht Ihr Ewiges Geistiges Wesen,
    sie "fehlt" denn nun auch nicht innerhalb der Dreifaltigkeit.

    Alleine durch die zur Sühne der Sünden der Welt Fleischwerdung ist der eingeborene Sohn Gottes - Gottes Ewiges Wort -
    aus der Ewigkeit in das Zeitliche getreten.
    -

    +


    "Ave Maria"......
    mit diesen Worten des Erzengels Gabriel nahm die Erlösung der Welt ihren Anfang !

    Durch die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS zu uns gekommen....
    durch sie sollen wir denn auch zu IHM gehen !

    Alles, was sie ihrem Göttlichen Sohne an unseren Tugenden und Gaben darbringt, ist gereinigt und vergoldet und auf einem goldenen Tablet dargereicht !

    Nichts behält sie für sich.....alles trägt sie zu ihrem Göttlichen Sohne und schliesst es in ihr Herz ein.
    Diesem Herzen voll der Gnade kann ER nicht widerstehen !


    ----

    Ave Maria,
    gratia plena,
    Dominus tecum.
    Benedicta tu in mulieribus,
    et benedictus fructus ventris tui, Jesus.

    Sancta Maria, Mater Dei,
    ora pro nobis peccatoribus
    nunc et in hora mortis nostrae.

    Amen.


    ----


    Gegrüßet seist du, Maria,
    voll der Gnade,
    der Herr ist mit dir,
    du bist gebenedeit unter den Weibern,
    und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

    -

    Hier ist denn auch zu empfehlen, folgendes Fatima-Gebet einzufügen:

    "O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden und
    bewahre uns vor dem Feuer der Hölle.
    Führe alle Seelen in den Himmel,
    besonders jene, die deiner Barmherzigkeit
    am Meisten bedürfen."


    -

    Heilige Maria, Mutter Gottes,
    bitte für uns Sünder
    jetzt und in der Stunde unseres Todes.

    Amen.


    -----

    Marias Lobgesang:

    Magnificat anima mea Dominum,
    et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo.
    Quia respexit humilitatem ancillae suae.
    Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes.
    Quia fecit mihi magna, qui potens est,
    et sanctum nomen eius.
    Et misericordia eius a progenie in progenies
    timentibus eum.
    Fecit potentiam in brachio suo,
    dispersit superbos mente cordis sui.
    Deposuit potentes de sede
    et exaltavit humiles.
    Esurientes implevit bonis
    et divites dimisit inanes.
    Suscepit Israel puerum suum,
    recordatus misericordiae suae.
    Sicut locutus est ad patres nostros,
    Abraham et semini eius in saecula.

    -

    Meine Seele preist die Größe des Herrn,
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
    und sein Name ist heilig.
    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
    über alle, die ihn fürchten.
    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
    Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
    Er stürzt die Mächtigen vom Thron
    und erhöht die Niedrigen.
    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
    und lässt die Reichen leer ausgehen.
    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
    und denkt an sein Erbarmen,
    das er unseren Vätern verheißen hat,
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
    -


    Aus
    "Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)":
    -

    [...]
    "Gegrüßet seist du, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Weibern.
    Noch nie hat ein Mensch einen so hohen Gruß empfangen, als Maria.
    Gottes höchste Majestät war es selbst, in dessen Namen der Engel den Gruß überbrachte, und wunderbar!
    ein guter Engel machte jetzt wieder gut, was einst ein böser Engel geschadet hatte.
    Denn der gefallene Engel Luzifer, der Teufel, war es, der die erste Eva verführte und die ganze Menschheit in das Unglück stürzte;
    nun aber sollte ein anderer Engel, Gabriel, der zweiten Eva, Maria, die frohe Botschaft bringen, daß sie zum Heile der Menschheit den Erlöser empfangen werde.
    Die Worte also:
    „Gegrüßt seist du Maria,” sind himmlische Worte;
    o sprich sie daher immer, christliche Seele, mit tiefer Ehrfurcht, mit inniger Freude aus!
    Dieser Gruß, sagt der heilige Alphonsus, ist der aller seligsten Jungfrau sehr wohlgefällig,
    und es scheint, als ob man ihr als dann die Freude, die sie empfand, als der Erzengel Gabriel ihr verkündete, sie werde Mutter Gottes werden, erneuere, und der heilige Bonaventura sagt, daß Maria immer wieder auf diesen Gruß mit einer gewissen Gnade antwortete.

    — Der Engel fuhr fort: „Du bist voll der Gnaden.”
    Kein Mensch hat die Fülle der Gnaden Gottes in so hohem Grade empfangen als Maria, denn sie war unbefleckt, ohne Makel der Erbsünde empfangen und sie gab, wie der heilige Petrus Chrisologus sagt, dem Himmel die Ehre, der Erde den Schöpfer, den Heiden das Glaubenslicht, den Lastern das Ende, dem Leben die Ordnung, den Sitten die Zucht.
    — Andere Heilige erhielten zwar Teilchen der Gnade, aber in das Herz Mariens goß sich deren ganze Fülle aus, die sich auch über uns verbreitet hat und noch verbreitet.
    Von ihrer Gnadenfülle erhalten auch wir, sie ist die Schatzmeisterin der Gnaden Gottes, durch ihre Fürbitte kannst du jede Gnade erlangen.

    Der Herr ist mit dir.
    Hierüber sagt der heilige Bernhard:
    „Der Herr war mit Maria nicht bloß dem Geiste, sondern auch dem Fleische nach.
    Er war zwar mit allen Heiligen, ganz besonders aber mit Maria;
    denn mit ihr hatte er eine so innige Gemeinschaft, daß er nicht nur ihren Willen,
    sondern auch ihr Fleisch mit sich vereinigte; und dann fährt der nämliche Heilige fort:
    Der Herr ist mit dir, wie ein Vater mit seiner Tochter, die er sorgsam beschützt, wie ein Bräutigam mit seiner Braut, die er einzig liebt, wie ein König mit seiner Königin, die er in hohen Ehren hält.
    O bitte, christliche Seele, täglich Maria, daß sie dir helfe, daß auch Gott immer mit dir sei im Leben und Sterben!!

    — „Du bist gebenedeit unter den Weibern.
    Maria ist die Gesegnetste ihres Geschlechts, ja die Glückseligste,
    denn sie allein wurde unter allen Weibern zur Gottesmutter auserkoren, sie allein ist Mutter und doch Jungfrau, sie hat durch den Sohn, den sie geboren, den Fluch Gottes über die Menschheit in Segen umgewandelt;
    Eva war die Urheberin der Sünde, Maria die Urheberin der Gnaden,
    Eva hat uns verwundet, Maria hat uns geheilt.

    [....]
    Heute feiert also die Kirche zwei feste:
    ein Fest des Sohnes Gottes und ein fest Mariä, der heiligsten Jungfrau, ;
    denn heute wurde der Sohn Gottes aus unendlicher Liebe zu uns ein Mensch
    und Maria wurde zu unserer Freude und zu unserem Troste Mutter Gottes.
    Heute ist das Wort, das immer bei Gott war, der Sohn Gottes, Fleisch geworden.
    O christliche Seele, falle nieder zur Erde und bete an, uns verherrliche und lobe die ewige Liebe des ewigen Vaters, der seinen Sohn gesendet, die ewige Liebe des Sohnes,
    der herab gekommen ist vom Himmel in diese Erde voll Jammers und Elend, die Liebe des heiligen Geistes, der das Geheimniß der Menschwerdung im Leibe der Jungfrau vollbracht.
    O falle nieder und danke dem Herrn,
    der
    um deinetwillen im dunklen Schoße der Jungfrau ein kleines Kind geworden, damit er dich aus der Gefangenschaft des Satans
    in die Freiheit der Kinder Gottes,
    aus der Finsternis des Unglaubens in das Licht des wahren Glaubens versetzte"!!!

    [....]






    Zum Hochfest Mariä Verkündigung / Verkündigung des Herrn aus dem Schott Messbuch 1962:

    -

    Das heutige Festgeheimnis
    – die Menschwerdung der zweiten göttlichen Person im Schoße der allerseligsten Jungfrau
    bildet den Angelpunkt der ganzen Menschheitsgeschichte:
    die Fülle der Zeit ist da.
    Was einst Adam durch stolze Selbstüberhebung gefrevelt, im Wunsche, Gott gleich zu sein, wird jetzt wieder gutgemacht, indem der ewige Gottessohn als neuer Adam den Menschen gleich wird.
    Die Menschen, durch den Ungehorsam Evas dem Tode verfallen, erhalten durch die demütige Hingabe Mariens an Gottes Willen,
    eine neue Mutter des Lebens
    .


    Das Fest läßt sich im Morgenland schon im 5. Jahrhundert nachweisen, im Abendland vor Gregor dem Großen.

    Im Introitus schließen wir uns in hoher Festesfreude dem Ehrengeleite der begnadeten Gottesmutter an.
    Was Isaias dem Könige Achaz vorherverkündet hatte, ist im Kämmerlein von Nazareth wunderbar in Erfüllung gegangen (Lectio, Evang.).
    Die Worte des Graduale können wir im Geiste der Liturgie auf Maria oder ihren göttlichen Sohn beziehen.
    Was wir im Evangelium vernommen, lassen wir im ehrfurchtsvollen Gruße des Offertoriums weiterklingen. In der hl. Kommunion kehrt Gottes Sohn auch in unser Herz ein (Comm.).

    Fällt der 25. März auf einen Fastensonntag, so wird das Fest am folgenden Tage gefeiert.
    Fällt er in die Kar- oder Osterwoche, so wird das Fest in die Woche nach dem Weißen Sonntag verlegt.

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/mrz/mrz25/index.html

    Siehe bitte auch:
    Maria: Die neue Eva
    Maria- Vermittlerin aller Gnaden

    -

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  • Gnadenquelle hl. Beichte !Datum23.03.2022 20:35
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gnadenquelle hl. Beichte !

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Die hl. Therese v. Lisieux (1873-1897)

    - Karmelitin, die "kleine Therese" -:
    -
    "Ja, ich fühle es, hätte ich auch alle begehbaren Sünden auf dem Gewissen,
    ich ginge hin, das Herz von Reue gebrochen, mich in die Arme Jesu zu werfen, denn ich weiß, wie sehr er das verlorene Kind liebt, das zu ihm zurückkehrt."


    Der verlorene Sohn
    -


    Die hl. Beichte als unermessliche Gnadenquelle.
    Auszug aus einer Abhandlung über das hl. Sakrament der Busse, entnommen aus:

    Vollständiges Lexikon für Prediger und Katecheten: in welchem die katholischen Glaubens-und Sitten-Lehren ausführlich betrachtet; 1845:

    -

    Durch Nichts wird
    die Macht der Hölle mehr geschwächt, als durch Ablegung einer reumüthigen Beicht.

    Daher sagt der hl. Anton von Padua:
    Die Beicht ist den unreinen Geistern schrecklich.
    Und der hl. Bonaventura:
    Durch die Beicht werden wir nicht nur im Guten befestiget, sondern auch im Kampfe gegen die Hölle gestärkt, ja wir können dem Feinde unsers Heiles keinen größeren Schmerz verursachen, als wenn wir die Wunden, welche uns die Sünden geschlagen haben, durch eine reumütige Beicht wieder heilen.
    Durch die Beicht vertreiben wir den Teufel aus unserm Herzen;
    so oft der Mund reumüthig eine Sünde bekennt, muß ein böser Geist aus der Seele weichen.
    Dies beweiset nachstehendes Ereignis.
    Dem hl. Philippus Nerius legte einmal ein großer Sünder eine Lebensbeicht ab.
    Die darauf folgende Nacht schien es ihm während des Schlafes, als ginge eine große Schaar von unreinen Geistern aus seinem Munde heraus.
    Auf dieses fühlte er sich wunderbar, erleichtert, und wurde viel weniger mehr vom bösen Feinde versucht.
    Die hl. Schrift sagt:
    Wenn ein starker Bewaffneter sein Haus bewacht, da ist das Seinige in Sicherheit :
    wenn aber ein Stärkerer, als er ist, über ihn kömmt, und ihn überwindet, so nimmt er ihm seine ganze Waffenrüstung, auf welche er sich verließ und vertheilt seine Beute. Luk. 11.
    Jener stark Bewaffnete ist der Teufel, der das Herz des Sünders in Besitz genommen.
    Wenn wir aber das hl. Sakrament der Buße empfangen, kömmt ein Stärkerer, der ihn besiegt und aus seinem Besitzthume treibt.
    Dies ist Christus;

    er nimmt dem Teufel durch das hl. Sakrament der Buße seine ganze Waffenrüstung, und vertheilt seine Beute.
    Er befreit nämlich die durch sein Blut erlösten Seelen aus der Gefangenschaft des Teufels
    und stellt sie wiederum unter den Schutz der heiligen Engel.
    Dies heißt seine Beute vertheilen."

    -

  • Die Vorsehung GottesDatum21.03.2022 21:29
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Vorsehung Gottes

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Geborgenheit in Gottes Vorsehung.


    Dazu

    die hl. Therese v. Lisieux (1873-1897) - Karmelitin, die "kleine Therese":

    -"Wegen der Zukunft beunruhige ich mich nicht.
    Ich bin sicher, Gott wird seinen Willen tun.
    Das ist die einzige Gnade, die
    ich verlange.

    Ich finde, wir, die den Weg der Liebe gehen, sollte nicht an das Denken, was an Schmerzlichen in Zukunft auf uns zukommen kann.
    Das wäre mangelndes Vertrauen und würde gleichsam bedeuten, sich in Gottes Fügungen einzumischen."

    -


    Ein segensreiches Gebet

    des hl. Franz v. Sales (1567-1622) zum hl. Schutzengel um steten Beistand:

    -
    O heiliger Engel!
    Du bist von
    meiner Geburt an mein treuer Beschützer.
    Dir
    übergebe ich heute mein Herz, gib
    es meinem Heiland, dem es allein angehören soll.
    Du bist mein Beschützer im Leben. Sei auch mein Tröster im Tode!
    Stärke meinen Glauben,
    festige meine Hoffnung,
    entzünde in mir die göttliche Liebe!
    +
    Erlange
    mir, dass mich das vergangene Leben nicht ängstige, das gegenwärtige nicht beunruhige, das künftige nicht erschrecke!
    +
    Stärke mich im Todeskampf,
    ermunterte mich zur Geduld,
    behalte mich im Frieden!
    Erwirke mir die Gnade, dass meine letzte Speise das Brot der Engel sei,
    meine letzten Worte
    Jesus, Maria, Joseph,
    mein letzter Atemzug ein Hauch der Liebe
    und deine Gegenwart mein letzter Trost!


    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum19.03.2022 19:55
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum dritten Fastensonntag:


    -
    "Herr Jesus Christus !
    Um unseres Heiles wiillen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.





    Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.


    Zur Sühne für unsere Sünden hast Du Dich selbst auf dem Altar des Kreuzes geopfert, und seit zwei Jahrtausenden erneuerst Du Dein Opfer in jeder heiligen Messe.



    Und doch ist noch so viel Sünde und Gottlosigkeit auf dieser Erde.
    Ja, es möchte uns scheinen, als sei es Welt heute mehr als früher der Knechtschaft der Sünde verfallen.
    Erbarme Dich Herr, der Menschheit, die Du mit Deinem kostbaren Blut erlöst hast!
    Du hast einst gesagt:
    'Grössere Freude ist im Himmel über einen Sünder, der Busse tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Busse nicht bedürfen.' (Lk 15,7)

    So sieh mit Erbarmen herab auf die Vielen, die in unseren Tagen den Weg der Sünde gegen, ohne an Busse und Bekehrung zu denken.
    Mit einem Wort hast Du Inst deine Aussätzigen befreit von ihrer schrecklichen Krankheit.
    So reinige die Menschen vom Aussatz der Seele, von der Sünde !

    Bevor Du in Dein Leiden gingst, hast Du gesagt:
    'Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen.' (Joh 12, 32)
    So ziehe denn alle, die noch fern von Dir sind, an Dein heiligstes Herz!
    Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen.!

    Lasset uns besten:
    Allmächtiger ewiger Gott!
    Wir sind schwache, sündige Menschen. Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden.
    So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die abgeirrt sind vom Wege des Heiles, die in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.

    Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.


    Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als Freund und Erlöser zugegen ist, und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.



    So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn.
    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-cq-354d.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum19.03.2022 19:54
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Ein Gebet - nicht nur, aber auch passend zur Fastenzeit - des
    hl. Albertus Magnus (1200-1280):
    -

    "Herr Jesus Christus, deine Gnade hat mich in die Wüste der Buße geführt.
    Beschütze mich, wenn
    der Versucher sich mir naht.

    Laß mich die Kindschaft Gottes niemals preisgeben,nicht dem Ehrgeiz und dem Stolz verfallen.
    Hilf meinem Willen,der sich gegen die Bitternis der Buße sträuben will.
    Durch das Wort der Wahrheit mach mir die Härten der Entsagung.
    die der Versucher Steine nennt, zu Brot und die Genüsse, die er Brot nennt, zu Steinen.
    Bewahre mich vor dem Versucher!
    Er stelle mich nicht auf die Zinne des Tempels, daß ich mich für besser halte als die anderen, er stürze mich nicht hinab durch heuchlerische Demut.
    Auch soll der Teufel mich nicht auf den Berg des Reichtums führen,damit ich nicht aus Habgier vor ihm niederfalle und ihn anbete.
    Alles, was dir widerstrebt, halte fern von mir,
    damit ich
    DICH, meinen Herrn, anbete und dir allein diene.


    Der Versucher verlasse mich!
    Deine Engel sollen zu mir kommen, um mich vor dem Bösen zu bewahren.
    Sie mögen mir dienen und mich zum Guten führen, zu dir, mein Gott, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit."


    -
    Zum Dritten Fastensonntag "Oculi" :

    Aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    Introitus (Ps. 24, 15-16)

    Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos: repice in me, et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Oculi mei (usque ad Ps.).

    Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Meine Augen (bis zum Ps.).

    +

    Einführung
    Stationskirche: St. Laurentius vor den Mauern
    1. Kl. – Farbe violett

    Wir begleiten im Geiste die Katechumenen zu ihrem Patron, dem hl. Laurentius.
    Es begann heute für sie in Rom ein wichtiger Abschnitt in ihrer Vorbereitung auf die hl. Taufe: die Skrutinienwochen, d.h. die Zeit der öffentlichen Prüfungen über ihre sittliche und geistige Reife; damit waren Exorzismen (Teufelsbeschwörungen, vgl. das heutige Evangelium) verbunden, die gewöhnlich am Mittwoch und Samstag stattfanden.

    Die Stationskirche erhielt schon früh auch das Gepräge eines Marienheiligtums (daher das Marienlob am Schluß des Evangeliums).

    Mit den Täuflingen lassen auch wir uns gesagt sein:
    «Ihr waret einst Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn» (Lesung).
    Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum, Heiligkeit und Sünde, Gott und Teufel!
    – wir haben uns zu entscheiden und richten deshalb unser Auge auf den Herrn (Christus – Intr.).
    Wir sollen mit Christi Kraft den Starken, d.h. den Teufel überwinden (Evang.).
    – Beim Opfergang legen wir unsern Entschluß auf die Patene, Gottes Gebote zu erfüllen (Offert.).
    Der Altar mit seinen Gnadenschätzen soll eine liebtraute Heimstätte sein für unsre Seele und eine Stufe, auf der wir zum Gotteshaus des Himmels emporsteigen (Comm.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso3/index.html

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !



    Am 19. März feiert die Heilige Mutter Kirche das Hochfest des hl. Josef:


    Der hl. Joseph ist der Schutzpatron der Kirche!

    Dazu ein von Papst Leo XIII. im Jahre 1889 in der Enzyklika "Quamquam pluries " angefügtes Gebet:
    -

    Zu dir, o seligster Joseph, fliehen wir in unserer Trübsal.
    Wie wir deine heiligste Braut um Hilfe angefleht haben, so bitten wir voll Vertrauen auch um deinen Schutz. Um der Liebe willen, welche dich mit der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, und um der väterlichen Liebe, womit du das Kind Jesus umfangen hast, bitten wir dich flehentlich, du wollest das Erbe, welches Jesus Christus mit seinem Blute erworben hat, mildreich ansehen und in unseren Nöten mit deiner Macht und Hilfe uns beispringen.
    Wache, o fürsorglicher Beschützer der heiligen Familie, über die auserwählte Jüngerschar Jesu Christi; halte fern von uns, o liebreicher Vater, alle Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis; stehe vom Himmel aus uns gnädig bei, du unser starker Retter im gegenwärtigen Kampfe mit den Mächten der Finsternis.
    Und wie du einstmals das Kind Jesus aus der höchsten Lebensgefahr errettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen die Nachstellungen der Feinde und alle Widerwärtigkeit.
    Nimm uns alle unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiele und mit deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und die ewige Seligkeit im Himmel erlangen mögen.

    Amen."

    -


    Zum Hochfest aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
    -
    "Der hl. Joseph ist ein Bekenner; er erlitt nicht, wie die Märtyrer, den blutigen Tod für Christus; er verkündete nicht, wie die Apostel und Evangelisten, in aller Welt das Evangelium,
    und doch legte auch er in seiner Verborgenheit ein Bekenntnis und Zeugnis ab für den Herrn durch ein Leben in Gerechtigkeit und Gottesfurcht und des Gotteslobes.
    Als Bräutigam Mariens und Nährvater des göttlichen Kindes aber war er vor allen Sterblichen erkoren, der Hüter des grössten Gnadengeheimnisses Gottes auf Erden zu sein.
    Um dieser Gnadenerwählung und seiner hohen Heiligkeit willen preist ihn die heutige Festmesse
    ."

    -


    Der hl. Alphons Maria v. Liguori hebt besonders drei Gründe für die besondere Verehrung des hl. Josef hervor:
    -

    Erstens:
    weil Jesus ihn nicht nur wie ein Freund, sondern weil er ihn wie seinen Vater liebt;
    weshalb denn auch seine Fürsprache weit mächtiger ist, als die eines anderen Heiligen.

    Zweitens,
    weil der heilige Joseph besondere Macht gegendie bösen Geister,
    die uns in der Todesstunde anfechten,
    erlangt hat.
    Da Joseph unsern Heiland von den Nachstellungen des Herodes befreite, so hat Gott ihm die Macht erteilt,die Sterbenden vor den Angriffen des Teufels zu schützen.

    Drittens
    hat der Beistand, den Jesus und Maria dem heiligen Joseph in der
    Sterbstunde leisteten, ihm das Recht erlangt, auch seinen treuen Dienern einen heiligen, sanften Tod zu verschaffen.

    -


    Der hl. Hieronymus über das erste Kapitel des Matthäusevangeliums(Mt 1, 18-21) zu finden:
    -

    "Weshalb wird er nicht Kind einer gewöhnlichen Jungfrau, sondern einer verehelichten?
    Zunächst, damit durch den Stammbaum Josephs auch die Abstammung Marias erwiesen würde;
    zweitens, damit sie nicht als Gefallene von den Juden gesteinigt würde;
    drittens, damit sie auf der Flucht nach Ägypten eine Hilfe hätte.
    Der Martyrer Ignatius hat noch einen vierten Grund hinzugefügt, weshalb er Kind einer Verehelichten geworden ist, indem er sagte:
    Damit vor dem Teufel geheim gehalten würde, wer geboren ward, insofern als er meinte, es handle sich nicht um die Geburt aus einer Jungfrau, sondern um die aus einer Ehegattin."

    -

    Die Auslegungen der Kirchenväter besagen, dass der Teufel und sein dämonischer Anhang bis zuletzt nicht wussten, ob es sich bei unserem Herrn um den Messias handelte.
    Daher auch die Frage des Satans bei der Versuchung Christi
    "Wenn du der Sohn Gottes bist.....?"
    +
    Verführungen der Welt / Versuchungen (6)
    +


    Der hl. Josef ist der Schutzpatron unserer Heiligen Mutter Kirche und.....
    der Patron der Sterbenden.....

    Ein anempfohlenes Fürbitt-Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht
    lautet:



    -
    "Heiliger Josef,
    Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria,
    bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"


    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    "Fest des hl. Josef
    Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria
    Bekenner

    1. Kl. – Farbe weiß

    Als Bräutigam der allerseligsten Jungfrau
    und als Nährvater des göttlichen Kindes
    war der hl. Joseph zu einer Würde erhoben, wie sie keinem anderen Heiligen zuteil wurde.
    Er war das Haupt und der Hüter der heiligen Familie zu Nazareth (vgl. die Präfation) und nahm so auch innigen Anteil am Werke der Erlösung.
    Am heutigen Feste wird in der Liturgie vorzugsweise dieser Anteilnahme gedacht,
    während die Kirche am 1. Mai den hl. Joseph als Mann der Arbeit feiert.
    Die liturgische Verehrung des hl. Joseph in einem eigenen Feste geht im Orient bis ins 10. Jahrhundert zurück, während sie im Abendlande erst seit dem 14. Jahrhundert stärker hervortritt.
    Papst Gregor XV. erhob das Fest 1621 zu einem gebotenen Feiertag.

    Um den heiligen Opferaltar geschart, begrüßen wir im Introitus den heiligen Nährvater ob seiner Tugenden unter dem Bilde einer hochstrebenden Palme und einer weitgeästeten Zeder.
    Wir erhoffen von seiner Fürsprache reiche Gnaden (Oratio),
    da ihm in der Kirche gleich Moses eine Schützerrolle zuteil wurde (die Worte der Lesung gelten in der Hl. Schrift von Moses).
    Wir freuen uns über seine hohe Begnadigung (Grad.)
    und über das Glück seiner schutzbefohlenen Kinder (Tract.).
    Das Evangelium zeigt uns den getreuen Hüter der Jungfräulichkeit Mariens und damit des hochheiligen Gnadengeheimnisses der Menschwerdung, das ihm geoffenbart wurde.
    Gottes Gnadenhuld war ständig mit ihm (Offert.).
    In der Communio sehen wir noch einmal das Bild des keuschen Bräutigams Mariä vor uns; es erfüllt uns mit Vertrauen auf seinen mächtigen Schutz.

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/mrz/mrz19/index.html

    Der Monat März ist dem hl. Joseph gewidmet:
    Gedenk- und Weihemonate (11)
    |addpics|qps-cr-ef60.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Stufen zur VollkommenheitDatum17.03.2022 15:26
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !



    Die heilige Therese von Lisieux (1873-1897) - die kleine Therese -
    über die Bedeutung der geistlichen Kindschaft im Streben nach Vollkommenheit:


    ....es heißt, sein Nichts anerkennen und alles von Gott erwarten, so wie ein kleines Kind alles von seinem Vater erwartet. Es bedeutet, sich über nichts Sorgen machen, sich keine besonderen Verdienste ansammeln wollen.
    Sogar bei den armen Leuten gibt man den den Kindern alles Notwendige. Deshalb wollte ich nicht größer werden, denn ich fühlte mich unfähig, mir mein ewiges Leben selbst zu verdienen. Daher bin ich immer klein geblieben und habe keine andere Beschäftigung, als Blumen zu pflücken, die Blumen der Liebe und des Opfers, und sie Gott zur Freude anzubieten.
    Klein bleiben bedeutet, darüber hinaus; sich nicht selbst die Tugenden zuschreiben, die man praktiziert, als halte man sich zu irgendwas fähig, sondern anerkennen, dass Gott diesen Reichtum in die Hand seines kleinen Kindes legt, damit es sich dessen bedient.
    Endlich bedeutet es, sich nicht wegen seiner Fehler entmutigen zu lassen, denn Kinder fallen oft, aber sie sind zu klein, um sich schwer zu verletzen."

    -

  • Die Verehrer des KreuzesDatum15.03.2022 20:27
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Der hl. Johannes v. Avila (1500-1569):
    -

    "O Jesus, auf dem Kreuz hast du mich gesucht; du hast mich gefunden, du hast mich umhegt, befreit und geliebt, indem du dein Leben und dein Blut in den Händen grausamer Henker für mich hingegeben hast.
    Ich werde dich auch auf dem Kreuz suchen. Da werde ich dich finden.
    Du wirst mich umhegen und von mir selbst befreien, mich, der ich deiner Liebe im Wege stehe, in der doch mein Heil liegt.
    Haltet euch eure Verfehlungen vor Augen, erhebt euren Blick zum Gekreuzigten, nicht zum gestorbenen Christus, sondern zu dem Christus, der euch anschaut und mit offenen Armen erwartet.
    Bedenkt, was er am Kreuz für euch getan hat und was ihr für ihn getan habt, was ihr ihm tagtäglich antut"

    -

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