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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum30.04.2022 20:32
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!

    -
    "Herr Jesus Christus! Du bist der Gute Hirt!
    Du hast Dein Leben hingegeben für deine Schafe. Um uns vor dem ewigen Tod zu retten, hast du dich selbst dem Vater dargebracht. Du hast unsere Sünden an deinem Leibe auf das Holz des Kreuzes getragen, damit wir, für die Sünde gestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch Deine Wunden wurden wir geheilt.
    Wir waren wie verirrte Schafe. Jetzt aber sind wir heimgekehrt zum Hirten unserer Seelen (1 Petr 2,24)

    Dank sei dir Herr!
    Als guter Hirt willst Du Deinen Schafen nahe sein. Zwar hast du vor Deiner Himmelfahrt dem heiligen Petrus und seinen Nachfolgern die Sorge für Deine ganze Herde anvertraut. Du hast ihm Deinen Beistand versprochen bis ans Ende der Zeiten. Du selber sorgst durch ihn für Deine Herde.
    Aber du wolltest auch ganz persönlich denn Deinen nahe sein.
    Darum hast Du uns dieses wunderbare Sakrament geschenkt:
    ein Gedanke Deiner gottmenschlichen Liebe ist es gewesen. Da du die Deinen , die in der Welt waren, liebtest, ging Deine Liebe bis an die Grenze des Möglichen.
    Nicht nur in Deiner göttlichen Allgegenwart, sondern auch in Deiner Menschheit, die in unverhülltem Glanze zur Rechten Deines Vaters thront, wolltest Du überall zugegen sein, wo Menschen leben, die Dir angehören.
    Dank sei dir Herr, wir beten Dich an im Sakramente Deiner Liebe.



    Der gute Hirt führt Seine Schafe auf gute Weide.
    Du tust noch mehr, unbegreiflich mehr:
    Dein eigenes Fleisch und Blut gibst Du den Deinen zur Speise hin, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
    Du bist der gute Hirt. Alleluja.
    Du kennst die Deinen , und die Deinen kennen Dich. Alleluja.

    Lasset uns beten:
    wir danken Dir Herr Jesus Christus, Du guter Hirt, dass Du uns in unverdienter Gnade in Deine Herde berufen hast.
    Bewahre
    uns vor den Feinden, die immer wieder einbrechen in Deine Herde.
    Vor allem aber verleihe uns, o Herr, dass wir allezeit auf Deine Stimme hören: lass uns nicht in die Irre gehen, sondern in Dir das Leben finden. Der du lebst und Herrschaft von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

    Amen."

    -
    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum 1. Mai, dem Fest des hl. Joseph, Mann der Arbeit

    Die Litanei vom hl. Josef:
    Litanei vom hl. Josef


    Aus einem Artikel des "Opus Dei":
    -

    [....]
    "Wer am „Tag der Arbeit“ zur Kirche geht, wendet den Blick von wehenden Fahnen und das Ohr von hohlen Phrasen ab.
    Er lässt jene andere Botschaft auf sich wirken, deren Mitte nicht ein Begriff – „die Arbeit“ist, sondern ein Mensch, ein richtiger Handwerker, Josef von Nazareth.
    Und dieser verweist auf den Jugendlichen, der jahrelang lernbegierig auf ihn geschaut hat und später „der Sohn des Zimmermanns“ (Mt 13, 55) genannt wurde: auf Jesus.

    Wir dürfen uns vorstellen, dass für seine Mitbürger in Nazareth Josef der liebenswürdige Nachbar und zuverlässige Handwerker war. Ihnen blieb aber verborgen, dass er Träger der Verheißungen Israels war.

    In der Werkstatt von Nazareth

    Josef und der heranwachsende Jesus stehen zusammen in der Werkstatt von Nazareth. Sie lernen voneinander. Josef wird Jesus die Kunstfertigkeit eines guten Handwerkers und das Gespür für die Würde einer gut gemachten Arbeit gelehrt haben.
    Und der junge Jesus wird Josef ohne Worte das noch verborgene Geheimnis seiner Person verehrungswürdig gemacht haben.
    Beide zusammen verweisen auf die Würde der Arbeit aus ihren Händen: „Dieses Fest ist wie eine Heiligsprechung der Arbeit als gottgewollter Wert, und es zeigt, wie in der Gemeinschaft der Kirche jene Kernwahrheiten des Evangeliums widerhallen, die nach dem Willen Gottes in unserer Zeit besonders bedacht und beherzigt werden sollen“ (hl. Josefmaria, Christus begegnen 52)

    Wer sich ins Evangelium vertieft wird ahnen, wie Josef seine Arbeit in die Nähe des Geheimnisses der Erlösung bringt.
    Ohne Worte, denn von ihm sind uns keine Worte überliefert.
    Durch Taten, umhüllt von Schweigen.
    Die wenigen Stellen im Evangelium die sich auf ihn beziehen, zeigen ihn als Handelnden. Aber einer, der zuerst ein Hörender ist, empfänglich für die göttlichen Eingebungen.
    Seine Handlungsweise, wie wir sie aus dem Evangelium kennen, hat eine klare Struktur: Hören, Aufnehmen, Handeln."

    [....]

    -

    Der Artikel in voller Länge:
    https://opusdei.org/de-ch/article/der-1-...ers-betrachtet/


    Hw Theoderich Kampmann (1899-1983) in "Licht in der Nacht" (1963):
    -

    "Schweigend überwacht Josef das heilige Geschehen in der Höhle von Bethlehem.
    Schweigend geleitet er Mutter und Kind nach Ägypten.
    Er beschreitet die alte Karawanenstraße, welche Patriarchen und Propheten gepilgert sind, die Moses gegangen ist und sein störrisches Volk.
    Hin und zurück wandert der große Gerechte seinen Weg.
    Schweigend lässt er sich endlich in Nazareth nieder.
    Und tut seinen Dienst um des Gegenwärtigen willen, welcher der Vergangene ist und der Zukünftige.
    Jesus Christus, Gottes einziggeborener Sohn.
    "

    -

    Gebet des hl. Franz v. Sales (1567-1622):
    -

    "Glorreicher hl. Josef, Bräutigam Mariens, nimm uns unter deinen väterlichen Schutz; wir beschwören dich darum durch das Heiligste Herz Jesu.
    O du, dessen Macht sich auf all unsere Bedürfnisse erstreckt und der du das Unmögliche möglich machen kannst, wende deine väterlichen Augen auf die Interessen deiner Kinder, und nimm dich ihrer an.

    In der Not und Bedrängnis, die uns bedrücken, eilen wir mit Vertrauen zu dir.

    Würdige dich, die Leitung dieser wichtigen und schwierigen Angelegenheiten, die uns beunruhigen und bedrücken, mit väterlicher Güte selbst zu übernehmen.
    Mache, daß der glückliche Ausgang derselben zu deiner Ehre und zu unserem Besten gereichen möge.
    Amen."

    -

    Die hl. Messe:
    https://www.mariawalder-messbuch.de/as62/mai/mai1/node1.html

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  • Stufen zur VollkommenheitDatum28.04.2022 20:14
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    In der Lesung aus dem hl. Evangelium am Weissen Sonntag hörten wir von den Zweifeln des hl. Apostels Thomas.

    Dazu Pater Gabriel aS Maria Magdalena OCD (von den unbeschuhten Karmelitern)
    in "Geheimnis der Gottesfreundschaft" :

    -

    "Der Zweifel des Thomas stärkt unseren Glauben wie der hl Papst Gregor sagt:
    "Sein Unglaube hat uns mehr genützt als der Glaube der anderen Apostel."
    Hätte Thomas nicht gezweifelt, so hätte kein Mensch den Finger in die Wunden der Nägel und die Hand in die Seite des Herrn gelegt.
    Jesus hatte Mitleid mit dem schwachen Glauben des Spiels und auch mit unserem;
    und so liess er sich nicht nur anschauen , wie schon zuvor, sondern auch betasten.

    Dem Ungläubigen Thomas erlaubte er, was er Maria Magdalena, der Getreuesten, nicht gestattet hatte.
    Daraus begreifen wir die Führung Gottes.
    Den Seelen,die im Glauben noch schwanken,
    verweigert er nicht fühlbare Tröstungen und mehr oder minder greifbare Zeichen seiner Gegenwart.
    Hingegen führt er jene, die sich ihm unwiderruflich geschenkt haben und auf deren Treue er zählen kann, oftmals auf ganz dunkle Wege.
    Gott ist Vater; er verweigert keiner Seele, die ihn ehrlichen Herzens sucht, was sie zur Stützung ihres Glaubens braucht.
    Oft aber entzieht er den Stärkeren, was er den Schwächeren zugesteht.
    Und dies ist die Lehre, die Jesus uns gibt:
    "Selig, die nicht sehen und doch glauben."
    Selig jene, die nicht sehen und greifen müssen, um an Gott zu glauben, die keiner fühlbaren Zeichen bedürfen, sondern rückhaltlos zu sagen Vermögen:
    "Ich weiss, wem ich geglaubt habe."(2 Tim 1,12)
    Ich weiss,auf wen ich mein Vertrauen gesetzt habe und bin seiner sicher.
    Ein solcher Glaube ist für uns verdienstlicher, denn er gründete nur auf Gottes Wort und ist daher ganz übernatürlich.
    Er gibt auch Gott mehr Ehre, denn er schenkt ihm vollstes Vertrauen, ohne irgendeine Sicherung zu verlangen,
    und harrt sogar
    inmitten von Dunkelheit und verwirrenden Ereignissen aus, wenn der Himmel verschlossen und der Herr unserem Seufzen taub erscheint.

    Ein so starker Glaube ist gewiss die Frucht göttlicher Gnade.


    Aber wir müssen uns vorbereiten, diese zu empfangen,
    durch Gebet und durch Übung der Tugenden des Glaubens
    .
    Herr, reinige mein Herz und meine Lippen mit dem Feuer Deiner Liebe, damit ich Dich liebe und Dich suche mit der Reinheit und Einfalt eines Kindes.
    Gib mir den einfältigen Kinderglauben, einen Glauben ohne Schatten, ohne unnützes Grübeln, einen geraden und deinen Glauben auf Grund Deiner Worte und Deiner Zeugnisse, auf denen er ruht, ohne nach etwas anderes zu fragen."

    -

    Der hl. Johannes v. Kreuz über die "Dunkle Nacht":
    Stufen zur Vollkommenheit

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    "Christus siegt, herrscht und triumphiert. Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit."


    Kardinal Ildefonso Schuster (1880-1954)
    über die Unveränderlichkeit der Ewigen Wahrheit Jesus Christus und den Sieg über Seine Feinde:

    -

    "Jesus Christus ist in Wahrheit der Stein,
    den die Bauleute verworfen haben,
    den Gott zum Eckstein gemacht hat.

    Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert;
    auf wen er aber fällt, den zermalmt er.

    Die Wahrheit dieser Weissagung findet ihre Bestätigung in der Geschichte des Christentums.
    Nero, Galerius und Diokletian gingen vorüber wie ein furchtbarer, aber nicht lang anhaltender Orkan. Die Götter des heidnischen Rom liegen auf dem Grunde des Mittelmeeres, an dessen Küsten die Schiffe der Vandalen strandeten, nachdem sie zwei Wochen lang die Ewige Stadt ausgeplündert hatten.
    Zu Beginn des 4. Jahrhunderts schrieb Laktanz sein Buch „de mortibus persecutorum“.
    Es enthält die Namen der Christenverfolger.
    Viele Blätter sind noch unbeschrieben.
    Auf ihnen wird einst das Gericht über alle Feinde Christi zu lesen sein
    .
    Alle Jahrhunderte ziehen am Gottmenschen in einer langen Prozession vorüber;



    allein Christus vincit, regnat, imperat, heri, hodie, Ipse et in saecula. Christus siegt, herrscht und triumphiert. Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit"

    -


    Anmerkung zu:
    "Jesus Christus ist in Wahrheit der Stein,
    den die Bauleute verworfen haben,
    den Gott zum Eckstein gemacht hat.

    Wer auf diesen Stein fällt, wird zerschmettert;
    auf wen er aber fällt, den zermalmt er".


    Dies bezieht sich auf Mt 21, 33-46, das Gleichnis über den Weinberg des Herrn und die Winzer.
    Der Kommentar aus dem Schott Messbuch 1962:

    "Wer an der unscheinbaren menschlichen Gestalt des Messias Ärgernis nimmt,
    wird zu Grunde gehen,
    ebenso über wen das Gericht des Messias geht."



    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum23.04.2022 20:53
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Weissen Sonntag ( Erster Sonntag nach Ostern)

    -

    "Der Sieg, der die Welt überwindet


    Das ist der Sieg, der die Welt überwindet: unser Glaube!
    Denn keiner überwindet der Welt, als wer glaubt, dass JESUS der Sohn Gottes ist. In Ihm hat Gott der Vater uns ewiges Leben geschenkt.
    ( 1 Jo 5,4)
    Dank sei dem Vater durch Christus unseren Herrn!
    Herr Jesus Christus, Sieger über Sünde und Satan, über Tod und Grab:
    Du bist her im heiligsten Sakrament gegenwärtig inmitten Deiner Erlösten.
    Wir beten
    Dich an und preisen Deinen heiligen Namen.




    Wenn wir auch Deine Wunden nicht sehen, wie Thomas einst sie sah, so beugen wir doch unsere Knie vor Dir.
    Mit ihm bekennen wir: Mein Herr und mein Gott!
    Wärest Du nicht auferstanden, Herr Jesus Christus, so wäre unser Glaube nichtig. Wir waren noch in unseren Sünden. Nun aber bist Du von den Toten auferstanden.
    Du bist der erste der Auferstandenen.
    Durch einen Mensch war einst der Tod in die Welt gekommen.
    Durch Dich, den Gott-Menschen, kommt die Auferstehung der Toten.
    Wie in Adam alle dem Tod verfallen sind, so sollen in Dir alle das Leben erhalten.
    Du bist der Erste. Mit Dir werden in Herrlichkeit auferstehen, die bei Deiner Wiederkunft Dir angehören werden. Dann wirst Du Deine Königsmacht dem Vater übergeben, nachdem Du alle feindliche Gewalt vernichtet hast. ( 1 Kor 15, 16 ff)
    Dir sei Preis und Dank in Ewigkeit!
    Lasst uns Gottes grosse Werke preisen! Alleluja!
    Er hat den Satan und den Tod überwunden! Alleluja!
    Lasset uns beten:
    Gott, Du hast durch Deinen Eingeborenen den Tod besiegt und uns so die Pforte des ewigen Lebens erschlossen.
    Wir bitten dich, lass uns in der Kraft der Gnade, die Er am Kreuz für uns verdient hat, siegen über alle Feinde unseres Heiles, damit wir auch in der Ewigkeit einmal Anteil haben dürfen an Seinem Siege.
    Durch Ihn, Christus, unseren Herrn.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Achte Tag der hl. Osteroktav - der Weisse Sonntag (Barmherzigkeitssonntag)
    Aus dem Schott-Messbuch 1962:


    -

    1. Kl. – Farbe weiß
    Stationskirche: St. Pankratius


    Der heutige Tag führt den Namen
    Dominica in Albis (depositis bzw. deponendis):
    «Sonntag der (abgelegten bzw. abzulegenden) weißen Gewänder».
    Die weißen Taufkleider, die von den Täuflingen seit Karsamstag getragen wurden,
    wurden am gestrigen (in manchen Kirchen am heutigen) Tage wieder abgelegt,
    «jedoch so, daß das schimmernde Weiß, das mit dem Kleide abgelegt wird,
    im Herzen bewahrt werde
    » (hl. Augustinus).
    Quasi modo wird der Sonntag von den Eingangsworten des Introitus genannt.

    Der Weiße Sonntag ist der Oktavtag des Osterfestes.
    Evangelium und Zwischengesänge beziehen sich auf Ostern und seine Oktav; das Offertorium ist das des Ostermontags.

    Der hl. Pankratius, dessen Heiligtum heute Stationskirche ist,
    besiegelte mit vierzehn Jahren in Rom mutig seinen Glauben und Taufschwur mit dem eigenen Blute.
    Schon in Zeiten Gregors d. Gr. († 604) galt er als heiliger Wächter der Eidestreue.
    Die Neugetauften stellen heute das Gelöbnis, Christus anzugehören, unter seinen Schutz und verpflichten sich feierlich zur unwandelbaren Treue gegen Christus und sein Gebot.
    Auch wir kommen zur Feier der hl. Messe im seligen Hochgefühle, zu dem uns die hl. Taufe berechtigt, und verlangen nach der Milch der hl. Eucharistie (Intr.).
    Wie der hl. Pankratius können auch wir im Glauben an Christus und in der Einheit mit ihm die Welt überwinden (Epistola, Evang.).
    – Im Opfer der hl. Messe wird Christus, der von den Toten Auferstandene, auch unter uns erscheinen.
    «Selig, die nicht sehen und doch glauben» (Evang.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...sono/index.html


    Im hl. Evangelium (Joh 20, 19-31) hören wir, dass der

    auferstandene Herr durch die geschlossenen Türen den Jüngern erschienen ist

    Aus dem Bomm Volksmessbuch Lateinisch Deutsch 1962:

    -

    "Zu den Jüngern, unter denen der Herr erscheint, gehören auch wir.
    Von uns aber gilt: Selig, wer nicht sieht und doch glaubt.
    Denn wir sehen Ihn ja nicht mehr körperlich vor uns und glauben doch an Seine Gegenwart"




    und dass Thomas erst glaubte,

    als er seine Finger in die Seitenwunde des auferstandenen Herrn legen konnte.

    "Mein Herr und mein Gott!"


    Dazu Pater Dieter Biffart von der Petrus-Bruderschaft:
    -
    "Daß Thomas nicht glaubte und Jesus seine Wunden von ihm berühren ließ, geschah nicht aus Zufall, sondern aus göttlicher Fügung.
    Der zweifelnde Jünger berührte die Wunden am Leibe seines Meisters und heilte dadurch die Wunden unseres Unglaubens.
    Der Unglaube des Thomas hat unserem Glauben mehr genutzt, als der Glaube der übrigen Apostel; denn während jener durch Berührung zum Glauben gebracht wurde, hat er uns jeden Zweifel genommen und unseren Glauben selbst begründet."

    -


    Zum Weissen Sonntag die Auslegung des hl. Evangeliums Joh 20,19-31

    durch Papst Gregor den Grossen:

    (aus dem Deutschen Brevier 1937 von Hw Johann Schenk)

    -

    "Die erste Frage, die nach der Lesung dieses Evangeliums unseren Geist beschäftigen,
    ist diese:
    Wie konnte der Leib unseres Herrn nach der Auferstehung ein wirklicher Leib sein,
    da er durch verschlossene Türen zu seinen Jüngern kommen konnte?
    Aber man muss bedenken, daß das Wirken Gottes nichts Wunderbares mehr an sich hat,
    wenn man es mit der Vernunft begreifen kann, und daß der Glaube kein Verdienst mehr hat,
    wenn ihm die menschliche Vernunft erst die Bestätigung gibt.
    Aber diese Taten unseres Erlösers, die an sich unbegreiflich sind, sind nach seiner sonstigen Tätigkeit zu beurteilen; den staunenswerten Tatsachen sollen andere noch staunenswertere Glaubwürdigkeit verschaffen.
    Der Leib des Herrn kann durch verschlossene Türen zu seinen Jüngern, derselbe Leib, der bei seiner Geburt aus dem verschlossenen Schoße der Jungfrau hervorging und den Augen der Menschen sich zeigte.

    Was Wunder also, wenn er nach seiner Auferstehung, da er ewig leben wollte, durch verschlossene Türen ging, nachdem er schon bei seiner Geburt, als er kam, den Tod zu erleiden, aus dem uneröffnete Schoße der Jungfrau hervorging?
    Weil aber gegenüber diesem Leibe, obwohl er sichtbar war, der Glaube der Zuschauer noch Zweifel hegte, darum zeigte er ihnen sogleich seine Hände und seine Seite und ließ den Leib,
    mit dem er durch die verschlossenen Türen gekommen war, betasten.
    Hierbei zeigte er wunderbare und nach menschlichem Urteil ganz entgegengesetzte Tatsachen,
    daß nämlich sein Leib nach der Auferstehung unverweslich und doch auch befühlbar war.
    Was befühlbar ist, das müsste eigentlich auch verwesbar sein;
    was aber unverweslich ist, das kann nicht betastet werden.
    Unser Erlöser aber zeigte, daß auf eine ganz wunderbare und unfaßbare Weise nach seiner Auferstehung sein Leib unverweslich und doch befühlbar war.
    Da er seine Unverweslichkeit zeigte, wollte er uns zum Lohne einladen;
    da er ihn zum Betasten anbot, wollte er unseren Glauben stärken.
    Er bewies also, daß er unverweslich und betastbar war, sicherlich um zu zeigen,
    daß sein Leib nach der Auferstehung noch dieselbe Natur, aber eine andere Würde hatte.
    Er sprach zu ihnen: Friede sei mit euch.
    Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch, d. h. wie Gott, der Vater, mich, der ich auch Gott bin, gesandt hat, so sende ich, ein Mensch, euch Menschen.
    Der Vater hat den Sohn gesandt und wollte, daß er zur Erlösung des Menschlichen Geschlechtes Mensch werde.
    Und er wollte, daß er in die Welt komme, um zu leiden; dennoch liebte er den Sohn, obwohl er ihn zum Leiden sandte.
    Ebenso sandte auch der Herr seine auserwählten Apostel
    nicht zu den Freuden der Welt,
    sondern er sandte sie, so wie er selbst gesandt war, in diese Welt, um zu leiden.
    So wie also der Sohn vom Vater geliebt und dennoch zum Leiden geschickt wurde,
    so wurden auch die Jünger vom Herrn geliebt und dennoch zum Leiden in die Welt gesandt.

    Daher heißt es richtig:
    Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch zu den Quälereien der Verfolger aussende,
    so umfasse ich euch mit derselben Liebe, mit der mein Vater mich liebte, da er mich in die Welt kommen hieß, um Leiden zu erdulden."

    -




    Zum Barmherzigkeitssonntag siehe bitte hier:
    Barmherzigkeitsonntag Predigt von Papst Johannes Paul II. zur Heiligsprechung von Sr. Maria Faustyna Kowalska

    -


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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Ostersamstag in der hl. Osteroktav.
    Es ist der Samstag vor dem Weissen Sonntag.
    Die Täuflinge legen ihr in der hl. Osternacht erhaltenes weisses Taufgewand wieder ab.
    Eine sinnbildliche Bedeutung:
    Auf die Zeit des durch die hl. Taufe "neugeborenen Kindleins"
    folgt nun die Zeit des Wachsens und Reifens im und kraft des Glaubens.

    Aus der Lesung 1. Petrus 2, 1-10

    -

    "Legt ab alle Bosheit, alle Arglist und Verstellung, alle Mißgunst und üble Nachrede.
    Wie neugeborene Kinder verlangt nach der geistigen, unverfälschten Milch (der wahren christlichen Lehre und der Speise der heiligen Eucharistie), damit ihr durch sie zum Heile heranwachset.
    Ihr habt ja gekostet,
    wie gut der Herr ist.
    "

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    Dazu auch aus dem Bomm Volksmessbuch Lateinisch Deutsch 1962:
    -

    "In der Taufe ist Christus in uns als das Licht des Lebens aufgeleuchtet.
    Auch wir haben in der Taufe Christus wahrhaft angezogen, sind ein anderer Christus geworden und ziehen ihn in der hl. Kommunion innerlich von Neuem an.
    Möge dieses Kleid uns stets verbleiben."

    -
    Ebenso versinnbildlicht das Ablegen des Taufkleides das Hintersichlassen alles Irdischen,
    das Zurücklassen des "alten Menschen".
    Im hl. Evangelium hören wir, dass auch unser auferstandener Herr - der neue Adam - Sein irdisches Kleid im Grabe zurückgelassen hat.


    Der hl. Petrus und der hl. Johannes finden nur noch die zurückgelassenen Linnentücher vor.



    Aus dem hl. Evangelium nach Johannes (20,1-9):
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    "In jener Zeit, am ersten Wochentage, kam Maria Magdalena in der Frühe, da es noch dunkel war, zum Grabe und sah den Stein vom Grabe weggewälzt.
    Da eilte sie zu Simon Petrus, und zum andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und sagte zu ihnen: «Sie haben den Herrn aus dem Grabe weggenommen, und wir wissen nicht, wohin sie Ihn gelegt haben.»
    Da gingen nun Petrus und der andere Jünger [Johannes] hinaus und begaben sich zum Grabe.
    Beide eilten miteinander; der andere Jünger aber lief schneller als Petrus und kam zuerst zum Grabe.
    Er beugte sich vor und sah die Linnentücher daliegen, ging jedoch nicht hinein.
    Jetzt kam auch Simon Petrus hinter ihm nach; er ging in das Grab und sah ebenfalls die Linnentücher liegen und auch das Tuch, das Sein Haupt verhüllt hatte; es lag aber nicht bei den Linnentüchern, sondern abseits zusammengefaltet an einem eigenen Platze.
    Da ging auch der andere Jünger, der zuerst zum Grabe gekommen war, hinein.
    Er sah und glaubte. Denn bisher hatten sie die Schrift noch nicht verstanden, daß Er von den Toten auferstehen müsse."

    -

    Die Sequentia der hl. Messe:
    -

    Wir bitten Dich, o Herr: gib,
    daß wir ob dieser österlichen Geheimnisse uns allezeit glücklich schätzen, auf daß die fortwirkende Kraft unserer Erlösung uns zur Ursache bleibender Freude werde.
    Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen."

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...sano/node1.html

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Osterfreitag in der hl. Osteroktav:

    Der auferstandene Herr erscheint Seinen hl. Aposteln auf dem Berg in Galiläa
    und erteilt ihnen den Missions- und Taufbefehl !

    [Die Taufe; nicht "in den Namen" / auf "die Namen"
    sondern
    IM NAMEN / auf DEN NAMEN des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, des DREIEINIGEN Gottes:
    Taufe auf DEN Drei-Einen Gott


    Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus (28,16-20):

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    "In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa, auf den Berg, wohin sie Jesus beschieden hatte.
    Als sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an; einige aber zweifelten.
    Da trat Jesus näher und sprach zu ihnen:
    «Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden.
    Gehet also hin und LEHRET alle Völker und TAUFET sie IM NAMEN des VATERS und des SOHNES und des HEILIGEN GEISTES und lehret sie alles halten, was Ich euch geboten habe.
    Und seht, Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.»


    -


    Dazu aus dem Bomm Volksmessbuch Lateinisch-Deutsch 1962:
    -

    Nun herrscht Christus, der Sieger über den Tod, vom Kreuzesholz herab über Seine Erlösten (Alleluja). Im Evangelium erscheint Er Seinen Jüngern auf dem Berge und sendet sie aus, den Völkern zu predigen und sie zu taufen.
    Im eucharistischen Opfer erscheint Er auch uns auf dem Berge des Altares,erfüllt uns mit Seinem göttlichen Leben und sendet uns aus, allen Menschen es weiterzugeben."

    -

    Ebensowenig wie unser Herr hier zum wahrheitsgefilterten "Dialog" aufgefordert hat, ebensowenig hat Er an Pfingsten den "Geist des Dialoges" gesandt, sondern Den aus dem Vater und Ihm, dem Sohn hervorgehenden (filioQUE) Heiligen Geist.


    Auslegungen zum hl. Evangelium:



    Der hl. Hilarius:
    -

    "Was nämlich ist in diesem Geheimnis des menschlichen Heiles nicht enthalten?
    Alles ist [von ihm] erfüllt, wie es auch aus ihm, dem ganz und gar vollkommenen, hervorgeht.
    Denn der Name seiner Natur stammt vom VATER,
    der Vater aber ist so groß, daß er nicht nochmals auf menschliche Weise einen anderen Ursprung hat, von dem her er Vater ist:
    Er selbst ist ungezeugt, ewig und hat in sich selber den Grund, daß er ewig ist.
    Er ist allein dem Sohn bekannt.
    Der SOHN aber ist gezeugt vom Ungezeugten, Einer von Einem, Wahrer vom Wahrem, Lebender vom Lebenden, Vollkommener vom Vollkommenen, Kraft der Kraft, Weisheit der Weisheit, Herrlichkeit der Herrlichkeit, Bild des unsichtbaren Gottes, Gestalt des ungezeugten Vaters.
    Der HEILIGE GEIST aber kann nicht vom Bekenntnis des Vaters und des Sohnes getrennt werden.

    Und nirgends fehlt dieser Trost unserer Erwartung.
    Hier ist er in den Gnadengaben der Unterpfand der zukünftigen Hoffnung, hier das Licht der Herzen, hier der Glanz der Seelen."

    -


    Der hl. Chrysostomos:
    -

    "Weil er ihnen aber Großes aufgetragen hatte, richtet er ihre Herzen auf, und sagt:
    Seht, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
    Damit sagt er: Damit ihr nicht sagt, daß mein Auftrag schwierig ist, bin ich mit euch; denn ich mache alles leicht.
    Er sagte aber nicht nur, daß er mit jenen sein werde, sondern auch mit allen, die nach ihnen glauben würden:
    Denn die Apostel blieben nicht bis zum Ende der Welt, sondern er spricht sozusagen vom einen Leib der Gläubigen
    .


    -


    Der hl. Leo der Grosse:
    -

    "Er, der in den Himmel aufgefahren ist, verläßt die nicht, die er als Kinder angenommen hat; er ermutigt hier unten zur Geduld, und lädt in der Höhe zur Herrlichkeit ein.
    An seiner Herrlichkeit lasse er selbst uns teilhaben, Christus, der König der Herrlichkeit, der Gott ist, gepriesen in Ewigkeit.
    Amen."

    -


    Unser Herr und Gott Jesus Christus hat durch Sein hochheiliges Erlösungswerk die Macht Satans gebrochen !
    Im und durch den wahren Glauben der unabänderlichen Lehre der Kirche so wie sie immer verkündet wurde ist dem Menschen die Waffenrüstung zum Siege geschenkt.
    Ohne Kampf kein Siegeslorbeer....ohne geistlichen Kampf keine Krone der Glückseligkeit.

    Diesbezüglich folgende Auseinanderfaltung aus:

    "Specielle Dogmatik" (1843)
    -

    "Die gebrochene Macht des Satans durch Christus
    befreit den Menschen von der Furcht, daß er unter dessen Herrschaft stehe, und als sein Gefangener dem ewigen Untergange hingegeben sei, eine Furcht, welche noch vor Christus die Welt beängstigte Hebr. II. 14. 15.

    Die in dem gleichwohl besiegten Feinde weiter vorhandene Lust zu schaden,
    fordert den Christen zur beständigen Vorsicht, Wachsamkeit und grösseren Kraftanstrengung auf,
    indem sich um Fleische und der Welt auch noch der dritte Verführer sich gesellen kann:
    "Da die Leute schliefen, kam der Feind und säte Unkraut" Matth. VIII.,25.
    Vielleicht dass der nun so allgemein verbreitete Unglaube hinsichtlich des Teufels eine ausgeführte Hauptlist desselben zum Fange der Sorglosen ist.

    Die durch Christus dem Menschen gewordene Möglichkeit,
    dem Teufel sich entreissen, ihm widerstehen, mit ihm kämpfen und ihn besiegen zu können,

    und die besonderen Aufforderungen hiezu Eph. VI. 11. ſlg. Jak. IV. 7.
    geben Muth und Kraft, auch wider eine Legion böser Geister zu Felde zu ziehen, auch mit den Fürsten und Gewalten der Hölle es aufzunehmen, und so jedes Böse zu bewältigen.

    Diese an den Menschen gemachten Forderungen, und der in seine Hand gelegte Sieg über den Satan benehmen ihm jede Beschönigung seiner Nachlässigkeit im Guten, jede Schuldwälzung auf die zu gewaltigen Angriffe eines unsichtbaren Feindes, machen ihn vielmehr um so strafbarer,
    weil er ohne
    Umsicht und Waffenrüstung auf seinen Posten gestanden ist."


    -


    Siehe dazu bitte auch folgende Threads:
    Folgen der Erbsünde

    Verführungen der Welt / Versuchungen

    Sünden gegen den Glauben

    Die Sünde gegen den Heiligen Geist



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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum20.04.2022 20:51
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    -
    "Du bist die Auferstehung und das Leben

    Herr Jesus Christus !
    Mit dem ganzen, unendlichen Reichtum Deines göttlichen und menschlichen Lebens bist Du gegenwärtig unter den leblosen Gestalten dieses heiligen Sakramentes.
    Wir beten
    Dich an. Wir danken Dir, dass Du als Auferstandener in unserer Mitte wohnst.




    Durch die Sünde war einst der Tod in die Welt gekommen. Weil alle gesündigt hatten, waren alle dem Tod verfallen. (Röm 5,12)
    Denn der Sold der Sünde ist der Tod. (Röm 6,23)
    Doch Du, o Herr, hast uns geliebt, da wir noch Sünder waren. Du selbst, der Sündlose, nahmst unsere Last auf Dich. Der Schuldschein, der dar zeugte wider uns, hast Du gelöscht mit Deinem eigenen Blut.
    Als makelloses Osterlamm gabst Du Dein Leben für die Sünder.
    Du aber bist das Leben selbst.
    Von Ewigkeit bist Du gezeugt, des gleichen Wesens mit dem Vater.
    Du bist die Auferstehung und das Leben.

    Du konntest auch als Mensch nicht die Verwesung schauen.
    Als Sieger über Tod und Teufel entstiegen Du Deinem Grab, wie Du vorausgesagt:
    Reisst diesen Tempel nieder. Ich will ihn in drei Tagen neu errichten. (Joh 2,19)
    Du hast den Tod vernichtet durch Dein Sterben.
    Durch Deine Auferstehung erwarbst Du neues Leben für die Sünder.
    Verschlungen ist
    der Tod im Sieg! Tod, wo ist ein Stachel ?
    Lasset uns preisen den Herrn! Alleluja!
    Dank sei dem Vater, Er hat uns
    den Sieg geschenkt, durch Christus Seinen Sohn!

    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

    Amen."

    -


    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Osterdonnerstag in der hl. Osteroktav:


    Der auferstandene Herr erscheint Maria Magdalena:


    Aus dem hl. Evangelium nach Johannes (20,11-18):

    -

    "In jener Zeit stand Maria [Magdalena] draußen beim Grabe und weinte.
    Während sie so weinte, beugte sie sich vor und schaute in das Grab hinein.
    Da sah sie zwei Engel in weißen Kleidern dasitzen, einen zu Häupten und einen zu Füßen, dort wo der Leichnam Jesu hingelegt worden war.
    Diese sprachen zu ihr: «Frau, warum weinst Du?» Sie erwiderte ihnen:
    «Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin sie Ihn gelegt haben.»
    Nach diesen Worten wandte sie sich um und sah Jesus dastehen; sie wußte aber nicht, daß es Jesus sei. Da sprach Jesus zu ihr:
    «Frau, was weinest du? Wen suchest du?
    » Im Glauben, es sei der Gärtner, sprach sie zu Ihm:
    «Herr, wenn du Ihn weggetragen hast, so sag mir, wohin du Ihn gelegt hast, daß ich Ihn holen kann.»
    Da sagte Jesus zu ihr: «Maria!» Sie wandte sich um und sprach:
    «Rabboni!» das heißt: «Meister
    Jesus sagte zu ihr: «Rühre Mich nicht an; denn Ich bin noch nicht zu Meinem Vater aufgefahren. Geh aber hin zu Meinen Brüdern und sag ihnen: Ich fahre auf zu Meinem Vater und eurem Vater, zu Meinem Gott und eurem Gott
    Da ging Maria Magdalena hin und verkündete den Jüngern:
    «Ich habe den Herrn gesehen und das hat Er mir gesagt

    -


    Pater Simon Gräuter von der Petrus-Bruderschaft über Maria Magdalenas emotionalen Ausnahmezustand:
    -

    "Wahrscheinlich befand sich Maria Magdalena psychisch und emotional in einem fortgesetzten Ausnahmezustand.
    Man kann es nachfühlen: Sie erlebte die Hinrichtung Jesu hautnah, stand mit der Mutter Jesu und anderen Frauen unter dem Kreuz, sah Jesus sprichwörtlich dran in den Tod gefoltert (die Gerichtsmedizin unserer Tage kann uns sehr detailliert Auskunft erteilen, wie grauen- und qualvoll die Kreuzigung gewesen sein muss!).
    Darauf das (angesichts des bevorstehenden Sabbat) überstürzte Begräbnis; kaum Zeit, den leblosen Körper zu waschen, zu salben und um Abschied zu nehmen! Hastig wird Jesu Leib in das Grab gelegt und der Stein davor gewälzt … all das steckt man nicht einfach so weg, das lässt einem keine Ruhe, das treibt einem auch mitten in der Nacht noch an das Grab, um wenigstens in der Nähe des Leichnams irgendetwas wie Nähe spüren zu können. Ein Quantum Trost in der totalen Trostlosigkeit, mittendrin in einer bis ins Mark reichenden Verstörung!
    Die Menschen in der Bibel waren Menschen wie wir. Sie hegten die gleichen Gefühle und litten dieselben Schmerzen an Körper, Seele und im Gemüt, wie auch wir heute Ähnliches erleiden!
    Sie wurden erschüttert, waren beklommen, bekamen es mit der Angst zu tun, wussten weder aus noch ein.
    Darin unterscheiden Sie sich keinen Deut von uns – das dürfen wir nicht vergessen.
    Maria Magdalena war so neben der Spur, dass sie den Herrn nicht einmal erkannte, als dieser ihr leibhaft gegenüberstand, "sie wähnt, es sei der Gärtner" (Joh 20, 15).
    Erst indem Jesus diesen im Wähnen sich buchstäblich am Rand des Wahnsinns bewegende und weinende Frau heilend bei ihrem Namen ruft und sie damit wieder zu sich selbst bringt, dringt er zu ihr durch:
    „Maria“ – nun erkennt sie ihn:
    „Rabbuni! Das heißt: Lehrer!“ (Joh 20, 16)."

    -


    Einige Auslegungen der Kirchenväter:

    Der hl. Chrysostomos:
    -

    "Warum wandte sie sich um, obwohl sie von den Engeln noch keine Antwort gehört hatte? Es scheint mir, Christus sei, während sie sprach, hinter ihr erschienen, und die Engel hätten ihren Gebieter gesehen, und durch ihre Haltung, Blick und Bewegung sogleich zu erkennen gegeben, daß sie den Herrn sahen. Und das könnte Maria dazu gebracht haben, sich umzuwenden. Den Engeln erschien er als Gebieter, der Frau aber nicht, damit sie nicht beim ersten Anblick die Besinnung verlöre. Sie sollte allmählich und nicht plötzlich zu der gewaltigen Erkenntnis geführt werden."

    -


    Der hl. Gregor der Grosse:
    -

    Er fragt nach der Ursache ihres Schmerzes, auf daß ihre Sehnsucht nochmals wachse;
    denn bei der Nennung des Namens dessen, den sie sucht, würde sie in noch größerer Liebe entbrennen.

    Aber wenn sie ihn für einen Gärtner hielt, warum sagte sie ihm dann nicht, wen sie sucht, sondern antwortet: "Wenn du ihn weggenommen hast [...]"?
    Die Liebe freilich bewirkt, daß jemand nicht glauben kann, daß der, die eigenen Gedanken ausfüllt, jemandem andern unbekannt sein könnte.
    Nachdem nun der Herr nicht erkannt worden war, als er sie mit der allgemeinen Anrede "Frau" angesprochen hatte,
    nennt er
    sie beim Namen:
    "Jesus sagte zu ihr: Maria" - als wollte er sagen: Erkenne doch den, von dem Du gekannt bist. Da sie nun beim Namen genannt wird, erkennt sie ihn: es ist derselbe, der sie mit äußerlich vernehmbaren Worten ruft, und sie innerlich lehrte, ihn zu suchen"
    .

    -


    Der hl. Augustinus:
    -

    "Er sagt nicht: Ich gehe hinauf zu unserem Vater, sondern: "zu meinem Vater und zu eurem Vater".
    Auf andere Weise ist er "mein Vater" als "euer Vater";
    er ist mein Vater von Wesen, der eure aufgrund der Gnade.

    Er sagt auch nicht: zu unserem Gott, sondern: "zu meinem Gott", unter dem ich als Mensch stehe,. "und eurem Gott", zwischen dem und euch ich Mittler bin."

    -


    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...dono/node1.html


    Über die Auferstehung unseres Herrn aus:

    "Vollständiges Lese- und Gebetbuch für katholische Christen" (1789):

    -

    "Hochgepriesen, Vater! sei deine Vaterliebe.
    Du hast uns durch die Auferstehung deines Sohns zur lebendigen Hoffnung wiedergeboren.
    Der erstandene, lebende Christus kann unsern Geist, der von Gott ist,
    und zu Gott hin aufstrebt – von dieser verweslichen Lemhütte losmachen.
    Er kann dem Gefangenen Erledigung geben;
    dem Gebundenen die Fessel abnehmen, und den Kerker aufthun.
    Er kann uns ins Vaterland führen, daß uns nichts widriges aufstößt.
    Er kann aus dem verweslichen das unverwesliche,
    aus dem sterblichen das unsterbliche Leben auferwecken.

    Er Selbst war eine Leiche, ohne Atem, ohne Bewegung.
    Seine Augen sahen nicht mehr; Seine Ohren hörten nicht mehr;
    Sein Herz bewegte sich nicht mehr.
    Er starb wie alle, die gestorben sind, und sterben werden.
    Aber Er blieb nicht im Tode:
    Er lebt wieder.

    Wahrhaftig, durch einen Menschen kam der Tod;
    durch einen Menschen kommt die Auferstehung der Toten.
    Adam ging allen voran ins Grab;
    Jesus geht allen voran ins ewige Leben.
    Er starb, und lebt durch Gotteskraft:
    wir sterben, und werden leben durch die Kraft des Auferstandenen.
    Jetzt tragen wir das Bild des irdischen Adams;
    einst werden wir das Bild des himmlischen tragen.
    Die Toten werden wiederleben.
    O Hoffnung aller Hoffnungen!
    Und dies Wiederleben der Toten ist so gewiß, wie das Sterben der Lebenden.
    O Freude aller Freuden!
    Also dies mein Angesicht wird einst Todeserblassen –
    und das erblaßte wieder lebendig werden.
    Dieser redende Mund wird einst geschlossen werden –
    und der im Tode geschlossene wird wieder redend werden.
    Dies schlagende Herz wird einst erstarren
    – und das erstarrte wird wiederschlagend werden.
    Dieses sehende Auge wird einst erlöschen
    – und das erloschene wird wieder sehend werden.
    Dieser ganze, kraftvolle, gesunde, lebendige Leib wird einst ein kalter Leichnam
    – und der kalte Leichnam, oder vielmehr der Staub, in den der Leib wird aufgelöset werden
    – dieser Todesstaub wird wieder ein lebendes, thätiges Gottesbild,
    ein lebendiger Mensch werden.
    Und diese Hoffnung ist so gewiß, als mein Leben;
    ist so gewiß, als die Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Jesu Christi.
    Die Posaune wird schallen, und die Toten werden auferstehen;
    das Verwesliche das Unverwesliche, das Sterbliche die Unsterblichkeit anziehen"
    .

    -

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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Ostermittwoch in der hl. Osteroktav:

    Die Lesung aus dem hl. Evangelium nach Johannes 21,1-14:


    Der auferstandene Herr erscheint den erfolglos fischenden Jüngern
    am Ufer des Sees Tiberias
    ; Er fordert sie auf, das Netz auf der rechten Seite - rechte Seite wieder als Bild für die Kinder Gottes, den behüteten Schafen im Gegensatz zur linken Seite der Kinder der Welt, den verworfenen Böcken - erneut auszuwerfen und das Netz wird voll und reisst nicht - ein Bild für die Gemeinschaft der Heiligen im Reiche Gottes.
    Er reicht ihnen erneut eine geheimnisvolle Speise;
    Fisch und Brot als Bild für die hl. Kommunion.


    Joh 21,1-14:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...mino/node9.html


    Aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
    -

    "Wieder erscheint der Auferstandene den Jüngern und auch uns.
    In dem wunderbaren Fischfang zeigt Er uns das Geheimnis des Reiches Gottes an, in dem die Jünger nun wirken sollen; denn die 153 Fische sind ein Bild der Gläubigen, die zu Christus gelangen.
    Wieder reicht der Herr den Jüngern
    - und in der Kommunion auch uns - geheimnisvolle Speise,
    einen Fisch und Brot. Es ist dies die dritte Erscheinung Christi unter uns."

    -
    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...mino/index.html



    Wir hören im hl. Evangelium, dass der auferstandene Herr bei seiner Erscheinung am See Tiberias an dessen Ufer stand, während die Jünger sich auf den Wogen des Meeres befanden.
    Die tiefere Bewandtnis dieses Geschehens legt der hl. Gregor der Grosse (540-604) aus:
    -
    "Man kann auch fragen, warum der Herr nach der Auferstehung am Ufer steht, während die Jünger sich auf dem Meer abmühen. Vor seiner Auferstehung wandelte er schließlich in Gegenwart der Jünger auf dem Meer. -
    Das Meer bezeichnet nämlich diese Weltzeit, die durch die Stürme der Prozesse und die Wogen des vergänglichen Lebens aufgewühlt wird, wohingegen das feste Ufer die beständige Dauer der ewigen Ruhe darstellt.
    Weil also die Jünger noch mitten in den Fluten des sterblichen Lebens standen, arbeiteten sie auf dem Meer, unser Erlöser dagegen hatte nach der Auferstehung die Vergänglichkeit des Fleisches bereits hinter sich gelassen und stand am Ufer."

    -


    Wie wir bei der Auslegung des hl. Evangeliums vom Osterdienstag gehört haben, wird mit der Auferstehung des Leibes auch keine Vergänglichkeit mehr sein....
    für den verklärten Leib werden keine Notwendigkeiten wie etwa Essen und Trinken mehr sein; alleine die Möglichkeiten werden bestehen bleiben.
    Dies hat der auferstandene Herr auch durch sein Essen mit den Jüngern belegt.

    Der hl. Augustinus (354-430) dazu:
    -
    "Die Leiber der Gerechten aber werden, wenn sie auferstehen, nicht des Lebensbaumes (Vgl. Gen 2,9; 3,22.24 ) bedürfen, um nicht an einer Krankheit oder vom Alter ausgezehrt zu sterben, noch werden sie irgendeine andere materielle Nahrung brauchen, um die Beschwerden von Hunger oder Durst zu vermeiden.
    Sie besitzen vielmehr das sichere, unverlierbare Geschenk der Unsterblichkeit, so daß sie essen können, wenn sie wollen, aber nicht durch eine Notwendigkeit dazu gezwungen werden.
    Nicht die Möglichkeit, sondern die Notwendigkeit zu essen und zu trinken wird diesen Leibern genommen sein.
    Genauso aß und trank unser Erlöser nach der Auferstehung mit seinen Jüngern - er besaß ja bereits einen verklärten, aber doch wahren Leib: Er tat es, nicht weil er der Nahrung bedurfte, sondern weil er es konnte."
    -


    Über die Auferstehung unseres Herrn aus:
    "Vollständiges Lese- und Gebetbuch für katholische Christen" (1789):
    -

    "Er kam aus dem Grab siegreich zurück, und brachte Leben für alle mit.
    Er ist der Erbherr aller Dinge; Er kann auch uns unser Erbgut im Himmel – in Besitz geben.
    Die Sünde und der Tod hat uns alle Hoffnung zu diesem unvergänglichen Erbgut benommen.
    Ein Toter hätte uns von der Herrschaft der Sünde und des Todes nicht befreien können.
    Jesus hat uns also durch Seine Auferstehung dieses aufbehaltene Erb zugesichert.

    Er ist das Haupt; wir Seine Glieder. Er zieht uns nach Sich, wie das Haupt die Glieder nach sich zieht.
    Er stärkt uns, reinigt uns, belebt uns zum Mitgenuß des unbefleckten Erbguts im Himmel.
    Hochgepriesen, Vater! Sei deine Vaterliebe.
    Du hast uns durch die Auferstehung deines Sohnes zur lebendigen Hoffnung wiedergebohren.
    Der Auferstandene kann unsre Sünde tilgen, wie eine Wolke, und unsre Missethaten, wie einen Nebel.
    Er ist das Lamm, das die Sünden der Welt hinwegnimmt;
    Sein Blut reinigt von aller Missethat.
    Er ist der Sündenvergeber, Er der Sündentilger. Er vermag, was keiner vermag.
    Er kann das Unreine rein, das Böse gut,
    das Schwache stark, das Tote lebendig machen.
    Er kann
    die Wurzel der Sünde tilgen;
    Er kann
    den Stachel des Todes entkräften."


    -


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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Die Feier des Osterfestkreises dauert bis zum Pfingsfest.
    So lange feiert die Heilige Mutter Kirche die Osterfreude der Auferstehung unseres Herrn.

    Die hl. Osterwoche - die hl. Osteroktav von Ostersonntag bis Weissen Sonntag - ist in der Rangordnung an erster Stelle;
    es sind alles Festtage 1. Klasse und können durch keine andere Feste verdrängt werden.
    Da die hl. Osterwoche heute in ihrer grossen Bedeutung kaum mehr wahrgenommen wird, wollen wir sie hier gerade deshalb besonders würdigen.


    Auf den Ostermontag folgt der
    Osterdienstag.

    Die Lesung aus dem hl. Evangelium:
    Der auferstandene Herr erscheint den erschreckten Jüngern

    und zeigt seine Hände und Füsse; Er isst den von den Jüngern gereichten Fisch und Honig und reicht die Speise den Jüngern:

    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...dino/node9.html


    Über die Bedeutung von Fisch und Honig aus dem
    Bomm-Volksmessbuch Lateinisch-Deutsch 1962:

    -

    "Im heiligen Opfer wird der Herr auch in unsere Mitte treten, uns den Frieden bringen und uns heilige Speise zu kosten geben,
    Fisch und Honig sind nämlich Bilder für die hl. Eucharistie, in der wir Christus den wahren Fisch empfangen, und das Himmelsbrot,
    Das alle Süssigkeiten in sich begreift.

    Christus heisst der Fisch, griechisch Ichthys,
    und wird unter dem Bilde des Fisches dargestellt, weil die Buchstaben dieses griechischen Wortes die Anfangsbuchstaben der Worte sind:
    Jesous Christos, Theou Yios, Soter, welche bedeuten:
    Jesus Christus, Gottes Sohn, Erlöser."


    -

    Siehe bitte auch den Beitrag von @benedikt:
    Gebete - Sprüche - Weisheiten (13)

    -

    Die hl. Messe zum Osterdienstag:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...dino/index.html


    Das hl. Evangelium berichtet, dass unser Herr bei seiner Erscheinung mit seinen Jüngern auch gegessen hat.

    Der hl. Beda Vulnerabilis ( Kirchenlehrer, +735) erschliesst uns diese Begebenheit näher:
    -

    "Um ihnen also die Wahrheit seiner Auferstehung zu zeigen, will er sich von den Jüngern nicht nur berühren lassen, sondern auch mit ihnen essen, damit sie nicht meinten, er sei ihnen bloß wie eine Einbildung und nicht leibhaft erschienen.

    Er aß also nach der Auferstehung nicht, weil er einer Speise bedurft hätte, noch wollte damit zu verstehen geben, daß wir bei der Auferstehung, die wir erwarten, noch körperliche Nahrung bräuchten.

    Er wollte uns vielmehr auf diese Weise über die Natur des auferweckten Leibes unterrichten.


    -

    Unser verklärter Leib wird denn nach der Auferstehung keinerlei Nahrung mehr bedürfen.
    Zu welch einer für uns jetzt noch unfassbaren Herrlichkeit der Leib eines in der Gnade Christi Verstorbenen gewandelt wird, hat
    Hw Prof. Matthias Josef Scheeben eindrücklich in "Der Heilige Geist:" umschrieben:

    -
    "Unser Leib wird mit einem übernatürlichen Licht umgeben und durchdrungen, das ihm höchsten Glanz und grosse Kraft verleiht.
    Dieses Licht ist über alles irdische, natürliche Licht erhaben und unseren jetzigen schwachen Augen völlig unzugänglich.
    Dann aber ist der verklärte Leib der Seele ähnlich; mit ihr zusammen strahlt er ihre innere Herrlichkeit nach aussen:
    DIE GÖTTLICHE GLUT DES HEILIGEN GEISTES
    ."

    -
    Siehe bitte auch:
    Der erschaffene Mensch: Einheit von Seele und Leib


    Zur Auferstehung unseres Herrn aus:
    "Vollständiges Lese- und Gebetbuch für katholische Christen" aus dem Jahre 1785:

    -

    "An der Auferstehung deines Sohnes hast Du uns, Vater
    einen Grundstein unsers Glaubens, und eine Hauptsäule unsrer Hoffnung gegeben.
    Was Jesus Christus für uns thun will, hat Er durch Sein Sterben am Kreuz
    erwiesen:
    aber was Er für uns thun kann, da für ist uns seine Auferstehung ein theures Unterpfand.
    Sein Sterben beweiset Seine Liebe:
    aber Seine Auferstehung offenbaret Seine Macht.
    Aus Schwachheit ward Er gekreuzigt:
    aber nun lebt Er durch Gotteskraft.

    Ja, Vater!
    Du hast uns an deinem Sohn nicht bloß einen Lehrer gegeben, der lehrt und stirbt;
    sondern einen lebendigen Heiland, der selig ist und selig macht.
    Du hast uns an deinem Sohn nicht bloß ein Tugendbeispiel verschafft, das auch nach dem Tode des Tugendhaften noch Gutes wirkt:
    sondern einen lebendigen Erretter, der heilig ist und heilig macht.
    Du hast uns an deinem Sohn nicht etwa einen Propheten gegeben, der deinen Willen kund thut:
    sondern einen in allen Dingen versuchten, für alle unsre Angelegenheiten innig sorgenden Bruder, der mit Weisheit und Macht und Liebe sich Seiner Brüder annimmt.
    Du hast uns an Ihm einen Herrn gegeben, der hört und antwortet;
    einen König, der hilft und segnet.
    Er ist von Todten auferstanden, und kann von Todten erwecken.
    Er lebt, und kann lebendig machen."

    [....]

    -



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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Die Freude über die Auferstehung unseres Herrn feiert die Heilige Mutter Kirche 50 Tage.

    Dabei umfasst die Oster-Oktav die acht Tage vom
    Ostersonntag bis zum Weissen Sonntag / dem Barmherzigkeitssonntag.
    Diese Tage werden alle wie Hochfeste gefeiert !

    Der Weisse Sonntag trägt seinen Namen aufgrund der frühereren Praxis
    des an diesem Tag letztenmal Tragens des weissen Taufkleides durch die Neugetauften.


    In den Tagen nach Ostersonntag wird in den
    Lesungen das Augenmerk auf das Wirken der hl. Apostel Petrus und Johannes gerichtet.
    Die Evangelien wiederum berichten v.a. über Erscheinungen des auferstandenen Herrn.



    Dazu Pater Biffart von der Petrus-Bruderschaft:

    -

    "Gerade das hohe Osterfest zeigt uns das Fundament unseres Glaubens auf.
    Es ist die Verkündigung der Apostel, die Zeugen des Auferstandenen geworden sind.

    Der österliche Glaube beruht auf Augenzeugen, die den Auferstandenen selbst gesehen, Ihn berührt, mit
    Ihm gesprochen haben. Gott ließ es zu, daß unter den Aposteln Zweifler waren, daß wir um so leichter ihrem Zeugnis Glauben schenken können:
    Jesus lebt! Er ist wahrhaft Gottes Sohn.
    Der hl. Gregor der Große predigt:

    „Daß Thomas nicht glaubte und Jesus seine Wunden von ihm berühren ließ,
    geschah nicht aus Zufall, sondern aus göttlicher Fügung.
    Der zweifelnde Jünger berührte die Wunden am Leibe seines Meisters und heilte dadurch die Wunden unseres Unglaubens. Der Unglaube des Thomas hat unserem Glauben mehr genutzt, als der Glaube der übrigen Apostel; denn während jener durch Berührung zum Glauben gebracht wurde, hat er uns jeden Zweifel genommen und unseren Glauben selbst begründet."

    -



    Der Ostermontag war früher eingebunden in die "drei Auferstehungstage" , also einem "Auferstehungs-Triduum", von Oster-Sonntag bis Oster-Dienstag.
    So hatte es Papst Urban VIII. im Jahre 1642 bestimmt.

    Heute steht der Ostermontag fast etwas "verloren" da.....und doch ist seine Bedeutung nicht minder wichtig.
    Er ist gleichsam das fortdauernde "Echo" des OSTER-SONNTAGES!


    Zum Ostermontag einige Gedanken des
    hl. Josefmaria Escriva: ( Begründer des "Opus Dei") zu der Begegung der Emmaus-Jünger mit dem auferstandenen Herrn:



    -

    "Als sie das Dorf erreichen, geht die Wanderung zu Ende.
    Die beiden Jünger sind - ohne es zu merken - von den Worten und der Liebe des menschgewordenen Gottes in ihrem Herzen tief getroffen.

    Sie bedauern, daß der Herr weiterzieht.
    Denn Er grüßte sie und tat, als wolle Er weitergehen (Lk 24,28).
    Er, unser Herr, drängt sich nie auf.
    Er möchte, daß wir Ihn von uns aus rufen, nachdem wir
    die Reinheit seiner Liebe, die Er uns in die Seele gelegt hat,
    einmal erahnt haben.

    Wir müssen Ihn nötigen, Ihn bitten:
    [[File:images (11).jpeg|left|auto]]
    Bleibe bei uns, denn es will Abend werden,
    und der Tag hat sich schon geneigt (Lk 24,29), es wird Nacht.


    So sind wir: immer wenig kühn, vielleicht aus Unaufrichtigkeit, vielleicht aus Scham.
    Im Grunde denken wir:
    Bleibe bei uns, denn unsere Seele ist von Finsternis umhüllt, und nur Du bist das Licht,
    nur Du kannst
    die Sehnsucht in uns stillen,
    die uns verzehrt.

    Denn verkennen wir unter den wunderbaren, edlen Gaben nicht die beste von allen:
    Gott für immer zu besitzen (Gregor von Nazianz, Epistolae, 212 (PG 37, 349]).

    Jesus bleibt.
    Wie dem Kleophas und seinem Begleiter gehen uns die Augen auf,
    da Christus das Brot bricht
    .

    Mag Er auch unseren Blicken wieder entschwinden, fortan werden wir fähig sein, uns von neuem auf den Weg zu machen, während die Nacht hereinbricht,
    um zu den anderen über Ihn zu sprechen, denn soviel Freude kann ein Herz allein nicht fassen.


    Der Weg nach Emmaus... Welch gewinnenden Klang hat Gott diesem Namen geben wollen. Emmaus - das ist die ganze Welt, denn der Herr hat die Wege Gottes auf Erden geöffnet."

    -


    Aus einer Predigt zum Ostermontag von Hw Klaus Klein-Schmeink:
    -

    "Brannte uns nicht das Herz...Und in derselben Stunde brachen sie auf.

    Liebe Schwestern und Brüder,
    mit brennendem Herzen machen sich die Jünger von Emmaus auf den Weg,
    um den anderen zu erzählen, dass Jesus lebe.
    Sie sind Feuer und Flamme für den Auferstandenen.
    Ihre Begegnung mit ihm schenkt ihn einen nie dagewesenen Elan.

    Dank solcher Menschen
    - mit für Christus entbrannten Herzen -
    haben wir hier unseren Glauben erhalten.

    Dank der Apostel, dank der Missionare der frühen Kirche,
    dank des hl. Liudger, der ersten Bischofs unserer Diözese,
    dank so vieler Heiliger und Seliger,
    dank so vieler Glaubenden aus allen Schichten, dank unserer Eltern, Lehrer...
    [....]
    Brannte uns nicht das Herz...Und in derselben Stunde brachen sie auf.
    Was hat das Herz der Jünger damals brennen gemacht?
    Schauen wir uns die Stelle genauer an. Vielleicht finden wir dort Hinweise.

    Er sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.
    Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn.
    Als sie mit Christus beteten erkannten sie ihn.
    Im sakramentalen Zeichen der Eucharistie, im Brotbrechen erkannten sie ihn.


    Nicht während sie über ihn redeten,
    sondern
    während sie mit ihm redeten,
    Gottesdienst feierten, erkannten sie ihn.

    [....]
    Das Gebet und die Feier der Sakramente sind der Weg, um Christus wirklich zu begegnen, die Herzen zu entflammen.
    Das ist das Entscheidende.
    Das bleibt das Entscheidende
    .

    [....]
    Um das Feuer des Glaubens im Herzen, in meinem Herzen wach zu halten,
    bedarf es des beständigen Gebetes,
    des würdigen Empfanges der Sakramente.
    Gebet und Sakramente sind sozusagen das Holz, das dem Feuer Nahrung gibt.
    Selbst das kleinste Stoßgebet hält den Glauben am Brennen,
    wie ein kleiner Reisigzweig das Feuer.
    [....]
    Liebe Schwestern und Brüder, vielleicht werfen Sie mir jetzt innerlich vor, dass ich die ganze Sache vereinfache.
    Als ob das Gebet und die Sakramente alles wäre.
    Vielleicht haben Sie mit diesem Vorwurf sogar Recht.

    Aber ich bin sicher, felsenfest davon überzeugt, dass ohne Gebet und Sakrament alles nichts wäre. Ein geistlich erfahrener Autor hat einmal gesagt:
    "Katholiken, die nicht mehr regelmäßig beten und die Sakramente empfangen
    leben für eine gewisse Zeit noch von ihren geistlichen Reserven und dann...
    vom Schwindeln...".

    Damit die Flamme des Glaubens weitergegeben werden kann, muß die Kirche eine betende Kirche sein.
    Und die Kirche sind wir, sind Sie und ich.
    Das Gebet, egal ob vorformuliert oder frei, ob lang oder kurz, ob Dank oder Bitte - das Gebet ist immer ein Zeichen der Treue.
    Wer betet, bleibtGott treu.
    Wer die Sakramente empfängt, bleibt Gott treu.
    Das gilt für jeden Gläubigen wie für die ganze Kirche.

    -

    Das beharrliche Gebet (10)


    DIE SIEBEN HEILIGEN SAKRAMENTE




    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    "Alle Tage der Osterwoche gelten der Liturgie als Festtage.
    Die Neugetauften wohnten in weißen Gewändern der Messe bei;
    deshalb beziehen sich die Texte der Meßfeier vielfach auf die in der hl. Taufe erlangte Wiedergeburt.
    Auch wir danken in diesen Tagen für die Gnade,
    die uns im Empfang der hl. Taufe zuteil geworden,
    und sind uns des neuen Lebens in Christus und der Reichtümer des Christenstandes bewußt.



    Die hl. Messe zum Ostermontag:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...mono/index.html

    -



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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    CHRISTUS RESURREXIT !

    CHRISTUS IST AUFERSTANDEN !

    ALLELUJA !



    "CHRISTUS
    gestern und heute
    Anfang und Ende
    Alpha und Omega
    Sein sind die Zeiten
    Sein die Jahrhunderte
    Sein ist die Herrlichkeit und das Reich
    Durch alle Äeonen der Ewigkeit.
    Amen."

    (Aus der Liturgie der Osternacht.)



    Der hl. Papst Leo der Grosse:
    -
    "Unter allen Tagen, die die christliche Frömmigkeit in Ehren hält,
    STEHT OSTERN AN ERSTER STELLE:
    Durch Ostern erhalten alle anderen Feste der Kirche Gottes ihre Weihe."

    -


    Aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
    -

    "Mit dem Jubel der Auferstehungsmesse hat die hohe Zeit der immerwährenden Osterfreude begonnen.
    50 Tage lang dauert sie nun fort. Sie ist wie ein einziger grosser Festtag, ein einziges Ostern.

    In milder, ungetrübter Heiterkeit erstrahlt das geistige Licht der Osrersonne über uns und in aller Herzen, die neue Gnadenschöpfung hegend.
    Was wir bereitet in der Zeit der Läuterung und Busse, nun ist es aufgekeimt durch Christi Gnade.
    Vereint mit Christus dürfen wir in Freude den Lohn geniessen für die Mühen, der doch, weil Christus ihn für uns erworben, all unser Mühen und Verdienen in seiner Gnadenfülle übertrifft."

    -


    Aus dem römischen Katechismus:
    -

    "Die Auferstehung Jesu

    Nachdem CHRISTUS DER HERR am Freitag, in der neunten Stunde des Tages, am Kreuze seinen Geist ausgehaucht hatte und an demselben Tage abends von seinen Schülern begraben worden war, die mit Erlaubnis des Landpflegers Pilatus den Leib des Herrn vom Kreuze herabgenommen und in das neue Grabmal eines nahen Gartens getragen hat, wurde am dritten Tage nach seinem Tode, welches ein Sonntag war, in aller Frühe seine Seele wieder mit dem Leibe vereinigt, und so ist der, welcher jene drei Tage tot gewesen war, wieder zum Leben, aus dem er sterbend geschieden war, zurückgekehrt und auferstanden.
    Aber unter dem Worte “Auferstehung”ist nicht bloß das zu verstehen, dass Christus von den Toten auferweckt worden ist, was vielen anderen gemeinsam war;
    sondern dass er DASS ER AUS EIGENER MACHT UND KRAFT AUFERSTAND, was bei ihm eigentümlich und einzig ist.
    Denn es liegt nicht in der Natur, noch ist es irgend einem Menschen gegeben, dass er sich selbst aus eigener Kraft vom Tode zum Leben zurückrufen kann.
    Dieses ist vielmehr bloß der höchsten MACHT GOTTES vorbehalten, wie wir
    aus jenen Worten des Apostels ersehen:
    “Obwohl er gekreuzigt ist aus Schwachheit, SO LEBT ER DOCH AUS GOTTES KRAFT” (2 Kor 13,4).
    Weil aber diese weder von Christi Leib im Grabe, noch von seiner Seele, als sie in die Unterwelt hinabstieg,
    je getrennt war, so war die göttliche Kraft sowohl im Leibe, um sich mit der Seele wieder zu vereinigen, als in der Seele, um wieder zum Leibe zurückkehren zu können;
    DURCH SIE WAR ES IHM AUCH MÖGLICH, IN EIGENER MACHT wieder aufleben und von den Toten erstehen zu können.
    Dieses hat aber David, vom Geiste Gottes erfüllt, mit folgenden Worten vorhergesagt:
    “Es hat ihm geholfen seine Rechte und sein heiliger Arm” (Ps 97,2). Dann hat es auch der Herr selbst durch das
    göttliche Zeugnis seines Mundes bestätigt:
    “Ich gebe mein Leben hin, um es wieder zu nehmen” (Joh 10, 17f).
    Zu den Juden sprach er auch, um die Wahrheit dieser Lehre zu bekräftigen:
    “Löset diesen Tempel auf, und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufrichten” (Joh 2,19).
    Obgleich sie dies von jenem prächtig aus Stein erbauten Tempel verstanden, so redete er doch, wie es durch die Worte der Schrift an eben dieser Stelle erklärt ist, vom Tempel seines Leibes.
    Wenn wir aber in den Schriften bisweilen lesen, Christus der Herr sei vom Vater auferweckt worden, so ist das auf ihn als Menschen zu beziehen; wie hinwieder das auf ihn als Gott geht, wenn es heißt, dass er durch eigene Kraft auferstanden sei."

    -


    Der hl. Ambrosius über gleichsam das Herz unseres Glaubens:
    -
    . „Nicht darin besteht das Verdienst des Christen, zu glauben,
    daß Christus gestorben ist,
    sondern zu glauben, daß er von den Toten auferstanden ist.“

    -

    Der hl. Josefmaria Escriva:
    -

    CHRISTUS LEBT !
    Das ist DIE WAHRHEIT, die unseren Glauben mit Inhalt erfüllt.
    JESUS, DER am Kreuz starb, IST AUFERSTANDEN, ER HAT ÜBER den Tod GESIEGT,
    ÜBER
    die Macht der Finsternis, über den Schmerz und die Angst.

    Fürchtet euch nicht, diesen Gruß entbot der Engel den Frauen, die zum Grabe gingen. Fürchtet euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten.
    ER IST AUFERSTANDEN, er ist nicht hier.
    Haec est dies quam fecit Dominus, exsultemus et laetemur in ea,
    das ist der Tag, den der Herr gemacht hat, da laßt uns frohlocken und fröhlich sein.
    DAS IST DER TAG, DEN DER HERR GEMACHT HAT, LASST UNS FROHLOCKEN UND FRÖHLICH SEIN"

    -


    Ein Lied aus dem "Gotteslob"
    fasst das hochheilige österliche Geschehen in vortreffliche Strophen:
    -

    Das Grab ist leer, der Held erwacht, der Heiland ist erstanden!
    Da sieht man Seiner Gottheit Macht,
    sie macht
    den Tod zuschanden
    .

    Ihm kann
    kein Siegel, Grab
    noch Stein,
    kein Felsen widerstehn.
    Schliesst Ihn der Unglaub' selber ein, er wird Ihn siegreich sehn.
    Alleluja, alleluja, alleluja!

    Wo ist dein Sieg, o bittrer Tod?
    Du selber musst erbeben;
    der mit dir rang, ist unser Gott,
    Herr über Tod und Leben.
    Verbürgt ist nun die Göttlichkeit von Jesu Werk und Wort;
    und Jesus ist im letzten Streit für uns ein sichrer Hort.

    Alleluja, alleluja, alleluja!
    [....]




    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -


    DOMINICA RESURRECTIONIS (OSTERSONNTAG)


    1. Kl. mit Oktav 1. Kl. – Farbe weiß
    Stationskirche: Groß St. Marien

    «FEST DER FESTE» wird Ostern seit uralten Zeiten genannt, weil es,
    wie der hl. Bischof Gregor von Nazianz sagt, alle andern Feste überragt, wie der Glanz der Sonne die Sterne überstrahlt.
    In der Mitte des 5. Jahrhunderts sagt der hl. Papst Leo der Große: «Unter allen Tagen, die die christliche Frömmigkeit in Ehren hält, steht Ostern an erster Stelle: durch Ostern erhalten alle anderen Feste der Kirche Gottes ihre Weihe.»

    Fest der Feste ist Ostern schon deshalb, weil es das älteste Fest ist:
    es reicht bis tief hinein ins Alte Testament.
    Das jüdische Osterfest (Pascha) erhielt das Andenken an das erbarmungsvolle «Vorübergehen» (das bedeutet Pascha, die aramäische Nebenform des hebräischen Pesach) des Würgeengels an den mit dem Blute des Osterlammes bezeichneten Häusern der Israeliten und damit überhaupt das Andenken an die sich daran anschließende wunderbare Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft.
    Die Juden feierten dieses Fest acht Tage hindurch.

    Im christlichen Osterfest lebt das altjüdische weiter fort, aber mit neuem Geiste erfüllt.
    Was dort in unvollkommenem Schatten vorbedeutet war, kam in Christi Leiden und Auferstehen zu vollkommener Erfüllung:
    CHRISTUS IST DAS WAHRE OSTERLAMM,
    wie der hl. Paulus in der heutigen Lesung sagt;
    er hat uns befreit vom Joche der Sünde und des alttestamentlichen Gesetzes.
    Weil im christlichen Osterfeste das alte, unvollkommene Erbe weiterlebt,
    spielt die Osterliturgie gern auf jene Vorbilder an, z.B. auf das Paschamahl,
    auf den Auszug aus Ägypten und den Untergang der Bedränger im Roten Meere.

    Seit die wahre Sonneaus der Nacht des Grabes emporgestiegen war, konnten sich die Christen
    nicht mehr mit dem Schatten des alttestamentlichen Osterfestes begnügen
    .

    So löste sich, wohl schon in apostolischer Zeit, das christliche Osterfest los von seinem jüdischen Vorbild: während die Juden ihr Ostern am 14. Nisan, am ersten Vollmond nach der Tag- und Nachtgleiche des Frühlings, hielten, feierten die Christen das Osterfest am Sonntag danach, an dem Tag, an dem der Heiland auferstand.

    Das Geheimnis der Auferstehung des göttlichen Heilandes ist so reich und so fruchtbar, daß sich seine Feier über eine ganze Woche erstreckt;
    acht Tage lang soll dies Geheimnis der Geheimnisse vor unsrer Seele stehen und unser Herz mit Festesjubel erfüllen
    .


    Die Liturgie dieser Tage ist ganz durchwoben von sinnreichen
    Beziehungen auf die Taufe,
    die uns die Auferstehung des Heilandes geistig miterleben ließ.

    In der Osternacht haben früher viele Erwachsene dieses Auferstehungsglück erfahren dürfen;
    in ihren blendend weißen Taufgewändern wohnten sie während der ganzen Woche dem feierlichen Gottesdienste bei und strahlten ihr morgenfrisches Osterglück in die Herzen aller Gläubigen. Manche Texte der Osterliturgie sind in erster Linie auf die Neugetauften zu beziehen.

    Danken wir daher in dieser Zeit für die hl. Taufe, widersagen wir aufs neue dem Satan und der Welt mit ihrem Geiste!
    «Christus stirbt nicht mehr, der Tod hat keine Gewalt mehr über ihn», sagt der Apostel (Röm. 6, 9) vom auferstandenen Heiland.
    Auch der getaufte,
    mit Christus von der Sünde auferstandene Christ soll nicht mehr durch die Sünde sterben,
    sondern sich im Leben der Gnade erhalten, ein neues Leben führen.



    Die neuen Ostern gehören zum Urbestande des Christentums und sind der Keim des liturgischen Festjahres geworden.
    Ostern wurde und blieb
    «aller Feste heilige Krone, blinkend in Christi Siegesglanz»,
    wie der selige Notker von St. Gallen († 912) in einer Sequenz singt.
    Nach dem Eintreten des Friedens für die Kirche unter Konstantin d. Gr. († 337)
    bekam Ostern auch eine denkwürdige Bedeutung für das außergottesdienstliche Leben.
    Christus hat mit seinen Ostern die Gefangenen der Vorhölle befreit und auch uns Menschen
    den gefangenen Knechten der Sünde, des Todes und des Urfeindes
    – durch die Ostergnade der hl. Taufe eine heilige Freiheit geschaffen.

    [....]
    Introitus (Ps. 138, 18 u. 5 - 6)

    Resurrexi, et adhuc tecum sum, alleluja: posuisti super me manum tuam, alleluja: mirabilis facta est scientia tua, alleluja, alleluja. (Ps. ibid. 1-2) Domine, probasti me, et cognovisti me: tu cognovisti sessionem meam et resurrectionem meam.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Resurrexi (usque ad Ps.).

    Auferstanden bin Ich und bin nun immer bei Dir, alleluja. Du legtest Deine Hand auf Mich, alleluja. Gar wunderbar ist Deine Weisheit, alleluja, alleluja. (Ps. ebd. 1- 2)
    Herr, Du prüfest Mich, und Du durchschaust Mich, Du kennst Mein Ruhen und Mein Auferstehen.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Auferstanden bin Ich (bis zum Ps.).
    [....]
    Sequentia

    Victimæ paschali laudes Immolent Christiani.

    Weihet dem Osterlamme Lobgesänge, ihr Christen.


    Agnus redemit oves:
    Christus innocens Patri Reconciliavit Peccatores.

    Denn das Lamm erlöste die Schafe;
    Mit dem Vater versöhnte Christus, der Reine, Alle die Sünder.


    Mors et vita duello Conflixere mirando:
    Dux vitae mortuus. Regnat vivus.

    Tod und Leben da kämpften seltsamen Zweikampf:
    Der Fürst des Lebens, dem Tode erliegend,
    Herrscht als König und lebt.


    Dic nobis, Maria,
    Quid vidisti in via?

    «Maria, künde uns laut:
    Was hast auf dem Weg du geschaut?»


    Sepulcrum Christi viventis:
    Et gloriam vidi resurgenti

    «Sah Christ, des Lebendigen Grab,
    Und wie Glanz den Erstand´nen umgab.


    Angelicos testes, Sudarium et vestes.
    Sah himmlische Boten, Schweißtuch und Linnen des Toten.


    Surrexit Christus, spes mea:
    Præcedet vos in Galilæam.

    Christus erstand, Er, mein Hoffen;
    Nach Galiläa geht der Herr euch voraus.
    »


    Scimus Christum surrexisse a mortuis vere:
    Tu nobis, victor Rex, Miserere.
    Amen. Alleluja.

    Nun wissen wir: Christ ist erstanden Wahrhaft vom Tod.
    Du Sieger, Du König, Sieh unsre Not.
    Amen. Alleluja
    .


    [....]
    Præfatio von Ostern

    Vere dignum et justum est, æquum et salutare: Te quidem, Domine, omni tempore, sed in hac potissimum die gloriosius prædicare, cum Pascha nostrum immolatus est Christus. Ipse enim verus est Agnus, qui abstulit peccata mundi. Qui mortem nostram moriendo destruxit et vitam resurgendo reparavit. Et ideo cum Angelis et Archangelis, cum Thronis et Dominationibus cumque omni militia cælestis exercitus hymnum gloriæ tuæ canimus, sine fine dicentes:

    Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dich, Herr, zu jeder Zeit, vornehmlich aber an diesem Tage mit besonders festlichem Jubel zu preisen, weil Christus als unser Osterlamm geopfert ist.
    Er ist in Wahrheit das Lamm, das hinwegnimmtdie Sünden der Welt.
    Durch Sein Sterben hat Er unsern Tod vernichtet und durch Seine Auferstehung neues Leben uns erworben.

    Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, mit den Thronen und Herrschaften und mit der ganzen himmlischen Heerschar den Hochgesang Deiner Herrlichkeit und rufen ohne Unterlaß:

    Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

    Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!

    -


    Die hl. Messe zum Ostersonntag:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ntag/index.html



    Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS hat viele Wunder gewirkt und dabei auch Menschen vom Tode erweckt....
    bitte lesen wir richtig.....

    "vom Tod-e" erweckt....

    diese - so wie der hl. Lazarus- sind denn aber wieder auf diese Welt "zurückgekommen" im Sinne der noch nicht teilhaftig gewordenen Verklärung und sie mussten erneut den irdischen Tod sterben.


    Aber niemand anders

    als unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS

    ist von den
    Tot-en auferstanden

    also nicht vom "Tod-e" sondern von den Tot-en!
    mit einem verklärten Leib.....der nicht mehr an Raum und Zeit gebunden ist.

    ER alleine ist
    - wie es in der Geheimen Offenbarung der Hl. Schrift geschrieben steht
    ( Offb. 1;5 )


    der ERSTGEBORENE von den TOT-EN !

    [ Anmerkung zum eingeflochtenen Bild:

    Dies ist ist kein Gemälde.
    Es ist eine dreidimensionale Negativ-Photographie vom hl. Grabtuch von Turin, hergestellt im Jahr 1978 von einer NASA-Forschergruppe.
    Bei der Erstellung eines Positives fiel einem der Forscher
    - einem bis zu diesem Zeitpunkt Ahteisten - beim siebenten Abdruck des Bildes das
    hochheilige Antlitz unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS auf.
    Der Nasa-Forscher bekehrte sich zum Glauben an
    die EWIGE WAHRHEIT JESUS CHRISTUS.
    Das Leiden Christi und das Grabtuch Jesu ]

    Diese Auferstehung von den TOT-EN ist allen Kindern Gottes verheissen, die mit
    unserem HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS hier auf Erden
    leiden...und mit IHM sterben...

    denn diese werden auch mit IHM von den Tot-en
    AUFERSTEHEN...



    Aus dem Deutschen Brevier, übersetzt von Hw Dr. Johann Schenk 1937:

    -

    Ostersonntag - Hl. Papst Gregor aus dem Brevier
    Lesung 1-3
    Mark.16, 1-7

    Auslegung des hl. Papstes Gregor

    Geliebteste Brüder, ihr habt gehört,wie die heiligen Frauen, die dem Herrn gefolgt waren, mit Spezereien zum Grabe kamen, um ihm, den sie im Leben so innig geliebt, auch nach dem Tode noch einmal einen Liebesdienst zu erweisen.
    Ihre Handlungsweise lehrt uns, was wir in der heiligen Kirche tun sollen.
    Wir sollen nämlich in der Absicht den Bericht des Evangeliums anhören, daß wir uns dabei auch überlegen, wie wir sie nachahmen können.
    Und wenn wir an den Herrn glauben, der für uns starb, und vom Wohlgeruche der Tugend umduftet, und durch eifrige Übung guter Werke bewährt, den Herrn suchen, dann kommen wir auch mit wohlriechenden Spezereien an sein Grab.
    Jene Frauen,welche mit Spezereien kamen, durften die Engel sehen; denn die Herzen, die dem Herrn im Wohlgeruche der Tugend und mit heiligem Verlangen entgegeneilen, dürfen die seligen Geister schauen.
    Wir müssen nun beachten, was es bedeutet,
    daß sie den Engel zur Rechten sitzen sahen.

    Was wird durch die Linke anderes als das gegenwärtige Leben,
    und durch die Rechte anderes als das ewige Leben bezeichnet?
    Daher heißt es im Hohen Lied:
    Seine Linke ist unter meinem Haupte, und seine Rechte hält mich umfangen.
    Da unser Heiland das gegenwärtige, vergängliche Leben bereits vollendet hatte,
    darum saß der Engel ganz richtig zur Rechten;

    er war ja gekommen, sein ewiges Leben uns zu verkünden.
    Der Engel erschien im weißen Gewande;
    denn er kündigte uns die Freuden des heutigen Festes an;
    die weiße Farbe seines Kleides bezeichnet den Glanz unseres frohen Festes.
    Sollen wir sagen: unseres oder seines Festes?
    Am richtigsten sagen wir wohl seines und unseres zugleich.
    Denn die Auferstehung unseres Erlösers war ein Festtag für uns Menschen,
    weil sie uns wieder zur Unsterblichkeit geführt hat
    .

    Zugleich war sie auch ein Festtag für die Engel,
    weil wir jetzt wieder den Zutritt zum Himmel haben
    und durch die Menschen die Zahl der seligen Geister wieder ergänzt wird.
    So erschien der Engel an seinem und unserem Festtag im weißen Kleide;
    denn durch die Auferstehung des Herrn wurden wir zum Himmel zurückgeführt,
    und so wurde der Verlust des ewigen Vaterlandes wiedergut gemacht
    .

    Doch hören wir auch,wie er die Frauen bei ihrer Ankunft begrüßt:
    Fürchtet euch nicht!
    Es ist, als wollte er sagen:
    Jene sollen zittern, welche nicht gerne selige Geister kommen sehen.
    Jene sollen erschrecken, die unter dem Druck fleischlicher Begierden keine Hoffnung mehr haben, einst in ihre Gemeinschaft aufgenommen zu werden
    .
    Ihr aber, warum habt ihr Furcht, da ihr doch eure Mitbürger seht?
    Darum sagt auch Matthäus, wie er die Erscheinung des Engels beschreibt:
    Sein Anlitz war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.
    Der Blitz bedeutet nämlich Schrecken und Furcht,
    der Schnee aber reizende Unschuld.

    -



    CHRISTUS RESURREXIT !

    CHRISTUS IST AUFERSTANDEN !

    ALLELUJA !







    ALLEN MITGLIEDERN UND GÄSTEN EIN FROHES UND GESEGNETES OSTERFEST
    !


    -
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  • Die Ostervigil - Feier der OsternachtDatum16.04.2022 15:34

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Vor dem HOCHFEST der Auferstehung des Herrn
    - dem Osterfest -
    feiert die Heilige Mutter Kirche am Vorabend die
    Ostervigil, die Osternacht.





    "Mutter aller Vigilien" nennt sie der hl. Augustinus.
    Er hebt hervor, dass wir in dieser Osternacht eine zweifache Auferstehung feiern:
    Zum Einen die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus als dem Haupt der Kirche
    und
    zum Anderen die geistige Auferstehung der Glieder Seines Leibes, der Gläubigen.
    Dies durch die hl. Taufe oder in der Erneuerung der Taufe in der Osternacht.


    Diese Kerngedanken betont auch die Feier der Osternacht.
    Aus dem Schott-Messbuch 1962:


    "Zwei Kerngedanken sind es,
    die wir bei der Feier der Ostervigil ins Auge fassen müssen:
    die AUFERSTEHUNG DES gekreuzigten ERLÖSERS aus dem Grabe
    und unsere Auferstehung (Wiedergeburt) in der Taufe.

    Darauf ist die Liturgie dieser Nacht aufgebaut:
    die Weihe des neuen Feuers, die Weihe der Osterkerze,
    der österliche Preisgesang des Exsultet, die Lesungen,
    die Weihe des Taufwassers, die Taufe,
    die Erneuerung der Taufgelübde durch die Gemeinde,
    die Meßfeier, schließlich die Osterlaudes
    ."

    -




    UNSER AUFERSTANDENER HERR UND GOTT JESUS CHRISTUS:
    HERRSCHER ÜBER ZEIT UND EWIGKEIT.



    Besonders eindrücklich zelebriert bei der Weihe der Osterkerze;
    für dieses Jahr:


    Christus heri et hodie
    Christus gestern und heute


    Der Priester ritzt den Längsbalken ein

    Principium et Finis
    Anfang und Ende



    er ritzt den Querbalken ein

    Alpha
    Alpha



    er ritzt den Buchstaben A ein

    et Omega
    und Omega



    er ritzt den Buchstaben Ω ein

    Ipsius sunt tempora
    Sein sind die Zeiten



    er ritzt die Ziffer 2 ein

    et sæcula
    Sein die Jahrhunderte



    er ritzt die Ziffer 0 ein

    Ipsi gloria et imperium
    Sein ist die Herrlichkeit und das Reich



    er ritzt die Ziffer 2 ein

    Per universa aeternitatis saecula. Amen.
    Durch alle Äeonen der Ewigkeit. Amen.



    er ritzt die Ziffer 2 ein



    Jetzt reicht der Diakon dem Priester die 5 Weihrauchkörner, und dieser besprengt sie und beräuchert sie und weiht sie dabei ohne Gebet.
    Dann fügt er die Körner in die fünf Male ein und spricht dabei die Worte:

    Per sua sancta vulnera
    Durch Seine heiligen Wunden,
    gloriosa
    die wir rühmen und preisen,
    custodiat
    beschütze uns
    et conservet nos
    und erhalte uns
    Christus Dominus. Amen.
    Christus, der Herr. Amen.


    Der Diakon reicht dem Priester mit einem Wachsdocht das neue Feuer und der Priester zündet die Osterkerze an mit den Worten:

    Lumen Christi gloriose resurgentis
    Christus besiegte den Tod
    Dissipet tenebras cordis et mentis
    Über das Dunkel der Herzen siege Sein Licht!


    -

    Die Ostervigil im Alten Ritus:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...arsa/index.html

    -

  • Karsamstag; Grabesruhe des HerrnDatum15.04.2022 20:00
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Karsamstag; Grabesruhe des Herrn

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Karsamstag - tiefes Schweigen und Stille !

    Grabesruhe des Herrn.


    Aus einer alten Predigt zum Karsamstag ( im Katechismus zu finden ):
    -

    Tiefes Schweigen herrscht heute auf Erden, tiefe Schweigen und Stille.
    Tiefes Schweigen, weil der König ruht.
    Furcht hat die Erde gepackt und sie ist verstummt, weil Gott - im Fleisch - in Schlaf gesunken ist und Menschen aufgeweckt hat, die seit unvordenklicher Zeit schliefen...
    Er geht auf die Suche nach Adam, unserem Stammvater, nach dem verlorenen Schaf.
    Besuchen will er, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.
    Er kommt, um den gefangenen Adam und die mitgefangene Eva von ihren Schmerzen zu erlösen, er, der zugleich ihr Gott und ihr Sohn ist ... ‚
    Deinetwegen wurde ich dein Sohn, ich, dein Gott...Wach auf, Schläfer...
    Ich habe dich nicht geschaffen, damit du im Gefängnis der Unterwelt festgehalten wirst.
    Steh auf von den Toten! Ich bin das Leben der Toten"

    -


    Am Karsamstag spiegelt eine in den Kirchen bedrückende Leere das Wesen dieses Tages wider:
    kein Allerheiligstes; offene leere Tabernakel
    kein Weihwasser,
    keine hl. Messe ( bis zur Feier der Osternacht)
    keine Glockengeläute,
    keine Blumen,
    kein Orgelspiel



    Im Credo bekennen wir:

    "... hinabgestiegen in die Hölle.."
    ( heute wird auch "in das Reich des Todes" gebraucht ...)

    -
    dieses
    Hinabsteigen unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS nach dem Tode in die Hölle ist denn auch die
    ERLÖSUNG
    der Gerechten der Vorzeit seit Adam !
    Ihnen wurde die Erlösung durch diesen Hinabstieg gebracht.....

    Den
    anderen Menschen wird bis zum Ende der Zeit die
    ERLÖSUNG
    durch die
    sakramentale Gnadenfülle der Heiligen Mutter Kirche
    zuteil !



    Das Grab unseres Herrn wurde von den Römern bewacht.



    Obiges Bild zeigt das wieder restaurierte "Heilige Grab von Kappel"; es wurde im Jahre 2016 in der ehemaligen Klosterkirche in Grünwald ausgestellt:

    http://www.badische-zeitung.de/lenzkirch...-135630884.html


    Das Bewachen als Symbol auch für alle Verfolger der Wahrheit:
    Zum Einen geraten die Verfolger und Feinde der WAHRHEIT, die immer auch Verfolger und Feinde der Heiligen Mutter Kirche und ihrer immerwährenden Lehre sind, in eine Wut angesichts der Tatsache, dass sie trotz ihrer gewalttätigen oder durchtrieben psychologischen Tyrannei niemals die geistliche Kraft des Glaubens an die EWIGE WAHRHEIT JESUS CHRISTUS "bewachen oder versiegeln" können !
    Denn diese geistliche Kraft ist ganz und gar

    i n n e r l i c h

    und kann weder durch Terror noch durch Maulkorb-Gesetze und schon gar nicht durch seelenverderbend-zeitgeistgemässe "Mehrheitsentscheide" zum "Verschwinden gebracht" werden.
    Sie wächst vielmehr bis zum Himmel hinauf......
    dorthin, wo der Vater der Lüge niemals gelangen kann !

    Das verschlossene und bewachte Grab
    unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS ist denn auch jenes Sinnbild für eine angsterfüllte Feindesschar, das von ihrem Sturz und ihrem unvermeidliches Ende zeugt.

    Niemand vermag der ALLMACHT der ALLERHEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT, GOTTES zu trotzen....


    Mit der Grabesruhe des Herrn beginnt auch bereits
    Seine Erhöhung und Verherrlichung.
    Unser im Grabe ruhender Erlöser und Heiland....die Welt in Gottverlassenheit !
    Der Tag der Grabesruhe zeugt denn aber auch von der Unhaltbarkeit dieses Zustandes.

    Der hl. Paulus schreibt im 1. Brief an die Korinther, dass der Tod Christi per se - als Schlusspunkt - ohne Dessen Auferstehung uns zu Irrenden, ja Verlorenen gemacht hätte....denn wir stürben weiter in der Sünde !
    -

    "Also sind auch verloren, die in Christus entschlafen sind.
    Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, sind wir elender als alle Menschen


    Denn, so der hl. Ambrosius
    -

    "Nicht darin besteht das Verdienst des Christen, zu glauben, dass Christus gestorben ist, sondern zu glauben, dass ER VON DEN TOTEN AUFERSTANDEN IST".

    -

    Die Grabesruhe des Herrn entfacht denn auch das sehnsüchtige Warten auf die Erfüllung Seiner Verheissung....Seiner Auferstehung am dritten Tage !



    Die Hymne des hl. Alfons Maria von Ligouri auf den unerschütterlichen Glauben der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria.:

    -

    "Maria sieht, wie sie mit dem göttlichen Kind im Schoss auf der Strasse nach einer Herberge suchend von den Menschen verstossen wird
    und glaubt, dass Er der Sohn Gottes ist.

    Sie sieht ihren Sohn im Stall Bethlehem
    und glaubt, dass Er der Schöpfer der Welt ist.

    Sie erlebt Seine Flucht vor König Herodes,
    und doch wird sie nie irre im Glauben, dass Er der König der Könige ist.

    Sie sieht Ihn zur Welt kommen
    und glaubt, dass Er von Ewigkeit ist.

    Sie sieht dass Ihm in Seiner Armut selbst das Notwendigste fehlt,
    und dennoch glaubt sie, dass Er der Herr des Alls ist.

    Sie sieht Ihn als Kind auf Stroh gebettet,
    und ihr Glaube sagt ihr, dass Er der Allmächtige ist.

    Sie spricht kein Wort,
    und dennoch glaubt sie, dass Er die Ewige Weisheit Selbst ist.

    Sie hört Ihn weinen,
    und doch glaubt sie, dass Er die Freude des Paradieses ist.

    Und schliesslich sieht sie Ihn sterben, ans Kreuz genagelt, Spott und Hohn ausgesetzt, und da alle anderen im Glauben schwach werden,
    bleibt Maria stark und glaubt unerschütterlich daran,
    dass ER GOTT IST"

    -



    -
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  • KarfreitagDatum14.04.2022 20:56
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Karfreitag

    Gelobt sei Jesus Christus !



    Karfreitag - der Gedenktag des Leidens und Sterbens unseres Herrn:
    Fast- und Abstinenztag.

    - Gedenken ( kein Fest !) des Leidens und Sterbens unseres Herrn:

    - Die grossen Karfreitags-Fürbitten
    inkl. der Fürbitten für die Juden
    Karfreitag

    - Kreuz-Enthüllung und Kreuz-Verehrung





    Zum Karfreitag - Freitag des Leidens und Sterbens unseres Herrn - aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    I. Oratio
    Oremus. Deus qui peccati veteris hereditariam mortem, in qua posteritatis genus omne successerat, Christi tui, Domini nostri, passione solvisti: da, ut, conformes eidem facti; sicut imaginem terrenæ naturæ necessitate portavimus, ita imaginem cælestis gratiæ sanctificatione portemus. Per eundem Christum Dominum nostrum. R Amen.

    O Gott, durch das Leiden Deines Gesalbten, unseres Herrn, hast Du aufgehoben das Erbe der alten Sünde, den Tod, der übergegangen ist auf alle Geschlechter.
    Die wir nach unabwendbarem Lose das Bild der irdischen Natur tragen sollten, verleihe uns, da wir gleichförmig geworden sind Deinem Sohne, nun auch das Bild des himmlischen Menschen in uns zu tragen,
    geheiligt aus Gnade
    .
    Darum bitten wir Dich durch Ihn, Christus, unsern Herrn. R Amen.
    [....]
    II. Oratio
    Deus, a quo et Judas reatus sui pœnam, et confessionis suæ latro præmium sumpsit, concede nobis tuæ propitiationis effectum: ut, sicut in passione sua Jesus Christus, Dominus noster, diversa utrisque intulit stipendia meritorum; ita nobis, ablato vetustatis errore, resurrectionis suæ gratiam largiatur: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

    O Gott, von dem Judas die Strafe für seine Schuld und der Schächer den Lohn für sein Bekenntnis empfing, laß uns die Wirkung Deiner verzeihenden Huld erfahren, und wie unser Herr Jesus Christus in Seinem Leiden jedem der beiden nach seinen Verdiensten verschieden vergolten hat,
    so befreie Er uns von alter Verblendung und schenke uns die Gnade Seiner Auferstehung: der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

    -


    Des Propheten Jesaja Weissagung:

    Jes 53,3
    Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen,
    wegen unserer Sünden zermalmt.
    Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm,
    durch seine Wunden sind wir geheilt.



    Siehe dazu bitte auch:
    Das Leiden Christi und das Grabtuch Jesu

    Die Passion Christi


    Wir lesen
    im heiligen Evangelium nach Markus
    -
    Mk 15,33
    Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.
    -

    Diese äussere Finsternis zeigte sinnbildlich jene unermessliche qualvolle Finsternis der Seele unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS....
    durch diese unbeschreiblichen Verlassenheits-Gefühle
    selbst von Seinem Vater hat ER in für uns niemals nachvollziebarer Art und Weise die Qualen derjenigen erlitten, die in der Hölle für immer von der
    HERRLICHKEIT GOTTES getrennt sein müssen....

    Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS hat die Qualen der Höllenverlassenheit erlitten,
    damit der Mensch nicht auf ewig
    von GOTT verlassen werden muss....

    und nach den dreistündigen unermesslich qualvollen Verlassenheitsgefühlen am Kreuze rief Er aus:
    -

    Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme:
    Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt:
    Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

    -


    Hier müssen wir auch gleich anknüpfen und den dogmatischen Glaubensaritkel zitieren, der besagt:
    -
    "... hinabgestiegen in die Hölle.."
    ( heute wird auch "in das Reich des Todes" gebraucht ...)

    -

    Dazu aus Ludwig Ott, Grundriss der katholischen Dogmatik, 1963:
    -
    "Nach seinem Tode stieg Christus mit der vom Leib getrennten Seele in die Unterwelt hinab.
    [....]
    Die Unterwelt ist der Aufenthaltsort der Seelen der Gerechten der vorchristlichen Zeit, die sogenannte Vorhölle (limbus Patrum)."

    -


    Dieses Hinabsteigen unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
    nach dem Tode in die Hölle ist denn auch die
    ERLÖSUNG der Gerechten der Vorzeit seit Adam.


    Der Katechismus nach dem Konzil v. Trient:

    -

    Es wird uns zu glauben vorgestellt, dass als Christus schon gestorben war, seine Seele in die Unterwelt hinabstieg und dort so lange verblieb, als sein Leib im Grabe war.
    Mit diesen Worten bekennen wir aber auch zugleich, dass dieselbe Person Christi in dieser Zeit sowohl in der Unterwelt war, als sie im Grabe lag.
    Dass wir so sprechen, darf niemand Wunder nehmen, da ja, wie wir schon oft erklärt haben, obwohl die Seele vom Leibe fortging, dennoch niemals die Gottheit weder von der Seele, noch vom Leibe sich getrennt hat.
    [....]
    die Gerechten....
    durch die selige Hoffnungvder Erlösung aufgerichtet, einen ruhigen Aufenthalt genossen.
    Die Seelen dieser Gerechten nun, welche im Schosse Abrahamsden Erlöser erwarteten,
    hat Christus der Herr bei seinem Herabsteigen in die Hölle befreit.


    -


    Den anderen Menschen wird bis zum Ende der Zeit die
    ERLÖSUNG
    durch die sakramentale Gnadenfülle der Heiligen Mutter Kirche zuteil !


    Wir sehen also, dass das unermessliche Leiden
    unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
    - auch die völlige Verlassenheit am KREUZE -
    zum Erlösungswerk unabdingbar dazugehört.....

    ER hat sich
    in dieser Zeit für uns verurteilen lassen ....
    aufdass wir nicht in Ewigkeit verurteilt werden müssen

    ER war
    in dieser Zeit in völliger Verlassenheit....
    aufdass wir nicht in Ewigkeit von IHM verlassen sein müssen

    ER ist
    in dieser Zeit für uns gestorben....
    aufdass wir nicht in Ewigkeit sterben müssen.

    Der heilige Hieronymus über den hochheiligen Tod
    unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS:


    "Er ist in den Tod gegangen,
    auf daß der Tod an seinem Tod den Tod finde"



    Der hl. Franz v. Sales:
    -

    "Ezechiel sah etwas wie eine Hand, die ihn bei einer einzigen Locke seines Hauptes ergriff und ihn zwischen Erde und Himmel emporhob (Ez 8,3).
    So war auch der Herr auf dem Kreuz zwischen Erde und Himmel erhöht, scheinbar von der Hand seines Vaters nur an der äußersten Spitze seines Geistes gehalten, sozusagen an einem einzigen Haar seines Hauptes, das, von der gütigen Hand des ewigen Vaters berührt, einen über alles erhabenen Einstrom von Seligkeit empfing, während alles übrige in Traurigkeit und Verlassenheit versunken blieb, weshalb er auch ausrief:
    „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“
    (Mt 27,46).
    Man sagt, der sogenannte Laternenfisch hebe bei den ärgsten Unwettern seine Zunge aus den Fluten und diese sei so leuchtend, strahlend und hell, daß sie den Schiffern als Leuchte und Fackel diene (Plin. H. n. 9,27).
    So waren auch in dem Meer der Leiden, in das unser Herr versenkt war, alle Fähigkeiten seiner Seele wie verschlungen von der Qual so vieler Peinen und wie begraben in ihr, außer der Spitze seines Geistes, die, frei von aller Drangsal, ganz hell und leuchtend war vor Herrlichkeit und Seligkeit.
    Wie selig ist die Liebe, die in der höchsten Spitze des Geistes der Gläubigen herrscht, während sie in den Wogen und Fluten der inneren Drangsale

    Er hatte einen aus dem Sterblichen kommenden Widerwillen, den Tod zu erleiden, er sagte es selber; aber während alles andere sich auflehnte, war er mit der äußersten Spitze des Geistes dem Willen seines Vaters ergeben".

    -


    Über die Notwendigkeit der immer vertiefter zu verinnerlichenden richtigen Betrachtung des Leidens Christi der Prämonstratenser-Pater Leonarde Goffine
    in seinem Unterrichtsbuch aus dem 19.Jahrhundert:
    -

    "Die Betrachtung des Leidens Christi ist bei den meisten Menschen sehr fehlerhaft beschaffen!
    Sie stellen sich vor, als wenn Jesus Christus wirklich vor ihren Augen Blut schwitzte, gefangen, gegeißelt, gekreuzigt würde.
    Das ist recht; aber oft hält man sich nur bei den Schmerzen des Leidens auf und beherzigt nicht, warum und wie, mit welcher Geduld, Sanftmut und Liebe Er gelitten hat; ja, man meint, die Hauptsache sei getan, wenn man mit dem leidenden und sterbenden Heilande ein recht großes Mitleiden gehabt habe.
    Es ist ganz recht, wenn ein christliches Herz bei den Misshandlungen des Erlösers ein großes Mitleiden empfindet.
    Aber damit muss man nicht zufrieden sein; das muss man nicht als die Hauptsache ansehen.
    Warum wohl hat der heilige, unschuldige Jesus so mannigfaltige und unausstehliche Schmerzen erduldet,

    warum hat er sich von den Juden und den Heiden, von Volk und Priestern, von Richtern und Anklägern so schrecklich misshandeln lassen?
    Warum hat Er an Leib und Seele so unaussprechlich gelitten?
    Neben dem, dass Er uns durch Sein allbelebendes Sterben von der Sünde erlösen wollte, war gewiss auch dies eine Ursache davon, dass Er uns, sozusagen, ein allmächtiges und in jeder Hinsicht vollkommenes Beispiel gäbe,
    wie wir, wir sündige Menschen, uns in unseren geringen, oft gar wohlverdienten Widerwärtigkeiten betragen sollen.
    Christus hat für uns gelitten, schreibt der heilige Petrus (1. Br. 2,21) und euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolget.
    Diese wenigen Worte unterrichten uns, wie wir das Leiden und Sterben Jesu Christi betrachten sollen.
    Darin besteht die wahre Andacht zu dem leidenden und sterbenden Jesus, dass wir (nebst dem, dass wir die Sünden, die Ihn ans Kreuz gebracht haben, von Herzen verabscheuen)
    das Beispielreiche in seinem Leiden und Sterben genau heraussuchen, aufmerksam überdenken und getreu in unserem Wandel widerspiegeln.

    Darin besteht die wahre Andacht zu dem leidenden und sterbenden Jesus,
    dass wir Seinen vollkommenen Gehorsam gegen den Willen des himmlischen Vaters,
    Seine unermessliche Liebe gegen
    uns Menschen,
    Seine wahrhaft göttliche Geduld und Sanftmut in den schrecklichsten Leiden oft bei uns ernsthaft erwägen und unser Reden und Schweigen, unser Leiden und Dulden, danach einrichten.


    Darin besteht die wahre Andacht zu dem leidenden und sterbenden Jesus,
    dass wir an den Gekreuzigten glauben wie Paulus und Seiner Liebe nachfolgen wie Johannes.

    Darin besteht die wahre Andacht zu dem leidenden und sterbenden Jesus,
    dass wir als wahre Jünger Jesu leiden, wie Er gelitten hat;
    als wahre Jünger Jesu gehorsam seien, wie Er lebte
    und starb.


    Wer die Geduld, wie die Sanftmut, die Zufriedenheit mit Gott
    im Leiden aus der Betrachtung des Leidens Jesu Christi
    noch nicht gelernt hat
    ;
    der hat das Leiden Jesu Christi noch nie recht betrachtet.

    Wer aus der Betrachtung des Leidens Christi
    noch nie gelernt hat, auf Gott zu vertrauen, auch wenn Er verwundet;
    zu Ihm aufzusehen, wenn Er auch sein Angesicht verbirgt;
    Ihm zu danken, wenn Er schlägt;
    Ihn mit ausharrendem Vertrauen anzurufen, wenn Er seine Hilfe zu verzögern scheint
    ;
    der mag Alles verstehen, aber die leichte und, wenn ich so sagen darf, kunstlose Kunst,
    das Leiden Christi nutzbringend zu betrachten, versteht er nicht.

    Wer aus der Betrachtung des Leidens Christi noch nicht gelernt hat, Böses mit Gutem zu vergelten,
    den Flucher zu segnen, den Hasser zu lieben, den Beleidiger zu umarmen

    – er mag große Dinge kennen –
    seinen Herrn und Meister, sein Beispiel, Jesum Christum, kennt er noch nicht:
    Jesum Christus und den, der Ihn gesandt hat, liebt er noch nicht.
    Und daran ist doch alles gelegen.
    Lasset uns darum, wenn wir das Leiden Christi betrachten, es so betrachten, dass wir uns dabei Sein heiliges Beispiel vor Augen stellen und uns aneifern, Seinen heiligen Fußstapfen nachzufolgen! (Bischof Sailer)"

    -


    Kreuz -Verehrung


    Ecce lignum crucis, in quo salus mundi pependit!

    Sehet das Holz des Kreuzes, an dem gehangen das Heil der Welt!

    Alle antworten:

    Venite, adoremus!


    Kommt, lasset uns anbeten!

    -


    Die Karfreitagsliturgie im Alten Ritus:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...arfr/index.html

    -


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  • Gründonnerstag / Hoher DonnerstagDatum13.04.2022 21:08
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gründonnerstag / Hoher Donnerstag

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Mit dem Gründonnerstag beginnt das
    "Triduum Sacrum",
    - die Heiligen Drei Tage -
    das dreitägige Gedächtnis des Leidens, Sterbens, der Grabesruhe und der Auferstehung unseres Herrn und Gottes Jesus Christus .

    Der Gründonnerstag ist
    auch die Erinnerung an die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes und des Priestertums.


    Aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
    -

    "Die Kirche nennt den heutigen Tag "Donnerstag vom Letzten Abendmahl des Herrn".
    Sie begeht also an ihm in besonderer Weise das Gedächtnis und die Erneuerung des Letzten Abend- und Liebesmahles mit der Einsetzung der Eucharistie und des Priestertums."

    -


    Das allerheiligste Altarsakrament



    Das heilige Sakrament der Priesterweihe



    Ein Mensch kann bloss Symbole hinterlassen.....
    Unser Herr und Gott Jesus Christus aber hat uns im allerheiligsten Altarsakrament.....
    Sich Selbst "hinterlassen".....und nicht bloss einen "Teil" von Sich....
    sondern Sein ganzes Wesen......die Kraft und die Fülle Seines Dreieinen Göttlichen Lebens!


    Der heilige Bernhardin von Siena schreibt:
    -

    " Freunde hinterlassen ein Zeichen, vielleicht einen Ring,
    aber Christus hinterlässt uns Seinen Leib und Sein Blut,
    Seine Seele und Seine Gottheit, sich Selbst, ohne etwas zurückzubehalten
    ."

    -
    Siehe dazu bitte auch:
    Gegenwart Christi



    Zum Gründonnerstag - Missa "nos autem" - aus dem Introitus der Liturgie:
    (Schott-Messbuch 1962):
    -


    Introitus Gal. 6, 14

    Nos autem gloriari oportet in Cruce Domini nostri Jesu Christi: in quo est salus, vita et resurrectio nostra: per quem salvati et liberati sumus. (Ps. 66, 2)
    [....]

    Wir aber sollen uns rühmen im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus. / In Ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben; / durch Ihn sind wir erlöst und befreit. (Ps. 66, 2)
    [....]



    Weiter aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Feria Quinta in Cena Domini – Das Gedächtnis des Herrenmahles

    Gründonnerstag

    Das Abendmahlsamt
    Stationskirche: St. Johann im Lateran
    1. Kl. – Farbe weiß


    Die Kirche gedenkt heute einer Reihe geheimnisreicher Begebenheiten, die der Passion unseres Herrn unmittelbar vorausgingen.
    Es sind dies:
    das letzte Abendmahl mit den Abschiedsreden,
    die Fußwaschung an den Aposteln,
    die Einsetzung der heiligen Eucharistie als Christi immerwährendes Vermächtnis,
    die Betrauung der Apostel mit dem Priestertum,
    der Verrat des Judas,
    schließlich Jesu Todesangst und Gefangennahme am Ölberg
    .
    Dazu kommt, daß die römische Kirche in alter Zeit zum Abschluß der Buß- und Fastenwochen die am Aschermittwoch aus der Gemeinde ausgeschlossen öffentlichen Büßer heute wieder aufnahm und ihnen Aussöhnung gewährte.
    Freude und Wehmut liegen heute also nahe beisammen.
    Mit Recht heißt dieser Tag
    Grün- = Grein-Donnerstag (greinen = weinen),
    da er uns vor allem an Bitternis und Buße gemahnt.

    Entblößung der Altäre

    Am vorbereiteten Altar angekommen, stellt der Zelebrant die Pyxis auf das Corporale nieder, macht Kniebeuge, legt abermals Weihrauch ein und beräuchert das Allerheiligste.
    Unterdessen singt der Sängerchor „Tantum ergo“ bis zum Schluß des Hymnus.
    Der Zelebrant (Diakon) gibt das Allerheiligste in den Tabernakel; alle halten danach inne und verharren eine Weile in stillem Gebet.
    Dann geht der Zug nach einer Kniebeuge zum Hochaltar zurück.

    Sind mehrere Pyxides mit konsekrierten Hostien zu übertragen,
    so geschieht dies jetzt gleich, wobei jedoch nur zwei Akoluthen (Ministranten) mit brennenden Kerzen den Priester (Diakon) begleiten.

    Nun legen Zelebrant, Diakon und Subdiakon in der Sakristei die weißen Paramente ab, der Zelebrant und der Diakon nehmendie violette Stola, und alle drei gehen zur Entblößung der Altäre

    Vor dem Altar stehend, spricht der Zelebrant die Antiphon „Dividunt sibi vestamenta mea, et de veste mea mittunt sortem“ und stimmt den folgenden Psalm 21 an, den der anwesende Klerus weiterbetet.
    Inzwischen entblößt der Priester unter Beihilfe des Diakons und des Subdiakons
    die Altäre, den Hochaltar zuerst;
    ausgenommen den Altar, wo das Allerheiligste aufbewahrt wird.

    Sind alle Altäre entblößt, kehrt der Zelebrant an den Hochaltar zurück und wiederholt die Antiphon."



    [....]

    -
    http://www.mariawalder-messbuch.de/mwmwb...rdo1/node1.html


    Die bevorstehenden unermesslichen Leiden vor Seinem allwissenden Augen sehend
    - die gesamte Sündenlast aller Menschengeschlechter auf Ihm lastend - liessen unseren Herrn und Gott Jesus Christus denn auch vor Angst zu Boden sinken und
    Seinen Vater darum bitten, Dieser möge den Kelch an Ihm vorübergehen lassen....
    doch sogleich fügte Er hinzu, dass der Wille Seines Vaters geschehen möge!




    Der hl. Franz v. Sales schreibt:

    -

    So wie der Herr nach seinem Gebet der Ergebung im Ölgarten und nach seiner Gefangennahme sich nicht nur mit einer wunderbaren Hingabe seines Leibes und seines Lebens denen auslieferte, die ihn kreuzigen wollten, sich von ihnen nach ihrem Belieben behandeln und wegführen ließ, sondern auch mit einem vollkommenen Gleichmut seine Seele und seinen Willen in die Hände des Ewigen Vaters übergab.
    Denn obwohl er sagte: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ (Mt 27,46), so geschah dies nicht, um dem heiligen Gleichmut zuwiderzuhandeln, von dem er beseelt war, sondern um uns die tatsächliche Bitternis und die Peinen seiner Seele erkennen zu lassen. Das zeigte er bald darauf, indem er sein ganzes Leben und sein bitteres Leiden mit den unvergleichlichen Worten abschloß:
    „Vater, in Deine Hände empfehle ich meinen Geist“ (Lk 23,46).

    -

    Wir lesen im heiligen Evangelium nach Lukas,
    dass unser Herr und Gott Jesus Christus in Seinem einsamen Leiden am Ölberg
    Blut geschwitzt hat.
    Heute gedenken wir denn auch Seiner unermesslichen Todes-Angst am Ölberg.....

    In Lk 22, 44 lesen wir:
    "Und als er in Angst geriet, betete er noch eindringlicher,
    und es wurde sein Schweiß wie Blutstropfen, die niederrannen zur Erde." (Vulgata)
    Das erste Gesätz des schmerzhaften Rosenkranzes lautet denn auch
    "Der für uns Blut geschwitzt hat".


    Dazu tief besinnliche Worte des katholischen Schriftstellers Georges Bernanos (1888-1948)

    -

    "Nie war menschliche Angst so riesengroß geworden, nie wird sie wieder so groß sein.
    Sie hatte alles in ihm überdeckt,
    nur jenen äußersten Gipfel der Seele nicht, auf dem er sich dem göttlichen Willen fügte...


    Den Märtyrern stand Christus bei.
    Aber ihm
    stand niemand bei, denn jede Hilfe, jede Barmherzigkeit geht von ihm aus.

    Kein lebendes Wesen wird je so einsam, so entwaffnet in den Tod gehn wie er.
    Auch der Unschuldigste ist immer noch ein Sünder und fühlt unbestimmt, daß er als solcher den Tod verdient. Der sündige Mensch sühnt im Tod seine Sünden.
    Aber er..."

    -


    "Das Gebet am Ölberg

    Lk 22,39
    Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war,
    zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm.
    Lk 22,40
    Als er dort war, sagte er zu ihnen:
    Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet!
    Lk 22,41
    Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit,
    kniete nieder und betete:
    Lk 22,42
    Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir!
    Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen
    .


    Lk 22,43
    Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft.
    Lk 22,44
    Und er betete in seiner Angst noch inständiger
    und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.




    Lk 22,45
    Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend;
    denn sie waren vor Kummer erschöpft.
    Lk 22,46
    Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen?
    Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet"
    -

    Die Bilder mit Christus am Ölberg stammen aus dem ausgezeichneten Film
    "The Passion of the Christ" von Mel Gibson
    Die Passion Christi



    Immer wieder bleibt uns das ehrfürchtige Staunen vor dem Ewigen Ratschluss der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes.

    So begann denn der unermesslich schmerzliche Kreuzweg
    unseres Herrn und Gottes Jesus Christus
    im Garten Getsemani am Fusses des Ölberges !
    In einem Garten.....
    denn
    die Erschütterung der Welt durch die Ursünde durch unsere Stammeltern
    - Adam und Eva -
    vollzog sich auch in einem Garten....
    im paradiesischen Garten Eden !


    Aus der Genesis der Heiligen Schrift:
    -

    "Gen 2,15
    Gott, der Herr, nahm also den Menschen
    und setzte ihn in den Garten von Eden,
    damit er ihn bebaue und hüte.
    Gen 2,16
    Dann gebot Gott, der Herr, dem Menschen:
    Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen,
    Gen 2,17
    doch vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen;
    denn sobald du davon isst, wirst du sterben.

    -

    Der Fall des Menschen

    Gen 3,1
    Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
    Sie sagte zu der Frau:
    Hat Gott wirklich gesagt:
    Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?
    Gen 3,2
    Die Frau entgegnete der Schlange:
    Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen;
    Gen 3,3
    nur von den Früchten des Baumes, der
    in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt:
    Davon dürft ihr nicht essen und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben.
    Gen 3,4
    Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben.
    Gen 3,5
    Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf;
    ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse.
    Gen 3,6
    Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden.
    Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war,
    und auch er aß.
    Gen 3,7
    Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren.
    Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.
    Gen 3,8
    Als sie Gott, den Herrn, im Garten gegen den Tagwind einherschreiten hörten,
    versteckten sich Adam und seine Frau
    vor Gott, dem Herrn, unter den Bäumen des Gartens
    .

    Gen 3,9
    Gott, der Herr, rief Adam zu und sprach:
    Wo bist du?
    Gen 3,10
    Er antwortete:
    Ich habe dich im Garten kommen hören;
    da geriet ich in Furcht, weil ich nackt bin, und versteckte mich.
    Gen 3,11
    Darauf fragte er:
    Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du von dem Baum gegessen,
    von dem zu essen ich dir verboten habe?
    Gen 3,12 Adam antwortete:
    Die Frau, die du mir beigesellt hast, sie hat mir von dem Baum gegeben
    und so habe ich gegessen.
    Gen 3,13
    Gott, der Herr, sprach zu der Frau:
    Was hast du da getan?
    Die Frau antwortete:
    Die Schlange hat mich verführt und so habe ich gegessen.
    Gen 3,14
    Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange:
    Weil du das getan hast, bist du verflucht
    unter allem Vieh und allen Tieren des Feldes.
    Auf dem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen alle Tage deines Lebens.
    Gen 3,15
    Feindschaft setze ich zwischen dich und die Frau,
    zwischen deinen Nachwuchs und ihren Nachwuchs.
    Er trifft dich am Kopf und du triffst ihn an der Ferse.
    Gen 3,16
    Zur Frau sprach er:
    Viel Mühsal bereite ich dir, sooft du schwanger wirst.
    Unter Schmerzen gebierst du Kinder.
    Du hast Verlangen nach deinem Mann; er aber wird über dich herrschen.
    Gen 3,17
    Zu Adam sprach er:
    Weil du auf deine Frau gehört und von dem Baum gegessen hast,
    von dem zu essen ich dir verboten hatte:
    So ist verflucht der Ackerboden deinetwegen.
    Unter Mühsal wirst du von ihm essen alle Tage deines Lebens.
    Gen 3,18
    Dornen und Disteln lässt er dir wachsen und die Pflanzen des Feldes musst du essen.
    Gen 3,19
    Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen,
    bis du zurückkehrst zum Ackerboden;
    von ihm bist du ja genommen.
    Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück.
    Gen 3,20
    Adam nannte seine Frau Eva (Leben), denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen.
    Gen 3,21
    Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Röcke aus Fellen und bekleidete sie damit.
    Gen 3,22
    Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir;
    er erkennt Gut und Böse. Dass er jetzt nicht die Hand ausstreckt,
    auch vom Baum des Lebens nimmt, davon isst und ewig lebt!
    Gen 3,23
    Gott, der Herr, schickte ihn aus dem Garten von Eden weg,
    damit er den Ackerboden bestellte, von dem er genommen war.
    Gen 3,24
    Er vertrieb den Menschen und stellte östlich des Gartens von Eden die Cherubim auf
    und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten."

    -


    Der neue Adam
    - unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS -
    begann Seinen hochheiligen Leidensweg auch in einem Garten....
    Getsemani
    .


    Der Mensch gewordenen eingeborene SOHN GOTTES JESUS CHRISTUS ist für die Sühne der Sünden der Welt gekommen....um so alles neu zu machen....

    -

    Offb 21,5
    Er, der auf dem Thron saß, sprach:
    Seht, ich mache alles neu.

    Und er sagte:
    Schreib es auf, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.

    -

    In einem Garten - Eden - geschah der Sündenfall

    In einem Garten - Getsemani - begann der hochheilige Leidensweg des zur Sühne der Sünden der Welt Mensch gewordenen eingeborenen Sohnes Gottes....
    unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS .....

    Welch ein unergründliches Mysterium des Ewigen Ratschlusses Gottes !

    -


    Vergessen wir auch nicht:
    Bereits am Gründonnerstag Abend hat das unermessliche Leiden unseres Herrn und Gottes Jesus Christus begonnen.

    Mit der Gefangennahme und der Nacht im Kerker....
    fürchterliche Misshandlungen, Verhöhnungen und Demütigungen....

    um am darauffolgenden Morgen schon entkräftet und entstellt durch die Misshandlungen den Kreuzweg zu gehen....

    Die Andacht der fünfzehn geheimen Leiden und Schmerzen
    unseres Herrn und Gottes Jesus Christus


    -

    Fünfzehn geheime Leiden und Schmerzen unseres Herrn Jesus Christus
    welche Christus der Herr der frommen und Gott liebenden Schwester Maria Magdalena aus dem Orden der heiligen Klara, welche zu Rom in großer Heiligkeit gelebt und selig gestorben, mündlich geoffenbart hat.
    Christus erfüllt den Wunsch dieser Schwester, die etwas von Seinen heimlichen Leiden zu wissen begehrte, indem Er erschien und ihr fünfzehn Schmerzen, die er in der Nacht vor Seinem Tode ausgestanden hatte, offenbarte. Christus sprach zu ihr:

    „Die Juden hielten Mich für den schlimmsten Menschen, der damals auf Erden war. Darum --->

    1.
    banden sie Mir mit einem Seil Meine Füsse und rissen mich über die Stiege hinab in einen unsauberen, stinkenden Keller,

    2.
    entblößten sie Mich Meiner Kleider und zerstachen Meinen Leib mit eisernen Spitzen;

    3.
    banden sie Mir ein Seil um den Leib und schleiften Mich im Keller auf dem Boden hin und her;

    4.
    hefteten sie Mich an ein Stück Holz und ließen Mich hängen, bis ich ausschlüpfte und herabfiel. Über diesen Schmerz weinte ich blutige Tränen;

    5.
    banden sie Mich an einen Pfahl und durchstachen Meinen Leib mit verschiedenen Waffen, bewarfen Mich mit Steinen und brannten Mich mit Glut und Fackeln;

    6.
    durchstachen sie Mich mit Ahlen und Spießen und rissen Mir Haut und Fleisch von Meinem Leibe und von Meinen Adern;

    7.
    banden sie Mich an eine Säule und stellten Mich auf ein glühendes Blech;

    8.
    krönten sie Mich mit einer eisernen Krone und verbanden Mir die Augen mit den unreinsten Tüchern;

    9.
    setzten sie Mich auf einen Stuhl, der von spitzen Nägeln war, die tiefe Löcher in Meinen Leib bohrten;

    10.
    begossen sie Mir die Wunden mit fließendem Blei und Pech und stießen Mich den Stuhl hinab;

    11.
    steckten sie Mir zur Schmach und Pein Nadeln und Nägel in die Löcher meines ausgerissenen Bartes;

    12.
    warfen sie Mich auf ein Kreuz, an das sie Mich so stark banden, daß Ich kaum mehr Atem holen konnte

    13.
    traten sie Mir auf das Haupt, einer stand mit dem Fuß auf Meiner Brust und stach Mir einen Dorn von Meiner Krone durch die Zunge;

    14.
    gossen sie Mir den abscheulichsten Unflat in Meinen Mund;

    15.
    gebrauchten sie die schändlichsten Worte und Ausdrücke über Mich, banden Mir die Hände auf den Rücken, führten Mich mit vielen Schlägen und Streichen aus dem Gefängnis und schlugen Mich sehr oft mit Ruten.“

    Dann sprach Christus:
    „Meine liebe Tochter! Ich begehre, daß du diese fünfzehn geheimen Leiden und Schmerzen anderen offenbarst, damit sie betrachtet und verehrt werden.

    Wer Mir täglich eines von diesen unbekannten Leiden aus Liebe aufopfert und das nachfolgende Gebet andächtig verrichtet, den will ich am Tage des Gerichtes mit der ewigen Seligkeit belohnen.“

    GEBET (täglich)
    Mein Herr und mein Gott!
    Es ist mein unveränderlicher Wille, Dich durch die fünfzehn geheimen Leiden und Blutvergießungen zu verehren, zu loben und anzubeten.
    So viel Sandkörnchen am Meere, so viele Körnlein in den Äckern, so viele Gräslein auf Erden und so viel Früchte auf den Bäumen, so viel Blättlein an den Zweigen, so viel Blumen in den Wiesen,
    so viel Sternlein am Firmament, so viel Engel im Himmel und
    so viel Kreaturen auf Erden sind;
    so viel tausendmal sei gebenedeit, gelobt und verherrlicht der liebreichste Herr Jesus Christus,
    Sein heiligstes Herz,
    Sein kostbares Blut,
    das göttliche Opfer der hl. Messe,
    das hochwürdigste Sakrament des Altares,
    die allerseligste Jungfrau Maria,
    die glorwürdigen neun Chöre der Engel und
    die gebenedeite Schar der Heiligen,
    von mir und allen Menschen, von nun an bis in Ewigkeit.
    Ebenso vielmal begehre ich Dir, mein liebster Jesus, zu danken, zu dienen und genugzutun, Dir alle Schmach zu vergelten und mit Leib und Seele anzugehören.
    So vielmal bereue ich auch meine Sünden und bitte Dich, meinen Herrn und Gott, um Verzeihung, opfere ich alle Deine Verdienste für meine Sünden, Schulden und Strafen dem himmlischen Vater auf, fasse ich einen festen Vorsatz zur Besserung meines Lebens und bitte um eine glückselige Sterbestunde, und rufe Dich um die Erlösung der Armen Seelen an.
    Diese Andacht will ich jeden Tag (Stunde) erneuern und bis zu meinem Tode darin verharren. Ich bitte Dich o guter und liebenswürdiger Jesus, daß Du diese meine herzliche Begierde im Himmel bekräftigst und nicht gestattest, daß sie von einigen Menschen, viel weniger vom bösen Feind je könne vernichtet werden - Amen

    -

  • Die Verehrer des KreuzesDatum11.04.2022 19:34
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Als treugläubige Katholiken wissen wir zu unterscheiden:
    Wir verehren das Kreuz, beten aber alleine Gott an.

    Dazu Klärendes vom Prämonstratenser-Pater Leonhard Goffine (1648-1719)
    in "Katholische Handpostille":

    -

    "Warum wird das Kreuz Christi so hoch geehrt?


    Weil es der Altar gewesen ist, auf welchem der Herr sich für uns aufgeopfert hat; das Werkzeug, wodurch er unsere Erlösung vollbracht hat; die siegreiche, mit dem Blute Christi besprengte Fahne, wodurch der Teufel überwunden wurde und noch immer überwunden wird.


    Darf man das Kreuz Christi anbeten?

    Keineswegs;
    denn die Anbetung gebührt Gott allein;
    und wenn wir mit der heiligen Kirche das Kreuz begrüssen:
    O Kreuz, du unsere einzige Hoffnung“,


    so beziehen sich solche Worte doch nur auf Christus, der uns durch das Kreuz erlöst hat und deshalb die dankbarste Anbetung verdient.



    Wie verehrt man das Kreuz Christi am besten?

    1.
    Wenn man sich nicht schämt, sich öffentlich als ein Verehrer des Kreuzes zu zeigen und deshalb sich gerne mit dem Kreuze bezeichnet.
    2.
    Wenn man das Kreuz liebt,
    d.h. die von Gott geschickten Widerwärtigkeiten geduldig, gerne und mit Freuden erträgt und so nach der Lehre und dem Beispiel Christi
    sein Kreuz täglich auf sich nimmt und ihm nachfolgt." (Luk. 9,23)

    -


    Papst Clemens XIII. hat im 18. Jahrhundert geschrieben:
    -

    "Darüber hinaus ehren wir die fünf Wunden Christi bei der Heiligen Messe und durch ein eigenes Offizium, und um dieser Wunden willen verehren wir desgleichen die Füße, Hände und die Seite des Erlösers, dessen Liebe alles überstieg.
    Diesen Gliedern des allerheiligsten Leibes unseres Herrn gebührt unsere besondere Verehrung, gerade weil sie besondere Leiden zu unserer Erlösung erduldeten und mit diesen Wunden als erhabenem Zeichen der Liebe geschmückt sind
    ."

    -

    Empfehlenswert ist bei der Verehrung der hl. fünf Wunden vor einem Kruzifix die Weissagung des Propheten Jesaja zu Grunde zu legen:

    Jes 53,3
    Doch er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen,
    wegen unserer Sünden zermalmt.
    Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm,
    durch seine Wunden sind wir geheilt.




    Die hl. fünf Wunden erfahren denn auch bei der Weihe der Osterkerze ihre Verehrung; siehe bitte hier:
    https://www.mariawalder-messbuch.de/as62...arsa/node4.html


    Im Gesang- und Messbuch für die Alte Messe - dem "Salve Regina" - ist eine segensreiche Andacht zu den heiligen fünf Wunden abgedruckt.
    Bei Klick auf die Seiten ist der Text relativ gut lesbar.




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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum09.04.2022 21:26
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zur Passionszeit:

    -

    "Herr Jesus Christus!


    Am Kreuz
    hast Du die Arme ausgebreitet, um alle Menschen an Dich zu ziehen. (Joh 12,32)




    So breitest Du jetzt in allen Tabernakeln der Welt unsichtbar Deine Arme nach uns aus:


    "Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will dich erquicken." (Mt 11,28)

    Ja, Herr, wir kommen. Ziehe uns alle an Dein göttliches Herz.!
    Mit eisernen Nägeln warst Du ans Holz des Kreuzes beschlagen, wie Du selbst durch den Mund des Propheten vorausgesagt hattest:
    "Sie haben eine Hände und Füsse durchbohrt, alle meine Gebeine haben sie gezählt." (PS 21,17)
    Die Feinde spotten Deiner Ohnmacht:
    "Steig doch vom Kreuz herab! Du bist ja Gottes Sohn!"
    Und doch war es nicht ihre Macht, es war die Gewalt Deiner Liebe, die Dich ans Kreuz gebracht!
    Keiner nahm Dir das Leben. Du gabst es selbst dahin. (Joh 10,18)

    Hier aber, Herr, im heiligsten Sakrament, da steigst Du vom Kreuz herab, das in der Wandlung aufgerichtet wird in unserer Mitte.




    Nicht zwar, um Deine Macht zu zeigen; vielmehr, um Deine Liebe uns zu offenbaren.
    Zu einem jeden von uns willst Du selber kommen und ihm in der heiligen Kommunion die Gnaden der Erlösung bringen, die Du am Kreuze für uns erworben hast.
    Dank sei Dir, Herr, für Deine übergrosse Liebe!

    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus, als Gekreuzigter kommst Du in der heiligen Kommunion zu uns sündigen Menschen, um uns in unbegreiflichen Herablassung selbst die Gnaden Deiner Erlösung zu bringen.
    Wir bitten Dich:
    Wie wir im Geheimnis Deines Kreuzes so innig Anteil haben, so lass uns auch einmal Anteil haben an Deiner Auferstehung.
    Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

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