Aus "Nachfolge Christi" von Thomas v. Kempen (1380-1471): - [....] ""Das Reich Gottes ist in euch", spricht der Herr (Lk 17,21). Kehre dich aus ganzem Herzen zum Herrn! Laß diese elende Welt, und deine Seele wird zur Ruhe kommen. Lerne, was äußerlich ist, verschmähen, und gib dich deinem Innern hin, und du wirst sehen, daß das Reich Gottes in dich einzieht. Denn das Gottesreich ist Friede und Freude im Heiligen Geiste(vgl. Röm 14, 17), ein Geschenk, das den Gottlosen nicht gegeben wird. Christus wird zu dir kommen und dir zeigen, was es um seine Tröstung ist, wenn du ihm nur eine würdige Wohnung in dir bereitest. Seine ganze Größe und Herrlichkeit strahlt aus dem Innern. Dort gefällt es ihm. Bei einem innerlichen Menschen kehrt er häufig ein. Lieb, angenehm und tröstlich weiß er dann zu plaudern, in einer von tiefem Frieden getragenen, staunenswürdigen Vertraulichkeit.
Wohlan, du getreue Seele, bereite diesem Bräutigam dein Herz, damit er sich herablasse, zu dir zu kommen und in dir zu wohnen. Denn er spricht: "Wenn einer mich liebt, wird er mein Wort halten, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm nehmen" (Joh 14, 23). Schaffe also Platz für Christus, und allem anderen wehre den Eintritt. Ist Christus dein eigen, dann bist du reich und hast genug. Er wird für dich sorgen und in allen Dingen dein treuer Sachwalter sein, so daß du nicht nötig hast, auf Menschen deine Hoffnung zu setzen. Menschen sind wankelmütig und siechen auch schnell dahin, "Christus aber bleibt in Ewigkeit" (Joh 12, 34) und steht dir bis zum Ende unerschütterlich zur Seite."[....] -
"Lasset keinen weggehen mit dem Eindruck, dass das Evangelium uns eine düstere Ansicht von Welt und Leben fassen lasse! Es verbietet uns nur mit dem Genuss zu beginnen. Es sagt nur: Wenn ihr mit der Lust anfangt, werdet ihr mit dem Schmerz enden. Es heißt uns mit dem Kreuz Christi beginnen, und in diesem Kreuz werden wir zuerst Trauer finden, aber nach einer Weile werden Freude und Trost aus dieser Trauer sich erheben.
Das Kreuz wird uns zu Reue, Demütigung, Gebet und Fasten führen, aber alles Sorgen wird ein Ende haben, ja wird aufgenommen in einem weit höherem Glück als die Freude, die die Welt uns gibt. UnserErlöser sagte zu seinen Jüngern: So habt auch ihr jetzt Leid. Doch ich werde euch wiedersehen und euer Herz wird sich freuen und eure Freude wird niemand von euch nehmen.“ (Joh 16,22)
Aus "Nachfolge Christi" von Thomas v. Kempen (1380-1471): [....] "Hier aber, in dem heiligsten Sakramente des Altars, bist Du, o Jesus Christus, als Mensch und als Gott zugegen, hier empfängt man immer reichliche Frucht des Heiles, so oft man Dich würdig und mit Andacht empfängt.
Zu diesem Geheimnis aber zieht uns kein Leichtsinn, keine Neugierde und keine Sinnlichkeit, sondern ein fester Glaube, andächtige Hoffnung und aufrichtige Liebe. O Gott, Du unsichtbarer Schöpfer der Welt, wie wunderbar handelst Du mit uns? Wie liebreich und gnädig verfährst Du mit Deinen Auserwählten, denen Du Dich Selbst in dem heiligsten Altarssakramente als eine Seelenspeise zu genießen gibst?
Dieses Geheimnis übersteigt allen Verstand, es zieht die Herzen der Andächtigen besonders an und entzündet in ihnen die Liebe. Denn diese wahren Gläubigen, welche beständig an der Besserung ihres Lebens arbeiten, erhalten durch den Genuss dieses heiligsten Sakramentes oft die Gnade einer inbrünstigen Andacht und die Liebe zur Tugend." [....]
Aus "Nachfolge Christi" von Thomas v. Kempen (1380-1471):
"Setz dein ganzes Vertrauen auf Gott; er sei deine Furcht und deine Liebe. Er wird deine Sache führen und alles recht machen, wie es am besten ist. "Du hast hier keine bleibende Stätte" (Hebr 13, 14). Wo immer du dich aufhältst, bist du ein "Fremdling und Pilger" (vgl. Ps 39, 13). Nirgends winkt dir die Ruhe außer in der innigen Vereinigung mit Christus. Was schaust du dich hier um? Hier ist nicht der Ort deiner Ruhe. Deine Wohnung muß im Himmel sein, und nur wie im Vorübergehen sollst du all das Irdische betrachten. Alle Dinge vergehen, auch du mit ihnen. Sieh zu, daß du nicht darin hängen bleibst, sonst wirst du gefangen und gehst zugrunde. Beim Allerhöchsten sei dein Denken, und dein Bitten und Flehen steige immerfort zu Christus empor."
Alleine die Frage nach dem "Warum? " des Leidens findet keine sinngebende Antwort. Erst die Frage "Für wen ?" öffnet die Türe zum Sinn des Leidens und des Lebens (!).
Dazu Auszüge aus einem Artikel von Pater Korbiniam Brandmaier vom Kreuzorden:
- "Die meisten von uns - wenn wir leiden - fragen: 'Warum gerade ich? Warum muss gerade ich leiden ?' Der Sinn des Leidens wird uns jedoch klarer werden, wenn wir den Sinn des Lebens finden und wenn wir anstatt 'Warum?' die Frage stellen: 'Für wen? Für wen leide ich?'
Das Leiden beginnt nämlich ein menschliches Gesicht zu bekommen. Wir müssen auf Jesus Christus, unseren gekreuzigten Herrn und Heiland schauen.
Dort werden wir den Sinn unserer Existenz und die Antwort auf all unser Suchen und Sehnen finden. In unserem Leid verlangen wir Antworten. [....] Das Leiden, vor allem chronische körperliche Krankheiten, tiefer emotionaler Schmerz und schliesslich der Tod selbst, führen in eine persönliche Krise. Wir werden förmlich gezwungen, tief in uns zu gehen und Fragen an unsere menschliche Existenz zu stellen. Gerade der Schmelztiegel des schweren Leidens ist es, der uns entweder in die Nähe zu Gott bringt, in seine liebende Gegenwart, oder zu Rebellen macht. [....] Viele Menschen heute suchen ein einfaches Leben ohne Leiden, ohne Opfer, ohne Verzicht, ohne Demütigungen. Die heutige Gesellschaft will nicht leiden, und darum müssen wir die Worte des hl. Paulus beherzigen: 'Gleicht euch nicht der Welt an!' (Römer 12,2)
Wir müssen davon überzeugt sein, dass es nur einen Jesus gibt, und das ist der gekreuzigte Jesus, der von den Toten auferstand.
Christentum ohne Kreuz ist kein wirkliches Christentum. Nur durch das Kreuz Jesu haben wir die Erlösung. Wenn wir darum leiden, sollten wir unser Leiden nicht als eine Last ansehen, sondern wir müssen im Kreuz ein grosses Geschenk der Liebe Gottes erkennen wollen.
Der hl. Pfarrer v. Ars (1768-1859): über den rechten Umgang mit Leiden und dem auferlegten Kreuz: - Leiden müssen wir, ob wir wollen oder nicht. Die einen leiden wie der gute Schächer, die anderen wie der böse. Beide litten auf gleiche Weise. Aber der eine verstand es, sein Leiden fruchtbar zu machen: er nahm es im Geiste der Buße an, und als er sich zu dem gekreuzigten Heiland wandte, hörte er aus dessen Mund die wunderbare Verheißung: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein." Im Gegensatz zu ihm stieß der andere Flüche, Verwünschungen und Gotteslästerungen aus und starb in schrecklichster Verzweiflung.
Es gibt ein zweifaches Leiden, nämlich ein liebendes und ein ablehnendes. Die Heiligen litten geduldig, freudig und standhaft; denn sie liebten. Wir leiden mit Zorn, Ärger und Überdruss, weil wir nicht lieben. Wenn wir Gott liebten, würden wir uns freuen, leiden zu dürfen aus Liebe zu ihm, der so viel für uns leiden wollte
Ihr sagt, das sei schwer. Nein, es ist süß, sanft und tröstend, es ist ein Glück ... Nur muss man lieben im Leiden und leiden in der Liebe.
Seht, meine Kinder, auf dem Weg des Kreuzes fällt einem nur der erste Schritt schwer. Die Furcht vor den Kreuzen ist unser schlimmstes Kreuz. Wir haben nicht den Mut, unser Kreuz zu tragen. Welch ein Irrtum! Denn was immer wir tun, das Kreuz hält uns fest, und wir können ihm nicht entrinnen.
Was haben wir also zu verlieren? Warum sollen wir unser Leiden nicht lieben, wenn uns dadurch der Weg zum ewigen Leben erschlossen wird? ... Trotzdem wenden sich die meisten vom Kreuz ab und fliehen. Je mehr sie laufen, desto mehr verfolgt sie das Kreuz, desto stärker trifft es sie und erdrückt sie unter seiner Last.
Versteht dies gut, meine Kinder: wer dem Kreuz gefaßt und tapfer entgegensieht, dem wird es seltener begegnen. Und wenn es ihm begegnet, wird es ihn nicht unglücklich machen. Als Liebender nimmt er es auf sich, mutig trägt er es und wird eins mit unserem Herrn. Es reinigt ihn und nimmt seiner Seele die Anhänglichkeit an diese Welt. Die Leiden helfen ihm in seinem Leben hinüber zum Ufer der ewigen Glückseligkeit wie eine Brücke über den Strom.
Wenn der liebe Gott uns ein Kreuz schickt, lassen wir uns entmutigen: wir beklagen uns, wir murren und hassen alles, was unserem Wunsch zuwiderläuft, immer wie auf Rosen gebettet zu leben. Doch nun beginnt ein Dornenpfad, den wir gehen müssen. Durch das Kreuz gehen wir in den Himmel ein. Die Krankheiten, Versuchungen, Schmerzen sind die Kreuze, die uns zum Himmel führen. Das alles wird bald vorüber sein ... Richtet eueren Blick auf die Heiligen, die vor uns angekommen sind ... Der liebe Gott verlangt von uns nicht das Martyrium des Leibes, er will nur das Opfer unseres Herzens und des Willens . Der Herr ist unser Vorbild. Lass es uns Machen wie die Soldaten des Königs. Eine Brücke, die unter Gewehrfeuer lag, mußte überquert werden.
Niemand wagte voranzugehen. Da nahm der König selbst die Fahne, marschierte als erster, und alle folgten. Tun wir das gleiche. Folgen wir unserem Herrn, der uns vorangegangen ist. Das Kreuz ist die Leiter zum Himmel. Wie tröstlich ist es, unter den Augen Gottes zu leiden und am Abend bei seiner Gewissenserforschung sagen zu können: "Wohlan, meine Seele, du hast heute zwei, drei Stunden erlebt, in denen du Christus ähnlich warst: du bist gegeißelt, mit Dornen gekrönt und mit ihm gekreuzigt worden ..." Welch ein Gewinn für das Sterben! Wie gut stirbt es sich, wenn man unter dem Kreuz gelebt hat!
Würde jemand zu sagen: "Ich möchte gerne reiche werden, was muß ich tun?", ihr würdet ihm antworten; "Du mußt arbeiten." Richtig! Und um in den Himmel zu kommen? Dafür müssen wir das Kreuz auf uns nehmen.
Der hl. Pfarrer v. Ars (1768-1859): - "Gewöhnt euch an, meine Kinder: wenn ihr nachts erwacht, so versetzt euch im Geiste schnell vor den Tabernakel und sagt zum lieben Heiland:
„Mein Gott, da bin ich, ich komme, um Dich anzubeten, zu lieben, zu preisen, Dir Dank und Liebe zu erweisen und Dir Gesellschaft zu leisten mit den hl. Engeln.“
Verrichtet eure Gebete, welche ihr kennt, und wenn es euch nicht möglich ist, zu beten, so verbergt euch hinter eurem Schutzengel und bittet ihn für euch zu beten".
Pater Palmatius Zilligen in "Im Kraftfeld der Hostie" - [....]"Für uns ist die heilige Eucharistie eine strahlende Sonne, der wir uns aussetzen müssen, um von ihr durchglüht, ein echtes Jesus-Leben zu führen. Für viele ist die Sonne erloschen, da sie, nur diesseitsgerichtet, fern dem Tabernakel und dem Eucharistischen Opfer bleiben.
Wir aber knien vor dem Allerheiligsten nieder und beten: Herr! Du bist das Licht der Welt. Man kann sich von Dir abwenden, aber man kann Dein Licht nicht trüben. Man kann sich Deiner Liebe versagen, aber vermindern kann man sie nicht.
Lass unser Leben ein Stehen im Göttlichen Licht, in Göttlicher Zuversicht und in Göttlicher Liebe werden! Herr! Deine Liebe hat Dich uns ausgeliefert, damit wir Dein Erbarmen ergreifen können. Überwältige uns sanft mit Deiner Liebe bis zur Umwandlung in Dich!"[....]
Heute war das Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel - Skapulierfest
Aus dem Schott-Messbuch 1962:
- 16. Juli
Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel Skapulierfest Farbe weiß
Diese Gedächtnisfeier geht auf den Karmeliterorden zurück, der in ihr schon seit dem Ende des 14. Jahrhunderts seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringt für alle Gnaden, die er durch den besonderen Schutz der allerseligsten Jungfrau erhalten hat. Benedikt XIII. dehnte das Fest 1726 auf die ganze Kirche aus.
Der Monat Juli ist dem Kostbaren Blut Jesu Christi gewidmet.
Pater Stefan Reiner von der Petrus-Bruderschaft: über die Bedeutung der Verehrung des kostbaren Blutes Jesu: - "Am ersten Tag des Monats Juli feiert die Kirche das Hochfest zu Ehren des kostbaren Blutes Jesu Christi. 1. Juli: Fest des Kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus (2)
Das Verständnis für die Verehrung des kostbaren Blutes liegt nicht so klar auf der Hand, weil es mit vielen anderen Wahrheiten unseres Glaubens verbunden ist und in diesem Zusammenhang gesehen werden muss. Es muss verstanden werden, dass der Mensch in Sünde gefallen ist, dass er erlösungsbedürftig ist. Man muss wissen, dass Gott wahrhaft Mensch geworden ist, einen menschlichen Leib angenommen hat und dass er am Kreuz zu unserer Erlösung sein Blut für uns vergossen hat. Es muss verstanden werden, dass die Verehrung des kostbaren Blutes Christi nicht nur eine Erinnerung an die historische Tat Jesu ist, sondern dass das Blut Jesu Christi weiterhin in der Kirche für uns Menschen auf sakramentale Weise fließt.
Die Bedeutung der Verehrung des kostbaren Blutes Jesu könnte man daher in drei Punkten darstellen:
Zunächst ist diese Verehrung eine Erinnerung an die Großtaten Gottes. Denn das kostbare Blut, das in der Eucharistie, dem allerheiligsten Sakrament des Altares, wahrhaft gegenwärtig ist, steht in erster Linie für die wahre Menschwerdung des Gottessohnes, der einen menschlichen Leib und damit menschliches Blut angenommen hat. Dadurch ist der allmächtige Gott in eine Blutsverwandtschaft mit dem Menschengeschlecht getreten. Das Blut erinnert uns aber auch an die Großtat des Kreuzesopfers Jesu Christi – dieses Blutvergießen, das mit der Geißelung seinen Anfang genommen hat, das am Kreuz fortgesetzt wurde und schließlich mit der Durchbohrung des göttlichen Herzens Jesu endete. „Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh 15, 13), oder anders ausgedrückt: Niemand hat eine größere Liebe, als wer sein Blut für diese Liebe vergießt. So erinnert uns das Blut Jesu an die Liebe, die Gott seinen Geschöpfen erweist, die schuldig geworden sind. Die Verehrung des kostbaren Blutes dient also zunächst der Erinnerung an die großen Liebestaten Gottes, verbunden mit dem Wissen, dass diese göttlichen Liebestaten auf sakramentale Weise in der Kirche gegenwärtig bleiben. Denn das Blut Jesu ist von der Kirche wie in einer „mystischen Schale“ aufgefangen worden, wird in der Heiligen Messe gegenwärtig und fließt zu jedem einzelnen Menschen. Der Empfang jedes Sakraments, nicht nur der Kommunion, ist ein Ausströmen des kostbaren Blutes Jesu in die Seele des Menschen.
Neben dem Gedächtnis an die Großtaten Gottes ist die Verehrung des kostbaren Blutes auch ein Akt der Sühne. Im Zentrum jeder Heiligen Messe, in der heiligen Wandlung, spricht der Priester die Worte Jesu aus, dass dieses Blut „für euch und für viele“ vergossen wird. Und diese Worte lassen die Wahrheit erkennen, dass dieses Blut leider nicht effektiv für alle vergossen wird. Es muss uns betroffen machen, dass es Menschen gibt, die an dieser Quelle des ewigen Heils achtlos vorübergehen; dass es Menschen gibt, welche die „vergossene Liebe“ unseres Herrn mit Füßen treten. Und wenn wir uns davon bewegen lassen, dann können wir gar nicht anders, als für jene zu beten, zu opfern und Sühne zu leisten, welche diese Liebesgabe Gottes nicht oder auf sakrilegische Weise empfangen. Treten wir dafür ein, dass die Zahl jener, für die Jesus sein kostbares Blut vergossen hat, immer größer werde. Die Verehrung des kostbaren Blutes ist also ein Gedächtnis an die Liebestaten Gottes, des Weiteren ein Akt der Sühne
und drittens ein Mittel für unser eigenes ewiges Heil. Unter den zahlreichen Gebeten zur Verehrung des kostbaren Blutes gibt es viele, die sogenannte „Aufopferungen“ enthalten. Wir glauben, dass Jesus im Abendmahlssaal und schließlich am Kreuz sein liebendes Erbarmen der Kirche übergeben hat. Und deshalb bringen die Priester immer wieder diese kostbare Gabe im Heiligen Geist dar und alle gläubigen Menschen haben daran Anteil. Denn wer getauft ist, der hat am „allgemeinen Priestertum“ Jesu Christi teil und kann sich daher dieser Aufopferung anschließen. Jeder von Ihnen kann sprechen: „Himmlischer Vater, sieh herab auf das Blut Deines vielgeliebten Sohnes, dass er für uns vergossen hat und schenke uns, auf dieses Opfer Deines Sohnes hin, Dein Erbarmen und Deinen Segen.“ Genau das ist mit der Aufopferung des kostbaren Blutes gemeint. Aus diesem Glauben heraus zu leben, bedeutet die geschenkte Gnade Gottes in unserem Leben wirksam werden zu lassen. Wer die Sakramente gerne und regelmäßig empfängt, hat verstanden, dass das kostbare Blut Jesu dadurch in die Seelen jedes Einzelnen fließt und die Seelen reinigt sowie in der Liebe Gottes festigt. - Litanei vom Kostbaren Blut Jesu Christi -
Ein Lobgesang auf das Licht der Welt...die Ewige Wahrheit Jesus Christus; aus dem Hymnus "Nox et tenebræ et nublia" (zu den Laudes am Mittwoch): - Nacht, Dunkel, feuchter Nebelhauch liegt wirr und grau noch auf der Welt; Licht bricht herein, der Pol erbleicht, Christus erscheint! Ihr Schatten weicht.
Dich, Christus, kennen einzig wir,
Dich bitten lauter wir und schlicht mit Tränen unter Lobgesang: Dein Blick auf unser Sinnen richt!
zur Frage: "Warum die eucharistischen Gestalten verehren ?
- Weil Christus Gott ist, weil die Wirklichkeit der heiligen Gestalten eine heilige und göttliche Wirklichkeit ist. Derjenige, der mit dem Vater und dem Heiligen Geist das Unendliche Sein ist, der Allmächtige."
-
Pater Martin Ramm von der Petrus- Bruderschaft in
"Zum Altare Gottes will ich treten":
- Der heilige Leib und das kostbare Blut Jesuwerden getrennt gegenwärtig,
um zur mystischen Darstellung des gewaltsamen Opfertodes am Kreuz die Blutvergießung und die Trennung von Leib und Seele anzudeuten. Beide Teile der Wandlung entsprechen einander in genauer Symmetrie. [....] Durch die Zusammenführung der getrennten Gestalten von Leib und Blut Christi wird wieder,
wie beim Per ipsum, symbolisch die Auferstehungdargestellt."
Hw Frits Gerben Louis van der Meer in "Das Glaubensbekenntnis der Kirche" (1954):
- "Das Christentum ist die Religion, die der Mensch nicht selbst gemacht hat. Der wahre Glaube ist nicht einmal gefunden oder entdeckt worden, er ist uns gegeben worden. Und seitdem wird er immer wieder neu, sicher auch irgendwo in unserer Nähe, verkündigt. Wir haben darum zunächst nichts anderes zu tun als zu hören: Der Glaube kommt aus dem Hören. Die Unterweisung im christlichen Glauben ist keine philosophische Darlegung. Es geht nicht darum sich kritisch mit irgendwelchen Theorien auseinanderzusetzen, sondern Wahrheiten zu hören und anzunehmen, die unser Heil betreffen. Auf dieses hören kommt es an, und dass wir dann, was weiter in erster Linie von unserem guten Willen nach von unserer klaren Einsicht abhängt, glauben. Das besagt nicht: überzeugt werden, denn der Glaube ist noch etwas anderes als eine bestimmte Überzeugung. [....] Der, auf dessen Wort wir hören, ist Gott. Nur Gott kann von uns verlangen dass wir glauben. Die Kirche ist Christi Leib, beseelt durch Seinen Geist, Christus aber ist der, den Gott gesandt hat. Damit ist das ganze Christentum als göttliche Heilsbotschaft legitimiert.
Wie die Hoffnung und der Glaube wird auch die Liebe, die Gott fordert, von Gott selbst angezündet: "sie ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Römer 5,5). Die Antwort auf die Frage wie es möglich sei Gott wirklich zu lieben, mit einer Liebe, die der seinen entspricht, ist immer wieder die Tatsache, dass Gott selbst sich uns mitgeteilt hat. Seine Offenbarung, die unseren Hochmut zerbrach und unsere Natur überstrahlte, ist an sich und von Ursprung an das Werk seiner Liebe. Gott betonte nicht seine Ewigkeit, die uns in gewissem Sinne abstößt und verwirrt, statt seines Wesens offenbarte er seine Herablassung zu uns: er wurde uns gleich (Newman). Der Vater und der Heilige Geist wollten verborgen bleiben hinter dem unvergesslichen
Die Propheten hatten ihn in seiner Größe angekündigt, die Apostel verkündigten, wie er uns zuvor geliebt, und der Lieblingsjünger hundertjährig, die neue Definition der göttlichen Majestät: Gott ist Liebe.
[....]
So verlangt der Glaube ein reines Herz. Er ist der Schatz, der in den teuren Acker verborgen liegt, für den man vieles verkaufen muss, um ihn zu erlangen. Und er ist zugleich eine entgegengestreckte Hand: Diese göttliche Hand aber wird nicht endlos neue entgegen gestreckt. Die Gnade des Glaubens ist eine Möglichkeit, an der wir nicht ungestraft vorübergehen. Die Gnaden (5)
Die Kirche versichert uns, dass Gott alle, die er aus dem Dunkel ans Licht gerufen hat, stärkt, damit sie den Glauben bis zum Ende bewahren. Gott verlässt nicht, wenn er selbst nicht verlassen wird. Und schwerlich kann der, der an Gott glaubt, hoch genug vom Stande des Glaubens denken. Ist sein Glaube stark, dann vermag er nicht nur Berge zu versetzen, sondern über allen Bergen und Abgründen der Schöpfung Gott zu erreichen. Er empfängt das göttliche Wort wie einen Samen und lässt ihn aufgehen in der Wirklichkeit eines anderen Christus. Wie in einer anderen Menschwerdung trägt er die Früchte des Heiligen Geistes und hat so in gewissem Sinn Anteil an der Würde der Gottesmutter die den Menschgewordenen aus der Kraft desselben Geistes empfing als Frucht ihres Schosses. Denn auch sie begann als Glaubende ihrer Würde, von ihr ist ja gesagt worden, dass sie das WORT eher mit ihrem Geist als mit ihrem Schosse empfing (Augustinus). Und mehr noch als um ihres Schosses willen, der das WORT getragen hat, ist sie selig gepriesen worden, weil sie es gehört und bewahrt hat." -
Die immerwährende Lehre der Kirche lehrt keine unverbindliche "Allerlösung" !
Alle Menschen sind zwar berufen zur ewigen Glückseligkeit.... doch nicht alle wollen diese erlangen ! Sie stellen sich aus freiem Willen dem Gnadenwirken des Heiligen Geistes entgegen ! Ja, Gott will, dass alle Menschen gerettet werden..... nur nicht alle Menschen wollen die Erlösung annehmen. Der bewusst unbussfertige und verstockte Mensch ist es selber, der sich von der Erlösung ausschliesst ! Das ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, die niemals vergeben wird: Die Sünde gegen den Heiligen Geist
Hören wir die mahnenden Worte unseres Herrn wie etwa...
"Von den zwei Wegen": + Mt 7,13 Geht durch dasenge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Wegdahin ist breit und viele gehen auf ihm. Mt 7,14 Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn." +
über die Trennung der beiden mitgekreuzigten Schächer zur Rechten und zur Linken Siehe bitte hier: Die Letzten Dinge (11)
über die Trennung in Schafe und Böcke + Mt 31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen, Mt 32 und es werden sich versammeln vor ihm alle Völker, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet (Vulgata) +
über die Trennung in klugen und die törrichten Jungfrauen ( Lampen ohne Öl ) Siehe bitte hier: Die kostbare Zeit
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn belegt denn gerade auch die Notwendigkeit des Willens zur Umkehr ! Der verlorene Sohn
Pater Biffart von der Petrus-Bruderschaft: hat dies alles in einer Predigt sehr schön dargelegt:
- "Heute wird bedauerlicherweise zunehmend- um den Beifall der Menschen zu erheischen - ein "Evangelium light" vermittelt. Dieses kennt die Aufforderung Christi zur Reue, Busse und Umkehr nicht mehr. Doch sind gerade Letztere überhaupt erst die Bedingungen für die dann unermessliche Barmherzigkeit Christi.
Die Hirten haben denn die Pflicht, Alles zu verkünden - das gesamte hl. Evangelium - um die Seelen auf den schmalen und steilen Weg zur Glückseligkeit zu führen.
Die GESAMTE Selbstoffenbarung. Zu dieser gehört BarmherzigkeitUNDGerechtigkeit.
Unser Herr und Gott Jesus Christus hat Seinen hl. Aposteln aufgetragen,
A L L E S
zu lehren, was Er ihnen offenbart hat. - 28,19 Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, Mt 28,20 und lehrt sie, ALLES zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt. -
Eine dem Menschen vermittelte "Barmherzigkeit" mit dessen Belassenwollen im Zustand der Sünde ist keine Offenbarung Gottes, vielmehr menschengebautes Mauerwerk.... und wird somit ineinanderfallen. Ein "Evangelium light" aber - als Wegweiser für den breiten und bequemen Weg im Diesseits - ist ohne Kraft und Gnade, wirkungslos für das Seelenleben und letztendlich eine Tat von Mietlingen, denen der Ewigkeitszustand der Seelen gleichgültig ist.. Mietlinge, die die ihnen anvertraute Schafe dem reissenden Wolf überlassen, dem Ränkeschmied Satan, dem Vater der Lüge."
Dazu ein Gebet von Papst Pius VII (1742-1823): - "Kostbares Blut Jesu! Du warst der teure Lösepreis für die sündige Menschheit. Du bist ein Trank des Heils, ein Bad der Reinigung für unsre Seelen. Ohne Unterlaß triffst Du für die Menschen ein am Throne der höchsten Erbarmung. In Demut bete ich Dich an. So gut ich kann, will ich das Unrecht und die Beleidigungen wieder gutmachen, die immer wieder von den Menschen Dir angetan werden, vor allem von denen, die in ihrem Übermut so weit gehen, daß sie lästern wider Dich. Wer wollte dieses Blut nicht preisen? Es ist unendlich kostbar. Wer wollte Jesus, der es vergoß, nicht innig lieben? Was wäre aus mir geworden, wäre ich nicht erlöst worden durch dieses göttliche Blut? Wer ließ es fließen aus den Adern meines Herrn bis zum letzten Tropfen? Gewiß die Liebe. Ja, grenzenlos ist diese Liebe, die uns diesen Balsam des Heils schenkt. Er ist kostbar. Er ist geflossen aus einem nie versiegenden Quell der Liebe. Gib, daß alle Herzen, alle Zungen Dich loben, Dich preisen, Dir Dank sagen jetzt und in die Ewigkeit. Amen.
Ewiger Vater, ich opfere Dir auf das kostbare Blut Jesu Christi zur Sühne für meine Sünden, zum Troste der Armen Seelen im Fegfeuer und für die Anliegen der heiligen Kirche."
Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist ganz
H i n g a b e !
Ihr ganzes Wesen ist Hingabe an ihren Göttlichen Sohn. Ihr Herz ist eins mit Seinem Herzen. Wer sich an sie wendet und um ihre Fürsprache bittet, erfährt diese ihre Hingabe durch die Hinführung zu ihrem Göttlichen Sohn, unserem Herrn und Gott Jesus Christus.
So schilderte es auch der
Karmelitenpater Hermann Cohen
(1820-1871, jüdischer Konvertit; sein Seligsprechungsverfahren wurde 2016 eingeleitet):
- "Ich habe die Welt gesehen, ich habe sie geliebt, und ich habe gelernt, dass das wahre Glück dort nicht zu finden ist. Da offenbarte mir Maria das Geheimnis der Eucharistie. Und ich erkannte:
das Fest der Heimsuchung der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria;
ihre Begegnung mit der hl. Elisabeth.
Aus dem Schott-Messbuch 1962: - In Visitatione Beatæ Mariæ Virginis – Fest der Heimsuchung der allerseligsten Jungfrau Maria Gedächtnis der hll. Processus und Martinianus Martyrer 2. Kl. – Farbe weiß
Heute feiert die Kirche den Besuch der gesegneten jungfräulichen Mutter Maria im Hause ihrer Base Elisabeth, die Heiligung Johannes' des Täufers schon vor seiner Geburt und das Geburtsfest des unvergleichlichen Jubelgesanges des Magnifikat (Evang.).
Die hll. Processus und Martinianus sollen Schüler des hl. Petrus gewesen und von ihm im Mamertinischen Kerker getauft worden sein.
Aus dem hl. Evangelium nach Lukas ( 1, 39-47): - "In jener Zeit machte sich Maria auf und ging eilends ins Gebirge in eine Stadt des Stammes Juda. Sie trat in das Haus des Zacharias und grüßte Elisabeth. Und es geschah, sobald Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind freudig in ihrem Schoße auf. Da ward Elisabeth vom Hl. Geiste erfüllt und rief mit lauter Stimme: «Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes! Wie habe ich das verdient, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Denn siehe, sobald der Klang deines Grußes an mein Ohr drang, hüpfte das Kind voll Freude in meinem Schoße auf. Selig bist du, weil du geglaubt hast, daß in Erfüllung gehen wird, was dir vom Herrn gesagt wurde.» Da sprach Maria: «Hoch preiset meine Seele den Herrn, und mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heiland!»
-
Die Secreta der hl. Messe: - "Herr, die heilige Menschheit Deines Eingeborenen komme uns zu Hilfe, und Er, der durch Seine Geburt aus der Jungfrau die Unversehrtheit der Mutter nicht verletzte, sondern heiligte, Er befreie uns durch die Feier ihrer Heimsuchung von unserer Schuld und mache so unsere Opfergabe Dir angenehm: Jesus Christus, unser Herr: der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." -
Marias Lobgesang, das Magnificat::
Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. Quia respexit humilitatem ancillae suae. Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes. Quia fecit mihi magna, qui potens est, et sanctum nomen eius. Et misericordia eius a progenie in progenies timentibus eum. Fecit potentiam in brachio suo, dispersit superbos mente cordis sui. Deposuit potentes de sede et exaltavit humiles. Esurientes implevit bonis et divites dimisit inanes. Suscepit Israel puerum suum, recordatus misericordiae suae. Sicut locutus est ad patres nostros, Abraham et semini eius in saecula.
-
Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. -
"Ave Maria / Gegrüsset seist du Maria"
"Ave Maria, gratia plena; Dominus tecum; benedicta tu in mulieribus, et benedictus fructus ventris tui, Iesus.
Sancta Maria, Mater Dei, ora pro nobis peccatoribus nunc et in hora mortis nostrae Amen."
" Gegrüsset seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen." -
Im Monat Juli verehren wir das Kostbare Blut unseres Herrn und Gottes Jesus Christus:
Pater Alexander von der Petrus-Bruderschaft über die unermessliche Wirkkraft des in der hl. Kommunion empfangenen Kostbarsten Blutes Christi:
- " Das Kostbare Blut unseres Herrn können wir schöpfen aus den Sakramenten, allen voran aus dem Sakrament der heiligen Eucharistie und dem Sakrament der Buße.
[....]
Wenn der Priester die Wandlungsworte über den Wein spricht,
beginnt das Kostbare Blut wirklich und wahrhaftig wieder von Neuem an zu fließen, denn
„das ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, das für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“
[....]
Wenn wir
in der hl. Kommunion den Leib und das Blut unseres Herrn in uns aufnehmen,
dann durchströmt uns dieses Kostbare Blut ganz, reinigt und belebt uns, stärkt und heiligt uns.
„Dieses Blut“, so sagt es die hl. Caterina von Siena, „dieses Blut lässt uns alle Leiden und Mühen in wahrer und heiliger Geduld ertragen. In diesem Blut finden wir Kraft in allen Belästigungen und Beleidigungen. In diesem Blut nehmen wir alle Schmähungen, allen Spott und Verrat, zur Ehre Gottes und um des Heiles der Seelen willen, gerne auf uns.“
Am 1. Juli feiert die Heilige Mutter Kirche gem. alter Liturgieordnung das
Fest des kostbaren Blutes unseres Herrn Jesus Christus
Aus der Oratio der hl. Messe: - Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn zum Erlöser der Welt eingesetzt und wolltest durch Sein Blut Dich versöhnen lassen; so laß uns denn, wir bitten Dich, den Lösepreis unsres Heiles (in festlicher Feier) verehren und durch seine Kraft vor den Übeln dieses Lebens auf Erden beschirmt werden, so daß wir uns im Himmel ewig seiner Frucht erfreuen dürfen. Durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
-
Die Gemeinschaften der hl. Tradition bewahren dieses Fest in grösstmöglichen Ehren. Eine Würdigung durch Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft: - "Herr, Du hast uns mit Deinem Blüte erkauft aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern und Nationen(Offb 5,9). Mit diesen Worten schauen wir hinein in das geöffnete göttliche Herz unseres Gottes und sehen das Blut, das aus ihm hervorströmt. Dieses Blut ist wirklich so kostbar, dass alle Schätze der Welt es nicht aufwiegen könnten, weil nichts in dieser Welt die Kraft in sich trägt, das zu bewirken, was dieses Blut bewirkt hat: Uns rein zu waschen von aller Schuld und Sünde.
Die Sünde ist ein direkter Angriff auf die Heiligkeit Gottes, ein Angriff auf seine allumfassende Herrschaft, die Er als Schöpfer aller Dinge besitzt. Der Sünde wegen und um) hre Herrschaft zu brechen, ist Jesus Mensch geworden. Ihretwegen hat Er mit allen dämonischen Mächten gerungen und hat die Todesangst in einem Ausmasses erlitten, das die Todesangst aller Menschen in sich zusammenfasst. Das geöffnete Herz und eben das kostbare Blut, das aus ihm hervorströmt, sind Zeugen dessen.
Verabscheut Christus die Sünde, so doch nicht den Sünder. Seine Liebe zu den Sündern, selbst zum letzten, ruchlosesten, lässt Ihn Sein unendlich kostbares Blut verströmen. Sein ganzes Dasein vom ersten Augenblick an, da Sein Blut in Seinen gottmenschlichen Adern zu pulsieren begann, bis zu dem Augenblick, da Er es verströmen liess, ist den Sündern und ihrer Rettung geweiht. Nicht die Sünde an und für sich verunmöglicht nun die Teilhabe an Seinem kostbaren Blute, einzig und allein die pharisäische Haltung der Selbstgerechtigkeit baut eine Mauer zwischen dem Sünder und Seinem geöffneten Herzen und Seinem kostbaren Blute auf. Er, der nicht gekommen ist, die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder (Mt 9,13), will das schwankende Rohr nicht brechen und den glimmenden Dicht nicht auslöschen. Er will das verlorene Schaf und die verlorene Drachme suchen, bis Er sie gefunden hat. Denn mag auch die Sünde der Übel grösstes sein, so ist Christus bereit, für den Sünder Sein Bestes und Kostbarstes hinzugeben: Sein Herz, Sein Blut, Sein Leben! Wahrhaftig, Herr, Du hast uns erkauft aus allen Stämmen, Sprachen und Nationen durch Dein kostbares Blut."
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Der hl. Augustinus: - "Der Evangelist gebraucht einen wohlüberlegten Ausdruck; er sagt nicht: Er durchbohrte oder verwundete seine Seite, oder sonst etwas, sondern: Er öffnte sie. Es sollte damit ja gleichsam die Tür zum Leben aufgetan werden, aus der die Sakramente der Kirche flossen, ohne die man zum Leben, zum wirklichen Leben nicht eingehen kann. Das Blut, das dort floß, ist zur Vergebung der Sünden geflossen; das Wasser bietet den Trank des Heiles; es dient sowohl als Bad wie als Trank. Darauf deutet schon hin, daß Noe an der Seite der Arche eine Tür anbringen sollte; durch sie sollten alle Lebewesen eingehen, die in der Sündflut nicht untergehen sollten; diese waren ein Vorbild der Kirche. Darum wurde auch das erste Weib aus der Seite des schlafenden Mannes gebildet und wurde Leben und Mutter aller Lebenden genannt. Dies deutete hin auf ein großes Gut vor dem großen Übel der Sünde. Hier hat der zweite Adam sein Haupt geneigt und ist am Kreuze entschlafen; aus dem, was aus der Seite des Schlafenden floß, ward hm eine Braut gebildet. O Tod, durch den die Toden zum Leben erweckt werden! Was ist reiner als dieses Blut? Was ist segensvoller als diese Wunde? Die Menschen wurden in der Knechtschaft des Teufels gehalten und mussten den bösen Geistern dienen; doch sie wurden erlöst von ihrer Knechtschaft. Sie konnten sich wohl verkaufen, aber nicht loskaufen. Da kam der Erlöser und zahlte den Lösepreis; er vergoß sein Blut und kaufte damit den Erdkreis los. [....] Das Blut deines Herrn wurde, wenn du willst, für dich hingegeben; wenn du nicht willst, so ist es eben nicht für dich hingegeben worden. Vielleicht sagts du: Mein Gott hatte sein Blut, um mich erlösen zu können; doch nun, da er den Tod erlitt, hat er schon alles hingegeben. Was ist ihm dann noch übriggeblieben, da er auch noch für mich hingeben könnte? Das ist das Große, daß er es einmal hingegeben hat und doch für alle. Das Blut Christi ist für den, der will, ein Segen, für den, der nicht will, ein Verderben. Was zögerst du also, da du doch nicht sterben willst, dich noch viel eher vor dem zweiten Tod zu retten? Vor diesem rettest du dich, wenn du dein Kreuz tragen und dem Herrn folgen willst; denn er hat sein Kreuz auf sich genommen und den Knecht gesucht"
- (aus dem Deutschen Brevier übersetzt von Dr. Johann Schenk 1937) -
Litanei vom Kostbaren Blut Jesu Christi:
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Herr, erbarme Dich unser Christus, erbarme Dich unser Herr, erbarme Dich unser Christus höre uns Christus erhöre uns
Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser. Gott Sohn, Erlöser der Welt Gott Heiliger Geist
Heiligste Dreifaltigkeit, ein Einiger Gott
Blut Christi, rette uns Blut Christi, des Eingeborenen des ewigen Vaters Blut Christi, des menschgewordenen Wortes Blut Christi, des Neuen und ewigen Bundes Blut Christi, in der Todesangst zur Erde geronnen Blut Christi, bei der Geißelung vergossen Blut Christi, bei der Dornenkrönung verströmt Blut Christi, am Kreuze ausgegossen Blut Christi, Kaufpreis unseres Heiles Blut Christi, einzige Vergebung der Sünden Blut Christi, im Altarsakrament Trank und Reinigung der Seelen Blut Christi, Strom der Barmherzigkeit Blut Christi, Besieger aller bösen Geister Blut Christi, Starkmut der Märtyrer Blut Christi, Kraft der Bekenner Blut Christi, Lebensquell der Jungfrauen Blut Christi, Stütze der Gefährdeten Blut Christi, Linderung der Leidenden Blut Christi, Trost der Weinenden Blut Christi, Hoffnung der Büßenden Blut Christi, Zuflucht der Sterbenden Blut Christi, Friede und Wonne aller Heiligen Blut Christi, Unterpfand des ewigen Lebens Blut Christi, Erlösung aus den Tiefen des Reinigungsortes Blut Christi, aller Herrlichkeit und Ehre überaus würdig
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr. Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme Dich unser Lasset uns beten. – Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn zum Erlöser der Welt eingesetzt und wolltest durch sein Blut Dich versöhnen lassen, so lasse uns denn, wir bitten Dich, den Lösepreis unseres Heiles verehren und durch seine Kraft vor den Übeln dieses Lebens auf Erden beschirmt werden, so dass wir uns im Himmel ewig seiner Frucht erfreuen dürfen, durch Christus unseren Herrn.
Der Monat Juli ist denn auch der besonderen Verehrung des Kostbaren Blutes unseres Herrn und Gottes Jesus Christus gewidmet. Gedenk- und Weihemonate (12)
Der Monat Juli ist dem Kostbaren Blut Christi gewidmet.
Pater Josef Peňáz von der Petrus-Bruderschaft: [....] Wenn wir die Heiligen feiern, müssen wir wissen, dass es gerade das vergossene Blut des Herrn war, warum sie heilig sein können. Das Blut Christi ist und bleibt die Bedingung und Voraussetzung der Heiligkeit. [....] Die Heiligkeit besteht weder in der Heuchelei, zu der das Verschweigen der Wirklichkeit oder Täuschung gehört, noch im Ausüben von Komödien. Man muss normal bleiben (der Natur gemäss) und als ein normaler Mensch nach der Heiligkeit streben. [....] Statt der Heuchelei, gegen die unser Herr so häufig gesprochen hat, waren die Heiligen wahrhaftig. Mit ehrlichem Schuldbekenntnis konnten sie dank dem Blute Christi die Vergebung empfangen und später sind sie heilig geworden. Weder die Verkümmerung des Natürlichen, noch der uferlose Sentimentalismus, noch die äussere Ordnung (leere Formen / Zeremonien ohne wahre Ehrfurcht, nur nach aussen, ein blosses Theater) können den Menschen zur Heiligkeit führen.
Unsere Religion ist etwas Anderes. Das Christentum ist Religion Jesu Christi. „Ich hatte mir nämlich vorgenommen, unter euch nichts anderes zu kennen als Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten“ (1Kor 2, 2). - Das Opfer des Herrn, sein am Kreuze vergossenes Blut." [....] -
Am kommenden Freitag feiert die Heilige Mutter Kirche das Hochfest des Kostbaren Blutes Christi. -