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  • Aus der Wahrheit seinDatum02.03.2021 22:47
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aus der Wahrheit sein

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der sel. Kardinal Newman (1801-1890) über unseren Göttlichen Lehrmeister Jesus Christus:

    -

    "Ich brauche dich, Herr, als meinen Lehrer, tagtäglich brauche ich dich.
    Gib mir die Klarheit des Gewissens, die allein deinen Geist fühlen und begreifen kann.
    Meine Ohren sind taub, ich kann deine Stimme nicht hören.
    Mein Blick ist getrübt, ich kann deine Zeichen nicht sehen.
    Du allein kannst mein Ohr schärfen und meinen Blick klären und mein Herz reinigen.
    Lehre mich, zu deinen Füßen sitzen und auf dein Wort hören.

    Amen. "

    -

  • Gedenk- und WeihemonateDatum01.03.2021 21:02
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gedenk- und Weihemonate

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Monat März

    ist dem hl. Josef gewidmet,

    dem Patron der Kirche und der Sterbenden.


    Dazu eine Ansprache von Papst Benedikt XVI. vom Adventssonntag 2010:
    -

    "Liebe Brüder und Schwestern!

    An diesem Adventssonntag berichtet das Evangelium des hl. Matthäus, wie sich die Geburt Jesu aus der Sicht des hl. Joseph zugetragen hat.
    Er war der Verlobte Marias, aber „noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes" (Mt 1, 18).
    Der Sohn Gottes wurde in Erfüllung einer alten Prophezeiung (vgl. Jes 7,14) im Schoß einer Jungfrau Mensch.
    Dieses Geheimnis manifestiert die Liebe, die Weisheit und die Macht Gottes gegenüber der von der Sünde verletzten Menschheit.

    Der hl. Joseph wird als „gerechter Mann" (Mt 1, 19) bezeichnet, dem Gesetz Gottes treu, bereit, seinen Willen zu tun.
    Aus diesem Grund hat er am Geheimnis der Inkarnation teil, nachdem ein Engel des Herrn ihm im Traum erschienen war und ihm verkündet hatte:
    „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären;
    ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen" (Mt 1, 20-21).
    So gab er den Gedanken, Maria in aller Stille zu entlassen, auf und nahm sie zu sich, denn nun sahen seine Augen in ihr das Werk Gottes.

    Der hl. Ambrosius kommentiert, dass sich „in Joseph die Liebenswürdigkeit und die Gestalt des Gerechten verwirklicht, um seine Qualität als Zeuge noch würdiger zu machen" (Exp. Ev. sec. Lucam II, 5: CCL 14, 32-33). Er, so fährt der hl. Ambrosius fort, „konnte den Tempel des Heiligen Geistes nicht beflecken, die Mutter des Herrn, den fruchtbaren Schoß des Geheimnisses" (ibid. II, 6: CCL 14, 33).
    In der Sicherheit, gerecht zu handeln, tat Joseph, „wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, obwohl er verwirrt war.
    Auch indem er dem Kind, das über das ganze Universum herrschen wird, den Namen 'Jesus' gibt, reiht er sich in die Reihe der demütigen und treuen Diener ein, Engeln und Propheten, Märtyrern und Aposteln gleich - wie es die alten orientalischen Hymnen besingen.

    Der hl. Joseph verkündet die Wunder des Herrn, er bezeugt die Jungfräulichkeit Marias, eine ungeschuldete Tat des Herrn, und wird Schützerdes Messias während seines irdischen Lebens.

    Verehren wir also den Pflegevater Jesu (vgl. CCC 532),

    denn in seiner Gestalt zeigt sich der neue Mensch, der mit Treue und Mut auf die Zukunft schaut,
    nicht seinem eigenen Plan folgt, sondern sich ganz der unendlichen Barmherzigkeit desjenigen hingibt, der die Prophezeiungen erfüllt und die Zeit der Erlösung anbrechen lässt.

    Liebe Freunde,
    dem hl. Joseph, dem allgemeinen Patron der Kirche,
    möchte ich alle Hirten anvertrauen und sie dazu aufrufen „den Christgläubigen und der ganzen Welt die demütige und tägliche Botschaft der Worte und Zeichen Christi zu verkünden" (Schreiben zum Beginn des Priesterjahres).

    Möge unser Leben sich immer mehr der Person Jesu angleichen, denn „nun nimmt Er, der das Wort ist, selbst einen Leib an, kommt als Mensch von Gott her und zieht das ganze Menschsein an sich, trägt es in das Wort Gottes hinein.." (Jesus von Nazareth, Freiburg 2006, 384).

    Rufen wir vertrauensvoll die Jungfrau Maria an, die voll der Gnade „von Gott Geschmückte", damit am jetzt schon nahen Weihnachtsfest sich unsere Augen öffnen und Jesus sehen und das Herz in dieser wunderbaren Begegnung der Liebe frohlocke.
    [....]

    -

    Und eine Predigt von Hw Prof. Spindelböck:

    -

    St. Josef - Patron der Sterbenden

    Der Monat März ist in besonderer Weise der Verehrung des heiligen Josef gewidmet.
    Die Kirche verehrt ihn als wahren Bräutigam und Ehemann der allerseligsten Jungfrau Maria, da er mit ihr in einer wahren, aber stets jungfräulichen Ehe verbunden war. Das Ziel dieser ehelichen Verbindung war es,
    dem aus der Jungfrau Maria Mensch gewordenen Sohn Gottes, unserem Herrn Jesus Christus, nach Gottes Plan die Liebe und Geborgenheit einer menschlichen Familie zuteil werden zu lassen. So durfte Josef der gesetzliche Vater Jesu sein und für die Heilige Familie liebevoll Sorge tragen
    .

    Über sein Leben wissen wir nicht viel.
    Es heißt in der Heiligen Schrift aber, daß er ein gerechter Mann war (vgl. Mt 1,19). Gerechtigkeit im biblischen Sinn ist als Vollkommenheit oder Heiligkeit zu sehen. Josef hatte also eine geglückte und geordnete Beziehung zu Gott und zu den Menschen. Josef von Nazaret verweigerte Gott nichts, was ihm zustand, er gab Gott die Ehre, vor allem durch seinen tätigen Gehorsam. Er liebte aber auch die Menschen, besonders jene, die ihm anvertraut waren.

    Obwohl die Heilige Schrift darüber nichts berichtet,
    nimmt die kirchliche Tradition mit Recht an, daß Josef in der Gegenwart Jesu und Mariens sterben durfte.
    Darum war sein Sterben ein überaus trostvolles.
    In diesem Sinn hat sich der Brauch entwickelt, den heiligen Josef als Fürbitter um eine gute Sterbestunde anzurufen. Denn die Stunde unseres Todes sowie seine Art und Weise sind nicht in unsere Macht gelegt. Wir können nur auf die göttliche Vorsehung vertrauen und darum beten, daß wir in rechter Vorbereitung und im Frieden mit Gott aus dem Leben scheiden.
    Wer könnte da ein wirksamerer Fürbitter sein, als jener gerechte Mann, der seine Seele dem Schöpfer in der liebevollen Anwesenheit und Fürsorge von Jesus und Maria zurückgeben durfte?
    Der heilige Josef wird daher in der Litanei als besonderer „Patron der Sterbenden“ (patrone morientium) angerufen.
    Manche verrichten auch ein Gebet zum heiligen Josef für alle Sterbenden des kommenden Tages oder der kommenden Nacht, ein gewiß sehr segensreicher Brauch!

    Ähnlich wie Josef während seines irdischen Lebens zurücktrat, um Platz zu machen für das Jesuskind, das ihm gemeinsam mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, anvertraut wurde, so ist er auch in der Geschichte der kirchlichen Heiligen­verehrung eher im Hintergrund geblieben.
    Die Päpste haben aber gerade in letzter Zeit wiederholt auf den Segen und die besondere Bedeutung seiner Verehrung hingewiesen (zuletzt Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Redemptoris Custos“ vom 15. August 1989). Die heilige Theresia von Avila schreibt, sie könne sich nicht erinnern, den heiligen Josef jemals umsonst um Hilfe angerufen zu haben.
    St. Josef ist der besondere Schutzpatron der Kirche. Ihm wollen wir daher alle Lebenden, Sterbenden und Verstorbenen anempfehlen!

    -

    Anmerkung:
    Das angesprochene Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht lautet:
    -

    "Heiliger Josef,
    Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria,
    bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"


    -
    Die Litanei vom hl. Josef:
    http://www.kathpedia.com/index.php/Litan..._heiligen_Josef

    -

  • Gegenwart ChristiDatum27.02.2021 20:38
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!

    Zum zweiten Fastensonntag:

    -
    "Herr Jesus Christus!
    Mit demütigem Vertrauen kommen wir zu Dir, dem Freund der Sünder.
    Wir glauben an Dich und an Deine Liebe zu uns Menschen.

    Wir beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.



    Einst haben die Pharisäer über Dich gemurrt.Sie sagten:
    Dieser nimmt sich der Sünder an !
    Er isst sogar mit ihnen ! (Lk 15,2)
    Auch hier bist Du, um Dich der Sünder anzunehmen.
    Denn nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
    In Demut bekennen auch wir uns als Sünder vor Dir.
    Zwar hast Du uns schon in der Taufe durch Dein Blut geheiligt.
    Aber solange wir auf dieser Erde leben, fallen wir immer wieder in Schuld.
    Doch sooft wir auch sündigen,
    Du nimmst uns in Güte auf, wenn wir nur mit ehrlicher Reue zu Dir kommen.


    Herr, zu wem sollten wir sonst gehen, Du allein nimmst Dich der Sünder an.
    Du wirst das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen.
    Ja, Du selber, der ganz Heilige, hast unsere Sünden auf Dich genommen. An Deinem Leibe hast Du sie hinaufgetragen auf das Kreuzesholz. (1 Petr, 2,24)
    Ob unserer Sünden warst Du verwundet, ob unserer Frevel zerschlagen.
    Zu unserem Heile lag die Züchtigung auf Dir, Durch Deine Striemen wird uns Heilung.

    Der Herr legte auf Dich die Sündenschuld von uns allen.
    Du wurdest geopfert weil Du selbst es wolltest.

    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
    das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt: Erbarme Dich unser!
    das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt:
    Nimm unser Flehen gnädig auf!

    Du sitztest zur Rechten des Vaters: Erbarme Dich unser!
    Herr, erhöre unser Gebet, und lass unser Rufen zu Dir kommen


    Lasset uns beten:
    Gott himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass Er die Welt richte, sondern dass die Welt durch Ihn gerettet werden.
    Siehe darum mit Erbarmen auf uns Sünder herab.
    In demütigem Vertrauen nehmen wir unsere Zuflucht zu Seinem Erlöserherzen.
    Lass uns durch Deine Gnade innerlich erneuert und geheiligt werden, damit wir in wahrer Freude das Fest Seiner Auferstehung mit Ihm feiern können.
    Der mit Dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-cm-953e.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum27.02.2021 20:35
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Zweiten Fastensonntag - "Reminiscere" -:
    Mit "Reminiscere" beginnt der Introitus der hl. Messe (Ps. 24, 6 3 u. 22):
    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Reminiscere miserationum tuarum, Domine, et misericordiæ tuæ, quæ a sæculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos, Deus Israel, ex omnibus angustiis nostris. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Reminiscere (usque ad Ps.).

    Herr, denk an Deine Güte, Dein Erbarmen, die seit ewig währen; nie mögen unsre Feinde herrschen über uns. Befreie uns, Gott Israels, aus allen unsern Nöten. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob wird ich nicht erröten.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Herr, denk an Deine Güte (bis zum Ps.).
    -


    EINFÜHRUNG


    Stationskirche: St. Maria in Domnica
    1. Kl. – Farbe violett

    Die Mahnung der heutigen Epistel ist in erster Linie an die gerichtet, die in den Bischofskirchen am vorhergehenden Quatember-Samstag die hl. Weihen erhalten haben; sie gilt aber auch uns allen. Flehend schauen wir nach den Erbarmungen Gottes aus (Intr.).
    Wir scharen uns
    um den Altar, auf dem wir in der Feier der hl. Messe den verklärten Herrn
    (der Altar = der Berg Tabor – Evangelium) vor uns haben
    .
    Wir sind bereit, die Wege der Sünde zu verlassen (Epistel)
    und den Weg der Gebote zu wandeln (Offert.).
    In der hl. Kommunion wird unsre Seele selbst ein Tabor und erhält das Anrecht auf die ewige Verklärung.

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso2/index.html



    Kardinal Ildefonso Schuster (1880-1954):
    -
    "Wie tief wurzelt das hl. Kreuz im Herzen Jesu!
    Auch inmitten der Herrlichkeit auf dem Tabor redet der Herr mit Moses und Elias von seinem baldigen Tode.
    Er beweist uns dadurch die ganze Glut seiner Liebe, die ihn antrieb,
    sich für uns zu opfern.
    "



    Der Benediktinerpater Dom Prosper Gueranger (1805-1875):
    -
    " Die aufrichtige Reue ihrer Verirrung, das demütige Bekenntnis, der feste Vorsatz, von nun an treu zu bleiben:
    Lossprechung von den Sünden (10)
    das sind die einzigen und leichten Bedingungen, welcher der Vater von seinen verlorenen Söhnen fordert,
    Der verlorene Sohn
    um ihnen dagegen die ganze Fülle seiner Liebe zu schenken."
    -

  • Religion und WahrheitDatum26.02.2021 21:52
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Die Lehre der Heiligen Mutter Kirche alleine lehrt fort und fort die Wahrheit...
    alle Wahrheit!

    Aus:
    Der Pilger: ein Sonntagsblatt zur Belehrung religiösen Sinnes, 1843:


    -

    [....]"In der von Gott gestifteten Kirche finden wir jene göttliche Lehre niedergelegt, die Jesus Christus bei Seinem ewigen Vater gehört hat; die er der Kirche übertrug, daß sie selbe heilig und unverfälscht bis an’s Ende der Zeiten bewahre und jeder Kreatur verkünde.
    Damit sie aber dies ihr anvertrautes Gut göttlicher Lehre stets heilig erhalten und verkünden könne, verheißt ihr der göttliche Lehrer seinen ewigen Beistand; sendet ihr den heiligen Geist, den Geist der Wahrheit, daß er ewig bei ihr bleibe, sie fort und fort Wahrheit – alle Wahrheit lehre.

    Somit ist die Lehre der Kirche nichts anders, als das Wort des ewigen Vaters, das Evangelium Jesu Christi, die Wahrheit des heiligen Geistes.
    Noch immer lehrt sie, was Jesus Christus, was die Apostel, was die ersten Päpste, Bischöfe und Lehrer gelehrt haben.
    Auch sie würde mit dem hl. Paulus selbst einen Engel verfluchen, wenn er was anders lehren sollte.
    Die Kirche mildert nichts, sie verschärfet nichts, sie läßt die Lehre so, wie sie selbe empfangen hat.
    Heilig ist die Lehre der Kirche in ihrem Inhalte und Zwecke
    .
    Stets weiset sie den Menschen zu Gott hin, welcher der Ursprung und das Ziel aller Dinge
    ist, von dem alles Gute herkömmt, vor dem wir Tag und Nacht heilig wandeln sollen.
    Die Lehre der Kirche weiset uns hin auf den Urheber unsers Glaubens, Jesus Christus, der uns von Sünde und Tod befreite, uns durch sein Leiden und Sterben eine überreiche Erlösung erwarb:
    Die Kirche weiset uns hin auf den heiligen Geist, den Heilig- und Lebendigmacher, der durch die Mitteilung seiner heiligmachenden Gnade unsere Sündhaftigkeit nicht bloss zudeckt, sondern völlig austilgt, so zwar, daß wir selbst vor den Alles durchschauenden Augen Gottes schuldlos und heilig dasstehen, daß an uns nichts mehr Sündhaftes ist.
    Die Lehre unserer heil. Kirche will eine völlige Bekehrung, Erneuerung und Umbildung des Menschen, eine Vervollkommnung des innern und äußern Lebens."
    [....]

    -

    Siehe bitte auch:
    Stufen zur Vollkommenheit

    -

  • Das beharrliche GebetDatum25.02.2021 21:45
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Das beharrliche Gebet

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Ohne das beständige Gebet bleibt das geistliche Leben ohne Fortschritte und fruchtlos.


    Der hl. Philipp Neri (1515-1595):
    -

    'Ohne Gebet wird niemand lange im geistlichen Leben ausharren.
    Daher müssen wir täglich auf dieses kraftvolle Mittel der Rettung zurückgreifen.
    "

    -

    Der Teufel weiss, weshalb er alles daran setzt, eine Seele vom beharrlichen Gebet abzuhalten.
    Nur so können die von ihm gelegten Fangnetze ihr Ziel erreichen.

    Der Weg zum beharrlichen Gebet wiederum führt über das Innere Gebet, der Vereinigung mit Gottes Gegenwart in unseren Herzen.
    Glaube, Treue und Lauterkeit in der Absicht sind die unentbehrlichen Grundfeste für das Reifen im Inneren Gebet.

    Anmerkungen von Pater Jacques Philippe in seinem Buch "Zeit für Gott - Führer für das Innere Gebet" :
    -

    "Das Leben des Inneren Gebetes beinhaltet einen Teil des Kampfes, und in diesem Kampf ist
    die wesentliche Waffe der GLAUBE
    [....]
    Wer sich im Gebetsleben engagiert, muss an erster Stelle die TREUE anstreben.
    Das, was besonders wichtig ist, das ist nicht, dass das Gebet schön und gelungen ist, reich an wunderbaren Gedanken und tiefen Gefühlen, sondern das es in Treue und Ausdauer geschieht.
    [....]
    Der erste Kampf das Gebersleben betreffend, ist (nach einer Entscheidung es ernsthaft zu praktizieren), jener der Treue um jeden Preis, zu dem Rhythmus, den man sich selber festgesetzt hat, und dieser Kampf ist nicht leicht.
    Der Dämon versucht uns um jeden Preis von der Treue zum Inneren Gebet abzuwenden, so sehr weiss er, wieviel auf dem Spiel steht.
    Wer treu ist zu Inneren Gebet, entkommt ihm, oder zumindest ist es sicher, dass er ihm eines Tages total entkommen wird.
    Halten wir fest:
    ein armes, aber regelmäßiges und treues Inneres Gebet ist besser, als die Momente erhabener aber seltener Gebete.
    Es ist allein die Treue, die dem Gebetsleben seine ganze wunderbare Fruchtbarkeit ermöglicht.

    [....]
    Wer sich selbst sucht, seine eigene Befriedigung sucht, wird das Gebet schnell aufgeben, wenn es schwierig zu werden beginnt, trocken, wenn es nicht mehr Spass macht, nicht mehr so schmeckt, wie es erwartet wird.
    Die wahre Liebe ist LAUTER in dem Sinne, dass sie nicht ihr eigenes Interesse sucht, sondern nur ein Ziel kennt, dem geliebten Wesen Freude zu bereiten.
    Ebenso sollen wir das Innere Gebet praktizieren, nicht für die Befriedigung oder den Segen, den wir daraus beziehen, selbst wenn der Segen enorm ist, sondern zuerst um Gott zu gefallen, weil er uns darum bittet, nicht als erstes zu unserer Freude, sondern zur Freude Gottes.
    [....]
    Die Demut ist ....ein Teil dieser fundamentalen Eigenschaften des Herzens, ohne die die Berharrlichkeit im Gebet unmöglich ist. Die Demut ist die Fähigkeit, friedvoll seine äußerte Armut zu akzeptieren, denn man setzt sein ganzes Vertrauen auf Gott.
    Der Demütige nimmt freudig an, nichts zu sein, denn Gott ist alles für ihn. Er betrachtet sein Elend nicht als Drama, sondern als eine Chance, denn es gibt Gott die Möglichkeit, zu offenbaren, wie barmherzig er ist."
    [....]

    -

  • Religion und WahrheitDatum22.02.2021 22:05
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    -


    [[File:f17t741p15983n2_mTQkOnvU.jpg|left|auto]]"Das Kreuz heiligt die Gerechten, es bekehrt die Sünder und tröstet die Büsser.
    Das Kreuz öffnet den Himmel und schliesst die Hölle.
    Das Kreuz erfreut die Engel und treibt die bösen Geister in die Flucht.
    Das Kreuz ist das Symbol unseres Glaubens, die Grundfeste unserer Hoffnung,
    der feurige Antrieb unserer Liebe.
    Das Kreuz verleiht den Sakramenten ihre Kraft und den Schriften ihre Würde."

    -
    Hw Johann Peter Silbert, 1843 in
    "Licht- und Trostquellen in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des katholischen Kirchen-Jahres"

  • Gegenwart ChristiDatum20.02.2021 21:18
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum ersten Fastensonntag:

    -

    "Herr, wir sind Sünder.
    Du allein kannst uns freimachen von aller Schuld!
    Wie oft hast Du in Deinem Erdenleben gesprochen:
    'Geh hin in Frieden, Deine Sünden sind Dir vergeben!'
    Wie oft hast Du auch gut gefallene Menschen in Gnade aufgenommen:
    Maria Magdalena und Petrus und den Verbrecher am Kreuze noch in seiner letzten Stunde.
    Mit dem Zöllner bitten auch wir vertrauensvoll:
    Herr, sei uns gnädig!

    Du bist ja hier im heiligsten Sakrament gegenwärtig,

    um uns die Gnaden Deiner Erlösungstat mitzuteilen.

    In jeder heiligen Messe richtest Du aufs Neue Dein Kreuz auf in unserer Mitte.


    Als Opferlamm für unsere Sünden

    hast Du Wohnung genommenen unter uns im Tabernakel.



    Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!
    Und wenn auch wir in unserer Schwäche auch immer wieder sündigen.
    Du bist hier unser Fürsprecher beim Vater,
    Habe Erbarmen mit uns, die Du mit Deinem kostbaren Blute erlöst hast !
    Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen.
    Lasset uns beten:
    Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater.
    Erhöre unser inständiges Beten.

    Siehe nicht auf unsere Sünden, die wir in Demut und Bussgesinnung vor Dir bekennen, sondern sieh auf die Sühne, die Dein eingeborener Sohn am Kreuz Dir dargebracht hat und die Er Tag für Tag auf unseren Altären erneuert.



    So gewähre uns Verzeihung und Frieden durch Ihn, Christus unseren Herrn.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -


    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -|addpics|qps-c4-0193.jpeg-invaddpicsinvv,qps-c7-71bc.jpg-invaddpicsinvv,qps-c8-e5d1.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum20.02.2021 20:58
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zur Fastenzeit einige Gedanken vom
    Benediktinerpater Dom Propster Gueranger (1805-1875):
    -

    Vierzig Tage der Buße sind wohl unbedeutend für ein ganzes Leben, in welchem wir Christus fremd geblieben sind.
    Aber selbst diese vierzig Tage würden allzu schwer auf unserer Weichlichkeit lasten,
    wenn der Heiland nicht selbst käme, um dieselben mit uns zuzubringen
    .
    Seien wir jedoch sicher, er kommt!
    Während dieser heilsamen Zeit betet er mit uns, fastet er mit uns, übt er alle Werke der Barmherzigkeit mit uns.
    War er nicht selbst der erste, der diese vierzigtägige Sühne vollzog?
    Fassen wir Mut, und wenn uns gleichwohl die Schwäche übermannt,
    nahen wir uns ihm, gleich dem Kranken
    , wovon wir eben gehört.
    Schon die Berührung seiner Kleidungsstücke reichte hin, denen die Gesundheit zu geben, welche dieselbe verloren hatten;
    um wie viel mehr werden wir erlangen, wenn wir im heiligsten Sakramente ihn selbst empfangen.
    Eilen wir zu ihm, und das göttliche Leben, dessen Keim bereits in uns liegt,
    wird sich mehr und mehr entfalten;
    die Tatkraft aber, die in unseren Herzen nachzulassen begann, wird auf’s Neue erwachen und wachsen.»


    -

    Zum Ersten Fastensonntag -"Invocabit" -:
    Mit den Worten im "Introitus"aus dem 90. Psalm
    "Invocabit me" - "Er ruft mich an" - beginnt die hl. Messe dieses Sonntages.
    -
    Invocabit me, et ego exaudiam eum:
    er ruft Mich an und Ich erhöre ihn

    -


    Dazu der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975):
    -

    "Invocabit me et ego exaudiam eum, lesen wir in der Liturgie dieses Sonntags (Ps 90,15 {Introitus der heiligen Messe]):
    Wenn ihr zu mir ruft, werde ich euch erhören, sagt der Herr.
    Betrachtet die Sorge des Herrn um uns:
    Er ist immer bereit, uns zu erhören, Er ist immer offen für das Wort des Menschen.
    Er ist immer für uns da, aber besonders jetzt, da unser Herz willig ist und entschlossen, sich zu läutern, wird Er die Bitten eines zerknirschten und demütigen Herzens (Ps 50,19) nicht verschmähen.

    Er erhört uns, um dann einzugreifen, sich in unser Leben einzumischen,
    uns vom Bösen zu befreien und mit Gutem zu überhäufen: Eripiam eum et glorificabo eum (Ps 90,15 [Introitus der heiligen Messe]),
    sagt Er vom Menschen, ich will ihn befreien und verherrlichen.
    Hoffnung also auf die Herrlichkeit:
    wieder stehen wir hier, wie schon so oft, am Beginn jenes inneren Weges, der das geistliche Leben ist.
    Die Hoffnung auf diese Verherrlichung festigt unseren Glauben und entzündet unsere Liebe. Die drei göttlichen Tugenden, die uns unserem Vater Gott ähnlich machen, beginnen sich auf diese Art zu entfalten."

    -

    Die Gnadenströme durch das hl. Sakrament der Busse, der hl. Beichte:
    Lossprechung von den Sünden (9)



    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    EINFÜHRUNG

    Stationskirche: St. Johann im Lateran
    1. Kl. – Farbe violett


    Mit diesem Sonntag begann ursprünglich die Fastenzeit (vgl. die Secreta).
    Er gilt als einer der wichtigsten Tage des Kirchenjahres und erscheint nach dem Aschermittwoch wie ein zweites Eingangstor in die große Zeit der Buße.
    Deshalb ist zu Rom schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Statio in der Haupt- und Mutterkirche, in St. Johann im Lateran, die eigentlich Kirche des allerheiligsten Erlösers heißt.

    Wir ziehen im Geiste an der Seite der Katechumenen nach dem Lateran und denken an die Auferstehung zum neuen Leben (Taufe), die an den Katechumenen in der Taufkirche der Lateranbasilika während der hl. Osternacht zur Wirklichkeit werden soll.
    Für unsre Tauf- und Lebenserneuerung gibt uns Paulus Weisungen in der Epistel.
    Der Kampf gilt der Fleischeslust, der Hoffart des Lebens und der Augenlust; dazu mahnt uns das Beispiel, das uns der Heiland in seinem Kampfe gegen Satan gibt (Evang.).
    Wir gehen vertrauensvoll in diesen Kampf: Gottes Engel geleiten uns (Grad., Tractus),
    Christus selbst kämpft mit uns und in uns, seinen Gliedern, und wendet uns vom Altare in der hl. Kommunion die Gnaden und wirksamen Kräfte zu, die er in seinem Kreuzesopfer verdient hat (Comm.).

    Die griechischen Buchstaben auf dem Schild der Initiale des Introitus bedeuten:
    Jesus Christos nika = Jesus Christus siegt.

    -

    Die hl. Messe gemäss der überlieferten - alten - Liturgieordnung:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso1/node1.html


    Noch eine Anmerkung:
    In der Fastenzeit sind die Sonntage keine Fastentage!
    Daher beträgt die Fastenzeit auch nur 40 Tage statt deren 46 !
    Siehe bitte hier:
    Schon gewusst ? - Warum beträgt die Fastenzeit 40 Tage ?

    -

  • Nachrichten aus dem Vatikan Datum18.02.2021 22:28
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Nachrichten aus dem Vatikan

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Danke, liebe @Koi für diesen Link.
    Danke, lieber @Blasius, dass Du diesen Text auch allen zugänglich gemacht hast, die der englischen Sprache nicht mächtig sind.

    Ja, liebe Koi....um sich dieses interreligiöse Geschreibsel antun zu wollen , braucht es gute Nerven.
    Noch mehr das Stehen auf dem unerschütterlichen Fundament der immerwährenden Lehre der Kirche.
    Im Lichte dieser unfehlbaren Lehre bleibt alleine festzuhalten:

    Geistige / geistliche Umnachtung zieht immer weitere Kreise !

    Was in diesen "einheitsreligiösen" online-Webinaren verbreitet werden soll, ist de facto anti-katholische Agitation.


    Hw Pfarrer Sterninger hat in einem seiner ausgezeichneten Vorträge auch auf das Vorgehen islamischer Seelenfängerei hingewiesen.
    Er verweist auf die Tatsache,, dass die Irrlehre Islam denn auch "alle gerne einlädt."
    Gerade auch laue und gleichgültige Christen lassen sich vom - auf leisen Sohlen daherkommenden -
    Lockruf der Islam-Werber einlullen.
    Ihnen wird angeboten, auch "Maria mitzunehmen und auch Jesus als Freund"
    Mehr zu Hw Sterninger:
    Hw Konrad Sterninger

    Durch die falsche Prophetie des Islam zieht sich wie durch alle menschengemachten "Religionen" und Philosophien die Leugnung der Gottheit Jesu Christi!
    Der Islam sieht in Maria zwar die "jungfräuliche Mutter"
    allerdings des profanen "Propheten" Jesus....der als "Geschöpf" von "Allah" geschaffen worden ist.....

    Wer sich also auf diese "Einladung" einlässt, nimmt als "Gastgeschenk" die "Relativierung" bzw. Leugnung der GOTTHEIT JESU CHRISTI
    ! und der Gottes-Mutterschaft Mariens mit.
    Gnade und Erlösung sind der Irrlehre Islam unbekannt !


    die Irrlehre Islam fusst auf keinerlei göttlicher Offenbarung....im Gegenteil !
    Die dämonische Handschrift ist unübersehbar.
    Der „Koran“ spricht von unserem HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS von einem banalen menschlichen „Diener“… als ein banales „Vorbild“ als einen „Propheten unter vielen“, wobei dann auch noch Mohammed „der grösste“ unter ihnen sein soll…
    JESUS CHRISTUS wird die GOTTHEIT abgesprochen!

    Es gibt nur einen einzigen Gott. Fern von ihm, dass er einen
    Sohn habe!
    “ (Sure 4,172)


    Daher wird auch selbstredend die allerheiligste Dreifaltigkeit geleugnet.

    Glaubt daher an Allah und seinen Gesandten (= Mohammed), sagt aber nichts von einer
    Dreiheit (= Dreifaltigkeit).“ (Sure 4,172
    )



    So lässt sich auch der Titel des online-Webinars
    "Maria, ein Modell für Glauben und Leben für Christentum und Islam"
    schlicht als Beleidigung, ja Verhöhnung der allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria bezeichnen.

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum16.02.2021 21:07
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Aschermittwoch: Beginn der 40-tägigen Fastenzeit.
    +
    Schon gewusst ? - Warum beträgt die Fastenzeit 40 Tage ?
    +


    Bei der Spendung des Aschenkreuzes spricht der hw Priester:




    "Memento, homo, quia pulvis est et in pulverem revertis!
    Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!"


    Es ist eine Anknüpfung an die Worte aus der Heiligen Schrift:(Genesis 3, 19).
    -

    Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen.
    Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück“


    ( Das Aschenkreuz wird heute meist auch am darauffolgenden Sonntag noch einmal für alle jene gespendet, die heute, am Aschermittwoch, dieses nicht empfangen konnten )



    Der Aschermittwoch ist ein gebotener Fast- und Abstinenztag.
    Näheres über die Fastengebote der Kirche im „Codex Iuris Canonici“ (= CIC) 1983
    -

    Can. 1249 —
    Alle Gläubigen sind, jeder auf seine Weise, aufgrund göttlichen Gesetzes gehalten,
    Buße zu tun;
    damit sich aber alle durch eine bestimmte gemeinsame Beachtung der Buße miteinander verbinden, werden Bußtage vorgeschrieben, an welchen die Gläubigen sich in besonderer Weise dem Gebet widmen, Werke der Frömmigkeit und der Caritas verrichten, sich selbst verleugnen,
    indem sie die ihnen eigenen Pflichten getreuer erfüllen und nach Maßgabe der folgenden Canones besonders Fasten und Abstinenz halten.

    Can. 1250 —
    Bußtage und Bußzeiten für die ganze Kirche sind
    alle Freitage des ganzen Jahres und die österliche Bußzeit.


    Can. 1251 —
    Abstinenz von Fleischspeisen oder von einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz ist zu halten an allen Freitagen des Jahres, wenn nicht auf einen Freitag ein Hochfest fällt:
    Abstinenz und Fasten ist zu halten an Aschermittwoch und Karfreitag.

    Can. 1252 —
    Das Abstinenzgebot verpflichtet alle, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben;
    das Fastengebot verpflichtet alle Volljährigen bis Zum Beginn des sechzigsten Lebensjahres.
    Die Seelsorger und die Eltern sollen aber dafür sorgen, daß auch diejenigen, die wegen ihres jugendlichen Alters zu Fasten und Abstinenz nicht verpflichtet sind, zu einem echten Verständnis der Buße geführt werden.

    Can. 1253 —
    Die Bischofskonferenz kann die Beobachtung von Fasten und Abstinenz näher bestimmen und andere Bußformen, besonders Werke der Caritas und Frömmigkeitsübungen, ganz oder teilweise an Stelle von Fasten und Abstinenz festlegen.

    -

    Das einmalige Sättigen ist denn auch de facto auch nur an den beiden genannten
    strengen Abstinenz- und Fasttagen
    - Aschermittwoch und Karfreitag -
    geboten !

    Da nun aber Fasten nicht nur mit Verzicht auf üppiges Essen verbunden ist
    sondern den Menschen als Leib und Seele stärken soll...
    so ist Fasten auch immer eine Art Askese....
    Askese in der Form verstanden, dass durch oft verborgene, aber nicht minder wertvolle dargebrachte Opfer Verzicht geübt wird....

    und somit auch Übung in den Tugenden.....

    in den Drei Göttlichen
    Glaube, Hoffnung, Liebe...
    sowie
    in den sieben Gaben des Heiligen Geistes:
    Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

    und Deren Früchte:

    Katechismus 1832
    Die Früchte des Geistes sind Vollkommenheiten, die der Heilige Geist in uns als die Erstlingsfrüchte der ewigen Herrlichkeit hervorbringt.
    Die Überlieferung der Kirche zählt deren zwölf auf:
    Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).

    -
    Siehe dazu bitte auch:
    Die fünf Gebote der Kirche


    Auch das innige(re) Gebet


    und die vermehrte Anbetung des ALLERHEILIGSTEN

    sollen nach Möglichkeit mit eingebracht werden....



    Zum Aschermittwoch und der beginnenden Fastenzeit
    Erläuterungen von Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
    -

    "Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!" (Gen 3,19).
    Kurz nach dem Sündenfall wurde dieses Wort zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gesprochen.
    Es galt Adam nach dessen Sündenfall.

    Die Kirche wiederholt es alljährlich zu Beginn der Fastenzeit.
    Der Priester legt mit diesen Worten den Gläubigen am Aschermittwoch die geweihte Asche auf.
    Die Asche erinnert uns an unsere Vergänglichkeit,
    an die Wirklichkeit des Todes.

    Asche hat ja bekanntlich kein Leben in sich, keine Festigkeit,
    es genügt ein leichter Windhauch, um sie zu zerstreuen.
    Bereits beim alttestamentlichen Psalmisten können wir lesen:
    "Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie die Blume des Feldes.
    Fährt der Wind darüber, ist sie dahin
    ".
    Und Kohelet drückt es noch deutlicher aus, wenn er sagt:
    "Windhauch, Windhauch, alles ist Windhauch."
    Wie nötig haben wir es, uns diese Wahrheit wieder neu vor Augen stellen zu lassen.
    Wie könnte man auch angesichts des sicheren Todes diese Wahrheit von der eigenen Vergänglichkeit überhaupt bezweifeln?

    Der Blick auf den Tod soll uns nun aber nicht ängstigen - wie auch, wenn wir den zum Freund haben, derden Tod glorreich überwunden hat?
    - unseren Herrn Jesus Christus

    Der Blick auf den Tod soll uns vielmehr zum Guten anspornen.
    "Bedenke bei all deinen Werken das Ende, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen" (Sir 7,40)
    Der Gedanke an den Tod will uns an die Eitelkeit alles Irdischen erinnern, an die Flüchtigkeit des Lebens
    - alles vergeht, nur Gott bleibt - und deshalb eifert der Tod uns an, keinem Ding anzuhängen,
    die irdischen Genüsse gering zu schätzen und Gott alleine zu suchen.
    Der Gedanke an den Tod lässt uns befreifen , dass
    "alles eitel ist, ausser Gott lieben und ihm allein dienen" (Nachfolge Christi) .
    Denn am Ende dessen, was wir irrtümlicherweise das Leben nennen,
    am Ende unserer irdischen Pilgerschaft, bleiben nur Gott und die Seele.
    Die hl. Theresa v. Avila mahnt uns daher:
    "Bedenke, dass du nur eine Seele hast und nur kurze Zeit, um sie zu retten,
    und du wirst viele Dinge lassen
    " (Geistliche Weisungen).
    Und der hl. Johannes vom Kreuz erinnert uns daran:
    "In der letzten Stunde wird nach deiner Liebe gefragt werden" (Den Sprüche).

    Durch das körperliche Fastenm durch den freiwilligen Verzicht auf erlaubte Dinge,
    wird in uns das Bewusstsein von der Vorläufigkeit alles Irdischen neu belebt und dadurch der Blick auf das Eine, was Not tut, hingelenkt.
    Durch das Fasten sollen wir zur Umkehr des Herzens geführt werden.
    Gleichzeitig gibt die Zerknirschung des Herzens dem Fasten erst seinen Wert.
    Beides ist untrennbar miteinander verbunden.
    Wenn auch die Zerknirschung und Umkehr des Herzens im Vordergrund steht
    -"Zerreisst eure Herzen und nicht eure Kleider!" -
    so bereitet so bereitet doch das Fasten des Leibes die Umkehr der Seele erst richtig vor, da sie ein Mittel ist, diese zu erlangen,

    Überlegen wir zu Beginn der Fastenzeit genau, wo die Anhänglichkeit an diese Welt sich in meinem geistlichen Leben besonders bemerkbar macht.
    Was mir am meisten von der kostbaren Zeit,
    +
    Die kostbare Zeit
    +
    die Gott mir schenkt, raubt.
    Welche Dinge ich viel zu oft tue, die doch keinen Ewigkeitswert besitzen
    - und legen wir mutig die Axt an die schlechten Wurzeln, um es aus unserem Leben zu verbannen.
    Vielleicht ist es ja gerade das, was ich mir am wenigstens eingestehe, dass es mir auf dem Weg in den Himmel das grösste Hindernis ist."

    -

    Aus:
    "Katholische Bußpredigten über die vier letzten Dinge des Menschen" aus dem Jahre 1836:
    -

    Lasset euch die Worte an die Stirne schreiben:
    Mensch, gedenke, dass du Staub und Asche bist und wieder zu Staub und Asche werden wirst.
    Ja, ja Mensch, du wirst sterben und was das bedenklicnste ist,
    du wirst nur ein Einziges mal sterben[....]
    Diese Wahrheit wollen wir beherzigen und Gott bitten,
    dass er unseren Verstand erleuchte, unser Herz mit Reue über unsere Sünden,
    und unsere Augen mit Busstränen fülle
    .[....]
    So wie David sollten auch wir an das Ende unserer Tage denken und Gott bitten,
    dass unser Tod ein glückseliger Tod sein möge.[....]
    O lass doch die kostbaren Augenblicke, die dir noch vergönnt sind, nicht verloren gehen, Augenblicke, die über deine Ewigkeit entscheiden.
    O sammle deine Kräfte mittels der Gnade
    und rechne nicht mit einem langen Leben sondern denke vielmehr du werdest bald sterben.
    Du stirbst ja täglich, jeder Schritt führt dich näher zum Grabe....
    darum, was du zu deinem Heil zu tun hast, das tue bald.[....]
    Wir sollen
    täglich im Geiste sterben, dann werden wir, wenn wir leiblich sterben, heilig sterben, werden mit Christus sterben, und von den Toten auferstehen und auch ewig,
    o unausprechlich ewig selig sein.


    -

    Zum Aschermittwoch aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Aschermittwoch – Messe

    Stationskirche: St. Sabina
    1. Kl. – Farbe violett

    Die Lesungen, Gebete und Gesänge der hl. Messe führen uns in den Geist ein,
    in dem wir die Fastenzeit feiern sollen: es ist der Geist der Buße,
    verbunden mit Vertrauen auf Gottes Erbarmen(Intr., Tractus)
    und auf den Beistand der Gnade (Oratio)
    .
    Über die innere Seelenhaltung, den Geist des Fastens,
    belehrt uns Christus selber (Evang.).
    Der Heiland, der im hl. Opfer geheimnisvoll seinen Kreuzestod erneuert,
    gibt uns in der hl. Messe die Kraft, den Weg der Quadragesima so zu gehen,
    daß sie für uns fruchtbar wird (Offert.).
    Wenn der Leib fastet, soll der Geist genährt werden mit der hl. Eucharistie und durch hl. Gebetsverkehr mit Gott und Christus (Comm.).

    -
    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...t/am/index.html
    -

  • Die VorfastenzeitDatum15.02.2021 20:45
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Vorfastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Zur bevorstehenden Fastenzeit Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:

    -
    „Memento homo, quia pulvis es!“ „Bedenke, Mensch, Staub bist du!“

    Mit diesen Worten wird uns in wenigen Tagen wieder ein Kreuz mit geweihter Asche auf die Stirn gezeichnet.
    Die Kirche ruft uns in den 40 Tagen der Fastenzeit zu Umkehr und Buße auf.
    Was heißt das konkret?
    Buße tun heißt zunächst einmal dies:
    Innehalten, seine innerste Lebenseinstellung prüfen und revidieren.
    Das müssen wir täglich, in der Fastenzeit aber ganz besonders.
    Und wer ehrlichen Herzens seine Lebenseinstellung – im Lichte des Evangeliums – prüft, wer neu die Weichen stellt, der stärkt und mobilisiert dadurch auch seine Freude!

    Die Hauptursache für dieTraurigkeit, die die Herzen so vieler gefangen hält, ja mehr noch, die geradezu wie ein unsichtbarer Schleier über unserem Land zu liegen scheint, ist nämlich die Sünde, die Abkehr von Gott.
    Umkehren, sich abwenden von allem, was Gott beleidigt, bereuen und Ihn um Verzeihung bitten, lässt hingegen die Traurigkeit des Herzens schwinden, so dass Seine Freude in uns einströmen kann.
    Freude, Friede und Gelassenheit, diese Früchte werden dem geschenkt, der sein Herz in Gott festmacht.


    Das Mittel, das unsere Umkehr beschleunigen soll, ist
    neben dem Fasten, dem Verzicht auf leibliche Genüsse, vor allem das Gebet.
    Das Gebet hebt unsere Seele hinauf zu Gott, schenkt uns die notwendigen Gnaden, die wir für unseren täglichen Lebenskampf brauchen und hilft uns, unsere Sünden im Lichte Seiner ewigen Wahrheit zu erkennen und zu bereuen."

    -
    Siehe dazu bitte auch:
    Das beharrliche Gebet (10)
    -

  • Die VorfastenzeitDatum13.02.2021 21:30
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Vorfastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Gemäss dem Liturgiekalender der Tradition:
    Sonntag Quinquagesima der Vorfastenzeit als Schwelle zur Fastenzeit.


    Aus der Oratio der hl. Messe:
    -
    Wir bitten Dich, o Herr: erhöre gnädig unser Flehen;
    löse uns von den Banden der Sünde und behüte uns vor allem Unheil.
    Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.



    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Stationskirche: St. Peter
    2. Kl. – Farbe violett


    Im Stundengebet des heutigen Sonntags sind wir Zeugen der heroischen Gehorsamstat des Abraham, der auf Gottes Befehl seine Heimat verläßt.
    Zur hl. Messe versammeln wir uns im Geiste beim hl. Petrus: auch der Apostelfürst hat alles für Christus und seine Interessen hingegeben.
    Mit ihm beten wir den Introitus.
    Mit Paulus singen wir aus ganzem Herzen und opferbereit den Hymnus der alles schenkenden Liebe (Epistel).
    In der Kraft, die wir uns durch die Feier der hl. Messe sichern, sind wir entschlossen,
    mit dem Heiland durch die Zeit des Leidens hindurchzugehen,
    in der hl. Fastenzeit der Welt und Sünde abzusterben,
    damit wir an Ostern zu neuem Leben auferstehen können (Evang.).
    Sind wir auch noch blind, wie der Blinde des Evangeliums,
    der Heiland kann uns heilen.
    In der hl. Kommunion sättigt er das Verlangen unsres Herzens (Comm.).


    -
    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...nqua/node1.html
    -


    Aus einer Predigt von Hw Stephan Müller aus der Pfarrei Mater dolorosa in Tirol:
    -
    [....]
    "Drei Aspekte der heutigen Liturgie für unser Hinaufgehen nach Jerusalem – zum Jerusalem des Osterfestes und zum Jerusalem des Himmels:

    a) Was uns nach oben führt, ist das Kreuz Christi.
    Es gibt auch für uns keinen anderen Weg als jenen, den Christus gegangen ist. Durch Kreuz zur Auferstehung. Das gilt für unseren Alltag, das gilt für unsere Sorgen und Schwierigkeiten, das gilt für die Kranken, das gilt für die Predigt der Kirche.
    Ist es in der Kirche nicht manchmal auch so, wie es den Aposteln vor Pfingsten ergangen ist, wo sie vom Kreuz Christi noch nichts begriffen haben?
    Am Kreuz und am Leiden Christi wird oft Ärgernis genommen.
    Manche wollen es nicht gerne haben, wollen es nicht sehen.
    Manche nehmen Anstoß am Kreuz der katholischen Verkündigung, sie wollen am liebsten nur Angenehmes hören, nicht die Botschaft vom Kreuz.
    Wieder andere nehmen Anstoß am Kreuz des Hl. Messopfers; die Heilige Messe sollte sozusagen nur eine „nette Feier“ sein, uns in eine schöne Stimmung bringen, doch das Kreuzesopfer und das Heilige wollen manche nicht mehr.
    Wollen wir das Kreuz Christi wirklich nicht mehr?
    Ein Christentum ohne Kreuz ist kein Christentum mehr.

    b) Ein zweiter Aspekt der heutigen Liturgie.
    Das Hinaufgehen nach Jerusalem ist auch der Aufstieg zum Licht, zum Osterlicht, könnten wir sagen. An das erinnert uns die Heilung des Blinden im heutigen Evangelium. In der Fastenzeit nach Jerusalem hinaufgehen bedeutet, sich inneres Licht schenken lassen.
    Die Quelle des Lichtes für das Gewissen ist das Kreuz, das Bußsakrament, der wahre Glaube.
    Deshalb gehört der Empfang des Bußsakramentes wesentlich hinein in die Fastenzeit und überhaupt in unser Leben.

    c) Ein dritter und letzter Aspekt der heutigen Liturgie.
    Das Hinaufgehen nach Jerusalem ist auch der Aufstieg der Liebe.
    Davon handelt die heutige Lesung. In der Fastenzeit geht es um ein Wachsen in der Liebe. Wir brauchen in der Fastenzeit keine Superleistungen erbringen. Doch das, was wir tun, wollen wir aus Liebe tun. ZB kann sich jemand sagen: „Aus Liebe zu Christus feiere ich das Hl. Messopfer mit, bete ich eine Kreuzwegandacht mit, will mit dem Beten des Kreuzweges mein Leben in die heilenden und erlösenden Wunden Christi hineinlegen. Über einen solchen Liebesakt freut sich der Herr und wird ihn segnen. Der Kreuzweg ist eine Schule der Liebe. Wenn wir in der Fastenzeit einen Verzicht auf uns nehmen, einem Mitmenschen etwas Gutes tun usw. Tun wir es aus Liebe. So geben wir Liebe und wachsen selber in der Liebe.

    „Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf.“
    In der Fastenzeit mit Christus hinauf gehen nach Jerusalem.
    Der Aufstieg zum Jerusalem des Osterfestes.
    Der Aufstieg zum Jerusalem des Himmels.


    Was uns nach oben führt:
    Das Kreuz, die innere Reinigung, der Weg der Liebe."


    -

    Zum Übergang zur Fastenzeit Anmerkungen des hl. Josefmaria Escriva':
    -
    "Wir müssen in dieser Fastenzeit mehr sehen als nur eine beliebige Zeitspanne,
    die im liturgischen Jahr regelmäßig wiederkehrt.
    Dieser Augenblick ist unwiederbringlich, er ist ein göttliches Hilfsangebot,
    das wir entgegennehmen müssen.
    Der Herr tritt an unsere Seite und erwartet von uns - hier und jetzt -, daß wir uns ernsthaft ändern.
    [....]
    Mit Gott zu leben, ist auch ein Wagnis, denn der Herr will nicht teilen,
    Er will alles. Ihm näher kommen bedeutet daher, bereit sein zu neuer Umkehr.
    "

    -

  • Aus der Wahrheit seinDatum12.02.2021 22:52
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aus der Wahrheit sein

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Aus der Wahrheit sein heisst auch, uns still in den Willen unseres Herrn und Gottes Jesus Christus zu ergeben.....
    und somit Seinen Frieden zu bewahren
    Nach und nach still zu werden.
    Dazu der Jesuitenpater Max Dudle: ("Sonne Dich")

    -

    "Still bescheiden Gutes üben, still Gott und Menschen lieben.
    Still meine Pflicht erfüllen, still erfassen Gottes Willen:
    Still mit anderen mich erfreuen, still von anderer Fehler sein.
    Still, wenn mich Menschen kränken, still meiner Schwäche denken.
    Still teilen fremden Schmerz, still flehen himmelwärts.
    Still in Wünschen und Verlangen, still Jesu Kreuz umfangen.
    Still opfern und entsagen, still des Lebens Wechsel tragen.
    Still dem Heiland mich anvertrauen, still zur Himmelsheimat schauen.
    Stille Tugend mir erwerben, stillestille – bis zum Sterben.

    Diese hehre Seelenstille bietet reiche Gnadenfülle."

    -


    Je stiller wir werden, umso näher kommen wir Gott, der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
    Dazu Dionysius Areopagita:
    -

    "Je näher wir Gott sind, um so karger werden unsere Worte.
    Wo wir viele Worte machen, statt anzubeten, statt zu verehren,statt voll Ehrfurcht auf die Knie zu sinken: Da sind wir von Gott noch weit.
    Je näher wir Gott sind, um so stiller wird es.
    Und beginnt das Schweigen
    , dann hört auch das Fragen auf:
    Dann sind wir bei Gott."

    -

    Von Dionysius Areopagita stammt u.a. auch
    das Werk "Himmlische Hierarchie".
    Dazu siehe bitte hier:

    Die "Himmlische Hierarchie" der hll. Engel

    -

  • Religion und WahrheitDatum11.02.2021 21:52
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Wir sehen es Tag für Tag; entchristlichte Gesellschaften verfallen in Zeiten der Not in Angst, Orientierungs- und Hoffnungslosigkeit oder auch in Aggressionen; die wahrheitsfernen und somit trügerischen Lebensentwürfe der Weltmenschen verpuffen zu Schall und Rauch.
    Durch die sie umgebende christuslose Nacht finden ihre Seelen keinen Halt, keinen Frieden.

    Uns aber geleitet, trägt und stärkt die übernatürliche Kraft unseres römisch katholischen Glaubens; in demütger Dankbarkeit dürfen wir uns denn den Worten

    des hl. Kapuzinerpaters Fidelis von Sigmarien (1577-1622) anschliessen:
    -

    "O katholischer Glaube, wie standhaft und unerschütterlich bist du.
    Wie stark sind deine Wurzeln!
    Unser Glaube hat die Welt besiegt."


    -

  • Das beharrliche GebetDatum09.02.2021 22:19
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Das beharrliche Gebet

    Gelobt sei Jesus Christus !


    In einer segensreichen Abhandlung über die Gründe, die dazu geführt haben, dass Petrus gefallen ist, verweist uns
    Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft
    auf die unabdingbare Notwendigkeit des beharrlichen Gebetes:

    -
    "Im Augenblick, als Christus Simon zum Apostel berief, gab er ihm ei￾nen Beinamen: Petrus – Fels! Dabei drückt der Name Simon seine Her￾kun aus, der Name Petrus hinge￾gen seine Berufung.
    Als Simon war er der Sohn des Jonas, als Petrus ein Priester Jesu Christi, des Sohnes des lebendigen Gottes. Wie nun Petrus Simon nie ganz los werden konnte, so hörte Simon nach seiner Beru￾fung nicht mehr auf, Petrus zu sein.
    Einmal hatte Simon die Oberhand, ein anderes Mal Petrus.
    Der Konflikt zwischen Simon und Petrus – ein Konfikt im Herzen eines jeden Priesters und darüber hinaus im Herzen eines jeden Christen, denn
    „das Begehren des Fleisches ist gegen den Geist gerichtet, das des Geistes aber gegen das Fleisch. Sie liegen im Streit gegeneinander, so dass ihr nicht das vollbringt, was ihr wollt.“ (Gal 5,17)
    Wir wissen, dass Petrus gefallen ist.
    Wenn Petrus gefallen ist, dann fallen auch wir, und zwar in dem Maß, wie wir es zulassen, dass in uns Simon die Oberhand über Petrus gewinnt.
    Suchen wir nach den Gründen!

    – Das Evangelium gibt uns eine klare Antwort:
    „Jesus kam zu den Jüngern, fand sie schlafend und sprach zu Petrus: So konntet ihr nicht eine einzige Stunde mit mir wachen? Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet!
    Der Geist ist zwar willig, das Fleisch aber ist schwach.“ (Mt 26, 40-41)
    Die Vernachlässigung des Gebetes ist der tiefste Grund für das Versagen des Petrus, das nun bald folgen würde.
    Was wir heute tun oder lassen, bringt morgen seine Frucht!
    Welches Argument könnten wir der heiligen Teresa von Avila entgegensetzen, wenn sie uns sagt, dass derjenige, der das Gebet aufgibt, keinen Teufel mehr braucht, um verloren zu gehen? Keines! Trotz
    dieses Wissens ist die Gefahr immer gegeben, das Einzige, was Not tut, zu vernachlässigen. Warum?
    Weil es Wichtigeres zu tun gibt, so sagen wir.

    Und schon machen wir den zweiten Schritt auf dem Weg zum Verrat.
    Wo das Gebet nicht mehr das Wichtigste im geistlichen Leben ist, wo es unsere Seele nicht mehr durchdringt wie die Luft unsere Lungen, da wird ein Ersatz gesucht, denn Leere ist für uns Menschen, die wir von Gott zur Fülle des Lebens berufen sind, nur schwer auszuhalten.
    Was aber ist der „Ersatz“, mit dem wir die Leere auszufüllen trachten?
    „Simon Petrus aber, der ein Schwert hatte, zog es, schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab.“ (Joh 18,10)
    Wo das Gebet vernachlässigt wird, erringt die unüberlegte Tat die Oberhand!
    Gewiss, alle Heiligen waren Männer und Frauen der großen Tat, aber sie waren auch und zuerst Männer und Frauen des tiefen Ge￾betes, und darum waren ihre Taten keine unüberlegten.
    Es steckt zweifelsohne eine tiefe Weisheit im Rat der Alten:
    Wer Arbeit und Sorgen hat, der bete,
    wer viel Arbeit und viele Sorgen hat, der bete viel!



    Das Gebet hindert unsere Arbeit nicht, es befügelt sie.
    Das Gebet ist es, das unseren Taten vorausgehen, sie begleiten und sie vollenden muss, wenn sie von der Fülle des Geistes belebte und dadurch Gott wohlge￾fällige Taten sein wollen.
    Brevier, Rosenkranz, die tägliche halbe Stunde vor dem Tabernakel, all das muss von jedem Priester immer wieder neu errungen und verteidigt werden.
    Dabei ist dieses Ringen nichts anderes als das Ringen um die Liebe seines Herrn, um derentwillen er doch vor Jahren ein￾mal am Weihealter sein Adsum gesprochen hat. Ora et labora
    – Bete und arbeite, so sagt der hl. Benedikt. Beides ist wichtig,
    achten wir aber bitte auch auf die richtige Reihenfolge!
    Auf die Vernachlässigung des Gebetes und das vom Gebet losgelöste Tun folgt der dritte Schritt, der dem Fall Petri vorausgeht: Der zu groß gewordene Abstand zu seinem Herrn! –
    „Petrus folgte Christus von ferne.“ (vgl. Mt 26,58)
    Das vernachlässigte Gebet und sein Ersatz lassen den Abstand zwischen uns und Christus – meist unmerklich! – größer werden.
    Es gibt aber letztlich kein neutrales Terrain, kein unbewohntes Land.
    Der Abstand wird ausgefüllt werden, entweder durch Christus oder aber durch den Fürsten dieser Welt.
    Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht! –
    „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich!“ (Mt 12,30)

    Schließlich folgt der letzte Schritt vor dem großen Fall: die Bequemlichkeit! Eine Frucht mangelnden Gebetes, ermüdender Tätigkeit und eines zu groß gewordenen Abstandes zu Christus.
    „Petrus setzte sich zu den Dienern und wärmte sich am Feuer.“ (Lk 22,55)
    Das Feuer, ein Sinnbild irdischer Bequemlichkeit. Fernsehen, Internet, Wirtshaus, Feste, Al￾kohol – alles Flammen dieses Feuers, das uns einlädt, uns zu setzen, um uns an ihm zu wärmen, während Christus
    draußen in der Kälte zum Tod verurteilt wird.
    Die Konsequenz? Der Fall! Als Petrus zum wiederholten Male von einer Dienstmagd gefragt wurde, ob nicht auch er zu Je￾sus gehöre, antwortete er:
    „Ich kenne den Menschen nicht!“ (Mt 26,72)
    Den Menschen! Christus ist für Petrus ein Mann ohne Namen geworden!
    Was für ein Kontrast zu seinem noch kurz davor abgelegten ammenden Bekenntnis:
    „Du bist Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!“ (Mt 16,16)

    Woher kommt uns nun Hilfe in unserem täglichen Ringen, in dem Petrus am Ende in uns den Sieg über Simon davon￾tragen soll? – Aus der tiefen Verbundenheit mit der Frau,
    der Gebetszerstreuung, unüberlegte Taten und Bequemlichkeit gänzlich fremd sind: Maria.

    "Warum ist Maria das Ideal aller, die nach Vollkommenheit streben?
    – Weil kein Mensch einen solchen Einfuss
    auf das Herz eines Kindes hat wie seine Mutter, weil kein Mensch die Gesinnung eines Kindes so zu prägen vermag wie diejenige Frau, die es empfangen hat.
    Darum hängt die Fruchtbarkeit unseres Christenlebens entscheidend von der Lebendigkeit unserer Verbindung zu unserer himmlischen Mutter ab.


    Wie Maria uns einst die Taufgnade erbeten hat, [u]so will sie fortan unablässig die Gesinnung ihres Sohnes in uns ausbilden.
    Was Maria als Mutter des Hohenpriesters leiblich an Christus getan hat, [u]will sie als unsere Mutter geistig an uns vollziehen, indem sie uns zu vollkommenen Abbildern ihres Sohnes formen will....

    Maria- Vermittlerin aller Gnaden

    Heilige Maria, Du unsere gute Mutter, bitte für uns! "

    _

  • Die VorfastenzeitDatum06.02.2021 20:44
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Vorfastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Gemäss dem Liturgiekalender der Tradition steht der
    Sonntag Sexagesima für die Mitte der Vorfastenzeit.

    Im hl. Evangelium hören wir das Gleichnis vom gesäten Samen.....
    und werden daran erinnert, dass wir die Prüfung des geistlichen Kampfes bestehen müssen, damit in uns der gesäte Same - das Wort Gottes und somit die Gnaden des Heiligen Geistes - nicht auf den Weg, auf steinigen Boden oder zwischen Dornen fällt sondern auf fruchtbaren Boden des Strebens nach Vollkommenheit.
    Siehe bitte hier:
    Mk 4, 1-20; Gleichnis v. Sämann und Auslegung durch unseren Herrn


    Dazu auch der Prämonstratenser-Pater Leonard Goffiné (1648-1719) in:
    " Katholische Handpostille. Katholisches Unterrichts- und Erbauungsbuch"

    -

    wie aus dem guten Samen gute Früchte erwachsen, so entstehen auch aus dem göttlichen Worte die Früchte der guten Werke.

    So wie es nun unmöglich ist, dass ein unbesäeter Acker gute Früchte bringe ebenso unmöglich ist es auch, dass der Mensch die Früchte des Geistes ohne den Samen des göttlichen Wortes hervorbringe.
    [....]
    Denn es ist zur Seligkeit unumgänglich notwendig, das Wort Gottes ehrerbietig und aufmerksam anzuhören; weil wir ohne das Wort Gottes, ohne Unterricht in unserer heiligen Religion nicht wissen können, was wir tun und meiden sollen, um gut und selig zu werden (Röm 10,14).
    [....]
    Das Wort Gottes ist gleich einem Hammer, der die härtesten Felsen zersprengt,
    gleich einem Feuer, das die Sümpfe der Laster austrocknet und die tief eingewurzelten bösen Gewohnheiten zerstört (Jerem 23,29).
    Es ist wie ein Donnerkeil, der alles niederschlägt und zittern macht wie ein Sturmwind, der die Zedern des Libanon, das ist die hochmütigen und unbeugsamen Gemüter, zerschmettert (Psal 28,3.5).
    Es ist ein Licht, das die Finsternisse der Unwissenheit zerstreut (Psalm 118,105)
    ein Schwert, das Leib und Seele voneinander scheidet, das ist, die fleischlichen Gelüste von dem Geiste vertreibt (Hebr 4,12)
    ein Spiegel, in dem der Mensch seine Makel und Flecken sieht und sich davon reinigen lernen kann (Jak 1,23).
    Es ist ein kostbarer Tau oder Regen, der das Erdreich der Seele befeuchtet und fruchtbar macht (Isaias 55, 10.11).
    Es ist endlich JENER GÖTTLICHE SAME, der, wenn er in eine gute und wohlbereitete Erde kommt, hundertfältige Früchte bringt (Luk 8,8).
    Es hat sozusagen ein einziges Körnlein dieses göttliche Samens bei so manchen Heiligen die wunderbarsten Früchte der Heiligkeit hervorgebracht.
    [....]
    Man muß eine gute, wohlbereitete Erde sein, das ist, man muß ein die Wahrheit liebendes, lernbegieriges, demütiges und sein Heil aufrichtig suchendes Herz haben, die Predigten oder die Lesung des göttlichen Wortes mit gehöriger Vorbereitung und Aufmerksamkeit anhören, die gehörten göttlichen Wahrheiten im Herzen bewahren und in seinem Leben befolgen.

    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Stationskirche: St. Paul
    2. Kl. – Farbe violett


    Am heutigen Sonntag ist den Katechumenen und uns der große Völkerapostel Führer und Vorbild (Stationskirche).
    Wir leben im Geiste seine Bedrängnisse, Leiden und Opfer (Epistel) mit und freuen uns, daß er mit Gottes Kraft glücklich überwunden und gesiegt hat:
    die Gnade hat ihn erhalten, errettet und erhöht.
    In der Kraft der Gnade, die uns so reichlich im hl. Opfer zuströmt,
    hoffen und vertrauen auch wir, alle Hindernisse des Heiles siegreich zu überwinden
    (Intr., Grad., Trakt.).
    Freilich müssen wir dann empfänglich werden für die
    Samenkörner der Gnade, die Gott in unsre Seele streut, und uns mit Geduld wappnen (Evang.).
    Wir müssen entschieden die Pfade des Herrn gehen (Offert.).
    Vom Altar aus wird uns das Brot des Lebens gereicht,
    in dessen Kraft wir jugendfrisch hundertfältige Frucht bringen können (Comm.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...sexa/index.html

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum04.02.2021 21:43
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Im Streben nach Vollkommenheit ist uns eine mächtige Fürsprecherin und Mittlerin aller Gnaden gegeben;
    die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria, die Mutter unseres Herrn, die Er auch uns zur Mutter geschenkt hat.
    Sie ist der schnellste und sicherste Weg zu ihrem göttlichen Sohn.
    Durch Maria zu Jesus !

    Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:

    _
    [....]
    "Warum ist Maria das Ideal aller, die nach Vollkommen￾heit streben? – Weil kein Mensch einen solchen Einfuss
    auf das Herz eines Kindes hat wie seine Mutter, weil kein Mensch die Gesinnung eines Kindes so zu prägen vermag wie diejenige Frau, die es empfangen hat.
    Darum hängt die Fruchtbarkeit unseres Christenlebens entscheidend

    von der Lebendigkeit unserer Verbindung zu unserer himmlischen Mutter ab.

    Wie Maria uns einst die Taufgnade erbeten hat,
    so will sie fortan unablässig die Gesinnung ihres Sohnes in uns ausbilden.
    Was Maria als Mutter des Hohenpriesters leiblich an Christus getan hat,
    will sie als unsere Mutter geistig an uns vollziehen, indem sie uns zu vollkommenen Abbildern ihres Sohnes formen will....


    Heilige Maria, Du unsere gute Mutter, bitte für uns! "

    _

  • Gedenk- und WeihemonateDatum02.02.2021 22:46
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gedenk- und Weihemonate

    Gelobt sei Jesus Christus


    Der Monat Februar ist den
    Sieben Schmerzen Mariens gewidmet;
    15. September: Fest der Sieben Schmerzen Mariens (2)

    angelehnt an das Fest Maria Lichtmess vom 2. Februar
    2. Februar: Fest Mariä Lichtmess (/ Darstellung des Herrn) (2)



    Hw Dr. Josef Spindelböck in einer Predigt über die
    Sieben Schmerzen Mariens :

    -

    Mit Christus im Leiden und in der Herrlichkeit vereint


    Predigt zum Fest "Gedächtnis der Schmerzen Mariens" am 15. September


    Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

    Wie kein anderer Mensch wurde die Jungfrau und Gottesmutter Maria in das Schicksal Jesu Christi, ihres Sohnes, mit einbezogen.
    Maria, die voll der Gnade ist, hat ihr bereitwilliges Ja-Wort zu der vom Engel verkündeten Botschaft gegeben und es ihr ganzes Leben lang durchgehalten, indem sie es Gott geweiht hat.
    In Freuden und Leiden war sie als Mutter und Gefährtin mit Jesus Christus, dem Erlöser, verbunden und darf nun im Himmel teilnehmen an seiner Herrlichkeit.

    So feiern wir heute das Gedächtnis der Schmerzen Mariens.
    Der Überliefung nach und entsprechend den biblischen und liturgischen Texten werden
    Sieben Schmerzen Mariens hervorgehoben, die wir gemeinsam betrachten wollen.

    Wenn wir Anteil nehmen an den Leiden und Schmerzen der heiligen Gottesmutter Maria, so tun wir das, um das Maß der Liebe zu erahnen, das sie erfüllt hat.
    Nur kraft ihrer Liebe war sie jene starke Frau, die alle Prüfungen, Widrigkeiten und Leiden in Glaube und Hoffnung annahm und sie ohne Vorwürfe oder Verbitterung in geistiger Einheit mit ihrem Sohn trug und so geistlich fruchtbar machte für das Heil aller Menschen, die ihr von Gott anvertraut worden sind.

    Der Weg, den Maria in der Nachfolge Christi ging, war nicht nur ein Weg des Leidens, sondern vor allem auch der Freude, wie sie uns durch Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes zuteil geworden ist.
    Es gibt darum in der Kirche auch die Verehrung der sieben Freuden Mariens, wobei uns klar sein muss,
    dass die Siebenzahl sowohl bei den Freuden wie bei den Schmerzen Mariens eine heilige Symbolzahl ist, die für den ganzen inneren und äußeren Verlauf ihres Lebens steht.

    Wenden wir uns nun den Sieben Schmerzen Mariens im Einzelnen zu!


    1.
    Die Weissagung des greisen Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2,34-35)
    :



    Als das Jesuskind von seiner Mutter Maria und vom heiligen Josef im Tempel dargestellt wurde, nahm Simeon das Kind auf seine Arme und pries Gott für die Gnade, den Erlöser schauen zu dürfen.
    Dann segnete er sie alle und wies darauf hin, dass dieses Kind ein Zeichen des Widerspruchs sein werde.
    Viele würden durch Jesus zu Fall kommen,
    viele würden aufgerichtet werden.
    Dadurch sollten die Gedanken vieler Menschen offenbar werden.
    Direkt an Maria gewandt prophezeite Simeon:
    Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“


    Wie muss die heilige Gottesmutter Maria diese doch grausam erscheinende Weissagung aufgenommen haben?
    War sie verängstigt und durcheinander gebracht?
    Sie hat bestimmt nicht ihre hoffnungsvolle Zuversicht in die Wege der göttlichen Vorsehung aufgegeben.
    Auch wenn sie nun wusste, dass sie in Zukunft in ihrem Leben mit Jesus viel Schweres erwarten würde, so hat sie dies in demütiger, gläubiger und liebevoller Gottergebenheit im Voraus angenommen – zum Heil der Menschen.
    Auch uns sollen zukünftige Leiden und Bedrängnisse nicht schrecken, da uns zur rechten Zeit die Hilfe Gottes zuteil werden wird.


    2.
    Die Flucht Mariens und Josefs mit dem Jesuskind nach Ägypten (Mt 2,13-15)
    :


    Maria und Josef waren in gläubigem Vertrauen bereit, mit dem Jesuskind ins Exil nach Ägypten zu gehen, bis die Gefahr seiner Ermordung durch den König Herodes vorüber war.
    Gott aber hatte dieses Ereignis in seinen Heilsplan einbezogen, denn: „Ich rief meinen Sohn aus Ägypten“ (Hos 11,1).
    Das Schicksal der Heiligen Familie wiederholt sich in der Geschichte der Menschen immer dann, wenn Menschen vor ungerechten Verfolgungen fliehen müssen oder aus anderen Gründen ihr Zuhause verlieren.
    Ihnen allen steht die Fürbitte Mariens und des heiligen Josef bei.
    Sind wir in der Lage, jemandem zu helfen, der verbannt, vertrieben und heimatlos ist, dann wollen wir an die Not der Heiligen Familie denken.


    3.
    Die dreitägige Suche nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel in Jerusalem (Lk 2,41-52):



    Wie schön hatte diese gemeinsame Wallfahrt für die Heilige Familie begonnen!
    Der bereits zwölfjährige Jesus war mit dabei in der großen Gruppe der Pilger, es bestand kein Grund zur Sorge.
    Als er aber plötzlich unauffindbar war, wurden seine Eltern in große Unruhe versetzt. Wo konnte er sein?
    War ihm etwas zugestoßen?
    Erst nach drei Tagen fanden ihn Maria und Josef bei den Lehrern im Tempel, mit denen er Gespräche führte.
    War schon die Suche nach Jesus ein großer Schmerz für Maria und Josef, so musste ihnen seine Antwort ebenfalls nicht leicht fallen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?
    Es heißt, dass sie nicht verstanden, was er ihnen damit sagen wollte.
    Die Pläne Gottes bleiben uns oft dunkel, doch Gottes heiliger Wille führt immer zum Guten und dient unserem Heil.
    Darauf wollen wir wie Maria vertrauen!



    4.
    Die Begegnung Mariens mit dem kreuztragenden Jesus auf dem Weg nach Golgotha:



    Dieses Ereignis ist uns als vierte Kreuzwegstation überliefert.
    Maria ließ es sich nicht nehmen, ihren Sohn auf seinem Kreuzweg zu begleiten.
    Auf diese Weise brachte sie zum Ausdruck, dass sie im Herzen mitleiden und mitopfern wollte, was der Herr durch sein Leiden und Sterben für uns tat und wirkte.
    Auf jedem Kreuzweg des Lebens begleitet uns die Mutter des Herrn.
    Sie ist bereit, uns zu trösten und mit ihrer mütterlichen Fürbitte im Guten zu bestärken
    .

    Auch wir sind aufgerufen, in liebevoller Verbundenheit unsere Mitmenschen zu ermutigen, wenn diese ein Kreuz zu tragen haben.
    Vielleicht ist es sogar möglich, dieses wie Simon von Kyrene ein Stück weit zu tragen. Die Gottesmutter Maria möge uns dafür bei Gott die rechte Gesinnung tatkräftiger Nächstenliebe erbitten!


    5.
    Maria steht mit dem Apostel Johannes und einigen Frauen beim Kreuz Jesu (Joh 19,25-27):



    Blutenden Herzens hat Maria dem Opfer ihres Sohnes am Kreuz zugestimmt.
    Indem sie als Mutter ihren einzigen Sohn dahingab,
    tat sie es aus Liebe zu all jenen, denen sie nun vom Kreuz aus als Mutter anvertraut ist.

    Dies sind in der Person des Johannes zuerst die Apostel, Bischöfe und Priester, aber auch alle übrigen Gläubigen, die sich ihrem mütterlichen Schutz anvertrauen.
    Wenn wir uns der Gottesmutter weihen, sie in unser Herz aufnehmen, dann wird uns auch das tiefste Leid im Glauben nicht erschüttern.
    Die Liebe wird siegreich bleiben, denn sie ist stärker als der Tod!


    6.
    Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt (Mt 27,57-59):



    Die künstlerische Darstellung dieses Geschehens ist uns als Pietá vertraut.
    Menschlich gesprochen ist alles gescheitert.
    Maria muss den toten Leib ihres Sohnes in ihren Armen halten.
    Sie hat jedoch mitten im tiefsten Leid die Glaubensgewissheit, dass das Opfer ihres Sohnes nicht umsonst ist.

    Vorerst kann und darf sie aber die Trauer um den Verlust ihres Sohnes nicht verleugnen, die sie nun zu tragen hat.
    Der Schmerz der Gottesmutter verbindet uns mit den Leiden vieler Mütter, die den Tod eines Kindes beklagen müssen.
    Groß sind auch die Leiden, wenn erwachsene Kinder auf Abwege geraten und ein Leben führen, das den Geboten Gottes widerspricht.
    Was vermögen tapfere Eltern da anderes zu tun, als unbeirrt und treu weiter zu beten im Vertrauen auf die Fürbitte der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, die keines ihrer Kinder vergisst und auch dem größten Sünder die Gnade der Umkehr zu Gott vermitteln kann!


    7.
    Die Grablegung Jesu (Mt 27,60):



    In stillem Leid wird die heilige Gottesmutter Zeugin der Grablegung Jesu.
    Er ist tot; zum sicheren Erweis dafür war sein Leib mit der Lanze des Soldaten durchbohrt worden, worauf Blut und Wasser heraus flossen.
    Die Seele Mariens ist durch das viele Leiden, das sie in Gottverbundenheit getragen hat, geheiligt worden.
    Ihre verborgene Schönheit wird sich vollenden, wenn sie teilhaben darf an der Herrlichkeit des Auferstandenen.
    So harrt sie in Geduld und Hoffnung der kommenden Vollendung.
    Bald wird ihr Sohn auferstehen, und auch sie selber wird nach Vollendung ihres Lebens in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen
    .
    Auch wir sind zur Vollendung bei Gott im ewigen Leben berufen. Mariens mütterliche Fürbitte geleitet uns und schenkt uns stets neue Hoffnung und Zuversicht.

    Zum Abschluss dieser Betrachtungen bitten wir Gott:
    So wie sich die Leiden der Gottesmutter in ewige Freude gewandelt haben, mögen auch wir einst teilhaben dürfen an der himmlischen Herrlichkeit! Amen.


    -

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  • Gegenwart ChristiDatum01.02.2021 21:15
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Fest Mariä Lichtmess - Darstellung des Herrn:

    -

    "Herr Jesus Christus , Sohn Gottes, Sohn der Jungfrau Maria!

    Wir beten
    Dich an im heiligsten Sakrament.


    Um unseres Heiles Willen bist Du vom Himmel herabgestiegen. Du wolltest den Ungehorsam unserer Sünden sühnen durch Deine Hingabe an den Vater. Darum hast Du schon bei Deinem Eintritt in dese Welt zum Vater gesprochen:
    "Schlacht- und Speiseopfer willst Du nicht, einen Leib aber hast Du mir gegeben. Sieh,noch komme, Deinen Willen zu erfüllen." (Hebr 10,5)

    (Heute,) ,vierzig Tage nach der heiligen Nacht bist Du als Erstgeborener

    nach der Vorschrift des Gesetzes im Tempel dargestellt worden.


    Diese Aufopferung an Deinen Vater war kein leeres Zeichen, sie war der Inhalt Deines ganzen Lebens:
    Deine Speise war es, den Willen dessen zu tun, der Dich gesandt hat.
    Du wurdest geopfert, weil Du selbst es wolltest.
    In der Güte Deines Herzens willst Du aber Dein Opfer fortführen und gegenwärtig machen unter uns bis ans Ende der Zeiten.

    In jeder heiligen Messe bringst Du Dich durch die Hände Deiner Priester dem Vater dar.

    Ja, als Geopferter wohnst Du allezeit
    in der Brotsgestalt unter uns,

    Deinen Erlösten.


    Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!

    Göttlicher Heiland!
    In der heiligen Taufe sind auch wir - aufs Innigste mit Dir vereint - dem himmlischen Vater dargestellt und geweiht worden.
    Auch unsere Aufopferung soll weiter dauern unser ganzes Leben hindurch und einmal seine
    Vollendung finden im Tode und im neuen Leben in der Herrlichkeit der KinderGottes.
    Wir hoffen, Herr, dass Du das gute Werk, das Du in uns begonnen hast, auch vollenden werdest.

    Lasset uns beten:
    Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater.
    Wir flehen in Demut zu Deiner Majestät:
    Wie Dein eingeborener Sohn (am heutigen Tage ) in unserer menschlichen Natur im Tempel Dir dargestellt wurde, so lass auch uns mit geläutertem Herzen Dir dargestellt werden.
    Durch
    Ihn, Christus, unseres Herrn.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-a2-a82a.jpeg-invaddpicsinvv,qps-a4-6e83.jpeg-invaddpicsinvv,qps-a5-f721.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

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