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  • Gegenwart Jesu ChristiDatumGestern 19:37
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !

    -


    "Herr Jesus Christus, König von Ewigkeit, König der Herrlichkeit!
    In der Güte Deines Herzens hast Du auch hier, mitten unter Deinen Erlösten, Deinen Thron errichtet,

    wo die Augen des Glaubens Dich erkennen unter den geheimnisvollen Gestalten dieses heiligen Sakramentes.



    Wir bitten um
    Deinen Königlichen Segen und um Deine Gnade.

    Erhalte uns in Deiner Treue, damit Du uns einmal in Deinem ewigen Reiche die Krone des Lebens reichen kannst und wir mit Dir herrschen dürfen, wie Du verheissen hast.
    Der Du lebst und als König herrschest mit Gott dem Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

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    "o salutaris hostia - o heilbringende Opfergabe " (Hymne des hl. Thomas v. Aquin);
    gesungen von den Benediktinermönchen in der Abtei Clervaux (Luxembourg):





    O salutaris Hostia
    quæ cœli pandis ostium .
    Bella Premunt Hostilia ;
    Da Robur, fer auxilium .

    Uni trinoque Domino
    Sit sempiterna gloria:
    Qui vitam sine termino,
    Nobis donet in patria.
    Amen.


    O heilbringende Opfergabe

    die Du die Türe des Himmels öffnest,
    feindliche Kriege drängen,
    gib Kraft, bring Hilfe.

    Dem einen dreifaltigen Herrn
    Sei ewige Ehre,
    der Leben ohne Ende
    uns geben möge im Vaterland.
    Amen.

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum27.08.2025 20:15
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !



    Die hl. Theresa v. Avila (1515-1582) hat uns besonders das innere Gebet als DAS Heilmittel auf dem Weg zur Vollkommenheit ans Herz gelegt.
    Selbstredend verstand sie dieses Heilmittel immer einhergehend mit dem Empfang Gnadenmittel der hll. Sakramente der Beichte und der Eucharistie.


    In ihrer "Vida" - "Das Buch meines Lebens" - beschreibt sie das innere Beten mit diesen Worten:
    -
    "Ueber das, was ich aus Erfahrung weiss, kann ich sprechen.
    Und das ist, dass jemand, der mit dem inneren Beten begonnen hat, es ja nicht mehr aufgeben soll, mag er noch so viel Schlechtes tun, denn es ist das Heilmittel, durch das er sich wieder bessern kann, während ohne es sehr viel schwieriger wird.
    Wer aber noch nicht mit dem inneren Beten begonnen hat, den bitte ich um der Liebe des Herrn willen, sich ein so grosses Gut sich doch nicht entgehen zu lassen.
    Hier gibt es nichts zu verlieren, sondern nur zu gewinnen.
    Denn wenn er auch nicht vorankommen und sich Mühe geben sollte, so vollkommen zu werden, so wird er doch schon nach einem noch so kleinen Gewinn, den Weg zum Himmel erkennen.
    Denn meiner Meinung nach, ist das innere Beten das Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft allein zusammenkommen, einfach, um bei Ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass Er uns liebt.

    -


    Nachfolgender Auszug aus "Zeit für Gott - Führer für das Innere Gebet" von Pater Jacques Philippe; hilft zum besseren Verstehen des von der hl. Theresa ans Herz gelegten Zuganges zum Inneren Gebet durch die Menschheit Jesu:

    -
    "Wenn wir das Innere Gebet ausüben, so geschieht dies, um in Gemeinschaft mit Gott einzutreten.
    Aber niemand kennt Gott.
    Was ist also das Mittel, um Gott zu begegnen, ist es die Meditation?
    Es gibt einen einzigen Mittler, das ist Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch.
    Es ist die Menschheit Jesu, die Menschheit des Sohnes, der für unsere Meditation der verfügbare Stützpunkt ist, durch den wir mit Sicherheit Gott begegnen und uns mit ihm vereinen können.
    Der hl. Paulus sagt tatsächlich:
    'Denn in ihm allein wohnt wirklich die ganze Fülle Gottes.'
    Die Menschheit Jesu ist das wichtigste Sakrament, denn durch sie hat Gott dem Menschen Zugang zu sich gegeben.
    Wir sind Wesen von Fleisch und Blut, und wir brauchen fühlbare Träger, um Zugang zu den spirituellen Realitäten zu haben.
    Gott weiss das, und das erklärt das ganze Mysterium der Inkarnation.
    Wir haben es nötig, zu sehen, zu berühren, zu fühlen.
    Die fühlbare konkrete Menschheit Jesu ist für uns der Ausdruck der wunderbaren Herablassung Gottes, der weiss, aus was wir gebildet sind, und der uns eine Möglichkeit gibt, einen menschlichen Zugang zum Göttlichen zu haben und das Göttliche mit menschlichen Mitteln zu berühren.
    Das Spirituelle ist fleischlich geworden, Jesus ist für uns der Weg zu Gott:
    'Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen', sagt Jesus zu Philippus, der ihn bittet:
    'Herr, zeige uns den Vater, das genügt uns!' (Joh 14,8-9).
    Das ist ein sehr schönes und sehr grosses Geheimnis.
    Die Menschheit Jesu ist in allen Aspekten, selbst in den demütigsten und zweitrangigsten nach dem äusseren Anschein, ein enormer Raum der Gemeinschaft mit Gott!
    Jeder Aspekt dieser Menschheit, jede seiner Spuren, selbst die kleinsten und verstecktesten, jedes seiner Worte, seiner Taten, seiner Glesten, jede Etappe seines Lebens,
    von der Empfängnis im Schosse Mariens bis zur Himmelfahrt,
    bringt uns in Gemeinschaft mit dem Vater, wenn wir sie im Glauben aufnehmen.
    Indem wir durch diese Menschheit wandern wir durch eine Landschaft, die uns gehört, wie ein Buch, das in unserer Intention geschrieben ist, eignen wir es uns in Glaube und Liebe an.
    Wir hören nicht auf zu wachsen in der Gemeinschaft mit dem unzugänglichen und unergründlichen Geheimnis Gottes.
    Das bedeutet, dass das Innere Gebet des Christen immer in einer gewissen Beziehung zur Menschlichkeit des Erlösers begründet sein soll.
    Der verschiedenen Formen des Inneren Gebetes finden als ihre theologische Rechtfertigung und haben ihren gemeinsamen Nenner darin, dass sie zur Gemeinschaft mit Gott führen mit dem Mittel und Aspekt der Menschheit Jesu.
    Die Menschheit Jesu ist das Sakrament, das wirksame Zeichen für die Vereinigung des Menschen mit Gott.
    Es genügt uns, im Glauben in der Verbindung mit der Menschheit Jesu zu sein, um zur Gemeinschaft mit Gott zu gelangen.
    [....]
    Es gibt tausend Möglichkeiten, um in Kontakt mit der Menschheit Jesu zu sein;
    seine Taten und Gesten zu betrachten, seine Worte und Handlungen zu meditieren, jedes Ereignis seines irdischen Lebens in unserem Gedächtnis zu bewahren, sein Antlitz auf den Bildern anzuschauen, ihn in seinem eucharistischen Leib anzubeten, seinen Namen mit Liebe auszusprechen und in unserem Herzen zu bewahren usw.
    Das alles erlaubt uns in das Innere Gebet einzutreten, unter der einen Bedingung, dass diese Aktivität nicht eine intellektuelle Neugier ist, sondern ein liebendes Suchen:
    'Ich suchte den, der meine Seele liebt.' (Hld 3,1).

    So ist tatsächlich das, was uns voll von der Menschheit Jesu Besitz ergreifen lässt und uns reale Gemeinschaft mit dem unauslotbaren Geheimnis schenkt, nicht die intellektuelle Spekulation, sondern der Glaube, der Glaube als göttliche Tugend, d.h. der Glaube der alleine durch die Liebe angeregt ist.
    Sie allein
    , so betont der heilige Johannes vom Kreuz sehr, hat die Macht, die notwendige Stärke, uns real in den Besitz des Mysterium Gottes einzuführen, durch die PERSON Christi.
    Sie allein lässt
    uns Gott erreichen in der Tiefe seines Mysteriums.
    Der Glaube , der die volle Übereinstimmung des ganzen Seins mit Christus ist und in dem Gott sich uns gibt.

    Der Konsequenz davon, wie wir schon gesagt haben, ist, dass die vorzüglichste Art des Inneren Gebetes für den Christen jene ist, an der Menschheit Jesu teilzuhaben.
    Das ist in gewisser Weise Sinn und Methode des Inneren Gebetes' durch den Gedanken, durch einen Blick, durch Bewegung des Willens auf verschiedenen Wegen, so wie es dem einzelnen entspricht.[/blau][/b]

    -


    Noch eine Anmerkung zur PERSON Christi:
    Wir bekennen in der PERSON Christi das menschgewordene WORT Gottes die ZWEITE GÖTTLICHE PERSON der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
    Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch.....
    das Konzil von Chalkedon (451) lehrt,
    "unseren Herrn Jesus Christus als ein und denselben Sohn zu bekennen; derselbe ist vollkommen in der Gottheit und derselbe ist vollkommen in der Menschheit....die Vereinigung der beiden Naturen ist als unvermischt, unveränderlich, ungetrennt und unteilbar zu verstehen"

    aber Er ist NUR EINE PERSON, GÖTTLICH !

    Dazu ein Auszug aus einer Darlegung auf der Seite des "Opus Dei":
    -

    "Doch musste die Kirche jeweils daran erinnern,
    dass die menschliche Natur Christi der GÖTTLICHEN PERSON DES SOHNES angehört, von der sie angenommen worden ist. Alles, was Christus in seiner Person ist und tut, ist und tut ‚einer der Dreifaltigkeit’.
    Der Sohn Gottes teilt also seiner Menschennatur seine eigene, persönliche Daseinsweise in der Trinität mit.
    In seiner Seele wie in seinem Leibe bringt folglich Christus das Leben der heiligsten Dreifaltigkeit menschlich zum Ausdruck
    (
    vgl. Joh 14,9-10)“ (KKK, 470).

    -

  • Maria- Vermittlerin aller GnadenDatum25.08.2025 20:57
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Maria- Vermittlerin aller Gnaden

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum ausklingenden Herz-Mariä Monat August:



    -

    Ich gehe, wenn ich traurig bin,
    zur lieben Muttergottes hin,
    und alles Leid und allen Schmerz
    vertrau' ich ihrem Mutterherz.

    Der Sohn in seiner Leidensnacht
    hat sie als Mutter
    uns vermacht.
    Uns helfen ist ihr Mutterpflicht,
    Maria, sie vergisst das nicht.

    Manch' Herz ist an Erbarmen reich;
    doch ihrem Herz ist keines gleich!
    Des Kindes Leid, des Kindes Schmerz
    fühlt nur so recht ihr Mutterherz.

    Drum geh', hast du betrübten Sinn,
    nur gleich zur Muttergottes hin,
    und alles Leid und allen Schmerz
    erzähle ihrem Mutterherz.

    Und sie, die Mutter Königin,
    verschafft dir wieder frohen Sinn.
    Drum felsenfest ich ihr vertrau',
    sie ist ja Unsre Liebe Frau!
    Amen.

    -

    Entnommen aus:
    "OREMUS - Katholisches Gebetbuch
    (Petrus-Bruderschaft, Pater Alexander Metz)

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum23.08.2025 17:57
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    -

    "Die Nahrung der Seele ist der Leib und das Blut eines Gottes! O schöne Nahrung!
    Die Seele kann sich nur von Gott ernähren! Nur Gott kann sie erfüllen! Nur Gott kann ihren Hunger stillen! Sie braucht ihren Gott absolut!



    Geht also zur Kommunion, geht mit Liebe und Vertrauen zu Jesus!"

    -
    (Hl. Pfrarrer v. Ars)
    -


    Die Antiphon "O sacrum convivium - O heiliges Mahl",
    vorgetragen von den Benediktinermönchen in der Abtei Clervaux (Luxembourg);( die gesamte Aufnahme dieser gregorianischen Gesänge stammt aus Jahre 1959 (!) und gehört immer noch zu den schönsten überhaupt.)




    Antiphona

    O sacrum convivium,
    in quo Christus sumitur
    recolitur memoria passionis eius
    mens impletur gratia
    et futurae gloriae nobis pignus datur.
    Alleluja.

    O heiliges Mahl,
    in dem Christus empfangen wird,
    wo die Erinnerung an sein Leiden erneuert wird:
    Unser Geist wird mit Gnade erfüllt
    und uns ein Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben.
    Halleluja.

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Gem. alter Liturgieordnung; 22. August

    Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria.


    Der Monat August ist dem Unbefleckten Herzen Mariens gewidmet:
    Gedenk- und Weihemonate (16)

    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    22 . August
    Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria

    Festum Immaculati Cordis B.M.V.
    2. Kl. – Farbe weiß
    Gedächtnis der hll. Timotheus, Hippolytus und Symphorianus, Martyrer


    Unter dem Symbol des Herzens Mariä verehrt die heilige Kirche
    die einzigartige Heiligkeit ihrer Seele, besonders aber ihre glühende Liebe zu Gott und zu ihrem Sohne Jesus Christus, sowie ihre mütterliche Liebe zu den Erlösten, die Christus mit seinem kostbaren Blute erkauft hat.

    Inmitten der großen Not des zweiten Weltkrieges weihte Papst Pius XII. am Feste der Unbefleckten Empfängnis die heilige Kirche und die gesamte Menschheit feierlich dem Unbefleckten Herzen der allerseligsten Jungfrau und Mutter Maria.
    Um diese Weihe lebendig zu erhalten, schrieb er zwei Jahre später das Fest des Unbefleckten Herzens Mariä für die gesamte Kirche vor.

    Der hl. Timotheus stammte der Legende nach aus Antiochien und predigte in Rom, wo er anfangs des 4. Jahrhunderts den Martertod starb. Der hl. Hippolytus war Schüler des hl. Irenäus und starb 235 als Martyrerbischof. Er hinterließ zahlreiche Schrifterklärungen und eine Gottesdienstordnung.

    Der hl. Symphorianus starb in jugendlichem Alter um 180 zu Autun unter Markus Aurelius als Martyrer."

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ug22/index.html


    Der hl. Josefmaria Escriva:
    -

    Laß es dir selbstverständlich werden, dein armes Herz dem liebevollen und unbefleckten Herzen Mariens anzuvertrauen, damit es von Schlacken gereinigt wird.
    Unsere Liebe Frau wird dich zum Heiligsten Herzen Jesu hinführen, das voller Erbarmen ist."


    -

    Über die Notwendigkeit der Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens
    Hw Hendrik Jolie in einer Predigt aus dem Jahre 2010:
    -

    [....]
    Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, es ist ein Jammer
    - allerdings auch nicht verwunderlich -,
    dass die Muttergottes so heftig angegriffen und gerade auch ihr unbeflecktes Herz so sehr geschmäht und beleidigt wird, auch innerhalb der Kirche.
    Von ihrer Jungfräulichkeit will man heutzutage kaum noch etwas wissen, und mit ihrer unbefleckten Empfängnis können selbst viele Priester nichts mehr anfangen.
    Das ist keine böswillige Behauptung von mir, sondern ich weiß es aus deren Mund.
    Warum ist das so?
    Weil in ihr und ihrem unbefleckten Herzen der Alte, der Teufel, seinen Meister gefunden hat!
    Die ganze Welt hat er betört und in seine Tasche gesteckt und damit ins Unglück gestürzt, aber zu der unbefleckt Empfangenen mit dem unbefleckten Herzen, konnte er sich niemals Zugang verschaffen.
    Die Mutter Gottes war als einziger Mensch zu keiner Zeit
    der Unheilsmacht des Teufels erlegen und ihr unterworfen.

    Deshalb ist sie der einzige Zugang Gottes und des Erlösers in unsere Welt, der aber genügt, um dem Teufel wieder seine Beute zu entreißen.
    Das macht ihn so wild und ihm die unbefleckt Empfangene so besonders verhasst.
    Und weil er der Mutter Gottes nichts anhaben kann, treibt er die Menschen heftig an, dass sie der Muttergottes nicht folgen und ihre besonderen Gnadenvorzüge schmähen und sie verächtlich machen.

    Und das können wir ja auch innerhalb der Kirche schon lange erleben.
    Lassen wir uns da ja nicht beirren, liebe Brüder und Schwestern im Herrn.
    Diese Mutter mit dem unbefleckten Herzen ist uns von ihrem Sohn mit dem heiligsten Herzen zur Mutter gegeben.
    Lassen wir uns auch nicht betören von der ganzen Pseudoökumene mit den Protestanten, die sagen, was brauchen wir Maria, wir machen das gleich mit unserem Herrgott aus -
    und was man da oft sonst noch für Sprüche hören kann.
    Das unbefleckte Herz Mariens ist die Gnade in der Kirche.
    Alle Gnaden von Gott an die Menschen werden durch die Mutter vermittelt.
    Sie ist gerade dadurch auch die Mutter der Kirche, weil sie die Mutter der Gnaden ist,
    und die Gnade des neuen Lebens des Menschen in Christus vermittelt.


    [....]

    -

    Der Benediktinerpater Père Emmanuel (1826-1903):
    -

    "Ist Maria das Urbild der Kirche überhaupt, so ist sie in besonderer Weise das Urbild der römischen Kirche.
    Maria wurde Mutter Gottes, weil sie Jungfrau war, Jungfrau nicht nur durch ihre leibliche Unversehrtheit, sondern mehr noch durch ihre vollkommene Bewahrung vor jeglicher Sünde.
    Diese fleckenlose Reinheit ist eine Folge ihrer Unbefleckten Empfängnis.
    Dank dieses Privilegs ist sie einzigartig, ganz schön, überaus vollkommen, Braut des Heiligen Geistes, Mutter Gottes und Mutter der Seelen.


    Die römische Kirche nun ist ihrerseits ebenfalls Jungfrau, ganz und gar Jungfrau durch die Unversehrtheit ihres Glaubens, durch die Bewahrung vor jeglichem Irrtum, die sich der Unfehlbarkeit in der Lehre verdankt, die mit dem Stuhl Petri verbunden ist.
    Dank dieses Privilegs ist sie einzigartig, vollkommen und schön unter allen Kirchen.
    Die Reinheit ihres Glaubens verleiht ihr in wunderbarer Weise Fruchtbarkeit, sie ist die Mutter aller Gläubigen."

    -

    Siehe dazu bitte auch:
    Die Heilige Mutter Kirche (4)


    Das "Salve Regina":
    In einer Polyphonie Version des Renaissancekomponisten Giovanni Perluigi da Palestrina;
    vorgertragen vom Ensemble "The Sixteen":




    Salve, Regina, mater misericordiae,
    vita, dulcedo, et spes nostra, salve.
    Ad te clamamus exsules filii Evae.
    Ad te suspiramus,
    gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
    Eia, ergo, advocata nostra,
    illos tuos misericordes oculos ad nos converte.
    Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
    nobis post hoc exsilium ostende.
    O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria. Amen.

    Sei gegrüßt, o Königin,
    Mutter der Barmherzigkeit,
    unser Leben, uns're Wonne
    und uns're Hoffnung, sei gegrüßt.
    Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,
    zu dir seufzen wir
    trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
    Wohlan denn, uns're Fürsprecherin,
    wende deine barmherzigen Augen uns zu,
    und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
    die gebenedeite Frucht deines Leibes.
    O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum20.08.2025 18:53
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Neben dem hl. Johannes v. Kreuz und der hl. Teresa v. Avila sind auch die mystischen Schriften

    des hl. Bernhard v. Clairvaux (1090-1153) ( dessen Gedenktag wir heute feiern ) eine segensreiche Quelle bez. des Strebens nach Vollkommenheit bis zur schon hier auf Erden möglichen Gotteinung ( nach menschlichem Fassungsvermögen)

    In wunderbaren Worten umschreibt der hl. Bernhard v. Clairvaux das Wirken des EINEN Gottes in Seinen Drei WESENSGLEICHEN PERSONEN:

    -
    "Siehst du, wie DER SOHN zunächst die Menschen durch sein WORT und BEISPIEL in die Demut führt;
    wie darauf DER GEIST über sie die LIEBE ausgiesst;
    und wie sie dann DER VATER in Seiner HERRLICHKEIT aufnimmt."

    -


    Im Streben nach Heiligkeit wird der Mensch von dem DREIEINEN GOTT unter Wahrung der EIGENART DER DREI PERSONEN auf diesen drei Stufen geführt.
    Der hl. Bernhard weiter:

    -
    "Und weil ganz richtig nicht nur der Sohn, sondern auch der Vater und der Heilige Geist als WAHRHEIT bezeichnet werden, ergibt sich daraus, dass ein und dieselbe Wahrheit und der Wahrung der Eigenart der Personen diese drei Wirkungen auf den drei Stufen hervorruft: Zuerst unterweist sie als Lehrmeister, dann tröstet sie wie ein Freund oder Bruder, und schliesslich zieht sie an ihr Herz wie ein Vater seine Söhne."

    -


    Der hl. Bernhard v. Clairvaux geht dann auch noch ausführlicher auf die einzelnen Stufen, indem er die "Brautmystik" in wunderschöne Bilder und Worte fasst, die ich hier nicht vorenthalten will:

    -
    "DER SOHN GOTTES, das Wort und die Weisheit des Vaters, findet zunächst jenes Vermögen unserer Seele, das wir die Vernunft nennen, vom Fleisch niedergedrückt vor, von der Sünde gefesselt, durch Unwissenheit blind und an äussere Dinge ausgeliefert. Er reicht ihr voll Güte die Hand, richtet sie kraftvoll auf , unterweist sie voll Klugheit und führt sie in ihr Inneres. Es gelingt ihm wunderbar, sie als seine eigenen Stellevertreterin einzusetzten und sie als Richterin über sich selbst zu bestellen. Sie wird dann aus Ehrfurcht vor DEM WORT, mit dem sie vermählt ist, ihre eigene Anklägerin, Zeugin und Richterin und wird zur Sachwalterin der Wahrheit gegen sich selbst. Aus dieser ersten Vermählung des WORTES mit der Vernunft wird die Demut geboren.

    Einen anderen Teil der Seele nennt man Willenskraft. Sie ist vom Gift des Fleisches angesteckt, ist aber bereits von der Vernunft untersucht worden. Nun kommt DER HEILIGE GEIST mit seiner GNADE zu ihr, läutert sie behutsam und steckt sie mit der Glut seiner Liebe an, so dass sie barmherzig wird. Sie ist wie eine Haut, die man einsalbt und dadurch elastisch wird. Mit er himmlischen Salbe des Heiligen Geistes behandelt, dehnt sie sich in Zeuneigung bis zu ihren Feinden hin aus. Und so kommmt aus dieser zweiten Vermählung, derjenigen des HEILIGEN GEISTES mit der Willenskraft des Menschen, die Liebe zur Welt.

    Beide Teile, die Vernunft und die Willenskraft; die eine vom Wort unterwiesen, die andere vom Geist der Wahrheit angeweht; jene mit dem Hyssop der Demut besprengt, diese vom Feuer der Liebe entflammt; beide also stellen eine vollkommene Seele dar, die infolge ihrer Demut ohne Makel, infolge ihrer Liebe ohne Runzel ist und in der weder die Willenskraft gegen die Vernunft aufbegehrt noch die Vernunft die Wahrheit verkennt; diese Seele drückt DER VATER als herrliche Braut ganz fest an sich".

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum18.08.2025 15:37
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Die hl. Theresa v. Avila und der hl. Johannes v. Kreuz - beide Kirchenlehrer - stehen im Zusammenhang mit der "Brautmystik" - d.h. der Kontemplation im Sinne der - steten - innig(st)en Einung der menschlichen Seele - der Braut - mit ihrem Bräutigam - Gott in Seiner Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
    Der Stufe der Gotteinung muss eine - in der Regel zeitlich lange - tiefe Läuterung der Sinne und des Geistes vorangehen, wobei anzumerken ist, das letztere - die Läuterung des Geistes - nur in dem Masse, als es das Fassungsvermögen des Menschen zulässt, greifen kann, sodass es alleine Gottes Fügung ist, wem diese höchste Stufe der Vollkommenheit zuteil werden kann und soll.
    Wir dürfen uns nicht ob der Bezeichnung "Gotteinung" erschrecken lassen, als ob dies lediglich etwas "Erdachtes" sei; nein, schon hier in diesem unseren irdischen Leben ist es uns - soweit das Fassungsvermögen reicht - gegeben, in einer intim(sten) Gottes-Beziehung einzutreten.
    Grundvoraussetzung ist eine tiefe aufrichtige Sehnsucht nach Gott als der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, eine im Einklang mit der Grundtugendhaltung der Demut stehende Sehnsuch, die in eine innige personale Liebesbeziehung münden kann und wird, sofern der Mensch bereit ist, sich der Läuterung der Sinne und - wie erwähnt je nach Gottes Fügung - auch des Geistes. Die Beide Läuterungsstufen sind schmerzlich, denn sie legen die Axt an die Wurzel tiefsitzender Fehlhaltungen, Anhänglichkeiten....die sich gerade im Geiste gleichsam festgekrallt haben.
    Ja, diese Liebes-Läuterung hier auf Erden kann gar die Vorwegnahme der läuternden Leiden des Fegefeuers sein !
    Das beständige Gebet - gerade auch das innere Gebet - und die Gnadenfülle der hll. Sakramente sind gleichsam die sicheren Handreichungen Gottes im Erklimmen der Stufen zur Vollkommenheit.


    Der hl. Johannes v. Kreuz war denn auch im Mittelpunkt in nachfolgender Rede von Papst Benedikt XVI aus dem Jahre 2011 mit einer sehr lehrreichen Kurzzusammenfassung seines - auch leidvollen - Lebens, seiner vier Haupt-Werke und seiner Lehre;
    einige Aspekte dieser Rede sind in diesem Thread bereits vertieft worden;
    nachfolgend nun die segensreiche Rede:

    -

    BENEDIKT XVI.
    GENERALAUDIENZ
    Audienzhalle
    Mittwoch, 16. Februar 2011



    Hl. Johannes vom Kreuz

    Liebe Brüder und Schwestern!

    Vor zwei Wochen habe ich die Gestalt der großen spanischen Mystikerin Theresia von Jesus vorgestellt.
    Heute möchte ich über einen weiteren wichtigen Heiligen aus jenem Land sprechen, einen geistlichen Freund der hl. Theresia, der gemeinsam mit ihr die karmelitische Ordensfamilie reformiert hat:
    den hl. Johannes vom Kreuz, der 1926 von Papst Pius XI. zum Kirchenlehrer erhoben wurde und traditionell den Beinamen »Doctor mysticus« – »Lehrer der Mystik« – trägt.

    Johannes vom Kreuz wurde 1542 in dem kleinen Dorf Fontiveros bei Ávila in Altkastilien geboren, als Sohn von Gonzalo de Yepes und Catalina Alvarez.
    Die Familie war sehr arm, weil der Vater, der toledanischem Adel entstammte, von zu Hause verjagt und enterbt wurde, da er Catalina geheiratet hatte, eine einfache Seidenweberin.
    Bereits in zartem Alter verlor er seinen Vater und zog mit neun Jahren mit seiner Mutter und seinem Bruder Francisco nach Medina del Campo bei Valladolid, ein Handels- und Kulturzentrum.
    Hier besuchte er das »Colegio de los Doctrinos« und erledigte auch einige einfache Arbeiten für die Ordensschwestern des Konvents bei der Kirche »Santa María Magdalena«.
    Dann wurde er dank seiner menschlichen Eigenschaften und schulischen Erfolge zunächst als Krankenpfleger im Hospital »Inmaculada Concepción« und dann in das Jesuitenkolleg aufgenommen,
    das in Medina del Campo gerade gegründet worden war:
    Hier trat Johannes mit 18 Jahren ein und studierte drei Jahre lang Humanwissenschaften, Rhetorik und klassische Sprachen.
    Am Ende der Ausbildung hatte er seine Berufung ganz deutlich vor Augen:
    das Ordensleben, und unter den vielen Orden, die in Medina anwesend waren, fühlte er sich in den Karmel berufen.

    Im Sommer 1563 begann er das Noviziat bei den Karmeliten der Stadt und nahm den Ordensnamen Johannes vom hl. Matthias an.
    Im folgenden Jahr wurde er an die berühmte Universität von Salamanca geschickt, wo er drei Jahre lang die Freien Künste und Philosophie studierte.
    1567 wurde er zum Priester geweiht und kehrte nach Medina del Campo zurück,
    um umgeben von der Liebe seiner Angehörigen seine erste heilige Messe zu feiern.
    Hier kam es zur ersten Begegnung zwischen Johannes und Theresia von Jesus.
    Die Begegnung war für beide entscheidend: Theresia erläuterte ihm ihren Plan zur Reform des Karmels
    auch für den männlichen Zweig des Ordens und schlug Johannes vor, sich ihm »zur größeren Ehre Gottes« anzuschließen.
    Der junge Priester war von Theresias Ideen so fasziniert, daß er zu einem großen Befürworter des Plans wurde.
    Die beiden arbeiteten einige Monate lang zusammen und teilten einander Ideale und Vorschläge mit,
    um so schnell wie möglich das erste Haus der Unbeschuhten Karmeliten zu eröffnen:
    Die Eröffnung fand am 28. Dezember 1568 in Duruelo statt, einem einsamen Ort in der Provinz Ávila.
    Zusammen mit Johannes bildeten drei weitere Gefährten diese erste reformierte männliche Gemeinschaft.
    Bei der Erneuerung ihrer Ordensprofeß nach der ursprünglichen Regel nahmen die vier einen neuen Namen an:
    Johannes hieß jetzt »vom Kreuz«, wie man ihn später weltweit kennen wird. Ende 1572 wurde er auf Bitte der hl. Theresia Beichtvater und Kaplan des Klosters der Menschwerdung in Ávila, wo die Heilige Priorin war.
    Es waren Jahre enger Zusammenarbeit und geistlicher Freundschaft, die beide bereicherte.
    Auf diese Zeit gehen auch die wichtigsten Theresianischen Werke und die ersten Schriften des Johannes zurück.

    Die Mitwirkung an der Reform des Karmelordens war nicht leicht und brachte für Johannes auch schwere Leiden mit sich.
    Das traumatischste Ereignis, im Jahre 1577, war seine Entführung und seine Kerkerhaft im Konvent der Karmeliten der Alten Observanz in Toledo infolge einer falschen Anklage. Der Heilige blieb monatelang eingekerkert und war physischen und seelischen Entbehrungen und Nötigungen ausgesetzt.
    Hier verfaßte er zusammen mit anderen Gedichten den berühmten Geistlichen Gesang.
    In der Nacht vom 16. auf den 17. August 1578 gelang ihm schließlich eine abenteuerliche Flucht;
    er fand Zuflucht im Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen der Stadt.
    Die hl. Theresia und die reformierten Gefährten feierten seine Befreiung mit großer Freude. Nach einer kurzen Zeit der Erholung wurde Johannes, um wieder zu Kräften zu kommen, nach Andalusien gesandt,
    wo er zehn Jahre in verschiedenen Klöstern verbrachte, vor allem in Granada.
    Er übernahm immer wichtigere Aufgaben im Orden, bis hin zum Provinzvikar, und vollendete seine geistlichen Abhandlungen.
    Dann kehrte er in seine Heimatregion zurück als Mitglied der Generalleitung der Theresianischen Ordensfamilie, die nunmehr völlige rechtliche Autonomie genoß.
    Er wohnte im Karmel von Segovia, wo er das Amt des Oberen der Gemeinschaft innehatte.
    1591 wurde er aller Verantwortungen enthoben und sollte in die neue Ordensprovinz Mexiko entsandt werden.
    Während er sich mit zehn weiteren Gefährten auf die lange Reise vorbereitete, zog er sich in ein einsames Kloster in Jaén zurück, wo er schwer krank wurde.
    Johannes nahm große Leiden mit vorbildlicher Ruhe und Geduld auf sich.
    Er starb in der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember 1591, während seine Mitbrüder die Matutin beteten.
    Er verabschiedete sich von ihnen mit den Worten:
    »Heute gehe ich im Himmel das Offizium beten

    Seine sterblichen Überreste wurden nach Segovia überführt.
    Er wurde 1675 von Clemens X. selig-, und 1726 von Benedikt XIII. heiliggesprochen.

    Johannes gilt als einer der bedeutendsten lyrischen Dichter der spanischen Literatur.
    Seine vier Hauptwerke sind:
    Aufstieg auf den Berg Karmel,
    Die dunkle Nacht,
    Der geistliche Gesang
    und
    Die lebendige Flamme der Liebe.



    Im Geistlichen Gesang
    legt der hl. Johannes den Weg der Reinigung der Seele dar, also den allmählichen freudigen Besitz Gottes, bis die Seele schließlich spürt, daß sie Gott mit derselben Liebe liebt, mit der sie von ihm geliebt wird.

    Die lebendige Flamme der Liebe
    fährt in dieser Perspektive fort und beschreibt detaillierter den Zustand der umwandelnden Vereinigung mit Gott.
    Als Vergleich gebraucht Johannes stets das Feuer:
    Je mehr das Feuer brennt und das Holz verzehrt, desto mehr glüht es auf und wird schließlich zur Flamme.
    Ebenso erleuchtet und erwärmt der Heilige Geist, der in der dunklen Nacht die Seele reinigt und »läutert«,
    diese mit der Zeit, als wäre sie eine Flamme.
    Das Leben der Seele ist ein ständiges Fest des Heiligen Geistes,
    das die Herrlichkeit der Vereinigung mit Gott in der Ewigkeit erkennen läßt.


    Der Aufstieg auf den Berg Karmel
    zeigt den geistlichen Weg unter dem Aspekt der allmählichen Reinigung der Seele, die notwendig ist, um zum [blau]höchsten Punkt der christlichen Vollkommenheit zu gelangen, symbolisiert durch den Gipfel des Berges Karmel.

    Diese Reinigung ist als ein Weg dargestellt, den der Mensch unternimmt, indem er mit dem göttlichen Wirken zusammenarbeitet, um die Seele von jeder Anhänglichkeit oder Zuneigung, die dem Willen Gottes entgegensteht, zu befreien.
    Die Reinigung, die vollkommen sein muß, um zur liebenden Vereinigung mit Gott zu gelangen,
    beginnt bei der des sinnlichen Lebens und wird fortgesetzt durch die, die man durch die drei göttlichen Tugenden erlangt – Glaube, Hoffnung und Liebe –, die das Streben, das Gedächtnis und den Willen reinigen.

    Die dunkle Nacht
    beschreibt den »passiven« Aspekt, also das Wirken Gottes in diesem Prozeß der »Reinigung« der Seele.

    Die menschliche Anstrengung allein ist nämlich unfähig, bis zu den tiefsten Wurzeln der Neigungen und der schlechten Gewohnheiten der Person zu gelangen:
    Sie kann sie nur zügeln, aber nicht völlig ausrotten.
    Um das zu tun bedarf es des besonderen Wirkens Gottes, der den Geist bis auf den Grund reinigt und ihn für die liebende Vereinigung mit ihm bereitmacht.
    Der hl. Johannes bezeichnet diese Reinigung als »passiv«, denn obgleich die Seele sie annimmt, wird sie umgesetzt durch das geheimnisvolle Wirken des Heiligen Geistes, der wie eine Feuerflamme jede Unreinheit vertilgt.
    In diesem Zustand wird die Seele allen möglichen Prüfungen unterzogen, als befände sie sich in einer dunklen Nacht.

    Diese Angaben zu den Hauptwerken des Heiligen helfen uns, uns den wesentlichen Punkten seiner umfassenden und tiefen mystischen Lehre zu nähern, deren Ziel es ist, einen sicheren Weg darzulegen, um zur Heiligkeit zu gelangen, dem Zustand der Vollkommenheit, zu dem Gott uns alle beruft.
    Johannes vom Kreuz zufolge ist alles, was existiert, was von Gott geschaffen ist, gut.
    Durch die Geschöpfe können wir den entdecken, der in ihnen eine Spur seiner selbst hinterlassen hat.
    Der Glaube ist jedoch die einzige Quelle, die dem Menschen geschenkt ist, um Gott so kennenzulernen, wie er in sich selbst ist, als den einen und dreifaltigen Gott.

    Alles, was Gott dem Menschen mitteilen wollte, hat er in Jesus Christus gesagt, seinem fleischgewordenen Wort. Jesus Christus ist der einzige und endgültige Weg zum Vater
    (vgl. Joh 14,6).
    Alles Erschaffene ist nichts im Vergleich zu Gott, und nichts hat Wert außer ihm:
    Folglich muß jede andere Liebe, um zur vollkommenen Liebe Gottes zu gelangen, sich in Christus der göttlichen Liebe angleichen.

    Daher besteht der hl. Johannes immer wieder auf der Notwendigkeit der Reinigung und der inneren Entäußerung, um mit Gott, dem einzigen Ziel der Vollkommenheit, gleichgestaltet zu werden.
    Diese »Reinigung« besteht nicht einfach nur in der physischen Abwesenheit der Dinge und ihres Gebrauchs; was die Seele rein und frei macht, ist vielmehr
    die Beseitigung jeder ungeordneten Abhängigkeit von den Dingen.
    Alles muß in Gott als Mittelpunkt und Ziel des Lebens hineingestellt werden.

    Der lange und mühsame Prozeß der Reinigung erfordert natürlich die persönliche Anstrengung, aber der wahre Hauptakteur ist Gott:
    Alles, was der Mensch tun kann, ist, sich »bereit« zu machen, für das göttliche Wirken offen zu sein und ihm keine Hindernisse entgegenzustellen.
    Indem er die göttlichen Tugenden lebt, erhebt sich der Mensch und verleiht seinen eigenen Bemühungen Wert.
    Der Rhythmus, in dem der Glaube, die Hoffnung und die Liebe wachsen, geht im Gleichschritt einher mit der Reinigung und der allmählichen Vereinigung mit Gott bis hin zur Gleichgestaltung mit ihm.
    Wenn man zu diesem Ziel gelangt, dann wird die Seele in das dreifaltige Leben hineingenommen:
    So sagt der hl. Johannes, daß sie dahin gelangt, Gott mit derselben Liebe zu lieben, mit der auch Er sie liebt, denn er liebt sie im Heiligen Geist.
    Daher hält der Kirchenlehrer der Mystik daran fest, daß es keine wahre liebende Vereinigung mit Gott gibt, die nicht in der dreifaltigen Vereinigung ihren Höhepunkt findet.
    In diesem erhabenen Zustand erkennt die heilige Seele alles in Gott und muß nicht mehr den Weg über die Geschöpfe gehen, um zu ihm zu gelangen.
    Die Seele fühlt sich nunmehr von der göttlichen Liebe überflutet und erfreut sich völlig in ihr.

    Liebe Brüder und Schwestern, am Ende bleibt die Frage:
    Hat dieser Heilige mit seiner hohen Mystik, mit diesem mühsamen Weg zum Gipfel der Vollkommenheit auch uns etwas zu sagen, dem gewöhnlichen Christen in den heutigen Lebensverhältnissen, oder ist er nur ein Beispiel, ein Vorbild für wenige auserwählte Seelen, die diesen Weg der Reinigung, des mystischen Aufstiegs wirklich unternehmen können?
    Um die Antwort zu finden, müssen wir uns vor allem vor Augen halten, daß das Leben des hl. Johannes vom Kreuz kein »Schweben auf mystischen Wolken« war, sondern ein sehr hartes, sehr praktisches und sehr konkretes Leben – als Reformator des Ordens, wo er vielen Widerständen begegnete, als Provinzoberer und auch im Kerker seiner Mitbrüder, wo er unglaublichen Schmähungen und physischen Mißhandlungen ausgesetzt war.
    Es war ein hartes Leben, aber gerade in den Monaten, die er im Kerker verbrachte, hat er eines seiner schönsten Werke geschrieben.
    Und so können wir verstehen, daß der Weg mit Christus, das Unterwegssein mit Christus –
    dem »Weg« – keine Last ist, die der Mühsal unseres Leben, die schon hart genug ist, noch zusätzlich aufgebürdet wird, daß es nichts ist, was diese Mühsal noch schwerer macht,
    sondern etwas ganz anderes:
    ein Licht, eine Kraft, die uns hilft, diese Mühsal zu tragen.


    Wenn ein Mensch alle Beschwernisse des Lebens leichter, weil er dieses große Licht in sich trägt.
    Das ist der Glaube: von Gott geliebt zu sein und sich von Gott in Jesus Christus lieben zu lassen.
    Dieses Sich-Lieben-Lassen ist das Licht, das uns hilft, die tägliche Mühsal zu tragen.
    Und die Heiligkeit ist nicht unser Werk, ein sehr schwieriges Werk, sondern sie ist genau diese »Öffnung«:
    die Fenster unserer Seele zu öffnen, damit das Licht Gottes eintreten kann, Gott nicht zu vergessen, denn gerade in der Öffnung gegenüber seinem Licht findet man Kraft, findet man die Freude der Erlösten.
    ensch eine große Liebe in sich trägt, dann verleiht diese Liebe ihm gleichsam Flügel, und er erträgt
    Bitten wir den Herrn, daß er uns helfen möge, diese Heiligkeit zu finden, sich von Gott lieben zu lassen, was unser aller Berufung ist und die wahre Erlösung.
    Danke.
    [....]

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum16.08.2025 20:16
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Monat August, der dem Unbefleckten Herzen Mariens gewidmet ist:

    Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist ganz

    H i n g a b e !

    Ihr ganzes Wesen ist Hingabe an ihren Göttlichen Sohn.
    Ihr Herz ist eins mit Seinem Herzen.
    Wer sich an sie wendet und um ihre Fürsprache bittet, erfährt diese ihre Hingabe durch die Hinführung zu ihrem Göttlichen Sohn, unserem Herrn und Gott Jesus Christus.


    So schilderte es auch der

    Karmelitenpater Hermann Cohen

    (1820-1871, jüdischer Konvertit; sein Seligsprechungsverfahren wurde 2016 eingeleitet):

    -

    "Ich habe die Welt gesehen, ich habe sie geliebt, und ich habe gelernt,
    dass das wahre Glück dort nicht zu finden ist.
    Da offenbarte mir Maria das Geheimnis der Eucharistie. Und ich erkannte:




    die Eucharistie ist das Leben, das Glück!"


    -


    Siehe bitte auch:
    Gegenwart Jesu Christi (14)

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum14.08.2025 19:57
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel:

    -

    "Herr Jesus Christus, König der ewigen Herrlichkeit


    In Ehrfurcht beten wir Dich an in diesem erhabenen Sakrament.




    Nach dem Willen des Vaters bist Du zu uns Menschen herabgestiegen,
    um uns durch Dein Kreuz aus dem Finsternis der Sünde zur Teilnahme an Deiner Herrlichkeit zu führen.
    Je mehr ein Mensch an Deiner Niedrigkeit und an Deinem Kreuz teilnimmt, um so näher wird er einmal Deinem Throne stehen.
    Darum wollen wir uns rühmen in Deinem Kreuz, in ihm ist unser Heil, unser Leben und unsere Auferstehung.


    Doch wer stand Dir in Deinem Leben näher als Maria ?
    Selig der Leib, der Dich getragen und selig die Brust, die Dich genährt hat!
    Und wer stand Deinem Kreuze näher als sie, Deine Mutter?



    So hast Du sie erhoben über alle Welt zur Königin des Himmels und der Erde hast Du sie gekrönt.
    Jetzt ist erfüllt, was sie im Heiligen Geiste einst gesprochen:
    Es werden mich selig preisen alle Geschlechter, denn Grosses Tat an mir der Mächtige,
    Er, dessen Name heilig ist.!



    Lasset uns beten:
    Herr und Heiland, in diesem Chor der Geschlechter, die Deine Mutter selig preisen, wollen nun auch wir wieder einstimmen.
    Lass uns, wir bitten Dich, durch ihre machtvolle Fürsprache einmal nach den Prüfungen des Lebens zur Teilnahme an Deiner Herrlichkeit gelangen.
    [....]
    Herr Jesus Christus, unser Mittler zum Vater, Du hast Deine eigene Mutter, die seligste Jungfrau Maria, auch uns zur Mutter und Mittlerin bei Dir gegeben.
    Verleihe gnädig, dass jeder, der bittend zu Dir kommt, alles glücklich durch sie erlangt.
    Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr
    "
    -
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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Am 15. August feiert die Heilige Mutter Kirche

    das Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel / Mariä Himmelfahrt.


    Am 1. November 1950 verkündete Papst Pius XII. das Dogma der mit Leib und Seele Aufnahme Mariens in den Himmel:

    -

    "Nachdem Wir nun lange und inständig zu Gott gefleht und den Geist der Wahrheit angerufen haben, verkündigen, erklären und definieren Wir zur Verherrlichung des Allmächtigen Gottes, dessen ganz besonderes Wohlwollen über der Jungfrau Maria gewaltet hat, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde und Tod, zur Mehrung der Herrlichkeit der erhabenen Gottesmutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, kraft der Vollmacht Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen Vollmacht:
    Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmutter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.
    Wenn daher, was Gott verhüte, jemand diese Wahrheit, die von Uns definiert worden ist, zu leugnen oder bewusst in Zweifel zu ziehen wagt, so soll er wissen, dass er vollständig vom göttlichen und katholischen Glauben abgefallen ist.
    Keinem Menschen sei es also erlaubt, diese Unsere Erklärung, Verkündigung und Definition ungültig zu machen, ihr in verwegener Kühnheit entgegenzutreten oder sie zu bekämpfen! Sollte sich aber jemand unterfangen, es dennoch zu tun, so möge er wissen, dass er den Zorn des Allmächtigen Gottes und der heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich herabruft"

    -

    Siehe bitte auch:
    Die Marianischen Dogmen


    Der Jubel über die Aufnahme Mariens in den Himmel:
    "Assumpta est Maria" vom flämischen Komponisten und Priester Ghiselin Danckerts (1510-1576);
    vorgetragen vom Ensemble "Cantar Lontano":




    "Alleluia
    Assumpta est Maria in coelum:
    gaudent angeli, collaudantes benedicunt Dominum,
    alleluia"

    "Halleluja, Maria wurde in den Himmel aufgenommen:
    Die Engel jubeln, loben und segnen den Herrn,
    Halleluja"

    -


    Aus dem Bomm-Volksmessbuch 1962:


    "Die Kirche feiert heute den Heimgang der Gottesmutter und ihre Aufnahme in den Himmel, die ihr Gott nicht nur der Seele, sondern auch dem Leibe nach gewährt hat.
    Was bereits seit alter Zeit der fromme und allgemeine Glaube der Kirche gewesen ist, nämlich dass die sünden- und makellose Jungfrau-Mutter bereits jetzt auch dem Leibe nach an der Auferstehungsherrlichkeit ihres Sohnes Anteil hat, auf die wir als hoffen, das hat Papst Pius XII. am 1. November des Heiligen Jahres 1950 als Dogma feierlich verkündet.
    Für das heutige Fest hat er zugleich neue Messtexte ausgewählt.

    Wie ein leuchtendes Wahrzeichen erscheint das Bild der verklärten Gottesmutter am nachtdunklen Himmel unserer Zeit (Einzugsvers).
    Gott hat es einst Seinem Seher Johannes gezeigt, als Er die Ereignisse offenbarte, dieses nahende Ende kundtun sollten.
    Dieses Zeichen soll nun über der Kirche Gottes erstrahlen und den Gläubigen Hoffnung geben.
    Maria, in der Gottes machtvoll wirkende Kraft den Tod überwand, ist ja wie ein neues Pfand der Auferstehung aller inmitten der Vorboten des Untergangs (Lesung).
    Maria kommt uns zu Hilfe; ihr Anblick macht uns froh.
    Ihr Lobgesang wir danach der unsere sein (Evangelium, Kommunionvers), wenn erst die alte Feindschaft zwischen ihr und Satan im Sieg des Gottesreiches geeendet hat (Opferungsvers)."

    -
    Triumph Mariens über Satan


    Dazu Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:

    -
    [....]
    "Der Glaube lehrt uns, dass Maria den Tod als Straffolge der Sünde nicht erleiden musste, und dass sie bereits jetzt schon, im Gegensatz zu
    allen anderen Heiligen, die wir verehren, mit Leib und Seele im Himmel leben darf.
    Maria hatte keinen Todeskampf
    mit dem Feind austragen müssen, sie, von der bereits die Genesis sagt, dass sie der Schlange den Kopf zertreten würde. (vgl. Gen 3,15) Für sie war das Hinscheiden nicht die schwerste, die härteste aller Stunden, wie es bei uns einmal sein wird.
    Genauso wenig, wie sie bei der Geburt ihres Sohnes Geburtswehen erleiden musste, weil diese ja, wie auch der Tod, Folge der Sünde sind –
    „Unter Schmerzen sollst du deine Kinder gebären!“ (vgl. Gen 3,16) – so wurde Maria auch vor der sichtbarsten Folge der Sünde, vor dem Tod, durch Gottes Hand bewahrt.
    Sie starb so, wie es ursprünglich von Gott für die Menschen im paradiesischen Urzustand angedacht war, wenn unsere Stammeltern nicht gesündigt hätten:
    Ein Tod ohne Grauen, eine Heimkehr in die himmlische Herrlichkeit ohne Verwesung!

    Im Augenblick ihres Hinscheidens, im Augenblick ihrer glorreichen Aufnahme in den Himmel, wurde Maria, die in ihrem Leben soviel gelitten hat, das Schwert aus ihrem Herzen gezogen und ihre Wunden wurden geheilt. Nun ist die Mutter der Schmerzen die Königin der Glorie.
    Ihre Himmelfahrt ist der Lohn für ihre lebenslange Treue, die niemals auch nur durch die kleinste Sünde verletzt wurde.

    Doch trotz ihres vollkommenen Glücks im Himmel vergisst
    Maria ihre
    Kinder auf Erden nicht. Ihre große mütterliche Sorge ist
    Ihre Sorge ist es, dass keiner von uns verloren geht.
    Ihre Sorge ist es, dass die Schlange, die im Paradies unsere Stammeltern zu Fall gebracht hat, über keinen von uns siegreiche Machtgewinnt.
    Maria vergisst uns nicht!
    Und wir vergessen sie nicht.

    Maria selbst hat es während ihres irdischen Lebens vorausgesagt: „Selig preisen werden mich alle Geschlechter!“ - es, allen den Weg zu ihrem Sohn zu weisen.

    So ist es, Maria. Selig preisen werden dich alle Geschlechter bis zum Ende der Zeiten.
    In Guadalupe, in Fatima, in Lourdes, an unzähligen Wallfahrtsorten, in unzähligen Kirchen,
    Kapellen und Herzen bewahrheitet sich das, was du, voll des Hl. Geistes, geschaut hast:
    „Selig preisen werden mich alle Geschlechter!“
    Selig preisen werden dich alle Geschlechter, ob deiner einzigartigen Würde und Schönheit.
    Seligpreisen werden dich alle Geschlechter,
    ob der unvorstellbaren Gnadenvorzüge, die Gott dir in seiner überfließenden Liebe geschenkt hat.
    Seligpreisen werden dich alle Geschlechter, ob deiner mütterlichen Liebe und treuen Sorge um uns, die wir so oft im Salve Regina zu dir rufen, in der unerschütterlichen, zuversichtlichen Hoffnung, dass wir eines Tages einmal zusammen mit dir deinen Sohn, unseren Herrn und Gott im Himmel voll Freude anbeten dürfen:

    Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben,
    unsere Süßigkeit, unsere Hoffnung, sei gegrüßt!
    Zu dir rufen wir, elende Kinder Evas. Zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elende zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes.
    O gütige, milde, o süße Jungfrau Maria."


    -

    Salve Regina - Sei gegrüsset, o Königin vom Renaissancekomponisten und Priester Tomas Luis de Victoria, vorgetragen von "Pro Cantione Antiqua":




    Salve, Regina, mater misericordiae,
    vita, dulcedo, et spes nostra, salve.
    Ad te clamamus exsules filii Evae.
    Ad te suspiramus,
    gementes et flentes in hac lacrimarum valle.
    Eia, ergo, advocata nostra,
    illos tuos misericordes oculos ad nos converte.
    Et Jesum, benedictum fructum ventris tui,
    nobis post hoc exsilium ostende.
    O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria.
    Amen.

    Sei gegrüßt, o Königin,
    Mutter der Barmherzigkeit,
    unser Leben, uns're Wonne
    und uns're Hoffnung, sei gegrüßt.
    Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas,
    zu dir seufzen wir
    trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen.
    Wohlan denn, uns're Fürsprecherin,
    wende deine barmherzigen Augen uns zu,
    und nach diesem Elend zeige uns Jesus,
    die gebenedeite Frucht deines Leibes.
    O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria.
    Amen.


    Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden.
    Sie - die ohne Erbsünde Empfangene -

    8. Dezember; Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria - Immaculata Conceptio. (5)

    unterlag nicht der Erbsünde und war von jeglichem Sündenmakel rein.
    So war ihr "Sterben" denn auch keines wie bei allen anderen Menschen;
    also keine Trennung von Seele und Leib als Folge der Erbsünde.

    Noch einmal Papst Pius XII.:
    -

    [....]
    "Sie hat ja durch ein besonderes Gnadenprivileg,
    durch ihre Unbefleckte Empfängnis, die Sünde besiegt,
    war deshalb dem Gesetz der Verwesung des Grabes nicht unterworfen

    und brauchte auf die Erlösung ihres Leibes nicht bis zum Ende der Zeiten zu warten."
    [....]

    -
    Ein Auszug aus
    "Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen
    neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)
    ".
    Jetzt auch digitalisiert und nochmals neu überarbeitet von Josef Dirschl (2008)"
    ......
    der uns in sehr einfühlsamer und nachvollziehbarer Weisedie Besonderheit der Vollendung des irdischen Lebens der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria
    nahe bringt:
    -

    [....]
    "Endlich war der Tag und die Stunde gekommen, wo der Himmel sich öffnen sollte, um seine Königin aufzunehmen.
    Wohl hätte Marie,die von der Erbsünde frei geblieben war und auch niemals sich einer Sünde schuldig gemacht hatte, von dem Tode befreit sein müssen, der ja nur eine Strafe der Sünde ist.
    Doch wie ihr göttlicher Sohn Jesus sich freiwillig dem Gesetze des Todes unterworfen hatte, um dadurch den Menschen das ewige Leben zu gewinnen, so wollte auch seine hochheilige Mutter, die ihm in allen Stücken als seine getreueste Nachfolgerin ähnlich geworden, gleichfalls von diesem Gesetze nicht ausgenommen sein.
    Da sie aber auch in so vielen Stücken vor allen Menschen ausgezeichnet und begnadigt war, so war auch ihr Tod nicht, wie bei anderen Menschen, die Folge einer körperlichen Krankheit, sondern, wie die heiligen Väter lehren, vielmehr eine Folge der Liebe, welche sie verzehrte.
    Entweder, sagt der heilige Ildephonsus, mußte Maria nicht sterben, oder sie mußte vor Heftigkeit der Liebe sterben.
    Das Feuer dieser Liebe war sie heftig, sagt der heilige Bernhard, daß die Erhaltung ihres Lebens ein beständiges Wunder war.
    Als daher die Stunde ihres Todes nahte, hielt Jesus die verzehrende Gewalt dieses Feuers nicht mehr zurück und so verlosch das Leben der reinsten Jungfrau wie ein Licht, verzehrt von der Flamme.

    [....]
    Des anderen Tages hüllte man den heiligen Leib in kostbare Leinwand und umgab
    ihn mit wohlriechenden Gewürzen.
    Auf einem Tragbett mit einem schönen Schleier bedeckt, trugen die Apostel die teuere Leiche auf ihren Schultern in den Garten Gethsemani und senkten sie in das schon vorbereitete Grab.
    Drei Tage lang wachten und beteten die Apostel mit den Gläubigen bei dem Grabe,
    als der heilige Thomas erschien und mit Bestürzung vernahm, daß die heilige Mutter des Herrn verschieden sei und bereits im Grabe ruhe.
    Ganz trostlos hierüber bat er seine Mitbrüder, das Grab zu öffnen, damit er das teuere Angesicht der hoch begnadigten noch einmal sehen könne.
    Seine Bitte wurde gewährt.
    Man wälzte das Felsstück, womit das Grab verschlossen war, hinweg,


    aber man fand nichts mehr, als die Blumen,

    womit der Leichnam bedeckt und die Leinwand, worin er gehüllt war
    .
    Der aller reinste Leib, der den Herrn der Unsterblichkeit geboren, sollte keine Speise der Würmer sein.
    So lange sie lebte, sagt ein frommer Verehrer der seligsten Jungfrau, hatten Himmel und Erde gleichen Anteil an diesem erhabenen Wesen;
    nun hat der Himmel gleich alles genommen und alles verherrlicht
    — ihre Seele und ihren Leib!

    Eine schöne Kirche ist auf das Grab der heiligen Jungfrau gebaut worden.
    Man steigt auf einer sehr breiten Treppe von fünfzig Stufen hinunter.
    Daneben befindet sich aus das Grab des heiligen Joseph und der beiden Eltern der heiligsten Jungfrau, Joachim und Anna.
    [....]

    -

    Aus einer alten Präfation zu diesem Hochfest:
    -

    "An diesem Tag ist die Jungfrau und Gottesmutter aus der Welt heimgegangen zu Christus.
    Sie blieb unberührt vom Verderben, und der Verwesung im Grab war sie
    nicht unterworfen.
    Frei von jeder Sünde, in ihrem Sohn verherrlicht, der Aufnahme in den Himmel gewiss, mit göttlicher Gnade gefüllt, liess ihr Kind sie das Gelübde der Jungfräulichkeit wahren, und sie war weder preisgegeben den Wehen des Gebärens noch den Leiden des Sterbens !
    Ihr Leben war nicht an die natürliche Ordnung gehalten, und ihr Sterben nicht an ihre Gesetze.
    Wunderschönes Brautgemach, aus dem ein würdiger Bräutigam hervorging:
    das Licht der Heiden, die Hoffnung der Gläubigen, der Vertreiber der bösen Geister!
    Du Kelch des Lebens, Zelt der Herrlichkeit und Tempel Gottes !
    Du hattest mit der Welt nichts gemein, darum solltest du auch nicht ihre Gefangene sein"

    [....]

    -

    Pater Simon Gräuter von der Petrus-Bruderschaft
    über die allerseligste Jungfrau Maria als unsere alle Gnaden erflehende gute Mutter im Himmel:
    -

    Die Kirche wendet sich tatsächlich an Maria, um Gnaden aller Art,
    zeitliche und geistliche, zu erlangen

    – als Beispiele seien hier nur die Gnade der Bekehrung genannt und, darauf aufbauend, die Gnade der Berharrlichkeit bis zum Ziel.
    In diesem Rahmen werden durch Maria Gnaden aller Art ausgeteilt, im gewissen Sinne auch jene der Sakramente; denn Maria hat uns diese in Vereinigung mit dem Herrn auf Kalvaria verdient.
    Darüber hinaus hilft sie uns, dass wir uns den Sakramenten nahen und sie gut empfangen.
    Die Lehre, die im Glauben der Kirche enthalten und in den allgemeinen Gebeten (lex orandi, lex credendi: „aus dem Gesetz des Betens erkennt man das Gesetz des Glaubens“) ausgesprochen ist, gründet sich auf die Heilige Schrift und die Überlieferung.
    In den Evangelien tritt uns Maria in wichtigen Momenten als die Mittlerin der Gnade gegenüber:
    Durch sie heiligt der Herr den Vorläufer Johannes, als sie ihre Verwandte Elisabeth besucht und im Magnificat Gottes Gnade besingt.
    Durch die Fürsprache Mariens festigt Jesus den Glauben der Jünger bei der Hochzeit zu Kana, indem er das Wunder, um das sie bat, gewährt: „Und seine Jünger kamen zum Glauben an ihn“ (Joh 2, 11).

    In einer viel weiteren und größeren Perspektive ist Maria nach ihrer Aufnahme mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes Austeilerin aller Gnaden.



    Als unsere allheilige, selige Mutter im Himmel kennt Maria die geistlichen Bedürfnisse ihrer Kinder, die sie auf Erden zurückließ.
    Als unsere gute Mutter bittet Sie für uns bei Gott, und da sie alles über das Herz ihres Sohnes vermag, so erlangt sie uns alle Gnaden, derer wir bedürfen – Gnaden, die
    diejenigen empfangen, die sich dem Guten öffnen und sich nicht
    im Bösen verhärten.

    Maria ist wie ein Aquädukt (Kanal) der Gnaden und im mystischen Leib der Kirche gleichsam der jungfräuliche Hals, der das Haupt mit den Gliedern verbindet, wie der bedeutende deutsche Dogmatiker Matthias Joseph Scheeben
    (1835 – 1888) im Anschluss an den hl. Bernhard von Clairvaux einmal sagte.
    Seien wir unserer guten Mutter im Himmel, die uns alle Gnaden am Throne Gottes erfleht, treue und eifrige Kinder durch unser geistliches Leben"

    -

    -|addpics|qps-1h-2114.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|
    Siehe bitte auch:
    Die Lauretanische Litanei - Anrufungen der Gottesmutter Maria


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    15. August

    In Assumptione B.M.V. – Fest Mariä Himmelfahrt

    1. Kl. – Farbe weiß

    Die Kirche feiert heute den kostbaren Tod und die glorreiche Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel.
    Am 1. November 1950 wurde von Papst Pius XII. als Glaubenssatz verkündet,
    daß die allerseligste Jungfrau Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ward. Aus diesem Anlaß wurde für das Fest Mariä Himmelfahrt an Stelle der bisherigen Festmesse die nachstehende vorgeschrieben.

    Die demütige Jungfrau erhielt die herrlichste Himmelskrone,

    bestieg den höchsten Ehrenthron. Nun ist sie die Königin der Engel, aber auch die mächtige und milde Fürbitterin und Schützerin der Gläubigen auf ihrer gefahrvollen Pilgerreise zum Himmel.


    In vielen Kirchen Deutschlands findet heute die sehr alte »Kräuterweihe« statt.
    Sie hat eine sinnige Beziehung auf Maria, die »Blume des Feldes und die Lilie der Täler«, und auf den Wohlduft ihrer Tugenden. Vielleicht hängt diese Weihe auch zusammen mit der frommen Legende, nach der die heiligen Apostel, als sie das Grab der seligsten Jungfrau noch einmal öffneten, darin nicht mehr deren heiligen Leichnam, sondern Blumen fanden. Bei der Weihe der Kräuter und Blumen wird um Wohlfahrt des Leibes und der Seele und um Schutz vor widrigen Einflüssen gebetet. Mit Ehrfurcht und Vertrauen zur Gottesmutter soll man die geweihten Kräuter aufbewahren.

    Der Ursprung des Festes führt in den Orient, wo es wohl schon über das Konzil von Chalcedon (451) hinaufreicht. In der römischen Kirche bestand das Fest des Heimganges Mariä sicher im 7. Jahrhundert."

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ug15/index.html

    Über die Kräuterweihe:
    15. August: Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel ( Mariä Himmelfahrt ) (2)

    -

  • Maria: Die neue EvaDatum13.08.2025 20:06
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Maria: Die neue Eva

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zur Vorbereitung auf das Hochfest Mariä Himmelfahrt - Aufnahme Mariens in den Himmel; aus einer Ansprache von Papst Pius XII. aus dem Jahre 1950:
    anlässlich der Verkündigung dieses Dogmas:
    -

    "Wir werden nicht müde, diese Welt daran zu erinnern, dass nichts die Tatsache und das Bewusstsein übertreffen soll, dass wir alle
    Kinder einer gleichen Mutter, Maria, sind, die im Himmel ist, sie, die als Band der Einigung für den mystischen Leib Christi eine neue Eva, eine neue Mutter der Lebenden ist, die alle Menschen der Wahrheit und der Gnade ihres göttlichen Sohnes nahe bringen will."

    -

    Siehe bitte auch:
    Der mystische Leib Christi


    Dazu auch ein Auszug aus dem Römischen Katechismus
    - "dem Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trient für die Pfarrer auf Befehl der Päpste Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben". -

    -


    9. Christus wird mit Recht der zweite Adam und Maria die andere Eva genannt.

    Bisweilen pflegt der Apostel Christus Jesus "den neuen Adam"
    (1 Cor 15, 21. Rom 5,12-14) zu nennen und ihn mit dem ersten Adam zusammenzubringen;
    denn wie im ersten alle Menschen sterben, so werden im zweiten alle ins Leben zurückgerufen,
    und wie Adam für das menschliche Geschlecht, so weit es den natürlichen Stand betrifft, der Vater war, so ist Christus Urheber der Gnade und Herrlichkeit.
    In dieser Weise können wir auch die jungfräuliche Mutter mit Eva so zusammenbringen daß der ersten Eva die zweite, welche Maria ist, entspricht;
    gleichwie wir vom zweiten Adam, das ist Christus, gezeigt haben, daß er dem ersten Adam entspricht.
    Eva nämlich hat, weil sie der Schlange Glauben schenkte, Fluch und Tod über das Menschengeschlecht gebracht,
    und nachdem Maria dem Engel geglaubt hatte, geschah es durch Gottes Güte, daß Segen und Leben den Menschen zuteil wurde.
    Um Evas willen werden wir als Söhne des Zornes (Eph 3,2) geboren:
    von Maria aber haben wir Jesus Christus empfangen, durch den wir zu Söhnen der Gnade wiedergeboren werden.
    Zu Eva wurde gesagt: "In Schmerzen wirst du Kinder gebären" (Gen 3, 16); +
    Maria ist von diesem Gesetz befreit, indem sie, unbeschadet der Unversehrtheit ihrer jungfräulichen Scham, ohne jedes Gefühl eines Schmerzes, wie oben gesagt worden, Jesus, den Sohn Gottes, gebar.
    +


    -


    Im Magnificat preist denn Maria Dreierlei (Lk 1,46-55):

    - die Grosstaten Gottes in ihrem eigenen Leben (46-50)
    - die Grosstaten Gottes in der Menschheitsgeschichte (51-53)
    - die Grosstaten Gottes in der Geschichte Israels (54-55)

    Maria ist ganz Hingabe an ihren Göttlichen Sohn.
    Nichts behält sie für sich.


    Das Magnificat, vorgetragen von "Capella Antiqua München":




    -
    Magnificat anima mea Dominum,
    et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo.
    Quia respexit humilitatem ancillae suae.
    Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes.
    Quia fecit mihi magna, qui potens est,
    et sanctum nomen eius.


    Et misericordia eius a progenie in progenies
    timentibus eum.
    Fecit potentiam in brachio suo,
    dispersit superbos mente cordis sui.
    Deposuit potentes de sede
    et exaltavit humiles.
    Esurientes implevit bonis
    et divites dimisit inanes.


    Suscepit Israel puerum suum,
    recordatus misericordiae suae.
    Sicut locutus est ad patres nostros,
    Abraham et semini eius in saecula.


    Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto.
    Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum.
    Amen


    (Hodie completi sunt dies Pentecostes, alleluja
    hodie Spiritus Sanctus in igne discipulis apparuit,
    et tribuit eis charismatum dona,
    misit eos in universum mundum prædicare, et testificari:
    Qui crediderit et baptizatus fuerit, salvus erit, alleluia.
    Alleluja.)

    -

    Meine Seele preist die Größe des Herrn,
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
    und sein Name ist heilig.


    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
    über alle, die ihn fürchten.
    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
    Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
    Er stürzt die Mächtigen vom Thron
    und erhöht die Niedrigen.
    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
    und lässt die Reichen leer ausgehen.


    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
    und denkt an sein Erbarmen,
    das er unseren Vätern verheißen hat,
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.


    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste
    wie es war im Anfang, so auch jetzt und in Ewigkeit
    Amen.


    (Heute sind die Tage des Pfingstfestes erfüllt, Halleluja:
    Heute erschien der Heilige Geist im Feuer den Jüngern
    und gab ihnen das Geschenk der Gnade:
    Er hat sie in die ganze Welt gesandt, um zu verkünden und Zeugnis abzulegen:
    dass jeder, der glaubt und getauft wird, gerettet wird,
    Halleluja.)


    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum12.08.2025 21:13
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Das Streben nach Vollkommenheit bedarf der Läuterung in Geduld, dem Gebet der Hingabe und der beständigen Ausrichtung auf unseren Herrn und Gott Jesus Christus und Seiner Lehre, die eins ist mit derjenigen der Heiligen Mutter Kirche, Seiner Braut ! Durch sie führt Er Sein Erlösungswerk kraft der hll. Sakramente auf Erden fort.

    Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes v. Kreuz (1542-1591)
    zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf:

    -
    "Der wirkliche Fortschritt im geistlichen Leben besteht nicht nur darin, dass uns zu strömende Gute anzunehmen, sondern auch bei weichender Gnade Geduld zu bewahren und die täglichen Aufgaben zu erfüllen.
    Viele werden ungeduldig, wenn es nicht nach ihnen Vorstellungen geht. Sie verlangenen Zeichen oder geben gerade ihr Gebetsleben auf. Wir sollten weder göttliche Offenbarung verlangen noch dem Schöpfer den Rücken kehren. Wenn wir uns gegen ihn entscheiden, bleiben Leiden nicht aus, und andererseits lässt es sich zu nichts bringen.
    Das Leben und der Weg eines jeden Menschen liegen in der Hand Gottes. Er nimmt und gibt - ganz wie er will.
    Doch allzu oft nur können wir die Gründe nicht einsehen. Wichtig ist, dass wir in Geduld die uns eigene Gangart einhalten
    . Wer dagegen gewaltsam über sich hinauswachsen möchte, läuft Gefahr, die ihm zukommende Gnade zu verlieren.
    [....]
    Um offen zu sein für die Liebe Gottes, die in uns Wandlung zum Besseren bewirken möchte, müssen bestimmte Vorbedingungen erfüllt sein.
    Hierzu gehört das wachsende frei sein von Unvollkommenheiten und Fehlhaltung.
    Falsche, aus reinem Egoismus getroffene Entscheidungen haben im Nervensystem und in der Seele des Menschen nicht nur erhebliche Spuren eingraviert, sondern auch unverarbeitete Rückstände hinterlassen, die das Fliessen der Liebe Gottes hemmen, ja, sogar aufhalten.
    Vornehmliche Aufgabe eines jeden geistlichen Weges besteht darin, alle Hindernisse zu beseitigen, Widerstände abzubauen, negative Spuren zu tilgen und Wunden zu heilen.
    Wenn wir im Gebet der Hingabe schweigend vor Gott treten und uns ihm ganz übereignen, wird er uns seine Liebe schenken und in die Bereiche unserers Seins strömen lassen, die der Heilung und der Stärkung bedürfen.

    Jegliche Bindung an uns selbst, Unruhe, Ungeduld und jeder Erwartung stehen dem heilenden Wirken Gottes und der Einigung mit ihm im Weg.
    [....]
    Durch Christus haben wir "im Glauben Zutritt zu dieser Gnade, in der wir stehen, erlangt (Römer 5,2). Von da aus, wo wir gerade stehen, setzen wir unseren Weg mit Jesus Christus fort. Seine Liebe, seine Gnade und seine Lehre begleiten uns und führen uns sicher. Der Boden, auf den wir stehen, ist uns bisher gelebtes Leben mit seinem verstehbaren und unverstehbaren Inhalten.... Entscheidung, Traurigkeiten, Hoch-Zeiten und Tragiken.
    Auf der Grundlage unserer bisher gelebten Religiosität, der uns offenbarten inneren Wahrheit, unserer Erkenntnis aus den Heiligen Schriften und der Begegnung mit Gott nahe Menschen richten wir uns immer wieder neu auf Jesus Christus aus.
    Durch ihn, die Quelle des Lichtes und der Liebe, haben wir auch Zugang zu der nicht sichtbaren Dimension des Lebens. Aus ihr schöpfen wir Wasser, das nicht mehr durstig macht, Kraft und Wissen, die unsere Schwachheit und Unwissenheit aufheben, und ewiges Leben."

    -

  • Maria: Der Widerschein GottesDatum11.08.2025 14:44
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Maria: Der Widerschein Gottes

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Wir befinden uns im Monat August;
    in Diesem verehren wir besonders das Unbefleckte Herzen Mariens:
    Gedenk- und Weihemonate (16)

    Am kommenden Freitag - 15. August - feiern wir das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel.


    Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria hat die innigst vorstellbare Verbindung überhaupt zum Quell aller Gnaden als Mutter Ihres Göttlichen Sohnes – unseres Herrn und Gottes Jesus Christus!

    Sie ist denn auch die Mittlerin aller vom Heiligen Geist geschenkten – Gnaden.

    So wie unser Herr und Gott Jesus Christus das Haupt Seines mystischen Leibes, der Heiligen Mutter Kirche ist und wir – die Gläubigen – dessen Glieder,
    so ist die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria dessen Herz!


    Jesus Christus, der Mensch gewordene - in Ewigkeit gezeugte - Sohn Gottes,
    Gottes Fleisch gewordenes Wort…
    unser Erlöser von Sünde und Tod ist der ABGLANZ des Vaters, Gott selbst!

    Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria (gratia plena…voll der Gnade !) ist denn auch…der Widerschein Gottes!



    Und dies Seine Mutter hat unser Herr auch uns zur Mutter geschenkt:

    .Joh 19,26
    Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter:
    Frau, siehe, dein Sohn!
    Joh 19,27
    Dann sagte er zu dem Jünger:
    Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.




    Der heilige Augustinus hat die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria mit einer "Gussform" verglichen:

    "Würdig bist du, Gottes göttliche Gussform genannt zu werden"



    Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort wiederum hat diese Aussage aufgegriffen und diese "Gussform" als diejenige Art und Weise der Bildung und Formung eines Menschen zur Verähnlichung mit unserem Herrn und Gott genannt, die in kürzester Zeit zu erreichen ist.

    Alle anderen Art und Weisen hat er mit einem Bildhauer verglichen, der versucht aus einem harten Stein mit unzähligen, mühseligen Hammerschlägen zur Verähnlichung Christi zu gelangen oder mit einem einem Holzschnitzer, der der ein Stück Holz lange zu bearbeiten hat, bis es die polierte Form angenommen hat.



    Durch Maria zu JESUS !

    Der sicherste und kürzeste Weg zum Herzen Jesu !


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    Eine sehr schöne Marien-Motette "O Virgo virginum - O Jungfrau der Jungfrauen" von Josquin Desprez (1440-1521) - er war damals wie wir heute sagen würden ein "Star" unter den Komponisten;
    vorgetragen vom "Orlando Consort":





    O Virgo virginum,
    quomodo fiet istud?
    Quia nec primam
    similem visa est,
    nec habere sequentem.

    Filiae Jerusalem,
    quid me admiramini?
    Divinum est misterium,
    hoc quod cernitis.


    O Jungfrau der Jungfrauen,
    wie kann das geschehen?
    Denn weder vor dir hast du eine ähnliche gesehen,
    noch hast du eine dir nachfolgende.

    Ihr Töchter Jerusalems,
    was staunt ihr über mich?
    Göttlich ist dieses Geheimnis,
    das ihr seht.


    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum09.08.2025 21:15
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !



    "Die Feinde spotten Deiner Ohnmacht:
    "Steig doch vom Kreuz herab ! Du bist ja Gottes Sohn !"
    Und doch war es nicht ihre Macht, es war die Gewalt Deiner Liebe, die Dich ans Kreuz gebracht.

    Keiner nahm Dir das Leben. Du gabst es selbst dahin.
    Hier aber, Herr, im heiligsten Sakrament, da steigst Du vom Kreuz herab, das in der Wandlung aufgerichtet wird in unserer Mitte.




    Nicht zwar, um Deine Macht zu zeigen; vielmehr, um Deine Liebe uns zu offenbaren .
    Zu einem jeden von uns willst Du selber kommen und ihm in der heiligen Kommunion die Gnaden der Erlösung bringen, die Du am Kreuz für uns erworben hast.



    Dank sei Dir, Herr, für Deine übergrosse Liebe!

    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus, als Gekreuzigter kommst Du in der heiligen Kommunion zu uns sündigen Menschen, um uns in unbegreiflicher Herablassung selbst die Gnaden Deiner Erlösung zu bringen.

    Wir bitten Dich:
    Wie wir am Geheimnis Deines Kreuzes so innig Anteil haben, so lass uns auch einmal Anteil haben an Deiner Auferstehung.
    Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -|addpics|qps-3p-ac68.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Tages-Gebete Datum09.08.2025 17:23
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Tages-Gebete

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Lieber @Blasius

    Lieber Blasius; Du hast obiges Gebet lediglich so übernommen, daher siehe bitte nachfolgende Bemerkungen nicht als persönliche Kritik an.


    Ich muss gestehen, dass ich mit einem Teil dieses Gebetes sehr viel Mühe habe.
    Und zwar mit diesem Teil:

    "Gib den Ermordeten deinen Frieden im Land der Lebendigen. Ihren ungerecht erlittenen Tod aber lass heilsam werden durch das Blut deines Sohnes Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."


    Die Lehre der Kirche besagt freilich, dass Jene, die in der Gnade Christi verstorben sind, gerettet sind und so - sollten sie als Teil der leidenden Kirche im Läuterungsfeuer, dem Fegefeuer - sein, durch die Opfer und Fürbitten der streitenden Kirche auf Erden Linderung erfahren.

    Nun wird aber durch obigen Gebetteil suggeriert, dass alleine die "ungerechte Ermordung" ausreiche, um gerettet zu sein....unabhängig vom Glauben an die Ewige Wahrheit Jesus Christus.
    Unser Herr und Gott Jesus Christus hat es mehrfach angemahnt, dass der Mensch wachsam sein solle und jederzeit bereit sein müsse, wenn der Bräutigam - Christus - komme, also in der Sterbestunde.
    Ja, Er hat gar Sein Kommen verglichen wie demjenigen "eines Diebes in der Nacht".


    In welchem Seelenzustand ein Mensch aus dieser Welt scheidet, weiss alleine unser Herr.
    Auch, ob und wie er aus freiem Willen an den geschenkten Gnaden des Heiligen Geistes mitgearbeitet hat oder nicht.
    Ob und in welchem Masse er im Glauben an unseren Erlöser und Heiland gestorben ist.
    Wir dürfen uns freilich nicht dazu hinreissen lassen, alleine den Umstand eines gewaltsamen oder unerwarteten Todes als "Rettung der Seele" zu sehen.


    Daher bedarf auch ein weiterer Teil - diesmal in der Einleitung - des Gebetes einer Erklärung:

    "Ihn, der schuldlos war, hast du für uns dahingegeben, damit durch ihn alle gerettet werden."

    Hier sind wir nun wieder bei der von Papst Benedikt XVI. so dringlich empfohlenen Anwendung der korrekten Formulierung bei der hl. Wandlung:

    "Das ist der Kelch des Neuen und Ewigen Bundes, mein Blut, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden."

    Unser Herr und Gott Jesus Christus hat Sein kostbarstes Blut zwar für alle Menschen vergossen, aber nicht alle wollen gerettet werden, indem sie Ihn bewusst und gewollt zurückweisen bis zuletzt, d.h. bis zum irdischen Tod.

    Ich bete daher stets für alle Menschen, die in der Gnade Christi verstorben sind und noch der Läuterung im Fegefeuer bedürfen, also für unsere Brüder und Schwestern der leidenden Kirche - so wie es auch die Kirche tut während dem hl. Messopfer - nicht aber pauschal für "alle Verstorbenen".
    Wer zu unseren Brüder und Schwestern der leidenden Kirche im Fegefeuer gehört, weiss alleine unser Herr.

    Kein Jota wird sich an den Worten der Ewigen Wahrheit Jesus Christus ändern:

    Joh 14,6
    "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben,
    niemand kommt zum Vater ausser durch mich."
    .



    Dazu ist es hilfreich, sich auch immer wieder die im nachfolgenden Link behandelte Glaubenswahrheit bewusst zu machen, gerade auch die Wahrheit, dass nicht alle Menschen gerettet werden (wollen):
    Vorherbestimmung zur ewigen Seligkeit


    Menschengedachtes, welches sich nicht mit der Lehre der Kirche in Einklang bringen lässt, sollte denn auch nicht in Gebete miteinfliessen.

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum07.08.2025 18:57
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Der Mensch ist von Gott auf Gott hin erschaffen und somit zur Vollkommenheit / Heiligkeit berufen. Wer nicht heilig werden will, kann auch keinen Anteil haben am Heiligen Ewigen Göttlichen Dreifaltigen Leben. In jeder hl. Messe lobpreisen wir den Dreieinen Gott mit dem dreifachen "Heilig, Heilig, Heilig".
    Oft schreckt der Mensch vor dem Streben nach Heiligkeit mit der Begründung zurück, dass es zu schwierig sei, dies verwirklichen zu können. So mag ein Mensch denken, der der fälschlichen Meinung ist, der Erfolg es läge alleine in seinen Kräften, ohne zu verinnerlichen, dass es unser Herr und Gott Jesus Christus ist, der uns nicht nur zum Streben nach Vollkommenheit beruft sondern dieses auch als unser Heiland mit seinen Heilmitteln trägt.


    So schreibt der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975) denn auch Tröstliches und Erbauliches bez. des Strebens nach Heiligkeit / Vollkommenheit:
    -

    Heilig sein heißt so leben, wie unser Vater im Himmel es will.
    Ihr werdet einwenden, das sei schwierig.
    Ja, das Ideal ist sehr hoch.
    Aber gleichzeitig ist es leicht: es liegt in Reichweite.
    Wenn jemand krank wird, kommt es manchmal vor, daß man das richtige Medikament nicht findet.
    Ganz anders ist es im Übernatürlichen; die Medizin ist immer nahe:
    Jesus Christus, gegenwärtig in der heiligen Eucharistie
    , der uns darüber hinaus seine Gnade in den anderen Sakramenten schenkt, die er für uns eingesetzt hat.

    Wiederholen wir in Worten und Werken:
    Herr, ich vertraue auf Dich, mir genügt Deine allgemeine Vorsehung, Deine tägliche Hilfe.
    Nicht große Wunder sollen wir von Gott erbitten - warum auch? -,
    wohl aber, daß Er unseren Glauben vermehre, unseren Verstand erleuchte und unseren Willen stärke.
    Jesus bleibt immer bei uns und verhält sich als der, der Er ist.

    Seit Beginn meiner Seelsorge habe ich euch vor einer falschen Vergöttlichung gewarnt.
    Laß dich nicht dadurch verwirren, daß du weißt, aus welchem Stoff du bist: aus Lehm.
    Das soll dich nicht bekümmern, denn du und ich,
    wir sind Kinder Gottes
    - darin besteht die gute Vergöttlichung -,
    auserwählt durch den Ruf Gottes seit Ewigkeit:

    In Ihm hat Er uns schon vor Erschaffung der Welt auserwählt,
    daß wir heilig und untadelig vor Ihm seien

    (Eph 1,4).
    Gott besonders zugehörig, werden wir als seine Werkzeuge, trotz unserer Erbärmlichkeiten, wirksam sein, wenn wir unsere eigene Schwäche, deren Ausmaß in den Versuchungen zur Sünde spürbar wird, niemals vergessen.

    Wenn ihr euch angesichts einer vielleicht besonders lebendigen Erfahrung eurer eigenen Mittelmäßigkeit entmutigt fühlt, dann ist der Augenblick gekommen, sich ganz den Händen Gottes zu überlassen.

    Selbst in den Augenblicken, da wir unsere Begrenztheit besonders eindringlich spüren,
    können und müssen wir zu
    Gott dem Vater,
    Gott dem Sohn
    und Gott dem Heiligen Geist

    aufschauen, denn wir sind Teilhaber am göttlichen Leben
    .
    Niemals gibt es einen berechtigten Grund zurückzublicken (Vgl. Lk 9,62):
    Der Herr steht an unserer Seite.
    Wir müssen treu und loyal sein, unseren Pflichten nachkommen und in Jesus die Liebe und den Ansporn dazu finden, die Fehler der anderen zu verstehen und unsere eigenen Fehler zu überwinden.
    Und so wird selbst noch alle Verzagtheit - deine, meine und die aller Menschen -
    das Reich Christi tragen helfen.

    Erkennen wir unsere Krankheiten an, aber bekennen wir die Macht Gottes.
    Der Optimismus, die Freude, die feste Überzeugung, daß der Herr sich unser bedienen will, müssen das Leben eines Christen prägen.
    Wenn wir uns als Teil dieser heiligen Kirche fühlen, wenn wir uns vom festen Felsen Petri getragen und durch das Wirken des Heiligen Geistes gestützt wissen, dann werden wir uns dazu entscheiden, die kleinen Pflichten jedes Augenblicks zu erfüllen:
    jeden Tag ein wenig zu säen.
    Und die Ernte wird die Scheunen bis zum Bersten füllen.

    [....]
    Bemühen wir uns darum, in der Tiefe unseres Herzens ein starkes, überwältigendes Verlangen nach Heiligkeit zu erwecken, auch wenn unsere Elendigkeit uns noch so klar vor Augen steht.
    Seid deswegen ohne Sorge; die persönlichen Fehler werden um so deutlicher, je mehr man auf dem Weg des inneren Lebens fortschreitet.
    Dies rührt daher, daß die Gnade Gottes wie ein Vergrößerungsglas wirkt und Winziges
    - ein Staubpartikel oder ein Sandkorn - riesengroß erscheinen läßt;
    denn die Seele erlangt ein hohes Feingefühl für das Göttliche, und das Gewissen, das nur die Reinheit Gottes stillen kann, stößt sich bereits am leisesten Schatten...

    Sage jetzt dem Herrn aus deinem tiefen Herzensgrunde:
    ja, Herr, ich will heilig werden, ich will Dein würdiger Jünger sein und Dir bedingungslos folgen. Und nimm dir zugleich vor, die herrlichen Ideale, die du in diesem Augenblick empfindest, jeden Tag zu erneuern.
    [....]
    Die "große" Heiligkeit besteht im Erfüllen der "kleinen Pflichten" jeden Augenblicks.
    [....]
    Der Weg zur Heiligkeit ist ein Weg des Gebetes; und das Gebet muß nach und nach in der Seele Wurzeln schlagen, so wie ein kleines Samenkorn, das sich später in einen dichtbelaubten Baum verwandelt."

    -

    Der Monat August ist dem Unbefleckten Herzen Mariens gewidmet:
    Gedenk- und Weihemonate (16)

    Im Streben nach Vollkommenheit ist uns eine mächtige Fürsprecherin und Mittlerin aller Gnaden gegeben;
    die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria, die Mutter unseres Herrn, die Er auch uns zur Mutter geschenkt hat.
    Sie ist der schnellste und sicherste Weg zu ihrem göttlichen Sohn.
    Durch Maria zu Jesus !

    Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:

    _
    [....]
    "Warum ist Maria das Ideal aller, die nach Vollkommen￾heit streben? – Weil kein Mensch einen solchen Einfuss
    auf das Herz eines Kindes hat wie seine Mutter, weil kein Mensch die Gesinnung eines Kindes so zu prägen vermag wie diejenige Frau, die es empfangen hat.

    Darum hängt die Fruchtbarkeit unseres Christenlebens entscheidend

    von der Lebendigkeit unserer Verbindung zu unserer himmlischen Mutter ab.

    Wie Maria
    uns einst die Taufgnade erbeten hat,
    so will sie fortan unablässig die Gesinnung ihres Sohnes
    in uns ausbilden.
    Was Maria als Mutter des Hohenpriesters leiblich an Christus getan hat,
    will sie als
    unsere Mutter geistig an uns vollziehen, indem sie uns zu vollkommenen Abbildern ihres Sohnes formen will....


    Heilige Maria, Du unsere gute Mutter, bitte für uns! "

    _

  • Gelobt sei Jesus Christus !



    Fest der Verklärung unseres Herrn. - 6. August.


    Aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:

    -
    "Dieses Fest steht nicht nur der Zeit, sondern auch seine Bedeutung nach in der Mitte zwischen Ostern und Advent, Aufstehung und Wiederkunft des Herrn.
    Es zeigt uns die Menschheit Christi in der Verklärung, das heißt in der himmlischen Herrlichkeit, die sie seit der Auferstehung besitzt und in der sie am Jüngsten Tage vor unser aller Augen erscheinen wird.
    Auch unser glückseliges los wird die Verklärung sein, ja geistigerweise strahlt jetzt schon, seit dem Tage der Auferstehung, Christi Verklärungslicht in alle Glieder Seines Leibes und auch in unser Herz hinein
    So ist also der heutige Tag für uns ein Tag erneuter Osterfreude und zugleich ein Fest der Sehnsucht nach der vollen Verklärung, die einst nach Christi Bild uns wird gegeben werden."

    -


    Zu diesem Fest aus
    Katholische Handpostille von Pater Leonhard Goffine (1648-1719):
    -

    "Warum ist Christus auf dem Berge Thabor vor den drei Jüngern verklärt worden?

    1.
    Damit er ihnen seine Gottheit offenbare,
    2. auf dass er sie dadurch im Glauben befestige, damit sie, wenn sie ihn auf dem Calvarienberge würden sterben sehen, nicht in Zweifel fielen;
    3. ist die Verklärung ge­schehen, um die Jünger Christi und mit ihnen alle Gläubigen im Hinbli­cke auf die zukünftigen Freuden zum Kreuz und Leiden aufzumuntern;
    4. hat Christus uns darin zeigen wollen, wie herrlich unsere Leiber ein­mal von den Toten auferstehen würden (Phil 3, 21).


    Warum hat Christus nur die drei Jünger ( Petrus, Johannes, Jakobus) mit sich genommen?

    Weil sie die standhaftesten unter den Zwölfen waren und auch im Öl­garten Zeugen seiner Traurigkeit und Todesangst sein sollten, auf dass sie alsdann nicht kleinmütig würden, indem sie ja versichert sein muss­ten, dass die Gottheit unter seiner Menschheit verborgen sei. 


    Wie ist Christus verklärt worden?

    Das ist geschehen, indem sein Angesicht mehr leuchtete als die Sonne und (nach der Meinung der Schriftausleger) auch sein ganzer Leib glänzte und (nach der Lehre des Hl. Augustinus und Ambrosius) die Gottheit Christi hindurchstrahlte.
    Er ist auch verklärt worden, indem sei­ne Kleider weiß wurden wie der Schnee.


    Warum sind Mose und Elias dabei erschienen?

    Damit in ihnen das Gesetz und die Propheten Christo Zeugnis geben sollten, dass er der Heiland der Welt sei;
    denn durch Moses wird das Gesetz und durch Elias die Propheten verstanden.


    Wovon haben sie mit Christus geredet?

    Von seinem Leiden und Tode, den er zu Jerusalem glorreich ausstehen würde (Lk 9, 31).
    – Lerne man in den guten Tagen, wie man sich auch der bösen erinnern soll, die einem widerfahren können! (Kor 11, 27).


    Warum wollte Petrus auf dem Berge drei Hütten bauen?

    Das tat er im Übermaß der Freude; denn er wusste nicht, was er redete; darum dachte er auch nicht daran, dass man zur himmlischen Glorie durch größere Mühe gelangen muss. Hat den Petrus schon ein Tröpflein der ewigen Herrlichkeit wie berauscht, mein Gott, was wird dann nicht erst im Himmel der Überfluss des Hauses Gottes bewirken! (Ps 35, 9).


    Von wem kam die Stimme aus den Wolken, die da sprach: „Das ist mein geliebter Sohn, diesen sollt ihr hören“?

    Vom himmlischen Vater, der dadurch andeutete, dass das neue Gesetz durch seinen Sohn verkündet werde und dass alle ihn hören, d. i. ihm gehorsam sein sollen (Hebr 1, 2. 3).


    Warum hat Christus den drei Jüngern geboten, dass sie niemanden von der Verklärung etwas sagen sollten?

    Das ist,
    1. darum geschehen, damit die andern Jünger und Nachfolger Christi nach seiner Auferstehung ihnen desto besser glauben sollten;
    2. damit er uns lehrte, unsere guten Werke bis zum Tode zu verhehlen; darum sagt die Schrift: „Niemanden sollst du rühmen vor seinem Tode“ (Kor 11, 30).

    Ziehe uns zu dir, o Herr, durch die Betrachtung der himmlischen Freu­den, damit wir im geistlichen Streite nicht unterliegen, sondern durch deine Gnade obsiegen und den unvergänglichen Siegeskranz davontragen."­
    -


    Der grosse hl. Kirchenvater Hieronymus über die Verklärung des Herrn (Mt 17,1-9):

    -

    "Er erschien den Aposteln so, wie er sein wird, wenn er die Welt richtet.
    Niemand soll aber glauben, daß er seine ursprüngliche Gestalt und sein Aussehen ganz verloren hat oder seinen Leib ablegte und einen geistigen oder ätherischen Leib annahm; der Evangelist sagt deutlich, wie er verwandelt wurde:
    "sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht."
    [....]
    Es wird ihm also nicht seine Substanz weggenommen, sondern sie wird in Herrlichkeit verwandelt. Gewiß aber, ist der Herr in die Herrlichkeit verwandelt worden, mit der er später in sein Reich kommen wird.
    [....]
    Das alles ist also körperlich und anfaßbar und nicht vergeistigt und ätherisch, so daß es die Augen täuschen und nur in Phantasiegebilden geschaut würde


    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    2. Kl. – Farbe weiß



    Der göttliche Heiland zeigte sich auf den Höhen des Tabor vor seinen Jüngern im herrlichen Lichtglanze der Verklärung. Er wollte dadurch die Apostel, bevor für ihn die Nacht des Leidens begann, im Glauben an seine Gottheit stärken und ihnen zugleich einen Vorgeschmack ihrer eigenen Verklärung bieten.

    Das Fest wurde 1457 von Papst Kalixtus III. allgemein vorgeschrieben zur Erinnerung an den glorreichen Sieg, den der hl. Johannes Capistran im Verein mit Johannes Hunyadi bei Belgrad errang. Die Anfänge dieses Festes gehen im Orient bis ins 5. Jahrhundert zurück.

    Der hl. Papst Xystus II. war von Geburt Grieche, regierte die Kirche von 257 bis 258 und nahm im Ketzertaufstreit eine vermittelnde Stellung ein. Er wurde in der valerianischen Verfolgung während der Feier der Liturgie ergriffen und samt seinen Diakonen Felicissimus und Agapitus enthauptet. Zu seinen Diakonen gehörte auch der hl. Laurentius. Der hl. Xystus wird im Kanon der hl. Messe erwähnt.

    Was sich auf dem Tabor abspielte, erneuert sich in geistiger Weise beim Opfer des Altars: verklärendes Licht strahlt auf und weckt in unsrer Seele die Sehnsucht nach dem Lichte der ewigen Glorie (Intr.).
    Auch für uns wird einmal der Tag der Verklärung anbrechen. In dieser Hoffnung bestärkt uns in der Epistola ein Zeuge des Taborglanzes.
    Beim Graduale, Alleluja und Offertorium steht vor unsrem Auge das leuchtende Bild des verklärten Heilandes. In der hl. Kommunion nimmt auch unsre Seele die Strahlen der Verklärung in sich auf und damit das Unterpfand der ewigen Verklärung (Comm.)


    -

    Die hl. Messe:
    https://www.mariawalder-messbuch.de/as62...aug6/index.html

    Siehe dazu bitten auch:
    Verklärung

    -
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  • Religion und WahrheitDatum05.08.2025 23:47
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Hw Frits Gerben Louis van der Meer in "Das Glaubensbekenntnis der Kirche" (1954):

    -

    "Das Christentum ist die Religion, die der Mensch nicht selbst gemacht hat.
    Der wahre Glaube ist nicht einmal gefunden oder entdeckt worden, er ist uns gegeben worden.
    Und seitdem wird er immer wieder neu, sicher auch irgendwo in unserer Nähe, verkündigt.
    Wir haben darum zunächst nichts anderes zu tun als zu hören:
    Der Glaube kommt aus dem Hören.
    Die Unterweisung im christlichen Glauben ist keine philosophische Darlegung.
    Es geht nicht darum sich kritisch mit irgendwelchen Theorien auseinanderzusetzen,
    sondern Wahrheiten zu hören und anzunehmen, die unser Heil betreffen.

    Auf dieses hören kommt es an, und dass wir dann, was weiter in erster Linie von unserem guten Willen nach von unserer klaren Einsicht abhängt, glauben.
    Das besagt nicht: überzeugt werden, denn der Glaube ist noch etwas anderes als eine bestimmte Überzeugung.
    [....]
    Der, auf dessen Wort wir hören, ist Gott. Nur Gott kann von uns verlangen dass wir glauben.
    Die Kirche ist Christi Leib, beseelt durch Seinen Geist, Christus aber ist der, den Gott gesandt hat. Damit ist das ganze Christentum als göttliche Heilsbotschaft legitimiert.

    Wie die Hoffnung und der Glaube wird auch die Liebe, die Gott fordert, von Gott selbst angezündet: "sie ist in unsere Herzen ausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist" (Römer 5,5).
    Die Antwort auf die Frage wie es möglich sei Gott wirklich zu lieben, mit einer Liebe, die der seinen entspricht, ist immer wieder die Tatsache, dass Gott selbst sich uns mitgeteilt hat.
    Seine Offenbarung,
    die unseren Hochmut zerbrach und unsere Natur überstrahlte, ist an sich und von Ursprung an das Werk seiner Liebe. Gott betonte nicht seine Ewigkeit, die uns in gewissem Sinne abstößt und verwirrt, statt seines Wesens offenbarte er seine Herablassung zu uns: er wurde uns gleich (Newman).
    Der Vater und der Heilige Geist wollten verborgen bleiben hinter dem unvergesslichen

    Antlitz des Sohnes,


    als Gott endlich sein Antlitz über uns leuchten ließ, tat er es mit den Zügen Eines von uns.
    Das Wort ist Fleisch geworden; die Menschwerdung Gottes (9)

    Die Propheten hatten ihn in seiner Größe angekündigt, die Apostel verkündigten, wie er uns zuvor geliebt, und der Lieblingsjünger hundertjährig, die neue Definition der göttlichen Majestät:
    Gott ist Liebe.

    [....]

    So verlangt der Glaube ein reines Herz.
    Er ist der Schatz, der in den teuren Acker verborgen liegt, für den man vieles verkaufen muss, um ihn zu erlangen.
    Und er ist zugleich eine entgegengestreckte Hand: Diese göttliche Hand aber wird nicht endlos neue entgegen gestreckt. Die Gnade des Glaubens ist eine Möglichkeit, an der wir nicht ungestraft vorübergehen.
    Die Gnaden (5)

    Die Kirche versichert uns, dass Gott alle, die er aus dem Dunkel ans Licht gerufen hat, stärkt, damit sie den Glauben bis zum Ende bewahren.
    Gott verlässt nicht, wenn er selbst nicht verlassen wird.
    Und schwerlich kann der, der an Gott glaubt, hoch genug vom Stande des Glaubens denken.
    Ist sein Glaube stark, dann vermag er nicht nur Berge zu versetzen, sondern über allen Bergen und Abgründen der Schöpfung Gott zu erreichen.
    Er empfängt das göttliche Wort wie einen Samen und lässt ihn aufgehen in der Wirklichkeit eines anderen Christus.

    Wie in einer anderen Menschwerdung trägt er die Früchte des Heiligen Geistes und hat so in gewissem Sinn Anteil an der Würde der Gottesmutter, die den Menschgewordenen aus der Kraft desselben Geistes empfing als Frucht ihres Schosses.
    Denn auch sie begann als Glaubende ihrer Würde, von ihr ist ja gesagt worden, dass sie das WORT eher mit ihrem Geist als mit ihrem Schosse empfing (Augustinus). Und mehr noch als um ihres Schosses willen, der das WORT getragen hat, ist sie selig gepriesen worden, weil sie es gehört und bewahrt hat."

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum02.08.2025 21:37
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !

    -

    "Dank sei Dir Herr !
    Hier im heiligsten Sakramente bis Du in dieser Güte und Herablassung an die Grenzen des Möglichen gegangen.
    Wir alle sollten Dein gnadenvolles Herabsteigen in unsere Welt und Dein Erlösungsopfer miterleben;
    wir alle sollten
    unmittelbar schöpfen können aus den Quellen des Heiles, die Du uns erschlossen.

    Darum hast Du
    hier
    Deine Herrlichkeit

    verborgen unter den Gestalten, die von Brot und Wein zurückgeblieben sind.


    Die Augen unseres Glaubens

    erkennen
    Dich unter den leblosen Zeichen.


    Wir beten Dich an, o Herr, wir preisen Deine Güte."

    -


    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -

  • Gedenk- und WeihemonateDatum02.08.2025 18:37
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gedenk- und Weihemonate

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Monat August ist dem




    Unbefleckten Herzen der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria
    gewidmet.




    Das eigentliche Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria
    wird gem. der überlieferten Liturgieordnung am 22. August gefeiert.


    Der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975):

    -

    "Laß es dir selbstverständlich werden,
    dein armes Herz dem liebevollen und unbefleckten Herzen Mariens anzuvertrauen,
    damit es von Schlacken gereinigt wird.
    Unsere Liebe Frau wird dich zum Heiligsten Herzen Jesu hinführen, das voller Erbarmen ist."

    -


    Im Jahre 2010 hat Papst Benedikt XVI. in Fatima ein sehr schönes Gebet gesprochen:

    -

    APOSTOLISCHE REISE NACH PORTUGAL
    ANLÄSSLICH DES 10. JAHRESTAGES DER SELIGSPRECHUNG DER
    HIRTENKINDER VON FATIMA, JACINTA UND FRANCISCO
    (11.-14. MAI 2010)

    AKT DES ANVERTRAUENS UND DER WEIHE AN DAS
    UNBEFLECKTE HERZ MARIÄ

    GEBET VON BENEDIKT XVI.
    Dreifaltigkeitskirche - Fatima
    Mittwoch, 12. Mai 2010
    -

    Maria, Unbefleckte Mutter,
    an diesem Ort der Gnade, an dem die Liebe deines Sohnes Jesus, des Ewigen Hohenpriesters,
    uns Söhne im Sohn und seine Priester zusammengerufen hat,
    weihen wir uns deinem mütterlichen Herzen, um treu den Willen des Vaters zu erfüllen.
    Wir sind uns bewußt, daß wir ohne Jesusnichts Gutes vollbringen können (vgl."Joh"15,5)
    und daß wir nur durch ihn, mit ihm und in ihm für die Welt Werkzeug des Heils sein können.
    Braut des Heiligen Geistes, erwirke uns die unschätzbare Gabe der Umgestaltung in Christus.
    In derselben Kraft des Geistes, der dich überschattet und zur Mutter des Erlösers gemacht hat,
    hilf uns, daß Christus, dein Sohn, auch in uns geboren werde.
    Die Kirche möge so von heiligen Priestern erneuert werden, die von der Gnade dessen verwandelt wurden, der alles neu macht.

    Mutter der Barmherzigkeit, dein Sohn hat uns berufen, so zu werden wie er selbst: Licht der Welt und Salz der Erde.
    (vgl."Mk "5,13.14).
    Hilf uns mit deiner mächtigen Fürsprache, daß wir dieser erhabenen Berufung nie untreu werden,
    daß wir unserem Egoismus nicht nachgeben, noch den Schmeicheleien der Welt und den Verlockungen des Bösen.
    Bewahre uns mit deiner Reinheit, beschütze uns mit deiner Demut und umfange uns mit deiner mütterlichen Liebe, die sich in vielen Seelen widerspiegelt, die dir geweiht sind und uns zu echten Müttern im Geiste geworden sind.

    Mutter der Kirche,
    wir Priester wollen Hirten sein, die nicht sich selbst weiden, sondern sich Gott hingeben für die Brüder und Schwestern und darin ihre Erfüllung und ihr Glück finden.
    Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben wollen wir demütig Tag für Tag unser
    „Hier bin ich“ sagen.
    Von dir geführt, wollen wir Apostel der Göttlichen Barmherzigkeit sein und voll Freude jeden Tag
    das heilige Opfer des Altares feiern und allen, die darum bitten, das Sakrament der Versöhnung spenden.

    Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden,
    du bist ganz hineingenommen in die einzige universale Mittlerschaft Christi, erflehe uns von Gott
    ein völlig neues Herz, das Gott mit all seiner Kraft liebt und der Menschheit dient wie du.
    Sprich zum Herrn noch einmal dein wirkungsvolles Wort:
    „Sie haben keinen Wein mehr“ ("Joh "2,3),

    damit der Vater und der Sohn über uns den Heiligen Geist wie in einer neuen Sendung ausgießen.
    Voller Staunen und Dank für deine ständige Gegenwart in unserer Mitte, will auch ich im Namen aller Priester ausrufen:
    „Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ ("Lk "1,43).

    Maria, seit jeher unsere Mutter,
    werde nicht müde, uns zu „besuchen“, uns zu trösten, uns zu stützen.
    Komm uns zu Hilfe und errette uns aus allen Gefahren, die uns drohen.

    Mit diesem Akt des Anvertrauens und der Weihe wollen wir dich auf tiefere und vollständigere Weise, für immer und ganz in unser Leben als Menschen und Priester hineinnehmen.

    Deine Gegenwart lasse die Wüste unserer Einsamkeit neu erblühen und die Sonne über unserer Dunkelheit leuchten und bringe nach dem Sturm die Ruhe zurück, damit jeder Mensch
    das Heil des Herrn sehe, das den Namen und das Gesicht Jesu trägt, der sich in unseren Herzen widerspiegelt, da sie stets eins mit dem deinen sind.
    Amen."


    -

    In Monat August wird auch das
    Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert ( 15. 8. )


    -

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