Thema von Aquila im Forum Petitionen / Unterschr...
Gelobt sei Jesus Christus !
In Nigeria werden Christen von islamistischen Verbrecherbanden verfolgt, verschleppt und getötet. Eine Petition von citizengo an den in Genf tagenden Menschenrechtsrat verlangt nun entschiedenes Handeln gegen diese Verbrechen.
Bereits liegen an die 160 000 Unterschriften vor, Hier geht es zur Petition:
25. März: Hochfest Mariä Verkündigung - Verkündigung des Herrn
Aus dem Bomm-Volksmessbuch 1962: - "Heute brachte brachte der Engel des Herrn Maria die Botschaft: Du wirst einen Sohn empfangen. Heute sprach sie das gute Wort: Siehe, ich bin eine Magd des Herrn. Heute geschah in ihr das grosse Wunder: Sie empfing vom Heiligen Geistes, und das Wort ward Fleisch in ihr."
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"Videte miraculum" - "Seht das Wunder" von Jacobus Clemens von Papa (1515-1555), vorgetragen von "The Marian Consort":
Videte miraculum matris Domini: concepit virgo virilis ignara consortii, stans onerata nobili onere Maria; Et matrem se laetam cognoscit, quae se nescit uxorem.
Seht das Wunder der Mutter des Herrn: Eine Jungfrau hat empfangen, obwohl sie keinen Mann kennt, Maria, die mit ihrer edlen Last beladen ist; Da sie nicht weiß, dass sie eine Ehefrau ist, freut sie sich, Mutter zu sein.
Durch die Verkündigung der Menschwerdung des eingeborenen SOHNES GOTTES JESUS CHRISTUS durch den heiligen Erzengel Gabriel an die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ..... fand die Erlösung der Welt ihren Anfang !
Aus dem hl. Evangelium nach Lukas (1,26-38) Vulgata:
Im sechsten Monate aber ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, mit Namen Nazareth, zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause Davids, und der Name der Jungfrau war Maria. [Mt 1,13] Und der Engel trat zu ihr hinein, und sprach: Gegrüßt seist du, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeiet unter den Weibern! Da sie dies hörte, erschrak sie über seine Rede, und bedachte bei sich, was dies für ein Gruß sei. Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade gefunden bei Gott. Siehe, du wirst empfangen im Schoße, und einen Sohn ]gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen. [Jes 7,14 ; Lk 2,24] Dieser wird groß sein, und der Sohn des Allerhöchsten genannt werden; Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird herrschen über das Haus Jakob in Ewigkeit, [Dan 7,14.27, Mic 4,7] und seines Reiches wird kein Ende sein. Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies geschehen, da ich einen Mann nicht erkenne? Der Engel antwortete, und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird auf dich herabkommen, und die Kraft des Allerhöchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, welches aus dir geboren werden soll, Sohn Gottes genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter, und dies ist der sechste Monat für sie, die unfruchtbar heißt, denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, nach deinem Worte! Und der Engel schied von ihr. -
+ Ein kurzer Einschub: Das XI. Konzil v. Toledo musste im Jahre 675 mit dem Symbolum Nr. 36 einem verbreiteten Irrtum entgegengetreten: - "Gleichwohl darf man nicht deshalb, weil Maria, vom Heiligen Geist überschattet, empfing, glauben, eben der Heilige Geist sei der Vater des Sohnes, damit es nicht den Anschein hat, wir nähmen zwei Väter des Sohnes an, was zu behaupten allerdings frevlerisch wäre"
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Einer der grossen Kirchenväter, der hl. Augustinus, unterstreicht: - "Christus wurde nicht als Sohn vom Heiligen Geist geboren. Man darf keinesfalls behaupten, dass Christus der Sohn des Heiligen Geistes oder der Heiligen Dreifaltigkeit ist"
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Verinnerlichen wir uns: Alleine der VATER ZEUGT IN EWIGKEITSEIN EWIGES WORT, SEINEN EINZIG GEBORENEN SOHN JESUS CHRISTUS, - GOTT VON GOTT , LICHT VOM LICHTE, WAHRER GOTT VOM WAHREN GOTT, EINES WESENS MIT DEM VATER - DER alleine DURCH die KRAFT des HEILIGEN GEISTES aus der Jungfrau Maria die Knechtschaft des Fleisches angenommen hat. - Siehe bitte auch: Die Allerheiligste Dreifaltigkeit: Der Vater, Der Sohn und Der Heilige Geist (8)
Und: Durch die Fleischwerdung der zweitenwesensgleichen PersonGottesverlor Diese denn auch nicht Ihr Ewiges Geistiges Wesen, sie "fehlt" denn nun auch nicht innerhalb der Dreifaltigkeit. Alleine durch die zur Sühne der Sünden der Welt Fleischwerdung ist der eingeborene Sohn Gottes - Gottes Ewiges Wort - aus der Ewigkeit in das Zeitliche getreten. -
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"Ave Maria"...... mit diesen Worten des Erzengels Gabriel nahm die Erlösung der Welt ihren Anfang !
Durch die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS zu uns gekommen.... durch sie sollen wir denn auch zu IHM gehen !
Alles, was sie ihremGöttlichen Sohne an unseren Tugenden und Gaben darbringt, ist gereinigt und vergoldet und auf einem goldenen Tablet dargereicht !
Nichts behält sie für sich.....alles trägt sie zu ihrem Göttlichen Sohne und schliesst es in ihr Herz ein. Diesem Herzen voll der Gnade kann ER nicht widerstehen !
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Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum. Benedicta tu in mulieribus, et benedictus fructus ventris tui, Jesus.
Sancta Maria, Mater Dei, ora pro nobis peccatoribus nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.
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Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
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Hier ist denn auch zu empfehlen, folgendes Fatima-Gebet einzufügen:
"O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden und bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am Meisten bedürfen."
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Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.
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Marias Lobgesang:
Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. Quia respexit humilitatem ancillae suae. Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes. Quia fecit mihi magna, qui potens est, et sanctum nomen eius. Et misericordia eius a progenie in progenies timentibus eum. Fecit potentiam in brachio suo, dispersit superbos mente cordis sui. Deposuit potentes de sede et exaltavit humiles. Esurientes implevit bonis et divites dimisit inanes. Suscepit Israel puerum suum, recordatus misericordiae suae. Sicut locutus est ad patres nostros, Abraham et semini eius in saecula.
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Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. -
Aus "Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)": - [...] "Gegrüßet seist du, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir, du bist gebenedeit unter den Weibern.” Noch nie hat ein Mensch einen so hohen Gruß empfangen, als Maria. Gottes höchste Majestät war es selbst, in dessen Namen der Engel den Gruß überbrachte, und wunderbar! ein guter Engel machte jetzt wieder gut, was einst ein böser Engel geschadet hatte. Denn der gefallene Engel Luzifer, der Teufel, war es, der die erste Eva verführte und die ganze Menschheit in das Unglück stürzte; nun aber sollte ein anderer Engel, Gabriel, der zweiten Eva, Maria, die frohe Botschaft bringen, daß sie zum Heile der Menschheit den Erlöser empfangen werde. Die Worte also: „Gegrüßt seist du Maria,” sind himmlische Worte; o sprich sie daher immer, christliche Seele, mit tiefer Ehrfurcht, mit inniger Freude aus! Dieser Gruß, sagt der heilige Alphonsus, ist der aller seligsten Jungfrau sehr wohlgefällig, und es scheint, als ob man ihr als dann die Freude, die sie empfand, als der Erzengel Gabriel ihr verkündete, sie werde Mutter Gottes werden, erneuere, und der heilige Bonaventura sagt, daß Maria immer wieder auf diesen Gruß mit einer gewissen Gnade antwortete.
— Der Engel fuhr fort: „Du bist voll der Gnaden.” Kein Mensch hat die Fülle der Gnaden Gottes in so hohem Grade empfangen als Maria, denn sie war unbefleckt, ohne Makel der Erbsünde empfangen und sie gab, wie der heilige Petrus Chrisologus sagt, dem Himmel die Ehre, der Erde den Schöpfer, den Heiden das Glaubenslicht, den Lastern das Ende, dem Leben die Ordnung, den Sitten die Zucht. — Andere Heilige erhielten zwar Teilchen der Gnade, aber in das Herz Mariens goß sich deren ganze Fülle aus, die sich auch über uns verbreitet hat und noch verbreitet. Von ihrer Gnadenfülle erhalten auch wir, sie ist die Schatzmeisterin der Gnaden Gottes, durch ihre Fürbitte kannst du jede Gnade erlangen.
— Der Herr ist mit dir. Hierüber sagt der heilige Bernhard: „Der Herr war mit Maria nicht bloß dem Geiste, sondern auch dem Fleische nach. Er war zwar mit allen Heiligen, ganz besonders aber mit Maria; denn mit ihr hatte er eine so innige Gemeinschaft, daß er nicht nur ihren Willen, sondern auch ihr Fleisch mit sich vereinigte; und dann fährt der nämliche Heilige fort: Der Herr ist mit dir, wie ein Vater mit seiner Tochter, die er sorgsam beschützt, wie ein Bräutigam mit seiner Braut, die er einzig liebt, wie ein König mit seiner Königin, die er in hohen Ehren hält.” O bitte, christliche Seele, täglich Maria, daß sie dir helfe, daß auch Gott immer mit dir sei im Leben und Sterben!!
— „Du bist gebenedeit unter den Weibern.” Maria ist die Gesegnetste ihres Geschlechts, ja die Glückseligste, denn sie allein wurde unter allen Weibern zur Gottesmutter auserkoren, sie allein ist Mutter und doch Jungfrau, sie hat durch den Sohn, den sie geboren, den Fluch Gottes über die Menschheit in Segen umgewandelt; Eva war die Urheberin der Sünde, Maria die Urheberin der Gnaden, Eva hat uns verwundet, Maria hat uns geheilt. [....] Heute feiert also die Kirche zwei feste: ein Fest des Sohnes Gottes und ein fest Mariä, der heiligsten Jungfrau, ; denn heute wurde der Sohn Gottes aus unendlicher Liebe zu uns ein Mensch und Maria wurde zu unserer Freude und zu unserem Troste Mutter Gottes. — Heute ist das Wort, das immer bei Gott war, der Sohn Gottes, Fleisch geworden. O christliche Seele, falle nieder zur Erde und bete an, uns verherrliche und lobe die ewige Liebe des ewigen Vaters, der seinen Sohn gesendet, die ewige Liebe des Sohnes, der herab gekommen ist vom Himmel in diese Erde voll Jammers und Elend, die Liebe des heiligen Geistes, der das Geheimniß der Menschwerdung im Leibe der Jungfrau vollbracht. O falle nieder und danke dem Herrn, der um deinetwillen im dunklen Schoße der Jungfrau ein kleines Kind geworden, damit er dich aus der Gefangenschaft des Satans in die Freiheit der Kinder Gottes, aus der Finsternis des Unglaubens in das Licht des wahren Glaubens versetzte"!!! [....]
Zum Hochfest Mariä Verkündigung / Verkündigung des Herrn aus dem Schott Messbuch 1962:
- Das heutige Festgeheimnis – die Menschwerdung der zweiten göttlichen Person im Schoße der allerseligsten Jungfrau – bildet den Angelpunkt der ganzen Menschheitsgeschichte: die Fülle der Zeit ist da. Was einst Adam durch stolze Selbstüberhebung gefrevelt, im Wunsche, Gott gleich zu sein, wird jetzt wieder gutgemacht, indem der ewige Gottessohn als neuer Adam den Menschen gleich wird. Die Menschen, durch den Ungehorsam Evas dem Tode verfallen, erhalten durch die demütige Hingabe Mariens an Gottes Willen, eine neue Mutter des Lebens.
Das Fest läßt sich im Morgenland schon im 5. Jahrhundert nachweisen, im Abendland vor Gregor dem Großen.
Im Introitus schließen wir uns in hoher Festesfreude dem Ehrengeleite der begnadeten Gottesmutter an. Was Isaias dem Könige Achaz vorherverkündet hatte, ist im Kämmerlein von Nazareth wunderbar in Erfüllung gegangen (Lectio, Evang.). Die Worte des Graduale können wir im Geiste der Liturgie auf Maria oder ihren göttlichen Sohn beziehen. Was wir im Evangelium vernommen, lassen wir im ehrfurchtsvollen Gruße des Offertoriums weiterklingen. In der hl. Kommunion kehrt Gottes Sohn auch in unser Herz ein (Comm.).
Fällt der 25. März auf einen Fastensonntag, so wird das Fest am folgenden Tage gefeiert. Fällt er in die Kar- oder Osterwoche, so wird das Fest in die Woche nach dem Weißen Sonntag verlegt.
Die diesjährige Fastenzeit ist schon weit vorangeschritten. Vor nichts fürchtet sich der gefallene Engel - Satan - mehr, als vor einer aufrichtigen hl. Beichte. Wir oft können wir es denn auch in Bekehrungsgeschichten lesen, wie eine hl. Beichte - oft erst nach Jahrzehnten - die Knechtschaft der Sünde von der Seele nimmt und somit die Ketten des Teufels sprengt. Wie sehr wirkt dieses heute leider "vergessene Sakrament" auf die wahre Gesundheit der Seelen ! Es reinigt, stärkt und heilt die verwundeten Seelen....im kostbarsten Blute unseres Herrn und Gottes Jesus Christus! Das ist dann die Niederlage des Teufels ! Den Teufel hat der hl. Augustinus als den "Affen Gottes" ("simiuis Dei") bezeichnet; obschon Luzifer selber ein - nun gefallenes - Engels-Geschöpf ist, wähnt er sich in seinem Stolz als "Gegengott" und versucht die Werke Gottes "nachzumachen", freilich wie ein Affe - als Fratze und Zerrbild. Daher sein Uebername der "Affe Gottes".
Er gaukelt wahrheitsferne "Liebe" vor und sät Stolz, Selbstsucht, Engherzigkeit, Kälte, Zerstörung und Hass, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Er will im Sumpf der Sünde selbstgefällig, träge und mutlos zur Umkehr machen.
Doch er hat nicht das letzte Wort. Unser Herr und Gott Jesus Christus - das Fleisch gewordene Ewige Wort Gottes, Gott selbst - wartet auf eine jede verletzte und geschundene Seele im Beichtstuhl durch den hw Priester an Seiner statt, um sie wieder mit dem Hochzeitsgewand des Friedens und der Freude eines Kindes Gottes zu bekleiden.
Die nachfolgenden Ausführungen über die hl. Beichte von Pater Stefan Reiner von der Petrus-Bruderschaft sollen daher die unermessliche Gnadenquelle dieses hl. Sakramentes der Versöhnung wieder in Erinnerung rufen. Sei es, dass eine durch die Sünde schwer verletzte Seele der völligen Neubelebung oder eine mit wenig Staub der "lässlichen" Sünden oder Unvollkommenheiten besetzte Seele einer weiteren Stärkung im Glaubens- und Seelenleben bedarf.
- "Liebe Gläubige!
Bei all unseren Bemühungen um Opfer und Gebet in der Fastenzeit kommt dem Beichtsakrament in dieser Zeit eine besondere Bedeutungzu. Der Ruf nach Buße und Umkehr, den wir in den liturgischen Texten der Fastenzeit regelmäßig vernehmen, findet seine konkrete Gestalt im Bußsakrament.
Das wichtigste Element einer guten Beichte ist die Reue über unsere Sünden, daher möchte ich in diesem Editorial über das Wesen der wahren Reue schreiben. Es gibt eine Art schlechtes Gewissen, das von der Reue scharf zu trennen ist. Gewissensbisse plagen, weil man sich bewusst ist, schlecht gehandelt zu haben, und dieses Bewusstsein stört den inneren Frieden. Aber das schlechte Gewissen als solches beinhaltet noch keinerlei Umkehr des Herzens.
Die echte Reue hingegen beinhaltet den ausdrücklichen Wunsch der Umkehr, eine klare innere Absage an die begangenen Sünden. Das diffuse Bedrücktsein durch das bloße schlechte Gewissen weicht einem echten Schmerz über die Sünde und zugleich entsteht eine echte Sehnsucht nach dem Guten. Hierbei erkennt man die eigene Ohnmacht, dass man die begangene Schuld nicht einfach so ungeschehen machen kann. Man erkennt, dass diese innere Umkehr und das Beschreiten eines neuen Weges die begangene Sünde nicht einfach auflöst und die Schuld nicht tilgen kann. Daher führt uns die echte Reue unweigerlich zur unendlichen Barmherzigkeit Gottes; wir begeben uns zu ihm, wir sind bereit demütig die Sünde zu bekennen, verbunden mit der gläubigen Hoffnung, dass er unsere Sündenschuld tilgen kann und will. Die Umkehr, die in der wahren Reue liegt, ist darum eine Rückkehr zu Gott. Man ist sich bewusst, dass man zwar keinen Anspruch auf Vergebung haben kann, aber wir glauben, dass Gott einen reumütigen Sünder niemals zurückstoßen wird. Der Schmerz über die begangene Sünde wird dadurch nicht unbedingt geringer, ja manchmal sogar noch größer, aber es wird eine Art heller und gelöster Schmerz, ein Schmerz, der mit der tiefen Liebe verbunden ist. Die wahre Reue hat daher immer die Zukunft im Blick, die Sehnsucht sich künftig nicht mehr von Gott trennen zu wollen. Dabei bleibt aber die Absage an die bereits begangene Sünde stets das Zentrum der Reue. Jene, die glauben, dass es genüge, sich vorzunehmen fortan nicht mehr Unrecht zu tun und einfach zur Tagesordnung überzugehen, bessern sich nicht wirklich. Es fehlt das Moment sich dem begangenen Unrecht zu stellen und es zu bekennen – die stillschweigende Absage an das bisherige ist nicht ausreichend. Es gehört zur Umkehr, dass wir eine echte Versöhnung mit Gott erstreben, die so lange nicht gegeben ist, bis Gott das Unrecht vergeben hat und es von uns gesühnt ist. Die Trennung von Gott bleibt so lange bestehen, wie ich Gott nicht ausdrücklich um Vergebung gebeten habe, weil die Schuld aus eigener Kraft nicht einfach so getilgt werden kann.
Dabei müssen wir die Worte Jesu zu Petrus ernst nehmen: „Was immer Du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein“ (Mt 16,19).
Die Lösung unserer Schuld vollzieht sich, wenn wir das große Gnadengeschenk des Sakraments der Buße annehmen und die Sünde dem Priester als dem Stellvertreter Jesu Christi bekennen. In der echten Reue liegt das Potential einer echten Veränderung: Der Schmerz über die vergangene Tat, die Rückkehr zu Gott, also eine echte innere Umwandlung und die Sehnsucht danach, dass Gott einem die Schuld im Bußsakrament tilgen wird. Diese Reue ist eine tiefe innere Umwandlung und öffnet die Seele für das gnadenhafte Wirken Jesu Christi. Die Reue aus Liebe zu Gott stellt die Verbindung zu Christus wieder her und er schenkt uns die Gnade wieder. Unser Glaube verbindet damit zudem die Hoffnung, dass Gott nicht einfach nur unsere Sünden tilgt, sondern im Bußsakrament sich eine wirkliche Reinigung und Heiligung unsere Seele vollzieht. Daraus entspringt der ernste Vorsatz, sich künftig – im Vertrauen auf die Kraft, die Gott uns schenkt – nicht mehr durch eine schwere Sünde von Ihm zu trennen.
Hierin unterscheidet sich die katholische Auffassung ganz entscheidend von der Auffassung nach protestantischem Maßstab, zum Beispiel eines Martin Luther. Dort gibt es keine Reinigung und Heiligung, sondern nur ein Nicht-Anrechnen unserer Sünden um Christi Willen. Es ist eine Art passive Reue, in welcher der gute Vorsatz für die Zukunft genügt, aber die Reue über die vergangene Tat ist an sich überflüssig und der Mensch ist dieser Auffassung gemäß gar nicht in der Lage ein neues Leben in Christus zu führen.
Deshalb können wir mit voller Hoffnung den Psalm 51 beten, in dem es frei übersetzt heißt: „Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott und den rechten Geist erneuere in meinem Herzen. Gib mir zurück die Freude deines Heils und bestärke mich in heiliger Kraft“ (Ps 51,12-14). Die Reue lähmt uns nicht und macht uns nicht mutlos, denn man sieht darin nicht nur die eigene Schwäche, sondern auch die barmherzige Allmacht Gottes, worin die Kraft des Menschen neu erblüht, wenn er sich in Gottes Arme wirft. Aus dieser Haltung wird der Gedanke geboren, ein wirklich neuer Mensch werden zu wollen. Es entsteht eine Art heiliger Mut, mit Gottes Hilfe den alten Menschen hinter sich lassen zu können.
Daher wünsche ich Ihnen von Herzen in dieser Fastenzeit die Gnade einer solchen wahren Reue und das Geschenk einer verändernden Beichte, worin Jesus zu Ihnen jedes Mal jene wunderbaren Worte spricht, die er auch an die Sünderin zu seinen Füßen richtet: „Dein Glaube ist Dir zum Heil geworden. Gehe hin in Frieden“ (Lk 7,50).
- " Herr Jesus Christus ! Du bist hier gegenwärtig im Sakrament Deiner Liebe.
Wir beten Dich an. Am Abend vor Deinem Leiden hast Du uns in heiliger Stunde dieses erhabene Sakrament geschenkt, da Du Brot und Wein in Deine ehrwürdigen Hände nahmst und die Worte der Wandlung darüber sprachst. Dank sei Dir, Herr! Nicht ein totes Andenken hast Du uns hier hinterlassen, sondern Dich selbst unter den Zeichen dieses Sakramentes.
Unter beiden Gestalten bist Du ganz und ungeteilt zugegen: Als Gott und als Mensch, mit Fleisch und Blut.
Die Trennung der Gestalten soll uns nur erinnern an Dein Sterben, da Du den letzten Tropfen Deines Blutes uns vergossen hast.
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus , und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.
Göttlicher Heiland ! Am Kreuz war einst Deine göttliche Majestät vor den Augen der Menschen verborgen. Auch Deine menschliche Würde war entehrt und in den Staub getreten. Du warst verachtet, der letzte der Menschen; ein Mann der Schmerzen, mit Leiden vertraut. Und doch Tat sich in all Deiner Erniedrigung noch Deine Gottheit kund für den, der guten Willens war: In Deiner königlichen Haltung; in Deinen letzten Worten, die Deine hohe Majestät verrieten und Deine unbegreifliche grosse Liebe; und endlich in den Zeichen der Natur, die selbst den Hauptmann, der unter Deinem Kreuze stand, zum Glauben führten: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! (Mt 57,4)
Doch hier im Sakrament bist Du noch mehr verhüllt. Hier verbirgst Du Dich unter leblosen Gestalten. Kein Zeichen Deiner Gottheit, noch Deiner Menscheit sehen wir.
Uns aber, Herr, genügt Dein Wort! Wir beugen unsere Knie und beten an!
Lasset uns beten : Herr Jesus Christus, Du hast uns in diesem wunderbaren Sakrament das Gedächtnis Deines Leidens hinterlassen. Lass uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, dass wir allezeit die Frucht Deiner Erlösung in uns erfahren. Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."
Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
Zum Ersten Passionssonntag - Judica aus einer Predigt von Hw Hans Milch aus dem Jahre 1983: - [....] "In allem ist Christus Vorbild. Sein ganzes Verhalten, sein Kampf, seine Erhabenheit, seine Souveränität, seine Überlegenheit hat Er uns vermacht. Wir sind Erbe Seines Kampfes. Und Liebe ohne Kampf ist keine Liebe. Kampf und Liebe gehören zusammen, und der Kampf ergibt sich aus der Liebe. Wer kann schon Gott lieben und alles Seiende lieben und nicht das Nichts hassen? Völlig unmöglich. Wer kann entbrannt sein für Christus und nicht den Satan und seine Werke hassen? Zeige mir deine Liebe ohne Haß; es ist keine Liebe.
Haß gegen das Nichts, Haß gegen den Irrtum, Haß gegen die Sünde: Wie kann ich den Sünder lieben, wenn ich nicht seine Sünde hasse? Wie kann ich den Irrenden lieben, wenn ich nicht seinen Irrtum hasse? Selbstverständlich hasse ich nicht die Person, aber ich hasse das, was die Person entstellt. Und dagegen Kampf, Entlarvung, Bloßstellung, um Chance zu geben, herauszutreten aus dem armseligen Miteinander des Üblichen, aus der bequemen Einbettung ins Kollektiv. Christus will dich herausreißen ins Unbequeme, in die freie Plaine, wo du ungeschützt stehst unter dem Himmel Seines Angebotes und dir nichts übrigbleibt als JA oder NEIN: dorthin will dich Christus herausreißen. Wer nach rechts und nach links, nach hinten und vorne schaut, nach den anderen schaut und sich einfügt und mitmacht und auf halb-und-halb geht und vorsichtig ist und halb meint und doch meint und vielleicht meint ist untauglich für Gottes Reich. Alles oder Nichts, JA oder NEIN. Sehr undiplomatisch! Aber Christus war im höchsten Grade undiplomatisch. Er hat sich ausgesetzt dem Haß der Welt; Zeichen, dem widersprochen wird zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel. [....] Gott ist Mensch geworden und hat das Leiden auf Sich genommen und damit vergöttlicht. Er hat uns nicht vom Leiden erlöst, Er hat das Leiden erlöst von seiner Sinnlosigkeit. Und wir haben nun das Leiden in der Hand als Waffe, als Zepter, als Medium der Machtausübung. Von jedem Weh gehen Ströme lebendigen Wassers aus. Wir sitzen an den Schalthebeln und sind die geheimen Herrscher. Wir tragen zwar unseren Schatz in irdenen Gefäßen; und Gottes Kraft kommt durch unsere Schwachheit zur Vollendung; und unsere Armseligkeit ist ein Magnet, der Sein Erbarmen anzieht: aber mitten in alldem sind wir Herren. Das ist unser Auftrag. Nicht winselnd, wimmernd, keuchend, fluchend, in ohnmächtigem Zorn heulend, sondern heilig, in Ingrimm, im Widerspruch dem Satan widerstehen."[....]
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Zum Ersten Passionssonntag - Judica - aus dem Introitus der hl Messe (Schott-Messbuch 1962): - Introitus (Ps. 42, 1-2)
Vom Passionssonntag bis Gründonnerstag wird, wenn nicht ein Fest gefeiert wird, am Schluß des Introitus kein Gloria Patri gebetet, ebenso nicht am Schluß des Lavabo-Psalmes.
Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta: ab homine iniquo et doloso eripe me: quia tu es Deus meus et fortitudo mea. (Ps. ibid. 3) Emitte lucem tuam et veritatem tuam: ipsa me deduxerunt et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua. – Judica me (usque ad Ps.).
Schaff Recht mir, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich; denn Du bist ja mein Gott und meine Stärke. (Ps. ebd. 3) Send mir Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie zu Deinem hl. Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt. – Schaff Recht mir (bis zum Ps.).
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Die Buss- und Fastenzeit ändert mit dem ersten Passionssonntag ihren liturgischen Charakter.... hin zum Leiden Christi.
Die Einführung aus dem Schott Messbuch 1962: - "Heute ändert sich der Charakter der Fastenliturgie mit einem Male. Die Beziehungen auf die Katechumenen treten jetzt mehr zurück, auch fehlen die Anspielungen auf die Stationskirchen, dagegen tritt der leidende Christus in den Vordergrund. In erschütternder Weise schreit er oft mit dem Psalmisten zum Vater um Rettung aus übergroßer Leidensnot. Die Lesungen stellen uns den Mann der Schmerzen vor Augen. Immer düsterer ballen sich die Gewitterwolken über seinem Haupte zusammen, bis sie sich endlich am Karfreitag furchtbar entladen. Neben dieser unergründlich tiefen Verdemütigung Christi in seinem Leiden tritt in dieser Zeit aber auch deren gewaltige Wirkung: der Segen des Opfertodes, im Lobe des Kreuzes, hervor.
Um ihren Schmerz über das Leiden und den Tod ihres Bräutigams noch mehr zu bekunden, läßt die Kirche in den Tagesmessen der Passionszeit im Staffelgebet den Psalm Judica, der in freudigem Jubel ausklingt und im Introitus des Passionssonntags wiederkehrt, wegfallen und das Gloria Patri, den frohen Lobruf an die heiligste Dreifaltigkeit, verstummen. Sie verhüllt auch das Altarkreuz und die Altarbilder mit dunklen Tüchern, um so an die Erniedrigung des Erlösers zu erinnernund das Bild des Gekreuzigten um so tiefer in unsre Herzen zu prägen. Die Altarkreuze bleiben verhüllt bis nach der Kreuzverehrung am Karfreitag, die Altarbilder bis zum Gloria der Osternacht. [....]
Welch ein kostbarer Schatz unser wahrer Glaube ist, wird uns aus den Ausführungen von Hw Leopold Kist in "Geistliche Schatzgräber", (1866) wieder so richtig bewusst....: - Wenn also Gott die Urquelle aller Seligkeit ist, wenn man nur in Gott und durch Gott sich wahrhaft freuen kann, so geht daraus hervor, daß nur der Gläubige, der Christ, der Fromme und Tugendhafte fähig ist, Glückseligkeit zu genießen. Religion, Glauben und Tugend führen zur wahren Glückseligkeit, und diese ist vor Allem geistiger Art.
Das ist Glückseligkeit:
seinen Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher zu kennen, ein Kind Gottes, im Besitz der Wahrheit, ein Glied der wahren, heiligmachenden Kirche zu sein.
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Das ist Glückseligkeit:
Das Bewußtsein durch Jesum Christumvon Sünde, Schuld und Strafeerlöst und von der Gewalt Satans und der ewigen Verdammnisbefreit zu sein – das Bewußtsein: Der Gnaden und Verdienste Christi teilhaftig geworden, zur Freiheit der Kinder Gottes und zur Erbschaft des Himmels berufen zu sein.
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Das ist Glückseligkeit – zu wissen:
Gottes heiliger Engel steht schützend dir zur Seite, und Gott selbst sieht mit Huld und Gnade auf dich herab.
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Das ist Glückseligkeit:
Ein gutes Gewissen zu haben, das nicht plagt und peinigt und foltert, sondern Gottes ewigen Lohn verheißt.
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Das ist Glückseligkeit:
Jenen Frieden zu besitzen, den die Welt nicht geben kann,der allein von Gott aus dem Himmel stammt. Am Herzen Jesu ruhen, das ist Glückseligkeit.
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Diese Glückseligkeit kann der Mensch schon auf Erden genießen, und diese Glückseligkeit wird er auch im Himmel genießen, aber er wird sie dort genießen im höchsten Grad, er wird sie genießen immer und ewig.
Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft in "Logik der Liebe" :
- [....] "Es ist wichtig zu Bedenken, dass die Moralnicht eine lästige und eigentlich überflüssige Zutat ist, sondern dass sie sich vielmehr mit einer innerer Notwendigkeit aus dem Ganzen des christlichen Glaubens ergibt.
Auf den Punkt gebracht, sie es drei Dinge, die unser Chritsein bestimmen:
1. das rechte Glauben 2. das rechte Lieben 3. und das rechte Leben.
Der Glauben ist Sache des Dogmas. Dabei geht es um die Erkenntnis und das immer tiefere Verständnis der von Gott geoffenbarten Wahrheit. Um darüber zu wachen, übt die Kirche ihr Lehramt aus.
Das Lieben ist Sache der Spiritualität. Darunter fassen wir alles zusammen, was man geistliches Leben nennt. In Bezug auf Gott wird die Liebe konkret im Gebet und im Empfang der Sakramente. Diesen ganzen Bereich verwaltet die Kirche in ihrem Priesteramt.
Das rechte Leben ist Sache der Moral. Es entspricht dem Wesen und der"Logik der Liebe", nicht nur Wort zu sein, sondern über die innere Gesinnung hinauszugehen. Wahre Liebe drängt zur Tat (vgl. 1 Joh 3, 18). Weil aber Gottes- und Nächstenliebe eine Einheit bilden, wird die Liebe zu den Mitmenschen in leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit (vgl. Mt 25, 35) konkret. Um ihren Kindern in den komplexen Situationen des Alltags zu helfen, ihr Gewissen zu bilden, und sicher das Gute vom Bösen zu unterscheiden, übt die Kirche ihr Hirtenamt aus."
Am 19. März feiert die Heilige Mutter Kirche das Hochfest des hl. Josef, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria, Bekenner:
Zum Hochfest aus dem Bomm Volksmessbuch 1962: - "Der hl. Joseph ist ein Bekenner; er erlitt nicht, wie die Märtyrer, den blutigen Tod für Christus; er verkündete nicht, wie die Apostel und Evangelisten, in aller Welt das Evangelium, und doch legte auch er in seiner Verborgenheit ein Bekenntnis und Zeugnis ab für den Herrn durch ein Leben in Gerechtigkeit und Gottesfurcht und des Gotteslobes. Als Bräutigam Mariens und Nährvater des göttlichen Kindes aber war er vor allen Sterblichen erkoren, der Hüter des grössten Gnadengeheimnisses Gottes auf Erden zu sein. Um dieser Gnadenerwählung und seiner hohen Heiligkeit willen preist ihn die heutige Festmesse." -
1. Gaude Ioseph qui gessísti, cum María, Mater Christi, Castitátis lilium. Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!
Freue dich, oh Josef, der du gelebt hast, mit Maria, der Mutter Christi, der Lilie der Keuschheit. Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!
2. Gaude Sponse Cor Maríæ! In te fidit, vas sóphiæ, Spiritus Sacrárium. Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!
Freue dich, oh Braut, Herz Mariens! In dir liegt das Gefäß der Weisheit, das Heiligtum des Geistes. Freue dich, Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!
3. Gaude Sancte qui vidísti, Hunc Natálem diem Christi, Creatóris ómnium. Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!
Freue dich, oh Heiliger, der du gesehen hast, diesen Geburtstag Christi, des Schöpfers von allem. Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!
4. Nostri memor, mortis hora, et pro nobis Christum ora, ut det Cæli gáudium. Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!
Gedenke unser, in der Stunde des Todes, und bitte Christus für uns, dass er uns die Freude des Himmels schenken möge. Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!
Der hl. Joseph ist auch der Schutzpatron der Kirche!
Die hl. Theresa v. Avila (1515-1582) war eine grosse Verehrerin des hl. Josef. In ihrer "Vida" - "Das Buch meines Lebens" schreibt sie: - "Zu meinem Fürsprecher und Herrn erwählte ich den glorreichen heiligen Joseph und empfahl mich ihm recht inständig. [....] Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte. Ja, es ist zum erstaunen, welch große Gnaden mir Gottdurch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligenverliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durchihnbefreit hat. Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade gegeben haben, nur in einem bestimmten Anliegen helfen zu können; aber mit diesem glorreichen Heiligen habe ich die Erfahrung gemacht, dass er in allen Nöten hilft. Damit will der Herr uns zu verstehen geben, dass er nun, so wie er dem hl. Josef auf Erden unterstellt war, im Himmel tut, worum ihn dieser bittet, da dieser als sein Pflegevater ihm gegenüber Vaterstelle vertrat, konnte er ihm ja Aufträge erteilen." -
Dazu ein von Papst Leo XIII. im Jahre 1889 in der Enzyklika "Quamquam pluries " angefügtes Gebet: - Zu dir, o seligster Joseph, fliehen wir in unserer Trübsal. Wie wir deine heiligste Braut um Hilfe angefleht haben, so bitten wir voll Vertrauen auch um deinen Schutz. Um der Liebe willen, welche dich mit der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, und um der väterlichen Liebe, womit du das Kind Jesus umfangen hast, bitten wir dich flehentlich, du wollest das Erbe, welches Jesus Christus mit seinem Blute erworben hat, mildreich ansehen und in unseren Nöten mit deiner Macht und Hilfe uns beispringen. Wache, o fürsorglicher Beschützer der heiligen Familie, über die auserwählte Jüngerschar Jesu Christi; halte fern von uns, o liebreicher Vater, alle Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis; stehe vom Himmel aus uns gnädig bei, du unser starker Retter im gegenwärtigen Kampfe mit den Mächten der Finsternis. Und wie du einstmals das Kind Jesus aus der höchsten Lebensgefahr errettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen die Nachstellungen der Feinde und alle Widerwärtigkeit. Nimm uns alle unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiele und mit deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und die ewige Seligkeit im Himmel erlangen mögen. Amen."
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Der hl. Alphons Maria v. Liguori hebt besonders drei Gründe für die besondere Verehrung des hl. Josef hervor: - Erstens: weil Jesus ihn nicht nur wie ein Freund, sondern weil er ihn wie seinen Vater liebt; weshalb denn auch seine Fürsprache weit mächtiger ist, als die eines anderen Heiligen.
Zweitens, weil der heilige Joseph besondere Macht gegendie bösen Geister, die uns in der Todesstunde anfechten, erlangt hat. Da Joseph unsern Heiland von den Nachstellungen des Herodes befreite, so hat Gott ihm die Macht erteilt,die Sterbenden vor den Angriffen des Teufels zu schützen.
Drittens hat der Beistand, den Jesus und Maria dem heiligen Joseph in der Sterbstunde leisteten, ihm das Recht erlangt, auch seinen treuen Dienern einen heiligen, sanften Tod zu verschaffen.
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Der hl. Hieronymus über das erste Kapitel des Matthäusevangeliums(Mt 1, 18-21) zu finden: - "Weshalb wird er nicht Kind einer gewöhnlichen Jungfrau, sondern einer verehelichten? Zunächst, damit durch den Stammbaum Josephs auch die Abstammung Marias erwiesen würde; zweitens, damit sienicht als Gefallene von den Juden gesteinigt würde; drittens, damit sie auf der Flucht nach Ägypten eine Hilfe hätte. Der Martyrer Ignatius hat noch einen vierten Grund hinzugefügt, weshalb er Kind einer Verehelichten geworden ist, indem er sagte: Damit vor dem Teufel geheim gehalten würde, wer geboren ward, insofern als er meinte, es handle sich nicht um die Geburt aus einer Jungfrau, sondern um die aus einer Ehegattin."
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Die Auslegungen der Kirchenväter besagen, dass der Teufel und sein dämonischer Anhang bis zuletzt nicht wussten, ob es sich bei unserem Herrn um den Messias handelte. Daher auch die Frage des Satans bei der Versuchung Christi "Wenn du der Sohn Gottes bist.....?" + Verführungen der Welt / Versuchungen (6) +
Der hl. Josef ist der Schutzpatron unserer Heiligen Mutter Kirche und..... der Patron der Sterbenden.....
Ein anempfohlenes Fürbitt-Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht lautet:
- "Heiliger Josef, Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"
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Aus dem Schott-Messbuch 1962: - "Fest des hl. Josef Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria Bekenner 1. Kl. – Farbe weiß
Als Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und als Nährvater des göttlichen Kindes war der hl. Joseph zu einer Würde erhoben, wie sie keinem anderen Heiligen zuteil wurde. Er war das Haupt und der Hüter der heiligen Familie zu Nazareth (vgl. die Präfation) und nahm so auch innigen Anteil am Werke der Erlösung. Am heutigen Feste wird in der Liturgie vorzugsweise dieser Anteilnahme gedacht, während die Kirche am 1. Mai den hl. Joseph als Mann der Arbeit feiert. Die liturgische Verehrung des hl. Joseph in einem eigenen Feste geht im Orient bis ins 10. Jahrhundert zurück, während sie im Abendlande erst seit dem 14. Jahrhundert stärker hervortritt. Papst Gregor XV. erhob das Fest 1621 zu einem gebotenen Feiertag.
Um den heiligen Opferaltar geschart, begrüßen wir im Introitus den heiligen Nährvater ob seiner Tugenden unter dem Bilde einer hochstrebenden Palme und einer weitgeästeten Zeder. Wir erhoffen von seiner Fürsprache reiche Gnaden (Oratio), da ihm in der Kirche gleich Moses eine Schützerrolle zuteil wurde (die Worte der Lesung gelten in der Hl. Schrift von Moses). Wir freuen uns über seine hohe Begnadigung (Grad.) und über das Glück seiner schutzbefohlenen Kinder (Tract.). Das Evangelium zeigt uns den getreuen Hüter der Jungfräulichkeit Mariens und damit des hochheiligen Gnadengeheimnisses der Menschwerdung, das ihm geoffenbart wurde. Gottes Gnadenhuld war ständig mit ihm (Offert.). In der Communio sehen wir noch einmal das Bild des keuschen Bräutigams Mariä vor uns; es erfüllt uns mit Vertrauen auf seinen mächtigen Schutz.
Die Stellungnahme und Erläuterungen von Weihbischof Athanasius Schneider zur Frage der neuen Bischofsweihen bei der Pius-Bruderschaft sind gut nachvollziehbar.
Hoffen und beten wir, dass Papst Leo XIV. zum Wohle der Kirche entscheiden und handeln möge.
Bleiben wir treu ! Bleiben wir der immerwährenden Lehre der Kirche treu ! Immer wieder kommen mir die Worte von Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft in den Sinn: - "Bleiben wir treu ! Hören wir nicht auf das Geschwätz ausserhalb - und Gott sei es geklagt - teils auch innerhalb der Kirche . Bleiben wir treu !" -
Zitat aus einer vortrefflichen Predigt von Hw Ulrich Engel aus dem Jahre 2010;
Die katholische Wahrheit ist auch heute noch genau dieselbe wie vor 2000 Jahren, und sie wird auch in 20.000 Jahren keine andere sein.
Nachfolgend ein Auszug:
- "Es steht doch heute alles zur Disposition! Oder wenn mir jemand sagt, man könne doch heutzutage sowieso glauben, was man wolle. Nein, Sie können eben nicht glauben, was Sie wollen, jedenfalls nicht, wenn Sie noch katholisch sein wollen! Die katholische Wahrheit ist auch heute noch genau dieselbe wie vor 2000 Jahren, und sie wird auch in 20.000 Jahren keine andere sein – solange die Welt besteht.
Denn Christus ist die Wahrheit in Person - er, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
Ein von der Kirche beauftragter Verkünder, ein Priester bzw. ein Pfarrer handelt als Vertreter ohne Vertretungsmacht, - wenn ich das mal so juristisch sagen darf, - wenn er sich nicht an die katholische Wahrheit hält und diese zur Disposition stellt oder vielleicht auch noch etwas ganz anderes verkündet, als er zu verkünden von der Kirche beauftragt und bevollmächtigt ist, nämlich nur das Evangelium, und zwar im Verständnis der Mutter und Lehrmeisterin Kirche Jesu Christi und nicht etwa eine private Interpretation. Seine Privatmeinung zum Besten zu geben, hat er keine Legitimation Legund keinen Auftrag.
Er hat nur den Auftrag, im Namen Jesu Christi und der Katholischen Kirche deren Wahrheit zu verkünden. Ich sage das wieder, damit Klarheit in unseren Köpfen herrscht. Die Wahrheit ist auch keine Geschmackssache, sondern steht ganz einfach. Sie ist nicht die subjektive Meinung eines Einzelnen oder Einzelner, sondern besteht objektiv! Sie ist wie ein Gewand, das man allerdings nicht seiner eigenen Statur angießen oder maßschneidern kann, sondern wir müssen so in das Gewand hineinwachsen, indem wir entweder in der Wahrheit zu- oder im Irrtum noch abnehmen. [....] Entweder Er und seine Wahrheit und damit Erlösung, oder....Irrtum und damit ewiges Verderben. Wir müssen uns in Richtung Wahrheit verändern und können nicht die Wahrheit je nach dem persönlichen Geschmack verbiegen und dann die Lüge für die Wahrheit erklären. Es geht um den Glauben und mit ihm um das ewige Leben. Man kann nicht einfach wie ein Warenhändler die katholische Wahrheit zu einer Ware machen im Sinne von Angebot und Nachfrage - das ist ein Verrat an der Wahrheit, die Christus selbst ist."
Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes" v. Kreuz (1542-1591) zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf.
Die Stufen führen über den königlichen Weg des Kreuzes:
"Einerseits hat das Kreuz etwas sehr Belastendes und Abschreckendes an sich - und es stellt sich die Frage, woher es kommt und warum es nicht zu umgehen ist. Andererseits hat das Kreuz, das Christus überwunden hat, erlösenden und befreienden Charakter. Nimmst du das dir zugedachte und zum Teil von dir selbst mitgestaltete Lebensschicksal mit all seinen Zeiten des Kreuztragens bejahend an, werden dir vor allem die schweren Zeiten leichter fallen - letztendlich auch der Tod. Unumgängliches trage zusammen mit Christus, der dir nicht nur den Weg zur Ueberwindung des Kreuzes zeigt, sondern auch in die Herrlichkeit der Auferstehung. Fliehe also weder vor den Konsequenzen deiner falschen Handlungen noch vor dem, was die aus vielleicht noch nicht einsehbaren Gründen auferlegt wurde.. Schaust du in der Hoffnung auf Erlösung von allem Schweren auf Christus, der aus Liebe zu dir dein Kreuz mitträgt und es dir sogar abnimmt, wirst du den königlichen Weg über das Kreuz begreifen."
-
Der hl. Johannes vom Kreuz: - "Das Kreuz ist die Pforte zum Eintritt in die Reichtümer der Weisheit Gottes." -
- "Herr Jesus Christus! Um unseres Heiles Willen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig. Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.
[....] Allmächtiger, ewiger Gott! Wir sind schwache, sündige Menschen. Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden. So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die weit abgeirrt sind vom Wege des Heils, die in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen. Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit. Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als unser Freund und Erlöser zugegen ist und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste. So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Söhne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
Zum Vierten Fastensonntag "Laetare" aus dem Schott-Messbuch 1962:
- Introitus (Is. 66, 10 u. 11)
Lætare, Jerusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam: gaudete cum lætitia, quia in tristitia fuistis: ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestræ. (Ps. 121, 1) Lætatus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Domini ibimus. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Lætare (usque ad Ps.).
Freu dich, Jerusalem! Kommt alle zusammen, die ihr es liebt; froh überlaßt euch der Freude, die ihr traurig waret; frohlocken sollet ihr und satt euch trinken an der Tröstung Überfülle, die euch quillt. (Ps. 121, 1) Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Freu dich (bis zum Ps.).
Stationskirche: Zum hl. Kreuz in Jerusalem 1. Kl. – Farbe violett oder rosarot
Heute ist ein Sonntag der Freude, ähnlich dem dritten Adventsonntag. In Rom beschenkte man sich mit Rosen (Rosensonntag). Der Papst weiht auch heute noch eine goldene Rose, die er dann meist einer fürstlichen Persönlichkeit als Ausdruck besonderer Aufmerksamkeit schenkt. Zum Zeichen der Freude darf heute der Priester statt der violetten Gewänder rosarote tragen, der Altar mit Blumen geschmückt sein und die Orgel erklingen.
Wie wallen im Geiste nach «Jerusalem» (vgl. die Stationskirche), dem Sinnbild der Gemeinschaft der hl. Kirche (Intr.). Welch ein Glück für die Katechumenen, Kinder der Kirche zu werden; welch ein Glück für uns, dieser hl. Kirche anzugehören (Epistel)! Nur in ihr und mit ihr finden wir Christus, der in der hl. Messe das Wunder der Brotvermehrung erneuert (Evang.) und seine Kirche mit geheimnisvollen «Brot» und «Fisch» (hl. Kommunion) zur Pilgerfahrt ins himmlische Jerusalem (Comm.) liebend nährt. Dank und Lobpreis gebührt deshalb dem gütigen Gott (Offert.).
Über das himmlische Jerusalem - d.h. die katholische Gemeinschaft der Heiligen, also kein "multireligiöses Etwas" ! - aus einer Predigt des hl. Thomas v. Aquin:
- "In Bezug auf den zweiten Punkt aber ist zu bemerken, daß die himmlische Stadt, weil sie Jerusalem heißt auf vielfache Weise empfohlen wird; denn vielfach ist in der Schrift von Jerusalem die Rede, was man von dem himmlischen Jerusalem zu verstehen hat. Hier werden zehn Eigenschaften angeführt. Die erste ist die bewunderungswürdige Schönheit und Geräumigkeit. Das hohe Lied (6.) sagt: "Schön ist meine Freundin, und anmuthig und zierlich wie Jerusalem." Die zweite ist die unaussprechliche Liebe. Es heißt (Ps. 31.): "Der Herr sprach, dessen Feuer in Sion, und dessen Feuerofen in Jerusalem ist." Die dritte ist der schöne und klare Glanz. Darum heißt es (Tob. 13.): "In glänzendem Lichte wirst du strahlen und alle Grenzen der Erde werden es anbeten." Die vierte ist die Schönheit der Mauern, Wege und Thore.Es heißt (Tob. 13.): "Und die Thore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd erbaut werden." Die fünfte ist der Ueberfluß an allen Dingen. Die Schrift (Is. 33.) sagt: "Deine Augen werden Jerusalem, die reiche Wohnung sehen." Die sechste ist der Überfluß an allen Vergnügungen. Daher sagt Isaias (letzt. Kap.): "Freuet euch in Jerusalem und frohlocket in ihm Alle, die ihr es liebet; ja, freuet euch Alle, die ihr über es weintet, daß ihr kostet und erfüllt werdet von den Brüsten seines Trostes, daß ihr von seiner Herrlichkeit jegliches Vergnügen genießet." Die siebente ist die immer währende Freude; die achte die ewige Herrlichkeit. Darum spricht der Prophet (Isai. 60.): "Ueber dir Jerusalem geht der Herr auf, und seine Herrlichkeit zeigt sich an dir." Die neunte ist die ewige Glückseligkeit, darum heißt es (Isaia. 66.): "Sieh ich will hinleiten auf Jerusalem gleichsam einen Fluß des Friedens." Die zehnte ist der ewige Genuß des beseligenden Lichtes. Tobias (13.) sagt: " In allen Straßen Jerusalems wird Alleluja gesungen werden. Sieh ich gebe Jerusalem Frohlocken und seinem Volke Freude."
Der hl. Pater Pio wurde in seiner Klosterzelle von Dämonennicht nur bedrängt sondern auch physisch misshandelt. Ein Mitbruder - Bruder Peregrino - war Ohrenzeuge der heftigen nächtlichen Kämpfe und auch Augenzeuge der blauen Flecken am darauffolgenden Morgen.
Bruder Peregrino fiel es jeweils auf, dass es gleichsam von einem Augenblick auf den Anderen in der Zelle von Pater Pio still wurde.
Erst viel später fragte er einmal Pater Pio nach dem Grund dafür.
Der hl. Pater Pio betete das Gebet +++der drei Siegel.+++ Die Tiefe und somit Kraft dieses Gebetes liegt in der Anrufung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit:
++++ Das Gebet für das 1. Siegel:
Herr Jesus Christus, Du bist die WAHRHEIT.
Jede Lüge, die der Feind in mein Ohr flüstert, versiegle ich mit Deiner Wahrheit; sein Mund sei verschlossen; sein Flüstern sei stumm, wo die Wahrheit ist, kann die Lüge nicht bestehen.
Das Gebet für das 2. Siegel:
Herr Jesus Christus, Du bist die MACHT.
Jede Drohung, die der Feind gegen mich schleudert, verdiegle ich mit Deiner Macht; seine Stimme sei gebrochen; sein Schreien sei still; wo die Macht ist, kann keine Drohung bestehen.
Das Gebet für das 3. Siegel:
Herr Jesus Christus, Du bist die LIEBE.
Jede Versuchung, die der Feind vor mein Auge legt, versiegle ich mit Deiner Liebe; sein Gesang sei verstummt, sein Lockruf sei stumm; wo die Liebe ist, kann keine Versuchung bestehen.
++++
Dieses Gebet der 3 Siegel war also die Waffe des hl. Pater Pio gegen die Dämonen;
Dieses Gebet der 3 Siegel wurde dem hl. Pater Pio von der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter gelehrt, als er aufgrund der dämonischen Misshandlungen am Boden lag.
Es ist ein heiliges übernätürliches Gebet - es schenkt die Stille Gottes, indem die Hölle verstummt.
+
1. Siegel DER SOHN - DIE WAHRHEIT. Der Dämon lügt gegen DEN SOHN
2. Siegel: DER VATER - DIE MACHT. Der Dämon droht gegen DEN VATER.
3. Siegel: DER HEILIGE GEIST - DIE LIEBE, die durch IHN in unsere Herzen eingegossen ist. Der Dämon versucht gegen DEN HEILIGEN GEIST
Das Gebet der 3 Siegel ist die die vollständige Waffe gegendie Dämonen, weil diese auch nur 3 Waffen haben:
Lüge Drohung Versuchung
-
Es wird anempfohlen, dieses Gebet zu Beginn 30 Tage jeden Abend vor der Nachtruhe zu beten, um durch das damit verbundene Verstummen der Hölle die Stille Gottes gewahr werden zu können; und später natürlich auch weiter, insbesondere wenn Zweifel, innere Unruhe, Aufgewühltheit, Aengste oder Versuchungen aufkommen sollten. +
Vielen Dank für das Posten dieser KI erklärten "Dunklen Nacht" des hl. Johannes v. Kreuz und v.a. auch des "Fütterns" der KI Maschine mit "katholischpur". Du hast sie damit ja echt gefordert.
Auch wenn diese KI Abhandlung etwas holprig daherkommt und auch nicht zutreffende Behauptungen wie "kann Suizidgedanken wecken, aber mit Glaubenstrieb und Transformation" vorlegt, ist doch ein erster Überblick gegeben. "Suizidgedanken" können niemals Bestandteil der - sehr schmerzlichen, weil in die Abgründe der Seele gehenden - Läuterung v.a. des Geistes sein, zumal mit dieser keine "Selbstzerstörung" sondern eine befreiende Selbsterkenntnis des Menschseins im Sinne der zur schon hier auf Erden möglichen Gott-Einung einhergeht, dies durch das nach und nach Loslassen von bewussten oder unbewussten tief in der Seele / des Geistes sitzenden - die Gott-Einung hemmenden - Bindungen an Geschaffenes, Gewohnheiten, Neigungen und Unvollkommenheiten.
Der hl. Johannes v. Kreuz umschreibt das sehr schön so: -
"Die Seele, die sich an irgendeine Sache klammert, sei sie noch so geringfügig, erreicht trotz vieler Tugenden doch nie die Vereinigung mit Gott. Denn es macht keinen großen Unterschied, ob der Vogel mit einem starken Band oder einem noch so dünnen Faden angebunden ist. In beiden Fällen kann er nicht fliegen.
Jeder Faden, er sei stark oder schwach, hindert die Seele am Aufschwung zu Gott. Sobald man vom Geist verkostet, verliert man den Geschmack an allem, was vom Fleische stammt."
-
Rufen wir es uns immer wieder ins Gedächtnis: Wir sind zur Anteilhabe an Gottes Dreifaltigem Leben berufen !
Unser Herr und Gott Jesus Christus: - Joh 4,24 "Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten." -
Anbetendurch, mit und in Jesus Christus, dem Mensch gewordenen, in Ewigkeit gezeugten Sohn Gottes, durch Ihn, der alleine uns Kunde gebracht hat vom Innenleben Gottes, der Allerheiligsten Dreifaltigkeit und anbetenim von Ihm gesandten Heiligen Geist, Welcher vom Vater UND vom Sohn hervorgeht. -
Der der erschaffenen Seele innewohnende menschliche Geist ist unermesslich grösser als der von ihm durchmessene Raum, denn er ist erschaffen für das Leben jenseits von Raum und Zeit.... zum ewigen Leben; zur Anteilhabe am am Göttlichen Dreifaltigen Leben!
Im Streben nach Vollkommenheit erfahren Sinne und - je nach göttlichem Ratschluss - auch der Geist des Menschen eine tiefgehende und aufgrund ihrer Intensität auch als schmerzhaft empfundene Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung. Grosse Lehrmeister dieses Weges der Läuterung sind der hl. Johannes v. Kreuz und die hl. Theresa v. Avila. Daneben auch die hl. Theresa v. Lisieux, die hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit sowie die hl. Theresa Benedicta vom Kreuz ( Edith Stein ); sie gehören alle dem Karmeliten Orden an.
Ein wie auch immer gestaltetes geistliches Leben ohne Streben nach Vollkommenheit wird stets ein oberflächliches und somit für Irrungen und Wirrungen anfälliges bleiben.
- Ist der gefasste freie (!) Wille - der stets auf dem Anstoss durch die Gnade des Heiligen Geistes fusst - getan, so muss als Erstes eine gleichsam radikale ( von der Wurzel aus) Aufräumung des Innenlebens erfolgen; d.h. das Loslassen und gleichzeitig Entfernen aller "fremden Götter", die sich in zahlreichen Varianten im tiefsten Innern eingenistet haben können. - die Läuterung der Sinne ! Diese bedarf des aktiven Mittuns des Menschen !
- Nach diesem Entfernen dieser die Seele gefangen gehalten habenden Hemmnissen bedarf es der intensiven inneren Reinigung, zumal diese teils über Jahre oder Jahrzehnte festgefahrenen schädlichen Einflüsse vieles an Schlacken und Staubschichten hinterlassen haben - die Läuterung des Geistes ! Diese erfährt der Mensch passiv als Einwirkung Gottes; die Aufgabe des Menschen ist, dies geschehen zu lassen ! Diese Phase der Läuterung ist derart intensiv, dass der Mensch aufgrund seiner Schwachheit durch die Kraft des Göttlichen Einströmens (blass vergleichbar als Folge eines ungeschützten Blick in die Sonne) in eine "dunkle Nacht" des Geistes fällt , einem Gefühl der Gottverlassenheit und geistlichen Leere.
- Schliesslich folgt nach der Reinigung das "Wechseln der Kleider"; ein Gott geschenktes neues Verstehen und eine neue Einsicht - die Gotteinung !
Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes" v. Kreuz (1542-1591) zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf:
- "Schafft die fremden Götter weg, die ihr bei euch habt ! Reinigt euch und wechselt eure Kleider" (Genesis / 1 Mose 35,2b ). Diese drei Dinge müssen vollkommen verwirklicht werden, ehe der Mensch den Gipfel des Gottesberges schauen darf, um mit Gott in seinem Herzen wieder herabzusteigen und einen neuen Auftrag in dieser Welt zu erfüllen. Als Erstes müssen alle fremden Götter aus dem Inneren des Menschen hinausgeworfen sein - das sind alle Neigungen zu unguten, abhängig und krank machenden Dingen; Bindungen, die die Seele fesseln und den in ihr wohnenden Wunsch, zu Gott aufzusteigen, verhindern.
Selbst wenn diese "fremden Götter" die Seele verlassen haben, so bleibt doch in ihr ein Nachgeschmack dessen zurück, was sie so lange besetzt hielt. Daher ist auf der nächst feineren Ebene die Reinigung von all dem unabdingbar.
Das dritte Notwendige ist das Wechseln der Kleider; das heisst: Gott legt ein neues Verstehen in die Seele des Menschen und schenkt neue Einsicht. -
Oder mit den Worten eines Karmelitenpaters:
der Geist regiert überden Leib / das Fleisch. die Seele regiert über den Geist; Gott regiert über die Seele;
Ist es nicht oft so, dass dem Menschen das Gebet alleine dazu dienlich sein soll, um seinen Wünschen - seinem Willen - Erhörung zu verschaffen ?
Doch das beständige, beharrliche Gebet hat eine andere Intention; sehr schön von einem Karmelitenpater umschrieben:
- Wir beten nicht, damit wir Gottes Herz öffnen können, um so unseren Willen erfüllt zu bekommen
sondern
wir beten, damit Gott unser Herz öffne, aufdass wir Seinem Willen entsprechen können und sich so Sein Willean uns erfülle. -
Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes v. Kreuz (1542-1591) zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf. Über die Notwendigkeit der Zurücknahme des eigenen Willens:
-
Es kann kein grösseres und höheres Gebet geben als zu wünschen, das Irdische möge dem Himmlischen gleich werden. Die Bitte 'DeinWille geschehe wie im Himmel so auf Erden' drückt den Wunsch aus, die Seele möge sich ganz dem göttlichen Wesen öffnen. Die Grundhaltung des so Betenden ist die eines Empfangenen, der sich im Vertrauen ganz auf Gott verlässt. In der Verkündigung nimmt Maria in ihrer Antwort an den Engel diese dritte Vater Unser Bitte vorweg 'ich bin die Magd des Herrn mir geschehen nach deinem Wort' (Lukas 1, 38 ). Jesus lehrt später nicht nur diese Vater Unser Bitte, sondern durchlebt und durchleidet sie auch während seines von Schmerz erfüllten Gebetes ' Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, doch nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen ( Lukas 22, 42) Nur derjenige kommt auf dem Weg zur Vollkommenheit weiter, der gelernt hat, seinen eigenen Willen zurückzunehmen, indem man das Kreisen um sich und das Seine aufgibt. -
- "Herr Jesus Christus ! Um unseres Heiles wiillen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.
Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.
Zur Sühne für unsere Sünden hast Du Dich selbst auf dem Altar des Kreuzes geopfert, und seit zwei Jahrtausenden erneuerst Du Dein Opfer in jeder heiligen Messe.
Und doch ist noch so viel Sünde und Gottlosigkeit auf dieser Erde. Ja, es möchte uns scheinen, als sei es Welt heute mehr als früher der Knechtschaft der Sünde verfallen. Erbarme Dich Herr, der Menschheit, die Du mit Deinem kostbaren Blut erlöst hast! Du hast einst gesagt: 'Grössere Freude ist im Himmel über einen Sünder, der Busse tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Busse nicht bedürfen.' (Lk 15,7)
So sieh mit Erbarmen herab auf die Vielen, die in unseren Tagen den Weg der Sünde gegen, ohne an Busse und Bekehrung zu denken. Mit einem Wort hast Du Inst deine Aussätzigen befreit von ihrer schrecklichen Krankheit. So reinige die Menschen vom Aussatz der Seele, von der Sünde !
Bevor Du in Dein Leiden gingst, hast Du gesagt: 'Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen.' (Joh 12, 32) So ziehe denn alle, die noch fern von Dir sind, an Dein heiligstes Herz! Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen.!
Lasset uns besten: Allmächtiger ewiger Gott! Wir sind schwache, sündige Menschen. Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden. So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die abgeirrt sind vom Wege des Heiles, die in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.
Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.
Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als Freund und Erlöser zugegen ist, und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.
So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr" -|addpics|qps-cq-354d.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|
Ein Gebet - nicht nur, aber auch passend zur Fastenzeit - des hl. Albertus Magnus (1200-1280): - "Herr Jesus Christus, deine Gnade hat mich in die Wüste der Buße geführt. Beschütze mich, wenn der Versucher sich mir naht. Laß mich die Kindschaft Gottes niemals preisgeben,nicht dem Ehrgeiz und dem Stolz verfallen. Hilf meinem Willen,der sich gegen die Bitternis der Buße sträuben will. Durch das Wort der Wahrheit mach mir die Härten der Entsagung. die der Versucher Steine nennt, zu Brot und die Genüsse, die er Brot nennt, zu Steinen. Bewahre mich vor dem Versucher! Er stelle mich nicht auf die Zinne des Tempels, daß ich mich für besser halte als die anderen, er stürze mich nicht hinab durch heuchlerische Demut. Auch soll der Teufel mich nicht auf den Berg des Reichtums führen,damit ich nicht aus Habgier vor ihm niederfalle und ihn anbete. Alles, was dir widerstrebt, halte fern von mir, damit ich DICH, meinen Herrn, anbete und dir allein diene.
Der Versucher verlasse mich! Deine Engel sollen zu mir kommen, um mich vor dem Bösen zu bewahren. Sie mögen mir dienen und mich zum Guten führen, zu dir, mein Gott, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit."
- Zum Dritten Fastensonntag "Oculi" :
Aus dem Schott-Messbuch 1962:
- Introitus (Ps. 24, 15-16)
Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos: repice in me, et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Oculi mei (usque ad Ps.).
Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Meine Augen (bis zum Ps.).
+
Einführung Stationskirche: St. Laurentius vor den Mauern 1. Kl. – Farbe violett
Wir begleiten im Geiste die Katechumenen zu ihrem Patron, dem hl. Laurentius. Es begann heute für sie in Rom ein wichtiger Abschnitt in ihrer Vorbereitung auf die hl. Taufe: die Skrutinienwochen, d.h. die Zeit der öffentlichen Prüfungen über ihre sittliche und geistige Reife; damit waren Exorzismen (Teufelsbeschwörungen, vgl. das heutige Evangelium) verbunden, die gewöhnlich am Mittwoch und Samstag stattfanden.
Die Stationskirche erhielt schon früh auch das Gepräge eines Marienheiligtums (daher das Marienlob am Schluß des Evangeliums).
Mit den Täuflingen lassen auch wir uns gesagt sein: «Ihr waret einst Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn» (Lesung). Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum, Heiligkeit und Sünde, Gott und Teufel! – wir haben uns zu entscheiden und richten deshalb unser Auge auf den Herrn (Christus – Intr.). Wir sollen mit Christi Kraft den Starken, d.h. den Teufel überwinden (Evang.). – Beim Opfergang legen wir unsern Entschluß auf die Patene, Gottes Gebote zu erfüllen (Offert.). Der Altar mit seinen Gnadenschätzen soll eine liebtraute Heimstätte sein für unsre Seele und eine Stufe, auf der wir zum Gotteshaus des Himmels emporsteigen (Comm.).
- "Wende nicht ein, dass es unnötig sein würde, Gott deine Bedürfnisse mitzuteilen, da Er sie besser kenne, als wir selbst. Er kennt sie, aber Er handelt gegen uns, als ob Er nichts wisse von all dem, was wir Ihm verschweigen, und um was wir bei Ihm keine Hilfe suchen. Unser Heiland wusste, dass Lazarus gestorben war, aber Er gab dies erst zu erkennen, nachdem Magdalena es Ihm gesagt hatte, worauf Er sie alsbald mit dem Versprechen tröstete, dass ihr Bruder auferstehen werde.
Auch musst du, wenn eine Krankheit, eine Versuchung oder Verfolgung über dich kommt, alsbald zum Gebete deine Zuflucht nehmen, damit der Herr dir beistehe. Es genügt, wenn du Ihm zurufst: "Blicke auf mich, o Gott, denn ich werde geplagt." Er wird dich alsdann gewiß trösten, oder dir wenigstens Kraft geben, geduldig dein Leiden zu ertragen, was dir oft nützlicher sein wird, als wenn Er dich ganz davon befreie.
Sage Ihm, welche Gedanken dich peinigen, was du fürchtest, warum du traurig bist, sprich zu Ihm: "O mein Gott! Auf Dich setze ich alle meine Hoffnung, ich opfere Dir dies Leiden auf, ich ergebe mich ganz in Deinen heiligen Willen, habe Mitleid mit mir, befreie mich von der Last, die mich niederdrückt, oder gib mir wenigstens Kraft, sie zu tragen."
Das Versprechen, das Er im Evangelium gegeben hat, alle Leidenden zu trösten und ihnen, sooft sie zu Ihm ihre Zuflucht nehmen, beistehen zu wollen, wird Er alsdann erfüllen: “Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken” (Mt 12,18).
Wenn die Morgenstunde kommt, so rechne darauf, daß du vielleicht die Abendstunde nicht mehr erleben werdest. Und wenn die Abendstunde da ist, so wag es nicht, dir noch die Morgenstunde zu versprechen. So sei denn immer bereitet, und lebe so, daß dich der Tod nie unbereitet finden (nie überraschen) kann. Es sterben doch so viele, ehe sie es vermuten, und recht unbefragt dahin. Der Menschensohn kommt, auch in dem Sinne, zur Stunde, wo man es nicht glaubt. Wenn deine letzte Stunde wird gekommen sein, dann wirst du dein vergangenes Leben ganz in einem andern Lichte sehen, und es wird dir dein Herz zerreissen, daß du im Guten so nachlässig und lau gewesen bist.
Wie selig und klug ist doch der Mensch, der keine andere Sorge kennt, als so zu leben, wie er im Tode wünschen wird, gelebt zu haben!