- "Lasst uns mit Vertrauen um den Schutz der Engel bitten. Sie die ja ausgesandt zum Schutze derer, die das Heil erlangen allen sollen (Hebr 1,14). Gott hat seinen Engeln befohlen, sie sollen uns befehligen, auf all unseren Wegen (Ps 90,11).
Heiliger Erzengel Michael. Du Fürst der himmlischen Heerscharen. Du Schutzherr der Kirche Gottes. Du Engel der Deutschen. Verteidige uns im Kampfemit den Mächten der Finsternis!
Heiliger Erzengel Gabriel. Du hast als Bote Gottes die Menschwerdung Seines Sohnes verkünden dürfen. Hilf, dass wir durch ihn das Heil erlangen!
Heiliger Erzengel Raphael. Du bist einer von den Sieben, die vor dem Throne Gottes stehen. Du bist von Ihm gesandt als treuer Artgenossen Seiner Auserwählten (Tob 12,15). Beschütze uns auf allen Wegen dieses Lebens!
Alle heiligen Engel und Erzengel Gottes, alle heiligen Schutzengel, als Chöre der seligen Geister, kommt uns zu Hilfe! Bittet für uns am Throne des Herrn! Bei aller Sorge für uns Menschen schaut ihr doch immerfort das Angesicht des Vaters, der im Himmel ist (Mit 18,10). Bringt unser Beten vor Seinen Thron (Tob 12,12) !
Ihr seid auch hier zugegen, um unaufhörlich den Herrn im Sakramente anzubeten.
Lobt Seinen Namen ohne Unterlass bei Tag und Nacht, auch wenn wir Menschen schweigen. Ihr freut euch über jeden Sünder, der Busse tut (Luk 15, 7). Erbarmet euch der Sünder, erbittet ihnen die Gnade der Bekehrung. Ihr heiligen Engel, ihr habt bei der Geburt des Herrn zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen gesungen. Stärkt uns im guten Willen, damit auf Erden Friede werde. Ihr habt dem Herrn gedient nach der Versuchung in der Wüste (Mit 4, 11). Kommt uns zu Hilfe. dass wir dem Bösen nicht unterliegen!
Einer von euch hat den Herrn in Seiner Todesnote am Ölberg trösten dürfen (Luk 22, 43). Richtet auf, die betrübten Herzens sind!
Ihr wart die ersten Boten Seiner Auferstehung. Erhaltet uns im frohen Gauben!
Bei Seiner Himmelfahrt habt ihr verkündet. dass Er wiederkommen wird in gleicher Herrlichkeit. Sorgt für uns, dass wir an jenem Tage wohl bereitet sind!
Ihr werdet mit Ihm kommen in Herzlichkeit, um die Gerechten von den Verworfenen zu trennen (Mt 25, 31). Geleitet uns alsdann, wir bitten euch, zu Seiner rechten Seite, dass wir Sein Segenswort vernehmen können!
Euch sollen wir als Kinder Gottes einmal gleichen, wenn nach der Auferstehung der Toten der Tag der Ewigkeit gekommen ist (Lk 20, 35). Nehmt uns dann auf in euere selige Gemeinschaft!
Schon heute aber lasst uns mit euch singen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott der Heerscharen, Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit! Bittet für uns, beschützt und, ihr Engel des Herrn, aufdass wir würdig werden den Verheissungen Christi.
Lasst uns beten: Herr Jesus Christus ! Mit den heiligen Engeln, die Dir schon in Deinem irdischen Leben gedient haben, beten wir Dich an. Du wirst sie einst am Tage der Ernte aussenden, um alle Übeltäter wie das Unkraut aus Deinem Reiche herauswerfen zu lassen. Wir bitten Dich, sende schon jetzt Deine Engel aus, damit sie uns befehlen vor der Arglist des bösen Feindes und wir an jenem Tage in Deinem Gerichte bestehen können.
Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr" -
Ist es nicht geradezu bezeichnend, dass die "aufgeklärten Gesellschaften" sich gleichsam in Angst um die Zukunft überbieten ?
Pater Brenward Deneke von der Petrus-Bruderschaft hat in einem Beitrag über das richtige Verständnis des katholischen Vorsehungsglaubens gerade auch diese Tatsache hervorgehoben: - "[....]hat ein unheilvolles Zusammenspiel verschiedener Kräfte es fertiggebracht, das lichte Mysterium der göttlichen Vorsehung für viele unserer Zeitgenossen zweifelstrübe, ja finster werden zu lassen. Man spricht nur noch selten von der Vorsehung. Mit dem Wort aber verschwindet bald auch der Inhalt. So erstaunt es nicht, dass einem Großteil der Menschen der christliche Vorsehungsglaube wenig bis nichts mehr sagt.
Eine wichtige Stelle innerhalb unserer Weltanschauung bleibt, einmal leergeräumt, nicht lange unbesetzt. Schnell drängen sich andere Ideen ein. Daher neigt, wer nicht mehr mit einer höheren Macht rechnen will, die uns weise lenkt und leitet, ohne uns dabei die persönliche Freiheit zu nehmen, ganz anderen Auffassungen zu. Diese sind – typisch für jeden Abfall von der Wahrheit! – durch ihre Einseitigkeit und Widersprüchlichkeit gekennzeichnet: Man hält sich für völlig frei, seine Existenz nach eigenem Gutdünken zu entwerfen und dann zu verwirklichen (vgl. die perversen Ausgeburten der sog. Gender-Ideologie); zugleich aber meint man, der Mensch sei in allen Dimensionen des Daseins, bis in das geistige Leben hinein, biologisch programmiert und determiniert.
Die Auswirkungen des verlorengegangenen Vorsehungsglaubens sind überaus verhängnisvoll. Als praktische Folgerungen einer Weltanschauung, die sich vom angeblichen „Gotteswahn“ emanzipiert hat, haben sie an deren Widersprüchen teil. Daher erleben wir in der Gegenwart direkt nebeneinander, ja häufig ineinander verwoben, einen enthusiastischen Machbarkeitswahn und eine geradezu fatalistische Resignation.
Machbarkeitswahn: Man meint, alles selbst gestalten zu können. Dies nicht erst, seit man begonnen hat, in das menschliche Erbmaterial einzugreifen, um die Zukunft unseres Geschlechtes ganz in die eignen Hände zu nehmen. Auch andere, viel ältere Einrichtungen zeugen von vermessener Selbstsicherheit. Romano Guardini hat das 1950 in seiner berühmten Schrift „Das Ende der Neuzeit“ am Beispiel des modernen Versicherungswesens zu zeigen versucht: „Betrachtet man es in jener letzten Ausbildung, die es bereits in manchen Ländern erfahren hat, so erscheint es geradezu als Beseitigung jeglichen religiösen Hintergrundes. Alle Eventualitäten des Lebens werden ‚vorgesehen’, nach Häufigkeit und Wichtigkeit berechnet und unschädlich gemacht.“ Die Versicherung als neue Vorsehung! Ein offensichtlicher Widerspruch zu der Anweisung des Apostels Jakobus, dass wir nicht leichthin davon sprechen dürfen, was wir demnächst tun werden, da doch die Zukunft ungewiß ist, sondern stattdessen sagen sollen: „Wenn der Herr will, werden wir am Leben bleiben und das oder jenes tun.“ Diese Stelle aus dem Jakobusbrief (4,13-15) begründet übrigens die Gepflogenheit gläubiger Menschen, ihren Plänen stets ein demütiges „So Gott will“ voranzustellen.
Fatalistische Resignation: Sie ist nur die andere Seite des Machbarkeitsdünkels. Allzu häufig bemächtigt sie sich schon junger Menschen, die doch eigentlich von Hoffnung und hoher Erwartung erfüllt sein sollten. Weil sie sich aber einem riesenhaften Apparat gegenübersehen, der ohne Berücksichtigung ihrer Person und Wünsche abläuft, unaufhaltsam alles in sein Getriebe hineinzerrend und vieles gnadenlos zermalmend, deshalb verfallen sie in eine Haltung,[/b] die ebenso die Form rebellischer Verweigerung wie lustlosen Sich-Anpassens annehmen kann. Solche Menschen erstreben und ersehnen kaum noch etwas, es sei denn die hastig vorüberhuschenden Vergnügungen, mit denen die Welt der Werbung und des Entertainments lockt: „Was wollen sie? Sie wollen: to live and to have a fun, gut leben und ihr Späßchen haben. Man wird euch damit bedienen; mit Nahrung und Freizeitgestaltung, mit Kalorien und Kinos“, notierte der Staatsdenker Carl Schmitt schon 1949...
Die Verheerungen und Zerstörungen, die durch den Verlust der Vorsehung in immer neuem und schlimmerem Maße hervorgerufen werden, können keinem wachen Beobachter der Zeit verborgen bleiben. Daher tut es not, die Wahrheit über die weise, gütige und machtvolle Sorge Gottes für Welt und Menschen neu zu erkennen, sie gegen falsche Auffassungen abzugrenzen und ihre Folgen für das Leben zu bedenken. [....] Die Vorsehung wird uns in der Bibel also niemals wie eine unpersönliche Schicksalsmacht oder eine hochkomplexe, dabei kalte Vernunft vorgestellt, nach deren Plänen alles gleich einem Uhrwerk abläuft. Wohl betont die Offenbarung die überweltliche Macht des Schöpfers, dem ausnahmslos alles unterworfen ist. Doch zugleich unterstreicht sie immer Seine persönliche, gütige Sorge für Seine Schöpfung, für Sein Volk und für jeden einzelnen Menschen. [....] Und während die menschliche Freiheit gemäß stoischer Lehre von der Vorsehung nahezu erdrückt und beseitigt wird, kann sie nach christlichem Glauben trotz, ja durch die unendliche Macht und Wirksamkeit Gottes weiterbestehen. Der heilige Thomas von Aquin erklärt dazu, Gott sorge für jedes Geschöpf seiner Weise entsprechend, und da dem Menschen nun einmal der Gebrauch des Willens eigentümlich sei, nötige ihn die Vorsehung niemals dazu, das Rechte zu tun (vgl. Contra Gentiles, III,148). Gerade darin also erweist sich die Überlegenheit und Übermacht der Vorsehung Gottes, dass Er das freie Eigenwirken der Geschöpfe zuläßt und es sogar dann, wenn es sich gegen Seine Ordnung richtet, in Seine ewigen Pläne einzubeziehen weiß!
Hingabe an Gottes Vorsehung
Die Betrachtung dieser Zusammenhänge bewegt uns Menschen zu der einzig angemessenen, dabei sehr schlichten Konsequenz, die der geistliche Schriftsteller Jean Pierre de Caussade S.J. (+ 1751) in seinem gleichnamigen Buch auf die klassische Formel gebracht hat: „Hingabe an Gottes Vorsehung“. Nicht das Sinnieren über verborgene Geheimnisse ist von uns verlangt. Vielmehr sollen wir uns von unserem Herrn immer neu belehren lassen (nach Mt 6,25ff.): Wer sich ganz auf die Vorsehung stützt, der braucht sich nicht gleich den Heiden und Kleingläubigen mit Gedanken über die ungewisse Zukunft herumzuplagen; der himmlische Vater weiß ja, wessen wir bedürfen, Er selbst übernimmt die Sorge für uns; und so bleibt letztlich nur die eine Sorge: „Suchet zuerst das Reich und seine Gerechtigkeit, und das andere wird euch hinzugegeben werden.“ (Mt 6,33)
Gestützt auf die Verheißung, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht (vgl. Röm 8,28), ergibt sich so eine vollkommene Ruhe und Sicherheit. Weder Trübsal noch Bedrängnis, Verfolgung, Hunger, Blöße, Gefahr oder Schwert können uns ja von der Liebe Christi scheiden (Röm 8,35)! Hier sei an die 1935 verstorbene Dichterin Hedwig von Redern und ihre Verse erinnert, die schon vielen Menschen in schwerer Lage Trost und Zuversicht geschenkt haben:
Weiß ich den Weg auch nicht, Du weißt ihn wohl; das macht die Seele still und friedevoll. Ist´s doch umsonst, dass ich mich sorgend müh,dass ängstlich schlägt das Herz, sei´s spät, sei´s früh.
Du weißt den Weg ja doch, Du weißt die Zeit, Dein Plan ist fertig schon und liegt bereit. Ich preise Dich für Deiner Liebe Macht, ich rühm’ die Gnade, die mir Heil gebracht.
Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht, und Du gebietest ihm, kommst nie zu spät; drum wart ich still, Dein Wort ist ohne Trug, Du weißt den Weg für mich, - das ist genug.
„Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!“ Dieses Wort des heiligen Don Bosco (+ 1888) beschreibt prägnant, wozu die Hingabe an Gottes Vorsehung schlußendlich führt. Fern von der Anmaßung eines Vorsehungswahns à la Hitler und fatalistischen Vorsehungsvorstellungen der Stoiker, befreit sie den Menschen nicht nur von drückenden Sorgen und Ängsten, sondern auch vom Schwergewicht seines Ich. Wer Gott vertraut, der kann sich leicht nehmen! Und so wird ihn die Vorsehung sicher durch das Leben führen und ihn hoffnungsfroh der ewigen Heimat entgegenschweben lassen."
Ein Auszug aus einer sehr hilfreichen Abhandlung über das Wesen der hl. Engel von Pater Eichhorn von der Petrus-Bruderschaft (entnommen aus dem Informationsblatt der Petrus-Bruderschaft Oktober 2018):
- Engel sind reine Geistwesen – unser menschlicher Geist jedoch ist aufgrund seiner Beschaffenheit nicht wirklich fähig, sich körperlose Wesen vorzustellen. Deshalb verwendet die Heilige Schrift anschauliche Bildworte: Laut der Bibel knien die Engel vor Gottes Thron, sie haben „Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk“ (Offb 5,8) sowie „sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes“ (Offb 15,7). Solche Bildsprache („Metaphorik“) ist ein legitimes Hilfsmittel, auch wenn es im wortwörtlichen Sinn nicht der Realität entspricht. Diese biblischen Aussagen kommen der auf vorstellbare Bilder angewiesenen Natur unseres menschlichen Verstandes zu Hilfe. Selbstverständlich „knien“ die Engel vor Gott, d.h. ihre geistige Natur ist ganz auf die Verherrlichung des dreimalheiligen Gottes ausgerichtet – auch ohne körperliche Knie. Die Anbetung Gottes seitens der Engel dabei um intensiver und glühender als unsere Anbetung auf menschlichen Knien. Fast könnte man sagen: Wir Menschen halten Anbetung – die Engel aber sind Anbetung, so sehr erkennen sie Gottes Majestät und ist ihre ganze geistige Wesensnatur auf seine Verherrlichung ausgerichtet. Ihr ganzes Sein ist Liebe und Hingabe an den Dreieinen. Doch auch ohne einen Körper zu besitzen, sind Engelin der Lage, uns sichtbar in körperhafter Gestalt zu erscheinen und im Bereich der sichtbaren Schöpfung zu wirken. Gott wirkt direkt und unmittelbar auf seine Schöpfung ein oder bedient sich dafür wahlweise auch seiner Engel als Mittler. Dafür können sie, mit Gottes Zulassung, problemlos in leibhafter Gestalt erscheinen und wirksam werden. Bereits der Alte Bund ist vom Eingreifen der Engel geprägt, wie eine kleine Auswahl zeigt: Seit der Vertreibung aus dem Garten Eden bewacht ein Cherub jenes verlorene irdische Paradies. Zur Strafe tötete der Würgeengel die erstgeborenen Söhne Ägyptens und verschonte die Häuser des Volkes Israel, deren Türpfosten mit dem Blut der Paschalämmer bezeichnet waren. Über der Bundeslade im Tempel zu Jerusalem errichtete Israel gemäß göttlichem Auftrag die Abbilder zweier großer Cherubim. In sichtbarer Gestalt erscheint der Engel Raphael dem Tobias. Ein Engel trägt den Propheten Habakuk samt seiner Speise aus Judäa in Israel zur Löwengrube im babylonischen Exil und rettet so den Daniel vor dem Hungertod (vgl. Dan 14,33-39). Engel bereiten die Ankunft des Messias vor und begleiten sie, wie das Neue Testament berichtet: Als Zacharias im Tempel das Räucheropfer darbrachte, „erschien ihm ein Engel des Herrn an der rechten Seite des Räucheraltars“ (Lk 1,11), verhieß ihm und seiner Frau Elisabeth die Geburt eines Sohnes und verlangte, daß jener den Namen Johannes erhalte (Lk 1,13). Der Engel kündigte dessen heilsgeschichtliche Bedeutung als Vorläufer und Wegbereiter des verheißenen Gesalbten an: „Denn er wird groß sein vor dem Herrn … Und er wird viele der Israeliten zum Herrn, ihrem Gott, bekehren. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, die Herzen der Väter zu den Kindern zu bekehren und die Ungehorsamen zu der Klugheit der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein Volk, das wohl vorbereitet ist.“ (Lk 1,15-17)
Der wohl größte und ehrenvollste Auftrag Gottes, der je einem Engel zuteil wurde, erging schließlich an Gabriel: Von Gott wurde er berufen, in Nazareth der Jungfrau Maria den göttlichen Ratschluß mitzuteilen und die Zustimmung der „neuen Eva“ einzuholen. Sie sollte die leibliche Mutter des „Sohnes des Höchsten“ werden, dem „Gott der Herr den Thron seines Vaters David geben“ (Lk 1,32) und zum ewigen „König über das Haus Jakob“ einsetzen werde. Welch eine Auszeichnung für Gabriel, in die Stiftung des neuen und ewigen Bundes in solcher Weise einbezogen zu sein! Deshalb sollten wir täglich, vor allem beim 12-Uhr-Läuten, die alte Tradition des „Angelus“ pflegen. Damit gedenken wir dankbar jener Schicksalsstunde der Menschheit: Der Begegnung zwischen dem Engel und Maria – der Stunde, mit der die Erlösung der Schöpfung endgültig ihren Anfang nahm. Im Gebet des „Engel des Herrn“ bleibt dieses Zwiegespräch bis zum Ende der Zeit lebendig und wirksam. Zudem ist Sankt Gabriel als Gottes besonderer Bote jedem Prediger Vorbild und Beistand. Jesu Leben selbst ist vom Wirken der himmlischen Geistwesen durchzogen. Sie begleiten es von der Krippe bis Getsemani und vom Grab bis zu seiner Himmelfahrt.
Wie die Engel den Herrn in seiner Passion am Ölberg stärkten, so standen sie ihm zweifellos auch auf seinem Kreuzweg und am Kreuz bei. Deshalb sind nach dem Glauben der Kircheunübersehbare Scharen von Engeln auch bei der Feier des Meßopfersanwesend. Zudem ist es somit höchst angemessen, daß die liturgischen Texte aller östlichen und westlichen Riten auf die Anwesenheit der Engel hinweisen und den Beistand der Engel erbitten. Nicht umsonst gehören die Engelsgesänge des „Gloria in excelsis Deo“ und des „Dreimalheilig“ (Sanctus) zu den feierlichsten Augenblicken der Meßfeier. Nach dem hl. Papst Pius X. soll der zelebrierende Priester selber einem Engel gleichen. Mit den Worten der Heiligen Schrift ermahnt der hl. Benedikt die Mönche, ihr liturgisches Gotteslob zu verrichten: „Im Angesicht der Engel will ich dir Psalmen singen.“ In neun Chöre geordnet, Die "Himmlische Hierarchie" der heiligen Engel stellen die Engel einen vorzüglichen Teil des himmlischen Hofstaats dar, geschaffen zur Verherrlichung Gottes und als seine Boten sowie zum Schutz der gesamten Schöpfung. Sie sind durchdrungen vom Guten und von der Sehnsucht, daß die gesamte irdische Schöpfung Gott anbete und ihn verherrliche. Bei weitem überstrahlt ihre Herrlichkeit jede irdische Glorie." [....] -
Psalm 102,20 "All Seine Engel, preiset den Herrn, ihr Machtgewaltigen, die ihr vollführet die Befehle, um Seinem Wort zu gehorchen." [....] Nach alter Überlieferung ist der September dem Gedächtnis der heiligen Engel gewidmet. [....] Aus diesem Anlass sei Ihnen die Anrufung der heiligen Engel ans Herz gelegt, besonders des hl. Michael und der Schutzengel. Gemäß aktueller Ablass-Ordnung wird ein „Teilablass … demjenigen Christgläubigen gewährt, der den eigenen Schutzengel mit einem rechtmäßig approbierten Gebet in frommer Gesinnung anruft“, zum Beispiel mit der Anrufung „Engel Gottes, mein Beschützer! Dir hat Gottes Vaterliebe mich anvertraut. Erleuchte, beschütze, regiere und leite mich heute. Amen“. Grüßen wir täglich unseren heiligen Engel!"
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Die der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTT treu gebliebenenen heiligen Engel sind denn auch SEINE Anbeter und Diener .... SEINEM HEILIGSTEN WILLEN GEMÄSS!
Die Namen der heiligen Erzengel z.b.
Micha-el Gabri-el Rapha-el
tragen denn eine Gemeinsamkeit; sie enden alle auf "el", was denn auch GOTT heisst !
Die heiligen Engel sind denn also alle in ihrem ganzen Wesen auf die allerheiligste Dreifaltigkeit, GOTT , ausgerichtet. Sie stehen stets anbetend und lobend vor IHM und dienen IHM !
Ein Auszug aus einer sehr hilfreichen Abhandlung über das Wesen der hl. Engel von Pater Eichhorn von der Petrus-Bruderschaft (entnommen aus dem Informationsblatt der Petrus-Bruderschaft Oktober 2018):
- [....] Engel sind reine Geistwesen – unser menschlicher Geist jedoch ist aufgrund seiner Beschaffenheit nicht wirklich fähig, sich körperlose Wesen vorzustellen. [[File:23483b767f.jpg|left|auto]] Deshalb verwendet die Heilige Schrift anschauliche Bildworte: Laut der Bibel knien die Engel vor Gottes Thron, sie haben „Harfen und goldene Schalen voll Räucherwerk“ (Offb 5,8) sowie „sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes“ (Offb 15,7). Solche Bildsprache („Metaphorik“) ist ein legitimes Hilfsmittel, auch wenn es im wortwörtlichen Sinn nicht der Realität entspricht. Diese biblischen Aussagen kommen der auf vorstellbare Bilder angewiesenen Natur unseres menschlichen Verstandes zu Hilfe. Selbstverständlich „knien“ die Engel vor Gott, d.h. ihre geistige Natur ist ganz auf die Verherrlichung des dreimalheiligen Gottes ausgerichtet – auch ohne körperliche Knie. Die Anbetung Gottes seitens der Engel dabei um intensiver und glühender als unsere Anbetung auf menschlichen Knien. Fast könnte man sagen: Wir Menschen halten Anbetung – die Engel aber sind Anbetung, so sehr erkennen sie Gottes Majestät und ist ihre ganze geistige Wesensnatur auf seine Verherrlichung ausgerichtet. Ihr ganzes Sein ist Liebe und Hingabe an den Dreieinen. Doch auch ohne einen Körper zu besitzen, sind Engelin der Lage, uns sichtbar in körperhafter Gestalt zu erscheinen und im Bereich der sichtbaren Schöpfung zu wirken. Gott wirkt direkt und unmittelbar auf seine Schöpfung ein oder bedient sich dafür wahlweise auch seiner Engel als Mittler. [....]
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Der hl. Augustinus:
“Die Engel sind im Schöpfungsbericht nicht übergangen worden. Nur wurden sie mit den Namen ‘Himmel’, ‘Licht’ bezeichnet."
In Genesis 1,1 f. lesen wir: - Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde. Da sprach Gott: ‘Es werde Licht!’ Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Und Er schied das Licht von der Finsternis" (Genesis 1,1 f.). -
Das Licht steht für die hl. Engel
Die Finsternis steht für die gefallenen Engel, die Dämonen !
Bitten wir denn auch in Bedrängnis stets auch den heiligen Erzengel Michael und die hl. Engelschöre um ihren für uns streitenden Beistand ! - Heiliger Erzengel Michael, schirme uns im Streite. Gegen die Bosheit und Arglist des Teufels sei unser Schutz. Gott gebiete ihm, so bitten wir flehentlich; du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen die Welt durchschweifen, in der Kraft Gottes hinab in die Hölle. Amen.
Sancte Michael Archangele, defende nos in proelio; contra nequitiam et insidias diaboli esto praesidium. Imperet illi Deus, supplices deprecamur: tuque, Princeps militiae caelestis, Satanam aliosque spiritus malignos, qui ad perditionem animarum pervagantur in mundo, divina virtute in infernum detrude. Amen
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Nachfolgend gesungen von "Harpa Dei":
Der heilige Bernhard von Clairvaux ( gestorben 1153 ) in einem Gebet über die hl. Engelschöre: - "Mein Gott.....
Liebe Du in uns und durch uns in Deinen Seraphim als Liebe.
- "Ein Jahrhundert gewinnt oder verliert an Grösse nach dem Mass der Verehrung, die es der göttlichen Eucharistie zollt. Das bezeugt die Geschichte. Durch die Sünde zersprengt, findet die Menschheit im Blut des Lammes ihre verlorene Einheit wieder.
Wir werden dir folgen, denn du trägst den Schatz der Welt mit dir. Kühner werden die Angriffe der Häresie, schmählicher werden die Lästerungen der undankbaren Söhne, leuchtender soll auch das Bekenntnis unseres Glaubens werden, inniger unsere Anbetung, glühender und lebendiger die Beweise unserer Liebe zur heiligen Hostie".
Zum ausklingenden Monat August, welcher dem Unbefleckten Herzens Mariens gewidmet ist:
Herz-Mariä-Verehrung wird, so gesehen, eine Andacht von ungeahnter Tiefe und übersprudelndem Reichtum.
Hw Carl Feckes (1894-1958): in "So feiert dich die Kirche. Maria im Kranz ihrer Feste":.
- "Wenn unsere Kirche vom „Herzen“ spricht, dann meint sie damit die Wesenmitte und den Quellgrund einer Persönlichkeit, die im leiblichen Herzen nur ihr Symbol besitzen. Es schwebt dann vor ihren Augen jener personale Kern, der die Triebfeder aller Handlungen und Einstellungen eines Menschen ist. So gesehen, bedeutet also Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Verehrung etwas ganz anderes, als viele meinen. All das, was Jahrhunderte über das heiligste aller Geschöpfe, über das begnadetste aller Menschenkinder, über die schönste aller Frauen je gesungen haben, will Herz-Mariä-Verehrung in einem einzigen Strahlenbündel zusammenfassen. Jene Person ist die Mutter unseres Herrn, die Gottesgebärerin, Maria ist die Meisterschülerin des Herzens Jesu vor allen Aposteln. Sie ist das Urbild eines erlösten Gotteskindes. Maria ist die Gehilfin Christi im Erlösungswerk. + Sie ist die Himmelskönigin und die Vermittlerin aller Gnaden.
Herz-Mariä-Verehrung wird, so gesehen, eine Andacht von ungeahnter Tiefe und übersprudelndem Reichtum. + Wie fein passt gerade für Maria das Symbol des Herzens, da es das Symbol der Liebe ist! Wie sie selbst eines Gottes unergründlicher Liebe ihr Dasein und ihre Gaben verdankt, so kennzeichnet wiederum nichts so gut Mariens Wesenskern der Liebe. Unerschöpflich ist die Liebe ihres Mutterherzens, unerschöpflich ihr Erbarmen."
Das für das Gelingen des Voranschreitens im Streben nach Vollkommenheit viele Gnaden schenkende innere Gebet ist für die hl. Theresa v. Avila, den hl. Johannes v. Kreuz und die hl. Theresa v. Lisieux verbunden mit der Liebe zur Heiligen Mutter Kirche als der Braut Christi.
In "Zeit für Gott - Führer für das Innere Gebet" greift Pater Jacques Philippe dieses wesentliche Merkmal des inneren Gebetes auf und erläutert zunächst die unabdingbare Notwendigkeit der Verbundenheit mit der Kirche und der Liebe zu ihr, zu unserer Mutter ! Sie ist der mystische Leib unseres Herrn und Gottes Jesus Christus, Seine Braut ! Die Liebe zur Kirche ist eins mit der Liebe zu Gott:
- "Die Gnade des Inneren Gebetes ist immer von einer tiefen Einfügung in das Geheimnis der Kirche begleitet. [....] In der Lehre der Kirche wird von den grossen Vertretern des Karmels (Theresia von Avila, Johannes vom Kreuz, Theresia von Lisieux) gesagt, dass das Mysterium der Kirche wesentlich die Liebe ist. Die Liebe eint Gott und die Seele, und die Liebe bildet die tiefste Wirklichkeit und Identität der Kirche, denn diese Liebe ist Gabe des Heiligen Geistes. [....] Der heilige Johannes vom Kreuz bestätigt ganz klar, dass die kostenlose und absichtslose Liebe zu Gott, die im Inneren Gebet gelebt wird, der Kirche am meisten nutzt und dass sie sie ganz besonders braucht: "Ein Akt der Liebe nutzt der Kirche mehr als alle Werke der Welt". [....] Das Leben von Theresia von Lisieux beweist dieses schöne Mysterium. Theresia wollte immer nur eines leben, Herz zu Herz mit Jesus zu sein. Je mehr sie in dieses Herz zu Herz eintrat, desto mehr zentrierte sie sich in der Liebe zu Jesus, und ihr Herz wuchs gleichzeitig und weitete sich in der Liebe zur Kirche....
Wer im Gebet nicht in eine bräutliche Beziehung zu Gott, wird niemals die Kirche verstehen, dringt nie zu seiner tiefsten Identität durch. Diese ist, Braut Christi zu sein. [....] Das ist die besondere Gnadedes Karmels, diese tiefe Verbindung von Herz zu Herz mit Jesus im Inneren Gebet und diese Einfügung im Herzen der Kirche als selbstverständlich zu sehen. Ist der Karmel nicht der erste marianische Orden in Europa? Wer anders als Maria, die Braut par excellence und das Vorbild der Kirche, kann uns in diese Tiefen einführen? -
Weiter legt Pater Jacques drei wesentliche Voraussetzungen für das Reifen im inneren Gebet:
- das stete Verlangen, die stete Sehnsucht nach Vollkommenheit....Heiligkeit, - das Erlernen, das Leben stets unter dem Blick Gottes, in Seiner Gegenwart, zu leben, - durch begangene Fehler sich niemals vom Inneren Gebet abhalten lassen:
- "Um sich Gott hinzugeben, muss man sich selbst vergessen. Die Liebe ist von Natur aus ekstatisch. Wenn sie stark ist, lebt man mehr in dem anderen als in sich selbst. Aber wie kann man diese ekstatische Dimension der Liebe im Inneren Gebet leben, wenn man während des übrigen Tages nur sich selbst sucht, wenn man zu sehr an materiellen Dingen, an seinem Komfort, an seiner Gesundheit hängt, wenn man keinen einzigen Widerspruch erträgt? Wie können wir in Gott leben, wenn wir nicht fähig sind, uns selbst zu vergessen, zum Nutzen unserer Brüder?
Im geistlichen Leben muss ein Gleichgewicht gefunden werden, das nicht immer leicht ist: Auf der einen Seite sollen wir doch nach der Vollkommenheit verlangen. Ohnediese Sehnsucht, diese beständige starke Verlangen nach Heiligkeit - selbst wenn wir sehr gut wissen, dass wir sie niemals aus eigener Kraft erreichen, aber dass es Gott allein ist, der uns zur Heiligkeit führen kann - würde das Innere Gebet letztendlich immer etwas sehr Oberflächliches sein, eine fromme Übung, aber nicht mehr.
Ebenso muss man sich auch klar darüber sein, dass es einen Lebensstil gibt, der dem Inneren Gebet sehr nützen oder im Gegenteil sehr schaden kann. Wie wird es uns möglich sein, uns in die Gegenwart Gottes zurückzuziehen, wenn wir in der übrigen Zeit in tausend oberflächlichen Sorgen und Befürchtungen zerstreut sind, wenn wir uns ohne jede Zurückhaltung in unnütze Schwätzereien gehen lassen, wenn wir leerer Neugierde nachgehen, ohne ein gewisses Fasten des Herzens, des Blickes, des Geistes, durch den wir uns bremsen in allem, was uns zerstreuen und entfernen könnte vom Wesentlichen. Es ist uns sicher nicht möglich, ohne bestimmte Zerstreuung en zu leben, ohne Momente der Entspannung. Aber es ist wichtig zu verstehen, immer wieder zu Gott zurückzukehren, der die Einheit unseres Lebens bildet und von dem alles lebt, unter seinem Blick und in Beziehung zu ihm.
Um allen Umständen zu trotzen, trägt ein Klima der völligen Hingabe des friedlichen Vertrauens zu Gott bei. Im jeweiligen Augenblick zu leben, ohne sich von den Sorgen des nächsten Tages annagen zu lassen, sich einüben, alles friedlich zu tun und ohne Befürchtungen um das Folgende usw. und das Gebetsleben wird sich entfalten. Das ist nicht leicht, aber es ist sehr gesegnet, sich soviel als möglich darum zu bemühen. Auch ist es wichtig, nach und nach zu erlernen, ganz unter dem Blick Gottes zu leben, in seiner Gegenwart in einer Art von beständigen Dialog mit ihm zu bleiben, uns so viel als nur möglich an ihn zu erinnern, mitten in unserer Beschäftigungen und alles in seiner Begleitung zu erleben. Je mehr wir uns anstrengen, desto leichter wird es für uns, in das Innere Gebet einzutreten. Man findet viel bequemer zurück zu Gott im Augenblick des Gebetes, so als ob man ihn nie verlassen hätte!
Die Praxis des Inneren Gebetes muss also zum beständigen Gebet streben, nicht notwendigerweise in dem Sinne, dass es ein ausdrückliches Gebet ist, sondern zu einer beständigen Übung der Gegenwart Gottes. Wenn wir so unter dem Blick Gottes leben, wird uns das frei machen. Viel zu oft leben wir in Wirklichkeit unter dem Blick der anderen (aus Furcht oder in dem Bedürfnis bewundert zu werden) oder unter unserem eigenen Blick (einem missfälligen oder selbstbeschuldigenden), aber wir finden die innere Freiheit nur, wenn wir gelernt haben unter dem liebenden und barmherzigen Blick Gottes zu leben.
[....]
Und noch ein wichtiger Ratschlag; nach begangenen Fehler nicht beschämt und unzufrieden über uns selbst werden, um so gar das Gebet "auszusetzen"... im Gegenteil Genau umgekehrt zu unserer normalen Verhaltensweise ist die einzig richtige Reaktion, wenn wir gesündigt haben, sich sofort mit Reue und Demut und ebenfalls mit einem unendlichen Vertrauen in die Arme der Barmherzigkeit Gottes zu werfen, mit der Sicherheit, aufgenommen zu werden und Vergebung zu erhalten. Das ist der richtige Sinn nach der Bibel, d.h. übereinstimmenden mit der Offenbarung Gottes an uns. Und wenn man einmal Gott ernsthaft um Vergebung gebeten hat, muss man sofort, ohne Aufschub, die gewohnten Gebetsübungen wieder aufnehmen, ganz besonders das Innere Gebet. Man geht zur passenden Zeit seine Fehler beichten, wenn es erforderlich ist, aber in der Zwischenzeit werden die gewohnten Gebete ohne Veränderungen eingehalten. Diese Vorgehensweise ist am meisten wirksame, um eines Tages aus der Sünde herauszukommen, denn sie ehrt am meisten die göttliche Barmherzigkeit. Die heilige Theresia von Avila sagt etwas sehr schönes zu diesem Thema. Sie sagt, + dass der, der das Innere Gebet praktiziert, sehr wohl weiterhin fällt und seine Schwächen haben wird und Rückfälle erlebt, aber weil er das Innere Gebet praktiziert, ist jeder Fall eine Hilfe, höher zu springen. Gott lässt alles zum Guten beitragen und zu Fortschritt für denjenigen, der im Inneren Gebet treu ist, selbst dessen eigenen Fehler." +
Pater Palmatius Zilligen in "Im Kraftfeld der Hostie" - [....]"Für uns ist die heilige Eucharistie eine strahlende Sonne, der wir uns aussetzen müssen, um von ihr durchglüht, ein echtes Jesus-Leben zu führen. Für viele ist die Sonne erloschen, da sie, nur diesseitsgerichtet, fern dem Tabernakel und dem Eucharistischen Opfer bleiben.
Wir aber knien vor dem Allerheiligsten nieder und beten: Herr! Du bist das Licht der Welt. Man kann sich von Dir abwenden, aber man kann Dein Licht nicht trüben. Man kann sich Deiner Liebe versagen, aber vermindern kann man sie nicht.
Lass unser Leben ein Stehen im Göttlichen Licht, in Göttlicher Zuversicht und in Göttlicher Liebe werden! Herr! Deine Liebe hat Dich uns ausgeliefert, damit wir Dein Erbarmen ergreifen können. Überwältige uns sanft mit Deiner Liebe bis zur Umwandlung in Dich!"[....]
Aus dem Schott-Messbuch 1962: - 22 . August Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria
Festum Immaculati Cordis B.M.V. 2. Kl. – Farbe weiß Gedächtnis der hll. Timotheus, Hippolytus und Symphorianus, Martyrer
Unter dem Symbol des Herzens Mariä verehrt die heilige Kirche die einzigartige Heiligkeit ihrer Seele, besonders aber ihre glühende Liebe zu Gott und zu ihrem Sohne Jesus Christus, sowie ihre mütterliche Liebe zu den Erlösten, die Christus mit seinem kostbaren Blute erkauft hat. Inmitten der großen Not des zweiten Weltkrieges weihte Papst Pius XII. am Feste der Unbefleckten Empfängnis die heilige Kirche und die gesamte Menschheit feierlich dem Unbefleckten Herzen der allerseligsten Jungfrau und Mutter Maria. Um diese Weihe lebendig zu erhalten, schrieb er zwei Jahre später das Fest des Unbefleckten Herzens Mariä für die gesamte Kirche vor.
Der hl. Timotheus stammte der Legende nach aus Antiochien und predigte in Rom, wo er anfangs des 4. Jahrhunderts den Martertod starb. Der hl. Hippolytus war Schüler des hl. Irenäus und starb 235 als Martyrerbischof. Er hinterließ zahlreiche Schrifterklärungen und eine Gottesdienstordnung.
Der hl. Symphorianus starb in jugendlichem Alter um 180 zu Autun unter Markus Aurelius als Martyrer."
Der hl. Josefmaria Escriva: - Laß es dir selbstverständlich werden, dein armes Herz dem liebevollen und unbefleckten Herzen Mariens anzuvertrauen, damit es von Schlacken gereinigt wird. Unsere Liebe Frau wird dich zum Heiligsten Herzen Jesu hinführen, das voller Erbarmen ist."
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Über die Notwendigkeit der Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens Hw Hendrik Jolie in einer Predigt aus dem Jahre 2010: - [....] Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, es ist ein Jammer - allerdings auch nicht verwunderlich -, dass die Muttergottes so heftig angegriffen und gerade auch ihr unbeflecktes Herz so sehr geschmäht und beleidigt wird, auch innerhalb der Kirche. Von ihrer Jungfräulichkeit will man heutzutage kaum noch etwas wissen, und mit ihrer unbefleckten Empfängnis können selbst viele Priester nichts mehr anfangen. Das ist keine böswillige Behauptung von mir, sondern ich weiß es aus deren Mund. Warum ist das so? Weil in ihr und ihrem unbefleckten Herzen der Alte, der Teufel, seinen Meister gefunden hat! Die ganze Welt hat er betört und in seine Tasche gesteckt und damit ins Unglück gestürzt, aber zu der unbefleckt Empfangenen mit dem unbefleckten Herzen, konnte er sich niemals Zugang verschaffen. Die Mutter Gottes war als einziger Mensch zu keiner Zeit der Unheilsmacht des Teufels erlegen und ihr unterworfen. Deshalb ist sie der einzige Zugang Gottes und des Erlösers in unsere Welt, der aber genügt, um dem Teufel wieder seine Beute zu entreißen. Das macht ihn so wild und ihm die unbefleckt Empfangene so besonders verhasst. Und weil er der Mutter Gottes nichts anhaben kann, treibt er die Menschen heftig an, dass sie der Muttergottes nicht folgen und ihre besonderen Gnadenvorzüge schmähen und sie verächtlich machen.
Und das können wir ja auch innerhalb der Kirche schon lange erleben. Lassen wir uns da ja nicht beirren, liebe Brüder und Schwestern im Herrn. Diese Mutter mit dem unbefleckten Herzen ist uns von ihrem Sohn mit dem heiligsten Herzen zur Mutter gegeben. Lassen wir uns auch nicht betören von der ganzen Pseudoökumene mit den Protestanten, die sagen, was brauchen wir Maria, wir machen das gleich mit unserem Herrgott aus - und was man da oft sonst noch für Sprüche hören kann. Das unbefleckte Herz Mariens ist die Gnade in der Kirche. Alle Gnaden von Gott an die Menschen werden durch die Mutter vermittelt. Sie ist gerade dadurch auch die Mutter der Kirche, weil sie die Mutter der Gnaden ist, und die Gnade des neuen Lebens des Menschen in Christus vermittelt.
[....]
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Der Benediktinerpater Père Emmanuel (1826-1903): - "Ist Maria das Urbild der Kirche überhaupt, so ist sie in besonderer Weise das Urbild der römischen Kirche. Maria wurde Mutter Gottes, weil sie Jungfrau war, Jungfrau nicht nur durch ihre leibliche Unversehrtheit, sondern mehr noch durch ihre vollkommene Bewahrung vor jeglicher Sünde. Diese fleckenlose Reinheit ist eine Folge ihrer Unbefleckten Empfängnis. Dank dieses Privilegs ist sie einzigartig, ganz schön, überaus vollkommen, Braut des Heiligen Geistes, Mutter Gottes und Mutter der Seelen.
Die römische Kirche nun ist ihrerseits ebenfalls Jungfrau, ganz und gar Jungfrau durch die Unversehrtheit ihres Glaubens, durch die Bewahrung vor jeglichem Irrtum, die sich der Unfehlbarkeit in der Lehre verdankt, die mit dem Stuhl Petri verbunden ist. Dank dieses Privilegs ist sie einzigartig, vollkommen und schön unter allen Kirchen. Die Reinheit ihres Glaubens verleiht ihr in wunderbarer Weise Fruchtbarkeit, sie ist die Mutter aller Gläubigen."
Das "Salve Regina": In einer Polyphonie Version des Renaissancekomponisten Giovanni Perluigi da Palestrina; vorgertragen vom Ensemble "The Sixteen":
Salve, Regina, mater misericordiae, vita, dulcedo, et spes nostra, salve. Ad te clamamus exsules filii Evae. Ad te suspiramus, gementes et flentes in hac lacrimarum valle. Eia, ergo, advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende. O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria. Amen.
Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, uns're Wonne und uns're Hoffnung, sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, uns're Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. -
Prof. Max Thürkauf ( 1925 - 1993 ) - langjähriger Professor für physikalische Chemie und Leiter desselben Institutes an der Universität Basel - drehte aufgrund der Wahrheitsfeindlichkeit der Naturwissenschaft dieser den Rücken und konvertierte zum wahren Glauben der Heiligen Mutter Kirche ! Es muss nicht sonderlich betont werden, dass ihm dadurch sogleich berufliche Steine in den Weg gelegt worden sind. (Verlust der Professur an der Universität Basel)
Prof. Thürkauf liess sich nicht beirren und schrieb zahlreiche Bücher, um den Wahnwitz einer Naturwissenschaft auf Grundlage der menschlichen Hybris der Selbstvergötterung blosszustellen.
In seinem Buch "Christuswärts - Glaubenshilfe gegen den naturwissenschaftlichen Atheismus" schrieb er Folgendes über den Unterschied zwischen Richtigkeit und Wahrheit: - [....] Christus ist die Wahrheit; in Ihm und durch Ihn wird sie siegen. Die Naturgesetze und besonders deren Beschreibungen durch den Menschen, die Chemie und die Physik, sind keine Wahrheiten sondern bloss Richtigkeiten. Im Gegensatz zu den Richtigkeiten, zu welchen eben auch die physikalisch-chemischen Gesetze gehören, sind die Wahrheiten unveränderlich . Sie sind den Menschen durch Offenbarungen zugänglich gemacht und als Dogmen der Kirche in die Sprache der Menschen übersetzt.
Die V e r g ä n g l i c h k e i t der Naturgesetze und die B e s t ä n d i g k e i t der Wahrheit - eben der U n t e r s c h i e d zwischen Richtigkeit und Wahrheit - bringt Christus mit wenigen Worten zum Ausdruck:
"Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen" (Mk 13,31)
- "Die Nahrung der Seele ist der Leib und das Blut eines Gottes! O schöne Nahrung! Die Seele kann sich nur von Gott ernähren! Nur Gott kann sie erfüllen! Nur Gott kann ihren Hunger stillen! Sie braucht ihren Gott absolut!
Geht also zur Kommunion, geht mit Liebe und Vertrauen zu Jesus!"
- (Hl. Pfrarrer v. Ars) -
Die Antiphon "O sacrum convivium - O heiliges Mahl", vorgetragen von den Benediktinermönchen in der Abtei Clervaux (Luxembourg);( die gesamte Aufnahme dieser gregorianischen Gesänge stammt aus Jahre 1959 (!) und gehört immer noch zu den schönsten überhaupt.)
Antiphona
O sacrum convivium, in quo Christus sumitur recolitur memoria passionis eius mens impletur gratia et futurae gloriae nobis pignus datur. Alleluja.
O heiliges Mahl, in dem Christus empfangen wird, wo die Erinnerung an sein Leiden erneuert wird: Unser Geist wird mit Gnade erfüllt und uns ein Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben. Halleluja. -
- "Herr Jesus Christus, König der ewigen Herrlichkeit
In Ehrfurcht beten wir Dich an in diesem erhabenen Sakrament.
Nach dem Willen des Vaters bist Du zu uns Menschen herabgestiegen, um unsdurch Dein Kreuz aus dem Finsternis der Sünde zur Teilnahme an Deiner Herrlichkeit zu führen. Je mehr ein Mensch an Deiner Niedrigkeit und an Deinem Kreuz teilnimmt, um so näher wird er einmal Deinem Throne stehen. Darum wollen wir uns rühmen in Deinem Kreuz, in ihm ist unser Heil, unser Leben und unsere Auferstehung.
Doch wer stand Dir in Deinem Leben näher als Maria ? Selig der Leib, der Dich getragen und selig die Brust, die Dich genährt hat! Und wer stand Deinem Kreuze näher als sie, Deine Mutter?
So hast Du sie erhoben über alle Welt zur Königin des Himmels und der Erde hast Du sie gekrönt. Jetzt ist erfüllt, was sie im Heiligen Geiste einst gesprochen: Es werden mich selig preisen alle Geschlechter, denn Grosses Tat an mir der Mächtige, Er, dessen Name heilig ist.!
Lasset uns beten: Herr und Heiland, in diesem Chor der Geschlechter, die Deine Mutter selig preisen, wollen nun auch wir wieder einstimmen. Lass uns, wir bitten Dich, durch ihre machtvolle Fürsprache einmal nach den Prüfungen des Lebens zur Teilnahme an Deiner Herrlichkeit gelangen. [....] Herr Jesus Christus, unser Mittler zum Vater, Du hast Deine eigene Mutter, die seligste Jungfrau Maria, auch uns zur Mutter und Mittlerin bei Dir gegeben. Verleihe gnädig, dass jeder, der bittend zu Dir kommt, alles glücklich durch sie erlangt. Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr" - |addpics|qps-x-c980.jpeg-invaddpicsinvv,qps-y-f824.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|
das Hochfest Aufnahme Mariens in den Himmel / Mariä Himmelfahrt.
Am 1. November 1950 verkündete Papst Pius XII. das Dogma der mit Leib und Seele Aufnahme Mariens in den Himmel:
- "Nachdem Wir nun lange und inständig zu Gott gefleht und den Geist der Wahrheit angerufen haben, verkündigen, erklären und definieren Wir zur Verherrlichung des Allmächtigen Gottes, dessen ganz besonderes Wohlwollen über der Jungfrau Maria gewaltet hat, zur Ehre seines Sohnes, des unsterblichen Königs der Ewigkeit, des Siegers über Sünde und Tod, zur Mehrung der Herrlichkeit der erhabenen Gottesmutter, zur Freude und zum Jubel der ganzen Kirche, kraft der Vollmacht Unseres Herrn Jesus Christus, der heiligen Apostel Petrus und Paulus und Unserer eigenen Vollmacht: Die unbefleckte, immerwährend jungfräuliche Gottesmutter Maria ist, nachdem sie ihren irdischen Lebenslauf vollendet hatte, mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde. Wenn daher, was Gott verhüte, jemand diese Wahrheit, die von Uns definiert worden ist, zu leugnen oder bewusst in Zweifel zu ziehen wagt, so soll er wissen, dass er vollständig vom göttlichen und katholischen Glauben abgefallen ist. Keinem Menschen sei es also erlaubt, diese Unsere Erklärung, Verkündigung und Definition ungültig zu machen, ihr in verwegener Kühnheit entgegenzutreten oder sie zu bekämpfen! Sollte sich aber jemand unterfangen, es dennoch zu tun, so möge er wissen, dass er den Zorn des Allmächtigen Gottes und der heiligen Apostel Petrus und Paulus auf sich herabruft"
Der Jubel über die Aufnahme Mariens in den Himmel: "Assumpta est Maria" vom flämischen Komponisten und Priester Ghiselin Danckerts (1510-1576); vorgetragen vom Ensemble "Cantar Lontano":
"Alleluia Assumpta est Maria in coelum: gaudent angeli, collaudantes benedicunt Dominum, alleluia"
"Halleluja, Maria wurde in den Himmel aufgenommen: Die Engel jubeln, loben und segnen den Herrn, Halleluja" -
Aus dem Bomm-Volksmessbuch 1962:
"Die Kirche feiert heute den Heimgang der Gottesmutter und ihre Aufnahme in den Himmel, die ihr Gott nicht nur der Seele, sondern auch dem Leibe nach gewährt hat. Was bereits seit alter Zeit der fromme und allgemeine Glaube der Kirche gewesen ist, nämlich dass die sünden- und makellose Jungfrau-Mutter bereits jetzt auch dem Leibe nach an der Auferstehungsherrlichkeit ihres Sohnes Anteil hat, auf die wir als hoffen, das hat Papst Pius XII. am 1. November des Heiligen Jahres 1950 als Dogma feierlich verkündet. Für das heutige Fest hat er zugleich neue Messtexte ausgewählt.
Wie ein leuchtendes Wahrzeichen erscheint das Bild der verklärten Gottesmutter am nachtdunklen Himmel unserer Zeit (Einzugsvers). Gott hat es einst Seinem Seher Johannes gezeigt, als Er die Ereignisse offenbarte, dieses nahende Ende kundtun sollten. Dieses Zeichen soll nun über der Kirche Gottes erstrahlen und den Gläubigen Hoffnung geben. Maria, in der Gottes machtvoll wirkende Kraft den Tod überwand, ist ja wie ein neues Pfand der Auferstehung aller inmitten der Vorboten des Untergangs (Lesung). Maria kommt uns zu Hilfe; ihr Anblick macht uns froh. Ihr Lobgesang wir danach der unsere sein (Evangelium, Kommunionvers), wenn erst die alte Feindschaft zwischen ihr und Satan im Sieg des Gottesreiches geeendet hat (Opferungsvers)."
Dazu Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
- [....] "Der Glaube lehrt uns, dass Maria den Tod als Straffolge der Sünde nicht erleiden musste, und dass sie bereits jetzt schon, im Gegensatz zu allen anderen Heiligen, die wir verehren, mit Leib und Seele im Himmel leben darf. Maria hatte keinen Todeskampf mit dem Feind austragen müssen, sie, von der bereits die Genesis sagt, dass sie der Schlange den Kopf zertreten würde. (vgl. Gen 3,15) Für sie war das Hinscheiden nicht die schwerste, die härteste aller Stunden, wie es bei uns einmal sein wird. Genauso wenig, wie sie bei der Geburt ihres Sohnes Geburtswehen erleiden musste, weil diese ja, wie auch der Tod, Folge der Sünde sind – „Unter Schmerzen sollst du deine Kinder gebären!“ (vgl. Gen 3,16) – so wurde Maria auch vor der sichtbarsten Folge der Sünde, vor dem Tod, durch Gottes Hand bewahrt. Sie starb so, wie es ursprünglich von Gott für die Menschen im paradiesischen Urzustand angedacht war, wenn unsere Stammeltern nicht gesündigt hätten: Ein Tod ohne Grauen, eine Heimkehr in die himmlische Herrlichkeit ohne Verwesung!
Im Augenblick ihres Hinscheidens, im Augenblick ihrer glorreichen Aufnahme in den Himmel, wurde Maria, die in ihrem Leben soviel gelitten hat, das Schwert aus ihrem Herzen gezogen und ihre Wunden wurden geheilt. Nun ist die Mutter der Schmerzen die Königin der Glorie. Ihre Himmelfahrt ist der Lohn für ihre lebenslange Treue, die niemals auch nur durch die kleinste Sünde verletzt wurde.
Doch trotz ihres vollkommenen Glücks im Himmel vergisst Maria ihre Kinder auf Erden nicht. Ihre große mütterliche Sorge ist Ihre Sorge ist es, dass keiner von uns verloren geht. Ihre Sorge ist es, dass die Schlange, die im Paradies unsere Stammeltern zu Fall gebracht hat, über keinen von uns siegreiche Machtgewinnt. Maria vergisst uns nicht! Und wir vergessen sie nicht. Maria selbst hat es während ihres irdischen Lebens vorausgesagt: „Selig preisen werden mich alle Geschlechter!“ - es, allen den Weg zu ihrem Sohn zu weisen.
So ist es, Maria. Selig preisen werden dich alle Geschlechter bis zum Ende der Zeiten. In Guadalupe, in Fatima, in Lourdes, an unzähligen Wallfahrtsorten, in unzähligen Kirchen, Kapellen und Herzen bewahrheitet sich das, was du, voll des Hl. Geistes, geschaut hast: „Selig preisen werden mich alle Geschlechter!“ Selig preisen werden dich alle Geschlechter, ob deiner einzigartigen Würde und Schönheit. Seligpreisen werden dich alle Geschlechter, ob der unvorstellbaren Gnadenvorzüge, die Gott dir in seiner überfließenden Liebe geschenkt hat. Seligpreisen werden dich alle Geschlechter, ob deiner mütterlichen Liebe und treuen Sorge um uns, die wir so oft im Salve Regina zu dir rufen, in der unerschütterlichen, zuversichtlichen Hoffnung, dass wir eines Tages einmal zusammen mit dir deinen Sohn, unseren Herrn und Gott im Himmel voll Freude anbeten dürfen:
Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, unsere Süßigkeit, unsere Hoffnung, sei gegrüßt! Zu dir rufen wir, elende Kinder Evas. Zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tale der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elende zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, milde, o süße Jungfrau Maria."
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Salve Regina - Sei gegrüsset, o Königin vom Renaissancekomponisten und Priester Tomas Luis de Victoria, vorgetragen von "Pro Cantione Antiqua":
Salve, Regina, mater misericordiae, vita, dulcedo, et spes nostra, salve. Ad te clamamus exsules filii Evae. Ad te suspiramus, gementes et flentes in hac lacrimarum valle. Eia, ergo, advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos converte. Et Jesum, benedictum fructum ventris tui, nobis post hoc exsilium ostende. O clemens, O pia, O dulcis Virgo Maria. Amen.
Sei gegrüßt, o Königin, Mutter der Barmherzigkeit, unser Leben, uns're Wonne und uns're Hoffnung, sei gegrüßt. Zu dir rufen wir verbannte Kinder Evas, zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, uns're Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes. O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria. Amen.
Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Sie - die ohne Erbsünde Empfangene -
unterlag nicht der Erbsünde und war von jeglichem Sündenmakel rein. So war ihr "Sterben" denn auch keines wie bei allen anderen Menschen; also keine Trennung von Seele und Leib als Folge der Erbsünde.
Noch einmal Papst Pius XII.: - [....] "Sie hat ja durch ein besonderes Gnadenprivileg, durch ihre Unbefleckte Empfängnis, die Sünde besiegt, war deshalb dem Gesetz der Verwesung des Grabes nicht unterworfen und brauchte auf die Erlösung ihres Leibes nicht bis zum Ende der Zeiten zu warten." [....]
- Ein Auszug aus "Legende von den lieben Heiligen Gottes, nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)". Jetzt auch digitalisiert und nochmals neu überarbeitet von Josef Dirschl (2008)"...... der uns in sehr einfühlsamer und nachvollziehbarer Weisedie Besonderheit der Vollendung des irdischen Lebens der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria nahe bringt: - [....] "Endlich war der Tag und die Stunde gekommen, wo der Himmel sich öffnen sollte, um seine Königin aufzunehmen. Wohl hätte Marie,die von der Erbsünde frei geblieben war und auch niemals sich einer Sünde schuldig gemacht hatte, von dem Tode befreit sein müssen, der ja nur eine Strafe der Sünde ist. Doch wie ihr göttlicher Sohn Jesus sich freiwillig dem Gesetze des Todes unterworfen hatte, um dadurch den Menschen das ewige Leben zu gewinnen, so wollte auch seine hochheilige Mutter, die ihm in allen Stücken als seine getreueste Nachfolgerin ähnlich geworden, gleichfalls von diesem Gesetze nicht ausgenommen sein. Da sie aber auch in so vielen Stücken vor allen Menschen ausgezeichnet und begnadigt war, so war auch ihr Tod nicht, wie bei anderen Menschen, die Folge einer körperlichen Krankheit, sondern, wie die heiligen Väter lehren, vielmehr eine Folge der Liebe, welche sie verzehrte. Entweder, sagt der heilige Ildephonsus, mußte Maria nicht sterben, oder sie mußte vor Heftigkeit der Liebe sterben. Das Feuer dieser Liebe war sie heftig, sagt der heilige Bernhard, daß die Erhaltung ihres Lebens ein beständiges Wunder war. Als daher die Stunde ihres Todes nahte, hielt Jesus die verzehrende Gewalt dieses Feuers nicht mehr zurück und so verlosch das Leben der reinsten Jungfrau wie ein Licht, verzehrt von der Flamme. [....] Des anderen Tages hüllte man den heiligen Leib in kostbare Leinwand und umgab ihn mit wohlriechenden Gewürzen. Auf einem Tragbett mit einem schönen Schleier bedeckt, trugen die Apostel die teuere Leiche auf ihren Schultern in den Garten Gethsemani und senkten sie in das schon vorbereitete Grab. Drei Tage lang wachten und beteten die Apostel mit den Gläubigen bei dem Grabe, als der heilige Thomas erschien und mit Bestürzung vernahm, daß die heilige Mutter des Herrn verschieden sei und bereits im Grabe ruhe. Ganz trostlos hierüber bat er seine Mitbrüder, das Grab zu öffnen, damit er das teuere Angesicht der hoch begnadigten noch einmal sehen könne. Seine Bitte wurde gewährt. Man wälzte das Felsstück, womit das Grab verschlossen war, hinweg,
aber man fand nichts mehr, als die Blumen,
womit der Leichnam bedeckt und die Leinwand, worin er gehüllt war. Der aller reinste Leib, der den Herrn der Unsterblichkeit geboren, sollte keine Speise der Würmer sein. So lange sie lebte, sagt ein frommer Verehrer der seligsten Jungfrau, hatten Himmel und Erde gleichen Anteil an diesem erhabenen Wesen; nun hat der Himmel gleich alles genommen und alles verherrlicht — ihre Seele und ihren Leib! Eine schöne Kirche ist auf das Grab der heiligen Jungfrau gebaut worden. Man steigt auf einer sehr breiten Treppe von fünfzig Stufen hinunter. Daneben befindet sich aus das Grab des heiligen Joseph und der beiden Eltern der heiligsten Jungfrau, Joachim und Anna. [....]
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Aus einer alten Präfation zu diesem Hochfest: - "An diesem Tag ist die Jungfrau und Gottesmutter aus der Welt heimgegangen zu Christus. Sie blieb unberührt vom Verderben, und der Verwesung im Grab war sie nicht unterworfen. Frei von jeder Sünde, in ihrem Sohn verherrlicht, der Aufnahme in den Himmel gewiss, mit göttlicher Gnade gefüllt, liess ihr Kind sie das Gelübde der Jungfräulichkeit wahren, und sie war weder preisgegeben den Wehen des Gebärens noch den Leiden des Sterbens ! Ihr Leben war nicht an die natürliche Ordnung gehalten, und ihr Sterben nicht an ihre Gesetze. Wunderschönes Brautgemach, aus dem ein würdiger Bräutigam hervorging: das Licht der Heiden, die Hoffnung der Gläubigen, der Vertreiber der bösen Geister! Du Kelch des Lebens, Zelt der Herrlichkeit und Tempel Gottes ! Du hattest mit der Welt nichts gemein, darum solltest du auch nicht ihre Gefangene sein" [....]
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Pater Simon Gräuter von der Petrus-Bruderschaft über die allerseligste Jungfrau Maria als unsere alle Gnaden erflehende gute Mutter im Himmel: - Die Kirche wendet sich tatsächlich an Maria, um Gnaden aller Art, zeitliche und geistliche, zu erlangen – als Beispiele seien hier nur die Gnade der Bekehrung genannt und, darauf aufbauend, die Gnade der Berharrlichkeit bis zum Ziel. In diesem Rahmen werden durch Maria Gnaden aller Art ausgeteilt, im gewissen Sinne auch jene der Sakramente; denn Maria hat uns diese in Vereinigung mit dem Herrn auf Kalvaria verdient. Darüber hinaus hilft sie uns, dass wir uns den Sakramenten nahen und sie gut empfangen. Die Lehre, die im Glauben der Kirche enthalten und in den allgemeinen Gebeten (lex orandi, lex credendi: „aus dem Gesetz des Betens erkennt man das Gesetz des Glaubens“) ausgesprochen ist, gründet sich auf die Heilige Schrift und die Überlieferung. In den Evangelien tritt uns Maria in wichtigen Momenten als die Mittlerin der Gnade gegenüber: Durch sie heiligt der Herr den Vorläufer Johannes, als sie ihre Verwandte Elisabeth besucht und im Magnificat Gottes Gnade besingt. Durch die Fürsprache Mariens festigt Jesus den Glauben der Jünger bei der Hochzeit zu Kana, indem er das Wunder, um das sie bat, gewährt: „Und seine Jünger kamen zum Glauben an ihn“ (Joh 2, 11).
In einer viel weiteren und größeren Perspektive ist Maria nach ihrer Aufnahme mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes Austeilerin aller Gnaden.
Als unsere allheilige, selige Mutter im Himmel kennt Maria die geistlichen Bedürfnisse ihrer Kinder, die sie auf Erden zurückließ. Als unsere gute Mutter bittet Sie für uns bei Gott, und da sie alles über das Herz ihres Sohnes vermag, so erlangt sie uns alle Gnaden, derer wir bedürfen – Gnaden, die diejenigen empfangen, die sich dem Guten öffnen und sich nicht im Bösen verhärten. Maria ist wie ein Aquädukt (Kanal) der Gnaden und im mystischen Leib der Kirche gleichsam der jungfräuliche Hals, der das Haupt mit den Gliedern verbindet, wie der bedeutende deutsche Dogmatiker Matthias Joseph Scheeben (1835 – 1888) im Anschluss an den hl. Bernhard von Clairvaux einmal sagte. Seien wir unserer guten Mutter im Himmel, die uns alle Gnaden am Throne Gottes erfleht, treue und eifrige Kinder durch unser geistliches Leben"
Die Kirche feiert heute den kostbaren Tod und die glorreiche Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel. Am 1. November 1950 wurde von Papst Pius XII. als Glaubenssatz verkündet, daß die allerseligste Jungfrau Maria mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen ward. Aus diesem Anlaß wurde für das Fest Mariä Himmelfahrt an Stelle der bisherigen Festmesse die nachstehende vorgeschrieben.
Die demütige Jungfrau erhielt die herrlichste Himmelskrone,
bestieg den höchsten Ehrenthron. Nun ist sie die Königin der Engel, aber auch die mächtige und milde Fürbitterin und Schützerin der Gläubigen auf ihrer gefahrvollen Pilgerreise zum Himmel.
In vielen Kirchen Deutschlands findet heute die sehr alte »Kräuterweihe« statt. Sie hat eine sinnige Beziehung auf Maria, die »Blume des Feldes und die Lilie der Täler«, und auf den Wohlduft ihrer Tugenden. Vielleicht hängt diese Weihe auch zusammen mit der frommen Legende, nach der die heiligen Apostel, als sie das Grab der seligsten Jungfrau noch einmal öffneten, darin nicht mehr deren heiligen Leichnam, sondern Blumen fanden. Bei der Weihe der Kräuter und Blumen wird um Wohlfahrt des Leibes und der Seele und um Schutz vor widrigen Einflüssen gebetet. Mit Ehrfurcht und Vertrauen zur Gottesmutter soll man die geweihten Kräuter aufbewahren.
Der Ursprung des Festes führt in den Orient, wo es wohl schon über das Konzil von Chalcedon (451) hinaufreicht. In der römischen Kirche bestand das Fest des Heimganges Mariä sicher im 7. Jahrhundert."
Wir befinden uns im Monat August; in Diesem verehren wir besonders das Unbefleckte Herzen Mariens: Gedenk- und Weihemonate (18)
Am kommenden Samstag - 15. August - feiern wir das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel.
Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Mariahat die innigst vorstellbare Verbindung überhaupt zum Quell aller Gnaden als Mutter Ihres Göttlichen Sohnes – unseres Herrn und Gottes Jesus Christus!
Sie ist denn auch die Mittlerinaller vom Heiligen Geist geschenkten – Gnaden.
So wie unser Herr und Gott Jesus Christus das Haupt Seines mystischen Leibes, der Heiligen Mutter Kirche ist und wir – die Gläubigen – dessen Glieder, so ist die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria dessen Herz!
Jesus Christus, der Mensch gewordene - in Ewigkeit gezeugte - Sohn Gottes, Gottes Fleisch gewordenes Wort…unser Erlöser von Sünde und Tod ist der ABGLANZ des Vaters, Gott selbst!
Die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria (gratia plena…voll der Gnade !) ist denn auch…der Widerschein Gottes!
Und dies Seine Mutter hat unser Herr auch uns zur Mutter geschenkt: .Joh 19,26 Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Joh 19,27 Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. –
Der heilige Augustinus hat die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria mit einer "Gussform" verglichen: "Würdig bist du, Gottes göttliche Gussform genannt zu werden"
Der heilige Ludwig Maria Grignion von Montfort wiederum hat diese Aussage aufgegriffen und diese "Gussform" als diejenige Art und Weise der Bildung und Formung eines Menschen zur Verähnlichung mit unserem Herrn und Gott genannt, die in kürzester Zeit zu erreichen ist.
Alle anderen Art und Weisen hat er mit einem Bildhauer verglichen, der versucht aus einem harten Stein mit unzähligen, mühseligen Hammerschlägen zur Verähnlichung Christi zu gelangen oder mit einem einem Holzschnitzer, der der ein Stück Holz lange zu bearbeiten hat, bis es die polierte Form angenommen hat.
Durch Maria zu JESUS !
Der sicherste und kürzeste Weg zum Herzen Jesu !
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Eine sehr schöne Marien-Motette "O Virgo virginum - O Jungfrau der Jungfrauen" von Josquin Desprez (1440-1521) - er war damals wie wir heute sagen würden ein "Star" unter den Komponisten; vorgetragen vom "Orlando Consort":
O Virgo virginum, quomodo fiet istud? Quia nec primam similem visa est, nec habere sequentem.
Filiae Jerusalem, quid me admiramini? Divinum est misterium, hoc quod cernitis.
O Jungfrau der Jungfrauen, wie kann das geschehen? Denn weder vor dir hast du eine ähnliche gesehen, noch hast du eine dir nachfolgende.
Ihr Töchter Jerusalems, was staunt ihr über mich? Göttlich ist dieses Geheimnis, das ihr seht.
Zur Vorbereitung auf das Hochfest Mariä Himmelfahrt - Aufnahme Mariens in den Himmel vom kommenden Samstag, 15. August, aus einer Ansprache von Papst Pius XII. aus dem Jahre 1950: anlässlich der Verkündigung dieses Dogmas: - "Wir werden nicht müde, diese Welt daran zu erinnern, dass nichts die Tatsache und das Bewusstsein übertreffen soll, dass wir alle Kinder einer gleichen Mutter, Maria, sind, die im Himmel ist, sie, die als Band der Einigung für den mystischen Leib Christi eine neue Eva, eine neue Mutter der Lebenden ist, die alle Menschen der Wahrheit und der Gnade ihres göttlichen Sohnes nahe bringen will."
Dazu auch ein Auszug aus dem Römischen Katechismus - "dem Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trient für die Pfarrer auf Befehl der Päpste Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben". -
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9. Christus wird mit Recht der zweite Adam und Maria die andere Eva genannt.
Bisweilen pflegt der Apostel Christus Jesus "den neuen Adam" (1 Cor 15, 21. Rom 5,12-14) zu nennen und ihn mit dem ersten Adam zusammenzubringen; denn wie im ersten alle Menschen sterben, so werden im zweiten alle ins Leben zurückgerufen, und wie Adam für das menschliche Geschlecht, so weit es den natürlichen Stand betrifft, der Vater war, so ist Christus Urheber der Gnade und Herrlichkeit. In dieser Weise können wir auch die jungfräuliche Mutter mit Eva so zusammenbringen daß der ersten Eva die zweite, welche Maria ist, entspricht; gleichwie wir vom zweiten Adam, das ist Christus, gezeigt haben, daß er dem ersten Adam entspricht. Eva nämlich hat, weil sie der Schlange Glauben schenkte, Fluch und Tod über das Menschengeschlecht gebracht, und nachdem Maria dem Engel geglaubt hatte, geschah es durch Gottes Güte, daß Segen und Leben den Menschen zuteil wurde. Um Evas willen werden wir als Söhne des Zornes (Eph 3,2) geboren: von Maria aber haben wir Jesus Christus empfangen, durch den wir zu Söhnen der Gnade wiedergeboren werden. Zu Eva wurde gesagt: "In Schmerzen wirst du Kinder gebären" (Gen 3, 16); + Maria ist von diesem Gesetz befreit, indem sie, unbeschadet der Unversehrtheit ihrer jungfräulichen Scham, ohne jedes Gefühl eines Schmerzes, wie oben gesagt worden, Jesus, den Sohn Gottes, gebar. +
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Im Magnificat preist denn Maria Dreierlei (Lk 1,46-55):
- die Grosstaten Gottes in ihrem eigenen Leben (46-50) - die Grosstaten Gottes in der Menschheitsgeschichte (51-53) - die Grosstaten Gottes in der Geschichte Israels (54-55)
Maria ist ganz Hingabe an ihren Göttlichen Sohn. Nichts behält sie für sich.
Das Magnificat, vorgetragen von "Capella Antiqua München":
- Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. Quia respexit humilitatem ancillae suae. Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes. Quia fecit mihi magna, qui potens est, et sanctum nomen eius.
Et misericordia eius a progenie in progenies timentibus eum. Fecit potentiam in brachio suo, dispersit superbos mente cordis sui. Deposuit potentes de sede et exaltavit humiles. Esurientes implevit bonis et divites dimisit inanes.
Suscepit Israel puerum suum, recordatus misericordiae suae. Sicut locutus est ad patres nostros, Abraham et semini eius in saecula.
Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen
(Hodie completi sunt dies Pentecostes, alleluja hodie Spiritus Sanctus in igne discipulis apparuit, et tribuit eis charismatum dona, misit eos in universum mundum prædicare, et testificari: Qui crediderit et baptizatus fuerit, salvus erit, alleluia. Alleluja.)
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Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind. Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unseren Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang, so auch jetzt und in Ewigkeit Amen.
(Heute sind die Tage des Pfingstfestes erfüllt, Halleluja: Heute erschien der Heilige Geist im Feuer den Jüngern und gab ihnen das Geschenk der Gnade: Er hat sie in die ganze Welt gesandt, um zu verkünden und Zeugnis abzulegen: dass jeder, der glaubt und getauft wird, gerettet wird, Halleluja.)
- "In der ununterbrochenen Feier der heiligen Messe steht die Kirche gleichsam immer am Fuße des Kreuzes. Aus Christi Blut wird sie immerfort neu geboren, erhält sie neue Kraft, stetes Wachstum. Aus der heiligen Messe, die ja das Kreuzesopfer gleichsam verewigt und festhält, strömen der Kirche, und in ihr den einzelnen, alle Gnaden zu, die Kraft der heiligen Sakramente, die Kraft der heiligen Weihen, die Kraft zum Heldenmut in Opfer und Entsagung, die Kraft zur Erwerbung der ewigen Verklärung. So steht die heilige Messe im Mittelpunkt unsres ganzen religiösen Lebens.
Das Werk der Erlösung ist in der Kirche und in den einzelnen noch nicht vollendet. In der heiligen Messe und durch sie wird es stets weitervollzogen und seiner Vollendung entgegengeführt. Deshalb betet die Kirche: "So oft man das Gedächtnis dieses Opfers feiert, wird das Werk unserer Erlösung vollzogen" (Stillgebet vom 9. Sonntag nach Pfingsten). Die heilige Messe schöpft die erlösende, heiligende, gnadenspendende Kraft aus dem Kreuzesopfer; dieses wirkt sich aus im Opfer der heiligen Messe. In diesem Sinne kann die Liturgie sagen: "Wir opfern dir (in der heiligen Messe) jenes Opfer, von dem jedes Martyrium seinen Ausgang nahm" (Stillgebet vom Donnerstag in der 3. Fastenwoche). Jede Kraft zum Martertod und jede Gnade, für Christus den Tod zu erleiden, quillt ja aus dem Kreuzesopfer Christi, das in der heiligen Messe vergegenwärtigt wird, in ihr seine Kraft ausstrahlt und den Seelen einströmt. In diesem einen Opfer des Kreuzes, das in der heiligen Messe erneuert wird (Röm. Katechismus), sind alle Opfer des Alten Bundes zur Vollendung gebracht (Stillgebet vom 7. Sonntag nach Pfingsten).
Dort war nur der Schatten, im Opfer auf dem Altar ist die Wirklichkeit, Christi Opfer.
- "Dieses Fest steht nicht nur der Zeit, sondern auch seine Bedeutung nach in der Mitte zwischen Ostern und Advent, Aufstehung und Wiederkunft des Herrn. Es zeigt uns die Menschheit Christi in der Verklärung, das heißt in der himmlischen Herrlichkeit, die sie seit der Auferstehung besitzt und in der sie am Jüngsten Tage vor unser aller Augen erscheinen wird. Auch unser glückseliges los wird die Verklärung sein, ja geistigerweise strahlt jetzt schon, seit dem Tage der Auferstehung, Christi Verklärungslicht in alle Glieder Seines Leibes und auch in unser Herz hinein So ist also der heutige Tag für uns ein Tag erneuter Osterfreude und zugleich ein Fest der Sehnsucht nach der vollen Verklärung, die einst nach Christi Bild uns wird gegeben werden."
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Zu diesem Fest aus Katholische Handpostille von Pater Leonhard Goffine (1648-1719): - "Warum ist Christus auf dem Berge Thabor vor den drei Jüngern verklärt worden?
1. Damit er ihnen seine Gottheit offenbare, 2. auf dass er sie dadurch im Glauben befestige, damit sie, wenn sie ihn auf dem Calvarienberge würden sterben sehen, nicht in Zweifel fielen; 3. ist die Verklärung geschehen, um die Jünger Christi und mit ihnen alle Gläubigen im Hinblicke auf die zukünftigen Freuden zum Kreuz und Leiden aufzumuntern; 4. hat Christus uns darin zeigen wollen, wie herrlich unsere Leiber einmal von den Toten auferstehen würden (Phil 3, 21).
Warum hat Christus nur die drei Jünger ( Petrus, Johannes, Jakobus) mit sich genommen?
Weil sie die standhaftesten unter den Zwölfen waren und auch im Ölgarten Zeugen seiner Traurigkeit und Todesangst sein sollten, auf dass sie alsdann nicht kleinmütig würden, indem sie ja versichert sein mussten, dass die Gottheit unter seiner Menschheit verborgen sei.
Wie ist Christus verklärt worden?
Das ist geschehen, indem sein Angesicht mehr leuchtete als die Sonne und (nach der Meinung der Schriftausleger) auch sein ganzer Leib glänzte und (nach der Lehre des Hl. Augustinus und Ambrosius) die Gottheit Christi hindurchstrahlte. Er ist auch verklärt worden, indem seine Kleider weiß wurden wie der Schnee.
Warum sind Mose und Elias dabei erschienen?
Damit in ihnen das Gesetz und die Propheten Christo Zeugnis geben sollten, dass er der Heiland der Welt sei; denn durch Moses wird das Gesetz und durch Elias die Propheten verstanden.
Wovon haben sie mit Christus geredet?
Von seinem Leiden und Tode, den er zu Jerusalem glorreich ausstehen würde (Lk 9, 31). – Lerne man in den guten Tagen, wie man sich auch der bösen erinnern soll, die einem widerfahren können! (Kor 11, 27).
Warum wollte Petrus auf dem Berge drei Hütten bauen?
Das tat er im Übermaß der Freude; denn er wusste nicht, was er redete; darum dachte er auch nicht daran, dass man zur himmlischen Glorie durch größere Mühe gelangen muss. Hat den Petrus schon ein Tröpflein der ewigen Herrlichkeit wie berauscht, mein Gott, was wird dann nicht erst im Himmel der Überfluss des Hauses Gottes bewirken! (Ps 35, 9).
Von wem kam die Stimme aus den Wolken, die da sprach: „Das ist mein geliebter Sohn, diesen sollt ihr hören“?
Vom himmlischen Vater, der dadurch andeutete, dass das neue Gesetz durch seinen Sohn verkündet werde und dass alle ihn hören, d. i. ihm gehorsam sein sollen (Hebr 1, 2. 3).
Warum hat Christus den drei Jüngern geboten, dass sie niemanden von der Verklärung etwas sagen sollten?
Das ist, 1. darum geschehen, damit die andern Jünger und Nachfolger Christi nach seiner Auferstehung ihnen desto besser glauben sollten; 2. damit er uns lehrte, unsere guten Werke bis zum Tode zu verhehlen; darum sagt die Schrift: „Niemanden sollst du rühmen vor seinem Tode“ (Kor 11, 30).
Ziehe uns zu dir, o Herr, durch die Betrachtung der himmlischen Freuden, damit wir im geistlichen Streite nicht unterliegen, sondern durch deine Gnade obsiegen und den unvergänglichen Siegeskranz davontragen." -
Der grosse hl. Kirchenvater Hieronymus über die Verklärung des Herrn (Mt 17,1-9):
- "Er erschien den Aposteln so, wie er sein wird, wenn er die Welt richtet. Niemand soll aber glauben, daß er seine ursprüngliche Gestalt und sein Aussehen ganz verloren hat oder seinen Leib ablegte und einen geistigen oder ätherischen Leib annahm; der Evangelist sagt deutlich, wie er verwandelt wurde: "sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht." [....] Es wird ihm also nicht seine Substanz weggenommen, sondern sie wird in Herrlichkeit verwandelt. Gewiß aber, ist der Herr in die Herrlichkeit verwandelt worden, mit der er später in sein Reich kommen wird. [....] Das alles ist also körperlich und anfaßbar und nicht vergeistigt und ätherisch, so daß es die Augen täuschen und nur in Phantasiegebilden geschaut würde
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Aus dem Schott-Messbuch 1962: - 2. Kl. – Farbe weiß
Der göttliche Heiland zeigte sich auf den Höhen des Tabor vor seinen Jüngern im herrlichen Lichtglanze der Verklärung. Er wollte dadurch die Apostel, bevor für ihn die Nacht des Leidens begann, im Glauben an seine Gottheit stärken und ihnen zugleich einen Vorgeschmack ihrer eigenen Verklärung bieten.
Das Fest wurde 1457 von Papst Kalixtus III. allgemein vorgeschrieben zur Erinnerung an den glorreichen Sieg, den der hl. Johannes Capistran im Verein mit Johannes Hunyadi bei Belgrad errang. Die Anfänge dieses Festes gehen im Orient bis ins 5. Jahrhundert zurück.
Der hl. Papst Xystus II. war von Geburt Grieche, regierte die Kirche von 257 bis 258 und nahm im Ketzertaufstreit eine vermittelnde Stellung ein. Er wurde in der valerianischen Verfolgung während der Feier der Liturgie ergriffen und samt seinen Diakonen Felicissimus und Agapitus enthauptet. Zu seinen Diakonen gehörte auch der hl. Laurentius. Der hl. Xystus wird im Kanon der hl. Messe erwähnt.
Was sich auf dem Tabor abspielte, erneuert sich in geistiger Weise beim Opfer des Altars: verklärendes Licht strahlt auf und weckt in unsrer Seele die Sehnsucht nach dem Lichte der ewigen Glorie (Intr.). Auch für uns wird einmal der Tag der Verklärung anbrechen. In dieser Hoffnung bestärkt uns in der Epistola ein Zeuge des Taborglanzes. Beim Graduale, Alleluja und Offertorium steht vor unsrem Auge das leuchtende Bild des verklärten Heilandes. In der hl. Kommunion nimmt auch unsre Seele die Strahlen der Verklärung in sich auf und damit das Unterpfand der ewigen Verklärung (Comm.)
Unbefleckten Herzen der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria gewidmet.
Das eigentliche Fest des Unbefleckten Herzens der allerseligsten Jungfrau Maria wird gem. der überlieferten Liturgieordnung am 22. August gefeiert.
Der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975):
- "Laß es dir selbstverständlich werden, dein armes Herz dem liebevollen und unbefleckten Herzen Mariens anzuvertrauen, damit es von Schlacken gereinigt wird. Unsere Liebe Frau wird dich zum Heiligsten Herzen Jesu hinführen, das voller Erbarmen ist."
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Im Jahre 2010 hat Papst Benedikt XVI. in Fatima ein sehr schönes Gebet gesprochen:
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APOSTOLISCHE REISE NACH PORTUGAL ANLÄSSLICH DES 10. JAHRESTAGES DER SELIGSPRECHUNG DER HIRTENKINDER VON FATIMA, JACINTA UND FRANCISCO (11.-14. MAI 2010)
AKT DES ANVERTRAUENS UND DER WEIHE AN DAS UNBEFLECKTE HERZ MARIÄ GEBET VON BENEDIKT XVI. Dreifaltigkeitskirche - Fatima Mittwoch, 12. Mai 2010 - Maria, Unbefleckte Mutter, an diesem Ort der Gnade, an dem die Liebe deines Sohnes Jesus, des Ewigen Hohenpriesters, uns Söhne im Sohn und seine Priester zusammengerufen hat, weihen wir uns deinem mütterlichen Herzen, um treu den Willen des Vaters zu erfüllen. Wir sind uns bewußt, daß wir ohne Jesusnichts Gutes vollbringen können (vgl."Joh"15,5) und daß wir nur durch ihn, mit ihm und in ihm für die Welt Werkzeug des Heils sein können. Braut des Heiligen Geistes, erwirke uns die unschätzbare Gabe der Umgestaltung in Christus. In derselben Kraft des Geistes, der dich überschattet und zur Mutter des Erlösers gemacht hat, hilf uns, daß Christus, dein Sohn, auch in uns geboren werde. Die Kirche möge so von heiligen Priestern erneuert werden, die von der Gnade dessen verwandelt wurden, der alles neu macht.
Mutter der Barmherzigkeit, dein Sohn hat uns berufen, so zu werden wie er selbst: Licht der Welt und Salz der Erde. (vgl."Mk "5,13.14). Hilf uns mit deiner mächtigen Fürsprache, daß wir dieser erhabenen Berufung nie untreu werden, daß wir unserem Egoismus nicht nachgeben, noch den Schmeicheleien der Welt und den Verlockungen des Bösen. Bewahre uns mit deiner Reinheit, beschütze uns mit deiner Demut und umfange uns mit deiner mütterlichen Liebe, die sich in vielen Seelen widerspiegelt, die dir geweiht sind und uns zu echten Müttern im Geiste geworden sind.
Mutter der Kirche, wir Priester wollen Hirten sein, die nicht sich selbst weiden, sondern sich Gott hingeben für die Brüder und Schwestern und darin ihre Erfüllung und ihr Glück finden. Nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben wollen wir demütig Tag für Tag unser „Hier bin ich“ sagen. Von dir geführt, wollen wir Apostel der Göttlichen Barmherzigkeit sein und voll Freude jeden Tag das heilige Opfer des Altares feiern und allen, die darum bitten, das Sakrament der Versöhnung spenden.
Fürsprecherin und Mittlerin der Gnaden, du bist ganz hineingenommen in die einzige universale Mittlerschaft Christi, erflehe uns von Gott ein völlig neues Herz, das Gott mit all seiner Kraft liebt und der Menschheit dient wie du. Sprich zum Herrn noch einmal dein wirkungsvolles Wort: „Sie haben keinen Wein mehr“ ("Joh "2,3), damit der Vater und der Sohn über uns den Heiligen Geist wie in einer neuen Sendung ausgießen. Voller Staunen und Dank für deine ständige Gegenwart in unserer Mitte, will auch ich im Namen aller Priester ausrufen: „Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ ("Lk "1,43).
Maria, seit jeher unsere Mutter, werde nicht müde, uns zu „besuchen“, uns zu trösten, uns zu stützen. Komm uns zu Hilfe und errette uns aus allen Gefahren, die uns drohen. Mit diesem Akt des Anvertrauens und der Weihe wollen wir dich auf tiefere und vollständigere Weise, für immer und ganz in unser Leben als Menschen und Priester hineinnehmen.
Deine Gegenwart lasse die Wüste unserer Einsamkeit neu erblühen und die Sonne über unserer Dunkelheit leuchten und bringe nach dem Sturm die Ruhe zurück, damit jeder Mensch das Heil des Herrn sehe, das den Namen und das Gesicht Jesu trägt, der sich in unseren Herzen widerspiegelt, da sie stets eins mit dem deinen sind. Amen."
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In Monat August wird auch das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert ( 15. 8. )
Aus "Weihe der Andacht" von Hw Philipp Fritz aus dem Jahre 1830: - "O geheimnisvolle Verborgenheit ! Gottheit und Menschheit, Beides innigst vereinigt voll Geist, Leben und Unsterblichkeit ist wunderbar enthalten in der Brots-Gestalt und Wein-Gestalt.
O mein Jesus! Ich glaube an Dein Wort und an das, was Deine katholische Kirche lehrt. Was sie lehrt, hat sie von Dir und vom Heiligen Geiste. Ich glaube an Deine persönliche und gottmenschliche Gegenwart im Allerheiligsten Sakramente des Altares. Irdischen Geistesaugen unsichtbar, bist Du sichtbar dem geistigen Auge des Glaubens."
Der Karmeliten Pater Maria-Eugen Grialou (1894-1964): - Wer ist Jesus Christus? Wir Wissen es: Er ist das Ewige Wort, das Wort Gottes. Er ist das Licht, das aus dem Feuerherd der Heiligsten Dreifaltigkeit aufsteigt. Er ist das vollkommene Abbild Gottes, Abbild Seines Wesens (vgl Hebr 1,3).
Dieses Wort, Sein Wort, hat Gott in die Welt hinein gesprochen."