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  • Gegenwart Jesu ChristiDatumGestern 06:33
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    -

    "Herr Jesus Christus, Sohn des Ewigen Vaters!
    In Dir hat sich die unendliche Majestät Gottes gnadenvoll zu uns geneigt.

    In unbegreiflicher Liebe hast Du Dich unter die Engel erniedrigt, da Du uns Menschen gleich wurdest in allen ausser der Sünde.
    Noch weiter bist Du hier gegangen.
    Im heiligsten Sakrament,
    wo Du Dein gottmenschliches Leben verborgen hast unter den leblosen Gestalten.




    Und doch bleibst Du auch hier der grosse Gott, dem Vater wesensgleich, so hoch erhoben über alle Engel, wie Dein Name ihren übersteigt.
    Dein Name ist Wort Gottes, König der Könige, Herr der Herrscher.

    Zu welchem Engel hat Gott denn je gesagt:
    'Mein Sohn bist Du, heute habe ich Dich gezeugt'? (Psalm 2,7)
    Du bist der Abglanz der Herrlichkeit des Vaters, das Abbild Seines Wesens.
    Du trägst das All durch Dein allgewaltiges Wort."



    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum03.01.2026 17:58
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Ob ein Mensch erst ganz am Anfang im Streben nach Vollkommenheit steht oder ob er bereits fortgeschritten bzw. der Gott-Einung bereits nahe ist.....
    für alle sollen die kurzen segensreiche Worte
    [[File:f64t329p866n2_QpFSDNOv-thumb.jpg|left|auto]]
    des hl. Pater Pio
    den Willen, die Mut und die Kraft stärken, sich im Streben nach Vollkommenheit voller Vertrauen unserem Herrn und Gottes Jesus Christus zu überlassen:

    -
    "O Herr!
    Ich übergebe meine Vergangenheit Deiner Barmherzigkeit,
    meine Gegenwart Deiner Liebe
    und meine Zukunft Deiner Vorsehung!


    -
    Zitate des hl. Pater Pio
    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum02.01.2026 20:59
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Fest des allerheiligsten Namens Jesu:
    -

    "Herr Jesus Christus !

    Wir beten Dich an und preisen Deinen heiligen Namen.

    Eines Wesens bist Du mit dem Vater: Gott von Gott, Licht vom Lichte wahrer Gott vom wahren Gott.

    Doch aus Liebe zu uns hast Du Knechtsgestalt angenommen und wurdest uns Menschen gleich.
    Du hast Dich erniedrigt und bis gehorsam geworden bis in den Tod, bis in den Tod am Kreuz.
    Darum hat Gott der Vater Dich erhöht und Dir einen Namen gegeben, der über allen Namen ist:
    In diesem Namen sollen sich alle Knie beugen im Himmel auf Erden und unter der Erde.
    Alle Zungen sollen zur Ehre Gottes des Vaters bekennen:
    Jesus Christus ist der Herr! (Phil 2,5 ff)
    Der Vater im Himmel selbst hat Dir den Namen JESUS gegeben.

    Gepriesen sei Dein Name, Herr, jetzt und in Ewigkeit. (Nach jeder Anrufung)

    Mit diesem Namen haben Dich Maria und Joseph gerufen.
    In diesem Namen haben Sünder und Kranke um Dein Erbarmen gefleht.
    In diesem Namen, Herr, haben die Apostel Zeichen und Wunder gewirkt.
    Um Deines Namens willen haben sie in Freude Schmach erlitten.
    Kein anderer Name ist uns gegeben unter dem Himmel, in dem wir selig werden.
    Wenn wir in Deinem Namen bitten, wird unser Beten allzeit Erhöhung finden.

    Du wohnst in unserer Mitte hier im Sakrament;



    auch hier
    willst Du uns JESUS sein: Erlöser!

    Lasset uns beten:
    Gott, Du hast Deinen eingeborenen Sohn zum Erlöser des Menschengeschlechtes eingesetzt und Ihn JESUS nennen lassen.
    Lass uns in Deiner Huld voll Freude im Himmel Ihn schauen, dessen Namen wir hier auf Erden verehren:
    Ihn, Christus, unseren Herrn.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -|addpics|qps-7d-6eca.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Fest des allerheiligsten Namens JesuDatum02.01.2026 20:56
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Fest des allerheiligsten Namens Jesu

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Fest des allerheiligsten Namens Jesu gemäss dem Liturgiekalender der Tradition
    - im alten Ritus der Sonntag zwischen 1. und 6. Januar,
    wenn kein Sonntag dazwischenfällt, am 2. Januar -
    (nach der neuen Liturgieordnung allgemein der 3. Januar)


    (El Greco: "Anbetung des Namens Jesu")



    Aus dem Brief des hl. Paulus an die Philipper (2, 9-11):
    -
    "Und darum erhöhte ihn Gott so hoch und verlieh ihm den Namen, überragend jeden Namen, 10 auf daß beim Namen Jesu »sich beuge jedes Knie«, derer im Himmel, derer auf Erden und derer unter der Erde, und »jede Zunge bekenne« (Jes 45,23):
    »Herr ist Jesus Christus«, zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.
    "

    -




    Introitus (Phil. 2, 10 - 11)

    In nomine Jesu omne genu flectatur, cælestium, terrestrium et infernorum: et omnis lingua confiteator, quia Dominus Jesus Christus in gloria est Dei Patris. (Ps. 8, 2) Domine, Dominus noster, quam admirabile est nomen tuum in universa terra!
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – In nomine Jesu (usque ad Ps.).

    Im Namen Jesu beuge sich jedes Knie, im Himmel, auf Erden und unter der Erde; und jede Zunge bekenne, daß der Herr Jesus Christus in der Herrlichkeit Gottes des Vaters ist. (Ps. 8, 2) O Herr, unser Herr, wie wunderbar ist doch Dein Name allüberall auf Erden!
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Im Namen Jesu (bis zum Ps.).

    -


    Der hl. Petrus in der Apostelgeschichte:
    -

    Apg 4,8
    Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist:
    Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten!
    Apg 4,9
    Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist,
    Apg 4,10
    so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen:
    im Namen Jesu Christi, des Nazaräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.
    Apg 4,11
    Er (Jesus) ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.
    Apg 4,12
    Und in keinem anderen ist das Heil zu finden.
    Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben,
    durch den wir gerettet werden sollen.


    -

    Aus dem hl. Evangelium nach Lukas:
    -

    Lk 2,21
    Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoss seiner Mutter empfangen wurde.

    -

    Zu diesem Fest eine Predigt des hl. Bernhard v. Clairvaux' (1090-1153):
    -

    "Nicht ohne Absicht vergleicht der Heilige Geist den Namen des Bräutigams mit dem Öl, wenn er die Braut dem Bräutigam zurufen läßt: Wie ausgegossenes Öl ist dein Name.
    Das Öl nämlich leuchtet, nährt und salbt.
    Es regt das Feuer an, es nährt den Leib, es mildert den Schmerz, ist also Licht, Nahrung und Arznei.
    Sieh nun, dasselbe gilt auch vom Namen des Bräutigams:
    Er leuchtet, wenn er verkündigt wird, er nährt, wenn er im Gedächtnis weilt, er mildert den Schmerz und tut wohl, wenn er angerufen wird
    .

    Wir wollen das im einzelnen durchgehen.

    Wodurch ist wohl auf der ganzen Welt
    ein so großes und so plötzliches Glaubenslicht aufgeleuchtet, wenn nicht durch die Predigt des Namens Jesu?
    Hat nicht Gott auf Grund des Lichtes, das dieser Name verbreitet, uns zu seinem wunderbaren Licht berufen, und sagt nicht denen, die von diesem Lichte erleuchtet sin und alles darin schauen, mit recht der heilige Paulus:
    Ihr seid einmal Finsternis gewesen, jetzt aber seid ihr Licht durch den Herrn?
    Diesen Namen sollte im besonderen Auftrag der erwähnte Apostel zu Königen und Völkern und zu den Kindern Israels tragen;
    und er hat ihn getragen wie ein Licht, hat damit erleuchtet sein Vaterland und überall gerufen:
    Die Nacht ist vorüber, der Tag ist herangekommen;
    also laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes;
    wie am Tage laßt uns ehrbar wandeln.
    Und erzeigte allen das Licht auf dem Leuchter, indem er überall Jesus verkündigte, und zwar den Gekreuzigten.
    Wie ist dieses Licht aufgeleuchtet und hat die Augen aller Zuschauer geblendet,
    als es aus dem Munde des Petrus wie ein Blitzstrahl ausfuhr und die Fußsohlen und Gelenke eines Lahmen stark machte und dabei viele geistig Blinde zum Sehen brachte!
    Hat er nicht geradezu das Feuer gesprüht, als er sagte:
    Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher?

    Und nicht bloß ein Licht ist der
    Name Jesus;
    er ist auch eine Nahrung.

    Wird man nicht jedesmal gestärkt, sooft man sich seiner erinnert?
    Was gibt dem Verstand dessen, der da denkt, solche Kraft?
    Was belebt so wie er die abgespannten Sinne, stärkt die sittlichen Kräfte,
    erhält gute und ehrbare Sitten, hegt keusche Neigungen?
    Trocken ist jede Nahrung der Seele, wenn sie nicht mit diesem Öl befeuchtet wird;
    sie hat keinen Geschmack, wenn sie nicht mit diesem Salze gewürzt wird.
    Wenn du mir schreibst, so gefällt es mir nicht, wenn ich dort nicht den Namen Jesus lese.
    Wenn du sprichst oder verhandelst, so gefällt es mir nicht, wenn ich dabei nicht den Namen Jesus höre.
    Jesus ist Honig für den Mund, lieblicher Gesang für das Ohr, Jubel für das Herz.

    Aber er ist auch Arznei.
    Ist jemand traurig unter uns?
    Mag nur Jesus in sein Herz kommen und sich auf die Zunge legen.
    Er wird sehen: Sobald das Licht dieses Namens aufleuchtet,
    schwindet aller Nebel und kehrt die Fröhlichkeit zurück.
    Ist einer in Sünde gefallen?
    Eilt er sogar den Fesseln des Todes entgegen in seiner Verzweiflung?
    Wird er da nicht, sobald er diesen Namen des Lebens anruft,
    sofort aufatmen zu neuem Leben?

    -


    Litanei vom heiligsten Namen Jesu

    -

    Herr, erbarme Dich unser!
    Christus, erbarme Dich unser!
    Herr, erbarme Dich unser!
    Jesus, höre uns!
    Jesus, erhöre uns!
    Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
    Gott Sohn, Erlöser der Welt,1)
    Gott Heiliger Geist,
    Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
    Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes,
    Jesus, Du Abglanz des Vaters,
    Jesus, Du Schönheit des ewigen Lichtes,
    Jesus, Du König der Herrlichkeit,
    Jesus, Du Sonne der Gerechtigkeit,
    Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria,
    Du liebenswürdiger Jesus,
    Du wunderbarer Jesus,
    Jesus, Du starker Gott,
    Jesus, Du Vater der Zukunft,
    Jesus, Du Verkünder des großen Ratschlusses,
    Du mächtigster Jesus,
    Du geduldigster Jesus,
    Du gehorsamster Jesus,
    Jesus, sanft und demütig von Herzen,
    Jesus, Du Liebhaber der Keuschheit,
    Jesus, unser Liebhaber,
    Jesus, Du Gott des Friedens,
    Jesus, Du Urheber des Lebens,
    Jesus, Du Vorbild aller Tugend,
    Jesus, Du Eiferer der Seelen,
    Jesus, unser Gott,
    Jesus, unsere Zuflucht,
    Jesus, Du Vater der Armen,
    Jesus, Du Schatz der Gläubigen,
    Jesus, Du guter Hirt,
    Jesus, Du wahres Licht,
    Jesus, Du ewige Weisheit,
    Jesus, Du unendliche Güte,
    Jesus, unser Weg und Leben,
    Jesus, Du Freude der Engel,
    Jesus, Du König der Patriarchen,
    Jesus, Du Meister der Apostel,
    Jesus, Du Lehrer der Evangelisten,
    Jesus, Du Stärke der Märtyrer,
    Jesus, Du Licht der Bekenner,
    Jesus, Du Reinheit der Jungfrauen,
    Jesus, Du Krone aller Heiligen,
    Sei uns gnädig, verschone uns, o Jesus!
    Sei uns gnädig, erhöre uns, o Jesus!
    Von allem Übel, erlöse uns, o Jesus!
    Von aller Sünde,2)
    Von deinem Zorne,
    Von den Nachstellungen des Teufels,
    Von dem Geiste der Unlauterkeit,
    Von dem ewigen Tode,
    Von der Vernachlässigung deiner heiligen Einsprechungen,
    Durch das Geheimnis deiner heiligen Menschwerdung,
    Durch deine Geburt,
    Durch deine Kindheit,
    Durch dein heiliges Leben,
    Durch deine Arbeiten,
    Durch deine Todesangst und dein Leiden,
    Durch dein Kreuz und deine Verlassenheit,
    Durch deine Schmerzen,
    Durch deinen Tod und dein Begräbnis,
    Durch deine Auferstehung,
    Durch deine Himmelfahrt,
    Durch die Einsetzung des heiligsten Altarssakramentes,
    Durch deine Freuden,
    Durch deine Herrlichkeit,
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Jesus!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Jesus!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Jesus!
    Jesus, höre uns
    Jesus, erhöre uns
    1) Erbarme Dich unser!
    2) Erlöse uns, o Jesus!

    Lasset uns beten!

    Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan.
    Wir bitten Dich inständig, erfülle uns mit Deiner göttlichen Liebe,
    auf daß wir Dich lieben mit ganzem Herzen, mit Wort und Werk,
    und nimmer lassen von Deinem Lobe.

    Deinen heiligen Namen, o Herr, laß uns immerdar fürchten und lieben zugleich, weil Du ja niemals Deine Führung jenen entziehst,
    die Du fest begründet hast in Deiner Liebe, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

    -

    7 Jahre Ablaß.
    Vollkommener Ablaß unter gewöhnlichen Bedingungen,
    wenn man die Litanei mit der Oration einen ganzen Monat lang jeden Tag andächtig betet. (Ablaßbuch, Rom 1950, Seite 52).


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Fest des allerheiligsten Namens Jesu

    Am Sonntag zischen dem 1. und 6. Januar oder, wenn kein Sonntag dazwischenfällt, am 2. Januar
    2. Kl. – Farbe weiß


    Schon am Feste der Beschneidung gedenkt die Kirche voll Ehrfurcht des
    heiligsten Erlösernamens.
    Ein eigenes Fest gestattete Klemens VII. 1530 dem Franziskanerorden, der sich um die Ausbreitung der Verehrung dieses Namens besonders verdient gemacht hat.
    Das Fest wurde 1721 durch Papst Innozenz XIII. auf Bitten Kaiser Karls VI. für die ganze Kirche vorgeschrieben.

    Das Namensfest unsres Heilandes bietet uns Gelegenheit, dem Erlöser unsern Dank, unsre Liebe und unsre Huldigung zu Füßen zu legen.
    Unser ganzes Sehnen ist, daß Himmel und Erde sich Jesus unterwerfen und seinen Namen anerkennen und bei ihm Erlösung suchen (Intr.).
    Denn nur bei ihm ist das Heil zu finden (Lesung, Grad., Evang., Offert.). Glücklich alle, die sich ihm in der heiligen Kommunion anbetend und verlangend nahen (Comm., Postcomm.).

    -
    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...jesu/index.html

    -
    Siehe bitte auch:
    Gott offenbart seinen ,,gnädigen Ratschluß" (217)
    3. Januar 2020 Die Messe am Fest des heiligsten Namens Jesus|addpics|qps-79-1eaf.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|
    -

  • Gedenk- und WeihemonateDatum01.01.2026 21:42
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gedenk- und Weihemonate

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Monat Januar ist dem hochheiligen Namen Jesu gewidmet.

    Dazu eine Predigt aus früheren Zeiten:
    IHS - Iesus Hominum Salvator,
    -

    Der heiligste Name

    JESUS

    als Heilmittel in unseren Krankheiten

    IHS


    Von Ulrich Vig. Biart, Kloster-Spiritual in Cazis
    (Gest. 23. April 1918)


    Möge Gott in unsern Tagen die unvergleichliche Kraft des Namens Jesus, welche bloß die Gleichgültigkeit der Menschen zur Untätigkeit verurteilt hatte, zu neuem Leben erwecken.
    (Hl. Bernardin von Siena)

    Die Herrlichkeit des Namens "Jesus"besteht in der Bedeutung.
    Er bedeutet "Gott ist Heil, Heiland" und bezeichnet so voll und kräftig das Amt,
    die Aufgabe des Gottmenschen.
    Es ist also "Jesus" der persönliche und volle Name des Gottmenschen.
    Deshalb klingt er auch überall wieder;
    er wird genannt bei seiner Wiege,
    er steht über seinem Kreuz
    .

    Der heilige Name Jesus ist ein heiliger majestätischer Name.
    Er ist der Name des unendlich herrlichen Gottes, vor dem Himmel und Erde sich neigen; er ist vom himmlischen Vater selbst ausgewählt, von einem heiligen Engel vekündet.

    Es ist der Name, von dem der heilige Paulus schreibt:
    Im Namen Jesu sollen sich alle Knie beugen. Darum sollen wir Ihn verehren.

    Der Name Jesus ist ein süßer, lieblicher Name.
    Dieser süße Name erinnert uns, wie sehr uns Gott geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn für uns hingegeben;
    wie sehr der Sohn Gottes uns geliebt, daß er um unsertwillen ein armes, kleines Kind geworden, ein Leben voll Leiden und Mühen geführt und zuletzt am Kreuze sein Blut für uns vergossen hat.
    Er erinnert uns, daß wir in diesem Namen selig werden (Apg. 4,12), wieder in den Himmel kommen können.
    Darum lieben wir diesen süßen Namen.

    Der Name Jesus ist ein mächtiger Name.
    Es ist ja der Name des allmächtigen Gottes, dessen, der den Satan überwunden hat.
    Darum sollen wir ihn andächtig gebrauchen, und wir werden Hilfe an Leib und Seele erfahren.

    "Im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und gehe", sprach Petrus und heilte den armen, lahmen Mann an der Tempelpforte (Apg. 3,5.)
    Durch die Kraft des Namens "Jesus" treibt Paulus zu Philippi den Teufel aus einer Besessenen.
    Der Apostel sprach zum Geist:
    "Ich befehle dir im Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren." Und in derselben Stunde fuhr er aus (Apg. 16,18).

    In diesem heiligen Namen haben die Heiligen die Versuchungen des Satans überwunden und ihn vertrieben, und wir wollen uns bewahren vor den Fallstricken des Teufels, der "unaufhörlich wie ein brüllender Löwe uns umschleicht und sucht, uns zu verschlingen" (1. Petr. 5,8).

    Wollen wir überhaupt in allen unsern Krankheiten der Seele ein sicheres Heilmittel haben, so rufen wir den heiligen, süßen und mächtigen Namen Jesus mit Liebe und Andacht an;
    denn der liebe Heiland selbst hat uns gelehrt: was wir im Namen Jesu bitten, werden wir sicher bekommen (Joh. 16,23).

    Daher lehrt der heilige Bernhard, dieser große Verehrer dieses heiligsten Namens:
    "Dieser Name ist unser Licht, unsere Speise, unsere Arznei;
    er erleuchtet, wenn er gepredigt,
    er nährt, wenn er betrachet,
    er lindert, tröstet, und heilt, wenn er angerufen wird...
    Nein, es gibt nichts, was besser geeignet wäre,
    den Ungestüm des Zornes zu brechen,
    die Wunden des Neides zu heilen,
    unreine Lust zurückzuhalten,
    das Feuer der Schmähsucht auszulöschen,
    den Durst des Geizes zu stillen
    und berhaupt alle schädlichen und ungeordneten Neigungen
    in ihre Schranken zurückzuweisen
    ."

    Daher ermahnt der heilige Chrysostomus:

    "Wenn du issest, wenn du trinkest, wenn du verreisest, so tue alles im Namen Jesus, das heißt, rufe Ihn an.
    Alles tue im Namen des Herrn, und alles wird gelingen.

    Wenn du mit Glauben den Namen Jesus anrufest, so wirst du die Krankheiten verscheuchen und die Teufel in die Flucht schlagen.
    Und wenn du auch die Krankheiten nicht vertreiben kannst, so geschieht es nicht aus Ohnmacht dieses Namens, sondern weil es so nützlicher ist.
    Durch diesen Namen ist der Erdkreis bekehrt, der Teufel unter die Füße getreten und der Himmel geöffnet worden."

    So dürfen wir sicher annehmen, daß unser Seelenheil aus der andächtigen Anrufung des Namens Jesus Nutzen zieht, und auch der Leib, der von so vielen Krankheiten, als den Folgen der ersten Sünde heimgesucht wird, kann durch Anrufung dieses heiligsten Namens die frühere Gesundheit erlangen.

    In Krankheiten und Leiden der Seele und des Leibes

    - wobei aus Zulassung Gottes nicht selten der böse Geist bedeutenden Einfluß hat; denken wir nur an Job -
    ist der andächtige Gebrauch des heiligen Kreuzzeichens sehr zu empfehlen.

    "Mach dieses Zeichen", ermahnt der heilige Emphräm, "auf Stirne, Mund und Herz.
    Bei Tag und bei Nacht und an allen Orten decke dich mit diesem Panier, und kein Übel wird dir nahen; denn beim Anblick dieses Zeichens flieht zitternd die Macht der Hölle."
    Und der heilige Cyrill sagt:
    "Dieses Zeichen heilt die Krankheiten bis auf die jetzige Stunde."

    -

    Litanei vom heiligsten Namen Jesu

    -

    Herr, erbarme Dich unser!
    Christus, erbarme Dich unser!
    Herr, erbarme Dich unser!
    Jesus, höre uns!
    Jesus, erhöre uns!
    Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser!
    Gott Sohn, Erlöser der Welt,1)
    Gott Heiliger Geist,
    Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott,
    Jesus, Du Sohn des lebendigen Gottes,
    Jesus, Du Abglanz des Vaters,
    Jesus, Du Schönheit des ewigen Lichtes,
    Jesus, Du König der Herrlichkeit,
    Jesus, Du Sonne der Gerechtigkeit,
    Jesus, Du Sohn der Jungfrau Maria,
    Du liebenswürdiger Jesus,
    Du wunderbarer Jesus,
    Jesus, Du starker Gott,
    Jesus, Du Vater der Zukunft,
    Jesus, Du Verkünder des großen Ratschlusses,
    Du mächtigster Jesus,
    Du geduldigster Jesus,
    Du gehorsamster Jesus,
    Jesus, sanft und demütig von Herzen,
    Jesus, Du Liebhaber der Keuschheit,
    Jesus, unser Liebhaber,
    Jesus, Du Gott des Friedens,
    Jesus, Du Urheber des Lebens,
    Jesus, Du Vorbild aller Tugend,
    Jesus, Du Eiferer der Seelen,
    Jesus, unser Gott,
    Jesus, unsere Zuflucht,
    Jesus, Du Vater der Armen,
    Jesus, Du Schatz der Gläubigen,
    Jesus, Du guter Hirt,
    Jesus, Du wahres Licht,
    Jesus, Du ewige Weisheit,
    Jesus, Du unendliche Güte,
    Jesus, unser Weg und Leben,
    Jesus, Du Freude der Engel,
    Jesus, Du König der Patriarchen,
    Jesus, Du Meister der Apostel,
    Jesus, Du Lehrer der Evangelisten,
    Jesus, Du Stärke der Märtyrer,
    Jesus, Du Licht der Bekenner,
    Jesus, Du Reinheit der Jungfrauen,
    Jesus, Du Krone aller Heiligen,
    Sei uns gnädig, verschone uns, o Jesus!
    Sei uns gnädig, erhöre uns, o Jesus!
    Von allem Übel, erlöse uns, o Jesus!
    Von aller Sünde,2)
    Von deinem Zorne,
    Von den Nachstellungen des Teufels,
    Von dem Geiste der Unlauterkeit,
    Von dem ewigen Tode,
    Von der Vernachlässigung deiner heiligen Einsprechungen,
    Durch das Geheimnis deiner heiligen Menschwerdung,
    Durch deine Geburt,
    Durch deine Kindheit,
    Durch dein heiliges Leben,
    Durch deine Arbeiten,
    Durch deine Todesangst und dein Leiden,
    Durch dein Kreuz und deine Verlassenheit,
    Durch deine Schmerzen,
    Durch deinen Tod und dein Begräbnis,
    Durch deine Auferstehung,
    Durch deine Himmelfahrt,
    Durch die Einsetzung des heiligsten Altarssakramentes,
    Durch deine Freuden,
    Durch deine Herrlichkeit,
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, verschone uns, o Jesus!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erhöre uns, o Jesus!
    O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser, o Jesus!
    Jesus, höre uns
    Jesus, erhöre uns
    1) Erbarme Dich unser!
    2) Erlöse uns, o Jesus!

    Lasset uns beten!

    Herr Jesus Christus, Du hast gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan.
    Wir bitten Dich inständig, erfülle uns mit Deiner göttlichen Liebe,
    auf daß wir Dich lieben mit ganzem Herzen, mit Wort und Werk,
    und nimmer lassen von Deinem Lobe.

    Deinen heiligen Namen, o Herr, laß uns immerdar fürchten und lieben zugleich, weil Du ja niemals Deine Führung jenen entziehst,
    die Du fest begründet hast in Deiner Liebe, der Du lebst und herrschest in Ewigkeit. Amen.

    -

    Litanei vom heiligsten Namen Jesu
    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum01.01.2026 06:22
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Beginn des Neuen Kalenderjahres, des bürgerlichen Jahres:

    -
    "Herr Jesus Christus!

    Wir beten Dich an im heiligsten Sakrament.
    Lass uns
    mit Dir und in Deinem Namen hineingehen in das Jahr, das heute begonnen hat.

    [....]
    Sei uns JESUS, sei uns Erlöser auch in diesem Jahre!
    Wir wissen nicht, o Herr, was dieses neue Jahr uns bringen wird.
    Dunkel und sorgenvoll liegt die Zukunft vor uns.

    Du aber weisst alles. Offen und aufgedeckt liegt es vor Deinem allsehenden Auge.
    Auch dieses Jahr wird schwere Stunden für uns bringen.

    Wir aber wollen uns nicht fürchten, Du bist ja in unserer Mitte und Dein heiliger Name ist angerufen über uns.


    [....]

    Göttlicher Heiland!
    Mit vielen Bitten kommen wir am Beginn dieses Jahres zu Dir.
    Bringe sie als unsrer Mittler vor Deinen und unseren Vater im Himmel.
    Wenn unser Gebet schwach und armselig ist, und wir wegen unserer Sünden nicht wert sind der Erhöhung, dann tritt Du für uns ein mit Deiner gottmenschlichen Heiligkeit und mit dem Reichtum Deiner Verdienste. Und was wir zu beten vergessen, das ergänze Du, unser Fürsprecher beim Vater.
    Vor allem bitten wir Dich:
    Erhalte
    uns auch in diesem Jahr in Deiner Gnade als lebendige Glieder an Deinem mystischen Leibe, Deiner Kirche.
    Lass uns feststehen allzeit im Glauben, mach uns stark in der Hoffnung auf Deine Verheißungen, getreu in der Liebe zu Dir und zu Deinen Brüdern.
    Gib uns die rechte Meinung in allem Tun und Lassen,

    Verleihe Deinen Segen unserer Arbeit.
    Nimm Du das Schicksal unseres Volkes in Deine starke Hand,
    Lass Deine Gnade ruhen über unseren Häusern.
    Erbarme Dich der vielen, die schwer zu tragen haben an der Not der Zeit:
    Der Witwen und Waisen, der Gefangenen und Heimatlosen, der Kranken und der Alten, der Verzagten und Verzweifelten.
    Gib uns ein Herz für fremdes Leid und Gaben unserer Hände, um zu helfen.
    Und wen Du, Herr des Lebens, in diesem Jahr zu Dir rufen willst, den lass in Deiner Gnade aus diesem Leben scheiden."
    [....]
    Lasset uns beten:
    Herr, neige Dein Ohr unserem Bitten:
    Lenke den Lebensweg Deiner Diener in der Sonne Deines Heils und lass uns auf der Wanderschaft dieses Lebens in allen Wechselfällen stets Deiner Hilfe und Deines Schutzes teilhaft werden.
    Durch Christus, unseren Herrn.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen.

    -
    (Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
    )


    Ich wünsche allen Mitgliedern und Mitlesern ein gesegnetes Jahr 2025.
    -

  • 1. Januar: Hochfest Maria GottesmutterDatum01.01.2026 06:20

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Am 1. Januar feiert die Heilige Mutter Kirche gemäss Liturgieordnung der Tradition
    den Oktavtag von Weihnachten ( ein gebotener Feiertag !)
    Mit diesem Tag endet auch das achttägige Hochfest Weihnachten, noch nicht aber die "Weihnachtszeit" und die "weihnachtliche Zeit"; siehe bitte hier:
    Wie lange dauert Weihnachten ?


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    EINFÜHRUNG
    1. Januar

    Oktavtag vom Fest der Geburt des Herrn

    Stationskirche: früher St. Maria zu den Martyrern
    jetzt St. Maria jenseits der Tiber
    1. Kl. – Farbe weiß


    Am achten Tage nach seiner Geburt erhält das göttliche Kind den «Namen über alle Namen», den Namen J e s u s, d. h. Erlöser, Heiland.

    Schon seit ältester Zeit gedenkt die Liturgie des heutigen Festes in zarter Liebe und dankbarer Ehrfurcht auch der heiligen Gottesmutter (vgl. die Orationen und die Stationskirche). Dagegen kommt der Beginn des neuen bürgerlichen Jahres in der Festmesse nicht zum Ausdruck.

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...an01/index.html
    -


    Am 1. Januar feiert die Heilige Mutter Kirche gem. neuen Liturgie-Kalender auch das - von Papst Paul VI. vom 11. Oktober auf dieses Datum, in die Weihnachtsoktav, verlegte -
    HOCHFEST der GOTTESMUTTER MARIA ! (gebotener Feiertag!

    Das Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau wird
    nach der alten Liturgieordnung am 11. Oktober gefeiert....siehe bitte hier:11. Oktober: Fest der Mutterschaft der allerseligsten Jungfrau (3)


    Dogma:
    MARIA - GOTTESMUTTER



    Verkündet am
    Konzil v. Ephesus 431 ( und von nachfolgenden allgemeinen Konzilien wiederholt und bestätigt ):

    Jesus Christus ( der Emmanuel ) ist in Wahrheit Gott und daher
    ist die heilige Jungfrau Gottesgebärerin, denn sie hat
    dem Fleische nach den aus Gott stammenden fleischgewordenen Logos
    ( das Ewige Wort Gottes, den eingeborenen Sohn ) geboren, den
    GOTT-MENSCHEN JESUS CHRISTUS


    -

    Auf diesem Dogma bauen gleichsam alle nachfolgenden Dogmen über die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria auf:
    Die Marianischen Dogmen


    Aus einer Predigt des hl. Papst Leo des Grossen
    über die Geburt unseres Herrn Jesus Christus aus der Jungfrau Maria:
    -

    [....]
    "Kein Makel ist auf diese Geburt, die nicht ihresgleichen hat, von der Begierlichkeit des Fleisches übergegangen, keinerlei Schuld von dem Gesetze der Sünde auf sie entfallen.
    Eine königliche Jungfrau aus dem Stamme Davids wird dazu auserwählt,
    die heilige Frucht in sich aufzunehmen und Gottes und der Menschen Sohn
    zunächst im Geiste und dann in ihrem Schoße zu empfangen
    .
    Und damit sie nicht, unbekannt mit dem himmlischen Ratschlusse, über eine so ungewöhnliche Wirkung erschrecke, erfährt sie durch die Unterredung mit dem Engel,
    was in ihr der Heilige Geist wirken sollte.
    Auch glaubt die nicht an Verlust der Jungfräulichkeit, die bestimmt ist,
    bald "Gottesgebärerin" zu werden.
    Denn warum hätte sie in diese neue Art der Empfängnis Zweifel setzen sollen,
    da ihr die Macht des Allerhöchsten dies zu vollbringen verspricht?
    Gestärkt wird ihr gläubiges Vertrauen auch noch durch das Zeugnis eines vorausgehenden Wunders:
    Der Elisabeth, die nicht mehr darauf hoffen konnte, wird Kindersegen verliehen ,
    damit man nicht daran zweifle, daß derjenige, der einer Unfruchtbaren die Kraft zu empfangen gegeben hatte, auch eine Jungfrau empfangen lassen würde."
    [....]

    -
    Die GOTTES-MUTTERSCHAFT Marien's ist das
    erste Dogma überhaupt

    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    Im Jahre 431 verkündete das Konzil von Ephesus feierlich,
    daß «der Emmanuel wahrhaft Gott und deshalb die hl. Jungfrau Gottesgebärerin ist».
    Im Jahre 1931, da man die 1500. Wiederkehr dieses bedeutsamen Ereignisses festlich beging, führte Papst Pius XI. zur Feier dieses Geheimnisses,
    in dem all die großen Gnadenprivilegien Mariens und die herrliche Marienverehrung der Kirche begründet sind, das Fest der Mutterschaft Mariä ein."

    -


    Aus der Lauretanischen Litanei:

    -

    Mutter Christi
    bitte für uns!
    Mutter der Kirche
    bitte für uns!
    Mutter der göttlichen Gnade
    bitte für uns!
    Du reine Mutter
    bitte für uns!
    Du keusche Mutter
    bitte für uns!
    Du unversehrte Mutter
    bitte für uns!
    Du liebenswürdige Mutter
    bitte für uns!
    Du wunderbare Mutter
    bitte für uns!
    Du Mutter des guten Rates
    bitte für uns!
    Du Mutter des Schöpfers
    bitte für uns!
    Du Mutter des Erlösers
    bitte für uns


    -

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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum31.12.2025 13:38
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Abschluss des Kalenderjahres, des bürgerlichen Jahres:

    (Über das liturgische Kirchenjahr siehe bitte hier:
    Das liturgische Kirchenjahr)
    -

    "Herr, unser Gott!
    Leben nach Deinem heiligen Willen: Das hätte auch im vergangenen Jahr unser Dank sein sollen für all Deine Güte.

    Wenn wir aber zurücksehen:
    Wir haben Deinen Willen gewusst, und wie oft haben wir ihn nicht getan!
    Unser Leben ist mehr Sünde und Bitte um Nachlass der Sünden als Tugend und Ringen nach Heiligkeit.
    So bekennen wir uns auch am Ende dieses Jahres wieder als Sünder vor Dir:

    Ich bekenne
    Gott, dem Allmächtigen,
    der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria,
    dem hl. Erzengel Michael,
    dem hl. Johannes dem Täufer,
    den hll. Aposteln Petrus und Paulus,
    allen Heiligen, und allen Brüdern und Schwestern,
    dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.
    Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
    durch
    meine Schuld, durch meine Schuld,
    durch
    meine große Schuld.
    Darum bitte ich
    die selige, allzeit reine Jungfrau Maria,
    den heiligen Erzengel Michael,
    den heiligen Johannes den Täufer,
    die heiligen Apostel Petrus und Paulus, alle Heiligen,
    für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
    Der allmächtige Gott erbarme sich unser! Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben!
    Amen.
    Nachlass, Vergebung und Verzeihung unser Sünden schenken uns der allmächtige und barmherzige Herr!
    Amen!

    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus!
    Wir sind sündige Menschen. Immer wieder haben wir den göttlichen Zorn verdient.

    Du aber bist hier in unserer Mitte
    und Dein heiliger Name ist angerufen über uns.

    Und wenn wir immer wieder sündigen,
    dann sei Du immer wieder unser Fürsprecher beim Vater, der Du mit Ihm lebst und herrschst in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Söhne und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -


    -

  • Religion und WahrheitDatum30.12.2025 21:13
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Erzbischof Fulton Sheen hat bereits im Jahre 1944 davor gewarnt, die Kirche zu einer Verwalterin von Launen eines jeden Zeitalters werden zu lassen:

    -


    "Die Kirche folgt niemals den verschiedenen Launen eines Zeitalters, weil sie für alle Ewigkeit gegründet worden ist.
    Ein Katholik weiss, dass wenn sich die Kirche mit den Launen eines Zeitalters vermählen würde, sie im nächsten Zeitalter eine Witwe wäre.
    Das Kennzeichen der wahren Kirche ist, dass sie sich mit den vorbeigehenden Launen der Welt niemals gut verstehen wird.
    "weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch auserwählt habe aus der Welt, darum haßt euch die Welt" (Joh 15,19).

    -

  • Stufen zur VollkommenheitDatum29.12.2025 16:08
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Gerade, wenn ein Mensch am Anfang des Strebens nach Vollkommenheit steht, werden die Folgen der Erbsünde Folgen der Erbsünde schmerzlich spürbar, aufgrund derer der Mensch (mit Ausnahme der ohne Erbsünde empfangenen allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria) immer wieder dazu neigt, dem Ego zum Durchbruch verhelfen zu wollen.
    Dieses Ego ist denn auch Teil bzw. Antrieb des "Fleisches", welches stets gegen den Geist aufbegehrt.
    Hier gilt es denn niemals mutlos zu werden, wenn das Fleisch gegen den Geist heftig rebelliert.
    Die Einsicht der eigenen Schwachheit und diejenige der Notwendigkeit der Mitarbeit an den geschenkten Gnaden des Heiligen Geistes, führen immer wieder zurück auf den rechten Weg bzw. weiter auf demselben.
    Kurz gesagt:
    Die ungewollte Schwachheit erfährt immer die Vergebung unseres Herrn,
    nicht aber der Wille zur Schwachheit, was einem "Nein" zur Mitarbeit an den geschenkten Gnaden gleichkommt.

    Zu den wirklichen Gnaden der Zeit nach gehört auch die begleitende Gnade.

    Dazu folgende Darlegungen von
    Hw Joseph Reiter in "Das dreifache Reich Gottes" aus dem Jahre 1911:
    -

    "Die begleitende Gnade
    Sie ist eine innere Wirkung, ein übernatürlicher Einguss Gottes auf uns, auf unserem Willen nämlich,
    welcher Einfluss, welche göttliche Kraft uns unterstützt, dass wir das Gute, so er uns eingibt, oder wozu er uns innerlich erweckt, auch wirklich tun können, dass wir die Hindernisse zu überwinden, die Beschwerden, die mit unserer Bekehrung und mit der Ausübung der Tugend verbunden sind, zu übertragen und zu besiegen vermögen. David sagt von dieser Gnade:
    "Seine Barmherzigkeit wird mich alle Tage begleiten." (Ps. 22,6)
    Der heilige Paulus an die Römer (8,26):
    "Der Geist kommt unserer Schwachheit zu Hilfe."
    Das Konzil von Trient sagt davon:
    "Gott ermahnt durch seinen Befehl, zu tun, was du kannst, und um das zu bitten, was du nicht kannst, und steht dir bei, es zu können."
    Der heilige Augustin beschreibt nach seiner eigenen Bekehrung die begleitende Gnade also:
    "Durch die Gnade wächst der gute Wille, der schon seine Entstehung erlangt hat, und wird allmählich so stark, dass er die göttliche Gebote, wie er will, wenn er es doch sehnlich und vollkommen will, erfüllen könnte."

    -

    Die zentrale Aussage:
    "Der Geist kommt unserer Schwachheit zu Hilfe."


    Solange der gute Wille im Streben nach Vollkommenheit nicht nachlässt, solange steht uns auch in unserer Schwachheit immer die begleitende Gnade zur Seite.


    Eine hilfreiche kurze Abhandlung über die Verschiedenheit der Gnaden siehe bitte hier:
    Fragen zur Thematik der Meditation (3)

    Der Vollständigkeit halber auch noch über die wirklichen Gnaden der Wirkungen nach:
    Die Gnaden (3)

    +

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum27.12.2025 20:02
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Sonntag in der Oktav von Weihnachten:

    -

    "Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes.
    Für uns Menschen und um unseres Heiles willen bist Du vom Himmel herabgestiegen.
    Du hast Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist aus der Jungfrau und bist Mensch geworden.
    Noch weiter bist Du in Deiner gottmenschlichen Liebe gegangen.
    Nicht nur die wenigen Menschen damals in Bethlehem,

    wir alle sollten vor Dir knien und Dich schauen dürfen.
    Darum hast Du uns dieses heilige Sakrament geschenkt:
    Dich selbst, verhüllt unter den Gestalten von Brot und Wein.



    Auch die glücklichen Menschen damals konnten Dich nur im Glauben erkennen. Sie sahen ein hilfloses Kind, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.



    Sie glaubten den Worten des Engels:
    'Seht, ich verkünde euch eine grosse Freude, die allen Völkern zuteil werden soll:
    Heute ist euch in der Stadt Davids der Heiland geboren.
    Christus, der Herr!'


    So erkennen auch wir Dich im Glauben. Deinem eigenen, göttlichen Wort glauben wir, dass Du hier zugegen bist im heiligen Sakrament.
    Wir glauben an Dich, Herr und Heiland, und beten Dich an.


    Wenn wir jetzt in der Weihnachtszeit zur Krippe gehen, wollen wir diese beglückende Wahrheit vor Augen haben: Dort ist nur ein Bild von Dir.

    Hier im Sakrament aber bist Du selbst als Gott und Mensch, mit der ganzen Liebe Deines Erlöserherzens, zugegen.




    Dank sei Dir, Herr, dass Du für uns Mensch geworden bist!
    Dank sei Dir, Herr, dass Du im heiligsten Sakrament in unserer Mitte weilest.

    [....]

    Göttlicher Heiland!
    Um uns zu Kindern Deines himmlischen Vaters zu machen, bist Du in der Menschwerdung unser Bruder geworden.
    Du hast uns geheiligt von aller Sünde und uns so das verlorene Erbrecht auf die himmlische Heimat wiedergegeben.

    Noch weiter gehst Du in Deiner Liebe zu uns Menschen.
    Du willst das Geheimnis Deiner Menschwerdung fortführen und vollenden in uns.
    An Deinem eigenen gottmenschlichen Leben gibst Du uns in unbegreiflicher Weise Anteil durch die heiligmachende Gnade.

    So wie die Glieder eines Leibes mit dem Haupte verbunden sind,
    so gehören wir Dir an als Glieder Deines mystischen Leibes, Deiner Kirche.

    Bewahre, o Herr, Dein Leben in uns, die heiligmachende Gnade.
    Lass uns lebendige Glieder sein am Leibe Deiner Kirche!

    Lasset uns beten:
    O Gott.
    Du hast die Würde der menschlichen Natur wunderbar erschaffen und noch wunderbarer wiederhergestellt.
    Lass uns durch das Geheimnis der Menschwerdung Deines Eingeborenen Sohnes teilhaben an seiner göttlichen Natur, wie Er sich herabgelassen hat,
    an
    unserer menschlichen Natur teilzuhaben:
    Jesus Christus, Dein Sohn, unser Herr, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -

    Zum Fest der Heiligen Familie:
    Gegenwart Jesu Christi (82)
    -

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  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Gem. alter Liturgieordnung: Sonntag in der Oktav von Weihnachten:
    Gem. neuer Liturgieordnung: Fest der Heiligen Familie
    Fest der heiligen Familie (3)

    Zum Sonntag in der Oktav von Weihnachten aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    Sonntag in der Oktav von Weihnachten
    2. Kl. – Farbe weiß


    Christus ist König und Herr (Intr.).
    Wir flehen, daß er seine Herrschaft über uns geltend mache und wir sie in guten Werken betätigen (Oratio).
    Er hat uns ja machtvoll aus dem Stande der Knechtschaft zur Würde der Kindschaft Gottes erhoben (Epistel).
    Dankbar für diese «Erlösung» und Erhebung, sprechen wir: «Mein Werk dem König» (Grad.) und: «Herrsche du ganz über mich» (Allel.).
    Wehe dem, der sich Christi Herrschaft nicht unterwerfen will: ihm wird Christus zum Falle (Evang.).
    Opfernd huldigen wir dem Christ-König und legen unsre Gaben zu den Füßen seines Thrones, des Altares nieder (Offert.).
    In der heiligen Kommunion empfangen auch wir das göttliche Kind und ziehen, gestärkt durch dessen Gnadenkraft, in das gelobte Land der ewigen Heimat (Comm.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...twhn/index.html

    Über den Weihnachtsfestkreis:
    Wie lange dauert Weihnachten ?



    Der hl. Zeno von Verona ( gest. um 370) hat im Traktat IX. seines zweiten Buches eine wunderschöne Abhandlung
    Von der Geburt und Majestät des Herrn geschrieben.
    Es ist auch gleichzeitig ein Lobgesang auf die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter Maria:
    -

    [....]
    1. Nach der Verheißung, die Gott und seine Propheten gegeben,
    daß er zur rechten Zeit dem Menschengeschlecht seinen Sohn als Erlöser senden werde,
    legte derselbe, als die Zeit erfüllt war, auf eine Weile seine Herrlichkeit,
    doch nicht seine Macht ab, verließ den Himmel und trat unbemerkt als keuscher Gast
    in das Heiligtum des jungfräulichen Tempels (Schoßes),
    das als seine Wohnstätte schon vorausgesagt war;
    dort gestaltete er sich so, wie er sein wollte
    .
    Ja, in der Verborgenheit schreitet er zur Ausführung des Werkes, über das er schon lange seine Bestimmungen getroffen.
    Freiwillig ruht er in dem gesegneten Heim der Keuschheit;
    und im Schoß der heiligen Jungfrau bereitet er sich einen Leib,
    um nach seinem Ratschluß geboren zu werden
    .
    Dem Menschen völlig angeglichen, birgt sich Gott in der Hülle des Fleisches;
    er, der die Zeiten in Ewigkeit wandelt, entleiht sein menschliches Leben von der Zeit,
    Was für ein Wunder!
    Maria empfängt von dem, den sie gebiert.
    Ihr Mutterschoß füllt sich durch die (göttliche) Majestät,
    nicht
    durch (menschlichen) Samen;
    eine Jungfrau umschließt ihn, den die Welt und ihre Fülle nicht faßt.

    Während dieser Zeit bringen ihre (menschlichen) Organe ihren eigenen Schöpfer zur Entwicklung und das geschaffene Werk (Maria) bekleidet seinen eigenen Bildner
    mit menschlicher Gestalt.
    Maria gebiert nicht in Schmerz, sondern in Freude.
    Es wird ein Sohn geboren ohne Vater und doch auch nicht ganz Sohn der Mutter;
    denn er verdankt es sich selbst, daß er empfangen ward;
    und es ist sein Geschenk
    an
    die Mutter, daß er geboren ward
    .
    Sie selbst staunt am meisten, daß aus ihr ein solcher Sohn hervorgegangen;
    man würde nicht glauben,
    daß er von ihr geboren wäre, wenn sie nicht ebenso,
    wie sie Jungfrau war nach der Empfängnis, es ebenso geblieben wäre nach der Geburt
    .

    -

    Der 28. Dezember ist gewöhnlich auch der das Fest der Unschuldigen Kinder

    28. Dezember: Fest der hll. Unschuldigen Kinder Mt 2, 13-18
    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Weihnachten dauert liturgisch nicht nur zwei Tage.
    Gemäss dem Liturgiekalender der Tradition gliedert sich der
    Weihnachtsfestkreis in drei Teile:

    Das Hochfest Weihnachten bis zum Oktavtag am 1. Januar (gebotener Feiertag, gem. neuer Liturgieordnung Hochfest Maria Gottesmutter)
    die Weihnachtszeit bis zum 13. Januar ( Gedächtnis der Taufe unseres Herrn)
    die zum Ausklang weihnachtliche Zeit bis zum 2. Februar ( Mariä Lichtmess).
    Näheres siehe bitte hier:
    //katholischpur.xobor.de/t2644f125-Wie-lange-dauert-Weihnachten.html
    -


    Am 27.12 feiert die Heilige Mutter Kirche
    das Fest
    des hl. Apostels und Evangelisten Johannes, dem Lieblingsjünger Christi.

    Alleine ihm war es gegeben sein hl. Evangelium mit dem
    Prolog
    der Menschwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes....des Ewigen Wortes zu beginnen
    und sich so auch gleichzeitig dem Geheimnis der Allerheiligsten Dreifaltigkeit nähern zu können wie es keinem anderen Apostel gegeben war.

    -
    Joh 1,1
    Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und DAS WORT WAR GOTT.




    Aus: "Die betende Kirche", 1924: (Abtei Maria Laach):

    -

    Heiliger Johannes, Apostel und Evangelist,
    - der Lieblingsjünger Jesu.

    Er wird im Brevier „Jungfrau" genannt.

    Er stirbt nicht, wie Petrus, den gewaltsamen Tod des Martyriums,
    sondern
    Ich will - sagt der Herr im Evangelium -, daß er so bleibe, bis ich wiederkomme."
    Er durchschaut schon im Leben durch seinen tiefdringenden Glauben
    die göttlichen Geheimnisse der "Weisheit", die Christus ist,
    und so geht sein irdisches Schauen unmittelbar ins himmlische über."
    .


    -


    Pater Claret
    - der im 19. Jahrhundert Begründer der Claretiner Missionare -
    gab in einer Festpredigt über den hl. Apostel und Evangelisten Johannes nähere
    Einblicke in das Wesen des Heiligen:
    -

    [....]
    Er ist einer von denen, die nach Jerusalem ziehen, wo sich seine Liebe ( unseres Herrn) zeigt, und er ist einer, die sich am See von Tiberias befinden, wo seine ( unseres Herrn) Macht erstrahlt.
    Ihm erscheint Christus, nachdem er über den Tod triumphiert hat;
    und wie ihr der Herr die Natur gegeben hat, befiehlt er ihm, Zeugnis für die Wahrheit abzulegen.

    Johannes beeilt sich, dieses Zeugnis abzulegen, und es ist ein sicheres Zeugnis,
    weil es wahrhaftig ist
    :

    Verum est testimonium ejus.
    Als Mensch, der die wunderbaren Begebenheiten gesehen hat, die er verkündet,
    spricht er nicht von irgendetwas, das er nicht gesehen oder nur gehört hat:
    quod vidimus et audivimus.
    Und in welcher Gemarkung lässt dieser Mann,
    der durch sein Wort so machtvoll ist, das Donnern seiner Stimme zuerst erschallen?
    In Jerusalem
    , wo noch das Blut des Stephanus dampft und wo das Feuer der Verfolgung geschürt wird angesichts der Siege, die das Evangelium errungen hat.
    [....]
    Die Treue ist die dem Apostolat eigene Tugend:
    Die Treue von Johannes kommt im Himmel der der übrigen Apostel gleich, aber sie ist höher aufgrund ihrer Beständigkeit.
    Er predigte wie die übrigen das Evangelium und durchzog dazu weite Gebiete,
    Asien, Phrygien und das Land der Parther:
    Dort gründete er Kirchen, setzte sich dem Martyrium aus und fuhr Verdienste ein,
    indem er dem Namen Boanerges (Donnersöhne) gehorchte, den man ihm gegeben hatte.
    Die übrigen Apostel verließen Christus in seinem Leiden;
    Johannes folgte ihm bis auf den Kalvarienberg
    und stand fest am Fuße des Kreuzes, ohne das Wüten der Juden zu fürchten.
    Und welche Belohnung erhielt er?
    Dass ihm Jesus Christus seine Mutter schenkte

    [Anmerkung: Und somit auch allen Gläubigen !]

    Der erleuchtetste von den Apostel und derjenige,
    der die höchsten Gedanken über Jesus Christus von sich gab.

    Erleuchtungen, die ihm der Herr zuteil werden ließ,
    als er sich an seine Brust lehnte
    ; hier wird man aufzählen:

    1. das Evangelium, das er schrieb, und in erster Linie dessen Anfang;
    2. die Geheime Offenbarung, in der er in großartigen Bildern die Größe Jesu Christi darlegt;
    3. die Briefe, wo uns Johannes aufweist,
    wie unsere Andacht, unserer Vertrauen und unsere Verhalten zu Jesus Christus sein soll.
    Doch ach! Wie viele sind es, die, statt Christus zu ehren,
    ihn entehren und nach den Worten des Apostels zum Antichristen werden!“

    -


    Aus dem "Buch Legende der Heiligen, 1863":

    -

    [....]
    Die Liebe des Heilandes wirkte auf eine ganz besondere Weise
    im heiligen Johannes
    ;
    sie machte ihn zum innigsten Vertrauten der heiligen Geheimnisse Jesu.

    Mit Petrus und Jakobus durfte er Zeuge seiner Verklärung auf dem Berge Tabor und seiner Todesangst auf dem Ölberge sein.
    Beim letzten Abendmahle durfte sein Haupt an der Brust Jesu ruhen;
    ihm entdeckte auch der Herr den Verrat des Judas, und unter dem Kreuze stehend, nahm er mit dem innigsten Mitleide Anteil
    an dem Leiden und Sterben des Heilandes.
    Und da war es, wo Jesus seinen geliebten Jünger zum Erben jener Liebe machte,
    von der sein Herz gegen seine Mutter glühte,
    indem er diese seine gebenedeite Mutter ihm
    zur Pflege übergab.
    Konnte wohl der Heiland ihn einen stärkern Beweis seiner Liebe geben?
    Er war dadurch der Erstgeborene unter den Kindern der heiligen Mutter Gottes geworden.
    Diese Kinder sind wir
    .
    Denn da sich Jesus gewürdigt hat, uns seine Brüder zu nennen,
    hat er uns als solche sämmtlich seiner Mutter empfohlen.

    Ungeachtet seines bitteren Schmerzes blieb der heilige Johannes und Maria und Magdalena am Fuße des Kreuzes.
    Er sah Jesum seinen Geist aufgeben, sah seine Seite mit der Lanze öffnen und Blut und Wasser daraus fließen.
    Er nahm seinen heiligen Leichnam mit vom Kreuze ab und legte ihn
    in den Schooß der schmerzhaftesten Mutter.
    Er hat auch seinem Begräbnis beigewohnt und sein Herz legte sich mit in das Grab seines Heilandes, an dem seine ganze Liebe hing
    . - Daher lief er denn auch auf die Meldung der heiligen Frauen,
    sie hätten Jesum gesehen, eilends mit Petrus zum Grabe und erreichte zuerst die Grabstätte.
    [....]
    So voll Liebe der heilige Johannes gegen alle Menschen war,
    so ging ihm doch die Wahrheit über Alles,
    ohne welche es auch keine wahre Liebe gibt
    .

    Um der Wahrheit, die er selbst in Christus gesehen und gehört,
    Zeugnis zu geben und die Irrlehre zu widerlegen, schrieb er auf Verlangen der Gläubigen sein heiligen Evangelium
    .

    Ehe er die Feder ergriff, ließ er allgemeine Fasten und Gebete anstellen
    und nach diesem begann er den Eingang seines Evangeliums mit den Worten niederzuschreiben:

    Im Anfange war das Wort (nämlich Gottes Sohn)
    und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort
    .”

    Er war damals ein Greis von 85 Jahren, als er seine Evangelium schrieb, dessen Inhalt so erhaben ist, daß, wie ein heiliger Kirchenlehrer sagt, kein menschlicher Geist ihn durchdringen mag.
    Wie ein Adler zu den Lichtstrahlen der Sonne sich erschwingt, so,
    daß ihm kein menschliches Auge zu folgen vermag, so schwingt sich der heilige Johannes empor zum Lichtthrone Gottes und schaut in die Tiefen der Gottheit.
    Deshalb wird der heilige Evangelist mit einem Adler an seiner Seite abgebildet
    .

    [....]


    http://www.heiligenlegenden.de/monate/de...elist/home.html



    Zur Symbolik des "Adlers":

    Den vier hl. Evangelisten wird jeweils symbolisch ein geflügeltes Wesen zugeschrieben, zurückgehend auf den Propheten Ezechiel ( Ez 1,4-20).



    Die Deutung durch einen der grossen Kirchenväter, dem hl. Hieronymus:


    Der hl. Matthäus: Sein Evangelium beginnt mit der Menschwerdung Jesu Christi und dessen Stammbaum dem Fleische nach - daher die Gestalt des "geflügelten Menschen".
    Der hl. Markus: Sein Evangelium beginnt mit der Busspredigt des hl. Johannes d. Täufers, des kraftvollen Rufers in der Wüste - daher die Gestalt des "geflügelten Löwen"
    Der hl. hl. Lukas: Sein Evangelium beginnt mit dem Opferdienst des Priesters Zacharias; das typische Opfertier war der Stier - daher die Gestalt des "geflügelten Stieres".

    Der hl. Johannes: Er steigt in seinem "geistlichen Evangelium", beginnend mit dem Prolog über "das Wort, das am Anfang [der Schöpfung] bei Gott war und das Wort war Gott" höher als die anderen Evangelisten, gleich einem sich zur Sonne erhebenden Adler - daher die Gestalt des "Adlers".

    Diese "vier geflügelten Wesen" - die vier hl. Evangelisten - finden wir auch beschrieben in der Geheimen Offenbarung des hl. Johannes (Offb 4,6-8).



    Über den wie gesehen symbolisch in "Adlergestalt" dargestellten hl. Johannes
    schreibt der hl. Augustinus:

    -
    "In den vier Evangelien, oder vielmehr in den vier Büchern des einen Evangeliums hat der heilige Apostel Johannes, der nicht mit Unrecht wegen seiner Geistesschärfe
    mit einem Adler verglichen wird
    , weit erhabener und mit höherem Schwunge als die drei anderen Evangelisten seine Predigt niedergeschrieben.
    Er wollte damit auch unsere Herzen in die Höhe heben.
    Denn die anderen drei Evangelisten bleiben mit dem menschgewordenen Gottessohn gleichsam auf der Erde und berichten uns nur weniges von seiner Gottheit.
    Dieser aber
    erhob sich, gleichsam als finde er keinen Gefallen daran, auf der Erde zu bleiben, wie er gleich im Anfange seines Evangeliums kraftvoll zeigt, nicht nur über die Erde und über alle Räume der Luft und des Himmels, sondern auch über alle Heere der Engel und die ganze Ordnung der unsichtbaren Mächte und drang vor bis zu
    dem,durch
    den alles geschaffen worden ist, indem er sagte:
    Im Anfange war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.


    -

    Im Tridentinischen Brevier finden sich im "Matutinum" sehr schöne Worte über
    den Lieblingsjünger unseres Herrn und Gottes Jesus Christus:

    -

    Ganz besonderer Ehrung wert ist der heilige Johannes,
    der an der Brust des Herrn beim Abendmahl geruht hat:
    Dem, weil er jungfräulich war , Christus am Kreuze seine jungfräuliche Mutter anvertraut hat.
    Als jungfräulicher Jünger ist er vom Herrn auserwählt worden und war unter allen anderen größerer Liebe gewürdigt.
    Dem, weil er jungfräulich war, Christus am Kreuze seine jungfräuliche Mutter anvertraut hat.
    [....]
    Das ist der Jünger, der den Bericht davon gibt und der dies geschrieben hat:
    Und wir wissen, dass sein Bericht wahr ist.
    Den im Evangelium strömenden Segen hat er
    unmittelbar aus der hehren Quelle der Brust des Herrn geschöpft.

    Und wir wissen, dass sein Bericht wahr ist.
    [....]
    Das ist der überaus selige Evangelist und Apostel Johannes
    Der auf Grund der Auszeichnung mit einer besonderen Liebe vom Herrn einer höheren Ehrung gewürdigt wurde als die anderen.
    Das ist der Jünger, den Jesus lieb hatte, der an der Brust des Herrn beim Abendmahl geruht hat.
    Der auf Grund der Auszeichnung mit einer besonderen Liebe vom Herrn einer höheren Ehrung gewürdigt wurde als die anderen.
    Die Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heil'gen Geiste.
    Der auf Grund der Auszeichnung mit einer besonderen Liebe vom Herrn einer höheren Ehrung gewürdigt wurde als die anderen."

    -

    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    27. Dezember

    Hl. Johannes
    Apostel und Evangelist

    Stationskirche: Groß St. Marien
    2. Kl. – Farbe weiß


    Christi erste Ankunft erweist ihre Fruchtbarkeit:
    wie im Starkmut des Martyriums (Stephanus), so auch in der Jungfräulichkeit (Johannes).
    Der jungfräuliche, mit Maria (Stationskirche) so eng verbundene,
    beschaulich
    am Herzen Jesu ruhende Apostel und Evangelist, Lehrer und Bischof.
    Johannes war erfüllt von
    der Weisheit Gottes
    ( Intr., Lesung).
    Er übermittelt uns Christi Wahrheit in der hl. Kirche,
    und «wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist» (Evang.).
    Christi Opfer hat den hl. Johannes befähigt, zu einer hochragenden Palme zu werden, d. h. zur Fülle der Heiligkeit zu gelangen (Offert.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ec27/index.html
    -


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  • Gegenwart Jesu ChristiDatum25.12.2025 20:57
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Fest des hl. Erzmärtyrers Stephanus:



    "Herr Jesus Christus !
    Wir beten Dich an in der Gemeinschaft Deiner Heiligen als den menschgewordenen Sohn des ewigen Gottes.
    So einst der heilige Stephanus, dessen Gedächtnis wir heute feiern, bekennen wir uns zu Dir, unserem Herrn und Erlöser.
    Wir glauben an Dich und beten Dich an.
    Segenverheissend haben die Engel an Deiner Krippe gesungen:
    Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden, die guten Willens sind.

    Aber Dein Friede, o Herr, wird uns nicht zuteil, wenn wir uns nicht in mutigem opferbereiten Glauben für Dich entscheiden, so wie der hl. Stephanus sich für Dich entschieden hat.
    Er hat Deinen Namen vor den Menschen bekannt.
    Als erster Deiner Gläubigen hat er sein Leben für Dich dahingegeben um es durch Dich zu gewinnen.
    Gib auch uns, o Herr diese Kraft des Glaubens, Deinen Namen in der Welt zu bekennen.

    Vor allem gib denen, die um Deines Namens Willen Schmach und Verfolgung leiden müssen, Glaubensmut und Standhaftigkeit.
    Lass sie Deine Zeugen sein zur Ehre Deines Namens, zum Segen der Kirche.
    Bitte für uns, heiliger Stephanus.
    Auf wir würdig werden der Verheissungen Christi.

    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus!
    Am heutigen Tage hat Dein Heiliger Märtyrer Stephanus seinen Glauben an Dich mit dem Blute besiegelt.
    Gib uns auf seine Fürsprache hin einen lebendigen Glauben, der Dich ohne Furcht in Wort und Leben vor den Menschen bekennt, damit auch wir einmal den Himmel offen sehen dürfen und wir Dich schauen -
    nicht mehr in Bildern und unter der Hülle dieses Sakramentes

    sondern im vollen Lichte Deiner Herrlichkeit.
    Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."


    -
    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-6h-f642.jpg-invaddpicsinvv,qps-6i-62f2.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Am 26. Dezember, dem 2. Weihnachtstag, gedenkt die Kirche ihres ersten Märtyrers, des hl. Stephanus.


    Er war der erste derjenigen für den Himmel Geborenen.

    -
    Gestern war Christus für die Erde Mensch,
    damit Stephanus heute für den Himmel geboren werde.

    -

    Obiges Zitat stammt aus:
    Legende von den lieben Heiligen Gottes,
    nach den besten Quellen neu bearbeitet und herausgegeben von Georg Ott, Stadtpfarrer in Abendsberg (1863)


    Nachfolgend aus obiger Quelle der Beitrag über den hl. Stephanus ( im Bild mit den Symbolen der Märtyrerpalme, der Heiligen Schrift und Steinen) in Gänze:

    -

    "Jesus wurde geboren, um die Geburt jedes Menschen für den Himmel möglich zu machen;
    der göttliche wurde Mensch, um zu bewirken, daß der Mensch Gott ähnlich werden könne;
    Stephanus aber war der Erste dieser für den Himmel Geborenen.
    Darum sagt ein altes Meßbuch auf diesen Tag:
    Gestern war Christus für die Erde Mensch, damit Stephanus heute für den Himmel geboren werde.


    Der heilige Stephanus war Diakon der christlichen Gemeinde zu Jerusalem,
    einer von jenen sieben tadellosen Männern, welche die Apostel erwählt hatten, für die Witwen und Waisen zu sorgen und das gemeinschaftliche Vermögen der Kirche zu verwalten. —
    Er war ein junger feuereifriger und gelehrter Mann voll des Glaubens und des Heiligen Geistes, zugleich ein großer Wundertäter unter dem Volke, der dem Herrn zahlreiche Bekenner erwarb.
    Er hatte den Mut, vor den hartnäckigen Juden auszusprechen, daß der alte von Moses eingerichtete Tempeldienst ein Ende nehmen und der von Christus, dem Sohne Gottes gegründeten Heilsordnung weichen müsse.
    Dadurch aber hatte er sich die selben zu grimmigen Feinden gemacht.
    Die verschiedenen damaligen Parteien unter den Juden, wie sie die Apostelgeschichte aufzählt: die Libertiner, die Cyrenenser, die Alexandriner und die von Cicilien und Asien taten sich zusammen, traten gegen Stephan auf und ließen sich in einen Streit mit ihm ein.
    Da sie aber der Weisheit und dem Geiste, der aus ihm redete, nicht widerstehen konnten, so bestellten sie Männer, die sagten, daß sie ihn Lästerworte wider Moses und wider Gott reden gehört hätten, und so brachten sie das Volk und die Ältesten und die Gesetzlehrer in Bewegung.
    Es entstand ein Auflauf und sie ergriffen den Stephan und führeten ihn vor den hohen Rat, und sie brachten falsche Zeugen auf, welche sagten, dieser Mensch da rede beständig wider den heiligen Ort und wider das Gesetz etc.
    Und alle, die da im Rate saßen, sahen den Stephan an, und sie sahen sein Angesicht leuchten wie das Angesicht eines Engels.
    Der Hohepriester aber fragte ihn, wie sich die Sache also verhielte.
    Stephan aber, erfüllt vom Geiste Gottes, öffnete seinen Mund und hielt mit feurigen Worten den Juden ihre Unbußfertigkeit, ihren Trotz und Undank, dessen sie sich von Abrahams Tagen an gegen den Gott ihrer Väter und sein heiliges Gesetz schuldig gemacht, verteidigte seine Unschuld und gab wiederholtes Zeugnis vom Namen Jesu.
    Zuletzt schloß er seine Rede mit den erschütternden Worten:

    „Ihr Halsstarrigen, an Herz und Ohren Unbeschnittenen!
    ihr widerstrebt allezeit dem Heiligen Geiste, wie euere Väter so auch ihr.
    War je ein Prophet, den eure Väter nicht getötet haben?
    Ja getötet haben sie diejenigen, welche die Ankunft des Gerechten (des Messias) vorher verkündeten und ihr seid nun seine Verräter und Todschläger geworden.
    Das Gesetz habt ihr durch den Engel Hand erhalten, aber gehalten habt ihr es nie!”

    Als die Juden dieses hörten, da ergrimmten sie in ihrem Herzen und knirschten mit den Zähnen wider ihn.
    Stephan aber voll des heiligen Geistes, blickte gen Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach:

    Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehen.”

    Da erboten die Juden ein wildes Geschrei, hielten ihre Ohren zu, stürzten einmütig auf ihn los und stießen ihn zur Stadt hinaus, um ihn zu steinigen.
    Die Strafe der Steinigung traf nach dem jüdischen Gesetze die Gotteslästerer;
    die selbe mußten die Zeugen selbst vollziehen.
    Stephan, dieses Verbrechens fälschlich angeklagt, sollte diese entehrende und schreckliche Strafe dulden.
    Auf der Richtstätte angekommen, legten die zeugen, um desto kräftiger zu werfen zu können, ihre Kleider ab und übergaben sie einem jungen Manne, Namens Saulus, zur Verwahrung.
    Schon stand der heilige Bekenner, an Händen und Füßen gefesselt, auf der Henkerbühne;
    da traf ihn ein schwerer Stein auf die Brust.
    Er sank zu Boden und während ein Hagel von Steinen auf ihn niederfiel, rief er:

    Herr Jesu, nimm meinen Geist auf!”

    Und auf den Knieen liegend, schrie er mit lauter Stimme:

    Herr! rechne ihnen dieses nicht zur Sünde,”

    und als er dies gesagt hatte, entschlief er in dem Herrn.
    So floß das erste Blut für Jesus, und Stephan führt die Reihen jener zahllosen heiligen Märtyrer an, deren Blut der fruchtbare Same war, aus dem der heiligen Kirche zahlreiche Kinder hervorgingen.
    Der erste, welcher durch die Kraft dieses unschuldig vergossenen Blutes zu einem neuen Menschen umgewandelt wurde, war jener Jüngling Saulus, zu dessen Füßen die Steiniger ihre Kleider nieder legten, und der somit der Hinrichtung des Heiligen beistimmte.
    Dieser Saulus war aber der nachher so berühmte Apostel Paulus, eine Säule der Kirche.


    Nachdem die Hinrichtung vollbracht war, begruben gottefürchtige Männer den Leichnam und stellten große Trauer an.
    Dies geschah zu Ende des Todesjahres unseres Heilandes.
    bei 400 Jahre ruhten die heiligen Gebeine im Schooße der Erde.
    Im Laufe der Zeit kamen sie so in Vergessenheit, daß man nicht einmal den Ort des Grabmals mehr wußte.
    Da gefiel es Gott, die selben im Jahre 415 wieder auffinden zu lassen,
    und durch viele Wunder zu verherrlichen.
    Die Kirche feiert das Andenken an diese Auffindung am 3. August.

    Gebet der Kirche am Feste des heiligen Stephan.

    Schenke uns, o Herr! wir bitten dich, die Gnade,daß wir dasjenige nachahmen, was wir an Stephan verehren,nämlich, daß wir lernen, selbst unsere Feinde zu lieben,indem wir die Geburt desjenigen feiern,der auch für seine Verfolger bitten konnte, unsern Herrn Jesum Christum.
    Amen."

    -


    Anmerkung:
    Zum richtigen Verständnis bez. der Vision des hl. Stephanus über den
    "Menschensohn zur Rechten des Vaters"
    ein Kommentar des hl. Augustinus:


    [....]
    Wir verstehen unter der "Rechten" die Vollmacht,
    die der Sohn als Mensch von Gott erhalten hat
    , so daß er einst wiederkommen soll als Richter- er, der zuerst gekommen war, um von den Menschen gerichtet zu werden.
    Unter "sitzen" verstehen wir "wohnen"
    ;
    so sagen wir von jemandem:
    Er hatte seinen Wohnsitz für drei Jahre in der Heimatstadt.
    Ebenso sollt ihr glauben, daß Christus in der Rechten Gottes des Vaters seinen Wohnsitz hat:
    Denn er ist selig und wohnt in der Glückseligkeit; und diese Glückseligkeit heißt
    "die Rechte des Vaters".


    -

    Heute führt dieses Bekenntnis des wahren Glaubens nicht immer zum Blutmartyrium.
    Vielmehr auch zum inneren, geistigen Martyrium, durch das Verunglimpft-, Verspottet, Ausgegrenzt, Angefeindet-Werden etc..

    Der hl. Papst Gregor der Grosse über die zwei Arten des Martyriums:
    -

    "Da wir heute, liebe Brüder, das Fest eines Märtyrers feiern, müssen wir uns von der Art des Leidens, dem er sich unterzog, auch betroffen fühlen.
    Denn wenn wir, mit Hilfe des Herrn, mit aller Kraft an dieser Tugend festhalten, werden wir gewiss die Palme des Martyriums erlangen, obwohl wir im Frieden der Kirche leben.

    Es gibt ja zwei Arten von Martyrium:
    das eine besteht in einer geistigen Haltung,
    das andere besteht zusätzlich dazu in einer Einwirkung von außen.
    Daher können wir Märtyrer sein,
    ohne durch das Schwert des Scharfrichters zu sterben.
    Durch die Hände von Verfolgern das Leben zu verlieren, ist ein Martyrium der Tat und den Sinnen zugänglich.
    Verunglimpft zu werden und dabei den zu lieben, der uns hasst, ist ein Martyrium des Geistes und vollzieht sich im Verborgenen.

    Dass es zwei Arten des Martyriums gibt, ein verborgenes und ein sozusagen öffentliches, das bezeugt die Wahrheit selber mit ihrer an die Söhne des Zebedäus gerichteten Frage:
    Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?
    Als sie darauf sagen: „Wir können es“, antwortet es ihnen:
    Ihr werdet meinen Kelch trinken“.
    Was sollen wir unter diesem Kelch anderes verstehen als die Leiden der Passion, von der er an anderer Stelle sagt:
    Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mit vorüber“? (Mt 26,39)
    Die Söhne des Zebedäus, nämlich Jakobus und Johannes, starben nicht beide
    eines Martertods, und das, obwohl er zu beiden gesagt hatte, sie würden den Kelch trinken. Obwohl Johannes nicht als Märtyrer starb, war er dennoch ein Märtyrer;
    denn die Leiden, von denen sein Leib verschont blieb, musste er in seinem Geist erfahren.
    Aus diesem Beispiel müssen wir den Schluss ziehen,
    dass wir, sofern wir in unserer Seele die Geduld bewahren,
    auch dann Märtyrer sein können, wenn wir nicht durch das Schwert umkommen."


    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:

    Fest des hl. Erzmartyrers Stephanus

    Stationskirche: St. Stephanus auf dem Cälius
    2. Kl. – Farbe rot


    Nach dem Zeugnis des hl. Gregor von Nyssa († um 394) wurde das Fest des hl. Stephan und das des hl. Apostels Johannes im Morgenland schon im 4. Jahrhundert gefeiert.

    Mit dem hl. Stephanus, in dessen Heiligtum wir uns im Geiste eingefunden haben,
    sehen wir uns rings von Feinden des Heils umgeben (Fleisch, Welt, Satan).
    Wir erheben den Blick nach oben, zu Christus, und flehen ihn um Hilfe an (Intr.).
    Die Lesung zeigt uns im hl. Stephanus den Weg, der zu Christus führt:
    den Weg des Glaubens, des Bekennermutes, der Bereitschaft, für Christus alles hinzugeben.

    Entschlossen, mit ihm diesen Weg zu gehen, sind wir stärker als unsre Feinde:
    sie unterliegen und ernten Gottes Strafe (Evang.). –
    Im Opfergang bringen wir, wie ein anderer Stephanus, unser Ich, unser Herz, unser Leben als Opfergabe auf dem Altare dar und sprechen mit ihm:
    «Nimm meinen Geist», mein Leben, mein Alles hin (Offert.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...ec26/node2.html
    -
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    Die Communio aus der hl. Messe:

    Communio (Act. 7, 55 58 u. 59; die letzten Worte des hl. Stephanus):

    Video cælos apertos: et Jesum stantem a dextris virtutis Dei:
    Domine Jesu, accipe spiritum meum, et ne statuas illis hoc peccatum.

    «Ich sehe den Himmel offen, und Jesus zur Rechten der Kraft Gottes stehen.
    Herr Jesus, nimm meinen Geist auf, und rechne ihnen diese Sünde nicht an!»



    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum24.12.2025 16:27
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zum Hochfest Weihnachten
    :
    -


    "Erschienen ist die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, unseres Heilandes: In Christus Jesus unserm Herrn.
    Kommt, lasset uns anbeten!


    Geliebter Heiland!
    Wie einst die glücklichen Menschen vor Deiner Krippe,
    so knien wir mit frohem Herzen vor Dir.
    Wir wissen, dass Du hier im heiligsten Sakrament bei uns in Bethlehem geboren wurdest.
    Wir beten Dich an und preisen Deine unendliche Güte.

    [....]
    Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen auf Erden, die guten Willens sind!
    Lasset uns beten:
    Herr Jesus Christus, Heiland der Welt!
    Mit frohem Herzen sind wir zu Dir gekommen, um mit Dir zusammen den Tag zu feiern, da Du als Mensch für uns geboren wurdest.
    Segne unsere Freude und lass sie einmal vollkommen sein in Ewigkeit,
    wo wir Dich schauen wollen in Deiner ganzen Güte und Menschenfreundlichkeit.

    [....]
    Herr Jesus Christus !
    Schon bei Deinem Eintritt in diese Welt hast Du Dich Deinem himmlischen Vater aufgeopfert aus Liebe zu uns

    In der Krippe hast Du Dein Opferleben begonnen, da Du Knechtsgestalt annahmst.


    Am Kreuze hast Du Dein Opfer vollendet, da Du gehorsam wurdest bis in den Tod.


    Und Tag für Tag erneuerst Du Dein Erlösungsopfer auf den Altären, wo Du Deine Gottheit und Deine Menschheit noch weiter verborgen unter den leblosen Gestalten von Brot und Wein.




    - Was sollen wir Dir, o Herr, vergelten für alles, was Du uns getan?
    Den Kelch des Heiles wollen wir ergreifen und Deinen Namen preisen, Herr, in Ewigkeit.
    [....]
    Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebst und herrschst,
    Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-67-c741.jpeg-invaddpicsinvv,qps-68-1627.jpeg-invaddpicsinvv,qps-69-41a2.jpg-invaddpicsinvv,qps-6b-02ee.jpg-invaddpicsinvv,qps-6e-e655.jpg-invaddpicsinvv,qps-6f-6d81.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Hochfest der Geburt unseres Herrn und Gottes Jesus Christus - Weihnachten -




    Der hl. Augustinus:
    -

    «Wach auf, Mensch: für dich ist Gott Mensch geworden!
    ‹Wach auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, und Christus wird dich erleuchten› (Epheserbrief 5,14).
    Für dich, sage ich, ist Gott Mensch geworden.
    Für alle Ewigkeit wärest du gestorben, wäre er nicht in der Zeit geboren»

    -



    Schon im Alten Testament hören wir im Buche der Weisheit (18,14) diese Prophezeiung:
    -
    "Als tiefes Schweigen das All umfing und die Nacht bis zur Mitte gelangt war,
    da sprang dein allmächtiges Wort vom Himmel, vom königlichen Thron herab"....

    -


    Joh 1,14
    UND DAS WORT IST FLEISCH GEWORDEN und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen, die Herrlichkeit des einzigen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit."


    Aus einer Predigt von
    Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
    -

    Weihnachten heisst,
    dass GOTT
    in einer KONKRETEN PERSON,
    an einem BESTIMMTEN ORT,
    zu einer BESTIMMTEN ZEIT
    in unsere Welt gekommen ist.



    Sichtbar, hörbar, fassbar, in menschlischer Gestalt:
    In Gestalt eines Kindes.

    "Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht,
    er hat Kunde gebracht"

    ( Joh 1,7)

    Dabei wohnt Gott nicht nur in Bethlehem.
    Sondern dieses Kind IST GOTT.

    Kein Gleichnis,
    kein Bild,
    kein Symbol,

    sondern WIRKLICHKEIT.

    Gleichnisse Bilder und Symbole können uns nicht erlösen.
    All das hatten die Menschen auch schon vor Christus.

    ERLÖSEN KANN UNS NUR
    DER WIRKLICH UND WAHRHAFT IM FLEISCH ERSCHIENENE GOTT.

    Das Gebet des Herrn erinnert uns nicht nur täglich an dieses Geheimnis,
    sondern es vermehrt in uns zugleich den Glauben."

    -
    Siehe bitte auch:
    Das Wort ist Fleisch geworden; die Menschwerdung Gottes


    Hw Stephan Müller :
    -

    [....]
    "Mit der Geburt Christi beginnt die Stunde der Rettung, sie vollendet sich am Kreuz.
    Der Name Jesus heißt übersetzt Retter, Erlöser.

    In der Krippe von Bethlehem beginn die Rettung von Sünde, Leid
    , Tod und Teufel.

    Soziale Hilfe ist immer wichtig. Menschen in Not zu helfen ist uns aufgetragen. Doch Christus ist gekommen, um unser Erlöser zu werden.
    [....]

    -

    Der hl. Papst Gregor der Grosse über das Glaubens-Geheimnis
    der Menschwerdung des eingeborenen Sohnes Gottes JESUS CHRISTUS:
    -

    "Die Geburt unseres Herrn Jesu Christi übersteigt die Fassungskraft.
    Derselbe ist Er ind Wesenheit Gottes und in der von ihm gewählten Gestalt des Knechtes.
    Derselbe ist Er in Seiner ewigen Körperlosigkeit und in Seinem angenommenen menschlichen Leibe.
    Derselbe ist Er in Seiner unverletzbaren Macht und in unserer leidensfähigen Schwachheit.
    Derselbe ist Es, Der den Thron des Vaters teilt und von den Gottlossen ans Kreuzesholz geschlagen wurde.
    Derselbe ist Es, Der als Bezwinger des Todes über alle Himmelshöhen emporstieg und bis ans Ende der Welt bei der ganzen Kirche bleibt.
    Derselbe ist endlich ist Es, Der in dem Fleisch, in welchem Er zum Himmel auffuhr, kommen und über die Taten aller Sterblichen richten wird, wir Er Sich auch von den Gottlosen richten liess.

    Obwohl Er nämlich der Sohn Gottes ist, durch den wir erschaffen sind, wurde Er doch auch durch die Annahme des Fleisches zum Sohne des Menschen,
    damit Er unserer Sünden wegen sterben und um unserer Rechtfertigung willen auferstehen könnte."


    -

    Ein Auszug aus dem Römischen Katechismus
    - "dem Katechismus nach dem Beschlusse des Konzils von Trientfür die Pfarrer auf Befehl der Päpste Pius V. und Klemens XIII. herausgegeben". -
    über die Geburt unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.

    -

    Erster Teil, Viertes Hauptstück:
    Vom dritten Artikel:
    Der empfangen ist vom Heiligen Geist, geboren aus Maria, der Jungfrau.

    8. Christus wurde nicht nach dem gewöhnlichen Laufe der Natur geboren

    Aber wie die Empfängnis selbst die Ordnung der Natur durchaus übersteigt:
    so lässt sich auch in der Geburt nichts als Göttliches wahrnehmen.

    Überdies
    - und Wunderbareres kann durchaus nicht ausgesprochen noch gedacht werden -
    wird er geboren aus der Mutter ohne jede Verletzung der mütterlichen Jungfräulichkeit,
    und wie er später aus dem verschlossenen und versiegelten Grab hervorging und "zu seinen Jüngern durch verschlossene Türen eintrat" (Joh 20,19);
    oder, um auch von den Dingen, welche wir täglich in der Natur vor sich gehen sehen, nicht abzugehen:
    wie die Strahlen der Sonne die feste Masse des Glases durchdringen, ohne sie zu brechen oder irgendwie zu verletzen:
    auf ähnliche und noch erhabenere Weise ging Jesus Christus aus dem mütterlichen Schoß ohne den geringsten Nachteil der Jungfräulichkeit seiner Mutter hervor;
    +
    denn wir feiern ihre unverletzte und beständige Jungfrauschaft mit zweifellos wahren Lobsprüchen.
    Und zwar wurde dies durch die Kraft des Heiligen Geistes bewirkt, welcher bei der Empfängnis und Geburt des Sohnes der Mutter so beistand, daß er ihr einerseits Fruchtbarkeit verlieht, andererseits die beständige Jungfrauschaft bewahrte.
    +



    9. Christus wird mit Recht der zweite Adam und Maria die andere Eva genannt.

    Bisweilen pflegt der Apostel Christus Jesus "den neuen Adam"
    (1 Cor 15, 21. Rom 5,12-14) zu nennen und ihn mit dem ersten Adam zusammenzubringen;
    denn wie im ersten alle Menschen sterben,
    so werden im zweiten alle ins Leben zurückgerufen,
    und wie Adam für das menschliche Geschlecht, so weit es den natürlichen Stand betrifft, der Vater war, so ist Christus Urheber der Gnade und Herrlichkeit.
    In dieser Weise können wir auch die jungfräuliche Mutter mit Eva so zusammenbringen daß der ersten Eva die zweite, welche Maria ist, entspricht;
    gleichwie wir vom zweiten Adam, das ist Christus, gezeigt haben, daß er dem ersten Adam entspricht.
    Eva nämlich hat, weil sie der Schlange Glauben schenkte,
    Fluch und Tod über das Menschengeschlecht gebracht,
    und nachdem Maria dem Engel geglaubt hatte, geschah es durch Gottes Güte, daß Segen und Leben den Menschen zuteil wurde.
    Um Evas willen werden wir als Söhne des Zornes (Eph 3,2) geboren:
    von Maria aber haben wir Jesus Christus empfangen, durch den wir zu Söhnen der Gnade wiedergeboren werden.
    Zu Eva wurde gesagt:
    "In Schmerzen wirst du Kinder gebären" (Gen 3, 16);
    +
    Maria ist von diesem Gesetz befreit, indem sie, unbeschadet der Unversehrtheit ihrer jungfräulichen Scham, ohne jedes Gefühl eines Schmerzes, wie oben gesagt worden, Jesus, den Sohn Gottes, gebar.
    +

    -

    Die Weihnachtsmotette "Praeter rerum seriem" von Josquin Desprez (1450-1521) - in der Version von Cipriano de Rore (1516-1565); vorgetragen von "The Tallis Scholars"




    Praeter rerum seriem parit deum hominem Virgo Mater.
    Nec vir tangit virginem nec prolis originem novit Pater.

    Entgegen der Ordnung der Dinge gebärt die jungfräuliche Mutter Gott als Menschen.
    Weder berührte sie ein Mann, noch kennt der Vater den Ursprung der Geburt.


    Virtus sancti spiritus opus illud coelitus operatur.
    Initus et exitus partus tui penitus, quis scrutatur?

    Durch des Heiligen Geistes Kraft wurde dies himmlische Werk vollbracht.
    Tiefe des Anfangs und Ende deiner Geburt, wer durchschaut es ?

    Dei providentia quae disponit omnia tam suave,
    Tua puerperia transfer in mysteria.
    Mater Ave.

    Gottes Vorsehung, die alles so lieblich ordnet,
    weihe Deine Kinder in die Geheimnisse ein.
    Gegrüsst seist du, Mutter.




    Siehe dazu bitte auch :
    Maria: Die neue Eva
    und:
    Die Marianischen Dogmen


    Der hl Hilarius von Poitiers ( gest. 367)
    in seinem Werk "Zwölf Bücher über die Dreieinigkeit (De Trinitate)"
    über den Gott-Menschen Jesus Christus:

    -

    Von der Gottheit unseres Herrn Jesu Christi haben wir also folgendermaßen erfahren:
    durch seinen Namen, durch seine Geburt, durch sein Wesen,
    durch seine Macht, durch sein Bekenntnis.


    Ich glaube aber, daß der Name in keiner Weise einen Zweifel läßt.
    Lesen wir doch:
    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
    Was überhaupt ist da an Schmähung möglich, warum er nicht sein solle, als was ihn sein Name nennt?
    Oder ist nicht etwa der Name Bezeichnung für das Wesen?
    Alles Widersprechen muß begründet sein, darum frage ich hier nach dem Grund zur Leugnung der Göttlichkeit.
    Denn die Bezeichnung ist ganz schlicht und ist frei von einer fremdartigen Zubenennung,
    die zu Bedenken Anlaß geben könnte.
    Das fleischgewordene Wort ist nämlich nichts anderes als Gott.
    Hier ist kein Grund, eine abgeleitete oder angenommene Benennung zu argwöhnen, so daß ihm der Name Gott nicht auf Grund des Wesens zukäme.


    Christus stammt aus dem Himmel, ist Menschensohn und ist im Himmel.

    Gerade daraufhin hat der Herr selbst jenes übergroße und ungemein
    schöne Geheimnis der Menschannahme aufgewiesen, mit seinem Wort:
    Niemand ist zum Himmel emporgestiegen, wer nicht vom Himmel herabgestiegen ist, der Menschensohn, der im Himmel ist.” (Joh.3,13 )
    Daß er vom Himmel herabstieg, ist die Ursache des vom Heiligen Geist empfangenen Ursprungs.
    Nicht hat nämlich Maria dem Leibe den Ursprung gegeben, wenn sie auch zum Wachstum und zur Geburt des Leibes alles das beigetragen hat, was ihrem Geschlecht wesensgemäß zukommt.

    Sofern er aber Menschensohn ist, ist er der
    Sproß des in der Jungfrau empfangenen Leibes.

    Sofern er endlich im Himmel ist,
    macht das die Macht des immerdauernden Wesens aus.
    Denn trotz des von sich aus ins Dasein gerufenen und erschaffenen Leibes hat er sich nicht aus der Kraft seiner Unendlichkeit heraus in den Bereich seines umgrenzten Körpers eingeengt.
    Wenn er auch vermöge der Kraft des Geistes und der Macht des Wortes Gottes
    in der Gestalt eines Knechtes (Phil 2,7) Dasein hatte,
    so ist dennoch der Herr des Himmels und der Welt
    von keinem Kreise innerhalb und außerhalb des Umkreises von Himmel und Erde je fern gewesen.


    Deswegen also ist er sowohl vom Himmel herabgestiegen
    und auch Menschensohn und endlich im Himmel gegenwärtig,
    weil das fleischgewordene Wort sein Fortdauern als Wort nicht verloren hatte.

    Denn sofern es Wort ist, bleibt es im Himmel;
    sofern es Fleisch ist, besteht es als Menschensohn;
    sofern das Wort Fleisch wurde, stammt es vom Himmel
    und ist es Menschensohn und ist es im Himmel
    .
    Denn die Kraft des Wortes besteht nicht in körperlicher Art, und auch war es da nicht fern, von wo es herabgestiegen war.
    Und das Fleisch hatte nicht anderswoher seinen Ursprung genommen als aus dem Wort,
    Und das fleischgewordene Wort
    war trotz seines Fleisch-seins dennoch sehr wohl das Wort.



    -

    Die drei hl. Messen im Alten Ritus:

    Missa in nocte
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c251/index.html
    Missa in aurora
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c252/index.html
    Missa in die
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...c253/index.html
    -


    Ich wünsche allen Mitgliedern und Mitlesern ein frohes, gesegnetes und gnadenreiches Fest der Geburt unseres Herrn und Gottes Jesus Christus.


    -
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  • Advent, Zeit der SehnsuchtDatum23.12.2025 18:10
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Advent, Zeit der Sehnsucht

    Gelobt sei Jesus Christus !



    "....denn du hast Den in deinem Schoss getragen, Den die Himmel nicht fassen konnten....."

    Weihnachts Responsorium "Sancta et immaculata virginitas - Heilige und unbefleckte Jungfräulichkeit"
    in der Version von Cristobal de Morales (1500-1553), vorgetragen von "Weser Renaissance":

    Sancta et immaculata virginitas,
    quibus te laudibus efferam nescio:
    quia quem caeli capere non poterant,
    tuo gremio contulisti.
    Benedicta tu in mulieribus
    et benedictus fructus ventris tui.


    Heilige und unbefleckte Jungfräulichkeit,
    ich weiß nicht, mit welchen Hymnen ich dich preisen werde,
    denn du hast Den in deinem Schoß getragen,
    Den die Himmel nicht fassen konnten,
    Gebenedeit bist du unter den Frauen
    und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes.





    Die abendliche Vesper mit der siebten Antiphon vom 23. Dezember:

    -

    "Eröffnungsvers:

    Herr öffne meine Lippen. Aufdass mein Mund Dein Lob verkünde.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    den Du aus Erdenstaub gebildet.

    O Emmanuel - Gott mit uns / hehrer König,
    Du hast uns das Gesetz gebracht,
    Du Sehnsucht aller Völker und ihr Heil;
    Komm - und erlöse uns, Herr, unser Gott


    Magnificat:

    Hoch erhebt meine Seele den Herrn
    in Gott, meinem Heiland, jubelt mein Geist.
    er hat in Gnaden geschaut auf Seine niedrige Magd,
    siehe, von nun an nennen mich selig alle Geschlechter.

    Grosses hat der Gewaltige an mir getan -
    heilig Sein Name -

    und Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht
    über jenen, welche ihn fürchten.

    Macht hat Er geübt mit Seinem Arm,
    Sind zerstreut, die stolzen Herzens sind.

    Herrscher hat Er vom Thron gestürzt,
    Niedrige aber erhoben.

    Hungernde hat Er mit Gütern erfüllt,
    Reiche gehen lassen mit leeren Händen.

    Israels, Seines Knechts, hat Er sich angenommen,
    dass er Seines Erbarmens gedenke,

    wie Er zu unseren Vätern gesprochen -
    Seines Erbarmens für Abraham und sein Geschlecht durch alle Zeit.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn
    und dem Heiligen Geist,

    wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit,
    und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    O Emmanuel - Gott mit uns / hehrer König,
    Du hast uns das Gesetz gebracht,
    Du Sehnsucht aller Völker und ihr Heil;
    Komm - und erlöse uns, Herr, unser Gott


    Marienlob (Alma Mate redemptoris):

    Hohe Mutter des Erlösers,
    du allzeit Himmelspforte und Stern des Meeres,
    hilf deinem Volke, dass sich müht, vom Falle aufzustehen !
    Die du hast geboren, der Natur zum Staunen,
    deines Schosses heiligen Schöpfer.
    Jungfrau bist du, Jungfrau wie zuvor,
    da aus Gabriels Munde du empfingst das Ave,
    mit uns Sündern hab Erbarmen !"


    Die O-Antiphonen; erklärt von Pater Johannes M. Schwarz: Die siebte Antiphon:


    -

  • Advent, Zeit der SehnsuchtDatum22.12.2025 17:52
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Advent, Zeit der Sehnsucht

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Die abendliche Vesper mit der sechsten Antiphon vom 22. Dezember:

    -

    "Eröffnungsvers:

    Herr öffne meine Lippen. Aufdass mein Mund Dein Lob verkünde.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    O Völkerkönig / ersehnt von allen,
    Du Eckstein, der zusammenfügt die beiden;
    Komm - und bring dem Menschen Heil,
    den Du aus Erdenstaub gebildet.


    Magnificat:

    Hoch erhebt meine Seele den Herrn
    in Gott, meinem Heiland, jubelt mein Geist.
    er hat in Gnaden geschaut auf Seine niedrige Magd,
    siehe, von nun an nennen mich selig alle Geschlechter.

    Grosses hat der Gewaltige an mir getan -
    heilig Sein Name -

    und Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht
    über jenen, welche ihn fürchten.

    Macht hat Er geübt mit Seinem Arm,
    Sind zerstreut, die stolzen Herzens sind.

    Herrscher hat Er vom Thron gestürzt,
    Niedrige aber erhoben.

    Hungernde hat Er mit Gütern erfüllt,
    Reiche gehen lassen mit leeren Händen.

    Israels, Seines Knechts, hat Er sich angenommen,
    dass er Seines Erbarmens gedenke,

    wie Er zu unseren Vätern gesprochen -
    Seines Erbarmens für Abraham und sein Geschlecht durch alle Zeit.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn
    und dem Heiligen Geist,

    wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit,
    und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    O Völkerkönig / ersehnt von allen,
    Du Eckstein, der zusammenfügt die beiden;
    Komm - und bring dem Menschen Heil,
    den Du aus Erdenstaub gebildet.


    Marienlob (Alma Mate redemptoris):

    Hohe Mutter des Erlösers,
    du allzeit Himmelspforte und Stern des Meeres,
    hilf deinem Volke, dass sich müht, vom Falle aufzustehen !
    Die du hast geboren, der Natur zum Staunen,
    deines Schosses heiligen Schöpfer.
    Jungfrau bist du, Jungfrau wie zuvor,
    da aus Gabriels Munde du empfingst das Ave,
    mit uns Sündern hab Erbarmen !"

    -

    Die O-Antiphonen; erklärt von Pater Johannes M. Schwarz: Die sechste Antiphon:


    -

  • Advent, Zeit der SehnsuchtDatum21.12.2025 18:02
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Advent, Zeit der Sehnsucht

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Die abendliche Vesper mit der fünften Antiphon vom 21. Dezember:
    -

    "Eröffnungsvers:

    Herr öffne meine Lippen. Aufdass mein Mund Dein Lob verkünde.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    O Aufgang / ewigem Lichte Glanz,
    Du Sonne der Gerechtigkeit;
    Komm - und erleuchte,
    die da harren in Finsternis und Todesschatten.


    Magnificat:

    Hoch erhebt meine Seele den Herrn
    in Gott, meinem Heiland, jubelt mein Geist.
    er hat in Gnaden geschaut auf Seine niedrige Magd,
    siehe, von nun an nennen mich selig alle Geschlechter.

    Grosses hat der Gewaltige an mir getan -
    heilig Sein Name -

    und Sein Erbarmen währt von Geschlecht zu Geschlecht
    über jenen, welche ihn fürchten.

    Macht hat Er geübt mit Seinem Arm,
    Sind zerstreut, die stolzen Herzens sind.

    Herrscher hat Er vom Thron gestürzt,
    Niedrige aber erhoben.

    Hungernde hat Er mit Gütern erfüllt,
    Reiche gehen lassen mit leeren Händen.

    Israels, Seines Knechts, hat Er sich angenommen,
    dass er Seines Erbarmens gedenke,

    wie Er zu unseren Vätern gesprochen -
    Seines Erbarmens für Abraham und sein Geschlecht durch alle Zeit.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn
    und dem Heiligen Geist,

    wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit,
    und in Ewigkeit. Amen.


    O-Antiphon:

    O Aufgang / ewigem Lichte Glanz,
    Du Sonne der Gerechtigkeit;
    Komm - und erleuchte,
    die da harren in Finsternis und Todesschatten.


    Marienlob (Alma Mate redemptoris):

    Hohe Mutter des Erlösers,
    du allzeit Himmelspforte und Stern des Meeres,
    hilf deinem Volke, dass sich müht, vom Falle aufzustehen !
    Die du hast geboren, der Natur zum Staunen,
    deines Schosses heiligen Schöpfer.
    Jungfrau bist du, Jungfrau wie zuvor,
    da aus Gabriels Munde du empfingst das Ave,
    mit uns Sündern hab Erbarmen !"

    -

    Die O-Antiphonen; erklärt von Pater Johannes M. Schwarz: Die fünfte Antiphon:


    -

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