Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

Foren Suche

Suchoptionen anzeigen
X
  • Gegenwart Jesu ChristiDatumGestern 22:46
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Zur Passionszeit:

    -

    "
    Herr Jesus Christus !
    Du bist hier gegenwärtig im
    Sakrament Deiner Liebe.



    Wir beten Dich an.
    Am Abend vor Deinem Leiden hast Du uns in heiliger Stunde dieses erhabene Sakrament geschenkt, da Du Brot und Wein in Deine ehrwürdigen Hände nahmst und die Worte der Wandlung darüber sprachst.
    Dank sei Dir, Herr!
    Nicht ein totes Andenken hast Du uns hier hinterlassen, sondern Dich selbst unter den Zeichen dieses Sakramentes.

    Unter beiden Gestalten bist Du ganz und ungeteilt zugegen:
    Als Gott und als Mensch, mit Fleisch und Blut.



    Die Trennung der Gestalten soll uns nur erinnern an Dein Sterben, da Du den letzten Tropfen Deines Blutes uns vergossen hast.

    Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus , und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

    Göttlicher Heiland !
    Am Kreuz war einst Deine göttliche Majestät vor den Augen der Menschen verborgen.
    Auch Deine menschliche Würde war entehrt und in den Staub getreten.

    Du warst verachtet, der letzte der Menschen; ein Mann der Schmerzen, mit Leiden vertraut.
    Und doch Tat sich in all Deiner Erniedrigung noch Deine Gottheit kund für den, der guten Willens war: In Deiner königlichen Haltung; in Deinen letzten Worten, die Deine hohe Majestät verrieten und Deine unbegreifliche grosse Liebe; und endlich in den Zeichen der Natur, die selbst den Hauptmann, der unter Deinem Kreuze stand, zum Glauben führten: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! (Mt 57,4)

    Doch hier im Sakrament bist Du noch mehr verhüllt.
    Hier verbirgst Du Dich unter leblosen Gestalten.
    Kein Zeichen Deiner Gottheit, noch Deiner Menscheit sehen wir.

    Uns aber
    , Herr, genügt Dein Wort!
    Wir beugen unsere Knie und beten an!





    Lasset uns beten :
    Herr Jesus Christus, Du hast uns in diesem wunderbaren Sakrament das Gedächtnis Deines Leidens hinterlassen.
    Lass uns die heiligen Geheimnisse Deines Leibes und Blutes so verehren, dass wir allezeit die Frucht Deiner Erlösung in uns erfahren.
    Der Du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

    Amen."


    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr
    "

    -

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatumGestern 22:46
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Ersten Passionssonntag - Judica
    aus einer Predigt von Hw Hans Milch aus dem Jahre 1983:
    -

    [....]
    "In allem ist Christus Vorbild.
    Sein ganzes Verhalten, sein Kampf, seine Erhabenheit, seine Souveränität, seine Überlegenheit hat Er uns vermacht.
    Wir sind Erbe Seines Kampfes.
    Und Liebe ohne Kampf ist keine Liebe. Kampf und Liebe gehören zusammen,
    und der Kampf ergibt sich aus der Liebe.
    Wer kann schon Gott lieben und alles Seiende lieben und nicht das Nichts hassen?
    Völlig unmöglich.
    Wer kann entbrannt sein für Christus und nicht den Satan und seine Werke hassen?
    Zeige mir deine Liebe ohne Haß; es ist keine Liebe.

    Haß gegen das Nichts, Haß gegen den Irrtum, Haß gegen die Sünde:
    Wie kann ich den Sünder lieben, wenn ich nicht seine Sünde hasse?
    Wie kann ich den Irrenden lieben, wenn ich nicht seinen Irrtum hasse?
    Selbstverständlich hasse ich nicht die Person, aber ich hasse das, was die Person entstellt.
    Und dagegen Kampf, Entlarvung, Bloßstellung, um Chance zu geben, herauszutreten aus dem armseligen Miteinander des Üblichen, aus der bequemen Einbettung ins Kollektiv. Christus will dich herausreißen ins Unbequeme, in die freie Plaine, wo du ungeschützt stehst unter dem Himmel Seines Angebotes
    und dir nichts übrigbleibt als JA oder NEIN: dorthin will dich Christus herausreißen.
    Wer nach rechts und nach links, nach hinten und vorne schaut, nach den anderen schaut und sich einfügt und mitmacht und auf halb-und-halb geht und vorsichtig ist und halb meint und doch meint und vielleicht meint ist untauglich für Gottes Reich. Alles oder Nichts, JA oder NEIN.
    Sehr undiplomatisch!
    Aber Christus war im höchsten Grade undiplomatisch.
    Er hat sich ausgesetzt dem Haß der Welt; Zeichen, dem widersprochen wird zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel.
    [....]
    Gott ist Mensch geworden und hat das Leiden auf Sich genommen und damit vergöttlicht.
    Er hat uns nicht vom Leiden erlöst,
    Er hat das Leiden erlöst von seiner Sinnlosigkeit.
    Und wir haben nun das Leiden in der Hand als Waffe, als Zepter, als Medium der Machtausübung.
    Von jedem Weh gehen Ströme lebendigen Wassers aus.
    Wir sitzen an den Schalthebeln und sind die geheimen Herrscher.
    Wir tragen zwar unseren Schatz in irdenen Gefäßen;
    und Gottes Kraft kommt durch unsere Schwachheit zur Vollendung; und unsere Armseligkeit ist ein Magnet, der Sein Erbarmen anzieht: aber mitten in alldem sind wir Herren.
    Das ist unser Auftrag.
    Nicht winselnd, wimmernd, keuchend, fluchend, in ohnmächtigem Zorn heulend,
    sondern heilig, in Ingrimm, im Widerspruch dem Satan widerstehen."
    [....]

    -


    Zum Ersten Passionssonntag - Judica - aus dem Introitus der hl Messe (Schott-Messbuch 1962):
    -

    Introitus (Ps. 42, 1-2)

    Vom Passionssonntag bis Gründonnerstag wird, wenn nicht ein Fest gefeiert wird,
    am Schluß des Introitus kein Gloria Patri gebetet, ebenso nicht am Schluß des Lavabo-Psalmes.

    Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta: ab homine iniquo et doloso eripe me: quia tu es Deus meus et fortitudo mea. (Ps. ibid. 3) Emitte lucem tuam et veritatem tuam: ipsa me deduxerunt et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua. – Judica me (usque ad Ps.).

    Schaff Recht mir, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich; denn Du bist ja mein Gott und meine Stärke. (Ps. ebd. 3) Send mir Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie zu Deinem hl. Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt. – Schaff Recht mir (bis zum Ps.).

    -


    Die Buss- und Fastenzeit ändert mit dem ersten Passionssonntag
    ihren liturgischen Charakter....
    hin zum Leiden Christi.

    Die Einführung aus dem Schott Messbuch 1962:
    -

    "Heute ändert sich der Charakter der Fastenliturgie mit einem Male.
    Die Beziehungen auf die Katechumenen treten jetzt mehr zurück, auch fehlen die Anspielungen auf die Stationskirchen, dagegen tritt der leidende Christus in den Vordergrund.
    In erschütternder Weise schreit er oft mit dem Psalmisten zum Vater um Rettung aus übergroßer Leidensnot.
    Die Lesungen stellen uns den Mann der Schmerzen vor Augen.
    Immer düsterer ballen sich die Gewitterwolken über seinem Haupte zusammen, bis sie sich endlich am Karfreitag furchtbar entladen.
    Neben dieser unergründlich tiefen Verdemütigung Christi in seinem Leiden tritt in dieser Zeit aber auch deren gewaltige Wirkung: der Segen des Opfertodes, im Lobe des Kreuzes, hervor.

    Um ihren Schmerz über das Leiden und den Tod ihres Bräutigams noch mehr zu bekunden,
    läßt die Kirche in den Tagesmessen der Passionszeit im Staffelgebet den Psalm Judica, der in freudigem Jubel ausklingt und im Introitus des Passionssonntags wiederkehrt, wegfallen und das Gloria Patri, den frohen Lobruf an die heiligste Dreifaltigkeit, verstummen.
    Sie verhüllt auch das Altarkreuz und die Altarbilder mit dunklen Tüchern, um so an die Erniedrigung des Erlösers zu erinnernund das Bild des Gekreuzigten um so tiefer in unsre Herzen zu prägen.

    Die Altarkreuze bleiben verhüllt bis nach der Kreuzverehrung am Karfreitag, die Altarbilder bis zum Gloria der Osternacht.
    [....]

    -

    Die hl. Messe am Ersten Passionssonntag:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso5/index.html

    -


    -

  • Religion und WahrheitDatum20.03.2026 22:35
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Welch ein kostbarer Schatz unser wahrer Glaube ist, wird uns aus den Ausführungen von
    Hw Leopold Kist in "Geistliche Schatzgräber", (1866) wieder so richtig bewusst....:
    -

    Wenn also Gott die Urquelle aller Seligkeit ist, wenn man nur in Gott und durch Gott sich wahrhaft freuen kann, so geht daraus hervor, daß nur der Gläubige, der Christ, der Fromme und Tugendhafte fähig ist, Glückseligkeit zu genießen.
    Religion, Glauben und Tugend führen zur wahren Glückseligkeit, und diese ist vor Allem geistiger Art.


    Das ist Glückseligkeit:

    seinen Schöpfer, Erlöser und Heiligmacher zu kennen, ein Kind Gottes, im Besitz der Wahrheit, ein Glied der wahren, heiligmachenden Kirche zu sein.

    +

    Das ist Glückseligkeit
    :

    Das Bewußtsein durch Jesum Christum von Sünde, Schuld und Strafe erlöst und von der Gewalt Satans und der ewigen Verdammnis befreit zu sein – das Bewußtsein:
    Der Gnaden und Verdienste Christi teilhaftig geworden, zur Freiheit der Kinder Gottes und zur Erbschaft des Himmels berufen zu sein.

    +

    Das ist Glückseligkeit
    – zu wissen:

    Gottes heiliger Engel steht schützend dir zur Seite, und Gott selbst sieht mit Huld und Gnade auf dich herab.

    +

    Das ist Glückseligkeit:

    Ein gutes Gewissen zu haben, das nicht plagt und peinigt und foltert, sondern Gottes ewigen Lohn verheißt.

    +

    Das ist Glückseligkeit:

    Jenen Frieden zu besitzen, den die Welt nicht geben kann,der allein von Gott aus dem Himmel stammt.
    Am Herzen Jesu ruhen, das ist Glückseligkeit.

    +

    Diese Glückseligkeit kann der Mensch schon auf Erden genießen, und diese Glückseligkeit wird er auch im Himmel genießen, aber er wird sie dort genießen im höchsten Grad, er wird sie genießen immer und ewig.

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft in "Logik der Liebe" :

    -

    [....]
    "Es ist wichtig zu Bedenken, dass die Moral nicht eine lästige und eigentlich überflüssige Zutat ist, sondern dass sie sich vielmehr mit einer innerer Notwendigkeit aus dem Ganzen des christlichen Glaubens ergibt.

    Auf den Punkt gebracht, sie es drei Dinge, die unser Chritsein bestimmen:

    1. das rechte Glauben
    2.
    das rechte Lieben
    3.
    und das rechte Leben.



    Der Glauben ist Sache des Dogmas.
    Dabei geht es um die Erkenntnis und das immer tiefere Verständnis der von Gott geoffenbarten Wahrheit.
    Um darüber zu wachen, übt die Kirche ihr Lehramt aus.

    Die Dogmen



    Das Lieben ist Sache der Spiritualität.
    Darunter fassen wir alles zusammen, was man geistliches Leben nennt.
    In Bezug auf Gott wird die Liebe konkret im Gebet und im Empfang der Sakramente.
    Diesen ganzen Bereich verwaltet die Kirche in ihrem Priesteramt.

    Die heiligen Sakramente; die Heilmittel für die Seele



    Das rechte Leben ist Sache der Moral.
    Es entspricht dem Wesen und der"Logik der Liebe", nicht nur Wort zu sein, sondern über die innere Gesinnung hinauszugehen.
    Wahre Liebe drängt zur Tat (vgl. 1 Joh 3, 18).
    Weil aber Gottes- und Nächstenliebe eine Einheit bilden, wird die Liebe zu den Mitmenschen in leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit (vgl. Mt 25, 35) konkret.
    Um ihren Kindern in den komplexen Situationen des Alltags zu helfen, ihr Gewissen zu bilden, und sicher das Gute vom Bösen zu unterscheiden, übt die Kirche ihr Hirtenamt aus."


    Gewissensbildung durch die Lehre der Kirche

    [....]

    -

    Das Büchlein kann hier bestellt werden:
    https://petrusverlag.de/?artikelid=32

    oder hier:
    https://www.introibo.net/logik_der_liebe.php

    -

    Siehe dazu bitte auch:
    Die eine heilige katholische und apostolische Kirche (5)
    -

    -

  • Gelobt sei Jesus Christus !


    Am 19. März feiert die Heilige Mutter Kirche das Hochfest des hl. Josef, Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria, Bekenner:




    Zum Hochfest aus dem Bomm Volksmessbuch 1962:
    -
    "Der hl. Joseph ist ein Bekenner; er erlitt nicht, wie die Märtyrer, den blutigen Tod für Christus; er verkündete nicht, wie die Apostel und Evangelisten, in aller Welt das Evangelium,
    und doch legte auch er in seiner Verborgenheit ein Bekenntnis und Zeugnis ab für den Herrn durch ein Leben in Gerechtigkeit und Gottesfurcht und des Gotteslobes.
    Als Bräutigam Mariens und Nährvater des göttlichen Kindes aber war er vor allen Sterblichen erkoren, der Hüter des grössten Gnadengeheimnisses Gottes auf Erden zu sein.
    Um dieser Gnadenerwählung und seiner hohen Heiligkeit willen preist ihn die heutige Festmesse
    ."

    -

    Gaude Ioseph - Freue dich, oh Joseph ( Gregorianischer Choral) :



    1. Gaude Ioseph qui gessísti,
    cum María, Mater Christi,
    Castitátis lilium.
    Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!

    Freue dich, oh Josef, der du gelebt hast,
    mit Maria, der Mutter Christi,
    der Lilie der Keuschheit.
    Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!


    2. Gaude Sponse Cor Maríæ!
    In te fidit, vas sóphiæ,
    Spiritus Sacrárium.
    Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!

    Freue dich, oh Braut, Herz Mariens!
    In dir liegt das Gefäß der Weisheit,
    das Heiligtum des Geistes.
    Freue dich, Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!


    3. Gaude Sancte qui vidísti,
    Hunc Natálem diem Christi,
    Creatóris ómnium.
    Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!

    Freue dich, oh Heiliger, der du gesehen hast,
    diesen Geburtstag Christi,
    des Schöpfers von allem.
    Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!


    4. Nostri memor, mortis hora,
    et pro nobis Christum ora,
    ut det Cæli gáudium.
    Gaude Sancte, Gaude Sponse, Gaude Ioseph!

    Gedenke unser, in der Stunde des Todes,
    und bitte Christus für uns,
    dass er uns die Freude des Himmels schenken möge.
    Freue dich, oh Heiliger, freue dich, oh Bräutigam, freue dich, oh Josef!



    Litanei vom hl. Josef:
    Litanei vom hl. Josef


    Der hl. Joseph ist auch der Schutzpatron der Kirche!


    Die hl. Theresa v. Avila (1515-1582) war eine grosse Verehrerin des hl. Josef.
    In ihrer "Vida" - "Das Buch meines Lebens" schreibt sie:
    -
    "Zu meinem Fürsprecher und Herrn erwählte ich den glorreichen heiligen Joseph und empfahl mich ihm recht inständig.
    [....]
    Ich erinnere mich nicht, ihn bis jetzt um etwas gebeten zu haben, was er mir nicht gewährt hätte.
    Ja, es ist zum erstaunen, welch große Gnaden mir Gott durch die Vermittlung dieses glückseligen Heiligen verliehen und aus wie vielen Gefahren des Leibes und der Seele er mich durch ihn befreit hat.
    Anderen Heiligen scheint der Herr die Gnade gegeben haben, nur in einem bestimmten Anliegen helfen zu können; aber mit diesem glorreichen Heiligen habe ich die Erfahrung gemacht, dass er in allen Nöten hilft.

    Damit will der Herr uns zu verstehen geben, dass er nun, so wie er dem hl. Josef auf Erden unterstellt war, im Himmel tut, worum ihn dieser bittet, da dieser als sein Pflegevater ihm gegenüber Vaterstelle vertrat, konnte er ihm ja Aufträge erteilen."

    -


    Dazu ein von Papst Leo XIII. im Jahre 1889 in der Enzyklika "Quamquam pluries " angefügtes Gebet:
    -

    Zu dir, o seligster Joseph, fliehen wir in unserer Trübsal.
    Wie wir deine heiligste Braut um Hilfe angefleht haben, so bitten wir voll Vertrauen auch um deinen Schutz. Um der Liebe willen, welche dich mit der Unbefleckten Jungfrau und Gottesmutter verbunden, und um der väterlichen Liebe, womit du das Kind Jesus umfangen hast, bitten wir dich flehentlich, du wollest das Erbe, welches Jesus Christus mit seinem Blute erworben hat, mildreich ansehen und in unseren Nöten mit deiner Macht und Hilfe uns beispringen.
    Wache, o fürsorglicher Beschützer der heiligen Familie, über die auserwählte Jüngerschar Jesu Christi; halte fern von uns, o liebreicher Vater, alle Ansteckung durch Irrtum und Verderbnis; stehe vom Himmel aus uns gnädig bei, du unser starker Retter im gegenwärtigen Kampfe mit den Mächten der Finsternis.
    Und wie du einstmals das Kind Jesus aus der höchsten Lebensgefahr errettet hast, so verteidige jetzt die heilige Kirche Gottes gegen die Nachstellungen der Feinde und alle Widerwärtigkeit.
    Nimm uns alle unter deinen beständigen Schutz, damit wir nach deinem Beispiele und mit deiner Hilfe heilig leben, selig sterben und die ewige Seligkeit im Himmel erlangen mögen.

    Amen."

    -



    Der hl. Alphons Maria v. Liguori hebt besonders drei Gründe für die besondere Verehrung des hl. Josef hervor:
    -

    Erstens:
    weil Jesus ihn nicht nur wie ein Freund, sondern weil er ihn wie seinen Vater liebt;
    weshalb denn auch seine Fürsprache weit mächtiger ist, als die eines anderen Heiligen.

    Zweitens,
    weil der heilige Joseph besondere Macht gegendie bösen Geister,
    die uns in der Todesstunde anfechten,
    erlangt hat.
    Da Joseph unsern Heiland von den Nachstellungen des Herodes befreite, so hat Gott ihm die Macht erteilt,die Sterbenden vor den Angriffen des Teufels zu schützen.

    Drittens
    hat der Beistand, den Jesus und Maria dem heiligen Joseph in der
    Sterbstunde leisteten, ihm das Recht erlangt, auch seinen treuen Dienern einen heiligen, sanften Tod zu verschaffen.

    -


    Der hl. Hieronymus über das erste Kapitel des Matthäusevangeliums(Mt 1, 18-21) zu finden:
    -

    "Weshalb wird er nicht Kind einer gewöhnlichen Jungfrau, sondern einer verehelichten?
    Zunächst, damit durch den Stammbaum Josephs auch die Abstammung Marias erwiesen würde;
    zweitens, damit sie nicht als Gefallene von den Juden gesteinigt würde;
    drittens, damit sie auf der Flucht nach Ägypten eine Hilfe hätte.
    Der Martyrer Ignatius hat noch einen vierten Grund hinzugefügt, weshalb er Kind einer Verehelichten geworden ist, indem er sagte:
    Damit vor dem Teufel geheim gehalten würde, wer geboren ward, insofern als er meinte, es handle sich nicht um die Geburt aus einer Jungfrau, sondern um die aus einer Ehegattin."

    -

    Die Auslegungen der Kirchenväter besagen, dass der Teufel und sein dämonischer Anhang bis zuletzt nicht wussten, ob es sich bei unserem Herrn um den Messias handelte.
    Daher auch die Frage des Satans bei der Versuchung Christi
    "Wenn du der Sohn Gottes bist.....?"
    +
    Verführungen der Welt / Versuchungen (6)
    +


    Der hl. Josef ist der Schutzpatron unserer Heiligen Mutter Kirche und.....
    der Patron der Sterbenden.....

    Ein anempfohlenes Fürbitt-Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht
    lautet:



    -
    "Heiliger Josef,
    Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria,
    bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"


    -


    Aus dem Schott-Messbuch 1962:
    -

    "Fest des hl. Josef
    Bräutigam der allerseligsten Jungfrau Maria
    Bekenner

    1. Kl. – Farbe weiß

    Als Bräutigam der allerseligsten Jungfrau
    und als Nährvater des göttlichen Kindes
    war der hl. Joseph zu einer Würde erhoben, wie sie keinem anderen Heiligen zuteil wurde.
    Er war das Haupt und der Hüter der heiligen Familie zu Nazareth (vgl. die Präfation) und nahm so auch innigen Anteil am Werke der Erlösung.
    Am heutigen Feste wird in der Liturgie vorzugsweise dieser Anteilnahme gedacht,
    während die Kirche am 1. Mai den hl. Joseph als Mann der Arbeit feiert.
    Die liturgische Verehrung des hl. Joseph in einem eigenen Feste geht im Orient bis ins 10. Jahrhundert zurück, während sie im Abendlande erst seit dem 14. Jahrhundert stärker hervortritt.
    Papst Gregor XV. erhob das Fest 1621 zu einem gebotenen Feiertag.

    Um den heiligen Opferaltar geschart, begrüßen wir im Introitus den heiligen Nährvater ob seiner Tugenden unter dem Bilde einer hochstrebenden Palme und einer weitgeästeten Zeder.
    Wir erhoffen von seiner Fürsprache reiche Gnaden (Oratio),
    da ihm in der Kirche gleich Moses eine Schützerrolle zuteil wurde (die Worte der Lesung gelten in der Hl. Schrift von Moses).
    Wir freuen uns über seine hohe Begnadigung (Grad.)
    und über das Glück seiner schutzbefohlenen Kinder (Tract.).
    Das Evangelium zeigt uns den getreuen Hüter der Jungfräulichkeit Mariens und damit des hochheiligen Gnadengeheimnisses der Menschwerdung, das ihm geoffenbart wurde.
    Gottes Gnadenhuld war ständig mit ihm (Offert.).
    In der Communio sehen wir noch einmal das Bild des keuschen Bräutigams Mariä vor uns; es erfüllt uns mit Vertrauen auf seinen mächtigen Schutz.

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/mrz/mrz19/index.html

    -

  • Neue Bischofsweihen - FSSPXDatum18.03.2026 21:09
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Neue Bischofsweihen - FSSPX

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Lieber @Simeon

    Vielen Dank für das Einstellen dieses Videos.

    Die Stellungnahme und Erläuterungen von Weihbischof Athanasius Schneider zur Frage der neuen Bischofsweihen bei der Pius-Bruderschaft sind gut nachvollziehbar.

    Hoffen und beten wir, dass Papst Leo XIV. zum Wohle der Kirche entscheiden und handeln möge.

    Viele liebe Grüsse

  • Religion und WahrheitDatum17.03.2026 20:38
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Bleiben wir treu ! Bleiben wir der immerwährenden Lehre der Kirche treu !
    Immer wieder kommen mir die Worte von Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft in den Sinn:
    -
    "Bleiben wir treu !
    Hören wir nicht auf das Geschwätz ausserhalb
    - und
    Gott sei es geklagt - teils auch innerhalb der Kirche .
    Bleiben wir treu !"

    -


    Zitat aus einer vortrefflichen Predigt von Hw Ulrich Engel aus dem Jahre 2010;

    Die katholische Wahrheit ist auch heute noch genau dieselbe wie vor 2000 Jahren,
    und sie wird auch in 20.000 Jahren keine andere sein.


    Nachfolgend ein Auszug:

    -

    "Es steht doch heute alles zur Disposition!
    Oder wenn mir jemand sagt, man könne doch heutzutage sowieso glauben, was man wolle.
    Nein, Sie können eben nicht glauben, was Sie wollen, jedenfalls nicht, wenn Sie noch katholisch sein wollen!
    Die katholische Wahrheit ist auch heute noch genau dieselbe wie vor 2000 Jahren, und sie wird auch in 20.000 Jahren keine andere sein – solange die Welt besteht.

    Denn Christus ist die Wahrheit in Person - er, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.





    Ein von der Kirche beauftragter Verkünder, ein Priester bzw. ein Pfarrer
    handelt als Vertreter ohne Vertretungsmacht
    , - wenn ich das mal so juristisch sagen darf, - wenn er sich nicht an die katholische Wahrheit hält und diese zur Disposition stellt oder vielleicht auch noch etwas ganz anderes verkündet, als er zu verkünden von der Kirche beauftragt und bevollmächtigt ist, nämlich nur das Evangelium, und zwar im Verständnis der Mutter und Lehrmeisterin Kirche Jesu Christi und nicht etwa eine private Interpretation.
    Seine Privatmeinung zum Besten zu geben, hat er keine Legitimation Legund keinen Auftrag.

    Er hat nur den Auftrag, im Namen Jesu Christi und der Katholischen Kirche deren Wahrheit zu verkünden.
    Ich sage das wieder, damit Klarheit in unseren Köpfen herrscht.
    Die Wahrheit ist auch keine Geschmackssache, sondern steht ganz einfach.
    Sie ist nicht die subjektive Meinung eines Einzelnen oder Einzelner, sondern besteht objektiv!

    Sie ist wie ein Gewand, das man allerdings nicht seiner eigenen Statur angießen oder maßschneidern kann, sondern wir müssen so in das Gewand hineinwachsen, indem wir entweder in der Wahrheit zu- oder im Irrtum noch abnehmen.
    [....]
    Entweder Er und seine Wahrheit und damit Erlösung, oder....Irrtum und damit ewiges Verderben.
    Wir müssen uns in Richtung Wahrheit verändern und können nicht die Wahrheit je nach dem persönlichen Geschmack verbiegen und dann die Lüge für die Wahrheit erklären.
    Es geht um den Glauben und mit ihm um das ewige Leben.
    Man kann nicht einfach wie ein Warenhändler die katholische Wahrheit zu einer Ware machen im Sinne von Angebot und Nachfrage
    - das ist ein Verrat an der Wahrheit, die Christus selbst ist."

    -

  • Die Verehrer des KreuzesDatum16.03.2026 23:06
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes" v. Kreuz (1542-1591)
    zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf.

    Die Stufen führen über den königlichen Weg des Kreuzes:


    "Einerseits hat das Kreuz etwas sehr Belastendes und Abschreckendes an sich - und es stellt sich die Frage, woher es kommt und warum es nicht zu umgehen ist.
    Andererseits hat das Kreuz, das Christus überwunden hat, erlösenden und befreienden Charakter.
    Nimmst du das dir zugedachte und zum Teil von dir selbst mitgestaltete Lebensschicksal mit all seinen Zeiten des Kreuztragens bejahend an, werden dir vor allem die schweren Zeiten leichter fallen - letztendlich auch der Tod.
    Unumgängliches trage zusammen mit Christus, der dir nicht nur den Weg zur Ueberwindung des Kreuzes zeigt, sondern auch in die Herrlichkeit der Auferstehung.
    Fliehe also weder vor den Konsequenzen deiner falschen Handlungen noch vor dem, was die aus vielleicht noch nicht einsehbaren Gründen auferlegt wurde..
    Schaust du in der Hoffnung auf Erlösung von allem Schweren auf Christus, der aus Liebe zu dir dein Kreuz mitträgt und es dir sogar abnimmt, wirst du den königlichen Weg über das Kreuz begreifen."

    -

    Der hl. Johannes vom Kreuz:
    -
    "Das Kreuz ist die Pforte zum Eintritt in die Reichtümer der Weisheit Gottes."
    -

    Zitate des hl. Johannes v. Kreuz
    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum14.03.2026 23:11
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum vierten Fastensonntag:


    -
    "Herr Jesus Christus!
    Um unseres Heiles Willen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.
    Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.




    [....]
    Allmächtiger, ewiger Gott!
    Wir sind schwache, sündige Menschen.
    Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden.
    So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die weit abgeirrt sind vom Wege des Heils, die
    in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.
    Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.
    Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als unser Freund und Erlöser zugegen ist und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.
    So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn.
    Amen.

    Ehre sei dem Vater und dem Söhne und dem Heiligen Geist wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."



    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"


    -

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum14.03.2026 23:10
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum Vierten Fastensonntag "Laetare"
    aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    Introitus (Is. 66, 10 u. 11)

    Lætare, Jerusalem: et conventum facite, omnes qui diligitis eam: gaudete cum lætitia, quia in tristitia fuistis: ut exsultetis, et satiemini ab uberibus consolationis vestræ. (Ps. 121, 1)
    Lætatus sum in his, quæ dicta sunt mihi: in domum Domini ibimus.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Lætare (usque ad Ps.).

    Freu dich, Jerusalem! Kommt alle zusammen, die ihr es liebt; froh überlaßt euch der Freude, die ihr traurig waret; frohlocken sollet ihr und satt euch trinken an der Tröstung Überfülle, die euch quillt. (Ps. 121, 1)
    Wie freute ich mich, da man mir sagte: Wir ziehen zum Hause des Herrn.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Freu dich (bis zum Ps.).



    Stationskirche: Zum hl. Kreuz in Jerusalem
    1. Kl. – Farbe violett oder rosarot


    Heute ist ein Sonntag der Freude, ähnlich dem dritten Adventsonntag.
    In Rom beschenkte man sich mit Rosen (Rosensonntag).
    Der Papst weiht auch heute noch eine goldene Rose, die er dann meist einer fürstlichen Persönlichkeit als Ausdruck besonderer Aufmerksamkeit schenkt.
    Zum Zeichen der Freude darf heute der Priester statt der violetten Gewänder rosarote tragen,
    der Altar mit Blumen geschmückt sein und die Orgel erklingen.

    Wie wallen im Geiste nach «Jerusalem» (vgl. die Stationskirche),
    dem Sinnbild der Gemeinschaft der hl. Kirche (Intr.).
    Welch ein Glück für die Katechumenen, Kinder der Kirche zu werden;
    welch ein Glück für uns, dieser hl. Kirche anzugehören (Epistel)!
    Nur in ihr und mit ihr finden wir Christus, der in der hl. Messe das Wunder der Brotvermehrung erneuert (Evang.) und seine Kirche mit geheimnisvollen «Brot» und «Fisch» (hl. Kommunion) zur Pilgerfahrt ins himmlische Jerusalem (Comm.) liebend nährt.
    Dank und Lobpreis gebührt deshalb dem gütigen Gott (Offert.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso4/index.html
    -



    Über das himmlische Jerusalem - d.h. die katholische Gemeinschaft der Heiligen, also kein "multireligiöses Etwas" ! -
    aus einer Predigt des hl. Thomas v. Aquin:

    -

    "In Bezug auf den zweiten Punkt aber ist zu bemerken, daß die himmlische Stadt, weil sie Jerusalem heißt auf vielfache Weise empfohlen wird; denn vielfach ist in der Schrift von Jerusalem die Rede, was man von dem himmlischen Jerusalem zu verstehen hat.
    Hier werden zehn Eigenschaften angeführt.
    Die erste ist die bewunderungswürdige Schönheit und Geräumigkeit. Das hohe Lied (6.) sagt: "Schön ist meine Freundin, und anmuthig und zierlich wie Jerusalem."
    Die zweite ist die unaussprechliche Liebe. Es heißt (Ps. 31.): "Der Herr sprach, dessen Feuer in Sion, und dessen Feuerofen in Jerusalem ist."
    Die dritte ist der schöne und klare Glanz. Darum heißt es (Tob. 13.): "In glänzendem Lichte wirst du strahlen und alle Grenzen der Erde werden es anbeten."
    Die vierte ist die Schönheit der Mauern, Wege und Thore.Es heißt (Tob. 13.): "Und die Thore Jerusalems werden aus Saphir und Smaragd erbaut werden."
    Die fünfte ist der Ueberfluß an allen Dingen. Die Schrift (Is. 33.) sagt: "Deine Augen werden Jerusalem, die reiche Wohnung sehen."
    Die sechste ist der Überfluß an allen Vergnügungen. Daher sagt Isaias (letzt. Kap.): "Freuet euch in Jerusalem und frohlocket in ihm Alle, die ihr es liebet; ja, freuet euch Alle, die ihr über es weintet, daß ihr kostet und erfüllt werdet von den Brüsten seines Trostes, daß ihr von seiner Herrlichkeit jegliches Vergnügen genießet."
    Die siebente ist die immer währende Freude;
    die achte die ewige Herrlichkeit.
    Darum spricht der Prophet (Isai. 60.): "Ueber dir Jerusalem geht der Herr auf, und seine Herrlichkeit zeigt sich an dir."
    Die neunte ist die ewige Glückseligkeit, darum heißt es (Isaia. 66.): "Sieh ich will hinleiten auf Jerusalem gleichsam einen Fluß des Friedens."
    Die zehnte ist der ewige Genuß des beseligenden Lichtes. Tobias (13.) sagt: "
    In allen Straßen Jerusalems wird Alleluja gesungen werden. Sieh ich gebe Jerusalem Frohlocken und seinem Volke Freude."

    -


    -

  • Thema von Aquila im Forum Ausdauer im Gebet

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Der hl. Pater Pio wurde in seiner Klosterzelle von Dämonen nicht nur bedrängt sondern auch physisch misshandelt. Ein Mitbruder - Bruder Peregrino - war Ohrenzeuge der heftigen nächtlichen Kämpfe und auch Augenzeuge der blauen Flecken am darauffolgenden Morgen.

    Bruder Peregrino fiel es jeweils auf, dass es gleichsam von einem Augenblick auf den Anderen in der Zelle von Pater Pio still wurde.

    Erst viel später fragte er einmal Pater Pio nach dem Grund dafür.

    Der hl. Pater Pio betete das Gebet +++der drei Siegel.+++
    Die Tiefe und somit Kraft dieses Gebetes liegt in der Anrufung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit:

    ++++


    Das Gebet für das 1. Siegel
    :

    Herr Jesus Christus, Du bist die WAHRHEIT.

    Jede Lüge, die der Feind in mein Ohr flüstert, versiegle ich mit Deiner Wahrheit;
    sein Mund sei verschlossen; sein Flüstern sei stumm, wo die Wahrheit ist, kann die Lüge nicht bestehen.




    Das Gebet für das 2. Siegel
    :

    Herr Jesus Christus, Du bist die MACHT.


    Jede Drohung, die der Feind gegen mich schleudert, verdiegle ich mit Deiner Macht;
    seine Stimme sei gebrochen; sein Schreien sei still; wo die Macht ist, kann keine Drohung bestehen.



    Das Gebet für das 3. Siegel
    :

    Herr Jesus Christus, Du bist die LIEBE.

    Jede Versuchung, die der Feind vor mein Auge legt, versiegle ich mit Deiner Liebe;
    sein Gesang sei verstummt, sein Lockruf sei stumm; wo die Liebe ist, kann keine Versuchung bestehen.



    ++++


    Dieses Gebet der 3 Siegel war also die Waffe des hl. Pater Pio gegen die Dämonen;

    Dieses Gebet der 3 Siegel wurde dem hl. Pater Pio von der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter gelehrt, als er aufgrund der dämonischen Misshandlungen am Boden lag.

    Es ist ein heiliges übernätürliches Gebet - es schenkt die Stille Gottes, indem die Hölle verstummt.

    +

    1. Siegel DER SOHN - DIE WAHRHEIT.
    Der Dämon lügt gegen DEN SOHN

    2. Siegel: DER VATER - DIE MACHT.
    Der Dämon droht gegen DEN VATER.

    3. Siegel: DER HEILIGE GEIST - DIE LIEBE, die durch IHN in unsere Herzen eingegossen ist.
    Der Dämon versucht gegen DEN HEILIGEN GEIST

    Das Gebet der 3 Siegel ist die die vollständige Waffe gegen die Dämonen, weil diese auch nur 3 Waffen haben:

    Lüge
    Drohung
    Versuchung

    -

    Es wird anempfohlen, dieses Gebet zu Beginn 30 Tage jeden Abend vor der Nachtruhe zu beten, um durch das damit verbundene Verstummen der Hölle die Stille Gottes gewahr werden zu können; und später natürlich auch weiter, insbesondere wenn Zweifel, innere Unruhe, Aufgewühltheit, Aengste oder Versuchungen aufkommen sollten.
    +

  • Stufen zur VollkommenheitDatum11.03.2026 14:11
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus!

    Grüss Gott lieber @Andi

    Vielen Dank für das Posten dieser KI erklärten "Dunklen Nacht" des hl. Johannes v. Kreuz und v.a. auch des "Fütterns" der KI Maschine mit "katholischpur". Du hast sie damit ja echt gefordert.

    Auch wenn diese KI Abhandlung etwas holprig daherkommt und auch nicht zutreffende Behauptungen wie "kann Suizidgedanken wecken, aber mit Glaubenstrieb und Transformation" vorlegt, ist doch ein erster Überblick gegeben.
    "Suizidgedanken" können niemals Bestandteil der - sehr schmerzlichen, weil in die Abgründe der Seele gehenden - Läuterung v.a. des Geistes sein, zumal mit dieser keine "Selbstzerstörung" sondern eine befreiende Selbsterkenntnis des Menschseins im Sinne der zur schon hier auf Erden möglichen Gott-Einung einhergeht, dies durch das nach und nach Loslassen von bewussten oder unbewussten tief in der Seele / des Geistes sitzenden - die Gott-Einung hemmenden - Bindungen an Geschaffenes, Gewohnheiten, Neigungen und Unvollkommenheiten.

    Der hl. Johannes v. Kreuz umschreibt das sehr schön so:
    -

    "Die Seele, die sich an irgendeine Sache klammert, sei sie noch so geringfügig, erreicht trotz vieler Tugenden doch nie die Vereinigung mit Gott.
    Denn es macht keinen großen Unterschied, ob der Vogel mit einem starken Band oder einem noch so dünnen Faden angebunden ist. In beiden Fällen kann er nicht fliegen.


    Jeder Faden, er sei stark oder schwach, hindert die Seele am Aufschwung zu Gott.
    Sobald man vom Geist verkostet, verliert man den Geschmack an allem, was vom Fleische stammt."


    -


    Rufen wir es uns immer wieder ins Gedächtnis:
    Wir sind zur Anteilhabe an Gottes Dreifaltigem Leben berufen !

    Unser Herr und Gott Jesus Christus:
    -
    Joh 4,24
    "Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten."
    -

    Anbeten durch, mit und in Jesus Christus, dem Mensch gewordenen, in Ewigkeit gezeugten Sohn Gottes, durch Ihn, der alleine uns Kunde gebracht hat vom Innenleben Gottes, der Allerheiligsten Dreifaltigkeit
    und anbeten im von Ihm gesandten Heiligen Geist, Welcher vom Vater UND vom Sohn hervorgeht. -

    Der der erschaffenen Seele innewohnende menschliche Geist ist unermesslich grösser als der von ihm durchmessene Raum, denn er ist erschaffen für das Leben jenseits von Raum und Zeit....
    zum ewigen Leben;

    zur Anteilhabe am am Göttlichen Dreifaltigen Leben!


    Im Streben nach Vollkommenheit erfahren Sinne und - je nach göttlichem Ratschluss - auch der Geist des Menschen eine tiefgehende und aufgrund ihrer Intensität auch als schmerzhaft empfundene Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung.
    Grosse Lehrmeister dieses Weges der Läuterung sind der hl. Johannes v. Kreuz und die hl. Theresa v. Avila.
    Daneben auch die hl. Theresa v. Lisieux, die hl. Elisabeth von der Dreifaltigkeit sowie die hl. Theresa Benedicta vom Kreuz ( Edith Stein ); sie gehören alle dem Karmeliten Orden an.

    Ein wie auch immer gestaltetes geistliches Leben ohne Streben nach Vollkommenheit wird stets ein oberflächliches und somit für Irrungen und Wirrungen anfälliges bleiben.

    - Ist der gefasste freie (!) Wille - der stets auf dem Anstoss durch die Gnade des Heiligen Geistes fusst - getan, so muss als Erstes eine gleichsam radikale ( von der Wurzel aus) Aufräumung des Innenlebens erfolgen; d.h. das Loslassen und gleichzeitig Entfernen aller "fremden Götter", die sich in zahlreichen Varianten im tiefsten Innern eingenistet haben können.
    - die Läuterung der Sinne ! Diese bedarf des aktiven Mittuns des Menschen !

    - Nach diesem Entfernen dieser die Seele gefangen gehalten habenden Hemmnissen bedarf es der intensiven inneren Reinigung, zumal diese teils über Jahre oder Jahrzehnte festgefahrenen schädlichen Einflüsse vieles an Schlacken und Staubschichten hinterlassen haben
    - die Läuterung des Geistes ! Diese erfährt der Mensch passiv als Einwirkung Gottes; die Aufgabe des Menschen ist, dies geschehen zu lassen !
    Diese Phase der Läuterung ist derart intensiv, dass der Mensch aufgrund seiner Schwachheit durch die Kraft des Göttlichen Einströmens (blass vergleichbar als Folge eines ungeschützten Blick in die Sonne) in eine "dunkle Nacht" des Geistes fällt , einem Gefühl der Gottverlassenheit und geistlichen Leere.

    - Schliesslich folgt nach der Reinigung das "Wechseln der Kleider"; ein Gott geschenktes neues Verstehen und eine neue Einsicht
    - die Gotteinung !


    Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes" v. Kreuz (1542-1591)
    zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf:

    -
    "Schafft die fremden Götter weg, die ihr bei euch habt ! Reinigt euch und wechselt eure Kleider" (Genesis / 1 Mose 35,2b ).
    Diese drei Dinge müssen vollkommen verwirklicht werden, ehe der Mensch den Gipfel des Gottesberges schauen darf, um mit Gott in seinem Herzen wieder herabzusteigen und einen neuen Auftrag in dieser Welt zu erfüllen.
    Als Erstes müssen alle fremden Götter aus dem Inneren des Menschen hinausgeworfen sein - das sind alle Neigungen zu unguten, abhängig und krank machenden Dingen; Bindungen, die die Seele fesseln und den in ihr wohnenden Wunsch, zu Gott aufzusteigen, verhindern.

    Selbst wenn diese "fremden Götter" die Seele verlassen haben, so bleibt doch in ihr ein Nachgeschmack dessen zurück, was sie so lange besetzt hielt. Daher ist auf der nächst feineren Ebene die Reinigung von all dem unabdingbar.

    Das dritte Notwendige ist das Wechseln der Kleider; das heisst:
    Gott legt ein neues Verstehen in die Seele des Menschen und schenkt neue Einsicht.

    -

    Oder mit den Worten eines Karmelitenpaters:

    der Geist regiert überden Leib / das Fleisch.
    die Seele regiert über den Geist;
    Gott regiert über die Seele;


    -

    Liebe Grüsse

  • Stufen zur VollkommenheitDatum09.03.2026 22:48
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Stufen zur Vollkommenheit

    Gelobt sei Jesus Christus!


    Ist es nicht oft so, dass dem Menschen das Gebet alleine dazu dienlich sein soll, um seinen Wünschen - seinem Willen - Erhörung zu verschaffen ?

    Doch das beständige, beharrliche Gebet hat eine andere Intention;
    sehr schön von einem Karmelitenpater umschrieben:


    -
    Wir beten nicht, damit wir Gottes Herz öffnen können, um so unseren Willen erfüllt zu bekommen

    sondern

    wir beten, damit Gott unser Herz öffne, aufdass wir Seinem Willen entsprechen können
    und sich so Sein Wille an uns erfülle.

    -


    Bezugnehmend auf die Werke des hl. Johannes v. Kreuz (1542-1591) zeigt Hw Peter Dyckhoff in seinem Buch "365 Tage im Licht der Liebe" die Stufen der Seelen-Läuterung bis hin zur möglichen Gotteinung auf.
    Über die Notwendigkeit der Zurücknahme des eigenen Willens:

    -

    Es kann kein grösseres und höheres Gebet geben als zu wünschen, das Irdische möge dem Himmlischen gleich werden.
    Die Bitte 'Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden' drückt den Wunsch aus, die Seele möge sich ganz dem göttlichen Wesen öffnen.
    Die Grundhaltung des so Betenden ist die eines Empfangenen, der sich im Vertrauen ganz auf Gott verlässt.
    In der Verkündigung nimmt Maria in ihrer Antwort an den Engel diese dritte Vater Unser Bitte vorweg 'ich bin die Magd des Herrn mir geschehen nach deinem Wort' (Lukas 1, 38 ).
    Jesus lehrt später nicht nur diese Vater Unser Bitte, sondern durchlebt und durchleidet sie auch während seines von Schmerz erfüllten Gebetes ' Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen, doch nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen ( Lukas 22, 42)
    Nur derjenige kommt auf dem Weg zur Vollkommenheit weiter, der gelernt hat, seinen eigenen Willen zurückzunehmen, indem man das Kreisen um sich und das Seine aufgibt.

    -

  • Gegenwart Jesu ChristiDatum07.03.2026 23:18
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gegenwart Jesu Christi

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Zum dritten Fastensonntag:


    -
    "Herr Jesus Christus !
    Um unseres Heiles wiillen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.





    Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.


    Zur Sühne für unsere Sünden hast Du Dich selbst auf dem Altar des Kreuzes geopfert, und seit zwei Jahrtausenden erneuerst Du Dein Opfer in jeder heiligen Messe.



    Und doch ist noch so viel Sünde und Gottlosigkeit auf dieser Erde.
    Ja, es möchte uns scheinen, als sei es Welt heute mehr als früher der Knechtschaft der Sünde verfallen.
    Erbarme Dich Herr, der Menschheit, die Du mit Deinem kostbaren Blut erlöst hast!
    Du hast einst gesagt:
    'Grössere Freude ist im Himmel über einen Sünder, der Busse tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Busse nicht bedürfen.' (Lk 15,7)

    So sieh mit Erbarmen herab auf die Vielen, die in unseren Tagen den Weg der Sünde gegen, ohne an Busse und Bekehrung zu denken.
    Mit einem Wort hast Du Inst deine Aussätzigen befreit von ihrer schrecklichen Krankheit.
    So reinige die Menschen vom Aussatz der Seele, von der Sünde !

    Bevor Du in Dein Leiden gingst, hast Du gesagt:
    'Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen.' (Joh 12, 32)
    So ziehe denn alle, die noch fern von Dir sind, an Dein heiligstes Herz!
    Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen.!

    Lasset uns besten:
    Allmächtiger ewiger Gott!
    Wir sind schwache, sündige Menschen. Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden.
    So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die abgeirrt sind vom Wege des Heiles, die in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.

    Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.


    Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als Freund und Erlöser zugegen ist, und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.



    So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn.
    Amen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit.
    Amen."

    -

    Entnommen aus:
    "VENITE ADOREMUS
    Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"

    -|addpics|qps-cq-354d.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum07.03.2026 23:16
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Ein Gebet - nicht nur, aber auch passend zur Fastenzeit - des
    hl. Albertus Magnus (1200-1280):
    -

    "Herr Jesus Christus, deine Gnade hat mich in die Wüste der Buße geführt.
    Beschütze mich, wenn
    der Versucher sich mir naht.

    Laß mich die Kindschaft Gottes niemals preisgeben,nicht dem Ehrgeiz und dem Stolz verfallen.
    Hilf meinem Willen,der sich gegen die Bitternis der Buße sträuben will.
    Durch das Wort der Wahrheit mach mir die Härten der Entsagung.
    die der Versucher Steine nennt, zu Brot und die Genüsse, die er Brot nennt, zu Steinen.
    Bewahre mich vor dem Versucher!
    Er stelle mich nicht auf die Zinne des Tempels, daß ich mich für besser halte als die anderen, er stürze mich nicht hinab durch heuchlerische Demut.
    Auch soll der Teufel mich nicht auf den Berg des Reichtums führen,damit ich nicht aus Habgier vor ihm niederfalle und ihn anbete.
    Alles, was dir widerstrebt, halte fern von mir,
    damit ich
    DICH, meinen Herrn, anbete und dir allein diene.


    Der Versucher verlasse mich!
    Deine Engel sollen zu mir kommen, um mich vor dem Bösen zu bewahren.
    Sie mögen mir dienen und mich zum Guten führen, zu dir, mein Gott, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit."


    -
    Zum Dritten Fastensonntag "Oculi" :

    Aus dem Schott-Messbuch 1962:

    -

    Introitus (Ps. 24, 15-16)

    Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos: repice in me, et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam.
    V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Oculi mei (usque ad Ps.).

    Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten.
    V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Meine Augen (bis zum Ps.).

    +

    Einführung
    Stationskirche: St. Laurentius vor den Mauern
    1. Kl. – Farbe violett

    Wir begleiten im Geiste die Katechumenen zu ihrem Patron, dem hl. Laurentius.
    Es begann heute für sie in Rom ein wichtiger Abschnitt in ihrer Vorbereitung auf die hl. Taufe: die Skrutinienwochen, d.h. die Zeit der öffentlichen Prüfungen über ihre sittliche und geistige Reife; damit waren Exorzismen (Teufelsbeschwörungen, vgl. das heutige Evangelium) verbunden, die gewöhnlich am Mittwoch und Samstag stattfanden.

    Die Stationskirche erhielt schon früh auch das Gepräge eines Marienheiligtums (daher das Marienlob am Schluß des Evangeliums).

    Mit den Täuflingen lassen auch wir uns gesagt sein:
    «Ihr waret einst Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn» (Lesung).
    Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum, Heiligkeit und Sünde, Gott und Teufel!
    – wir haben uns zu entscheiden und richten deshalb unser Auge auf den Herrn (Christus – Intr.).
    Wir sollen mit Christi Kraft den Starken, d.h. den Teufel überwinden (Evang.).
    – Beim Opfergang legen wir unsern Entschluß auf die Patene, Gottes Gebote zu erfüllen (Offert.).
    Der Altar mit seinen Gnadenschätzen soll eine liebtraute Heimstätte sein für unsre Seele und eine Stufe, auf der wir zum Gotteshaus des Himmels emporsteigen (Comm.).

    -

    Die hl. Messe:
    http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso3/index.html

    -

  • Liebe, Trost, Zuversicht Datum06.03.2026 23:06
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Liebe, Trost, Zuversicht

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der hl. Alphons Maria von Liguori (1696 - 1787):

    -

    "Wende nicht ein, dass es unnötig sein würde, Gott deine Bedürfnisse mitzuteilen,
    da Er sie besser kenne, als wir selbst.
    Er kennt sie, aber Er handelt gegen uns, als ob Er nichts wisse von all dem, was wir Ihm verschweigen, und um was wir bei Ihm keine Hilfe suchen.
    Unser Heiland wusste, dass Lazarus gestorben war, aber Er gab dies erst zu erkennen, nachdem Magdalena es Ihm gesagt hatte, worauf Er sie alsbald mit dem Versprechen tröstete, dass ihr Bruder auferstehen werde.

    Auch musst du, wenn eine Krankheit, eine Versuchung oder Verfolgung über dich kommt, alsbald zum Gebete deine Zuflucht nehmen, damit der Herr dir beistehe.
    Es genügt, wenn du Ihm zurufst:
    "Blicke auf mich, o Gott, denn ich werde geplagt."
    Er wird dich alsdann gewiß trösten, oder dir wenigstens Kraft geben,
    geduldig dein Leiden zu ertragen, was dir oft nützlicher sein wird, als wenn Er dich ganz davon befreie.


    Sage Ihm, welche Gedanken dich peinigen, was du fürchtest, warum du traurig bist, sprich zu Ihm:
    "O mein Gott!
    Auf Dich setze ich alle meine Hoffnung, ich opfere Dir dies Leiden auf,
    ich ergebe mich ganz in Deinen heiligen Willen, habe Mitleid mit mir,
    befreie mich von der Last, die mich niederdrückt, oder gib mir wenigstens Kraft, sie zu tragen."


    Das Versprechen, das Er im Evangelium gegeben hat, alle Leidenden zu trösten und ihnen, sooft sie zu Ihm ihre Zuflucht nehmen, beistehen zu wollen, wird Er alsdann erfüllen:
    “Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken”
    (Mt 12,18).

    -

    Zitate des hl. Alphons Maria v. Ligouri:
    Zitate des hl. Alphons Maria von Liguori
    -

  • Aschermittwoch / FastenzeitDatum05.03.2026 23:41
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Aschermittwoch / Fastenzeit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Thomas v. Kempen in "Nachfolge Christi"

    -

    Wenn die Morgenstunde kommt, so rechne darauf, daß du vielleicht die Abendstunde nicht mehr erleben werdest.
    Und wenn die Abendstunde da ist, so wag es nicht, dir noch die Morgenstunde zu versprechen.
    So sei denn immer bereitet, und lebe so, daß dich der Tod nie unbereitet finden (nie überraschen) kann.

    Es sterben doch so viele, ehe sie es vermuten, und recht unbefragt dahin.
    Der Menschensohn kommt, auch in dem Sinne, zur Stunde, wo man es nicht glaubt.
    Wenn deine letzte Stunde wird gekommen sein, dann wirst du dein vergangenes Leben ganz in einem andern Lichte sehen, und es wird dir dein Herz zerreissen, daß du im Guten so nachlässig und lau gewesen bist.

    Wie selig und klug ist doch der Mensch, der keine andere Sorge kennt, als so zu leben, wie er im Tode wünschen wird, gelebt zu haben!


    +

    Die Letzten Dinge (22)
    +

  • Religion und WahrheitDatum04.03.2026 23:52
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Religion und Wahrheit

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Aus einer Predigt von Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft über die Stelle aus dem Matthäusevangelium mit dem Sturm auf dem See:

    Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus:
    -

    Der Sturm auf dem See

    Mt 8,23 Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm.
    Mt 8,24 Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief.
    Mt 8,25 Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde!
    Mt 8,26 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein.
    Mt 8,27 Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen?

    -

    eine kurze sinngemäss wiedergegebene Zusammenfassung:
    -

    " Die Kirche ist schon immer von Stürmen heimgesucht worden...
    so auch heute von einem subtilen (!) Sturm.
    Doc h immer ist sie aus diesen Stürmen gestärkt hervorgegangen und es folgte auch immer eine Zeit der Blüte.
    [....]
    Nicht die Stürme an sich sind gefährlich sondern vielmehr der Kleinmut im Glauben.
    So haben denn auch die Apostel im schwankenden Boot in ihrer Verzweiflung bereits den Untergang gesehen....doch ein Wort des Herrn genügte, um dem Sturm Einhalt zu gebieten.
    [....]
    Die Apostel haben nicht so gehandelt wie der Hauptmann, der den Herrn nur um ein Wort bat, damit sein Knecht gesund werde.
    [....]
    Nicht die Stürme sind also gefährlich, sondern der Kleinmut im Glauben.
    In diesen Stürmen dürfen wir niemals das Schiff ( die Kirche) verlassen....dies wäre der sichere Untergang.
    Vielmehr müssen wir durch Starkmut im Glauben auf die Macht und das Eingreifen des Herrn vertrauen"


    -

  • Die Verehrer des KreuzesDatum03.03.2026 22:35
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Die Verehrer des Kreuzes

    Gelobt sei Jesus Christus !

    Die mehrheitlich in einer christuslosen Nacht dahinsiechenden Gesellschaften haben das Kreuz verloren.....
    bereits im Jahre 1926 diesbezüglich unmissverständliche Worte von Hw Robert Mäder in
    "Es lebe Jesus der König"; Das nachfolgend Gesagte ist heute gar in erschreckend ausgeprägterer Form wahrnehmbar:
    -

    [....]
    "Die Modernen haben versucht, die alte Pauluspredigt, das Kreuzevangelium, in Vergessenheit zu bringen.
    Das Kreuz, d. h. die Lehre von der Notwendigkeit des Opfers und der Gnade, liegt unter dem Schutt, auf dem ein neues Heidentum wieder die Götzenbilder und Tempel des Jupiter und Merkur, der Venus und des Bachus, d. h. des Staatsabsolutismus, des Kapitalismus, der Unsittlichkeit und Vergnügungssucht, errichtet hat.
    Ein gewisses oberflächliches Christentum, dem es mehr daran gelegen, modern als katholisch und biblisch zu sein, dem die Nachfolge des Zeitgeistes selbstverständlicher ist als die Nachfolge Jesu, hat dabei redlich mitgeholfen.

    Wir haben das Kreuz verloren. Wir haben ein Christentum, welches das Opfer nicht mehr versteht und darum kein oder nur seelenloses Christentum ist.
    Wir brauchen Konstantine und Helenas, die das Kreuz wieder aus dem Schutte graben, es zu ihrem Heiligtum und Wahrzeichen machen und glauben, daß der Thron des Königs das Kreuz ist.

    Der Gekreuzigte König! Kreuzauffindung muß sein in der Familie!
    Die moderne Familie hat das Kruzifix verloren.
    An seine Stelle trat der politische Heros, der Künstler, altes Göttergesindel, die Nudität, die Dirne.
    Das Kreuz paßt nicht mehr in den modernen Salon.
    Der moderne Salon predigt den Mammonismus, den Hochmut, die Eitelkeit, die Sinnlichkeit,
    die Bequemlichkeit.
    Der moderne Salon ist die Verherrlichung der sieben Hauptsünden
    .
    Man war ehrlich genug, es zu fühlen, daß das Kreuz nicht mehr in diese Umgebung paßte und man schaffte es fort.
    Man schaffte es fort, weil das Kruzifix auf die Dauer nur bleiben kann, wo der Geist des Gekreuzigten geblieben ist und der Geist des Gekreuzigten war nicht mehr da.
    [....]
    Die moderne Familie ist aufgebaut auf dem Gesetz des Egoismus.
    Die moderne Famiie hat zum Leitgedanken:
    Möglichst viel Genuß, möglichst wenig Opfer!
    Daher der Malthusianismus.
    Daher die weichlich charakterlose Erziehung.
    Daran wird sie zu Grunde gehen.
    Nur das Kruzifix und seine Predigt von der Selbstbeherrschung, Selbstentsagung, Hingabe kann die sterbende Familie retten.
    [....]
    Kreuz ist Treue bis zum Martyrium.
    Lieber sterben als sich beflecken mit Feigheit, Verrat, falschen Kompromissen.
    Unsere Politik ist die bei der Taufe und Firmung beschworene katholische Treue.
    Kreuz ist Verzicht auf Tageserfolg im Vertrauen auf den unfehlbaren endlichen Triumph der Sache Gottes.
    Unsere Politik ist das Gottvertrauen.
    Kreuz ist der Wille, lieber ein Einsamer zu bleiben, wenn das Gewissen es erfordert, als mit der Majorität oder dem Block zu laufen.
    Unsere Politik ist der Mut zur Unpopularität.
    Kreuz ist Quelle der Gnade
    .
    Unsere Politik ist der Glaube an das Übernatürliche, die Gnade, das Gebet, die Sakramente, Maria, Sankt Michael.
    Die europäische Politik aller Parteien hat das Kreuz verloren.
    Das ist die Ursache des allgemeinen Zusammenbruches aller sogenannten Ordnungsparteien.
    Bevor die Politik nicht wieder das Kreuz gefunden, wird alle Mühe umsonst sein.
    Der Gekreuzigte muß König werden!"


    -

  • Gedenk- und WeihemonateDatum02.03.2026 21:47
    Foren-Beitrag von Aquila im Thema Gedenk- und Weihemonate

    Gelobt sei Jesus Christus !


    Der Monat März

    ist dem hl. Josef gewidmet,

    dem Patron der Kirche und der Sterbenden.


    Dazu eine Ansprache von Papst Benedikt XVI. vom Adventssonntag 2010:
    -

    "Liebe Brüder und Schwestern!

    An diesem Adventssonntag berichtet das Evangelium des hl. Matthäus, wie sich die Geburt Jesu aus der Sicht des hl. Joseph zugetragen hat.
    Er war der Verlobte Marias, aber „noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes" (Mt 1, 18).
    Der Sohn Gottes wurde in Erfüllung einer alten Prophezeiung (vgl. Jes 7,14) im Schoß einer Jungfrau Mensch.
    Dieses Geheimnis manifestiert die Liebe, die Weisheit und die Macht Gottes gegenüber der von der Sünde verletzten Menschheit.

    Der hl. Joseph wird als „gerechter Mann" (Mt 1, 19) bezeichnet, dem Gesetz Gottes treu, bereit, seinen Willen zu tun.
    Aus diesem Grund hat er am Geheimnis der Inkarnation teil, nachdem ein Engel des Herrn ihm im Traum erschienen war und ihm verkündet hatte:
    „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären;
    ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen" (Mt 1, 20-21).
    So gab er den Gedanken, Maria in aller Stille zu entlassen, auf und nahm sie zu sich, denn nun sahen seine Augen in ihr das Werk Gottes.

    Der hl. Ambrosius kommentiert, dass sich „in Joseph die Liebenswürdigkeit und die Gestalt des Gerechten verwirklicht, um seine Qualität als Zeuge noch würdiger zu machen" (Exp. Ev. sec. Lucam II, 5: CCL 14, 32-33). Er, so fährt der hl. Ambrosius fort, „konnte den Tempel des Heiligen Geistes nicht beflecken, die Mutter des Herrn, den fruchtbaren Schoß des Geheimnisses" (ibid. II, 6: CCL 14, 33).
    In der Sicherheit, gerecht zu handeln, tat Joseph, „wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, obwohl er verwirrt war.
    Auch indem er dem Kind, das über das ganze Universum herrschen wird, den Namen 'Jesus' gibt, reiht er sich in die Reihe der demütigen und treuen Diener ein, Engeln und Propheten, Märtyrern und Aposteln gleich - wie es die alten orientalischen Hymnen besingen.

    Der hl. Joseph verkündet die Wunder des Herrn, er bezeugt die Jungfräulichkeit Marias, eine ungeschuldete Tat des Herrn, und wird Schützerdes Messias während seines irdischen Lebens.

    Verehren wir also den Pflegevater Jesu (vgl. CCC 532),

    denn in seiner Gestalt zeigt sich der neue Mensch, der mit Treue und Mut auf die Zukunft schaut,
    nicht seinem eigenen Plan folgt, sondern sich ganz der unendlichen Barmherzigkeit desjenigen hingibt, der die Prophezeiungen erfüllt und die Zeit der Erlösung anbrechen lässt.

    Liebe Freunde,
    dem hl. Joseph, dem allgemeinen Patron der Kirche,
    möchte ich alle Hirten anvertrauen und sie dazu aufrufen „den Christgläubigen und der ganzen Welt die demütige und tägliche Botschaft der Worte und Zeichen Christi zu verkünden" (Schreiben zum Beginn des Priesterjahres).

    Möge unser Leben sich immer mehr der Person Jesu angleichen, denn „nun nimmt Er, der das Wort ist, selbst einen Leib an, kommt als Mensch von Gott her und zieht das ganze Menschsein an sich, trägt es in das Wort Gottes hinein.." (Jesus von Nazareth, Freiburg 2006, 384).

    Rufen wir vertrauensvoll die Jungfrau Maria an, die voll der Gnade „von Gott Geschmückte", damit am jetzt schon nahen Weihnachtsfest sich unsere Augen öffnen und Jesus sehen und das Herz in dieser wunderbaren Begegnung der Liebe frohlocke.
    [....]

    -

    Und eine Predigt von Hw Prof. Spindelböck:

    -

    St. Josef - Patron der Sterbenden

    Der Monat März ist in besonderer Weise der Verehrung des heiligen Josef gewidmet.
    Die Kirche verehrt ihn als wahren Bräutigam und Ehemann der allerseligsten Jungfrau Maria, da er mit ihr in einer wahren, aber stets jungfräulichen Ehe verbunden war. Das Ziel dieser ehelichen Verbindung war es,
    dem aus der Jungfrau Maria Mensch gewordenen Sohn Gottes, unserem Herrn Jesus Christus, nach Gottes Plan die Liebe und Geborgenheit einer menschlichen Familie zuteil werden zu lassen. So durfte Josef der gesetzliche Vater Jesu sein und für die Heilige Familie liebevoll Sorge tragen
    .

    Über sein Leben wissen wir nicht viel.
    Es heißt in der Heiligen Schrift aber, daß er ein gerechter Mann war (vgl. Mt 1,19). Gerechtigkeit im biblischen Sinn ist als Vollkommenheit oder Heiligkeit zu sehen. Josef hatte also eine geglückte und geordnete Beziehung zu Gott und zu den Menschen. Josef von Nazaret verweigerte Gott nichts, was ihm zustand, er gab Gott die Ehre, vor allem durch seinen tätigen Gehorsam. Er liebte aber auch die Menschen, besonders jene, die ihm anvertraut waren.

    Obwohl die Heilige Schrift darüber nichts berichtet,
    nimmt die kirchliche Tradition mit Recht an, daß Josef in der Gegenwart Jesu und Mariens sterben durfte.
    Darum war sein Sterben ein überaus trostvolles.
    In diesem Sinn hat sich der Brauch entwickelt, den heiligen Josef als Fürbitter um eine gute Sterbestunde anzurufen. Denn die Stunde unseres Todes sowie seine Art und Weise sind nicht in unsere Macht gelegt. Wir können nur auf die göttliche Vorsehung vertrauen und darum beten, daß wir in rechter Vorbereitung und im Frieden mit Gott aus dem Leben scheiden.
    Wer könnte da ein wirksamerer Fürbitter sein, als jener gerechte Mann, der seine Seele dem Schöpfer in der liebevollen Anwesenheit und Fürsorge von Jesus und Maria zurückgeben durfte?
    Der heilige Josef wird daher in der Litanei als besonderer „Patron der Sterbenden“ (patrone morientium) angerufen.
    Manche verrichten auch ein Gebet zum heiligen Josef für alle Sterbenden des kommenden Tages oder der kommenden Nacht, ein gewiß sehr segensreicher Brauch!

    Ähnlich wie Josef während seines irdischen Lebens zurücktrat, um Platz zu machen für das Jesuskind, das ihm gemeinsam mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, anvertraut wurde, so ist er auch in der Geschichte der kirchlichen Heiligen­verehrung eher im Hintergrund geblieben.
    Die Päpste haben aber gerade in letzter Zeit wiederholt auf den Segen und die besondere Bedeutung seiner Verehrung hingewiesen (zuletzt Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Redemptoris Custos“ vom 15. August 1989). Die heilige Theresia von Avila schreibt, sie könne sich nicht erinnern, den heiligen Josef jemals umsonst um Hilfe angerufen zu haben.
    St. Josef ist der besondere Schutzpatron der Kirche. Ihm wollen wir daher alle Lebenden, Sterbenden und Verstorbenen anempfehlen!

    -

    Anmerkung:
    Das angesprochene Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht lautet:
    -

    "Heiliger Josef,
    Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria,
    bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"


    -
    Die Litanei vom hl. Josef:
    Litanei vom hl. Josef

    -

Inhalte des Mitglieds Aquila
Beiträge: 7622
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 107 « Seite 1 2 3 4 5 6 107 Seite »

Besucher
0 Mitglieder und 14 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Lothar Martin
Forum Statistiken
Das Forum hat 4273 Themen und 27616 Beiträge.

Heute war 1 Mitglied Online :
Blasius



Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen
Datenschutz