- "Herr Jesus Christus ! Um unseres Heiles wiillen bist Du hier im heiligsten Sakrament unter uns gegenwärtig.
Wir grüssen Dich, Heiland der Welt und beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.
Zur Sühne für unsere Sünden hast Du Dich selbst auf dem Altar des Kreuzes geopfert, und seit zwei Jahrtausenden erneuerst Du Dein Opfer in jeder heiligen Messe.
Und doch ist noch so viel Sünde und Gottlosigkeit auf dieser Erde. Ja, es möchte uns scheinen, als sei es Welt heute mehr als früher der Knechtschaft der Sünde verfallen. Erbarme Dich Herr, der Menschheit, die Du mit Deinem kostbaren Blut erlöst hast! Du hast einst gesagt: 'Grössere Freude ist im Himmel über einen Sünder, der Busse tut, als über neunundneunzig Gerechte, die der Busse nicht bedürfen.' (Lk 15,7)
So sieh mit Erbarmen herab auf die Vielen, die in unseren Tagen den Weg der Sünde gegen, ohne an Busse und Bekehrung zu denken. Mit einem Wort hast Du Inst deine Aussätzigen befreit von ihrer schrecklichen Krankheit. So reinige die Menschen vom Aussatz der Seele, von der Sünde !
Bevor Du in Dein Leiden gingst, hast Du gesagt: 'Wenn ich von der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen.' (Joh 12, 32) So ziehe denn alle, die noch fern von Dir sind, an Dein heiligstes Herz! Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen.!
Lasset uns besten: Allmächtiger ewiger Gott! Wir sind schwache, sündige Menschen. Doch am Herzen Deines geliebten Sohnes haben wir durch Sein unverdientes Erbarmen Gnade und Heil gefunden. So lass uns nun durch unser Gebet eintreten für unsere Brüder, die abgeirrt sind vom Wege des Heiles, die in der Finsternis des Unglaubens und in der Nacht der Sünde dahinleben und in Gefahr sind, auf ewig verloren zu gehen.
Himmlischer Vater, wir beten nicht allein und nicht im Vertrauen auf unsere Gerechtigkeit.
Wir beten mit Deinem eingeborenen Sohn, der hier unter uns als Freund und Erlöser zugegen ist, und im Vertrauen auf Seine unendlichen Verdienste.
So gewähre uns, was wir bitten, durch Ihn, Christus unseren Herrn. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr" -|addpics|qps-cq-354d.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|
Ein Gebet - nicht nur, aber auch passend zur Fastenzeit - des hl. Albertus Magnus (1200-1280): - "Herr Jesus Christus, deine Gnade hat mich in die Wüste der Buße geführt. Beschütze mich, wenn der Versucher sich mir naht. Laß mich die Kindschaft Gottes niemals preisgeben,nicht dem Ehrgeiz und dem Stolz verfallen. Hilf meinem Willen,der sich gegen die Bitternis der Buße sträuben will. Durch das Wort der Wahrheit mach mir die Härten der Entsagung. die der Versucher Steine nennt, zu Brot und die Genüsse, die er Brot nennt, zu Steinen. Bewahre mich vor dem Versucher! Er stelle mich nicht auf die Zinne des Tempels, daß ich mich für besser halte als die anderen, er stürze mich nicht hinab durch heuchlerische Demut. Auch soll der Teufel mich nicht auf den Berg des Reichtums führen,damit ich nicht aus Habgier vor ihm niederfalle und ihn anbete. Alles, was dir widerstrebt, halte fern von mir, damit ich DICH, meinen Herrn, anbete und dir allein diene.
Der Versucher verlasse mich! Deine Engel sollen zu mir kommen, um mich vor dem Bösen zu bewahren. Sie mögen mir dienen und mich zum Guten führen, zu dir, mein Gott, der du lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit."
- Zum Dritten Fastensonntag "Oculi" :
Aus dem Schott-Messbuch 1962:
- Introitus (Ps. 24, 15-16)
Oculi mei semper ad Dominum, quia ipse evellet de laqueo pedes meos: repice in me, et miserere mei, quoniam unicus et pauper sum ego. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Oculi mei (usque ad Ps.).
Meine Augen schauen immer auf zum Herrn; Er ist´s, der meine Füße aus der Schlinge lösen wird. Schau her auf mich und hab mit mir Erbarmen; ich bin so einsam und so arm. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob werd ich nicht erröten. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Meine Augen (bis zum Ps.).
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Einführung Stationskirche: St. Laurentius vor den Mauern 1. Kl. – Farbe violett
Wir begleiten im Geiste die Katechumenen zu ihrem Patron, dem hl. Laurentius. Es begann heute für sie in Rom ein wichtiger Abschnitt in ihrer Vorbereitung auf die hl. Taufe: die Skrutinienwochen, d.h. die Zeit der öffentlichen Prüfungen über ihre sittliche und geistige Reife; damit waren Exorzismen (Teufelsbeschwörungen, vgl. das heutige Evangelium) verbunden, die gewöhnlich am Mittwoch und Samstag stattfanden.
Die Stationskirche erhielt schon früh auch das Gepräge eines Marienheiligtums (daher das Marienlob am Schluß des Evangeliums).
Mit den Täuflingen lassen auch wir uns gesagt sein: «Ihr waret einst Finsternis, jetzt aber Licht im Herrn» (Lesung). Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum, Heiligkeit und Sünde, Gott und Teufel! – wir haben uns zu entscheiden und richten deshalb unser Auge auf den Herrn (Christus – Intr.). Wir sollen mit Christi Kraft den Starken, d.h. den Teufel überwinden (Evang.). – Beim Opfergang legen wir unsern Entschluß auf die Patene, Gottes Gebote zu erfüllen (Offert.). Der Altar mit seinen Gnadenschätzen soll eine liebtraute Heimstätte sein für unsre Seele und eine Stufe, auf der wir zum Gotteshaus des Himmels emporsteigen (Comm.).
- "Wende nicht ein, dass es unnötig sein würde, Gott deine Bedürfnisse mitzuteilen, da Er sie besser kenne, als wir selbst. Er kennt sie, aber Er handelt gegen uns, als ob Er nichts wisse von all dem, was wir Ihm verschweigen, und um was wir bei Ihm keine Hilfe suchen. Unser Heiland wusste, dass Lazarus gestorben war, aber Er gab dies erst zu erkennen, nachdem Magdalena es Ihm gesagt hatte, worauf Er sie alsbald mit dem Versprechen tröstete, dass ihr Bruder auferstehen werde.
Auch musst du, wenn eine Krankheit, eine Versuchung oder Verfolgung über dich kommt, alsbald zum Gebete deine Zuflucht nehmen, damit der Herr dir beistehe. Es genügt, wenn du Ihm zurufst: "Blicke auf mich, o Gott, denn ich werde geplagt." Er wird dich alsdann gewiß trösten, oder dir wenigstens Kraft geben, geduldig dein Leiden zu ertragen, was dir oft nützlicher sein wird, als wenn Er dich ganz davon befreie.
Sage Ihm, welche Gedanken dich peinigen, was du fürchtest, warum du traurig bist, sprich zu Ihm: "O mein Gott! Auf Dich setze ich alle meine Hoffnung, ich opfere Dir dies Leiden auf, ich ergebe mich ganz in Deinen heiligen Willen, habe Mitleid mit mir, befreie mich von der Last, die mich niederdrückt, oder gib mir wenigstens Kraft, sie zu tragen."
Das Versprechen, das Er im Evangelium gegeben hat, alle Leidenden zu trösten und ihnen, sooft sie zu Ihm ihre Zuflucht nehmen, beistehen zu wollen, wird Er alsdann erfüllen: “Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich will euch erquicken” (Mt 12,18).
Wenn die Morgenstunde kommt, so rechne darauf, daß du vielleicht die Abendstunde nicht mehr erleben werdest. Und wenn die Abendstunde da ist, so wag es nicht, dir noch die Morgenstunde zu versprechen. So sei denn immer bereitet, und lebe so, daß dich der Tod nie unbereitet finden (nie überraschen) kann. Es sterben doch so viele, ehe sie es vermuten, und recht unbefragt dahin. Der Menschensohn kommt, auch in dem Sinne, zur Stunde, wo man es nicht glaubt. Wenn deine letzte Stunde wird gekommen sein, dann wirst du dein vergangenes Leben ganz in einem andern Lichte sehen, und es wird dir dein Herz zerreissen, daß du im Guten so nachlässig und lau gewesen bist.
Wie selig und klug ist doch der Mensch, der keine andere Sorge kennt, als so zu leben, wie er im Tode wünschen wird, gelebt zu haben!
Aus einer Predigt von Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft über die Stelle aus dem Matthäusevangelium mit dem Sturm auf dem See:
Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus: - Der Sturm auf dem See
Mt 8,23 Er stieg in das Boot, und seine Jünger folgten ihm. Mt 8,24 Plötzlich brach auf dem See ein gewaltiger Sturm los, sodass das Boot von den Wellen überflutet wurde. Jesus aber schlief. Mt 8,25 Da traten die Jünger zu ihm und weckten ihn; sie riefen: Herr, rette uns, wir gehen zugrunde! Mt 8,26 Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst, ihr Kleingläubigen? Dann stand er auf, drohte den Winden und dem See und es trat völlige Stille ein. Mt 8,27 Die Leute aber staunten und sagten: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar die Winde und der See gehorchen? -
eine kurze sinngemäss wiedergegebene Zusammenfassung: - " Die Kirche ist schon immer von Stürmen heimgesucht worden... so auch heute von einem subtilen (!) Sturm. Doc h immer ist sie aus diesen Stürmen gestärkt hervorgegangen und es folgte auch immer eine Zeit der Blüte. [....] Nicht die Stürme an sich sind gefährlich sondern vielmehr der Kleinmut im Glauben. So haben denn auch die Apostel im schwankenden Boot in ihrer Verzweiflung bereits den Untergang gesehen....doch ein Wort des Herrn genügte, um dem Sturm Einhalt zu gebieten. [....] Die Apostel haben nicht so gehandelt wie der Hauptmann, der den Herrn nur um ein Wort bat, damit sein Knecht gesund werde. [....] Nicht die Stürme sind also gefährlich, sondern der Kleinmut im Glauben. In diesen Stürmen dürfen wir niemals das Schiff ( die Kirche) verlassen....dies wäre der sichere Untergang. Vielmehr müssen wir durch Starkmut im Glauben auf die Macht und das Eingreifen des Herrn vertrauen"
Die mehrheitlich in einer christuslosen Nacht dahinsiechenden Gesellschaften haben das Kreuz verloren..... bereits im Jahre 1926 diesbezüglich unmissverständliche Worte von Hw Robert Mäder in "Es lebe Jesus der König"; Das nachfolgend Gesagte ist heute gar in erschreckend ausgeprägterer Form wahrnehmbar: - [....] "Die Modernen haben versucht, die alte Pauluspredigt, das Kreuzevangelium, in Vergessenheit zu bringen. Das Kreuz, d. h. die Lehre von der Notwendigkeit des Opfers und der Gnade, liegt unter dem Schutt, auf dem ein neues Heidentum wieder die Götzenbilder und Tempel des Jupiter und Merkur, der Venus und des Bachus, d. h. des Staatsabsolutismus, des Kapitalismus, der Unsittlichkeit und Vergnügungssucht, errichtet hat. Ein gewisses oberflächliches Christentum, dem es mehr daran gelegen, modernals katholischundbiblisch zu sein, dem die Nachfolge des Zeitgeistes selbstverständlicher ist als die Nachfolge Jesu, hat dabei redlich mitgeholfen.
Wir haben das Kreuz verloren. Wir haben ein Christentum, welches das Opfer nicht mehr versteht und darum kein oder nur seelenloses Christentum ist. Wir brauchen Konstantine und Helenas, die das Kreuz wieder aus dem Schutte graben, es zu ihrem Heiligtum und Wahrzeichen machen und glauben, daß der Thron des Königs das Kreuz ist.
Der Gekreuzigte König! Kreuzauffindung muß sein in der Familie! Die moderne Familie hat das Kruzifix verloren. An seine Stelle trat der politische Heros, der Künstler, altes Göttergesindel, die Nudität, die Dirne. Das Kreuz paßt nicht mehr in den modernen Salon. Der moderne Salon predigt den Mammonismus, den Hochmut, die Eitelkeit, die Sinnlichkeit, die Bequemlichkeit. Der moderne Salon ist die Verherrlichung der sieben Hauptsünden. Man war ehrlich genug, es zu fühlen, daß das Kreuz nicht mehr in diese Umgebung paßte und man schaffte es fort. Man schaffte es fort, weil das Kruzifix auf die Dauer nur bleiben kann, wo der Geist des Gekreuzigten geblieben ist und der Geist des Gekreuzigten war nicht mehr da. [....] Die moderne Familie ist aufgebaut auf dem Gesetz des Egoismus. Die moderne Famiie hat zum Leitgedanken: Möglichst viel Genuß, möglichst wenig Opfer! Daher der Malthusianismus. Daher die weichlich charakterlose Erziehung. Daran wird sie zu Grunde gehen. Nur das Kruzifix und seine Predigt von der Selbstbeherrschung, Selbstentsagung, Hingabe kann die sterbende Familie retten. [....] Kreuz ist Treue bis zum Martyrium. Lieber sterben als sich beflecken mit Feigheit, Verrat, falschen Kompromissen. Unsere Politik ist die bei der Taufe und Firmung beschworene katholische Treue. Kreuz ist Verzicht auf Tageserfolg im Vertrauen auf den unfehlbaren endlichen Triumph der Sache Gottes. Unsere Politik ist das Gottvertrauen. Kreuz ist der Wille, lieber ein Einsamer zu bleiben, wenn das Gewissen es erfordert, als mit der Majorität oder dem Block zu laufen. Unsere Politik ist der Mut zur Unpopularität. Kreuz ist Quelle der Gnade. Unsere Politik ist der Glaube an das Übernatürliche, die Gnade, das Gebet, die Sakramente, Maria, Sankt Michael. Die europäische Politik aller Parteien hat das Kreuz verloren. Das ist die Ursache des allgemeinen Zusammenbruches aller sogenannten Ordnungsparteien. Bevor die Politik nicht wieder das Kreuz gefunden, wird alle Mühe umsonst sein. Der Gekreuzigte muß König werden!"
Dazu eine Ansprache von Papst Benedikt XVI. vom Adventssonntag 2010: - "Liebe Brüder und Schwestern!
An diesem Adventssonntag berichtet das Evangelium des hl. Matthäus, wie sich die Geburt Jesu aus der Sicht des hl. Joseph zugetragen hat. Er war der Verlobte Marias, aber „noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes" (Mt 1, 18). Der Sohn Gottes wurde in Erfüllung einer alten Prophezeiung (vgl. Jes 7,14) im Schoß einer Jungfrau Mensch. Dieses Geheimnis manifestiert die Liebe, die Weisheit und die Macht Gottes gegenüber der von der Sünde verletzten Menschheit.
Der hl. Joseph wird als „gerechter Mann" (Mt 1, 19) bezeichnet, dem Gesetz Gottes treu, bereit, seinen Willen zu tun. Aus diesem Grund hat er am Geheimnis der Inkarnation teil, nachdem ein Engel des Herrn ihm im Traum erschienen war und ihm verkündet hatte: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen" (Mt 1, 20-21). So gab er den Gedanken, Maria in aller Stille zu entlassen, auf und nahm sie zu sich, denn nun sahen seine Augen in ihr das Werk Gottes.
Der hl. Ambrosius kommentiert, dass sich „in Joseph die Liebenswürdigkeit und die Gestalt des Gerechten verwirklicht, um seine Qualität als Zeuge noch würdiger zu machen" (Exp. Ev. sec. Lucam II, 5: CCL 14, 32-33). Er, so fährt der hl. Ambrosius fort, „konnte den Tempel des Heiligen Geistes nicht beflecken, die Mutter des Herrn, den fruchtbaren Schoß des Geheimnisses" (ibid. II, 6: CCL 14, 33). In der Sicherheit, gerecht zu handeln, tat Joseph, „wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, obwohl er verwirrt war. Auch indem er dem Kind, das über das ganze Universum herrschen wird, den Namen 'Jesus' gibt, reiht er sich in die Reihe der demütigen und treuen Diener ein, Engeln und Propheten, Märtyrern und Aposteln gleich - wie es die alten orientalischen Hymnen besingen.
Der hl. Joseph verkündet die Wunder des Herrn, er bezeugt die Jungfräulichkeit Marias, eine ungeschuldete Tat des Herrn, und wird Schützerdes Messias während seines irdischen Lebens.
Verehren wir also den Pflegevater Jesu (vgl. CCC 532), denn in seiner Gestalt zeigt sich der neue Mensch, der mit Treue und Mut auf die Zukunft schaut, nicht seinem eigenen Plan folgt, sondern sich ganz der unendlichen Barmherzigkeit desjenigen hingibt, der die Prophezeiungen erfüllt und die Zeit der Erlösung anbrechen lässt.
Liebe Freunde, dem hl. Joseph, dem allgemeinen Patron der Kirche, möchte ich alle Hirten anvertrauen und sie dazu aufrufen „den Christgläubigen und der ganzen Welt die demütige und tägliche Botschaft der Worte und Zeichen Christi zu verkünden" (Schreiben zum Beginn des Priesterjahres).
Möge unser Leben sich immer mehr der Person Jesu angleichen, denn „nun nimmt Er, der das Wort ist, selbst einen Leib an, kommt als Mensch von Gott her und zieht das ganze Menschsein an sich, trägt es in das Wort Gottes hinein.." (Jesus von Nazareth, Freiburg 2006, 384).
Rufen wir vertrauensvoll die Jungfrau Maria an, die voll der Gnade „von Gott Geschmückte", damit am jetzt schon nahen Weihnachtsfest sich unsere Augen öffnen und Jesus sehen und das Herz in dieser wunderbaren Begegnung der Liebe frohlocke. [....]
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Und eine Predigt von Hw Prof. Spindelböck: -
St. Josef - Patron der Sterbenden
Der Monat März ist in besonderer Weise der Verehrung des heiligen Josef gewidmet. Die Kirche verehrt ihn als wahren Bräutigam und Ehemann der allerseligsten Jungfrau Maria, da er mit ihr in einer wahren, aber stets jungfräulichen Ehe verbunden war. Das Ziel dieser ehelichen Verbindung war es, dem aus der Jungfrau Maria Mensch gewordenen Sohn Gottes, unserem Herrn Jesus Christus, nach Gottes Plan die Liebe und Geborgenheit einer menschlichen Familie zuteil werden zu lassen. So durfte Josef der gesetzliche Vater Jesu sein und für die Heilige Familie liebevoll Sorge tragen.
Über sein Leben wissen wir nicht viel. Es heißt in der Heiligen Schrift aber, daß er ein gerechter Mann war (vgl. Mt 1,19). Gerechtigkeit im biblischen Sinn ist als Vollkommenheit oder Heiligkeit zu sehen. Josef hatte also eine geglückte und geordnete Beziehung zu Gott und zu den Menschen. Josef von Nazaret verweigerte Gott nichts, was ihm zustand, er gab Gott die Ehre, vor allem durch seinen tätigen Gehorsam. Er liebte aber auch die Menschen, besonders jene, die ihm anvertraut waren.
Obwohl die Heilige Schrift darüber nichts berichtet, nimmt die kirchliche Tradition mit Recht an, daß Josef in der Gegenwart Jesu und Mariens sterben durfte. Darum war sein Sterben ein überaus trostvolles. In diesem Sinn hat sich der Brauch entwickelt, den heiligen Josef als Fürbitter um eine gute Sterbestunde anzurufen. Denn die Stunde unseres Todes sowie seine Art und Weise sind nicht in unsere Macht gelegt. Wir können nur auf die göttliche Vorsehung vertrauen und darum beten, daß wir in rechter Vorbereitung und im Frieden mit Gott aus dem Leben scheiden. Wer könnte da ein wirksamerer Fürbitter sein, als jener gerechte Mann, der seine Seele dem Schöpfer in der liebevollen Anwesenheit und Fürsorge von Jesus und Maria zurückgeben durfte? Der heilige Josef wird daher in der Litanei als besonderer „Patron der Sterbenden“ (patrone morientium) angerufen. Manche verrichten auch ein Gebet zum heiligen Josef für alle Sterbenden des kommenden Tages oder der kommenden Nacht, ein gewiß sehr segensreicher Brauch!
Ähnlich wie Josef während seines irdischen Lebens zurücktrat, um Platz zu machen für das Jesuskind, das ihm gemeinsam mit Maria, seiner jungfräulichen Gemahlin, anvertraut wurde, so ist er auch in der Geschichte der kirchlichen Heiligenverehrung eher im Hintergrund geblieben. Die Päpste haben aber gerade in letzter Zeit wiederholt auf den Segen und die besondere Bedeutung seiner Verehrung hingewiesen (zuletzt Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Redemptoris Custos“ vom 15. August 1989). Die heilige Theresia von Avila schreibt, sie könne sich nicht erinnern, den heiligen Josef jemals umsonst um Hilfe angerufen zu haben. St. Josef ist der besondere Schutzpatron der Kirche. Ihm wollen wir daher alle Lebenden, Sterbenden und Verstorbenen anempfehlen!
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Anmerkung: Das angesprochene Gebet für die Sterbenden des Tages oder der Nacht lautet: - "Heiliger Josef, Du Nährvater Jesu Christi und wahrer Bräutigam der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht"
- "Herr Jesus Christus! Mit demütigem Vertrauen kommen wir zu Dir, dem Freund der Sünder. Wir glauben an Dich und an Deine Liebe zu uns Menschen.
Wir beten Dich an im Sakrament Deiner Liebe.
Einst haben die Pharisäer über Dich gemurrt.Sie sagten: Dieser nimmt sich der Sünder an ! Er isst sogar mit ihnen ! (Lk 15,2) Auch hier bist Du, um Dich der Sünder anzunehmen. Denn nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. In Demut bekennen auch wir uns als Sünder vor Dir. Zwar hast Du uns schon in der Taufe durch Dein Blut geheiligt. Aber solange wir auf dieser Erde leben, fallen wir immer wieder in Schuld. Doch sooft wir auch sündigen, Du nimmst uns in Güte auf, wenn wir nur mit ehrlicher Reue zu Dir kommen.
Herr, zu wem sollten wir sonst gehen, Du allein nimmst Dich der Sünder an. Du wirst das geknickte Rohr nicht zerbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Ja, Du selber, der ganz Heilige, hast unsere Sünden auf Dich genommen. An Deinem Leibe hast Du sie hinaufgetragen auf das Kreuzesholz. (1 Petr, 2,24) Ob unserer Sünden warst Du verwundet, ob unserer Frevel zerschlagen. Zu unserem Heile lag die Züchtigung auf Dir, Durch Deine Striemen wird uns Heilung. Der Herr legte auf Dich die Sündenschuld von uns allen. Du wurdest geopfert weil Du selbst es wolltest.
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt: Erbarme Dich unser! das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt: Nimm unser Flehen gnädig auf!
Du sitztest zur Rechten des Vaters: Erbarme Dich unser! Herr, erhöre unser Gebet, und lass unser Rufen zu Dir kommen
Lasset uns beten: Gott himmlischer Vater, Du hast Deinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass Er die Welt richte, sondern dass die Welt durch Ihn gerettet werden. Siehe darum mit Erbarmen auf uns Sünder herab. In demütigem Vertrauen nehmen wir unsere Zuflucht zu Seinem Erlöserherzen. Lass uns durch Deine Gnade innerlich erneuert und geheiligt werden, damit wir in wahrer Freude das Fest Seiner Auferstehung mit Ihm feiern können. Der mit Dir lebt und herrscht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr" -|addpics|qps-cm-953e.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|
Zum Zweiten Fastensonntag - "Reminiscere" -: Mit "Reminiscere" beginnt der Introitus der hl. Messe (Ps. 24, 6 3 u. 22): Aus dem Schott-Messbuch 1962: - Reminisceremiserationum tuarum, Domine, et misericordiæ tuæ, quæ a sæculo sunt: ne umquam dominentur nobis inimici nostri: libera nos, Deus Israel, ex omnibus angustiis nostris. (Ps. ibid. 1-2) Ad te, Domine, levavi animam meam: Deus meus, in te confido, non erubescam. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Reminiscere (usque ad Ps.).
Herr, denk an Deine Güte, Dein Erbarmen, die seit ewig währen; nie mögen unsre Feinde herrschen über uns. Befreie uns, Gott Israels, aus allen unsern Nöten. (Ps. ebd. 1-2) Zu Dir erhebe ich meine Seele, o Herr; mein Gott, auf Dich vertraue ich: drob wird ich nicht erröten. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – Herr, denk an Deine Güte (bis zum Ps.). -
EINFÜHRUNG
Stationskirche: St. Maria in Domnica 1. Kl. – Farbe violett
Die Mahnung der heutigen Epistel ist in erster Linie an die gerichtet, die in den Bischofskirchen am vorhergehenden Quatember-Samstag die hl. Weihen erhalten haben; sie gilt aber auch uns allen. Flehend schauen wir nach den Erbarmungen Gottes aus (Intr.). Wir scharen uns um den Altar, auf dem wir in der Feier der hl. Messe den verklärten Herrn (der Altar = der Berg Tabor – Evangelium) vor uns haben. Wir sind bereit, die Wege der Sünde zu verlassen (Epistel) und den Weg der Gebote zu wandeln (Offert.). In der hl. Kommunion wird unsre Seele selbst ein Tabor und erhält das Anrecht auf die ewige Verklärung.
Kardinal Ildefonso Schuster (1880-1954): - "Wie tief wurzelt das hl. Kreuz im Herzen Jesu! Auch inmitten der Herrlichkeit auf dem Tabor redet der Herr mit Moses und Elias von seinem baldigen Tode. Er beweist uns dadurch die ganze Glut seiner Liebe, die ihn antrieb, sich für uns zu opfern."
Gerade in Zeiten wie heute, wo der menschliche Leib zeitlebens exzessiv ausgelaugt und "verbraucht" wird und schliesslich gleichsam ohne Wertschätzung "entsorgt" wird, ist es wichtig, immer wieder unseren Glauben an die Auferstehung des Fleisches am Jüngsten Tage bei der Wiederkunft unseres Herrn zu unterstreichen. Diesen Glauben bezeugt auch die kirchlicheErdbestattung. Mit und in unserem Herrn leben, leiden, sterben und auferstehen !
Während Seiner Verklärung auf dem Berge Tabor erschien unser Herr seinen Aposteln nicht etwa nur vergeistig sondern auch in Seinem verherrlichten Leibe Einer der grossen Kirchenväter, der hl. Hieronymus, hat zum hl. Evangelium des 2. Fastensonntags über die Verklärung unseres Herrn Folgendes festgehalten: "Er erschien den Aposteln so, wie er sein wird, wenn er die Welt richtet. Niemand soll aber glauben, daß er seine ursprüngliche Gestalt und sein Aussehen ganz verloren hat oder seinen Leib ablegte und einen geistigen oder ätherischen Leib annahm; der Evangelist sagt deutlich, wie er verwandelt wurde: "sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht." [...] Es wird ihm also nicht seine Substanz weggenommen, sondern wird wird in Herrlichkeit verwandelt. Gewiß aber, ist der Herr in die Herrlichkeit verwandelt worden, mit der er später in sein Reich kommen wird. [...] Das alles ist also körperlich und anfaßbar und nicht vergeistigt und ätherisch, so daß es die Augen täuschen und nur in Phantasiegebilden geschaut würde." -
Das allgemeine Gericht ist der Vollzug des persönlichen Gerichtes, in welchem ein jeder Mensch bereits sein ewiges und somit unumkehrbares Urteil unmittelbar nach dem irdischen Tode erfährt. An diesem Tage wird der Leib eines jeden Menschen wieder mit seiner Seele vereint werden - mit Ausnahme der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, die bereits mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden ist -, um so in den ewigen Zustand entweder der Verklärung oder des Verderbens zu treten.
Der Benediktinerpater Dom Prosper Gueranger (1805-1875):
- "Ein Prophet des alten Bundes brache uns vor dem wenigen Augenblicken die göttliche Einladung, daß wir das Entgegenkommen unseres Seelenhirten erwidern sollen. Der Herr erschöpfte alle Mittel seiner Liebe, um in den Herzen seiner verirrten Schafe die Sehnsucht wach zu rufen...und am demselben Tage, da die Kirche uns diesen großen Gott unter dem Bilde eines so zärtlich besorgten Hirten zeigt, entrollt Sie auch vor unserem Auge das furchtbare Bild eines unbeugsamen Richters. Wie hat sich der zu sanftmütige Charakter unseres Heilandes, die liebende Arzt unserer Seelen, so plötzlich verwandelt? „Weichet von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer!“ Und im Evangelium selbst, dem Gesetzbuch der Liebe, hat die Kirche diese entsetzlichen Worte gefunden! Und doch, Sünder, täusche dich nicht darin. Ließ aufmerksam und Du erkämpft mit Schrecken in dem, der diesen Fluch verkündet, denselben Gott, dessen Barmherzigkeit, Geduld und Eifer für alle seine Schafe dir der Prophet geschildert. Auch auf seinem Richterstuhl trägt er noch die Züge des Hirten. Siehe! er trennt die Schafe von den Böcken; er stellt die einen zur Rechten, die anderen zur Linken; es handelt sich dabei immer um eine Herde. Der Sohn Gottes will sein Hirtenamt bis ans Ende bekleiden; aber an diesem Ende sind die Bedingungen anders geworden. Die Zeit hat aufgehört und die Ewigkeit öffnet ihre Tore; das Reich der Gerechtigkeit beginnt; die Freunde Gottes erhalten die verheißene Belohnung und der unbußfertige Sünder stützt in die Tiefe des Abgrundes. Jetzt wäre es zu spät, an die Buße zu denken. Dies findet nur in der Zeit statt und es gibt keine Zeit mehr. Und der Christ, der da weiß, daß wir uns einst Alle vor den Stufen dieses Richterstuhles finden werden, er sollte zögern, den Einladungen der Kirche zu folgen, welche ihn drängt, für seine Sünden Genugtuung zu leisten? Er sollte mit Gott sich auch noch über die unbedeutende Sühne herumstreiten wollen, ohne diese in seiner unendlichen Liebe und in Berücksichtigung unsere Jämmerlichkeit sich befriedigt erklären will? Wahrhaftig, der Mensch ist sein bitterster Todfeind, wer das Wort des gegenwärtigen Heilandes und künftigen Richters: „ Wenn ihr nicht Buße tuet, so werdet ihr alle zugrunde gehen (Lk, 13, 3)unbeachtet läßt."
Das Kreuz ist die Erhöhung unseres Herrn und Gotts Jesus Christus ! !
der Hymnendichter Alexander v. Kreta (660-740): - „Wir feiern das Fest des Kreuzes und werden mit dem Gekreuzigten zur Höhe emporgehoben. Wäre das Kreuz nicht, dann wäre Christus nicht gekreuzigt. Gäbe es das Kreuz nicht, dann wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden. …, dann hätten die Quellen der Unsterblichkeit nicht aus der Seite des Gekreuzigten Blut und Wasser fließen lassen, durch welche die Welt gereinigt wird. Der Schuldschein der Sünde wäre nicht zerrissen worden, wir hätten die Freiheit nicht erhalten, wir hätten nicht vom Baum des Lebens gekostet, und das Paradies wäre nicht geöffnet worden. … Darum ist das Kreuz groß und kostbar.“ [....] Das Kreuz bezeichnet die Herrlichkeit Christi und seine Erhöhung. Es ist der ersehnte Kelch und die Vollendung der Leiden, die Christus für uns getragen hat. Es ist die Herrlichkeit Christi; denn höre, was er sagt: „Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht, und er wird ihn bald verherrlichen.“ (Joh 13,31) Wiederum: „Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.“ (Joh 17,5) Und abermals: „Vater, verherrliche deinen Namen Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.“ (Joh 12,28 ) Damit meinte er die Herrlichkeit, die am Kreuz ihren Ursprung nahm. Das Kreuz ist die Erhöhung Christi."
- +
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes:
12,31 Jetzt ergeht das Gericht über die Welt, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen werden.
12,32 Und ich, wenn ich von der Erde erhöhet bin, werde alles an mich ziehen.
12,33 (Dies sagte er aber, um anzudeuten, welchen Todes er sterben werde.) 12,34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetze gehört, dass Christus bleibt in Ewigkeit; wie sagst du denn: Der Menschensohn muss erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? [Ps 109,4, Ez 37,25, Dan 7,14] 12,35 Jesus aber antwortete ihnen: Noch eine kurze Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt, so lange ihr das Licht habet, damit euch nicht die Finsternis überfalle; und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 12,36 So lange ihr das Licht habet, glaubet an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes seiet. Als Jesus dies gesagt hatte, ging er hinweg, und verbarg sich vor ihnen. +
Gerade die Fastenzeit lädt eindringlich dazu ein, die Seele durch das "Arzneimittel" des hl. Sakramentes der Busse, der hl. Beichte heilen und stärken zu lassen. Für Jene, die dieses kostbare Gnadengeschenk regelmässig empfangen als weitere Handreichung für das Erklimmen der Stufen zur Vollkommenheit..... für Jene, die erst am Anfang der Gesundung der Seele stehen als Fundament für eine beständige Umkehr.
Im vorigen Beitrag haben wir das Wesen der hl. Beichte, deren Wirkungen aiufgezeigt. Dies aus:
Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen: eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres aus dem Jahre 1826 von Hw Franz Seraph Häglsperger
Fahren wir nun fort mit den segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte. Wieder entnommen aus oben erwähnten Werk:
- [....] "Erweiset sich die sakramentalische Busse wirklich als neubelebend ? - ergibt sich nun die neue Frage. Ja wohl, der Erweis liegt im Lebenswandel des Neubekehrten und Wiedergrfundenen selber. Die Umänderung des Sinnes, diese Haupterfordernis zum Wesen der sakramentalischen Busse, hat auch eine gänzliche Umänderung des Lebens zur Folge. Wie die Wurzel, so der Baum, wie die Blüte, so die Frucht. O süsse Lebnsfrüchte, die sichtbar werden, wenn ein neues Herz, ein neuer Sinn in unserem Herzen bereits schon Früchte trägt. Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, sieh ! Es ist in ihm alles neu geworden.
Im Innern des Herzens ist wieder die Oberherrrschaft des Geistes, nicht mehr die Knechtschaft unter dem Joche des Fleisches; der Sinnlichkeit ist die geisttötende Herrschaft wieder genommen, und ihr die unterste Stufe des Gehorsams und der Unterwürfigkeit wieder angewiesen.
Im Innern des Herzens ist wieder die Wohnung des Dreieinige Gottes, es ist das Leben Jesu wieder in ihm und die Bewegung der Gedanken und Empfindungen nach dem Willen des Herrn.
Im Innern des Herzens ist wieder der strömende Gnadenkanal des göttlichen Geistes, eine Quelle des Wassers, das dahin quillt bis in das ewige Leben. Der Fluss der göttlichen Quelle, die schon in der Taufe gegeben ward, aber durch neuen Sündenschlamm sich wieder verstopfte, ist neuerdings wieder in Bewegung.
Im Innern des Herzens ist wieder ein heiterer Anblick auf die durch den Heiland erlangte Rechtfertigung und Wieder-Gerechtmachung vor dem himmlischen Vater.
Im Innern des Herzens ist wieder Kraft zum neubekehrten Lebenswandels und Mut über alle Dornen des Bussweges hinwegzutreten, nach der gänzlichen Besserung zu ringen und das Ziel der wieder vollkommenen Wiedererhöhung nicht aus dem Auge zu verlieren.
Im Innern des Herzens ist wieder Ruhe vor allen bisherigen Gewissensbissen und Friede - unaussprechliche Friede Gottes, ganz das Gegenteil von der bisherigen Unruhe der Hölle. Und der neue Lebenswandel, weil gepflanzt auf Christus, dem wahren Grund des Lebens, beginnt jugendlich aufzuwachen, reich an Tugendfrüchten, die in Bälde auch reichlich Tugendfrüchten tragen werden.
So offenbaren sich die Früchte des wahren Gebrauchs der sakramentalischen Busse, besonders wenn die sakramentalische Busse, getragen von der Beichtanstalt, sich auf dem grossen Bussweges des Lebens sich öfters wiederholen möchte. Denn für Diejenigen, die bereits schon wiederbekehret, die geistig von den Totenwieder erwecket sind, und einer Neubelebung des Geistes nicht mehr bedürfen, wird sodann das Sakrament der Busse immer noch zur Vermehrung des geistlichen Lebens und zum Wachstum in der göttlichen Gnade beitragen, und jederzeit wird die durstende Seele, die zu dieser Quelle kommt und schöpft, erquickt wieder zurückkehren. -
Die Buss- und Fastenzeit will unser Augenmerk vor allem auf die Gesundheit der Seele legen - ihrer Gesundung aus dem Todesschlummer der Sünde oder ihrer weiterer, immer tieferen Genesung durch das Streben nach Vollkommenheit .
Gerade das hl. Sakrament der Busse / die hl. Beichte ist gleichsam der Schlüssel zur Heilung !
Eine Zwischenbemerkung: In "Versöhnungsfeiern" oder "Bussfeiern" erfolgt keine Lossprechung von den Sünden; sie können freilich als Vorbereitung zur hl. Beichte dienlich sein.
Nachfolgend ein erster Teil aus: "Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen: eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres" aus dem Jahre 1826 von Hw Franz Seraph Häglsperger.
Hier erfahren wir die gleichsam Grund-Wirkungen der hl. Beichte. Besonders hilfreich für noch Suchende oder erst am Anfang der Umkehr Stehende
In einem weiteren späteren Teil werden dann die segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte aufgezeigt.
Hier nun der erste Teil:
- Die sakramentalische Busse ist ein heiliger, ein wichtigerAnfang des Bussweges - für dich und mich - o Leser !
Für alle, die in der Taufstunde bereits zu den Bekehrten, zu den Gefundenen das Glück genossen, aber neuerdings dem Herrn untreu geworden, neuerdings auf dem Wege, der zum Leben führt, im geistlichen Leben einschlummerten und der Fleischesherrschaft neuerdings erlagen.... In der Taufstunde waren wir schon gefunden, waren frei von Satans Joch, waren geistig wieder geboren und mit göttlicher Gnade bekräftigte zum Leben der Tugend, zum Leben der begnadigten Kinder Gottes - wir waren dies unbewusst und ohne Verdienst - ach ! - und mit vollem Bewusstsein haben wir abermals die Fleischesherrschaft, die niedrigen, sinnlichen, geistlosen Bewegungen der Welt und der Reviere der Finsternis liebgewonnen.
O Gnade, o Gnade ! Wie die uns wieder erwecken, wieder beleben und begradigen willst ! O Gnadenkanal der sakramentalischen Busse, der du uns neuerdings und als Quelle des Lebens quillst, sei gegrüsst. Mit Tränen der Freude sei von uns gegrüsst ! Es ist dem reuigenSünder dennoch so wohl hier vor dem Gnadenkanal, wenn schon eine gänzliche Umänderung in ihm vorgehen soll. Ja fürwahr, eine gänzliche Umänderung fordert die sakramentalische Busse im reuigen Sünder, denn das Wesen dieser sakramentalischen Beichte spricht sich aus
1. als Inbegriff all dessen, was bereits das Wesen der Beichtanstalt als ihren äusseren Hülle fordert: als ein Erkennen, eine Zentralanschauung des bisherigen sündigen Elends im Lichte der göttlichen Gnade;
als ein reuiges Bekenntnis vor einem authorisierten Stellvertreter des unsichtbaren Heilandes
durch dessen Lossprechung
er dann wieder zur Neubelebung des Geistes gelangt.
Dies ist die ersten Forderung der Busse, aber noch nicht das ganze Wesen derselben. Die sakramentalistische Busse spricht sich ferner aus
2. als eine vollständige Umänderung des Sinnes, eine Revolution....im Innern des Herzens, oder wie man lieber sprechen will eine Wiedergeburt ( wiewohl diese bereits in der Taufe vor sich gegangen ist)als ein Ausziehen und Abstreifen des alten knechtischen, und ein Anziehen des neuen, durch Christus von der Sündenherrschaft frei gewordenen Menschen, als ein Wiederwachen und Wiederlerleben von einem todesähnlichen Sündenschlafe....endlich spricht sich die sakramentalischen Busse auch noch aus
3. als ein wahrer Ernst und Eifer in der Besserung des Lebens und für die mutige Wanderung des beschwerlichen Weges nach dem Ziele der Vollendung - + Stufen zur Vollkommenheit -
daher: als ein Abscheu, als ein Kämpfen gegenalle neue Versuchungen der alten, zur Sünde geneigten Menschen Natur, als eine + Verführungen der Welt / Versuchungen +
Entschlossenheit und ein wirklicher Anfang, mit Gottes Gnade den durch das bisherige Sündenleben anderen Menschen, so viel möglich, zu beheben und auszugleichen, als ein Ringen nach einem frommen, tugendreichen Lebenswandel, als ein Suchen und Sehnen nach dem Reiche Gottes und dessen Gerechtigkeit, als ein neukräftiges Eintreten in den Weg der Büsser, welcher das ganze Leben des bekehrten Sünders in Anspruch nimmt." [....]
Der hl. Augustinus: - Der Eingang ist zugänglich: Christus ist die Pforte. Sie steht auch dir offen, seitdem seine Seite durch eine Lanze geöffnet wurde. Bedenke, was daraus entflossen ist. Wähle also, wo du eintreten möchtest.
Aus der Seite des Herrn, der am Kreuz hing und dort starb, floß Blut und Wasser, als sie von der Lanze geöffnet wurde. Das Wasser bedeutet deine Reinigung, das Blut deine Erlösung.
-
Das Allerheiligste Herz Jesu ist die Türe zum Himmel .... zum Innenleben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Aus dem:Römisches Meßbuch, Präfation vom Hochfest des heiligsten Herzens Jesu - Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles«
Die hl. Theresa v. Avila (1515-1582) war in innigster Verbindung mit unserem Herrn und Gott Jesus Christus. Durch das innere Gebet pflegte sei ein vertraulichen Umgang mit unserem Herrn.
So schrieb sie in "Ausrufe einer Seele" folgende tiefsinnige Ausrufe über die hl. Wundmale Christi
( der rechten Hand, der linken Hand, des rechten Fusses, des linken Fusses, des Herzens) als den lebendigen Quell des Lebens, als das verzehrende und reinigende Feuer, welches die Seele aus Liebe verwundet, ja verzehrt; der Quell der der hl. Sakramente: Die heiligen Sakramente; die Heilmittel für die Seele
- O Leben, das allen Leben spendet, versage doch mir jenes süße Wasser nicht, das du denen verheißest, die darnach verlangen! Ich verlange darnach, o Herr, ich bitte dich darum, ich komme deshalb zu dir! Verbirg dich, o Herr, nicht vor mir! Du kennst ja meine Not und weißt es, daß dieses Wasser das wahre Heilmittel ist für meine durch dich verwunde Seele! O Herr, wie so mannigfache Feuer gibt es in diesem Leben! Wie viele Ursache haben wir nicht, in Furcht zu leben! Da sind es Feuer, die die Seele verzehren, dort andere, diesiereinigen, damit sie im Genuß deiner ewig lebe.
O ihr lebendigen Quellen aus den Wunden meines Gottes! In welcher Überfülle werdet ihr ohne Aufhören zu unserem Unterhalte fließen, und wie sicher wird der durch die Gefahren dieses armseligen Lebens hindurchwandeln, der mit diesem göttlichen Wasser sich zu erhalten sucht! -
Der hl. Chrysostomos ( gest. 407) über den Sieg des Kreuzes:
- "Das Kreuz und die Wundmale Christi werden am Tag des Gerichts heller leuchten denn die Strahlen der Sonne“ +
Wir hören immer wieder den Vorwurf, dass wir das Kreuz "anbeten" würden. Bereits der Titel dieses Thread widerlegt es: "Die Verehrer des Kreuzes"
Dazu Klärendes vom Prämonstratenser-Pater Leonhard Goffine (1648-1719) in "Katholische Handpostille":
- "Warum wird das Kreuz Christi so hoch geehrt?
Weil es der Altar gewesen ist, auf welchem der Herr sich für uns aufgeopfert hat; das Werkzeug, wodurch er unsere Erlösung vollbracht hat; die siegreiche, mit dem Blute Christi besprengte Fahne, wodurch der Teufelüberwundenwurde und noch immer überwunden wird.
Darf man das Kreuz Christi anbeten?
Keineswegs; denn die Anbetung gebührt Gott allein; und wenn wir mit der heiligen Kirche das Kreuz begrüssen: „O Kreuz, du unsere einzige Hoffnung“, so beziehen sich solche Worte doch nur auf Christus, der uns durch das Kreuz erlöst hat und deshalb die dankbarste Anbetung verdient.
Wie verehrt man das Kreuz Christi am besten?
1. Wenn man sich nicht schämt, sich öffentlich als ein Verehrer des Kreuzes zu zeigen und deshalb sich gerne mit dem Kreuze bezeichnet. 2. Wenn man das Kreuz liebt, d.h. die von Gott geschickten Widerwärtigkeiten geduldig, gerne und mit Freuden erträgt und so nach der Lehre und dem Beispiel Christisein Kreuz täglich auf sich nimmt und ihm nachfolgt." (Luk. 9,23)
- "Herr, wir sind Sünder. Du allein kannst uns freimachen von aller Schuld! Wie oft hast Du in Deinem Erdenleben gesprochen: 'Geh hin in Frieden, Deine Sünden sind Dir vergeben!' Wie oft hast Du auch gut gefallene Menschen in Gnade aufgenommen: Maria Magdalena und Petrus und den Verbrecher am Kreuze noch in seiner letzten Stunde. Mit dem Zöllner bitten auch wir vertrauensvoll: Herr, sei uns gnädig!
Du bist ja hier im heiligsten Sakrament gegenwärtig,
um uns die Gnaden Deiner Erlösungstat mitzuteilen. In jeder heiligen Messe richtest Du aufs Neue Dein Kreuz auf in unserer Mitte.
Als Opferlamm für unsere Sünden
hast Du Wohnung genommen unter uns im Tabernakel.
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! Und wenn auch wir in unserer Schwäche auch immer wieder sündigen. Du bist hier unser Fürsprecher beim Vater, Habe Erbarmen mit uns, die Du mit Deinem kostbaren Blute erlöst hast ! Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen. Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater. Erhöre unser inständiges Beten. Siehe nicht auf unsere Sünden, die wir in Demut und Bussgesinnung vor Dir bekennen, sondern sieh auf die Sühne, die Dein eingeborener Sohn am Kreuz Dir dargebracht hat und die Er Tag für Tag auf unseren Altären erneuert.
So gewähre uns Verzeihung und Frieden durch Ihn, Christus unseren Herrn. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
Zur Fastenzeit einige Gedanken vom Benediktinerpater Dom Propster Gueranger (1805-1875): - Vierzig Tage der Buße sind wohl unbedeutend für ein ganzes Leben, in welchem wir Christus fremd geblieben sind. Aber selbst diese vierzig Tage würden allzu schwer auf unserer Weichlichkeit lasten, wenn der Heiland nicht selbst käme, um dieselben mit uns zuzubringen. Seien wir jedoch sicher, er kommt! Während dieser heilsamen Zeit betet er mit uns, fastet er mit uns, übt er alle Werke der Barmherzigkeit mit uns. War er nicht selbst der erste, der diese vierzigtägige Sühne vollzog? Fassen wir Mut, und wenn uns gleichwohl die Schwäche übermannt, nahen wir uns ihm, gleich dem Kranken, wovon wir eben gehört. Schon die Berührung seiner Kleidungsstücke reichte hin, denen die Gesundheit zu geben, welche dieselbe verloren hatten; um wie viel mehr werden wir erlangen, wenn wir im heiligsten Sakramente ihn selbst empfangen. Eilen wir zu ihm, und das göttliche Leben, dessen Keim bereits in uns liegt, wird sich mehr und mehr entfalten; die Tatkraft aber, die in unseren Herzen nachzulassen begann, wird auf’s Neue erwachen und wachsen.»
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Zum ERSTEN Fastensonntag -"Invocabit" -: Mit den Worten im "Introitus"aus dem 90. Psalm "Invocabit me" - "Er ruft mich an" - beginnt die hl. Messe dieses Sonntages. - Invocabit me, et ego exaudiam eum: er ruft Mich an und Ich erhöre ihn -
Dazu der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975): - "Invocabit me et ego exaudiam eum, lesen wir in der Liturgie dieses Sonntags (Ps 90,15 {Introitus der heiligen Messe]): Wenn ihr zu mir ruft, werde ich euch erhören, sagt der Herr. Betrachtet die Sorge des Herrn um uns: Er ist immer bereit, uns zu erhören, Er ist immer offen für das Wort des Menschen. Er ist immer für uns da, aber besonders jetzt, da unser Herz willig ist und entschlossen, sich zu läutern, wird Er die Bitten eines zerknirschten und demütigen Herzens (Ps 50,19) nicht verschmähen.
Er erhört uns, um dann einzugreifen, sich in unser Leben einzumischen, uns vom Bösen zu befreien und mit Gutem zu überhäufen: Eripiam eum et glorificabo eum (Ps 90,15 [Introitus der heiligen Messe]), sagt Er vom Menschen, ich will ihn befreien und verherrlichen. Hoffnung also auf die Herrlichkeit: wieder stehen wir hier, wie schon so oft, am Beginn jenes inneren Weges, der das geistliche Leben ist. Die Hoffnung auf diese Verherrlichung festigt unseren Glauben und entzündet unsere Liebe. Die drei göttlichen Tugenden, die uns unserem Vater Gott ähnlich machen, beginnen sich auf diese Art zu entfalten."
Stationskirche: St. Johann im Lateran 1. Kl. – Farbe violett
Mit diesem Sonntag begann ursprünglich die Fastenzeit (vgl. die Secreta). Er gilt als einer der wichtigsten Tage des Kirchenjahres und erscheint nach dem Aschermittwoch wie ein zweites Eingangstor in die große Zeit der Buße. Deshalb ist zu Rom schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Statio in der Haupt- und Mutterkirche, in St. Johann im Lateran, die eigentlich Kirche des allerheiligsten Erlösers heißt.
Wir ziehen im Geiste an der Seite der Katechumenen nach dem Lateran und denken an die Auferstehung zum neuen Leben (Taufe), die an den Katechumenen in der Taufkirche der Lateranbasilika während der hl. Osternacht zur Wirklichkeit werden soll. Für unsre Tauf- und Lebenserneuerung gibt uns Paulus Weisungen in der Epistel. Der Kampf gilt der Fleischeslust, der Hoffart des Lebens und der Augenlust; dazu mahnt uns das Beispiel, das uns der Heiland in seinem Kampfe gegen Satan gibt (Evang.). Wir gehen vertrauensvoll in diesen Kampf: Gottes Engel geleiten uns (Grad., Tractus), Christus selbst kämpft mit uns und in uns, seinen Gliedern, und wendet uns vom Altare in der hl. Kommunion die Gnaden und wirksamen Kräfte zu, die er in seinem Kreuzesopfer verdient hat (Comm.).
Die griechischen Buchstaben auf dem Schild der Initiale des Introitus bedeuten: Jesus Christos nika = Jesus Christus siegt.
Der hl. Johannes v. Kreuz (1542-1591) über die Fülle der Selbstoffenbarung Gottes durch mit und und in Jesus Christus:
- "Dadurch, dass Gott uns seinen Sohngeschenkt, der ein Wort von ihm ist und außer welchem es kein anderes gibt, hat er alles zumal in diesem einen Wort gesprochen und braucht nun nicht mehr zu uns zu reden”.
Und weiter schreibt er über die unfehlbare Lehre der Heiligen Mutter Kirche als - "die einzige dem Menschen geschenkte Quelle, um Gott so zu erkennen, wie er in sich ist: als den einen und dreifaltigen Gott"
Eine lesenswerte Stellungnahme zum Schreiben der Pius-Bruderschaft von Gerhard Kardinal Müller, welches auch schonungslos mit den katastrophalen antikatholischen Zuständen betr. dem sog. "Deutschen Synodalen Weg" und allgemein bez. modernistischer Verwüstungen gleichsam abrechnet.
Gleichzeitig geht es - wie ich meine sachlich und ohne Polemik - auf die z.T. berechtigten Einwände der Pius-Bruderschaft ein, die - so die Conclusio - dennoch nicht dazu führen dürfen, sich von der Einheit mit dem Papst zu lösen.
Zur begonnenen Fastenzeit Anmerkungen des hl. Josefmaria Escriva': -
"Wir müssen in dieser Fastenzeit mehr sehen als nur eine beliebige Zeitspanne, die im liturgischen Jahr regelmäßig wiederkehrt. Dieser Augenblick ist unwiederbringlich, er ist ein göttliches Hilfsangebot, das wir entgegennehmen müssen. Der Herr tritt an unsere Seite und erwartet von uns - hier und jetzt -, daß wir uns ernsthaft ändern. [....] Mit Gott zu leben, ist auch ein Wagnis, denn der Herr will nicht teilen. Er will alles. Ihm näher kommen bedeutet daher, bereit sein zu neuer Umkehr."