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10
Juni
2014

Geschichte der Herz-Jesu Verehrung

Liebe Mitglieder, liebe Leser/innen

Der Monat Juni ist der
Herz-Jesu Verehrung gewidmet.

blog-e2541-Monat-Juni-Herz-Jesu-Verehrung.html

Nachfolgend ein geschichtlicher Abriss über die Entstehung
dieser Verehrung

( entnommen aus der Seite der Salesianer Don Boscos):
-

1647: Der Oratorianer Johannes Eudes (1601-1680)
führt das Fest des Herzens Mariens ein.
20. Oktober 1672:
Erstes Fest des anbetungswürdigen Herzen unseres Herren Jesus Christus, nachdem Johannes Eudes vom Bischof von Rennes 1670 dafür die Erlaubnis bekommen hat.
1673/1675:
Die Salesianerin Margareta Maria Alacoque (1647-1690) im Kloster Paray-le-Monial:
Visionen zwischen 1673 und 1675 (Sühnegedanke, häufiger Kommunionempfang).
Am 16. Juni 1675 empfing sie in der Chapelle de la Visitation in einer Vision den Auftrag, dass fortan für die Kirche am Freitag nach dem Oktavtag des Fronleichnamfestes ein Festtag zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu gelten soll.
Ihr Beichtvater Claude de la Colombière SJ und nach und nach der Jesuitenorden insgesamt nahmen sich dieser Herz-Jesu-Spiritualität im Rahmen ihrer Volksmission an.
1676
Pater La Colombière wird Prediger der Herzogin von York in London. Diese gestattet ihm im Palast von St. James eine Herz-Jesu-Kapelle einzurichten. Die Herzogin bittet als erstes Mitglied eines Königshaues Papst Innozenz XII. einen offiziellen Herz-Jesu-Freitag einzuführen.
1682
Pater La Colombière stirbt.
1690 Schwester Alacoque stirbt.

Weitere Entwicklung
1765:
Papst Clemens XIII. führt auf die Bitten der Bischöfe Polens und der römischen Erzbruderschaft zu Ehren des Herzens Jesu ein liturgisches Fest mit Stundengebet und heiliger Messe zu Ehren des Herzens Jesu in allen Diözesen, welche beim Heiligen Stuhl darum ansuchten, ein.
1773
Mit der Aufhebung des Jesuitenordens im 18. Jahrhundert wurde zeitweise auch die Herz-Jesu-Verehrung verboten.
1796
Herz-Jesu-Gelöbnis des Landes Tirol auf Initiative des Stamser Abtes Sebastian Stöckl.
1814
Nach der Restauration des Ordens wurde die Herz-Jesu-Frömmigkeit wieder aktuell und vor allem im späten 18. und 19. Jahrhundert auch von anderen Ordensgemeinschaften (Salesianer Don Boscos, Oblaten des hl. Franz von Sales, Dehonianer=Herz-Jesu-Priester, Herz, Herz-Jesu-Missionare, Rogationisten, Karmelitinnen vom Heiligsten Herz Jesu, u.v.m.) gefördert.
1832
Wundertätige Medaillen, die aufgrund einer Vision der Ordensschwester Catherine Labouré geprägt werden, tragen das Herz Jesu und das Herz Mariens.
Um 1848
Im Bozener Raum ensteht der Brauch des Herz-Jesu-Feuers.
1852
Der Priester Timon David gründet die Congrégation du Sacré-Coeur (Congregatio Sacratissimi Cordis Iesu)
1854
Pater Jules Chevalier gründet die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare (missionarii sacratissimi cordis, Missionaires du Sacré-Coeur de Jésus)
1875
im Heiligen Jahr bittet der Erzbischof von Toulouse im Namen von 525 Bischöfen Papst Pius IX. anlässlich des 200-Jahr-Jubliäums die Welt dem Herzen Jesu zu weihen. Doch der Papst hält die Zeit noch nicht für reif.
1887
Einweihung der Basilika Sacro Cuore in Rom, die Don Bosco auf Bitte von Papst Pius X. fertigbaute.
1878
Gründung der Dehonanier durch dem französische Priester Léon Gustave Dehon (1843-1925). Der offizielle Name ist Gemeinschaft der Herz-Jesu-Priester, lateinisch Congregatio Sacerdotum a sacro Corde Jesu, Abkürzung SCJ.
1897
Gründung der Rogationisten (Congregatio Rogationis a Corde Jesu, Abkürzung RCJ) durch den heiligen Hannibal Maria Di Francia (1851-1927)

Herz-Jesu-Fest
1856:
Papst Pius IX. führt das Herz-Jesu-Fest für die ganze Kirche ein.
1889:
Papst Leo XIII.erhebt das Herz-Jesu-Fest zu einem Fest erster Klasse.
1899:
Papst Leo XIII. weihte auf Anregung der sel. Maria Droste zu Vischering in der Enzyklika Annum Sacrum die ganze Welt dem Herzen Jesu.
Im gleichen Jahr approbierte er die Herz-Jesu-Litanei, die auf Formulierungendes aszetischen Schriftstellers Jean Croiset SJ zurückgeht, der mit Sr. Alacoque im Briefwechsel stand.
1915:
Die deutschen Bischöfe weihen Deutschland dem Heiligsten Herzen Jesu.
1919:
Einweihung der Basilika Sacré-Coeur in Paris.
13. Mai 1920: Papst Benedikt XV. spricht Margareta Maria Alacoque heilig.
1925:
Papst Pius XI. spricht Johannes Eudes heilig.
1928:
Papst Pius XI. schrieb in seiner Enzyklika Miserentissimus redemptor von der "Wiedergutmachtung gegenüber dem Heiligsten Herzen Jesu"
1929:
Papst Piux XI. spricht P. Claude La Colombière selig.
13. Mai 1956:
Papst Pius XII. veröffentlicht zur Hunderjahrfeier der Einführung des Festes die Enzyklika Haurietis aquas.

Neue Entwicklungen
1992
Katechismus der Katholischen Kirche empfiehlt die Herz-Jesu-Verehrung neu, allerdings zusammengefasst auf christozentrischem Fundament.
Die Mystik der katholische Ordenschwester Maria Faustyna Kowalska (1905-1938) rückt die Herz-Jesu-Verehrung wieder ins Blickfeld.
1992:
Papst Johannes Paul II. spricht P. Claude La Colombière heilig (Gedenktag 15. Februar).
1993:
Papst Johannes Paul II. spricht Sr. Maria Faustyna Kowalska selig.
2002:
Papst Johannes Paul II. spricht Sr. Maria Faustyna Kowalska heilig (Gedenktag 5. Oktober).

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Die angesprochene Enzyklika Haurietis aquas:

Pius XII.: ENZYKLIKA HAURIETIS AQUAS


Freundliche Grüsse und Gottes Segen



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