Das Kreuz ist die Erhöhung unseres Herrn und Gotts Jesus Christus ! !
der Hymnendichter Alexander v. Kreta (660-740): - „Wir feiern das Fest des Kreuzes und werden mit dem Gekreuzigten zur Höhe emporgehoben. Wäre das Kreuz nicht, dann wäre Christus nicht gekreuzigt. Gäbe es das Kreuz nicht, dann wäre das Leben nicht ans Kreuz geheftet worden. …, dann hätten die Quellen der Unsterblichkeit nicht aus der Seite des Gekreuzigten Blut und Wasser fließen lassen, durch welche die Welt gereinigt wird. Der Schuldschein der Sünde wäre nicht zerrissen worden, wir hätten die Freiheit nicht erhalten, wir hätten nicht vom Baum des Lebens gekostet, und das Paradies wäre nicht geöffnet worden. … Darum ist das Kreuz groß und kostbar.“ [....] Das Kreuz bezeichnet die Herrlichkeit Christi und seine Erhöhung. Es ist der ersehnte Kelch und die Vollendung der Leiden, die Christus für uns getragen hat. Es ist die Herrlichkeit Christi; denn höre, was er sagt: „Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht, und er wird ihn bald verherrlichen.“ (Joh 13,31) Wiederum: „Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.“ (Joh 17,5) Und abermals: „Vater, verherrliche deinen Namen Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich habe ihn schon verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.“ (Joh 12,28 ) Damit meinte er die Herrlichkeit, die am Kreuz ihren Ursprung nahm. Das Kreuz ist die Erhöhung Christi."
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Aus dem hl. Evangelium nach Johannes:
12,31 Jetzt ergeht das Gericht über die Welt, jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgestoßen werden.
12,32 Und ich, wenn ich von der Erde erhöhet bin, werde alles an mich ziehen.
12,33 (Dies sagte er aber, um anzudeuten, welchen Todes er sterben werde.) 12,34 Da antwortete ihm das Volk: Wir haben aus dem Gesetze gehört, dass Christus bleibt in Ewigkeit; wie sagst du denn: Der Menschensohn muss erhöht werden? Wer ist dieser Menschensohn? [Ps 109,4, Ez 37,25, Dan 7,14] 12,35 Jesus aber antwortete ihnen: Noch eine kurze Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt, so lange ihr das Licht habet, damit euch nicht die Finsternis überfalle; und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 12,36 So lange ihr das Licht habet, glaubet an das Licht, damit ihr Kinder des Lichtes seiet. Als Jesus dies gesagt hatte, ging er hinweg, und verbarg sich vor ihnen. +
Gerade die Fastenzeit lädt eindringlich dazu ein, die Seele durch das "Arzneimittel" des hl. Sakramentes der Busse, der hl. Beichte heilen und stärken zu lassen. Für Jene, die dieses kostbare Gnadengeschenk regelmässig empfangen als weitere Handreichung für das Erklimmen der Stufen zur Vollkommenheit..... für Jene, die erst am Anfang der Gesundung der Seele stehen als Fundament für eine beständige Umkehr.
Im vorigen Beitrag haben wir das Wesen der hl. Beichte, deren Wirkungen aiufgezeigt. Dies aus:
Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen: eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres aus dem Jahre 1826 von Hw Franz Seraph Häglsperger
Fahren wir nun fort mit den segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte. Wieder entnommen aus oben erwähnten Werk:
- [....] "Erweiset sich die sakramentalische Busse wirklich als neubelebend ? - ergibt sich nun die neue Frage. Ja wohl, der Erweis liegt im Lebenswandel des Neubekehrten und Wiedergrfundenen selber. Die Umänderung des Sinnes, diese Haupterfordernis zum Wesen der sakramentalischen Busse, hat auch eine gänzliche Umänderung des Lebens zur Folge. Wie die Wurzel, so der Baum, wie die Blüte, so die Frucht. O süsse Lebnsfrüchte, die sichtbar werden, wenn ein neues Herz, ein neuer Sinn in unserem Herzen bereits schon Früchte trägt. Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, sieh ! Es ist in ihm alles neu geworden.
Im Innern des Herzens ist wieder die Oberherrrschaft des Geistes, nicht mehr die Knechtschaft unter dem Joche des Fleisches; der Sinnlichkeit ist die geisttötende Herrschaft wieder genommen, und ihr die unterste Stufe des Gehorsams und der Unterwürfigkeit wieder angewiesen.
Im Innern des Herzens ist wieder die Wohnung des Dreieinige Gottes, es ist das Leben Jesu wieder in ihm und die Bewegung der Gedanken und Empfindungen nach dem Willen des Herrn.
Im Innern des Herzens ist wieder der strömende Gnadenkanal des göttlichen Geistes, eine Quelle des Wassers, das dahin quillt bis in das ewige Leben. Der Fluss der göttlichen Quelle, die schon in der Taufe gegeben ward, aber durch neuen Sündenschlamm sich wieder verstopfte, ist neuerdings wieder in Bewegung.
Im Innern des Herzens ist wieder ein heiterer Anblick auf die durch den Heiland erlangte Rechtfertigung und Wieder-Gerechtmachung vor dem himmlischen Vater.
Im Innern des Herzens ist wieder Kraft zum neubekehrten Lebenswandels und Mut über alle Dornen des Bussweges hinwegzutreten, nach der gänzlichen Besserung zu ringen und das Ziel der wieder vollkommenen Wiedererhöhung nicht aus dem Auge zu verlieren.
Im Innern des Herzens ist wieder Ruhe vor allen bisherigen Gewissensbissen und Friede - unaussprechliche Friede Gottes, ganz das Gegenteil von der bisherigen Unruhe der Hölle. Und der neue Lebenswandel, weil gepflanzt auf Christus, dem wahren Grund des Lebens, beginnt jugendlich aufzuwachen, reich an Tugendfrüchten, die in Bälde auch reichlich Tugendfrüchten tragen werden.
So offenbaren sich die Früchte des wahren Gebrauchs der sakramentalischen Busse, besonders wenn die sakramentalische Busse, getragen von der Beichtanstalt, sich auf dem grossen Bussweges des Lebens sich öfters wiederholen möchte. Denn für Diejenigen, die bereits schon wiederbekehret, die geistig von den Totenwieder erwecket sind, und einer Neubelebung des Geistes nicht mehr bedürfen, wird sodann das Sakrament der Busse immer noch zur Vermehrung des geistlichen Lebens und zum Wachstum in der göttlichen Gnade beitragen, und jederzeit wird die durstende Seele, die zu dieser Quelle kommt und schöpft, erquickt wieder zurückkehren. -
Die Buss- und Fastenzeit will unser Augenmerk vor allem auf die Gesundheit der Seele legen - ihrer Gesundung aus dem Todesschlummer der Sünde oder ihrer weiterer, immer tieferen Genesung durch das Streben nach Vollkommenheit .
Gerade das hl. Sakrament der Busse / die hl. Beichte ist gleichsam der Schlüssel zur Heilung !
Eine Zwischenbemerkung: In "Versöhnungsfeiern" oder "Bussfeiern" erfolgt keine Lossprechung von den Sünden; sie können freilich als Vorbereitung zur hl. Beichte dienlich sein.
Nachfolgend ein erster Teil aus: "Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen: eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres" aus dem Jahre 1826 von Hw Franz Seraph Häglsperger.
Hier erfahren wir die gleichsam Grund-Wirkungen der hl. Beichte. Besonders hilfreich für noch Suchende oder erst am Anfang der Umkehr Stehende
In einem weiteren späteren Teil werden dann die segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte aufgezeigt.
Hier nun der erste Teil:
- Die sakramentalische Busse ist ein heiliger, ein wichtigerAnfang des Bussweges - für dich und mich - o Leser !
Für alle, die in der Taufstunde bereits zu den Bekehrten, zu den Gefundenen das Glück genossen, aber neuerdings dem Herrn untreu geworden, neuerdings auf dem Wege, der zum Leben führt, im geistlichen Leben einschlummerten und der Fleischesherrschaft neuerdings erlagen.... In der Taufstunde waren wir schon gefunden, waren frei von Satans Joch, waren geistig wieder geboren und mit göttlicher Gnade bekräftigte zum Leben der Tugend, zum Leben der begnadigten Kinder Gottes - wir waren dies unbewusst und ohne Verdienst - ach ! - und mit vollem Bewusstsein haben wir abermals die Fleischesherrschaft, die niedrigen, sinnlichen, geistlosen Bewegungen der Welt und der Reviere der Finsternis liebgewonnen.
O Gnade, o Gnade ! Wie die uns wieder erwecken, wieder beleben und begradigen willst ! O Gnadenkanal der sakramentalischen Busse, der du uns neuerdings und als Quelle des Lebens quillst, sei gegrüsst. Mit Tränen der Freude sei von uns gegrüsst ! Es ist dem reuigenSünder dennoch so wohl hier vor dem Gnadenkanal, wenn schon eine gänzliche Umänderung in ihm vorgehen soll. Ja fürwahr, eine gänzliche Umänderung fordert die sakramentalische Busse im reuigen Sünder, denn das Wesen dieser sakramentalischen Beichte spricht sich aus
1. als Inbegriff all dessen, was bereits das Wesen der Beichtanstalt als ihren äusseren Hülle fordert: als ein Erkennen, eine Zentralanschauung des bisherigen sündigen Elends im Lichte der göttlichen Gnade;
als ein reuiges Bekenntnis vor einem authorisierten Stellvertreter des unsichtbaren Heilandes
durch dessen Lossprechung
er dann wieder zur Neubelebung des Geistes gelangt.
Dies ist die ersten Forderung der Busse, aber noch nicht das ganze Wesen derselben. Die sakramentalistische Busse spricht sich ferner aus
2. als eine vollständige Umänderung des Sinnes, eine Revolution....im Innern des Herzens, oder wie man lieber sprechen will eine Wiedergeburt ( wiewohl diese bereits in der Taufe vor sich gegangen ist)als ein Ausziehen und Abstreifen des alten knechtischen, und ein Anziehen des neuen, durch Christus von der Sündenherrschaft frei gewordenen Menschen, als ein Wiederwachen und Wiederlerleben von einem todesähnlichen Sündenschlafe....endlich spricht sich die sakramentalischen Busse auch noch aus
3. als ein wahrer Ernst und Eifer in der Besserung des Lebens und für die mutige Wanderung des beschwerlichen Weges nach dem Ziele der Vollendung - + Stufen zur Vollkommenheit -
daher: als ein Abscheu, als ein Kämpfen gegenalle neue Versuchungen der alten, zur Sünde geneigten Menschen Natur, als eine + Verführungen der Welt / Versuchungen +
Entschlossenheit und ein wirklicher Anfang, mit Gottes Gnade den durch das bisherige Sündenleben anderen Menschen, so viel möglich, zu beheben und auszugleichen, als ein Ringen nach einem frommen, tugendreichen Lebenswandel, als ein Suchen und Sehnen nach dem Reiche Gottes und dessen Gerechtigkeit, als ein neukräftiges Eintreten in den Weg der Büsser, welcher das ganze Leben des bekehrten Sünders in Anspruch nimmt." [....]
Der hl. Augustinus: - Der Eingang ist zugänglich: Christus ist die Pforte. Sie steht auch dir offen, seitdem seine Seite durch eine Lanze geöffnet wurde. Bedenke, was daraus entflossen ist. Wähle also, wo du eintreten möchtest.
Aus der Seite des Herrn, der am Kreuz hing und dort starb, floß Blut und Wasser, als sie von der Lanze geöffnet wurde. Das Wasser bedeutet deine Reinigung, das Blut deine Erlösung.
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Das Allerheiligste Herz Jesu ist die Türe zum Himmel .... zum Innenleben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.
Aus dem:Römisches Meßbuch, Präfation vom Hochfest des heiligsten Herzens Jesu - Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht offen für alle, damit sie freudig schöpfen aus den Quellen des Heiles«
Die hl. Theresa v. Avila (1515-1582) war in innigster Verbindung mit unserem Herrn und Gott Jesus Christus. Durch das innere Gebet pflegte sei ein vertraulichen Umgang mit unserem Herrn.
So schrieb sie in "Ausrufe einer Seele" folgende tiefsinnige Ausrufe über die hl. Wundmale Christi
( der rechten Hand, der linken Hand, des rechten Fusses, des linken Fusses, des Herzens) als den lebendigen Quell des Lebens, als das verzehrende und reinigende Feuer, welches die Seele aus Liebe verwundet, ja verzehrt; der Quell der der hl. Sakramente: Die heiligen Sakramente; die Heilmittel für die Seele
- O Leben, das allen Leben spendet, versage doch mir jenes süße Wasser nicht, das du denen verheißest, die darnach verlangen! Ich verlange darnach, o Herr, ich bitte dich darum, ich komme deshalb zu dir! Verbirg dich, o Herr, nicht vor mir! Du kennst ja meine Not und weißt es, daß dieses Wasser das wahre Heilmittel ist für meine durch dich verwunde Seele! O Herr, wie so mannigfache Feuer gibt es in diesem Leben! Wie viele Ursache haben wir nicht, in Furcht zu leben! Da sind es Feuer, die die Seele verzehren, dort andere, diesiereinigen, damit sie im Genuß deiner ewig lebe.
O ihr lebendigen Quellen aus den Wunden meines Gottes! In welcher Überfülle werdet ihr ohne Aufhören zu unserem Unterhalte fließen, und wie sicher wird der durch die Gefahren dieses armseligen Lebens hindurchwandeln, der mit diesem göttlichen Wasser sich zu erhalten sucht! -
Der hl. Chrysostomos ( gest. 407) über den Sieg des Kreuzes:
- "Das Kreuz und die Wundmale Christi werden am Tag des Gerichts heller leuchten denn die Strahlen der Sonne“ +
Wir hören immer wieder den Vorwurf, dass wir das Kreuz "anbeten" würden. Bereits der Titel dieses Thread widerlegt es: "Die Verehrer des Kreuzes"
Dazu Klärendes vom Prämonstratenser-Pater Leonhard Goffine (1648-1719) in "Katholische Handpostille":
- "Warum wird das Kreuz Christi so hoch geehrt?
Weil es der Altar gewesen ist, auf welchem der Herr sich für uns aufgeopfert hat; das Werkzeug, wodurch er unsere Erlösung vollbracht hat; die siegreiche, mit dem Blute Christi besprengte Fahne, wodurch der Teufelüberwundenwurde und noch immer überwunden wird.
Darf man das Kreuz Christi anbeten?
Keineswegs; denn die Anbetung gebührt Gott allein; und wenn wir mit der heiligen Kirche das Kreuz begrüssen: „O Kreuz, du unsere einzige Hoffnung“, so beziehen sich solche Worte doch nur auf Christus, der uns durch das Kreuz erlöst hat und deshalb die dankbarste Anbetung verdient.
Wie verehrt man das Kreuz Christi am besten?
1. Wenn man sich nicht schämt, sich öffentlich als ein Verehrer des Kreuzes zu zeigen und deshalb sich gerne mit dem Kreuze bezeichnet. 2. Wenn man das Kreuz liebt, d.h. die von Gott geschickten Widerwärtigkeiten geduldig, gerne und mit Freuden erträgt und so nach der Lehre und dem Beispiel Christisein Kreuz täglich auf sich nimmt und ihm nachfolgt." (Luk. 9,23)
- "Herr, wir sind Sünder. Du allein kannst uns freimachen von aller Schuld! Wie oft hast Du in Deinem Erdenleben gesprochen: 'Geh hin in Frieden, Deine Sünden sind Dir vergeben!' Wie oft hast Du auch gut gefallene Menschen in Gnade aufgenommen: Maria Magdalena und Petrus und den Verbrecher am Kreuze noch in seiner letzten Stunde. Mit dem Zöllner bitten auch wir vertrauensvoll: Herr, sei uns gnädig!
Du bist ja hier im heiligsten Sakrament gegenwärtig,
um uns die Gnaden Deiner Erlösungstat mitzuteilen. In jeder heiligen Messe richtest Du aufs Neue Dein Kreuz auf in unserer Mitte.
Als Opferlamm für unsere Sünden
hast Du Wohnung genommen unter uns im Tabernakel.
Lamm Gottes, das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! Und wenn auch wir in unserer Schwäche auch immer wieder sündigen. Du bist hier unser Fürsprecher beim Vater, Habe Erbarmen mit uns, die Du mit Deinem kostbaren Blute erlöst hast ! Herr, erhöre unser Gebet und lass unser Rufen zu Dir kommen. Lasset uns beten: Allmächtiger, ewiger Gott, Herr, himmlischer Vater. Erhöre unser inständiges Beten. Siehe nicht auf unsere Sünden, die wir in Demut und Bussgesinnung vor Dir bekennen, sondern sieh auf die Sühne, die Dein eingeborener Sohn am Kreuz Dir dargebracht hat und die Er Tag für Tag auf unseren Altären erneuert.
So gewähre uns Verzeihung und Frieden durch Ihn, Christus unseren Herrn. Amen. Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste wie es war im Anfang so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
Zur Fastenzeit einige Gedanken vom Benediktinerpater Dom Propster Gueranger (1805-1875): - Vierzig Tage der Buße sind wohl unbedeutend für ein ganzes Leben, in welchem wir Christus fremd geblieben sind. Aber selbst diese vierzig Tage würden allzu schwer auf unserer Weichlichkeit lasten, wenn der Heiland nicht selbst käme, um dieselben mit uns zuzubringen. Seien wir jedoch sicher, er kommt! Während dieser heilsamen Zeit betet er mit uns, fastet er mit uns, übt er alle Werke der Barmherzigkeit mit uns. War er nicht selbst der erste, der diese vierzigtägige Sühne vollzog? Fassen wir Mut, und wenn uns gleichwohl die Schwäche übermannt, nahen wir uns ihm, gleich dem Kranken, wovon wir eben gehört. Schon die Berührung seiner Kleidungsstücke reichte hin, denen die Gesundheit zu geben, welche dieselbe verloren hatten; um wie viel mehr werden wir erlangen, wenn wir im heiligsten Sakramente ihn selbst empfangen. Eilen wir zu ihm, und das göttliche Leben, dessen Keim bereits in uns liegt, wird sich mehr und mehr entfalten; die Tatkraft aber, die in unseren Herzen nachzulassen begann, wird auf’s Neue erwachen und wachsen.»
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Zum ERSTEN Fastensonntag -"Invocabit" -: Mit den Worten im "Introitus"aus dem 90. Psalm "Invocabit me" - "Er ruft mich an" - beginnt die hl. Messe dieses Sonntages. - Invocabit me, et ego exaudiam eum: er ruft Mich an und Ich erhöre ihn -
Dazu der hl. Josefmaria Escriva (1902-1975): - "Invocabit me et ego exaudiam eum, lesen wir in der Liturgie dieses Sonntags (Ps 90,15 {Introitus der heiligen Messe]): Wenn ihr zu mir ruft, werde ich euch erhören, sagt der Herr. Betrachtet die Sorge des Herrn um uns: Er ist immer bereit, uns zu erhören, Er ist immer offen für das Wort des Menschen. Er ist immer für uns da, aber besonders jetzt, da unser Herz willig ist und entschlossen, sich zu läutern, wird Er die Bitten eines zerknirschten und demütigen Herzens (Ps 50,19) nicht verschmähen.
Er erhört uns, um dann einzugreifen, sich in unser Leben einzumischen, uns vom Bösen zu befreien und mit Gutem zu überhäufen: Eripiam eum et glorificabo eum (Ps 90,15 [Introitus der heiligen Messe]), sagt Er vom Menschen, ich will ihn befreien und verherrlichen. Hoffnung also auf die Herrlichkeit: wieder stehen wir hier, wie schon so oft, am Beginn jenes inneren Weges, der das geistliche Leben ist. Die Hoffnung auf diese Verherrlichung festigt unseren Glauben und entzündet unsere Liebe. Die drei göttlichen Tugenden, die uns unserem Vater Gott ähnlich machen, beginnen sich auf diese Art zu entfalten."
Stationskirche: St. Johann im Lateran 1. Kl. – Farbe violett
Mit diesem Sonntag begann ursprünglich die Fastenzeit (vgl. die Secreta). Er gilt als einer der wichtigsten Tage des Kirchenjahres und erscheint nach dem Aschermittwoch wie ein zweites Eingangstor in die große Zeit der Buße. Deshalb ist zu Rom schon seit der Mitte des 4. Jahrhunderts Statio in der Haupt- und Mutterkirche, in St. Johann im Lateran, die eigentlich Kirche des allerheiligsten Erlösers heißt.
Wir ziehen im Geiste an der Seite der Katechumenen nach dem Lateran und denken an die Auferstehung zum neuen Leben (Taufe), die an den Katechumenen in der Taufkirche der Lateranbasilika während der hl. Osternacht zur Wirklichkeit werden soll. Für unsre Tauf- und Lebenserneuerung gibt uns Paulus Weisungen in der Epistel. Der Kampf gilt der Fleischeslust, der Hoffart des Lebens und der Augenlust; dazu mahnt uns das Beispiel, das uns der Heiland in seinem Kampfe gegen Satan gibt (Evang.). Wir gehen vertrauensvoll in diesen Kampf: Gottes Engel geleiten uns (Grad., Tractus), Christus selbst kämpft mit uns und in uns, seinen Gliedern, und wendet uns vom Altare in der hl. Kommunion die Gnaden und wirksamen Kräfte zu, die er in seinem Kreuzesopfer verdient hat (Comm.).
Die griechischen Buchstaben auf dem Schild der Initiale des Introitus bedeuten: Jesus Christos nika = Jesus Christus siegt.
Der hl. Johannes v. Kreuz (1542-1591) über die Fülle der Selbstoffenbarung Gottes durch mit und und in Jesus Christus:
- "Dadurch, dass Gott uns seinen Sohngeschenkt, der ein Wort von ihm ist und außer welchem es kein anderes gibt, hat er alles zumal in diesem einen Wort gesprochen und braucht nun nicht mehr zu uns zu reden”.
Und weiter schreibt er über die unfehlbare Lehre der Heiligen Mutter Kirche als - "die einzige dem Menschen geschenkte Quelle, um Gott so zu erkennen, wie er in sich ist: als den einen und dreifaltigen Gott"
Eine lesenswerte Stellungnahme zum Schreiben der Pius-Bruderschaft von Gerhard Kardinal Müller, welches auch schonungslos mit den katastrophalen antikatholischen Zuständen betr. dem sog. "Deutschen Synodalen Weg" und allgemein bez. modernistischer Verwüstungen gleichsam abrechnet.
Gleichzeitig geht es - wie ich meine sachlich und ohne Polemik - auf die z.T. berechtigten Einwände der Pius-Bruderschaft ein, die - so die Conclusio - dennoch nicht dazu führen dürfen, sich von der Einheit mit dem Papst zu lösen.
Zur begonnenen Fastenzeit Anmerkungen des hl. Josefmaria Escriva': -
"Wir müssen in dieser Fastenzeit mehr sehen als nur eine beliebige Zeitspanne, die im liturgischen Jahr regelmäßig wiederkehrt. Dieser Augenblick ist unwiederbringlich, er ist ein göttliches Hilfsangebot, das wir entgegennehmen müssen. Der Herr tritt an unsere Seite und erwartet von uns - hier und jetzt -, daß wir uns ernsthaft ändern. [....] Mit Gott zu leben, ist auch ein Wagnis, denn der Herr will nicht teilen. Er will alles. Ihm näher kommen bedeutet daher, bereit sein zu neuer Umkehr."
Bei der Spendung des Aschenkreuzes spricht der hw Priester:
"Memento, homo, quia pulvis est et in pulverem revertis! Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!"
Es ist eine Anknüpfung an die Worte aus der Heiligen Schrift:(Genesis 3, 19). - Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen. Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück“
( Das Aschenkreuz wird heute meist auch am darauffolgenden Sonntag noch einmal für alle jene gespendet, die heute, am Aschermittwoch, dieses nicht empfangen konnten )
Der Aschermittwoch ist ein gebotener Fast- und Abstinenztag. Näheres über die Fastengebote der Kirche im „Codex Iuris Canonici“ (= CIC) 1983 - Can. 1249 — Alle Gläubigen sind, jeder auf seine Weise, aufgrund göttlichen Gesetzes gehalten, Buße zu tun; damit sich aber alle durch eine bestimmte gemeinsame Beachtung der Buße miteinander verbinden, werden Bußtage vorgeschrieben, an welchen die Gläubigen sich in besonderer Weise dem Gebet widmen, Werke der Frömmigkeit und der Caritas verrichten, sich selbst verleugnen, indem sie die ihnen eigenen Pflichten getreuer erfüllen und nach Maßgabe der folgenden Canones besonders Fasten und Abstinenz halten.
Can. 1250 — Bußtage und Bußzeiten für die ganze Kirche sind alle Freitage des ganzen Jahres und die österliche Bußzeit.
Can. 1251 — Abstinenz von Fleischspeisen oder von einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz ist zu halten an allen Freitagen des Jahres, wenn nicht auf einen Freitag ein Hochfest fällt: Abstinenz und Fasten ist zu halten an Aschermittwoch und Karfreitag.
Can. 1252 — Das Abstinenzgebot verpflichtet alle, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben; das Fastengebot verpflichtet alle Volljährigen bis Zum Beginn des sechzigsten Lebensjahres. Die Seelsorger und die Eltern sollen aber dafür sorgen, daß auch diejenigen, die wegen ihres jugendlichen Alters zu Fasten und Abstinenz nicht verpflichtet sind, zu einem echten Verständnis der Buße geführt werden.
Can. 1253 — Die Bischofskonferenz kann die Beobachtung von Fasten und Abstinenz näher bestimmen und andere Bußformen, besonders Werke der Caritas und Frömmigkeitsübungen, ganz oder teilweise an Stelle von Fasten und Abstinenz festlegen.
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Das einmalige Sättigen ist denn auch de facto auch nur an den beiden genannten strengen Abstinenz- und Fasttagen - Aschermittwoch und Karfreitag - geboten !
Da nun aber Fasten nicht nur mit Verzicht auf üppiges Essen verbunden ist, sondern den Menschen als Leib und Seele stärken soll...so ist Fasten auch immer eine Art Askese.... Askese in der Form verstanden, dass durch oft verborgene, aber nicht minder wertvolle dargebrachte Opfer Verzicht geübt wird.... und somit auch Übung in den Tugenden..... in den Drei Göttlichen Glaube, Hoffnung, Liebe... sowie in den sieben Gaben des Heiligen Geistes: Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.
und Deren Früchte:
Katechismus 1832 Die Früchte des Geistes sind Vollkommenheiten, die der Heilige Geist in uns als die Erstlingsfrüchte der ewigen Herrlichkeit hervorbringt. Die Überlieferung der Kirche zählt deren zwölf auf: „Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).
sollen nach Möglichkeit mit eingebracht werden; insbesondere das von der hl. Theresa v. Avila anempfohlene innere Gebet und dieses nicht nur zur Fastenzeit. Siehe bitte hier: Stufen zur Vollkommenheit (38)
Zum Aschermittwoch und der beginnenden Fastenzeit Erläuterungen von Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft: - "Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!" (Gen 3,19). Kurz nach dem Sündenfall wurde dieses Wort zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gesprochen. Es galt Adam nach dessen Sündenfall. Die Kirche wiederholt es alljährlich zu Beginn der Fastenzeit. Der Priester legt mit diesen Worten den Gläubigen am Aschermittwoch die geweihte Asche auf. Die Asche erinnert uns an unsere Vergänglichkeit, an die Wirklichkeit des Todes. Asche hat ja bekanntlich kein Leben in sich, keine Festigkeit, es genügt ein leichter Windhauch, um sie zu zerstreuen. Bereits beim alttestamentlichen Psalmisten können wir lesen: "Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie die Blume des Feldes. Fährt der Wind darüber, ist sie dahin". Und Kohelet drückt es noch deutlicher aus, wenn er sagt: "Windhauch, Windhauch, alles ist Windhauch." Wie nötig haben wir es, uns diese Wahrheit wieder neu vor Augen stellen zu lassen. Wie könnte man auch angesichts des sicheren Todes diese Wahrheit von der eigenen Vergänglichkeit überhaupt bezweifeln?
Der Blick auf den Tod soll uns nun aber nicht ängstigen - wie auch, wenn wir den zum Freund haben, derden Tod glorreich überwunden hat? - unseren Herrn Jesus Christus Der Blick auf den Tod soll uns vielmehr zum Guten anspornen. "Bedenke bei all deinen Werken das Ende, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen" (Sir 7,40) Der Gedanke an den Tod will uns an die Eitelkeit alles Irdischen erinnern, an die Flüchtigkeit des Lebens - alles vergeht, nur Gott bleibt - und deshalb eifert der Tod uns an, keinem Ding anzuhängen, die irdischen Genüsse gering zu schätzen und Gott alleine zu suchen. Der Gedanke an den Tod lässt uns befreifen , dass "alles eitel ist, ausser Gott lieben und ihm allein dienen" (Nachfolge Christi) . Denn am Ende dessen, was wir irrtümlicherweise das Leben nennen, am Ende unserer irdischen Pilgerschaft, bleiben nur Gott und die Seele. Die hl. Theresa v. Avila mahnt uns daher: "Bedenke, dass du nur eine Seele hast und nur kurze Zeit, um sie zu retten, und du wirst viele Dinge lassen" (Geistliche Weisungen). Und der hl. Johannes vom Kreuz erinnert uns daran: "In der letzten Stunde wird nach deiner Liebe gefragt werden" (Den Sprüche).
Durch das körperliche Fasten durch den freiwilligen Verzicht auf erlaubte Dinge, wird in uns das Bewusstsein von der Vorläufigkeit alles Irdischen neu belebt und dadurch der Blick auf das Eine, was Not tut, hingelenkt. Durch das Fasten sollen wir zur Umkehr des Herzens geführt werden. Gleichzeitig gibt die Zerknirschung des Herzens dem Fasten erst seinen Wert. Beides ist untrennbar miteinander verbunden. Wenn auch die Zerknirschung und Umkehr des Herzens im Vordergrund steht -"Zerreisst eure Herzen und nicht eure Kleider!" - so bereitet so bereitet doch das Fasten des Leibes die Umkehr der Seele erst richtig vor, da sie ein Mittel ist, diese zu erlangen,
Überlegen wir zu Beginn der Fastenzeit genau, wo die Anhänglichkeit an diese Welt sich in meinem geistlichen Leben besonders bemerkbar macht. Was mir am meisten von der kostbaren Zeit, + Die kostbare Zeit + die Gott mir schenkt, raubt. Welche Dinge ich viel zu oft tue, die doch keinen Ewigkeitswert besitzen - und legen wir mutig die Axt an die schlechten Wurzeln, um es aus unserem Leben zu verbannen. Vielleicht ist es ja gerade das, was ich mir am wenigstens eingestehe, dass es mir auf dem Weg in den Himmel das grösste Hindernis ist."
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Aus: "Katholische Bußpredigten über die vier letzten Dinge des Menschen" aus dem Jahre 1836: - Lasset euch die Worte an die Stirne schreiben: Mensch, gedenke, dass du Staub und Asche bist und wieder zu Staub und Asche werden wirst. Ja, ja Mensch, du wirst sterben und was das bedenklicnste ist, du wirst nur ein Einziges mal sterben[....] Diese Wahrheit wollen wir beherzigen und Gott bitten, dass er unseren Verstand erleuchte, unser Herz mit Reue über unsere Sünden, und unsere Augen mit Busstränen fülle.[....] So wie David sollten auch wir an das Ende unserer Tage denken und Gott bitten, dass unser Tod ein glückseliger Tod sein möge.[....] O lass doch die kostbaren Augenblicke, die dir noch vergönnt sind, nicht verloren gehen, Augenblicke, die über deine Ewigkeit entscheiden. O sammle deine Kräfte mittels der Gnade und rechne nicht mit einem langen Leben sondern denke vielmehr du werdest bald sterben. Du stirbst ja täglich, jeder Schritt führt dich näher zum Grabe.... darum, was du zu deinem Heil zu tun hast, das tue bald.[....] Wir sollen täglich im Geiste sterben, dann werden wir, wenn wir leiblich sterben, heilig sterben, werden mit Christus sterben, und von den Toten auferstehen und auch ewig, o unausprechlich ewig selig sein.
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Zum Aschermittwoch aus dem Schott-Messbuch 1962: - Aschermittwoch – Messe
Stationskirche: St. Sabina 1. Kl. – Farbe violett
Die Lesungen, Gebete und Gesänge der hl. Messe führen uns in den Geist ein, in dem wir die Fastenzeit feiern sollen: es ist der Geist der Buße, verbunden mit Vertrauen auf Gottes Erbarmen(Intr., Tractus) und auf den Beistand der Gnade (Oratio). Über die innere Seelenhaltung, den Geist des Fastens, belehrt uns Christus selber (Evang.). Der Heiland, der im hl. Opfer geheimnisvoll seinen Kreuzestod erneuert, gibt uns in der hl. Messe die Kraft, den Weg der Quadragesima so zu gehen, daß sie für uns fruchtbar wird (Offert.). Wenn der Leib fastet, soll der Geistgenährt werden mit der hl. Eucharistie und durch hl. Gebetsverkehr mit Gott und Christus (Comm.).
«Wach auf, Mensch: für dich ist Gott Mensch geworden!
‹Wach auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, und Christuswird dich erleuchten› (Epheserbrief 5,14). Für dich, sage ich, ist Gott Mensch geworden. Für alle Ewigkeit wärest du gestorben, wäre er nicht in der Zeit geboren»
- [....] "Naht die Stunde der heiligen Kommunion, dann bedenke, wen du aufnimmst: Es ist der Sohn Gottes in seiner unendlichen Erhabenheit, ob der die Himmel und alle Mächte zittern.
Es ist derjenige, der aus Liebe zu dir von der ungerechten und ruchlosen Welt wie ein Wurm und Abschaum der Menschheit verworfen,erniedrigt, verhöhnt, angespien und gekreuzigt werden wollte.
Du stehst (laß es dir gesagt sein) im Begriffe,
den ewigen Gott zu empfangen, in dessen Hand Leben und Tod der ganzen Welt liegt."
Der grosse englische Konvertit - Kardinal Henry Edward Manning (1808-1892) - hat im Jahre 1861 eindrücklich das übernatürliche Wesen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche hervorgehoben und auf die damit verbundene Kompromisslosigkeit gegenüber dem Weltgeist verwiesen: - "Als Rom jeden Götzendienst im ganzen römischen Reicheerlaubte, gab es nur eine Religion, die man eine religio illicita nannte, eine ungesetzliche Religion, und es gab nur eine Gesellschaft, die eine societas illicita oder eine ungesetzliche Gesellschaft hieß…. Es gab es Priester des Jupiter, der Cybele, der Fortuna und der Vesta; es gab alle möglichen geistlichen Bruderschaften und Orden und Sozietäten, und ich weiß nicht was; aber es gab eine Gesellschaft, welche nicht existieren durfte, und dies war die Kirche des lebendigen Gottes. Mitten in dieser allgemeinen Toleranz gab es nur eine Ausnahme, die mit der schärfsten Genauigkeit beobachtet wurde, wonach die Wahrheit und die Kirche Gottes von der Welt ausgeschlossen sein sollten.
Dies nun muß unvermeidlich wieder kommen, weil die Kirche unbeugsam ist in der ihr anvertrauten Mission. Die katholische Kirche wirdniemalseine Lehre auf das Spiel setzen; sie wird niegestatten, daß zwei Lehrsysteme innerhalb ihres Schoßes vorgetragen werden; sie wird der Staatsgewalt nie gehorchen, wenn sie ein Urteil fällt in Sachen, die geistlich sind. Die katholische Kirche ist durch das göttliche Gesetz verbunden, lieber das Martyrium zu erleiden als eine Lehre aufzugeben, oder dem Gesetze der Staatsgewalt zu gehorchen, welches das Gewissen verletzt, und mehr als dies. Sie ist nicht nur verbunden, einen passiven Ungehorsam entgegen zu setzen, was in einem Winkel geschehen kann, und deshalb nicht entdeckt wird, und weil nicht entdeckt, nicht gestraft, sondern die katholische Kirche kann nicht stillschweigen; sie kann nicht ruhig sein; sie kann nicht aufhören, die Lehren der Offenbarung zu predigen, nicht nur über die Dreieinigkeit und über die Menschwerdung, sondern ebenso über die sieben Sakramente, über die Unfehlbarkeit der Kirche und über die Notwendigkeit der Einheit und über die Souveränität, sowohl die geistliche als die weltliche des heiligen Stuhls. Weil sie nicht still schweigen will und keinen Kompromiß eingehen kann, und weil sie in Sachen, die zu ihrer eigenen göttlichen Prärogative gehören, nicht gehorchen will, deshalb steht sie allein in der Welt; denn es gibt keine andere sogenannte Kirche, noch irgend eine Gemeinschaft, die sich für eine Kirche ausgibt, welche sich nicht unterwirft oder gehorcht oder stillschweigt, wenn die Staatsgewalt es befiehlt"
Pater Gabriel Kunz vom Kreuzorden über das Kreuzzeichen, dem Zeichen von Erlösung und Heil:
- "Das Kreuzzeichen....ist das Zeichen unserer Erlösung. Es ist ein Heilszeichen, vergegenwärtigt den Sühnetod Jesu, seine Auferstehung und unsere Erlösung. Als Sakramenetalie hat es die Bedeutung der Abschirmung gegen die Anschläge des bösen Feindes, spendet übernatürliche Kräfte und vermittelt Gottes Gnadensegen."
Aller Segen kommt von Christus, dessen Symbol das Kreuz ist. So bedeutet das Kreuzzeichen:
Das Kreuz ist für uns Rettung und Heil.
Weil seine göttliche und zugleich menschliche Liebe so allumfassend gross ist, hat Jesus die Arme weit ausgebreitet, sein Leben für uns dahingegeben am Kreuz. Dankbar für seine unbegreifliche Liebe bezeichnen wir uns mit dem Kreuz, damit an uns die Verheissung Jesu wahr wird: "Wenn ich über der Erde erhöht bin, werde ich alles an mich ziehen" (Joh 12,32). Vom Kreuz herab zieht uns Christus liebend an sein Herz. Das Kreuz vereint uns mit Jesus.
Wir machen das Kreuzzeichen beim Beten, damit in uns bleibe, was Gott uns schenken will. In der Versuchung, dass er uns Stärke. In der Gefahr, dass er uns beschütze. Beim Segen, aufdass Gottes Lebensfülle hereingenommen werde in die Seele und alles darinnen befruchte, bestärke und weihe in die Kraft Christi, im Namen des Dreieinigen Gottes."
11. Februar: Fest der Erscheinung der Unbefleckten Jungfrau Maria in Lourdes..
Aufgrund der aktuellen Geschehnisse weiht sich die Priesterbruderschaft St. Petrus an diesem Festtag dem Unbefleckten Herzen Mariens.
Dazu Pater Stefan Reiner von der Petrus-Bruderschaft: - "Am 11. Februar feiert die Kirche das Fest der Erscheinung der Unbefleckten Jungfrau Maria in Lourdes. Papst Pius X. hat dieses Fest im Jahr 1907 eingeführt in Erinnerung an die erste Marienerscheinung am 11. Februar 1858. Der 11. Februar 2022 soll nun für die Priesterbruderschaft St. Petrus ein ganz besonderer Tag werden …
… denn wir haben beschlossen, dass wir angesichts der Schwierigkeiten in der Kirche und auch in der Gesellschaft nicht einfach nur mit unseren menschlichen Mitteln und Mühen kämpfen wollen, sondern dass wir uns der „Siegerin in allen Schlachten Gottes“ in besonderer Weise anvertrauen und die Petrusbruderschaft am 11. Februar 2022 in feierlicher Weise dem unbefleckten Herzen Mariens weihen werden.
Einige von Ihnen haben bereits eine persönliche Marienweihe abgelegt und wissen um die Bedeutung, das eigene geistliche Leben marianisch auszurichten. Durch solch eine Weihe verpflichten wir uns, in Freiheit und aus Liebe, immer im Geist Mariens zu leben, sie in allem nachzuahmen, ihre mütterliche Fürsorge in unserem Leben uneingeschränkt zuzulassen, damit wir durch sie immer inniger mit Jesus verbunden werden. So führt ein Leben, das der allerseligsten Jungfrau geweiht ist, tiefer in das Geheimnis Jesu Christi und der Kirche. Die Weihe ist eine bleibende Hingabe. Wir übergeben uns selbst in liebender Verehrung und anerkennen ihre Rechte, die sie über uns als Mutter und Königin besitzt. Nun sind wir als getaufte Christen ohnehin schon immer Eigentum unseres Herrn Jesus Christus, der uns durch Seinen Tod und Sein Leiden erlöst hat. Im ersten Petrusbrief heißt es: „Wir sind nicht mit vergänglichem Gold oder Silber erkauft worden, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des makellosen Osterlammes“ (1 Petr 1, 18).
Somit gehören wir Christus an und sind daher Glieder des mystischen Leibes Jesu Christi. Als Glieder der Kirche gehören wir daher auch Maria an, da sie, als Mutter und Königin der Kirche, an unserer Erlösungbeteiligt war. Die Marienweihe ist also weniger eine Übergabe unserer selbst, da wir ihr ohnehin schon gehören, sondern wir anerkennen vielmehr ausdrücklich diese bestehende Zugehörigkeit. Wir nehmen bewusst die Verpflichtung auf uns, gemäß dieser Verbindung zu ihr zu leben.
Gerade in der heutigen Zeit in der die Kirche nicht nur von außen angegriffen wird, sondern sich auch im Inneren große Verwirrung ausbreitet, benötigen wir eine geführte und rechte Sichtweise der Kirche, damit unser Glaube nicht leidet und wir solchen Angriffen und Verwirrungen mit Festigkeit entgegentreten können. Die Kirche ist unsere Mutter. In ihrem Schoß sind wir gleichsam vom Heiligen Geist empfangen und geboren, als uns in der Taufe das Leben als Gotteskind geschenkt wurde. Sie hat uns erzogen und gelehrt durch das ihr anvertraute Wort der Wahrheit.Vor allem hat sie uns genährt mitder Speise der Unsterblichkeit, dem Leib unseres Herrn und Erlösers. Und wie eine Mutter ihre Kinder reinigt, so hat uns die Kirche immer wieder reingewaschenim Blut Christi. Je tiefer wir begreifen, dass die Kirche unsere Mutter ist, desto mehr werden wir sie lieben, desto kraftvoller uns für sie einsetzen. Ja, unser Einsatz ist verlangt!
Denn obwohl die Kirche in ihrem Wesen heilig und makellos ist, weil sie in Christus begründet liegt, umfasst die Kirche doch schwache und sündige Menschen, und dies von ihren unbekannten Gliedern bis hinauf in die hohen und höchsten Ränge der Hierarchie.
Die Marienweihe ist ein solcher Einsatz für die Kirche, weil wir damit unseren Einsatz in die Hände der heiligen Jungfrau legen, welche Abbild und Urbild der Kirche ist.[....]
"Die Feinde spotten Deiner Ohnmacht: "Steig doch vom Kreuz herab ! Du bist ja Gottes Sohn !" Und doch war es nicht ihre Macht, es war die Gewalt Deiner Liebe, die Dich ans Kreuz gebracht.
Keiner nahm Dir das Leben. Du gabst es selbst dahin. Hier aber, Herr, im heiligsten Sakrament, da steigst Du vom Kreuz herab, das in der Wandlung aufgerichtet wird in unserer Mitte.
Nicht zwar, um Deine Macht zu zeigen; vielmehr, um Deine Liebe uns zu offenbaren . Zu einem jeden von uns willst Du selber kommen und ihm in der heiligen Kommunion die Gnaden der Erlösung bringen, die Du am Kreuz für uns erworben hast.
Dank sei Dir, Herr, für Deine übergrosse Liebe! Lasset uns beten: Herr Jesus Christus, als Gekreuzigter kommst Du in der heiligen Kommunion zu uns sündigen Menschen, um uns in unbegreiflicher Herablassung selbst die Gnaden Deiner Erlösung zu bringen.
Wir bitten Dich: Wie wir am Geheimnis Deines Kreuzes so innig Anteil haben, so lass uns auch einmal Anteil haben an Deiner Auferstehung. Der Du lebst und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."
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Entnommen aus: "VENITE ADOREMUS Eucharistische Gebete für das Kirchenjahr"
Hw Dr. Josef Spindelböck in einer Predigt über die Sieben Schmerzen Mariens : - Mit Christus im Leiden und in der Herrlichkeit vereint
Predigt zum Fest "Gedächtnis der Schmerzen Mariens" am 15. September
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!
Wie kein anderer Mensch wurde die Jungfrau und Gottesmutter Maria in das Schicksal Jesu Christi, ihres Sohnes, mit einbezogen. Maria, die voll der Gnade ist, hat ihr bereitwilliges Ja-Wort zu der vom Engel verkündeten Botschaft gegeben und es ihr ganzes Leben lang durchgehalten, indem sie es Gott geweiht hat. In Freuden und Leiden war sie als Mutter und Gefährtin mit Jesus Christus, dem Erlöser, verbunden und darf nun im Himmel teilnehmen an seiner Herrlichkeit.
So feiern wir heute das Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Der Überliefung nach und entsprechend den biblischen und liturgischen Texten werden Sieben Schmerzen Mariens hervorgehoben, die wir gemeinsam betrachten wollen.
Wenn wir Anteil nehmen an den Leiden und Schmerzen der heiligen Gottesmutter Maria, so tun wir das, um das Maß der Liebe zu erahnen, das sie erfüllt hat. Nur kraft ihrer Liebe war sie jene starke Frau, die alle Prüfungen, Widrigkeiten und Leiden in Glaube und Hoffnung annahm und sie ohne Vorwürfe oder Verbitterung in geistiger Einheit mit ihrem Sohn trug und so geistlich fruchtbar machte für das Heil aller Menschen, die ihr von Gott anvertraut worden sind.
Der Weg, den Maria in der Nachfolge Christi ging, war nicht nur ein Weg des Leidens, sondern vor allem auch der Freude, wie sie uns durch Jesus Christus, den menschgewordenen Sohn Gottes zuteil geworden ist. Es gibt darum in der Kirche auch die Verehrung der sieben Freuden Mariens, wobei uns klar sein muss, dass die Siebenzahl sowohl bei den Freuden wie bei den Schmerzen Mariens eine heilige Symbolzahl ist, die für den ganzen inneren und äußeren Verlauf ihres Lebens steht.
Wenden wir uns nun den Sieben Schmerzen Mariens im Einzelnen zu!
1. Die Weissagung des greisen Simeon bei der Darstellung Jesu im Tempel (Lk 2,34-35):
Als das Jesuskind von seiner Mutter Maria und vom heiligen Josef im Tempel dargestellt wurde, nahm Simeon das Kind auf seine Arme und pries Gott für die Gnade, den Erlöser schauen zu dürfen. Dann segnete er sie alle und wies darauf hin, dass dieses Kind ein Zeichen des Widerspruchs sein werde. Viele würden durch Jesus zu Fall kommen, viele würden aufgerichtet werden. Dadurch sollten die Gedanken vieler Menschen offenbar werden. Direkt an Maria gewandt prophezeite Simeon: „Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen.“
Wie muss die heilige Gottesmutter Maria diese doch grausam erscheinende Weissagung aufgenommen haben? War sie verängstigt und durcheinander gebracht? Sie hat bestimmt nicht ihre hoffnungsvolle Zuversicht in die Wege der göttlichen Vorsehung aufgegeben. Auch wenn sie nun wusste, dass sie in Zukunft in ihrem Leben mit Jesus viel Schweres erwarten würde, so hat sie dies in demütiger, gläubiger und liebevoller Gottergebenheit im Voraus angenommen – zum Heil der Menschen. Auch uns sollen zukünftige Leiden und Bedrängnisse nicht schrecken, da uns zur rechten Zeit die Hilfe Gottes zuteil werden wird.
2. Die Flucht Mariens und Josefs mit dem Jesuskind nach Ägypten (Mt 2,13-15):
Maria und Josef waren in gläubigem Vertrauen bereit, mit dem Jesuskind ins Exil nach Ägypten zu gehen, bis die Gefahr seiner Ermordung durch den König Herodes vorüber war. Gott aber hatte dieses Ereignis in seinen Heilsplan einbezogen, denn: „Ich rief meinen Sohn aus Ägypten“ (Hos 11,1). Das Schicksal der Heiligen Familie wiederholt sich in der Geschichte der Menschen immer dann, wenn Menschen vor ungerechten Verfolgungen fliehen müssen oder aus anderen Gründen ihr Zuhause verlieren. Ihnen allen steht die Fürbitte Mariens und des heiligen Josef bei. Sind wir in der Lage, jemandem zu helfen, der verbannt, vertrieben und heimatlos ist, dann wollen wir an die Not der Heiligen Familie denken.
3. Die dreitägige Suche nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel in Jerusalem (Lk 2,41-52):
Wie schön hatte diese gemeinsame Wallfahrt für die Heilige Familie begonnen! Der bereits zwölfjährige Jesus war mit dabei in der großen Gruppe der Pilger, es bestand kein Grund zur Sorge. Als er aber plötzlich unauffindbar war, wurden seine Eltern in große Unruhe versetzt. Wo konnte er sein? War ihm etwas zugestoßen? Erst nach drei Tagen fanden ihn Maria und Josef bei den Lehrern im Tempel, mit denen er Gespräche führte. War schon die Suche nach Jesus ein großer Schmerz für Maria und Josef, so musste ihnen seine Antwort ebenfalls nicht leicht fallen: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ Es heißt, dass sie nicht verstanden, was er ihnen damit sagen wollte. Die Pläne Gottes bleiben uns oft dunkel, doch Gottes heiliger Wille führt immer zum Guten und dient unserem Heil. Darauf wollen wir wie Maria vertrauen!
4. Die Begegnung Mariens mit dem kreuztragenden Jesus auf dem Weg nach Golgotha:
Dieses Ereignis ist uns als vierte Kreuzwegstation überliefert. Maria ließ es sich nicht nehmen, ihren Sohn auf seinem Kreuzweg zu begleiten. Auf diese Weise brachte sie zum Ausdruck, dass sie im Herzen mitleiden und mitopfern wollte, was der Herr durch sein Leiden und Sterben für uns tat und wirkte. Auf jedem Kreuzweg des Lebens begleitet uns die Mutter des Herrn. Sie ist bereit, uns zu trösten und mit ihrer mütterlichen Fürbitte im Guten zu bestärken. Auch wir sind aufgerufen, in liebevoller Verbundenheit unsere Mitmenschen zu ermutigen, wenn diese ein Kreuz zu tragen haben. Vielleicht ist es sogar möglich, dieses wie Simon von Kyrene ein Stück weit zu tragen. Die Gottesmutter Maria möge uns dafür bei Gott die rechte Gesinnung tatkräftiger Nächstenliebe erbitten!
5. Maria steht mit dem Apostel Johannes und einigen Frauen beim Kreuz Jesu (Joh 19,25-27):
Blutenden Herzens hat Maria dem Opfer ihres Sohnes am Kreuz zugestimmt. Indem sie als Mutter ihren einzigen Sohn dahingab, tat sie es aus Liebe zu all jenen, denen sie nun vom Kreuz aus als Mutter anvertraut ist. Dies sind in der Person des Johannes zuerst die Apostel, Bischöfe und Priester, aber auch alle übrigen Gläubigen, die sich ihrem mütterlichen Schutz anvertrauen. Wenn wir uns der Gottesmutter weihen, sie in unser Herz aufnehmen, dann wird uns auch das tiefste Leid im Glauben nicht erschüttern. Die Liebe wird siegreich bleiben, denn sie ist stärker als der Tod!
6. Der Leichnam Jesu wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt (Mt 27,57-59):
Die künstlerische Darstellung dieses Geschehens ist uns als Pietá vertraut. Menschlich gesprochen ist alles gescheitert. Maria muss den toten Leib ihres Sohnes in ihren Armen halten. Sie hat jedoch mitten im tiefsten Leid die Glaubensgewissheit, dass das Opfer ihres Sohnes nicht umsonst ist. Vorerst kann und darf sie aber die Trauer um den Verlust ihres Sohnes nicht verleugnen, die sie nun zu tragen hat. Der Schmerz der Gottesmutter verbindet uns mit den Leiden vieler Mütter, die den Tod eines Kindes beklagen müssen. Groß sind auch die Leiden, wenn erwachsene Kinder auf Abwege geraten und ein Leben führen, das den Geboten Gottes widerspricht. Was vermögen tapfere Eltern da anderes zu tun, als unbeirrt und treu weiter zu beten im Vertrauen auf die Fürbitte der heiligen Jungfrau und Gottesmutter Maria, die keines ihrer Kinder vergisst und auch dem größten Sünder die Gnade der Umkehr zu Gott vermitteln kann!
7. Die Grablegung Jesu (Mt 27,60):
In stillem Leid wird die heilige Gottesmutter Zeugin der Grablegung Jesu. Er ist tot; zum sicheren Erweis dafür war sein Leib mit der Lanze des Soldaten durchbohrt worden, worauf Blut und Wasser heraus flossen. Die Seele Mariens ist durch das viele Leiden, das sie in Gottverbundenheit getragen hat, geheiligt worden. Ihre verborgene Schönheit wird sich vollenden, wenn sie teilhaben darf an der Herrlichkeit des Auferstandenen. So harrt sie in Geduld und Hoffnung der kommenden Vollendung. Bald wird ihr Sohn auferstehen, und auch sie selber wird nach Vollendung ihres Lebens in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen. Auch wir sind zur Vollendung bei Gott im ewigen Leben berufen. Mariens mütterliche Fürbitte geleitet uns und schenkt uns stets neue Hoffnung und Zuversicht.
Zum Abschluss dieser Betrachtungen bitten wir Gott: So wie sich die Leiden der Gottesmutter in ewige Freude gewandelt haben, mögen auch wir einst teilhaben dürfen an der himmlischen Herrlichkeit! Amen.
"Zeitgemässen Katholiken" suchen den Schulterschluss mit dem Geist der Welt. "Geglaubt" wird, was bequem in den eigenen, der kirchlichen Lehre entgegenstehenden Lebensentwurf passt; "auf- bzw. angenommen" wird auch fast alles, was der Geist der Welt in seinen "Mehrheiten" vorgibt - übrigbleibt ein unverbindlicher, kraftloser und fruchtloser "Glaube"....Windhauch ! Ein verwaister toter "Glaube" losgerissen von der fürsorgend liebenden Mutter.... ohne Beistand, Schutz und Schirm der Heiligen Mutter Kirche
Dazu der Namensvorgänger des jetzigen Papstes, Papst Leo XIII. (1810-1903):
- "Unter den ersten Pflichten, die wir gegen Gott und die Kirche haben, steht an erster Stelle jene, mit Eifer die christliche Wahrheit zu verbreiten und die Irrtümer abzuwehren. Dieser Pflicht zu genügen werden jene nicht können, die allein und getrennt von den anderen in den Kampf ziehen. Sie werden ja Anfeindungen von seiten der Menschen erfahren wie Christus. Daher wollte er sie zu einem Leibe, der die Kirche ist, zusammenfügen. Das Leben Christi durchströmt den ganzen Organismus,, nährt und kräftig die Glieder. Der Kirche wurde der Lebenszweck bestimmt, wie ein geordnetes Kriegsheer für das Heil der Menschheit zu kämpfen. Diese Verfassung und Gestaltung des Christentums darf nicht geändert werden; und es ist dem einzelnen nicht erlaubt, nach seinem Gutdünken das Leben einzurichten oder seine Kampfesweise des Lebens nach Willkür sich zu wählen; mithin sammelt derjenige nicht, sondern zerstreut, der nicht mit der Kirche und mit Jesus Christus sammelt,und in Wahrheit kämpfen diejenigen gegen Gott an, die nicht kämpfen mit Christus und seiner Kirche."
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Von diesem Papst stammt auch das Gebet zum hl. Erzengel Michael; zur Entstehungsgeschichte siehe bitte hier: