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#166

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 27.08.2018 23:24
von Aquila • 5.734 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !



Hören bzw. lesen wir einen weiteren Auszug aus der Predigt von
Kardinal Robert Sarah anlässlich einer Predigt während eines Pontifikalamtes im Alten Ritus in Chartres:


-

"Liebe Familienväter und -mütter,
die Kirche liebt Euch! Liebet die Kirche! Sie ist Eure Mutter.

Schließt Euch nicht denen an, die sie verspotten, denn sie sehen nur die Falten ihres gealterten Gesichtes, das gezeichnet ist durch die Jahrhunderte des Leidens und der Prüfungen. Dennoch ist sie auch heute noch schön und strahlt Heiligkeit aus.

Endlich will ich mich auch an Euch wenden, Ihr Jugendlichen, die Ihr hier so zahlreich hier anwesend seid!
Zunächst möchte ich Euch bitten, auf einen „Alten“ zu hören, der eine viel größere Autorität hat als ich.
Es handelt sich um den heiligen Evangelisten Johannes.
Über das Beispiel seines Lebens hinaus hat er auch eine Botschaft für die Jugend hinterlassen. In seinem ersten Brief lesen wir die bewegenden Worte eines „Alten“ an die Jungen der Kirchen, die er gegründet hat.
Höret seine Stimme voll Kraft, Weisheit und Wärme:
„Ich schreibe euch, ihr jungen Männer, denn ihr seid stark, und das Wort Gottes bleibt in euch, und ihr habt den Bösen besiegt. Liebet nicht die Welt und das, was in der Welt ist.“ (1Joh 2,14f)
Die Welt, die wir nicht lieben sollen, so kommentiert P. Raniero Cantalamessa in seiner diesjährigen Karfreitagspredigt in Rom, und die Welt, der wir uns nicht angleichen sollen, ist nicht die Welt, die Gott geschaffen hat und die er liebt, das wissen wir wohl, es sind nicht die Menschen in der Welt gemeint, die Armen und die Ärmsten, im Gegenteil, zu ihnen sollen wir immer gehen, um sie zu lieben und ihnen in Demut zu dienen …
Nein!
Die Welt, die wir nicht lieben sollen, ist eine andere Welt; es ist die Welt, die gekommen ist durch die Herrschaft Satans und der Sünde.
Die Welt der Ideologien, die die Natur des Menschen verneint und die Familien zerstört … Die UN-Strukturen, die der Welt eine neue Ethik auferlegen, spielen eine entscheidende Rolle und sind heute zu einer überwältigenden Macht geworden, die sich wie Wellen ausbreitet durch die scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten der Technologie. In vielen westlichen Ländern ist es schon fast ein Verbrechen, sich diesen schrecklichen Ideologien zu entziehen. Das ist es, was man Adaption des Zeitgeistes nennt, der Konformismus
.
Ein großer gläubiger britischer Poet des vergangenen Jahrhunderts, Thomas Stearns Eliot, schrieb drei Verse, die mehr sagen als ganze Bücher:
„In einer Welt der Flüchtlinge wird derjenige, der die entgegengesetzte Richtung einschlägt, als Deserteur angesehen.“
Liebe junge Christen, wenn es einem „Alten“, wie es der hl. Johannes war, erlaubt war, sich direkt an Euch zu wenden, so rufe auch ich Euch zu und sage Euch:
Ihr habt das Böse besiegt!
Bekämpfet jedes widernatürliche Gesetz, das man Euch auferlegen will, stellt Euch gegen jedes lebens- und familienfeindliche Gesetz.
Seid diejenigen, die die entgegengesetzte Richtung einschlagen!
Wagt es, gegen
den Strom zu schwimmen!
Für uns Christen ist dieser entgegengesetzte Weg nicht örtlich zu verstehen, er ist eine
Person, Jesus Christus, unser Freund und Retter"
.

-
Der erste, zweite, dritte und vierte Teil der Predigt:
Religion und Wahrheit (32)
Religion und Wahrheit (33)
Religion und Wahrheit (33)
Religion und Wahrheit (33)

-


zuletzt bearbeitet 27.08.2018 23:59 | nach oben springen

#167

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 28.08.2018 09:14
von Sel • 360 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Eine wundervolle, kraftvolle, Predigt von unserem Kardinal Robert Sarah.

Falls noch nicht gepostet, hier einmal die Predigt im Video auf Youtube mit deutschem Untertitel
nochmal komplett anzusehen:

https://www.youtube.com/watch?v=J3hqJSVx...NQ&index=2&t=0s

Herzl. Grüßé

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#168

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 28.08.2018 14:59
von Aquila • 5.734 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Lieber Sel

Vielen Dank für diesen Video-Hinweis.
Kardinal Sarahs ausgezeichnete Predigt wird gerade durch sein würdevolles Erscheinungsbild geprägt. Katholische Identität ohne Abstriche.


Nachfolgend noch der letzte, die Predigt abschliessende Auszug:
-

"Euch ist eine ganz besondere Aufgabe anvertraut, nämlich die Liebe zu retten vor dem tragischen Absturz, in den sie geraten ist,
… eine Liebe, die nicht mehr sich selbst als Geschenk an den anderen sieht, [rot]sondern nur mehr den anderen als Besitz
– was oftmals eine gewaltsame, tyrannische Inbesitznahme bedeutet –.
Am Kreuz hat Gott sich offenbart als „Agape“, das bedeutet als Liebe, die sich hingibt bis zum Tod. (Predigt von P. R. Cantalamessa, Karfreitag 2018 im Petersdom, Rom)
Wahrhaft lieben heißt sterben für den anderen, so wie der junge Polizist Colonel Arnaud Beltrame!
Liebe Jugendliche, sicher erlebt Ihr oft in Eurer Seele den Kampf
zwischen Licht
und Dunkel.
So manches Mal werdet Ihr einfach in Versuchung geführt durch die Vergnügungen der Welt.

Aus der Tiefe meines Priesterherzens sage ich Euch:
Zögert nicht! Jesus gibt Euch alles!
Ihr werdet nichts verlieren, wenn Ihr IHM nachfolgt, um Heilige zu werden!
Ihr werdet vielmehr die einzige Freude gewinnen, die niemals vergeht!
Liebe Jugendliche, wenn Christus Euch heute ruft, IHM zu folgen als Priester, als Ordensfrau oder Ordensmann, dann zögert nicht!
Sagt IHM „Fiat“, ein begeistertes und bedingungsloses JA!

Es ist der Wille Gottes, dass Er Euch braucht, welche Gnade! Welche Freude!
Der Westen wurde missioniert durch Heilige und Märtyrer.
Ihr Jugendlichen von heute, Ihr müsst Heilige und Märtyrer sein, damit die Völker aufmerksam werden für eine neue Evangelisation. Eure Heimat dürstet nach Christus. Enttäuscht sie nicht! Die Kirche vertraut auf Euch!
Ich bete darum, dass viele von Euch heute, während dieser Messe, auf den Ruf Gottes in seine Nachfolge antworten und alles verlassen für sein Licht.
Liebe Jugendliche, fürchtet Euch nicht, Gott ist der einzige Freund, der Euch niemals enttäuschen wird!
Wenn Gott ruft, dann ist Er radikal. Das zeigt, dass Er bis auf den Grund, bis an die Wurzel geht.
Liebe Freunde, wir sind nicht berufen, mittelmäßige Christen zu sein!
Nein, Gott ruft uns zur Ganzhingabe, bis zum Martyrium des Leibes oder des Herzens!

Liebes Volk von Frankreich, es sind die Klöster, die Deinem Land die Zivilisation gebracht haben!
Es sind die Männer und Frauen, die Jesus radikal, bis zum Ende nachgefolgt sind, die das christliche Europa aufgebaut haben.
Weil sie Gott allein gesucht haben, konnten sie eine schöne und wohltuende Gesellschaft aufbauen, so wie diese Kathedrale.
Volk von Frankreich, Völker des Westens, Ihr findet Frieden und Freude nur, wenn Ihr Gott allein sucht!
Kehrt zurück zu den Quellen, kehrt zurück zu den Klöstern!

Ja, Ihr alle, wagt es, einige Tage in einem Kloster zu verbringen!
In dieser lauten, hässlichen und traurigen Welt sind die Klöster Oasen der Schönheit und der Freude.
Hier könnt Ihr die Erfahrung machen, dass es möglich ist, Gott ins Zentrum seines ganzen Lebens zu stellen. Hier könnt Ihr die Erfahrung der einzigen Freude machen, die nicht vergeht!

Liebe Pilger, widersagen wir der Finsternis.
Wählen wir das Licht!
Lasst uns die Heilige Jungfrau Maria bitten, dass wir, wie sie, ein vollkommenes „Fiat“, das heißt JA, sagen können und wie sie das Licht des Heiligen Geistes in uns aufnehmen können.

An diesem Tag dürfen wir, dank der Fürsorge des Heiligen Vaters Papst Franziskus, Maria als Mutter der Kirche feiern, lasst uns diese allerseligste Mutter bitten um ein Herz wie das ihre, ein Herz, das Gott nichts verweigert, ein Herz, das in Liebe brennt für die Ehre Gottes, ein Herz, das glüht in der Verkündigung der Frohen Botschaft, ein großzügiges Herz, ein großes Herz wie das Herz Mariens, nach dem Maß der Kirche, nach dem Maß des Herzens Jesu!
Amen!"

-

Die fünf vorigen Auszüge der Predigt:
Religion und Wahrheit (32)
Religion und Wahrheit (33)
Religion und Wahrheit (33)
Religion und Wahrheit (33)
Religion und Wahrheit (34)


Wer die Predigt vollständig am Stück sehen bzw. lesen möchte:

Zum Einen noch einmal der Hinweis auf den von @Sel geposteten Video-Link:
https://www.youtube.com/watch?v=J3hqJSVx...NQ&index=2&t=0s

Zum Anderen die vollständige Predigt auf der Seite der Perrus-Bruderschaft:
http://petrusbruderschaft.de/pages/theme...r-schweigen.php



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 28.08.2018 15:18 | nach oben springen

#169

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 28.08.2018 15:18
von Kleine Seele • 425 Beiträge

@Der Westen wurde missioniert durch Heilige und Märtyrer.


Dafür spricht auch die EU, die Politik, die derzeitige Kirchenkriese und die Unterwerfung unter den Islam!
Was für ein Hohn!


zuletzt bearbeitet 28.08.2018 15:23 | nach oben springen

#170

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 28.08.2018 15:28
von Aquila • 5.734 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zitat @Kleine Seele
@Der Westen wurde missioniert durch Heilige und Märtyrer.


Dafür spricht auch die EU, die Politik und die Unterwerfung unter den Islam!
Was für ein Hohn!



Ja, was für ein Hohn gegenüber den durch das christliche Abendland geschenkten Gnaden.
Die Selbstzerstörung hat "System".


Bereits im Jahre 1925 (!) hat Hw Robert Mäder in
"Es lebe Jesus, der König" vor der menschlichen Hybris der Selbstkrönung und -vergötterung durch die Versuche der "Entthronung" Christi gewarnt.
Heute in erschreckender Art und Weise "humanistisch politisch korrekt" ausgefeilt:
-

[....]
"Lang genug hat es geheißen auf allen Tribünen und allen Gassen:
Er ist gestorben.
1789
sein Todesjahr.
Die Nationalversammlung war sein hoher Rat. Seitdem hat er seine offizielle Rolle im Rate der Völker ausgespielt.
Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Die Welt ist unterdessen liberal geworden.
Christus mag im sogenannten stillen Kämmerlein privater Frömmigkeit oder als Sakristeigott eines rein religiösen Katholizismus noch sein Dasein fristen, als Souverän der Nationen, als Gesetzgeber und Richter der Völker ist er abgetan.
Die Verfassungen kennen und anerkennen ihn nicht mehr.
Er ist höchstens wie andere eine private Persönlichkeit auf dem Boden des allgemeinen Rechtes. Aber nicht mehr universaler und absoluter Monarch. Religion und Politik sind durch staatlichen Machtspruch und den Willen des Volkes Getrennte und Geschiedene.

Der König ist tot, sagt die liberale Politik, er hat in den zeitlichen Angelegenheiten der Nationen offiziell nichts mehr zu schaffen.
Die Volkswirtschaft führt vielleicht nicht eine so radikale Sprache, obschon ihre Wirkungen gleich verhängnisvoll sind.
Die Wirtschaft sagt:
Der König mischt sich nicht in unsere Belange.
Der König schläft! Der König sieht nicht, was wir machen.
Der König ist taubstumm und lahm.

Christus befaßt sich nicht mit dem Technischen und Kaufmännischen des Alltagslebens. Das Geschäft ist neutrale Zone, jenseits von Gut und Bös.
[....]
Der König ist nicht daheim.
Der König ist im Himmel, spöttelt sogenannte Bildung.

Auf Erden führt an seiner Stelle der Professor das Wort.
Die Schule ist sein Reich.
Glaube und Wissenschaft haben nichts miteinander zu schaffen.
Die Stätten des Unterrichtes müssen Freiland sein, unberührt und von jeder konfessionellen Beeinflussung und kirchlicher Vorherrschaft.
Jeder an seinem Platz: Gott im Himmel, in der Schule der Gelehrte, der Mann der freien Forschung! Und wie die Phrasen alle lauten.

Der gebildete Hochmut will wie politischer Stolz und wirtschaftlicher Größenwahn nichts wissen vom souveränen und allgemeinen Königtum Christi.
Ob man sagt: der König ist tot, oder: der König schläft,
oder: der König ist fort -- die ganze moderne Welt hat sich verschworen:
Wir wollen nicht, daß dieser da über uns herrsche!
Die gleiche Melodie wie am Karfreitag. Ein sozialer Gottesmord!


Und nun kommt Pius XI. mit seiner Enzyklika ["Quas primas" über das Königtum Christi] und es tönt wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Rollen starker Donner:
Alleluja!
Der König ist nicht tot, der König lebt!
Der König schläft nicht, der König wacht!
Der König ist nicht fort, der König ist noch da! Jesus lebt, regiert, herrscht.
Wir verkünden das unumschränkte, oberste allgemeine Königtum Jesu nicht nur über alle Personen, sondern auch über alle Gesellschaften, Staaten, Völker, Regierungen.
Wir proklamieren die Universalmonarchie des Gekreuzigten über die ganze moderne Welt.
Wir stellen 1925 gegen 1789!
Die Erklärung der Gottesrechte auf die Gesellschaft gegenüber der Erklärung revolutionärer Menschenrechte!


Das Universalkönigtum Jesu über die menschliche Gesellschaft ist kein neues Dogma.
Es ist einfach das feierliche Manifest einer uralten biblischen aber vielfach vergessenen Lehre, die zu jenem Kapitel unbestreitbarer Wahrheiten gehört,
ohne welche
die Menschheit nicht bestehen kann, wenn sie nicht am Selbstmord untergehen will."

[....]

-

Über die besagte Enzyklika "Quas primas" siehe bitte hier mehr:

Hochfest Christkönig

-


zuletzt bearbeitet 28.08.2018 15:29 | nach oben springen



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