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#141

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 11.07.2017 23:53
von Aquila • 4.137 Beiträge

Lieber Andi

In der Tat hat Hw Mäder seinerzeit bereits auf die aufkommenden Missstände hingewiesen.
Freilich dies mehr noch ausserhalb der Kirche...im politisch gesellschaftlichen Bereich.
Ich denke, dass selbst er es nicht ahnen konnte, welche Wirrungen heute innerhalb der Kirche zu finden sind.

Pater Schmidt schreibt denn auch davon, dass wir jeden Tag auf die Probe gestellt werden, ob unser Vertrauen auf unserem Herrn stark genug ist.....
sprich ob wir am Beistand des Heiligen Geistes nicht zu zweifeln beginnen.
Der Heilige Geist ist es, der die auf den Felsen Petri gestiftete Kirche durch alle Stürme - seien diese ausserhalb oder innerhalb - der Geschichte lenkt.
Die Kirche als der mystische Leib Christi ist und bleibt heilig und unüberwindbar


Der hl. Augustinus fasst es in diesen prägnanten Satz:

-
"Was in unserem Körper die Seele, das ist im Körper Christi, in der Kirche, der Heilige Geist."
-

Die in der Tat immer befremdlicheren Vorkommnisse rund um das Pontifikat von Papst Franziskus dürfen uns nicht entmutigen oder gar zu Gefühlen der Abneigung verführen.
Im Gegenteil; sie müssen uns umso mehr anspornen, uns weiter in der traditionsverbundenen Lehre der Kirche, so wie sie immer gelehrt wurde, zu festigen.

Es ist ganz offensichtlich eine Zeit der Prüfung.....
Dss Pontifikat von Papst Franziskus ist eine Episode in der 2000-jährigen Kirchengeschichte....
nicht Mehr und nicht Weniger. Auch wenn Manches nun darauf hindeutet, dass das Bild der Kirche gleichsam auf den Kopf gestellt würde, so folgt dennoch auch auf diesen Papst ein anderer.

Hinter vorgehaltener Hand ist der Unmut unter vielen Bischöfen und Kardinälen gegenüber den eigenmächtigen Eskapaden von Papst Franziskus kein Geheimnis mehr.
Beim nächsten Konklave dürfte sich dies bemerkbar machen.
Vielleicht ist es eben gerade doch so, dass dieses vom Heiligen Geist zugelassene Pontifikat
zum Prüfstein werden soll....zur Scheidung der Geister.

Solange müssen wir uns in Geduld üben.....und unserer Pflicht nachkommen, auch für diesen Papst zu beten. Insbesondere auch dafür, dass die Kirche durch ihn nicht weitere Schlagseite bekommt.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 13.07.2017 00:46 | nach oben springen

#142

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 11.08.2017 00:04
von Aquila • 4.137 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der wahre Glaube kann niemals mit dem Geist der Welt "dialogisieren".
Wohin eine "tolerante" Anbiederung an den Zeitgeist letztendlich führt, wird uns tagtäglich vor Augen geführt; zu einer "säkularisierten Christlichkeit".....
einer "Christlichkeit", die niemandem mehr "weh tun will" im Sinne der steten Versuche einer "zeitgemässen" Relativierung der unveränderlichen Glaubenswahrheiten bzw. deren "Anpassung" an die "neuen Lebensumstände".
Ein derartiger "Glaube" wird denn auch nicht mehr angefeindet, ist so "medienkonform" und somit auch "gesellschaftsfähig" weil ....fade, leer und gleichsam tot.


Hw Romano Guardini (1885-1968)
hat bereits seinerzeit angemahnt, dass ein derartiges Christentum zur leichten Beute wahrheitsferner Gesinnungen werden kann und verwies gleichzeitig auf den einzig gangbaren Weg, um aus diesem gefährlichen Halbschlaf wieder herauszukommen:

-

Der christliche Glaube wird eine neue Entschiedenheit gewinnen müssen.
Er muss aus den Säkularisationen,
den Ähnlichkeiten, Halbheiten und Vermengungen heraus.
Wo die kommende Zeit sich gegen das Christentum stellt,
wird sie damit ernst machen.
Sie wird die säkularisierte Christlichkeit für Sentimentalitäten erklären,
und die Luft wird klar werden.
Voll Feindschaft und Gefahr, aber sauber und offen".


-

In diesem Zusammenhang noch sinngemäss wiedergegebenes Zitat
von Bischof Mixa aus einer bei k-tv gehaltenen Katechese:

"Bei der hl. Firmung erhielten wir nicht "gebückt oder geduckt" die Salbung mit dem Heiligen Geist sondern aufrecht auf die Stirn.
Damit wir denn auch in der Kraft des Glaubens der Welt die Stirn bieten sollen."

Siehe bitte auch:
Aus der Wahrheit sein

Die hl. Firmung: Geistige Siegelung

-



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 11.08.2017 00:40 | nach oben springen

#143

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 21.08.2017 13:52
von Aquila • 4.137 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Was wird heute nicht alles von "Frieden" geredet......
unter diesen Begriff fällt heute in erster Linie ein "friedliches" Leben ohne Krieg.
Dabei wird auch immer wieder die Leier der unverbindlichen "Verbrüderung" vorgetragen,
einer "Verbrüderung" unter Ausschluss der Ewigen Wahrheit Jesus Christus.
Das ang. "Gemeinsame" (was das auch immer sein soll ?) soll zu diesem Schein-Frieden genügen.
Unser Herr und Gott Jesus Christus ist denn aber eben nicht der "Gleichmacher"


sondern der Trennende.....der Unterscheider...der Spalter der Geister als "Schwertbringer" (Mt 10,34)



NICHT FRIEDEN, SONDERN SPALTUNG"(Lk 12,51)

So lautet der Titel einer ausgezeichneten Predigt von
Hw Stephan Müller
aus der Pfarrei "Mater Dolorosa" in Imsterberg im Tirol.
Diese im Einklang mit der traditionsverbundenen Lehre der Kirche stehende Predigt soll hier in Gänze wiedergegeben werden:

-

20. Sonntag im JK C) 2016
"NICHT FRIEDEN, SONDERN SPALTUNG"(Lk 12,51)
DER SCHEINFRIEDE DER WELT UND DER FRIEDE CHRISTI
Predigt von Pf. Stephan Müller


"Ich bin nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern Spaltung!"
Es ist uns bewusst, dass mit dem Wort Friede nicht alle Menschen das gleiche meinen.
Die alten Römer haben viele Völker mit Waffengewalt erobert, das nannten sie dann ein Land "befrieden"; das war die berühmte Pax Romana, Befriedung durch das Schwert und das Blut. Heute verstehen viele Menschen unter Friede das Freisein von Krieg.
In der Weltpolitik herrscht polítical correctness/politische Korrektheit.
Damit ist gemeint:
Es darf mit Worten oder Taten nicht gegen ideologische oder politische Vorgaben gehandelt werden, das würde den "Frieden" stören.
Wer gegen political correctness handelt, hat mit Sanktionen oder Strafen zu rechnen, das gilt für Hirten der Kirche und für Politiker.
Denken wir zB an Bereiche Abtreibung, Gender, Evolutionstheorie usw.


Christus sagt:
"Ich bin nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern Spaltung!"

Dieses Herrenwort macht uns bewusst:
Christus meint mit Frieden etwas ganz anderes als die Welt.
Der Friede Christi ist nicht eine oberflächliche Verbrüderung aller Menschen und aller Religionen, um einen Weltfrieden zu erreichen.
Die Geschichte lehrt, dass das nicht realistisch ist.
Der Friede Christi bedeutet auch nicht, keine klare religiöse oder weltanschauliche Überzeugung zu haben, keinen klaren Standpunkt zu haben, dann wäre man ja ein "Fundamentalist".
Ein solcher Friede ist letztlich ein Scheinfriede, ein von Menschen gemachter Friede, ein Friede ohne Gott, ein Friede ohne Wahrheit.
Diesen oberflächlichen Scheinfrieden mein Christus, wenn er sagt:
"Ich bin nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen."
Der Herr ist nicht gekommen, um uns einzuschläfern und in der Frage nach dem ewigen Heil in falsche Sicherzeit zu wiegen.

Der Friede Christi ist eine Frucht seines Kreuzesopfers, eine Frucht der Wahrheit, das Geschenkt des einen Erlösers Jesus Christus.
Diesen Frieden der Erlösung verkünden die heiligen Engel bei der Geburt und Auferstehung Christi.
Ein Mensch, der durch die Erlösungsgnade der hl. Taufe zum Kind Gottes geworden ist, ist mit Gott versöhnt und auch mit sich selbst in Frieden
- sofern er nicht in schwere Sünde lebt.
Wer den Frieden der Erlösung in seinem Herzen hat, wird auch fähig, so weit es an ihm liegt, auch den menschlichen Frieden aufzubauen, untereinander Brücken zu bauen, zu verzeihen. Der hl. Paulus lehrt über diesen Frieden der Erlösung: "Gerecht gemacht aus Glauben haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn"
(Röm 5,1).

Wenn wir die Gabe des Friedens Christi begreifen, wird uns auch bewusst, dass in gewisser HinsichtChristus der größte "Friedensstörer" in der Welt ist.
Je mehr eine Gesellschaft diesen Scheinfrieden aufbaut, einen Frieden ohne Gott, ohne die Wahrheit und ohne die Versöhnung mit Gott,
desto mehr sind das Kreuz und der Gekreuzigte eine Provokation.
Diese Provokation des Kreuzes will man deshalb auch gerne ausblenden oder beseitigen. Die heutige erste Lesung stellt und dazu den Propheten Jeremia vor Augen,
er lebte im 6. Jahrhundert v. Chr. Man wollte Jeremia töten, weil er die Israeliten durch das Wort Gottes zur Umkehr gerufen hat.
Jeremia verweist auf Christus, der das Schicksal der Propheten geteilt hat.
Nach der Eucharistischen Predigt murren viele Jünger über Christus und sagen: "Was er sagt, ist unerträglich, wer kann das anhören? (Joh 6,60).

"Ich bin nicht gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen, sondern Spaltung!"
Noch eine Dimension entdecken wir in diesem Herrenwort.
Christus will Spaltung, sagt er.
Das bedeutet, Christus will nicht einen billigen Frieden,
er will die bewusste Entscheidung des Menschen
.Durch eine bewusste Entscheidung für Gott, für die Kirche, für das ewige Leben, gehen wir Menschen unseren Weg mit Gott, verlassen diesen Scheinfrieden der Welt.
Christus bringt das Beispiel von der gespaltenen Familie.
Das ist sehr aktuell.
Fast in jeder noch so guten katholischen Familie leben Menschen am Glauben und an der Kirche vorbei, das ist ein Leid für viele gute Eltern.
Solche guten Eltern dürfen den Mut nicht verlieren.
Vertrauen auf die Macht des Gebetes, das persönliche Zeugnis geben.
Die bewusste Entscheidung für Christus bringt für wirklich gläubige Mitglieder einer Familie manchmal schmerzliche Situationen mit sich; man wird nicht verstanden, für übertrieben gehalten usw. Doch es ist ein großer Segen, wenn in einer Familie zumindest einer da ist, der für alle betet und bittet.

Wir erleben in Westeuropa, dass sich immer mehr Getaufte von der Kirche abwenden. Warum ist das so?
Das ist sicher sehr komplex und nicht mit schwarz-weiß Malerei zu beantworten.
Doch etwas muss man schon sagen:
Wenn man nicht mehr täglich betet, wenn man meint, dass man keine Beichte mehr braucht, keine Sonntagsmesse, keine Glaubensvertiefung, kein Zeugnis des Glaubens in der Öffentlichkeit, wie soll das gut gehen?
Es gibt noch eine tiefe Wurzel für die Abwendung von der Kirche und von Christus in der westlichen Welt - ganz allgemein gesagt:
Die Verhütungsmentalität, vor der Ehe, vielleicht auch in der christlichen Ehe.
Wer Nein sagt zum Leben, der sagt, vielleicht ohne dass es ihm bewusst ist, darin eingeschlossen auch Nein zu Gott, denn Gott ist das Leben.
Wer das Kind bejaht, öffnet sich damit auch dem Gott des Lebens.

Wo immer Christus, der Anspruch seiner Wahrheit als Gottmensch, seine Lehre verkündet wird, steht der Mensch vor der Entscheidung.
Unsere Gotteshäuser werden sich nicht mit Gläubigen füllen, wenn wir dem Scheinfrieden den Vorrang geben, wenn wir uns an der Wahrheit Christi vorbeidrücken.
Es gibt auch einen kirchlichen Scheinfrieden.
Die Kirche macht sich selber etwas vor, wenn die katholischen Grundwahrheiten und die eigentlichen Probleme nicht mehr beim Namen genannt werden.
Manche Hirten der Kirche wollen oder können vielleicht die katholischen Grundwahrheiten nicht verkünden, weil sie sich vor den dann kommenden Schwierigkeiten fürchten.
Die alten und neuen christlichen Märtyrer haben keinen Scheinfrieden akzeptiert.
In unserer Zeit wird nur ein Entscheidungsglaube überleben.


Christus ist gekommen, die Spaltung zu bringen.
Der Apostel Matthäus schreibt "das Schwert" (Mt 10,34).
Mit dem Wort von der Spaltung oder dem Schwert, das Christus bringt, ist auch die Scheidung der Geister gemeint.
Das ist in gewisser Weise eine Vorwegnahme des Gerichts.
Der hl. Apostel Petrus sagt: "Denn jetzt ist die Zeit, in der das Gericht beim Haus Gottes beginnt; wenn es aber bei uns anfängt, wie wird dann das Ende derer sein, die dem Evangelium Gottes nicht gehorchen?" (1 Petr 4,17).
Doch so lange wir Menschen leben haben wir die Chance zur Umkehr, es kann alles neu werden.

Lassen wir uns von Christus immer wieder neu rufen,
bekräftigen wir unsere Entscheidung für ihn, für seine Kirche.

Christus schenkt unseren Herzen den wahren Frieden, den Frieden der Erlösung.
Wenn wir den wahren Frieden Christi anstreben, haben wir äußerlich zwar immer wieder Prüfungen und Schwierigkeiten, doch in unserem Herzen tragen wir den wahren Frieden Christi der Erlösung, den uns niemand nehmen kann, der kostbarer ist als alle Güter der Welt.
Christus verspricht uns in den Abschiedsreden:
"Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht" (Joh 14,27).


Maria, Königin des Friedens, bitte für uns. Amen."

-

Viele weitere empfehlenswerte Predigten von Hw Müller siehe bitte hier:
http://www.pfarre-imsterberg.at/predigten



Siehe bitte auch:
Aus der Wahrheit sein

Unverbindliche "Brüderlichkeit" ?


-


zuletzt bearbeitet 21.08.2017 14:13 | nach oben springen

#144

RE: Religion und Wahrheit

in Das grosse Glaubensbekenntnis 11.09.2017 15:31
von Aquila • 4.137 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Wir werden heutzutage gleichsam überschwemmt mit
wahrheitsgefilterten "Friedensbotschaften"
ohne Bezug zum alleinigen wahren Friedensbringer.....
der Ewigen Wahrheit Jesus Christus !

Wer aber "Frieden" ausserhalb von Gnade und Erlösung,,
also ausserhalb von der Ewigen Wahrheit Jesus Christus,, säen will,

der wird (schweren) Sturm ernten....


Wie anders hörten sich doch noch Kardinäle der vorigen Jahrhunderte an.....
so wie etwa Kardinal Pie. (1850-1880).
Er verwies auf das Ziel der Befriedigung der Erde als Schlüssel, um den Himmel zu bevölkern.....durch die Wiederherstellung der rechtmässigen Königsherrschaft Christi:
"

-

Und wenn wir ein Leitwort zu geben haben, wäre es dieses:
Instaurare omnia in Christo:
Alles in Christus erneuern“ (Eph 1,10).
Alles wieder unter die rechtmäßige Herrschaft Gottes, Jesu Christi und der Kirche stellen;
überall dieses frevelhafte Ersetzen Gottes durch den Menschen bekämpfen,
welches das Hauptverbrechen der modernen Zeit ist;
ein zweites Mal durch die Vorschriften oder die Räte des Evangeliums und die Einrichtungen der Kirche alle die Probleme lösen, die das Evangelium und die Kirche bereits gelöst hatten: Erziehung, Familie, Eigentum, Macht;
das christliche Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Rängen der Gesellschaft wiederherstellen;
die Erde befrieden und den Himmel bevölkern:
Das ist der Auftrag, den wir mitten unter Euch auszuüben haben, soweit es unsere Kräfte zulassen.“

-

Siehe dazu bitte auch:
Hochfest Christkönig


Was würde Kardinal Pie angesichts der heutigen Zustände sagen ?

-


zuletzt bearbeitet 11.09.2017 15:37 | nach oben springen



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