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#196

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 19.02.2014 12:12
von Aquila • 4.133 Beiträge

Lieber blasius


Ich denke, auch diese zitierte Stelle aus dem hl. Evangelium nach Matthäus
- 5;27-30 -
sollten wir nicht unkommentiert lassen und sie zum besseren Verständnis
im Lichte der Lehre der Kirche näher betrachten...


27
Ihr habt gehört, daß gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen.
28
Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
29
Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird.
30
Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Hölle kommt.


Selbstredend darf diese Stelle
nicht
als Aufruf zur "Selbstverstümmelung" gesehen werden.....
denn uns ist aufgetragen,
auch den Leib als den Tempel des Heiligen Geistes zu ehren

Der hl. Paulus:
-

"1 Kor 6,19 Oder wisst ihr nicht,
dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,
der in euch wohnt und den ihr von Gott habt
?
Ihr gehört nicht euch selbst;


Der erschaffene Mensch: Einheit von Seele und Leib

Vielmehr mahnt uns hier unser Herr und Gott Jesus Christus zur
Abtötung, d.h. zum in Zuchthalten der Seele und des Leibes

Hw Adolphe Tanquerey
hat in seinem Werk
"Grundriss der aszetischen und mystischen Theologie"
diese Thematik sehr detailliert behandelt.

Ein Auszug betreffend der Grundsätze:
-

"Die Abtötung muss den ganzen Menschen, Leib und Seele, umfassen,
denn bei mangelnder Zucht ist der ganze Mensch Anlass zur Sünde.
Freilich ist es in Wirklichkeit nur der Wille, welcher sündigt.
Er findet aber Mitschuldige und Werkzeuge
am Leibe und an seinen äußeren Sinnen,
wie auch an der Seele mit allen ihren Fähigkeiten.

Der ganze Mensch muss somit in Zucht gehalten oder abgetötet werden.
[....]

-

Hier mehr:

Stufen zur Vollkommenheit (4)


Nun konkret zu Mt. 5;28 und der
unabdingbaren Notwendigkeit der
Beherrschung der Sinne / der Herrschaft des Geistes über das Fleisch
der hl. Gregor der Grosse anhand des Beispieles der Augen:

-

Jeder aber, der unvorsichtig das Äußere anschaut,
findet oft Wohlgefallen an der Sünde und,
in Verlockungen verstrickt, fängt er an zu wollen, was er nicht wollte
.
Denn schwer wiegt das, was das Fleisch nach unten zieht,
und das Bild einer Schönheit, das einmal durch die Augen mit dem Herzen verbunden ist,
wird kaum - selbst bei einer großen Anstrengung - ausgelöscht
.
Man muß also dafür sorgen, daß man das nicht anschaut, was man nicht begehren darf.

-


Und konkret zu Mt 5;29-30 der hl. Chrysostomos über das richtige Verständnis der
Bezeichnung "Ausreissen / Wegwerfen":
-

Wie der ganze Mensch, wenn er sich zu Gott bekehrt hat,
für die Sünde gestorben ist,
so ist auch das Auge,
wenn es aufgehört hat, in schlechter Absicht anzuschauen,
ausgerissen aus der Sünde
.

-

Oder mit den Worten des sel. Kardinal Newman:

"Die Gnade hat die Natur besiegt


Die Gnaden (2)


Siehe dazu bitte auch:

Die Schwelle zur Sünde



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 19.02.2014 16:04 | nach oben springen

#197

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 20.02.2014 16:08
von blasius (gelöscht)
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Lieber Aquila,

danke für Deinen Kommentar.

Mit der Hand kann der Mensch handeln, bevor die Hand- handelt,
ist der Geist des Menschen aktiv, der Göttliche oder der wiedergöttliche.
Es geht um den Mammon, und da ist auch ein handeln notwendig:

Der Mammon bei den Menschen und in der Kath.Kirche, ist der Ehebruch mit Gott.


Was der hl. Paulus schreibt ist auch wichtig, Zitat:

"1 Kor 6,19 Oder wisst ihr nicht,
dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist,
der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?
Ihr gehört nicht euch selbst;



Es ist nicht "nur" so, dass Gott uns sieht. Zudem wohnt Gott, der Heilige Geist, in uns.
Ein Mensch, der nicht ein Haus Gottes und ein Gefäß des Göttlichen Segens sein will, wird zu einem Haus / Tempel des Mammon und des Satans.
Der Mensch muss das sein, als was er erschaffen ist, nämlich ein Haus, eine Wohnstatt, ein göttliches Gefäß, ein Tempel für die Seele.



So stellt sich die Frage: Wer wird siegen, Gott oder der Mammon?

Liebe Grüße, blasius

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#198

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.02.2014 08:30
von blasius (gelöscht)
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Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.


Der Heilsplan Gottes für den Menschen

Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß



So stellt sich die Frage: Wer wird siegen, Gott oder der Mammon?



Von einem „goldenen Mittelweg" spricht Jesus an dieser Stelle nicht:

Entweder das Geld oder Gott.

Sich dem Reichtum zu verschreiben, ist ein nicht beherrschbares Risiko.

Wer in seinem praktischen Verhalten Liebe zum Mammon, zum Geld,
zum Reichtum und zur Ehre in der Welt sucht, der „hasst" Gott.

Vergessen wir nicht, dass wir unseren Kindern und Mitmenschen
ein Vorbild zum Schlechten oder zum Guten sein können, wonach wir streben:

Nach Geld, oder dem Willen Gottes und seinem „Heilsplan“.


Liebe Grüße, Blasius

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#199

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.02.2014 00:13
von Aquila • 4.133 Beiträge

Lieber blasius

Ich denke, dass wir noch einmal betonen sollten,
dass die Worte unseres Herrn und Gottes Jesus Christus
aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 6;24
nicht den
Reichtum per se verurteilen;
das nachfolgend in hervorgehobenen blau markierte Wort ist besonders relevant:

-
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Niemand kann zwei Herren
dienen;

er wird entweder den einen hassen und den andern lieben,
oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten.
Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
-

Somit ist nicht von vorneherein der Besitz / Reichtum schlecht.....
sondern
das diesem Dienen !

Dazu der hl. Hieronymus:
-

Der Habsüchtige, der mit dem Namen Christ bezeichnet wird,
soll also darauf hören, daß er nicht gleichzeitig dem Reichtum
und Christus dienen kann.
Christus sagte jedoch nicht:
Wer Reichtum besitzt,
sondern:
Wer dem Reichtum dient.
Denn wer Sklave des Reichtums ist, wacht über seinen Reichtum wie ein Sklave.
Wer aber das Joch des Reichtums abgelegt hat, verteilt ihn wie ein Herr.

-

Da nun leider das Joch des Reichtums viele bis zuletzt knechtet,
gelingt es nicht vielen, dieses abzuwerfen.....
hier erinnern wir uns denn auch an die Worte unseres Herrn und Gottes Jesus Christus:

Mk 10;25:
-
[....]
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,
als daß ein Reicher in das Reich Gottes gelangt
.
-

Der Herr sagt denn damit nicht,
dass es für Reiche unmöglich wäre ins Reich Gottes zu kommen....
dass es für sie wohl aber schwieriger ist! -


Denn....so der hl. Augustinus:

-

Denn wer dem Mammon dient, d. h. dem Reichtum,
der
dient letztlich dem, der auf Grund seiner Verdorbenheit über diese irdischen Dinge herrscht und vom Herrn "Fürst dieser Welt" genannt wird.

-

Unser Herr und Gott Jesus Christus mahnt denn auch an,
dass jegliches dem Geist dieser Welt Dienen
- und das muss nicht nur der Reichtum sein....
sondern Götzenanbetung in allen Varianten! -
letztendlich das Herz vereinnahmt....
und somit die Seele
( in nachfolgendem Vers vom Herrn als "Auge" verglichen)
erkranken lässt !

-
Mt 6,21
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Mt 6,22
Das Auge gibt dem Körper Licht.
Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Körper hell sein.
Mt 6,23
Wenn aber dein Auge krank ist,
dann wird dein ganzer Körper finster sein
Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!
-


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 23.02.2014 00:36 | nach oben springen

#200

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.02.2014 15:42
von blasius (gelöscht)
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Lieber Aquila,


es kann kein „ein wenig“ Reich und „ein wenig“ dem Mammon dienen geben,
leider hält sich, zum Beispiel unsere kath.Kirche seit Jahrhunderten nicht an dieses Gebot.
Es gab immer zwei Seiten arme Menschen und dem Reichtum verfallene.


Der Heilsplan Gottes für den Menschen ist klar vorgegeben:


Matthäus 19,24

Von Reichtum und Nachfolge


21 Jesus antwortete ihm: Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.
22 Als der junge Mann das hörte, ging er traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
23 Da sagte Jesus zu seinen Jüngern: Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.
24 Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
25 Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?


Wenn auch Jesus nicht von einem Mittelweg schreibt, kann durchaus
ein Leben mit „Maß und Ziel“ geben, das Maß ist kein Sammeln und horten
von Schätzen, kein sammeln von Geld auf Bankkonten und Anlagen, nichts
in Anspruch nehmen was andern fehlt und mangelnd.
Das Ziel ist Zeit zu besitzen um den Willen Gottes zu erkennen und zu gehen.

Wo sind die Schätze der Kirche?

Wo sind die Schätze der Menschen?


Matthäus 6, 21

Von der falschen und der rechten Sorg
e

21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.



Liebe Grüße, blasius

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