Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#21

RE: Die Unterscheidung der Geister

in Leben und Sterben 23.05.2019 23:44
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Es gibt zwei mystische Leiber auf der Welt.....
und zu einem von diesen wird ein jeder Mensch auch in Ewigkeit gehören !
dazu der hl. Thomas v. Aquin (1225-1274):

-

"Es gibt zwei mystische Körper auf dieser Welt:

den Leib Christi
und den mystischen Körper des Teufels oder des Antichristen.

Zum einen oder zum anderen gehört jeder Mensch.


Der mystische Leib Christi ist die Heilige Kirche, Seine reine und getreue Braut….

Der mystische Körper des Teufels ist das Ensemble gottloser Menschen.
Wie eine Ehebrecherin ernährt er dieses Ensemble.
Der Teufel ist sein Haupt und die bösen Personen sind seine Glieder….

'Der Körper des Teufels', sagt der heilige Gregor, 'setzt sich aus allen gottlosen Menschen zusammen.'

So wie Christus in Sich Selbst und durch Seine Jünger immer sucht, die Glieder des Teufels abzuschneiden und sie bei Sich Selbst einzuverleiben, so auch der Teufel.
Durch seine Bemühungen und die seiner Kohorten beabsichtigt der Teufel die Glieder Christi abzuschneiden, um sie mit den elenden Gliedern seiner Prostituierten zu vereinen….

'Wisset ihr nicht, dass eure Leiber Glieder Christi sind?
Soll man nun die Glieder Christi nehmen, und sie zu Gliedern einer Hure machen?'
(1Kor 6:15).
Der heilige Paulus antwortet: 'Gott verbietet.'

Der heilige Augustinus schreibt:
'Sie können nicht gleichzeitig Glieder Christi und Glieder einer Prostituierten sein.'

-

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#22

RE: Die Unterscheidung der Geister

in Leben und Sterben 24.05.2019 07:04
von benedikt • 3.035 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Danke, lieber Aquila für Deinen Beitrag!

Zitat:
'Sie können nicht gleichzeitig Glieder Christi und Glieder einer Prostituierten sein.'Zitate
Doch was ist, wenn der Wille zwar da , aber das Fleisch schwach ist?


Es grüßt Dich herzlich und wünscht Dir die Gnade und den Frieden Gottes, benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 24.05.2019 07:08 | nach oben springen

#23

RE: Die Unterscheidung der Geister

in Leben und Sterben 24.05.2019 23:49
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber benedikt

Wenn der hl. Thomas v. Aquin von "zwei mystischen Körpern" spricht, so ist dies nicht so zu verstehen als ob der "mystische Körper des Teufels" gleichwertig wäre mit dem mystischen Leib Christi....der Heiligen Mutter Kirche.
Näheres dazu siehe bitte hier:
Keine "zwei gleichwertigen Mächte"

Alleine die freie Willensentscheidung eines Menschen führt zur Nachfolge des Lichtes oder der Finsternis.
Wer die Finsternis wählt, sagt bewusst und gewollt "Nein" zu Gnade und Erlösung".


Anders verhält es sich mit den Folgen des geistlichen Kampfes als Glied des mystischen Leibes Christi, also bereits zur Gemeinschaft der Heiligen gehörend.


An anderer Stelle habe ich dazu Folgendes geschrieben:

+

Ich denke, dass wir alle aufgrund der Folgen der Erbsünde
Folgen der Erbsünde
(mit Ausnahme der ohne Erbsünde empfangenen allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria)
immer wieder dazu geneigt sind, dem Ego zum Durchbruch verhelfen zu wollen.
Dieses Ego ist denn auch Teil bzw. Antrieb des "Fleisches", welches stets gegen den Geist aufbegehrt.
Hier gilt es denn niemals mutlos zu werden, wenn das Fleisch gegen den Geist heftig rebelliert.
Die Einsicht der eigenen Schwachheit und diejenige der Notwendigkeit der Mitarbeit an den geschenkten Gnaden des Heiligen Geistes, führen immer wieder zurück auf den rechten Weg bzw. weiter auf demselben.
Kurz gesagt:
Die ungewollte Schwachheit erfährt immer die Vergebung unseres Herrn,
nicht aber der Wille zur Schwachheit, was einem "Nein" zur Mitarbeit an den geschenkten Gnaden gleichkommt.

Zu den wirklichen Gnaden der Zeit nach gehört auch die begleitende Gnade.

Dazu folgende Darlegungen von
Hw Joseph Reiter in "Das dreifache Reich Gottes" aus dem Jahre 1911:
-

"Die begleitende Gnade
Sie ist eine innere Wirkung, ein übernatürlicher Einguss Gottes auf uns, auf unserem Willen nämlich,
welcher Einfluss, welche göttliche Kraft uns unterstützt, dass wir das Gute, so er uns eingibt, oder wozu er uns innerlich erweckt, auch wirklich tun können, dass wir die Hindernisse zu überwinden, die Beschwerden, die mit unserer Bekehrung und mit der Ausübung der Tugend verbunden sind, zu übertragen und zu besiegen vermögen. David sagt von dieser Gnade:
"Seine Barmherzigkeit wird mich alle Tage begleiten." (Ps. 22,6)
Der heilige Paulus an die Römer (8,26):
"Der Geist kommt unserer Schwachheit zu Hilfe."
Das Konzil von Trient sagt davon:
"Gott ermahnt durch seinen Befehl, zu tun, was du kannst, und um das zu bitten, was du nicht kannst, und steht dir bei, es zu können."
Der heilige Augustin beschreibt nach seiner eigenen Bekehrung die begleitende Gnade also:
"Durch die Gnade wächst der gute Wille, der schon seine Entstehung erlangt hat, und wird allmählich so stark, dass er die göttliche Gebote, wie er will, wenn er es doch sehnlich und vollkommen will, erfüllen könnte."

-

Die zentrale Aussage:
"Der Geist kommt unserer Schwachheit zu Hilfe."


Solange der gute Wille im Streben nach Vollkommenheit nicht nachlässt, solange steht uns auch in unserer Schwachheit immer die begleitende Gnade zur Seite.


Eine hilfreiche kurze Abhandlung über die Verschiedenheit der Gnaden siehe bitte hier:
Fragen zur Thematik der Meditation (3)

Der Vollständigkeit halber auch noch über die wirklichen Gnaden der Wirkungen nach:
Die Gnaden (3)

+




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


-

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#24

RE: Die Unterscheidung der Geister

in Leben und Sterben 25.05.2019 06:48
von benedikt • 3.035 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Ja, lieber Aquila, so sehe und verstehe ich dies auch in meinem Herzen. Über dieses Thema bei PAULUS habe ich meine Arbeit geschrieben.

Zitat.
Die ungewollte Schwachheit erfährt immer die Vergebung unseres Herrn, Zitatende.

Der Leib des Menschen ist die Wohnstätte für den Heiligen Geist. Also, verunreinige ihn nicht!

Danke lieber Aquila für Deine lehrreichen, begnadeten Ausführungen. Du hast mir und sicherlich vielen meiner Mitmenschen sehr damit geholfen -

Es grüßt Dich herzlich und wünscht Dir Gottes Segen, benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 25.05.2019 06:50 | nach oben springen

#25

RE: Die Unterscheidung der Geister

in Leben und Sterben 10.07.2019 22:19
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Folgende Worte von Bischofs von Regensburg Johann Michael von Sailer
aus einem Hirtenbrief aus dem Jahre 1832 warnten schon früh vor dem Aufkommen eines "zeitgemässen Unglaubens" im Mäntelchen der "aufgeklärten Selbstbestimmung".

Wir wissen die Freimaurerei und den Freigeist als dessen Sprachrohre.

Heute sammelt sich dieses Seelen-Gift u.a. im Becken des Kultes des Todes

-

[....]Zwar ist es die Bestimmung der Kirche Christi auf Erden, daß sie kämpfe mit dem Bösen, und sie hat gekämpft vom Anbeginn an, und wird kämpfen bis ans Ende der Zeiten.
Aber darin stimmen doch alle besonnenen Beobachter überein, daß der Kampf in unseren Tagen eine drohendere Gestalt angenommen, daß die feindlichen Angriffe heftiger, allgemeiner geworden, als je zuvor seit dem Sturze des alten Heidentums.
Denn der Unglaube, der in früheren Zeiten, einem Geächteten gleich, sich scheu verbarg, hat nun gleichsam Bürgerrecht und Ehrenrang in der Gesellschaft erhalten, und ist, unter dem Namen Zeitgeist, eine öffentliche Macht geworden.
Er ist die Ausgeburt jener falschen Aufklärung, jener, im biblischen Sinne treffend bezeichneten Weltweisheit, welche, nachdem sie alle überlieferten Lehren, die bis dahin das Kleinod der Menschheit ausmachten, ohne Unterschied von sich geworfen und so
die Quelle der lebendigen Wahrheit verlassen hatte, keine andere Wahrheit mehr gelten ließ, als die sie in den zerbrochenen Zisternen der sich selbst gelassenen Vernunft zu finden wähnte.

So ist es denn der erste und fruchtbar fortzeugende Grundirrtum dieser Weltweisheit,
daß sie, den Abfall der Menschheit von Gott
und die dadurch gewordene Zerrüttung aller Dinge verkennend und ableugnend,
den gegenwärtigen natürlichen (in Wahrheit aber unnatürlichen, weil gottlosen)
Zustand des Menschen für den normalen hält,
die unbändige Selbstsucht als das höchste Rechtsprinzip, und die Befriedigung aller Triebe des verdorbenen menschlichen Herzens als unveräußerliches Menschenrecht aufstellt, und das unaustilgbare Gefühl des Unwohlseins, welches der kranken menschlichen Natur innewohnt, zu beschwichtigen, und die mangelnde Glückseligkeit zu erreichen strebt durch gewaltsame Hinwegräumung aller vermeintlichen äußeren Hindernisse, d. h. jener heilsamen Schranken, welche unter der Leitung der göttlichen Vorsehung in Staat und Kirche zur Rettung der Menschheit angeordnet sind;
während doch die Geschichte bis auf unsere Tage herab beweist, daß ein Volk ohne Gesetz und Religion, also ein Volk mit derjenigen Freiheit, welche das eigentliche Ziel so vieler Wortführer des Zeitgeistes ist, in eine Herde wilder, sich selbst zerfleischender Raubtiere ausartet.
Indes konnte es nicht fehlen:
es mußte eine Lehre, die sich den Gelüsten des Herzens so sehr empfahl, bald zahllose Anhänger gewinnen, um so mehr, da sie, von den höheren Ständen ausgehend, mit jener Macht der Autorität, die sie der Wahrheit abgesprochen hatte, den niederen Ständen sich aufdrang.
Gegenwärtig ist sie nun auch in die untersten Klassen eingedrungen;
wie ein Gift wühlt sie in den innersten Eingeweiden der Menschheit, zerrüttet das einzelne häusliche Leben, und veranlaßt in dem Gesamtleben alle jene Zuckungen, welche Europa krampfhaft bewegen.
[....]
Ein großer Teil derer, welche zu den Gebildeten gehören oder gehören wollen, sind, verlockt durch die Lehren, welche sie aus Büchern, im Umgange, selbst zum Teil auf den Hochschulen empfingen, dem Unglauben anheim gefallen.
Eine positive, geoffenbarte Religion, eine Religion mit Geheimnissen, gegründet auf das Geheimnis aller Geheimnisse: Gott ein Mensch geworden, der Gott-Mensch am Kreuze gestorben für das Heil der verlorenen Welt;
eine Religion, die vor allem Glauben, Demut, Selbstverleugnung, Gebet fordert;
eine Religion, als deren Bewahrerin sich eine sichtbare Kirche, mit Lehramt, Priestertum, Sakramenten ankündigt:
das ist ihrem stolzen Sinne eine Torheit, ihrem Gelüste ein Ärgernis.

Wollt Ihr ihr Glaubensbekenntnis hören?
«Religion! nun ja, die gehört so mit zur Bildung;
aber ein Gebildeter macht sie sich selbst nach seinem Bedürfnis;
Verehrung der Gottheit in der Natur und im frohen Genusse des Lebens;
in einer schlaflosen Nacht ein Blick zu den Sternen hinauf, und der Wunsch,
dort einmal ungetrübt glücklich zu sein: das ist die Summe der Religion eines gebildeten Mannes.
Christus: ein weiser Mann, ein Menschenfreund,
der sein Volk vom Priesterjoche befreien und zur reinen Vernunft zurückführen wollte;
aber ein Tor, daß er sich darum kreuzigen ließ;
Gebet: die kindische Anmaßung des Eingreifen-Wollens in das eiserne Rad des Schicksals;
Kirche, Priestertum, Sakramente: eine spätere Erfindung schlauer, hab- und herrschsüchtiger Pfaffen, begünstigt und benutzt von noch schlaueren Despoten als Kappzaum des Volkes, aber unverträglich mit dem Geiste unseres aufgeklärten Zeitalters;
ein Sklavenjoch (setzen manche hinzu), das endlich auf den Schädeln der Pfaffen und Tyrannen zerschellt werden muß.»
Das ist die Sprache des Unglaubens,
die auch unter uns, so oder anders, nicht mehr bloß heimlich geflüstert,
sondern laut genug gesprochen wird;
die in zahllosen Erzeugnissen der Presse, in Geschichtsbüchern, Romanen, Zeitschriften und Tagesblättern widerhallt, und die vorzüglichste Würze der sogenannten Geistesbildung ausmacht, die täglich dem lesegierigen Publikum geschäftig gespendet wird.
Auch den unteren Volksklassen hat sich diese Lehre, durch Wort und Beispiel gepredigt, bereits mitgeteilt, und wenn auch nicht so sehr auf die Köpfe, so hat sie in praktischer Anwendung um so mehr auf die Gesinnung, auf die Sitten des Volkes gewirkt;
und hier, wo alles sogleich unmittelbar derb und kräftig ins Leben tritt, zeigt sich ihre zerstörende Wirkung am handgreiflichsten."
[....]

-

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