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#76

RE: Leben nach dem Tode. Bericht eines Priesters

in Leben und Sterben 21.06.2018 08:04
von benedikt • 1.973 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Zitat:
"Heut sind wir so weit, daß der Teufel der Herr der Welt genannt werden kann.
Die moderne Welt steht außerhalb von Gott, Christus und Kirche. Zitatende

Die Vernichtung der Menschheit in der Wesensform schreitet immer weiter fort.
Nur die Liebe zu Gott und die Befolgung seiner Worte kann diesen Prozeß noch
aufhalten.
Gehen wir also hin, und verkünden mit Eifer und Begeisterung die unendlich große
Liebe und Barmherzigkeit unseres Herrn, Jesus Christus -

Der Friede sei mit Euch.


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 21.06.2018 08:07 | nach oben springen

#77

RE: Leben nach dem Tode. Bericht eines Priesters

in Leben und Sterben 26.07.2018 23:50
von Aquila • 5.079 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Immer wieder hören wir von Unglücken und Katastrophen, bei denen Menschen sterben.
Jüngst etwa die Brandkatastrophe in Griechenland.
Bei all der Tragik und ohne urteilen zu wollen oder pietätlos sein zu wollen, stellt sich uns nach derartigen Ereignissen stets die Frage:
Sind sie in der Gnade Christi gerstorben ?


Denn nach dem leiblichen Tode ist keine Reue und Umkehr mehr möglich !
Der hl. Johannes v. Damaskus:
-

,,Es gibt für sie ( den gefallenen Engeln, den Dämonen) nach dem Abfall keine Reue,
so wenig wie für die Menschen nach demTode"

-

An dieser unfehlbaren Glaubenswahrheit ändert auch die Art und Weise des Todes nichts.

"Ihr kennt weder Tag noch Stunde "

mahnt bez. des Todes unser Herr und Gott Jesus Christus !


Die Zeit der Gnade ist die irdische Zeit.
Der hl. Antonius von Padua:
-

"Die Gnade erfaßt alles und läßt keinen Winkel frei".


-

Der heilige Augustinus schliesslich mahnt:
-

"Die Gnade hat ihre Augenblicke.
Wer es verschiebt, ihr zu folgen,
setzt sich der Gefahr aus, ihr vielleicht nicht mehr folgen zu können"


-

Unser Herr und Gott Jesus Christus hat denn auch angemahnt, wachsam zu sein, denn der Tod kann wie "Dieb" in der Nacht kommen.


"So wie der Mensch aus dieser Welt geht, so kommt er vor das Gericht"
(Hl. Gregor der Grosse)


Weiter mahnt der hl. Alphons Maria von Ligouri eindringlich zur Wachsamkeit bez. des ewigen Seelenheiles:

-

"Ein Anliegen übertrifft alle anderen an Wichtigkeit: das Anliegen unseres ewigen Heils;
es geht dabei um unser ewiges Glück oder unser ewiges Verderben.
Unmöglich, dieser Entscheidung auszuweichen: uns zu retten oder uns für immer zu verdammen, eine Ewigkeit an Freuden oder eine Ewigkeit an Leiden zu verdienen, für immer glücklich oder unglücklich zu leben

Es ist schon erstaunlich;
es gibt kaum jemanden, der nicht errötete, wenn man ihn in weltlichen Dingen als nachlässig bezeichnet; und es gibt so viele, die nicht erröten, obwohl sie das Wichtigste überhaupt vernachlässigen: die Ewigkeit.
Diese Sache ist wichtig, einmalig und unwiederbringlich.
Wahrhaftig, es ist der Gipfel des Irrtums, die Wichtigkeit des ewigen Heils zu verkennen; und folglich ist es der Gipfel des Unglücks, sein Heil zu verfehlen.
Für jedes andere Übel gibt es Abhilfe:
Man verliert einen Geldbetrag, aber man kann wieder Geld verdienen;
man verliert seine Arbeit, aber vielleicht bekommt man wieder eine;
und selbst wenn man das Leben verlöre, wird alles wieder gut, sofern man seine Seele rettet.
Wer sich aber verdammt, der verdammt sich ein für alle Mal.
Denn man stirbt nur einmal, und wenn die Seele einmal verloren ist, so ist sie für immer verloren.


Um uns zu retten, müssen wir uns davor fürchten, uns zu verdammen, jedoch so,
dass wir nicht so sehr die Hölle als vielmehr die Sünde fürchten;
denn nur die Sünde allein kann uns in die Hölle führen.
Was aber bedeutet es, die Sünde zu fürchten?
Das bedeutet, gefährliche Gelegenheiten zu meiden, sich oft Gott anzuvertrauen und dafür zu sorgen, dass man immer im Zustand der Gnade bleibt.
Handelt man so, so rettet man sich; handelt man anders, so macht man sein Heil moralisch unmöglich"

-

Siehe bitte auch:
Die Gnaden

-


zuletzt bearbeitet 27.07.2018 00:05 | nach oben springen

#78

RE: Die letzten Dinge

in Leben und Sterben 21.09.2018 22:18
von Aquila • 5.079 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Entscheidend für das ewige Seelenheil ist alleine ein Sterben in der Gnade Christi !
Alles andere ist irreführende Augenwischerei.

Dazu Hw Andreas Wollbold: in seinem Buch
"Die versunkene Kathedrale. Den christlichen Glauben neu entdecken"

-

"Entscheidend für das ewige Heil ist es, nicht von Gott getrennt aus dieser Welt zu scheiden.
Die Barmherzigkeit Gottes ist reich, aber sie ist reich für den, der sich ihr durch Reue und Umkehr öffnet wie der verlorene Sohn, der umkehrt und sich in die Arme des Vaters wirft.
Der verlorene Sohn

Nach allen Kräften darum bemühen sollte man sich zu Lebzeiten, dass man die Liebe zu Gott und zu seinen Geboten nicht schwerwiegend verletzt.
Wenn dies aber geschehen ist, sollte man den Weg zur Beichte nicht scheuen oder auch nur aufschieben, denn dieses Sakrament vergibt die schweren Sünden.
Überhaupt besteht die wohl beste Vorbereitung auf den Tod in einer rechtzeitigen Lebensbeichte, in der von der Kindheit bis ins Alter “reiner Tisch” gemacht wird.
Lossprechung von den Sünden

Gerade wer jahrzehntelang nicht mehr beichten war, wird spätestens im Alter und bei schwerer Krankheit einen Priester aufsuchen oder ihn rufen lassen.
Irreführend und bagatellisierend ist es, wenn Angehörige sagen:
Ach, das ist doch ein alter Mensch, der fast nur noch im eigenen Zimmer ist. Was soll der schon für Sünden haben?”
Bekanntlich gibt es auch eigene Sünden des Alters und der Krankheit, etwa im Umgang mit den Pflegenden oder verletzende Worte und Gedanken und der letzte Weg des Sterbens birgt viele Versuchungen, etwa der Trostlosigkeit und Verzweiflung.
Vor allem aber gibt es gerade in unseren komplizierten Lebensverhältnissen kaum jemanden, der im Laufe seines Lebens nicht wenigstens einmal zumindest an den Rand einer schweren Verfehlung geraten ist.
Man darf dazu nur nicht bloß die Maßstäbe bürgerlicher Wohlanständigkeit anlegen, sondern es ist nötig, sich auf die Zehn Gebote zu besinnen.
Die 10 Gebote - der grosse Freiheitsbrief

Die Vorbereitung auf den Tod, die Reinigung von den Sünden und die Festigung in der Gnade und der Liebe Christi bilden auch den Sinn der Krankensalbung und dann, wenn das Sterben sich ankündigt, auch des Versehgangs.
Bei Letzterem wird gebetet, aber auch das Bußsakrament gespendet, die Krankensalbung vorgenommen und als Höhepunkt - wenn körperlich noch möglich - die Kommunion als “Wegzehrung” gereicht.
All das gehört zu den ergreifendsten heiligen Feiern überhaupt und man darf auch ansonsten wenig kirchlich gesonnene Angehörige und Freunde freundlich darauf hinweisen und dazu einladen, eine gewisse Schwellenangst bei der Teilnahme zu überwinden.
Stärkung in Krankheit / Todeskampf

[....]
Durch die Trennung von der Seele im Tod hört der Leib auf, zu leben.
Doch er hat weiterhin alle Ehre verdient.
Das weiß auch noch das Bürgerliche Gesetzbuch, das Leichenschändung und Störung der Totenruhe verbietet.
Denn der Leib war durch die Taufe der Tempel Gottes, er war in der Kommunion der Träger des Leibes Christi,
und er ist derselbe, der am Jüngsten Tag auferweckt werden wird, dann also, wenn Christus einst wiederkommen wird in Herrlichkeit, “zu richten die Lebenden und die Toten”
.
Wie ist das möglich?
Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich (Mk 10,27). Auf manchen Friedhöfen liest man das Wort der Toten:
“Wir waren, was ihr seid. Wir sind, was ihr sein werdet.” Damit ist aber keineswegs nur gemeint: “Bedenkt, dass ihr sterblich seid!”, sondern:
“Bedenkt, dass wir alle einst leibhaft auferstehen werden!”

Die Kirche, die Gemeinschaft der Gläubigen, umfasst alle Christen im Diesseits wie im Jenseits.
Hier auf Erden ist sie die streitende Kirche, die gegen das Böse kämpft; am Reinigungsort ist sie die leidende Kirche, die vom Bösen geläutert wird;
im Himmel aber ist sie die triumphierende Kirche, die im unendlichen Halleluja den Sieg über das Böse feiert."

-

Mehr aus dem Buch siehe bitte hier:
http://www.kath-info.de/auferstehung.html

-


zuletzt bearbeitet 21.09.2018 22:44 | nach oben springen

#79

RE: Die letzten Dinge

in Leben und Sterben 24.09.2018 23:12
von Aquila • 5.079 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Das Konzil von Florenz beschreibt im Armenierdekret von 1439
die Bedingungen für eine gültige hl. Beichte:
-

„Gleichsam die Materie dieses Sakramentes sind die Betätigungen des Büßenden,
zu denen drei Stücke gehören.
Das erste ist die Reue des Herzens.
Sie besteht darin, daß man Schmerz empfindet über die begangenen Sünden
und damit den Vorsatz verbindet,
in Zukunft nicht mehr zu sündigen.
Das zweite ist das mündliche Bekenntnis.
Es besteht darin, daß der Sünder alle Sünden, deren er sich erinnert,
seinem Priester vollständig bekennt
.
Das dritte ist die Genugtuung für die Sünden
nach der Entscheidung des Priesters.
Sie geschieht hauptsächlich durch Gebet, Fasten, Almosen.“

-


Es ist also zunächst die aufrichtige Reue, die einem Sündenbekenntnis zugrunde liegen muss.
Es ist immer wieder möglich, dass Kranken bzw. Sterbenden nicht mehr die Gnade des hl. Sakramentes der Beichte

Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte

oder des hl. Sakramentes der Krankensalbung

Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung


zuteil werden kann. Diebezüglich legt der


hl. Robert Bellarmin (1542-1621) in "Die Kunst gut zu sterben" ans Herz, den Sterbenden zu einer aufrichtigen Reue vor unserem Herrn
- einer Liebes-Reue, auch Herzens-Reue genannt, - zu bewegen:

-

"Vor allem aber ist, wenn man gut sterben will, die Reue notwendig.
Denn ohne Reue, vollkommene oder unvollkommene, genügt das Sündenbekenntnis nicht zum Heile, und auch die Genugtuung nutzt nichts, wenn die Reue fehlt, und der Kranke kann ohnedies Genugtuung nur schwer leisten.
Die Reue dagegen, die aus der Liebe zu Gott hervorgeht, führt allein zum Heile,
wenn auch das Bekenntnis und die Genugtuung nicht möglich sind.
Darum soll man den Kranken ganz besonders dazu auffordern,
dass er
die Reue erweckt"
.

-


Anmerkung:
Die Liebes-Reue heisst denn auch vollkommene Reue .
( im Gegensatz zur unvollkommenen, der Furchtreue)

Die Lehre der Kirche besagt,
dass die Liebesreue aus dem Gedanken an die Liebe und Barmherzigkeit Christi entspringt und aus der Scham darüber, diese Liebe verletzt zu haben.
Mit der vollkommenen Reue ist stets das Verlangen nach der heiligen Beichte verbunden.
Deshalb ist es nicht möglich, Liebesreue zu erwecken, um nicht beichten zu müssen.

Eine vollkommene Reue soll man
vor allem in Todesgefahr oder in schwerer Krankheit erwecken,
wenn keine Aussicht (mehr) auf den (rechtzeitigen) Empfang des hl. Sakramentes der Beichte / des hl. Sakramentes der Krankensalbung besteht.

-

Als ein diesbezüglich sehr hilfreicher zusammenfassender Überblick bietet sich ein Auszug aus "Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens" von Pater Martin Ramm von der Petrus-Bruderschaft:

-

3. Hauptteil - von den Gnadenmitteln
Die Sakramente - 4. Das Sakrament der Buße
3. Die Sünden bereuen

188. Was ist die wichtigste Voraussetzung zum Empfang des Bußsakramentes?
Die wichtigste Voraussetzung für die heilige Beichte ist die Reue.

Ohne Reue kann keine Sünde nachgelassen werden.
Eine Beichte ohne Reue wäre ungültig.


189.
Wann hat man eine wahre Reue?
Eine wahre Reue hat man, wenn es einem von Herzen leid tut,
die Sünden begangen zu haben.

190.
Welche Arten von Reue gibt es?
Es gibt drei Arten von Reue:

1) vollkommene Reue,
2) unvollkommene Reue,
3) eitle Reue.

191.
Was ist eine vollkommene Reue?
Die vollkommene Reue heißt auch Liebesreue.
Sie geht hervor aus dem Gedanken an die göttliche Liebe und aus der Scham darüber, diese Liebe verletzt zu haben.

192.
Welche Kraft hat die vollkommene Reue?
Die vollkommene Reue hat die Kraft, jede Schuld augenblicklich zu tilgen.

Mit der vollkommenen Reue ist stets das Verlangen nach der heiligen Beichte verbunden.
Deshalb ist es nicht möglich, Liebesreue zu erwecken, um nicht beichten zu müssen.
Eine vollkommene Reue soll man vor allem in Todesgefahr erwecken.


193.
Was ist eine unvollkommene Reue?
Die unvollkommene Reue heißt auch Furchtreue.
Sie geht hervor aus dem Gedanken an die göttliche Gerechtigkeit.
Man denkt daran, dass jede Sünde eine gerechte Strafe verdient.

Unvollkommen heißt sie, weil sie allein nicht genügt, um schwere Sünden zu tilgen.
Sie kann aber nützlich sein, um sich von der Sünde abzuwenden.
Zum gültigen Empfang der Beichte genügt sie.


194.
Was ist eine eitle Reue?
Bei eitler Reue tut einem die Sünde nur deshalb leid,
weil man sich vor den Menschen schämt oder weil sie einen zeitlichen Schaden gebracht hat.
An Gottes Liebe und seine Gerechtigkeit aber denkt man nicht und will sich auch nicht bessern.

Vor Gott hat sie keinen Wert. Sie nützt nichts für die Beichte.

-


zuletzt bearbeitet 24.09.2018 23:59 | nach oben springen

#80

RE: Die letzten Dinge

in Leben und Sterben 26.09.2018 22:28
von Aquila • 5.079 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Wie das Laub im Herbst noch einmal aufleuchtet, bevor es zu Boden fällt und dann abstirbt,
so ist es auch mit dem Sterben eines Menschen in der Gnade Christi....
er stirbt unter dem Glanz der Ewigkeit.

Segensreiche Worte aus dem Jahre 2011 von Hw Veit Dennert, Pfr.i.R.
aus seiner Abhandlung "Nach Heiligkeit streben"


-

"Wie das Laub auf den Bäumen in diesen Tagen noch einmal wunderbar farbig aufleuchtet, bevor es zu Boden fällt und stirbt, so ist es auch mit uns.
Alle bei Gott vollendeten Menschen mussten sterben, aber nicht in verzweifelter Sinnlosigkeit,


sondern unter dem Glanz der Ewigkeit, der durch Jesus Christus in unserem Herzen und uns auch im Sterben aufleuchtet.




Mit ihnen singen wir in einem Christushymnus des 5. Jhts.:

Christus, du bist der helle Tag,
Dein Glanz durchbricht
die dunkle Nacht.
Du Gott des Lichtes kündest uns
Das Licht, das wahrhaft selig macht."


-


zuletzt bearbeitet 26.09.2018 22:28 | nach oben springen



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