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#1

Stärkung in Krankheit / Todeskampf

in Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung 05.04.2013 23:59
von Aquila • 4.272 Beiträge

DAS HEILIGE SAKRAMENT DER KRANKENSALBUNG / DIE HEILIGE ÖLUNG

Aus dem Brief des heiligen Jakobus (5; 14-16); die priesterliche heilige Krankensalbung:

„ Ist einer von euch krank?
Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herren mit Öl salben."


Die priesterliche heilige Krankensalbung:


"Durch diese heilige Salbung und seine mildreichste Barmherzigkeit
lasse dir der Herr nach, was du durch das Sehen (Hören, Riechen, Schmecken und Reden, Berühren, Gehen) gesündigt hast. Amen
Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen,
er stehe dir bei mit der Kraft des Heiligen Geistes:
Der Herr, der dich von Sünden befreit, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf."



Das heilige Sakrament der
K r a n k e n s a l b u n g



Auszug aus "Kleiner Katechismus des katholischen Glaubens" von Hw Pater Martin Ramm Was ist die Krankensalbung?


207. Was ist die Krankensalbung ?

Die Krankensalbung oder "heilige Ölung" ist jenes Sakrament, das Jesus Christus zum geistlichen und leiblichen Heil der Kranken eingesetzt


208. Wie wird die Krankensalbung gespendet?

Der Priester salbt den Kranken mit heiligem Öl und betet über ihn.


209. Was wirkt die Krankensalbung?

1) Die Krankensalbung vermehrt die heiligmachende Gnade.
2) Sie tilgt die lässlichen Sünden und die Todsünden, die der Kranke nicht mehr beichten kann.
3) Sie stärkt in Leiden und Versuchungen und besonders im Todeskampf.
4) Sie bringt oft auch Erleichterung in der Krankheit.


210. Wer kann und sollen Krankensalbung empfangen?

Jeder katholische Christ, der schwer krank ist, kann und soll die Krankensalbung empfangen.
Vor dem Empfang der Krankensalbung soll man seine Sünden bereuen und wenn möglich beichten.


zuletzt bearbeitet 24.11.2013 18:21 | nach oben springen

#2

RE: Stärkung in Krankheit / Todeskampf

in Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung 28.01.2014 01:10
von Aquila • 4.272 Beiträge

Hw Pater Deneke von der Petrusbruderschaft über das
hl. Sakrament der Krankensalbung


-
Der Herr begleitet uns durch das Wirken Seiner Kirche
auf unserem gesamten Lebensweg.

Nicht nur in geistiger, sondern auch in körperlicher Not steht Er uns liebevoll und hilfreich bei. Schwere und gefährliche Erkrankungen des Leibes sind ja oft mit seelischen Krisen verbunden;
in ihnen entscheidet sich vieles für Zeit und Ewigkeit.
Deshalb ist Jesus in solcher Lage zur Stelle.
Er entlastet unser Gewissen durch die Vergebung der Sünden,
richtet uns innerlich und äußerlich auf,
stärkt uns und erweckt in uns die Gesinnung,
das eigene Leiden und Sterben mit dem Seinen zu vereinen,
damit es zur Gott wohlgefälligen Opfergabe werde.
Zu diesem Zweck hat Er Seiner Kirche das Sakrament der Krankensalbung hinterlassen,

in dem wir Ihm als unserem Arzt und Sterbebegleiter begegnen.

Der Jakobusbrief bezeugt die urkirchliche Praxis einer sakramentalen Krankensalbung.
Die Einsetzung dieses Sakramentes durch Jesus Christus ist uns im Neuen Testament
nicht eigens überliefert.
Wichtig ist daher folgende Stelle im Jakobusbrief,
die genau das Verständnis des kirchlichen Lehramtes ausspricht:

Ist jemand unter euch krank, so rufe er die Presbyter der Kirche zu sich;
die sollen über ihn beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn.
Das gläubige Gebet wird dem Kranken zum Heile sein, und der Herr wird ihn aufrichten;
und wenn er in Sünden ist, werden sie ihm vergeben werden
.“ (5,14f.)

Daraus geht hervor:
a) Es handelt sich nicht um eine charismatische,
sondern um eine amtliche Salbung, vorgenommen von den „Presbytern“.
b) Wie bei jedem Sakrament werden
Zeichen („mit Öl“) und Wort („im Namen des Herrn“) miteinander verbunden.

c) Ziel der Salbung ist nicht in erster Linie die Gesundheit,
sondern „Heil“, „Aufrichtung“ und „Sündenvergebung“.
d) Es wird eine ernsthafte Krankheit vorausgesetzt
(sonst könnte sich der Kranke auch selbst zum Priester begeben).
e) Das Verlangen des Kranken nach der Salbung ist vorauszusetzen
(„er rufe die Presbyter zu sich“).

Entsprechend wird die Krankensalbung nach kirchlicher Lehre
vom Priester vorgenommen (a),
der den Kranken unter Gebet salbt (b),
um ihn aufzurichten (und, so Gott will, zu heilen),
ihm Vergebung der Sünden zu schenken und ihn gegebenenfalls
für den letzten Kampf zu wappnen, damit er das ewige Heil erlange (c);
gespendet werden darf das Sakrament bei ernsthafter Erkrankung mit Todesgefahr (d);
vom Empfänger muß ein Verlangen danach bekannt sein oder wenigstens vorausgesetzt werden können (e).
Wenn möglich, soll dem Sakrament der Krankensalbung
eine heilige Beichte vorausgehen.
Ist der Kranke dazu aber nicht mehr in der Lage,
so bewirkt die Salbung (bei wenigstens unvollkommener Reue)
Vergebung aller Sünden;
bei schweren Sünden ist sie in diesem Fall also ein „Sakrament der Toten“.

Die Salbung der leiblichen Sinne stellt die ganzheitliche Dimension des Heiles heraus.
Im überlieferten römischen Ritus
werden nacheinander
Augen, Ohren, Nase, Lippen, Hände und Füße
mit dem Krankenöl gesalbt.

Dazu spricht der Priester:

„Durch diese heilige Salbung und Seine überaus liebevolle Erbarmung
verzeihe dir der Herr,
was auch immer du …
(es werden jeweils eingefügt: „durch den Gesichtssinn“,
durch das Gehör“,
„durch den Geruchssinn“,
„durch den Geschmackssinn und mit Worten“,
„durch den Tastsinn
und „durch Übertretung“)

gesündigt hast.“


Hierin wird die „Ganzheitlichkeit“ des Menschen eindrucksvoll dargestellt:
Der Leib ist ein Bild unserer Seele
und zugleich ihr Medium und Instrument.

Mittels der fünf äußeren Sinne
nimmt sie die geschaffenen Dinge wahr und wirkt auf sie ein.
Durch den Leib, mit ihm und in ihm
wenden wir uns unserem Herrn und Gott zu oder von Ihm ab.
Die leibliche Krankheit hat letztlich ihren Ursprung in der Abwendung von Gott,
und daher ist sie
auch wenn sie den Menschen unverschuldet trifft
ein Ausdruck für die Sünde.
Die Salbung der Sinne meint also letztlich die Seele,
die durch die Macht der Sünde gefährdet ist.
Wie sich die Seele sozusagen in ihrer Sinnlichkeit „verloren“ hat
und dadurch krank geworden ist, so soll sie jetzt durch die Sinne Heilung erfahren.
Man kann die vielfache Salbung mit Recht auch
als eine umfassende Vereinigung des Kranken mit dem Christos,
dem „Gesalbten“ schlechthin, verstehen
.
Daher die berechtigte Deutung der Krankensalbung
als einer Weihe des leidenden und sterbenden Christen,
um
sein eigenes Opfer mit der Passion und dem Kreuzestod Jesu
zu verbinden und für viele andere fruchtbar werden zu lassen!


Weder Alten- und Gesundensalbung noch bloss Letzte Ölung...
Wie es verfehlt ist,
die Krankensalbung zu einer bloßen Alten- oder gar Gesundensalbung zu machen
oder sie wie einen Krankensegen auch leicht Erkrankten zu spenden,
ist es auch nicht richtig,
sie nur als „Letzte Ölung“ gelten zu lassen, die allein im Sterben zu spenden wäre.
Im Zweifelsfall rufen wir den Priester lieber einige Male zu früh,
als auch nur einmal zu spät!
Für uns selbst und für alle Menschen sollen wir mit der Allerheiligenlitanei beten:

Vor einem plötzlichen und unversehenen Sterben –
bewahre uns, o Herr
!“

-

Siehe dazu bitte auch

Vollkommener Ablass für die Sterbestunde

Jesus Christus: Sieger über Sünde und Tod

-


zuletzt bearbeitet 17.11.2017 21:09 | nach oben springen

#3

RE: Stärkung in Krankheit / Todeskampf

in Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung 30.03.2016 20:54
von Kristina • 2.284 Beiträge

Was ist eine Aussegnung?


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!
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#4

RE: Stärkung in Krankheit / Todeskampf

in Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung 30.03.2016 22:17
von Stephanus (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,

fehlt denn im Kleinen Katechismus von hw. Pater Ramm nicht noch ein 5. Punkt, dass durch die Krankensalbung auch eine Genesung sttfinden kann, die ja auch im Jakobusbrief zum Ausdruck kommt, und was ja auch hin und wieder geschieht? Ich denke, dass dieser Punkt in seiner Kurzfassung der christlichen Lehre fehlt.

Natürlich geht es immer zunächst um das Heil der Seele und um ihre Heiligung, aber der Herr verachtet auch nicht eine gesundheitliche Genesung, gegen die ja auch nichts spricht. Überhaupt kann das gesamte Heilsangebot Christi in seiner Kirche Krankheiten heilen, etwa auch das rechte Beten des Kreuzweges. Ich denke, dieser Aspekt sollte nicht verdrängt werden, denn Gott und seine Kirche sind ja nicht leibfeindlich. Das wäre eine Irrlehre. Doch gerade das Fehlen des 5. Punktes erweckt bei mir den Eindruck einer Leibfeindlichkeit.

Im Gegenzug darf aber auch der Leib nicht überbewertet werden. So kenne ich jemanden, der nur deshalb "katholisch" werden und beichten, an der Hl. Messe teilnehmen, die Hl. Kommunion und die Krankensalbung in Anspruch nehmen will, um wieder gesund zu werden. Ich denke, dass ist ein Missbrauch der Gnaden Christi.

Ich weiß nicht ob ich mich irre, da der Herr jemanden diesen Weg des Missbrauchs gehen lassen könnte, um ihn dann letztlich auf diesem Wege zu sich führen.

Und so stehe ich nun in einem Konflikt, da dieser Mensch meine Begleitung zum Konvertitenunterricht verlangt, da er an Sozialphobie leidet. vielleicht sollte ich ihn dann doch dahin begleiten, wenn ich alles in Mariens Hand lege, damit sie alles leitet.

Aber das geht jetzt am Thema vorbei.

Liebe Grüße und Gottes Segen
Stefan


zuletzt bearbeitet 30.03.2016 22:27 | nach oben springen

#5

RE: Stärkung in Krankheit / Todeskampf

in Das heilige Sakrament der Krankensalbung / Die heilige Ölung 30.03.2016 22:20
von Maresa • 196 Beiträge

Liebe Kristina!

Die Aussegnung ist bei uns eine besondere Verabschiedung des Toten.
Sie findet meist in der Aussegnungshalle statt.
Je nachdem wie der Herr Pfarrer Zeit hat, wird sie nach dem Gottesdienst, in dem der Tod verkündet wird, oder nachdem Rosenkranz abgehalten.
Es gibt aber, in den einzelnen Regionen unterschiedliche Verfahrensweisen.

Meiner Meinung nach gibt es aber auch eine Ausegnung bei der Evang. Kirche.

Viele Grüße
Maresa

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