Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#301

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 19.05.2019 23:52
von Aquila • 5.706 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Gelobt sei Jesus Christus !
Der hl. Josefmaria Escriva über die Unmöglichkeit von "Kompromissen"
bez. Glaubenswahrheiten:
-

"Nachgiebigkeit in Fragen der Glaubenswahrheiten wäre
falsch verstandene Nächstenliebe, eine Schlinge des Teufels und im Grunde Lüge.
Der Apostel Petrus mahnt, "fortes in fide" zu sein, stark und fest im Glauben.

Das hat nichts mit Fanatismus zu tun, sondern heißt ganz schlicht,
den Glauben zu leben.
Darin liegt keine Lieblosigkeit gegenüber anderen Menschen.
In allem Unwesentlichen geben wir nach, aber ein achselzuckender Kompromiß hinsichtlich des Glaubens selbst ist unmöglich
Wir dürfen das Öl unserer Lampen nicht weggeben, denn sonst findet der Bräutigam, wenn er kommt, die Lampen erloschen."

-


Die Haupttugend des Christen ist die Liebe.
Freilich darf sie niemals aus falsch verstandener Nächstenliebe
- d.h. einer rein "humanistischen" ohne Wahrheitsbezug und somit ohne Ausrichtung auf das Seelenheil - zu einem Glaubensrelativierer werden.....

Der hl. Josefmaria Escriva hat Dies in "Feuer der Schmiede" in Erinnerung gerufen:

-
"Diese deine Liebe darf dich jedoch nicht dazu führen
- sie wäre dann keine Tugend mehr -,
die Glaubensinhalte zu entschärfen, ihre Konturen abzuschleifen und sie
- wie manche es gerne hätten -
soweit zu verharmlosen, dass aus dem Ganzen ein undefinierbares Etwas ohne
die Kraft und Wahrheit Gottes" würde


-

Siehe bitte auch:
Nächstenliebe...

-


zuletzt bearbeitet 19.05.2019 23:53 | nach oben springen

#302

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 20.05.2019 22:59
von Aquila • 5.706 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Nur die katholische Kirche hat den wahren von Christus gelehrten Glauben !

Aus "Katholische Glaubenslehre"
von Kardinal von Galen, Bischof von Münster (1878-1946)
-

"Was heißt glauben im christlichen Sinn?

Glauben im christlichen Sinn heißt:
alles fest für wahr halten, was Gott, die ewige unfehlbare Wahrheit, uns geoffenbart hat.

“Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen.” (Hebr 11,6)

Der Glaube ist ein großes Geschenk Gottes, das Licht der Seele, der Anfang des ewigen Lebens.
In der Taufe wird uns die Tugend des Glaubens eingegossen.



2. Wodurch hat sich Gott den Menschen geoffenbart?

Gott hat sich den Menschen geoffenbart:

1. durch die sichtbare Welt,
2. durch die Stimme des Gewissens,
3. durch die übernatürliche Offenbarung.

Die übernatürliche Offenbarung wurde in dem von Christus gelehrten Glauben vollendet

“Niemand hat Gott je gesehen. Der Eingeborene, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, der hat uns Kunde gebracht.” (Joh 1,18)



3. Wer lehrt uns, was Gott geoffenbart hat?

Was Gott geoffenbart hat, lehrt uns die katholische Kirche.

“Gehet hin und l e h r e t alle Völker.” (Matth 28,19)

Die Lehren der übernatürlichen Offenbarung Gottes sind enthalten
in der Heiligen Schrift oder Bibel
und in der mündlichen Überlieferung oder Tradition
.




4. Was versteht man unter der Heiligen Schrift?

Unter der Heiligen Schrift versteht man jene Bücher, die unter der Eingebung des Heiligen Geistes geschrieben und als Wort Gottes von der Kirche anerkannt sind.

Die Heilige Schrift umfaßt 45 Bücher des Alten Testamentes und 27 Bücher des Neuen Testamentes.



5. Was versteht man unter der Überlieferung?

Unter der Überlieferung versteht man jene geoffenbarten Wahrheiten, welche die Apostel zwar gepredigt, aber nicht niedergeschrieben haben.

Die meisten Lehren der Überlieferung wurden schon bald nach den Zeiten der Apostel von den Kirchenvätern und Kirchenlehrern niedergeschrieben.



6. Warum hat nur die katholische Kirche den wahren von Christus gelehrten Glauben?

Nur die katholische Kirche hat den wahren von Christus gelehrten Glauben, weil sie allein diesen Glauben von Christus und den Aposteln empfangen und stets u n v e r f ä l s c h t bewahrt hat.

Der katholische Christ bekennt gewöhnlich seinen Glauben durch das heilige Kreuzzeichen.
Er bekennt dadurch den Glauben an den dreieinigen Gott und an die Erlösung der Menschen durch Jesus Christus, den Gekreuzigten
.


-

Siehe bitte auch:
Gewissensbildung durch die Lehre der Kirche

-


zuletzt bearbeitet 20.05.2019 23:02 | nach oben springen

#303

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 22.05.2019 23:41
von Aquila • 5.706 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Die unabänderliche Lehre der Kirche bietet keinen Raum für "private Meinungen" im Sinne des "zeitgemässen" Herunterbrechenwollens der unfehlbaren Glaubenswahrheiten zu "subjektivem Gutdünken".

Dazu ein Auszug aus einer vortrefflichen Predigt von
Hw Ulrich Engel aus dem Jahre 2010:

-

"Es steht doch heute alles zur Disposition!
Oder wenn mir jemand sagt, man könne doch heutzutage sowieso glauben, was man wolle.
Nein, Sie können eben nicht glauben, was Sie wollen, jedenfalls nicht, wenn Sie noch katholisch sein wollen!
Die katholische Wahrheit ist auch heute noch genau dieselbe wie vor 2000 Jahren, und sie wird auch in 20.000 Jahren keine andere sein – solange die Welt besteht. Denn Christus ist die Wahrheit in Person - er, derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.
Ein von der Kirche beauftragter Verkünder, ein Priester bzw. ein Pfarrer
handelt als Vertreter ohne Vertretungsmacht
, - wenn ich das mal so juristisch sagen darf, - wenn er sich nicht an die katholische Wahrheit hält und diese zur Disposition stellt oder vielleicht auch noch etwas ganz anderes verkündet, als er zu verkünden von der Kirche beauftragt und bevollmächtigt ist, nämlich nur das Evangelium, und zwar im Verständnis der Mutter und Lehrmeisterin Kirche Jesu Christi und nicht etwa eine private Interpretation.
Seine Privatmeinung zum Besten zu geben, hat er keine Legitimation und keinen Auftrag.
Er hat nur den Auftrag, im Namen Jesu Christi und der Katholischen Kirche deren Wahrheit zu verkünden. Ich sage das wieder, damit Klarheit in unseren Köpfen herrscht.
Die Wahrheit ist auch keine Geschmackssache, sondern steht ganz einfach.
Sie ist nicht die subjektive Meinung eines Einzelnen oder Einzelner, sondern besteht objektiv!
Sie ist wie ein Gewand, das man allerdings nicht seiner eigenen Statur angießen oder maßschneidern kann, sondern wir müssen so in das Gewand hineinwachsen, indem wir entweder in der Wahrheit zu- oder im Irrtum noch abnehmen.
[....]
Entweder Er und seine Wahrheit und damit Erlösung, oder....Irrtum und damit ewiges Verderben.
Wir müssen uns in Richtung Wahrheit verändern und können nicht die Wahrheit je nach dem persönlichen Geschmack verbiegen und dann die Lüge für die Wahrheit erklären.
Es geht um den Glauben und mit ihm um das ewige Leben.
Man kann nicht einfach wie ein Warenhändler die katholische Wahrheit zu einer Ware machen im Sinne von Angebot und Nachfrage - das ist ein Verrat an der Wahrheit, die Christus selbst ist."

-

Siehe bitte auch:
Aus der Wahrheit sein

-


zuletzt bearbeitet 22.05.2019 23:55 | nach oben springen

#304

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 27.05.2019 23:53
von Aquila • 5.706 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Erzbischof Lefebvre hat in einer Predigt im Jahre 1983 in Trient sehr schön dargelegt, weshalb sich die protestantischen Gemeinschaften auf Irrwege
begeben und somit Irrlehren verbreitet haben.
Die Zurückweisung der hl. Tradition führte sie in die Häresie:
-

[....]
"Der Protestantismus war zu der damaligen Zeit tatsächlich überaus gefährlich.
In Europa sind ganze Länder in diese Häresie gefallen.
Die Häretiker haben viele Gläubige von der Kirche und vom Lehramt der Kirche abgebracht.
Sie gebrauchten die Worte:
„Dieses Lehramt wird nicht benötigt.
Durch die Hilfe und Inspiration des Heiligen Geistes können wir selbst erkennen,
was die Schrift besagt.“
Diese Meinung stellte einen tiefgreifenden Bruch mit der Kirche dar.

Wenn das Lehramt der Kirche nicht mehr gebraucht wird, wo wird dann die Menschheit enden?
Die Kirche ist die Lehrmeisterin und für das Lehren geschaffen.
Das muß unser Grundprinzip sein.
Einige Bischöfe, Kardinäle und sonstige kirchlichen Amtsträger erfüllen sicher nicht ihre Pflicht.
Trotzdem ist die Kirche immer die „mater et magistra“, die Mutter und Lehrmeisterin.
Während dieser Epoche haben die Protestanten viele Getaufte dazu gebracht, sich von der Kirche abzuwenden.
Sie behaupteten, der Heilige Geist würde jedem von uns die Fähigkeit und die Inspiration zur Auslegung der Heiligen Schrift verleihen.
Jeder, der die Heilige Schrift liest, hat zu wissen, was die Inspiration besagt.
Nach der Lehre der Protestanten benötigen wir keine Überlieferung.
Diese Auffassung widerspricht der Geschichte, da es die Überlieferung bereits vor der Heiligen Schrift gab.
Nur durch die Überlieferung konnte man die Heilige Schrift definieren und den Kanon der inspirierten Bücher festlegen.

Die gleiche Vorgehensweise findet man auch auf dem Konzil von Trient.
Der Kanon wurde erneut festgelegt, um alle heiligen Bücher zu erfassen.
Außerdem wurde bekräftigt, daß die Heilige Schrift nicht alleine die Quelle der Offenbarung, sondern auch die Überlieferung und das Lehramt der Kirche darstellt.
Gerade das Lehramt der Kirche hat das Wort Jesu Christi durch die Apostel empfangen.
Die Apostel haben zuerst gesprochen und gelehrt.
Erst dann haben sie angefangen zu schreiben.
Daraus entstand die Heilige Schrift.

So lehrt es die Geschichte.
Das Konzil von Trient hatte erklärt, daß die Heilige Schrift im Zusammenhang mit der Überlieferung gesehen werden muß.
Die Überlieferung ist für die Kirche unentbehrlich, um wirklich die Offenbarung Jesu Christi zu lehren."
[....]

-
Siehe dazu bitte auch:
Der Kanon der Heiligen Schrift
-


zuletzt bearbeitet 27.05.2019 23:56 | nach oben springen

#305

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 30.05.2019 11:26
von Blasius • 2.514 Beiträge



Maria und das Priestertum

Es gibt nur einen Weg, Gott die größte Ehre zu geben, nämlich durch das Opfer unseres Herrn am Kreuz, das jeden Tag auf dem Altar erneuert wird. Hier wird der allerheiligsten Dreifaltigkeit durch Christus, mit Christus und in Christus alle Ehre und Herrlichkeit gegeben. Ebenso gibt es nur eine Möglichkeit, Seelen zu erlösen und ihnen das Leben Gottes zurückzugeben, nämlich durch das Blut unseres Herrn, das durch die Kanäle der Sakramente in die Seelen fließt, um sie aus dem Gefängnis der Erbsünde zu befreien, sie von allem Schmutz zu reinigen, sie von ihrer geistlichen Lepra zu heilen und mit Licht und all den göttlichen Schätzen zu erfüllen.

Wer ist nach dem Willen unseres Herrn Jesus Christus allein in der Lage, auf Erden das Erlösungswerk zu vollbringen, Gott weiterhin alle Ehre zu geben und das Blut Christi in die Seelen auszugießen? Der Priester. Konsequenterweise beschäftigt sich das unbefleckte Herz Mariens, das so sehr auf die Erlösung seiner armen, verlorenen Kinder bedacht ist, vorzüglich mit dem Priestertum. Der innigste Wunsch unserer Königin ist es, ihrem Sohn Fortführer seines Erlösungswerkes zu geben, damit durch diese Werkzeuge, die durch den priesterlichen Charakter eng mit ihrem Sohn verbunden sind, die Flammen seines heiligsten Herzens überall auf Erden brennen: der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Wie groß muss also der Wunsch der allerseligsten Jungfrau sein, dass sich überall diese Spender göttlicher Gnaden – Werkzeuge Christi „par excellence“ – vermehren. Denn vor allem durch sie kann sie ihre Sendung erfüllen, Jesus der Welt zu geben, Seelen zu heiligen und sie in Christus zu verwandeln. Ohne sie würden jene Seelen, für die sie so viel gebetet, so viel gelitten und ihren Sohn geopfert hat – diese Seelen, ihre geliebten Kinder – in Gefahr laufen, für immer von ihrer Mutter getrennt zu sein, ewig verdammt.

Deshalb will sie ihr Amt als Mittlerin aller Gnaden besonders unter den großherzigen Seelen ausüben, in denen sie die Berufung anregt und sie durch Gnaden des Lichts und der Kraft zu einem höheren Leben beruft. Sie hilft, Zögern und Hindernisse zu überwinden, und gibt zahllose Gnaden der direkten Vorbereitung auf das Priestertum – bis zu dem gesegneten Moment, in dem sie ihrem Sohn den Geweihten, der durch die Hände des Bischofs wirklich ein zweiter Christus geworden ist, darbringen kann. Wahrhaftig, „wenn die Jungfrau, die Mutter Gottes, alle Seelen mit brennender Liebe liebt, so hat sie eine Vorliebe für die Priester, die das lebendige Abbild Jesu Christi sind“ (Pius XI.).


QUELLE: FSSPX.NEWS


Liebe Grüße Blasius

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