Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#261

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 09.01.2019 23:42
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !



Der hl. Augustinus hat in einem kurzen, aber aussagekräftigen Satz die unauflösliche Einheit zwischen Kirche und dem Heiligen Geist unterstrichen;
das Mass der Liebe zur Kirche - und somit auch zu ihrer unfehlbaren Lehre - als dem mystischen Leib Christi bestimmt auch das Mass der Gnadengaben des Heiligen Geistes.

Der hl. Augustinus:
-
"In dem Masse, wie einer die Kirche liebt, hat er den Heiligen Geist."


-

Was wiederum auch heisst, dass jene, die die Kirche und ihre immerwährende Lehre bekämpfen, den Heiligen Geist nicht haben können !

-


zuletzt bearbeitet 09.01.2019 23:56 | nach oben springen

#262

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 10.01.2019 23:32
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Katholik28

Ich möchte an Deine schönen Worte über die Liebe zu unsere Heiligen Mutter Kirche anknüpfen.
Eine kindliche Liebe zur Mutter Kirche ist Voraussetzung zur wahren Kindschaft Gottes.


Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche .....

-

ARTIKEL 14

DIE KIRCHE - MUTTER UND LEHRMEISTERIN

[....]
2040
So kann sich unter den Christen eine echte Haltung kindlicher Liebe zur Kirche entwickeln.
Sie ist die normale Entfaltung der Taufgnade,
die uns im Schoß der Kirche gezeugt und zu Gliedern des Leibes Christi gemacht hat.
In ihrer mütterlichen Sorge vermittelt uns die Kirche die Barmherzigkeit Gottes, die über alle unsere Sünden siegt
und insbesondere im Sakrament der Versöhnung wirkt.
Als eine sorgende Mutter spendet sie uns auch in ihrer Liturgie
Tag für Tag die Nahrung des Wortes und der Eucharistie des Herrn.


-

Und sehr schön auch im Katechismus von Hw Pater Deharbes:
-

Nutzanwendung:
Wir nennen die katholische Kirche
unsere Mutter, und zwar mit Recht;
denn

1)
hat sie uns in der Taufe geistigerweise wiedergeboren
und zu Kindern Gottes gemacht,

2)
nährt sie uns mit dem göttlichen Worte und dem Brote der Engel,
3)
erzieht sie uns in der Furcht des Herrn und
4)
steht sie uns, solange wir leben,
und selbst nach dem Tode mit Trost und Hilfe liebevoll bei.


Ehre und liebe also auch die Kirche wie deine Mutter;
höre fleißig ihren Unterricht an und unterwirf dich demütig allen ihren Gesetzen und Anordnungen; denn
"derjenige kann Gott nicht zum Vater haben,
der die Kirche nicht zur Mutter hat
".
(Hl. Cyprian, Bischof. u. Märtyrer. + 258.)"

-

Die Braut Christi....
die eine heilige katholische und apostolische Kirche....unsere Heilige Mutter.


Ein inniger Hymnus auf die Kirche von Prälat Robert Mäder:
Die Heiligkeit der Kirche (3)



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 10.01.2019 23:43 | nach oben springen

#263

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 13.01.2019 21:41
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


"Ein bisschen katholisch" sein ist ebenso unmöglich wie "im Grossen und Ganzen mit einigen Ausnahmen" katholisch sein zu wollen.


Dazu bemerkte der als Heiliger verehrte Mönch und Priester
Johannes Cassian: bereits im 5. Jahrhundert:
-

"Denn darin besteht das Wesen
des kirchlichen Mysteriums und des katholischen Glaubens,
dass derjenige, der den einen Teil des Mysteriums leugnet,
den anderen Teil nicht bekennen kann
.
Alles ist nämlich in der Weise verknüpft und organisch verbunden, dass das eine ohne das andere nicht bestehen kann und dass es bei Leugnung eines Elementes aus allen nichts nützt, alles andere geglaubt zu haben."

-


Der hl. Thomas v. Aquin wird noch deutlicher.
Er lehrt,
dass der gesamte übernatürliche Glaube verloren gehe,
wenn eine von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gott geoffenbarte und von der Kirche zu glauben vorgelegte Wahrheit bewusst und willentlich bestritten werde.


Siehe dazu bitte auch:
Die Dogmen: Verbindliche Glaubensinhalte; Geheimnisse des Glaubens



-


zuletzt bearbeitet 13.01.2019 21:41 | nach oben springen

#264

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 13.01.2019 22:40
von Katholik28 • 198 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus.

Lieber Aquila,

Ich hatte die Monatsschrift "Theologisches" einige Jahre lang abonniert.
Ein überaus gutes katholisches Monatsblatt.
Nun habe ich es schon seit längerem abbestellt, weil sie in weiten Teilen theologisch hochintellektuelle
Abhandlungen beinhaltete, die zwar sehr gut waren, doch für mich als nicht theologisch gebildeten Laien
auf Dauer zu anstrengend waren. Sicher wirst du dieses Monatsblatt kennen.
Ich habe so weit ausgeholt, um auf einen Begriff zu kommen, den ich mir seit dieser Zeit gemerkt hatte und den ein gewisser "Kühnelt-Lethien" (Name aus der Erinnerung. Daher sicher nicht korrekt) geprägt hatte und ihn oft in seinen hochgebildeten Abhandlungen immer wieder mal brachte, nämlich
Ibka
Ich bin katholisch aber.......
Und nun zitiere ich aus deiner Einstellung von eben:
"Ein bisschen katholisch" sein ist ebenso unmöglich wie "im Grossen und Ganzen mit einigen Ausnahmen" katholisch sein zu wollen.
Und so ist es.
Man kann entweder ganz katholisch glauben oder man hat sich das unangenehme einfach ausgeklammert
und sich dann seine eigenen katholischen Wahrheiten zusammengebastelt und glaubt damit gut leben zu können. Doch letztlich betrügt man sich selber und dämpft nur sein Gewissen.
Gerne hätte ich aus diesem letzten Absatz etwas Härte herausgenommen, doch es ist nicht möglich.

Katholik 28


zuletzt bearbeitet 13.01.2019 23:03 | nach oben springen

#265

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 14.01.2019 22:42
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Katholik28

Diese aus Deiner Argumentation herauszulesende gesunde (!) Härte ist durchaus angebracht !

Du schreibst:

"Man kann entweder ganz katholisch glauben oder man hat sich das unangenehme einfach ausgeklammert
und sich dann seine eigenen katholischen Wahrheiten zusammengebastelt und glaubt damit gut leben zu können. Doch letztlich betrügt man sich selber und dämpft nur sein Gewissen."


Eine punktgenaue Analyse !




"Kulturkatholiken."...sind es, die sich ihren "Glauben" zusammenbasteln wollen.

Das heute weit verbreitete "Kulturchristentum" begnügt sich mit
"Halbwahrheiten" und dementsprechender "Genügsamkeit" in Form von
falsch verstandener "Toleranz" gegenüber Häresien jeglicher Couleurs und wird so selbst Teil derselben !
Möglichst nirgends "anzuecken". ..."dazu zu gehören" zur "Mehrheit"
ist die Devise.....mit dem Strom schwimmen.....koste es was es wolle.... auch die Seele !


Heute wird vermehrt versucht, durch einen "Katholizismus light" eine
- unmögliche - "zeitgemässe Wende" herbeizuführen.

Hw Pater Maissen von der Petrus-Bruderschaft über die
"anthropologische Wende"....hin zur "Menschen-Religion":
-

"Zumindest wenn man die Darstellung der Kirche durch die Medien betrachtet, könnte man der Meinung sein, die Kirche sei eben auch nur eine von vielen „Nichtregierungs- organisationen“, die eintritt für mehr soziale Gerechtigkeit und für den Frieden in der Welt.
Vielfach stellt sich die Kirche allerdings auch selbst so dar.

Hört man dann noch genauer auf die derzeitige Verkündigung der Kirche in unseren deutschsprachigen Ländern, dann wird man feststellen müssen, daß sich dieser erste Eindruck bestätigt, bzw. sogar verstärkt.
Die „anthropologische Wende“,
also die Ausrichtung und schleichende Veränderung des Glaubens
weg von einer Gottesreligion hin zu einer Menschenreligion,
in der eben nicht mehr Gott, sondern der Mensch das Maß aller Dinge ist,
hat in weiten Teilen bereits Fuß gefasst und nicht nur den katholischen Glauben, sondern das Christentum in nahezu allen Ausprägungen entscheidend geschwächt.
Auch daher kommt jener rapide Schrumpfungsprozeß, den das Christentum in unseren westlichen Ländern derzeit durchlaufen muß.
Eine Wohlfühlreligion, die es jedem recht machen will, die selbst in den fundamentalen Themen des menschlichen Zusammenlebens wie Ehe und Familie nicht mehr einheitlich das Wort Gottes verkündet, schafft sich letztlich selbst ab und
führt schleichend zu einer Art rechtspositivistischem Humanismus,
der heute allenthalben immer mehr Raum einnimmt und bereits das politische Tagesgeschäft prägt."

-

Der Mediensprecher des Bistums Chur unter dem traditionsverbundenen und damit, wie könnte es auch anders sein, auch stark angefeindeten Bischof Vitus Huonder
- Giuseppe Garcia - hat in einem vor drei Jahren veröffentlichten Artikel in deutliche Worte gefasst, was offenbar vielen "Zeitgeistkatholiken" nicht mehr vermittelbar zu sein scheint.
Deren Stammtisch"katholizismus" in Form von "Wir sind Kirche" / "Kirche von unten" etc....lassen sich von liberal freigeistigen Medien "umarmen" und geben denn auch brav dasjenige wieder, was diese hören wollen.
Unterstützung erhalten sie von gleichgesinnten Würdenträgern.


Der Mediensprecher Giuseppe Garcia hält dagegen und betont dabei die Pflicht eines jeden römisch katholischen Bischofs:
-

"Die öffentliche Meinung spielte hier keine Rolle.
Ein Bischof richtet seine Entscheidungen nicht nach «öffentlichen Druckversuchen» oder der «Meinung wechselnder Mehrheiten»,
sondern nach der Lehre der Kirche.
Ein Bischof ist kein Politiker, die Kirche keine Partei, die ihr Programm nach Mehrheitsstimmungen ausrichtet.
Bischöfe empfangen die Orientierung bei ihrem Handeln nicht vom Volk.
Sie sind Hirten, die sich zum Heil der Seelen an der Lehre der Kirche orientieren.
Die Kirche ist aber keine Demokratie.
In der Kirche geht alles von Christus aus, deswegen ist sie hierarchisch".

-



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 14.01.2019 23:45 | nach oben springen



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