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#46

RE: Aus der Wahrheit sein

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 20.08.2019 23:06
von Aquila • 5.663 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Als Katholiken dürfen wir keiner falschen Demut verfallen....
jener "Demut", die sich vor dem wahrheitsfernen Zeitgeist verbeugt.
Als traditionsverbundene Katholiken dürfen und müssen wir uns konsequent
im gesunden demütigen Stolz üben....

Pater Bernward Deneke von der Petrus-Bruderschaft beschreibt diesen genauer:
-

[....]
"An dieser Stelle ist eine Klärung am Platz.
In frommen Ohren hat das Wort Stolz einen schlechten Klang, da es sogleich als sündhafte Selbstüberhebung verstanden wird.
Tatsächlich aber handelt es sich dabei um einen zunächst neutralen Begriff.
Stolz sein bedeutet: den Nacken nicht beugen, Dienst und Unterwerfung verweigern.
Es ist einleuchtend, daß Stolz gegenüber Gott und den Menschen, die einen berechtigten Anspruch an uns geltend machen, eine schwere Verfehlung darstellt.
Wie jedoch verhält es sich, wenn uns ein Unrechtsregime, eine gottlose Institution oder einfach nur der moralisch verkommene Zeitgeist in die Knie zwingen will?
Wenn gar der Teufel uns auffordert, ihm zu huldigen?
Ist da nicht das herrisch-stolze Wort Christi am Platz:
Weiche Satan! Denn es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und Ihm allein dienen(Mt 4,10)?

„Agnosce, o Christiane, dignitatem tuam“, ruft der hl. Papst Leo der Grosse in einer berühmten Weihnachtspredigt aus:
Erkenne, o Christ, deine Würde.
Gemeint ist die Würde, die unserer Erwählung und Wiedergeburt zu Gotteskindern entstammt.

Der Adel von Gliedern am Mystischen Leib Jesu Christi, die teilhaben an Seinem Fleisch und Blut.
Und die Zierde von Tempeln des Heiligen Geistes.
Würde, Adel und Zierde dieser Art verstärken im gläubigen Herzen die Gesinnung tiefer Demut vor Gott, dem allein die gnadenhafte Erhebung zu verdanken ist.
Zugleich erwecken sie aber auch das Bewußtsein der eigenen Kostbarkeit und damit verbunden das kämpferisch-kompromißlose Nein gegenüber jeder Macht, die uns solche Herrlichkeit rauben will.
„Lieber sterben als sündigen“, hielt Maria Goretti ihrem Mörder entgegen.
Ja, lieber sterben als die christliche Würde der Gottlosigkeit, Niedertracht und Unzucht preiszugeben, das ist die Haltung demütigen Stolzes.

Wer jungen Menschen in unserer Zeit nur von Demut und Unterordnung spricht;
wer ihnen nicht sagt, daß Gott ihnen hohen Adel verliehen hat;
wer ihnen nicht hilft, den aufrechten Gang auch unter erschwerten Bedingungen zu wahren, das Haupt angesichts der Verführer und Bedränger zu erheben:
„Für das, was du mir da anbietest, bin ich mir einfach zu schade; es ist unter meiner Würde“
– wer also diese Seite des christlichen Lebens unterschlägt, der produziert exakt jenes Duckmäusertum, jene falsche Bescheidenheit und Angepaßtheit, durch die das Imperium des Fürsten dieser Welt besteht und sich beständig ausbreitet.
Es gibt keine Alternative zum demütigen Stolz!"


-

Siehe bitte auch die Anmerkungen von Hw Robert Mäder über den gesunden katholischen Stolz:
Religion und Wahrheit (20)
-


zuletzt bearbeitet 20.08.2019 23:07 | nach oben springen

#47

RE: Aus der Wahrheit sein

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 21.08.2019 11:54
von Sel • 353 Beiträge

Lieber Aquila,

vielen Dank! Sehr interessante Beschreibung von P. Deneke!

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#48

RE: Aus der Wahrheit sein

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 19.09.2019 23:25
von Aquila • 5.663 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !



Der hl. Johannes v. Avila (1500 -1569)

über die mit dem lebensspendenden Wasser zu bewässernde Saat des bei der hl. Taufe empfangenen Glaubens:

-

"Der bei der Taufe empfangene Glaube ist vergleichbar mit einer Saat,
die bewässert werden muss;
das Wasser, dessen der Glaube bedarf, um wachsen und Früchte tragen zu können, sind:
Die Erkenntnis Christi, das Hören auf sein Wort,
das regelmässige Beten und Empfangen der hl. Sakramente.

Der Zweck der Mission besteht darin,
den Kindern Gottes dieses lebenspendende Wasser anzubieten."

-|addpics|qps-13-6891.jpeg-invaddpicsinvv|/addpics|


zuletzt bearbeitet 19.09.2019 23:29 | nach oben springen

#49

RE: Aus der Wahrheit sein

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 20.09.2019 23:52
von Aquila • 5.663 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Pater Titus Kieninger vom Kreuzorden:

-

"Wir wissen nicht, unter welchen Bedingungen Gott unsere Treue prüft.
Darum handeln wir klug, wenn wir:

+ den Herrn am Kreuz liebend betrachten und von ihm Kraft erbitten;

+ Maria, die Getreue unter dem Kreuz und die vielen Märtyrer im Himmel um ihre Fürbitte ansuchen;

+ uns mit kleinen Verzichten im Kampf gegen die Sünde üben;

+ uns durch eifrigen Empfang der hl. Sakramente die Gnade des Starkmutes und der Treue bis zum Ende schenken lassen."


-

(Entnommen aus dem "St. Josephsblatt")

-

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#50

RE: Aus der Wahrheit sein

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 25.09.2019 23:49
von Aquila • 5.663 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!



Ein beliebtes Mittel zum Versuch der Unterminierung der Wahrheit ist das seelengefährdende Geschwätz über die "Gleichwertigkeit aller Religionen".


Der Prämonstratenser-Pater Leonarde Goffiné (1648-1719)
hat diese Lüge in seinem Unterrichtsbuch aus dem 19.Jahrhundert unmissverständlich zurückgewiesen:


-
"Nur der wahre Glaube macht selig; der wahre Glaube ist der,
dass Jesus Christus wahrer Gott ist, und dass alles, was er gelehrt hat,
göttliche Wahrheit ist.
"Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm." (Joh. 3,36)




Was ist es also mit dem Gerede einiger, jede Religion und jeder Glaube sei gleich gut, es sei einerlei, ob man Christ oder Heide oder Jude, katholisch oder protestantisch sei?

Ein solches Gerede ist Gotteslästerung und vernunftwidriges Geschwätz.
Wenn es gleich ist, was man glaubt, wozu hätte dann Gott uns eine Offenbarung gegeben?
Wozu hätte Jesus Christus seine Lehre mit dem blutigen Tode besiegelt?
Hat er nicht ausdrücklich gesagt:
wer nicht an den Sohn glaubt, der wird das Leben nicht sehen?
Und dann sind die verschiedenen Religionen miteinander in offenem Widerspruch;
was die eine glaubt, verwirft die andere als Irrtum.
Aber es ist unvernünftig zu sagen, es sei gleich, ob man an die Wahrheit oder an den Irrtum glaube; es sei zum Beispiel gleich zu glauben, es gebe eine Hölle oder es gebe keine; mit dem Tode sei alles aus, oder nach dem Tode gebe es eine Ewigkeit, in die der Mensch kommt; Mohammed sei ein göttlicher Prophet, oder ein Betrüger gewesen, und dergleichen.
Wahrheit gibt es nur eine; und was ihr widerspricht, ist Irrtum. Aber dem Irrtume absichtlich anhängen, widerspricht der Vernunft, welche für die Wahrheit geschaffen ist.



Darf und soll jeder in dem Glauben bleiben, in dem er geboren ist?

Nur derjenige, der im allein wahren und seligmachenden Glauben geboren ist, muss in ihm auch bleiben.
Wer aber im falschen Glauben geboren ist, muß denselben, sobald er den Irrtum erkennt, verlassen und die Wahrheit annehmen
.
Denn nur die Wahrheit, der wahre Glaube macht selig, wer diesen freiwillig nicht annimmt, verdammt sich selbst.



Wo findet man alles, was Gott geoffenbart und zu glauben befohlen hat?

Man findet es in der Heiligen Schrift und in der Tradition,
welche beide uns von dem unfehlbaren Lehramte der katholischen Kirche übermittelt werden."

-

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