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#56

RE: Priester missbrauchen 1000 Kinder

in Nachrichten 21.08.2018 13:06
von Kleine Seele • 425 Beiträge

Lieber Sel, wer sagt das ich meine Kirche, die Priester, das Zölibat, wofür ich mich immer wieder einsetze nicht liebe?
Was ich aber nicht liebe ist die Sünde. Die Lastfirebewegung,- gruppen welche immer alles entschuldigen, was sich ihrem Verstand entzieht. Damit meine ich diese Verharmlosung schwerer schwerer Sünden, denn Mißbrauch sogar mit Todesfolge ist keine lässliche Sünde. Ja ICH LIEBE MEINE KIRCHE! Und ich lasse es nicht zu das mir VERBITTERUNG unterstellt wird.

Die Gnade der Demut

Ich möchte noch einmal den Limburger Bischof Franz Kamphaus zitieren, der anlässlich einer Priesterweihe sagte: "Wenn ich vor einem, was die Entwicklung der Kirche betrifft, Angst und Sorge habe, dann ist das nicht so sehr allein, dass wir nicht genügend Priester hätten, obwohl ich mir mehr wünsche; nicht allein, dass wir mehr Menschen in unsere Gottesdienste bekommen, obwohl ich mir auch da mehr wünsche, nein, wenn ich mir Sorgen mache, dann ist es der Gedanke, dass wir eine perfekte Kirche werden, mit allen Raffinessen und modernen technischen Aparaturen, wo aber kein Spielraum mehr bleibt, dass ER - Jesus Christus - durchkommt." Und an die Weihekandidaten gerichtet, sagte er: "Gott erwählt uns nicht zu Priester, damit wir uns auf den ersten Plätzen breit machen, sondern damit wir das Geheimnis des letzten Platzes begreifen. Bei der Priesterweihe legen wir uns auf den Boden hin. Das sagt alles, das ist die Wahrheit über uns, das ist unser Platz." Die Demut gehört in der Lehre des hl. Franz von Sales zu den wesentlichen Tugenden des Christen, eine Tugend, von der er selbst reich beschenkt war. Uns wünsche ich die Gnade der Demut, damit wir die Menschen um uns wirklich verstehen lernen.


Die Gnade der spirituellen Intelligenz

Die Verwirklichung der Botschaft Jesu erfordert sicherlich einen unheimlich starken Glauben, einen Glauben, den wir nicht durch unser Theologiestudium mit dem Erhalt des Magistertitels mitgeliefert bekommen. Um zu glauben, bedarf es nämlich nicht einer Hochschulintelligenz, sondern einer spirituellen Intelligenz. Diese spirituelle Intelligenz ist die Intelligenz der Armen. Sie ist jene Intelligenz, die man erhält, wenn wir so wie Christus zu Dienern der Menschen werden. Wenn wir Priester meinen, allein aufgrund unseres Studiums Spezialisten des Glaubens zu sein, dann irren wir gewaltig. Spezialisten des Glaubens sind allein diejenigen, die vielleicht studiert haben, aber nicht daran festhielten, sondern herabstiegen von ihrem hohen Gedankengebäude und sich ein hellsichtiges Wissen um das Elend der Menschen, im die Not der Welt aneigneten, in einem Wort: die Intelligenz der Armen. Und solche Menschen können dann auch faszinieren. Sie werden dann in dem, was sie predigen, tun und sagen, auch glaubwürdig, nicht aber aufgrund ihrer Titel, sondern aufgrund ihrer Christusähnlichkeit, weil durch sie Christus spürbar wird. Das meint auch der Mailänder Kardinal Carlo Maria Martini, wenn er sagt: "Man muss anfangen zu dienen, seine Hilfe anbieten und sich die Hände schmutzig machen, bevor man das Wort Gottes weitergeben kann. Wer meint, das Wort mitteilen zu können, ohne zuvor den Armen und Kranken beigestanden zu haben, wird nie die Barmherzigkeit verstehen, die im Wort Gottes zum Ausdruck kommt. Es bleibt ein kulturelles Phänomen oder eine Prestigesache."
Diese Gnade der spirituellen Intelligenz, die Intelligenz der Armen wünsche ich uns, eine Intelligenz von der auch der hl. Franz von Sales geprägt war.
http://www.franz-sales.de/literatur.html

Die Gnade des Dienens

Der Priester besitzt in unserer Gesellschaft - vielleicht nicht mehr so viel wie früher - aber doch immer noch einen besonderen Status. Jedenfalls steht er laut Meinungsumfragen gleich nach dem Arzt an zweiter Stelle jener Berufe, die das höchste Ansehen unter den Menschen genießen. Der Herr Pfarrer, der "Hochwürden" hat doch immer noch etwas zu sagen. Und es gibt sicher Priester, in letzter Zeit wahrscheinlich wieder mehr, denen ihre Machtposition gar nicht so unangenehm ist. Im Gegenteil: Gerne lassen sie sich mit "Hochwürden" anreden. Mit Jesus Christus hat das aber nichts zu tun. Jesus ging es nicht um seine Machtposition, um sein Ansehen, ihm ging es um uns Menschen. Er fragte nicht: Was habe ich davon? Was springt für mich heraus? Er sagte nur: "Für Euch und für alle!" Er ließ nicht andere für sich sterben, er starb für die anderen. Das ist seine Alternative. Sie steht im Zeichen des Kreuzes. Die übliche, eigensüchtige Herrschaft im Streit um die Sprossenplätze auf der Leiter zur Macht ist durchkreuzt durch die Autorität des Dienens.
Unser Ordenspatron Franz von Sales pochte auch als Bischof nicht auf die Macht seiner Amtsautorität, sondern auf die Macht des Dienstes und der Liebe. Und so wünsche ich uns, dass wir als Priester nicht um unser Ansehen in der Gesellschaft bemüht sind, sondern darum, Diener der Menschen zu werden.



LG Kleine Seele


zuletzt bearbeitet 21.08.2018 17:30 | nach oben springen
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#57

RE: Priester missbrauchen 1000 Kinder

in Nachrichten 21.08.2018 14:04
von Blasius • 2.487 Beiträge

@Sel


"für die Hw Priester einsetzen,"

DAZU AUSZÜGE AUS:

http://www.kathpedia.com/index.php/Priesterweihe

Priesterweihe

Gott beruft seine Priester durch die Kirche.
-
Salbung der Innenflächen der Hände

Auf ein schönes und inhaltsvolles Segensgebet über die Neugeweihten folgt die Salbung der Hände mit Chrisam. Der Bischof stimmt an den Stufen des Altares das, Veni Creator Spiritus an. Während der Chor den Hymnus weiter singt, treten die Neugeweihten vor den Bischof und reichen ihm die geöffneten Hände dar. Mit Katechumenenöl salbt dieser zuerst beide Daumen und Zeigefinger, die ja im heiligen Messopfer die heiligen Gestalten von Brot und Wein berühren werden, und betet:

"Weihen und heiligen mögest Du, o Herr, diese Hände durch diese Salbung und unsere Segnung." Dann salbt er die inneren Handflächen: "Damit alles, was sie segnen, gesegnet sei, und was sie weihen, geweiht und geheiligt sei." Wie die Hände Jesu bei der heiligen Wandlung "heilig und ehrwürdig" genannt werden, so sollen auch die Hände des Priesters stets "heilig und ehrwürdig" sein.

Nach der Salbung schließt der Bischof die Hände der Neugeweihten und bindet sie mit einem Leinentuch fest zusammen. Es gibt den schönen Brauch, dass dieses Leinentuch später der Priestermutter zusteht, damit sie es aufbewahrt und einmal mit ins Grab nimmt.
-
Gehorsamsversprechen

Schließlich umfasst der Bischof beide Hände des Neugeweihten und fragt ihn:

"Versprichst du mir und meinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam?" Dieser antwortet:

"Ja, ich verspreche es.", worauf ihm der Bischof den Friedenskuss gibt.

Mit einer nochmaligen Ermahnung und einem feierlichen Segen beschließt der Bischof die Weihehandlung.

Sein letztes Wort lautet: "Bittet den allmächtigen Gott auch für mich!"

Liebe Grüße, Blasius

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#58

RE: Priester missbrauchen 1000 Kinder

in Nachrichten 21.08.2018 19:17
von Kleine Seele • 425 Beiträge

@Sel
Gelobt sei Jesus Christus!

Danke lieber Katholik28, für dieses Bekennerschreiben eines Priesters aus den USA, der verunglimpft wurde. Sicherlich leider kein Einzelfall Deutlich wird, wie sich unsere Priester in diesen Zeiten fühlen müssen.[/b]

Aber einfach ist, die Schuld und Sünden einzelner, weniger Glieder auf die heutigen Priester zu übetragen! Welch ein Wahnsinn! ZITATENDE

Jaja, die lieben Einzelfälle!! Oder doch nicht?
Merkst Du den Unterschied?


LG Kleine Seele


zuletzt bearbeitet 21.08.2018 19:52 | nach oben springen
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#59

RE: Priester missbrauchen 1000 Kinder

in Nachrichten 21.08.2018 22:14
von Aquila • 5.663 Beiträge

Liebe Mitdiskutanten

Ein jeder überlege für sich wie er sich verhalten würde, wenn er Zeuge einer verbalen Attacke auf einen hw Priester wäre.
"Verschämtes Wegschauen" oder beherztes Eingreifen im Sinne des sich demonstrativ an die Seite des Priesters Stellens.

Bei aller notwendiger Konsequenz bei der Verurteilung der durch im Vergleich zur Gesamtzahl der Priester einiger weniger unter ihnen begangenen schweren Verfehlungen, dürfen wir nicht in die "humanistische" Falle tappen
und am aktuellen ungefilterten Trommelfeuer gegen das katholische Priesterum mitwirken zu wollen.
@Sel arbeitet es in seinen Beiträgen immer wieder schön heraus.

Es soll nichts "entschuldigen", doch bedenken wir:
Schlimmste Seelenfolter erfahren Kinder und Jugendliche heute durch den "humanistisch freigeistig" gelenkten "Genderismus"-Irrsinn, der durch "Pädagogen" mit "Samthandschuhen" vermittelt wird.

Unser Glaubensbekenntnis:
"Ich glaube an die eine heilige katholische und apostolische Kirche"
wäre wertlos, würden wir das Weihepriestertum nun in Frage stellen bzw. dieses im Sinne von "zeitgemässer Anpassung" relativieren wollen.
Unser Mutter Kirche ist heilig;
die immer noch erdrückende Mehrheit der geweihten römisch katholischen Priester, sich immer ihrer menschlichen Gebrechlichkeit bewusst seiend, setzt aus lauterem Herzen kraft ihrer sakramentalen Vollmacht das Erlösungswerk Christi auf Erden fort.
So kann es auf obige Frage nach dem Verhalten auch nur eine Antwort geben:
Ohne Wenn und Aber dem in Bedrängnis geratenden hw Priester beistehen.


Was tut aktuell Not ?

In erster Linie zweifellos den Opfern das Mitgefühl versichern und ihnen beistehen.

Weiter die Aufarbeitung der schweren Verfehlungen durch Zerschlagung der sich offenbar über Jahrzehnte ausgebreitet habenden Homo-Netzwerke innerhalb der Kirche.
Dieses Techtelmechtel mit der Homosexualität ist mit eine Ursache der verheerenden Zustände in einigen Diözesen bzw. Priesterseminarien.
Eklatanter Kontrast:
In den traditionsverbundenen Seminarien sind derartige Vorkommnisse so gut wie nicht zu finden.

Was mir diesbezüglich auch durch den Kopf geht:
Der Gedanke an eine aufgrund dieser schlimmen Vorfälle möglicherweise beginnende "Säuberung" in der Hierarchie der Kirche.
Es deuten sich immer weitere Verflechtungen innerhalb der Hierarchiestufen an, gerade auch unter den Papst Franziskus nahestehenden Würdenträgern - teils auch mit Beraterfunktion - und ihren "zeitgemässen" Ansichten.
Es könnte ein Stein ins Rollen gebracht werden, der letztendlich einem Erdrutsch gleich das gerade unter dem Pontifikat von Papst Franziskus Einzug gehaltene Liebäugeln mit dem Geist der Welt wegschwemmen könnte.
Ein Brausen des Heiligen Geistes, um die heute einer nurmehr einer schwach flackernde Kerze gleichenden Kirche wieder zu einem lodernden Feuer werden zu lassen ?!


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 21.08.2018 22:15 | nach oben springen
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#60

RE: Priester missbrauchen 1000 Kinder

in Nachrichten 22.08.2018 20:03
von benedikt • 3.035 Beiträge

Lieber Aquila, danke für Deine Ausführungen, nur hier bin ich anderer Meinung!

@Aquila

Zitat: , um die heute einer nurmehr einer schwach flackernde Kerze gleichenden Kirche wieder zu einem lodernden Feuer werden zu lassen ?!Zitatende.

Die Heilige Katholische Kirche ist und bleibt, auch in unserer heutigen Zeit, ein loderndes Feuer!
Wir müssen nur hingehen, und schon im Vorfeld innerhalb der Kirche, die menschlichen Schwächen der Priester erkennen, und sie abstellen oder erst gar nicht zulassen -

Der Friede und die Liebe Gottes sei mit Dir. benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 22.08.2018 20:05 | nach oben springen
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