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#51

RE: Aschermittwoch / Fastenzeit

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 06.04.2019 22:37
von Aquila • 5.457 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !



Zum Ersten Passionssonntag - Judica - aus dem Introitus der hl Messe (Schott-Messbuch 1962):
-

Introitus (Ps. 42, 1-2)

Vom Passionssonntag bis Gründonnerstag wird, wenn nicht ein Fest gefeiert wird,
am Schluß des Introitus kein Gloria Patri gebetet, ebenso nicht am Schluß des Lavabo-Psalmes.

Judica me, Deus, et discerne causam meam de gente non sancta: ab homine iniquo et doloso eripe me: quia tu es Deus meus et fortitudo mea. (Ps. ibid. 3) Emitte lucem tuam et veritatem tuam: ipsa me deduxerunt et adduxerunt in montem sanctum tuum et in tabernacula tua. – Judica me (usque ad Ps.).

Schaff Recht mir, Gott, und führe meine Sache gegen ein unheiliges Volk; von frevelhaften, falschen Menschen rette mich; denn Du bist ja mein Gott und meine Stärke. (Ps. ebd. 3) Send mir Dein Licht und Deine Wahrheit, daß sie zu Deinem hl. Berg mich leiten und mich führen in Dein Zelt. – Schaff Recht mir (bis zum Ps.).

-


Zum Ersten Passionssonntag - Judica
aus einer Predigt von Hw Hans Milch aus dem Jahre 1983:
-

[....]
"In allem ist Christus Vorbild.
Sein ganzes Verhalten, sein Kampf, seine Erhabenheit, seine Souveränität, seine Überlegenheit hat Er uns vermacht.
Wir sind Erbe Seines Kampfes.
Und Liebe ohne Kampf ist keine Liebe. Kampf und Liebe gehören zusammen,
und der Kampf ergibt sich aus der Liebe.
Wer kann schon Gott lieben und alles Seiende lieben und nicht das Nichts hassen?
Völlig unmöglich.
Wer kann entbrannt sein für Christus und nicht den Satan und seine Werke hassen?
Zeige mir deine Liebe ohne Haß; es ist keine Liebe.

Haß gegen das Nichts, Haß gegen den Irrtum, Haß gegen die Sünde:
Wie kann ich den Sünder lieben, wenn ich nicht seine Sünde hasse?
Wie kann ich den Irrenden lieben, wenn ich nicht seinen Irrtum hasse?
Selbstverständlich hasse ich nicht die Person, aber ich hasse das, was die Person entstellt.
Und dagegen Kampf, Entlarvung, Bloßstellung, um Chance zu geben, herauszutreten aus dem armseligen Miteinander des Üblichen, aus der bequemen Einbettung ins Kollektiv. Christus will dich herausreißen ins Unbequeme, in die freie Plaine, wo du ungeschützt stehst unter dem Himmel Seines Angebotes
und dir nichts übrigbleibt als JA oder NEIN: dorthin will dich Christus herausreißen.
Wer nach rechts und nach links, nach hinten und vorne schaut, nach den anderen schaut und sich einfügt und mitmacht und auf halb-und-halb geht und vorsichtig ist und halb meint und doch meint und vielleicht meint ist untauglich für Gottes Reich. Alles oder Nichts, JA oder NEIN.
Sehr undiplomatisch!
Aber Christus war im höchsten Grade undiplomatisch.
Er hat sich ausgesetzt dem Haß der Welt; Zeichen, dem widersprochen wird zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel.
[....]
Gott ist Mensch geworden und hat das Leiden auf Sich genommen und damit vergöttlicht.
Er hat uns nicht vom Leiden erlöst,
Er hat das Leiden erlöst von seiner Sinnlosigkeit.
Und wir haben nun das Leiden in der Hand als Waffe, als Zepter, als Medium der Machtausübung.
Von jedem Weh gehen Ströme lebendigen Wassers aus.
Wir sitzen an den Schalthebeln und sind die geheimen Herrscher.
Wir tragen zwar unseren Schatz in irdenen Gefäßen;
und Gottes Kraft kommt durch unsere Schwachheit zur Vollendung; und unsere Armseligkeit ist ein Magnet, der Sein Erbarmen anzieht: aber mitten in alldem sind wir Herren.
Das ist unser Auftrag.
Nicht winselnd, wimmernd, keuchend, fluchend, in ohnmächtigem Zorn heulend,
sondern heilig, in Ingrimm, im Widerspruch dem Satan widerstehen."
[....]

-


Die Buss- und Fastenzeit ändert mit dem ersten Passionssonntag
ihren liturgischen Charakter....hin zum Leiden Christi.

Die Einführung aus dem Schott Messbuch 1962:
-

"Heute ändert sich der Charakter der Fastenliturgie mit einem Male.
Die Beziehungen auf die Katechumenen treten jetzt mehr zurück, auch fehlen die Anspielungen auf die Stationskirchen, dagegen
tritt der leidende Christus in den Vordergrund.
In erschütternder Weise schreit er oft mit dem Psalmisten zum Vater um Rettung aus übergroßer Leidensnot.
Die Lesungen stellen uns den Mann der Schmerzen vor Augen.
Immer düsterer ballen sich die Gewitterwolken über seinem Haupte zusammen, bis sie sich endlich am Karfreitag furchtbar entladen.
Neben dieser unergründlich tiefen Verdemütigung Christi in seinem Leiden tritt in dieser Zeit aber auch deren gewaltige Wirkung: der Segen des Opfertodes, im Lobe des Kreuzes, hervor.

Um ihren Schmerz über das Leiden und den Tod ihres Bräutigams noch mehr zu bekunden,
läßt die Kirche in den Tagesmessen der Passionszeit im Staffelgebet den Psalm Judica, der in freudigem Jubel ausklingt und im Introitus des Passionssonntags wiederkehrt, wegfallen und das Gloria Patri, den frohen Lobruf an die heiligste Dreifaltigkeit, verstummen.

Sie verhüllt auch das Altarkreuz und die Altarbilder mit dunklen Tüchern, um so an die Erniedrigung des Erlösers zu erinnernund das Bild des Gekreuzigten um so tiefer in unsre Herzen zu prägen.




Die Altarkreuze bleiben verhüllt bis nach der Kreuzverehrung am Karfreitag, die Altarbilder bis zum Gloria der Osternacht.
[....]

-

Die hl. Messe am Ersten Passionssonntag:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...aso5/index.html

-


Zum Ersten Passionssonntag eine Predigt aus dem Jahre 2010 von
Pater Frey von der Pius-Bruderschaft:


-

"Passionssonntag – Das Geheimnis des Kreuzes

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Mit dem heutigen Sonntag tut sich das Tor der Passionszeit, der Leidenszeit auf.
Die Kirche hüllt sich in Trauer, sie hat die Statuen und Bilder mit dunklen Tüchern verhüllt.
Sie wendet nun den Blick ganz auf den leidenden Herrn
und begleitet ihn mit ehrfürchtigster Teilnahme auf seinem Weg, den er durch den Hass der Juden bis zum blutigen Kreuzestod geht.
Wir alle sind eingeladen, ja aufgefordert, mitzugehen, in diesen zwei Wochen bis Ostern den Heiland auf seinem Leidensweg zu begleiten und seine hl. Passion zu verehren.
Die Passionszeit ist überaus kostbar.
Denn sie führt uns ein in das, was das tiefste Geheimnis des christlichen Lebens ist:
Das Geheimnis des Kreuzes.
Wir wissen es alle:
Das christliche Leben ist wesentlich der Weg des heiligen Kreuzes,
es ist ein Leben der Vereinigung mit dem gekreuzigten Herrn Jesus Christus.

Der Kreuzweg ist der Weg, der uns zum ewigen Leben führt, das Kreuz ist die Leiter, die uns zum Himmel emporsteigen lässt.
Unser Heiland sagt es uns ganz klar und unmissverständlich:
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, er nehme täglich sein Kreuz auf sich und so folge er mir nach.“
Wollen wir also ein gutes Leben führen und unser ewiges Ziel erreichen,
müssen wir also täglich unser Kreuz umfassen und es mutig tragen in liebender Vereinigung Unseres Herrn Jesus Christus.
Darüber kann nicht der geringste Zweifel bestehen.
Und dennoch tun wir uns so schwer, das zu begreifen.
Alles in uns sträubt sich, wenn es darum geht, mit unserem Heiland in irgendeiner Form zu leiden.
Am liebsten machen wir einen weiten Bogen um das Kreuz, oder versuchen es abzuschütteln, wenn es da ist.
„O möglichst nie leiden, es soll uns möglicht immer gut gehen“,
das ist der Schrei unserer weichli-chen Natur, auf die man nur allzu gerne hören würde.
Wie ist es doch seltsam:
Das was uns mit unserem Heiland vereinigt und uns in den Himmel führt, ist für uns eine abschreckende Realität.
Das Kreuz ist wirklich ein Rätsel, ein Geheimnis: mysterium crucis – das Geheimnis des Kreuzes. Der natürliche Mensch kann es nicht begreifen.
Er wird immer daran Ärgernis nehmen, verständnislos den Kopf schütteln oder daran verzweifeln. Es kommt ihm so nutzlos und sinnlos vor, er will es nur wegwerfen.
Wenn aber das Licht des Glaubens in unseren Seelen aufleuchtet,
dann beginnen wir das Geheimnis des Kreuzes langsam zu begreifen und wir entdecken nach und nach seinen verborgenen Reichtum, seine Herrlichkeit und Schönheit, seine Kraft und milde Salbung.

Das Kreuz ist wie ein verborgener Schatz, jener Schatz, von dem das Evangelium spricht, für den es sich lohnt, hinzugehen und alles zu verkaufen, um sich diesen Schatz zu erwerben.
Das sollen wir also tun, jetzt erneut in der Passionszeit.
Wir sollen uns Mühe geben, diesen Schatz neu zu entdecken, uns anzueignen,
um daraus all die Reichtümer zu schöpfen,
die er uns bereithält.

Welches sind diese verborgenen Reichtümer?
1. Reichtum: die Fruchtbarkeit des Kreuzes
Wenn wir unser persönliches Kreuz, das wir zu tragen haben, berühren am Kreuz Christi,
gewinnt es Anteil an dessen unendlicher Fruchtbarkeit.
Und das Kreuzesopfer Christi hat ja eine unendliche Fruchtbarkeit.
Es ist die Lebensgrundlage der Kirche,
die Quelle aller Segnungen und Gnaden,
die Erlösung für die ganze Menschheit
.

Und nun ist also tatsächlich wahr, dass jedes Leid, das wir zu erdulden haben,
wenn wir es vereinen mit dem bitteren Leiden Christi, teilhat an der lebenspendenden Kraft dieses seines Erlöserleidens.

Das ist für uns ein überaus großer Trost.
Jeder Mensch hat Schwierigkeiten zu erdulden, Prüfungen zu bestehen, wird Enttäuschungen erleben.
Es wäre eine fatale Illusion, sich ein Leben vorzustellen ohne Kreuz.
Das ist unmöglich, selbst wenn man versuchte, jedem Kreuz sorgfältigst auszuweichen.
Man wird es dennoch immer wieder antreffen.
Die Geschichte der Menschheit lehrt uns dies auf Schritt und Tritt, zu früheren Zeiten wie auch heute: wie viel Elend und Kummer, Unrecht und Leid haben so viele Menschen zu erdulden in diesem Tal der Tränen.
Sei es durch Kriege, Verfolgungen, Unterdrückungen, Krankheiten, Unglücksfälle,
seien es körperliche oder seelische Leiden.
Wir sehen ein Milliarden-Heer von kreuztragenden Menschen, die unter ihrer Last stöhnen.
Wie gut ist es da zu wissen,
dass all diese Leiden nicht umsonst, vergeblich und nutzlos sind.
Ganz im Gegenteil, sie haben einen ungeahnt hohen Wert, sofern sie gottergeben ertragen werden.


Worin besteht dieser Wert?
Es ist ein dreifacher:

- Das Verdienst: d.h. das gute Werk erwirkt uns eine Belohnung:
die Vermehrung der heiligmachenden Gnade und somit auch die Vermehrung der Glorie im Himmel.
Wer geduldig leidet, empfängst also einst für die ganze Ewigkeit eine größere Herrlichkeit, wird näher bei Gott sein, ihn inbrünstiger lieben und tiefer erkennen.
Das ist nicht zu unterschätzen!

-Die Sühne:
Der Sühnewert besteht darin, dass das gute Werk für unsere Sündenstrafen Genugtuung leistet, und zwar können Sündenstrafen abgebüßt werden für eigene Sünden, aber auch für fremde Sünden z.B. für die armen Seelen:
das geduldig aufgeopferte Leiden ist für die Seelen des Fegfeuers eine immense Hilfe.

- Der erlangende Wert:
Das Leiden erlangt uns neue Gnaden, für uns persönlich oder für andere, eine Hilfe aus irgendeiner Not, die Bekehrung eines Sünders.
Das wird ganz besonders deutlich im Leben der Heiligen.
Mit wie viel Vertrauen haben sich die Christen immer an jene gewandt, von denen sie wussten,
dass sie ein heiligmäßiges Leben führten, z.B. die Zeitgenossen des hl. Pfarrers von Ars pilgerten in ihren Nöten scharenweise nach Ars, weil sie wussten:
Wenn dieser hl. Pfarrer für uns aufopfert und betet, dann wir er uns die Gnadenhilfe ganz sicher erlangen.
Sie sehen also, welch wunderbare übernatürliche Kraft unsere kleinen Leiden und Weh-Wehchen haben,
wenn wir uns ganz einfach bemühen, sie aus Liebe zum leidenden Heiland aufzuopfern
.

Wenn sie z.B. an das Schmerzensbett im Krankenhaus gebunden sind, und vielleicht wochen- oder monatelange leiden und sie sich sagen:
„Diese Schmerzen will ich erdulden, vereint mit jenen, die unser Herr erlitten hat“,
dann werden diese Verdienste, die Sie gewinnen, als ungeahnt reicher Segen hinausfließen in die Welt, für die Bekehrung der Sünder, für die Rettung der Seelen.
Dieser Segen kommt aber natürlich auch auf Sie, für Ihre Heiligung, die Läuterung Ihrer Seelen.
Wie tröstlich ist es, das zu wissen!
Hingegen wie niederdrückend und trostlos muss es sein, wenn man im Leiden überhaupt keinen Sinn erkennen kann, wenn man sich als ein vom Schicksal getroffener vorkommt, wie dies bei den Ungläubigen der Fall ist.
Das betrifft aber nicht nur die Ungläubigen.
Auch die Protestanten und die Modernisten beispielsweise glauben nicht, dass unsere Handlungen verdienstlich sind.
Nach ihnen hat der Heiland schon alles für uns getan.
Wir können also nichts mehr verdienen.
Unsere Leiden dienen also letztlich zu nichts – Sie sehen den gewaltigen Unterschied.
Wenn man Ihnen sagt: All Ihre guten Werke sind unnütz für Ihr Heil, sie sind nicht verdienstlich. Wozu soll es dann noch gut sein, zu leiden, gut zu leben?

Wie schön und herrlich ist dagegen unser katholischer Glaube!
Wenn irgendeine Prüfung oder eine schwere Not über uns hereinbricht, dann wissen wir, was wir tun müssen, und wozu es gut ist.

Wir haben den göttliche Kreuzträger vor unseren Augen, wir hören, wie er zu uns sagt:
„Trage dein Kreuz, nimm es auf deine Schultern, folge mir.
Habe Mut, ich helfe dir, Geh in die hl. Messe und vereinige deine Leiden mit meinem Opfer.
Mein Leiden wird dich stärken. Und wenn du mir nachfolgst, wirst du das ewige Leben gewinnen, und zahllose Seelen mit in den Himmel führen.“
Die kleine Theresia vom Kinde Jesu in ihrem Karmel hat auf diese Weise Millionen von Seelen gerettet. Nicht durch das Apostolat, sondern durch ihre Leiden!
Aus diesem Glauben heraus, aus dieser Vereinigung mit dem Kreuzesopfer Christi ist die christliche Zivilisation entstanden! All die Generationen großartiger heiliger Väter und Mütter,
die wussten, wie man christliches Familienleben aufbaut, Familien, in welchen Christus als König der Liebe herrschte, der die Freuden und Leiden heiligte.
Aus diesen Familien kamen all die vielen Berufungen zum gottgeweihten Leben, die der Ruhm der Kirche sind, all die Seelen, die sich in den Missionen, in den karitativen Einrichtungen oder im Schuldienst für Christus und sein Reich abmühten.
Weil die Kinder das Beispiel der Eltern sahen und begriffen, wie schön es ist, das Leben ein Vereinigung mit Jesus zu leben.
Das ist die Fruchtbarkeit des Kreuzes, erster verborgener Reichtum des Geheimnisses des Kreuzes.
Daraus ergibt sich aber sofort ein
zweiter Reichtum, den man eigentlich nie erwarten würde:
Wenn nun ein Katholik im Bewusstsein leidet, wie viel Gutes daraus erwächst, dann verliert das Kreuz das Abschreckende.
Der Katholik wird inmitten seiner Prüfungen immer ein Lächeln auf seinen Lippen bewahren, und in seinem Herzen sogar eine Freude empfinden,
wenn er an die herrlichen Wirkungen seiner Geduld denkt
.

Darum ist das Kreuz, so paradox es zunächst klingt: Quelle tiefer und heiliger Freude.
Es ist, als ob auf dem Kreuzweg schon die Morgenröte des Ostertages aufschimmert.
Und so ist es auch: Kreuz und Auferstehung gehören unzertrennlich zusammen.
Wer mit Christus das Kreuz trägt, empfängt bereits Anteil an seiner hl. Osterfreude.
So ist es auch in der hl. Messe:
bei der Opferung bringen wir uns mit dem Heiland zum Opfer dar, legen all unsere Sorgen und Leiden hinein: und bei der hl. Kommunion empfangen wir den verklärten Herrn, der sich uns schenkt und in uns sein Leben entfaltet.
Der hl. Paulus drückt diesen Sachverhalt sehr schön aus: „Ich will Christus kennenlernen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinem Leiden zu erkennen, indem ich seinem Tod gleichgestaltet werde und hoffe, so zur Auferstehung von den Toten zu gelangen“ (Phil 3,10).
Oder an einer anderen Stelle sagt der hl. Paulus:
„Inmitten aller Trübsal ströme ich über vor Freude!“ – kein Einzelfall. Wie viele Heilige haben ähnlich gesprochen.
Wer das begriffen hat, ist wirklich ein glücklicher Mensch!
Oder können Sie sich einen beneidenswerteren Menschen vorstellen als jener, der in jeder Lebenslage, sowohl in angenehmen Zeiten wie auch in betrüblichen ganz und gar zufrieden ist, ein heiteres Herz bewahrt und Gott immer dankbar ist?
– Das ist aber die geheimnisvolle Wirkung des Kreuzes.
Kommen wir schließlich zu einem dritten Reichtum dieses verborgenen Schatzes:
Das Kreuz ist der Schlüssel zur Heiligkeit, es ist die Summe der Heiligkeit.
Wir alle sind berufen, heilig zu werden.
Das Kreuz führt uns dahin.
Denn im Kreuz Unseres Herrn Jesus Christus ist alle Heiligkeit zusammengefasst und im Kreuz wird sie gelebt.
Denn worin besteht die Heiligkeit?
Im Abscheu vor der Sünde, die Überwindung jeglicher Sünde; und in der vollkommenen Liebe zu Gott und zum Nächsten.
Genau das verwirklichst sich am Kreuz:
Nirgends zeigt sich die ganze Grauenhaftigkeit der Sünde deutlicher als in den entsetzlichen Qualen des Heilands, und gleichzeitig bedeuten diese den Tod der Sünde:
Unser Herr hat die Sünde besiegt, Er hat den Teufel besiegt.
Im Kreuz Christi lernen wir also, die Sünde zu verabscheuen, uns von ihr so weit wie möglich zu entfernen und sie in der Kraft Christi überwinden.

Dann aber ist das Kreuz auch der schönste Ausdruck der Liebe, die größte, die erhabenste, die gött-lichste Verwirklichung der Liebe zu Gott und zu uns Sündern.
„Gibt es einen größeren Beweis der Liebe, als sein Leben hinzugeben für seine Freunde?”
hat Unser Herr gesagt und Er hat es auch getan, Er hat es verwirklicht.
Deshalb ist das Kreuz unser Buch, aus dem wir am meisten lernen, lernen, wie Gott zu lieben.
Dazu ein Beispiel aus dem Leben des hl. Franz von Assisi:
Er wollte gerne wissen, wie man am sichersten seine Seele rettet und auf dem Weg der Vollkommenheit voranschreitet. In diesem Anliegen betete er inbrünstig, Gott möge ihm das Mittel dazu zeigen.
Da hörte er eine Stimme: Schlage das Messbuch auf und lies darin!
– Was er dann tat und sein Blick fiel auf die Worte: Passio Dni nostri Jesu Christi.
– Das Leiden Unseres Herrn Jesus Christus.
– Er öffnete das Messbuch ein zweites Mal und ein drittes Mal:
und jedes Mal fiel sein Blick auf diese Stelle. Von dieser Zeit an begann er, sich aufs eifrigste mit dem Kreuzweg zu beschäftigen und das Leiden Jesu Christi zu betrachten. Er wurde zum großen Liebhaber des Kreuzes, das war fortan der Inbegriff seines Lebens, das ihn zu hoher Heiligkeit führte.
Mögen wir ein gleiches tun!
Möge die Passionszeit uns helfen, das Leiden Christ würdig zu verehren, zu betrachten und zu er-wägen, damit es uns in Zukunft umso besser gelinge, unsere Widerwärtigkeiten und Abtötungen mit dem leidenden Heiland zu vereinigen.
Wiederholen wir es:
erst der geistige Kontakt mit dem Kreuz Christi macht unser eigenes Kreuz fruchtbar.
Für sich allein bleibt es wertlos.
Durch die Vereinigung mit Christus ist es wie ein Zweig, der auf dem lebendigen Rebstock aufgepfropft wird und dann reiche Frucht bringen kann.

Dieser geistige Kontakt kommt insbesondere im hl. Messopfer zustande.
Hier wird das Erlösungsopfer ja vergegenwärtigt.
Wie glücklich dürfen wir sein, dass wir so leichten Zugang zum Kreuz Christi finden und von seinen Reichtümern schöpfen können.
Haben wir eine große Liebe und Wertschätzung zum hl. Messopfer!
Wie oft hat unser Gründer, Erzbischof Lefebvre, die Bedeutung der hl. Messe betont,
und ist immer wieder darauf zu sprechen gekommen.
Sie ist das Herz der Kir-che, das was ihr am wertvollsten und teuersten ist, ihre Lebensgrundlage und die Quelle aller ihrer Güter.
Heute ist der Todestag des hl. Bruders Klaus, Patrons der Schweiz, des großen Büßer und Frieden-stifters.
Sein Einsiedlerleben war ganz und gar die Verwirklichung dessen, was wir gesehen haben.
- Er stand jede Nacht um Mitternacht auf, um das Leiden Christi zu betrachten bis in die Mor-genstunden.
- Weil man seine große Liebe zur hl. Messe sah, baute man ihm in seiner Einsiedelei ein Kapelle,
er hatte von seiner Zelle aus eine Öffnung, von welcher aus den Blick zum Altar und Tabernakel hatte.
Sei uns der hl. Nikolaus von Flüe ein Fürsprecher, auf das auch wir das Geheimnis des Kreuzes immer besser verstehen und in unserem Leben verwirklichen.
Bitten wir auch die Gottesmutter, die Mutter der Schmerzen.
Sie ist am tiefsten in das Geheimnis des Kreuzes eingedrungen, hatte innigsten Anteil am Erlöserleiden ihres Sohnes.
Möge sie uns helfen, in der Liebe zum Kreuz zu wachsen, damit auch wir zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Amen.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen."




-


zuletzt bearbeitet 06.04.2019 22:41 | nach oben springen

#52

RE: Aschermittwoch / Fastenzeit

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 13.04.2019 21:00
von Aquila • 5.457 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zum heutigen zweiten Passionssonntag - Palmsonntag - ein erster Teil aus einer Predigt des
hl. Josefmaria Escriva (1902-1975), dem Begründer des "Opus Dei":

-

[....]
"Pax coelo, Frieden im Himmel.
Doch behalten wir auch die Welt im Auge:
Warum gibt es keinen Frieden auf Erden?
In der Tat, es herrscht kein Frieden, nur einen scheinbaren Frieden gibt es,
ein Gleichgewicht der Angst, notdürftige Kompromisse.
Auch in der Kirche gibt es keinen Frieden.
Sie ist von Spannungen gezeichnet, die das makellose Gewand der Braut Christi zu zerreißen drohen.
Und ebenso gibt es keinen Frieden in vielen Herzen, die vergebens versuchen,
die
Unruhe der Seele durch beständige Betriebsamkeit zu überspielen, durch billigen Genuß von Dingen, die nicht sättigen, weil sie immer einen traurigen und bitteren Nachgeschmack hinterlassen.


Der heilige Augustinus schreibt:
<Die Palmzweige bedeuten Verehrung, weil sie Zeichen des Sieges sind.
Der Herr stand kurz vor seinem Sieg durch seinen Tod am Kreuz.
Im Zeichen des Kreuzes überwand Er den Teufel, den Fürsten des Todes.>
(Augustinus, In Ioannis Evangelium tractatus, 51, 2, [PL 35, 1764]).
Christus ist unser Frieden, weil Er gesiegt hat.
Er siegte, weil Er gekämpft hat in einem unerbittlichen Kampf gegen alle Bosheit in den Herzen der Menschen.

Christus, unser Frieden, ist auch der Weg (Joh 14,6).
Wenn wir den Frieden wollen, müssen wir seinen Schritten folgen.
Der Frieden ist eine Folge des Krieges, des Kampfes, eines asketischen Kampfes, den jeder Christ in seinem Innern ausfechten muß
gegen alles, was in seinem Leben nicht von Gott ist:
gegen den Hochmut, gegen Sinnlichkeit, Egoismus, Oberflächlichkeit und Engherzigkeit.
Vergeblich ruft man nach äußerer Ruhe, wenn im Gewissen, im Grunde der Seele, die Ruhe fehlt,
denn aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Gotteslästerung (Mt 15,19)."

-


Aus dem Schott-Messbuch 1962:



Dominica II. Passionis seu in Palmis
Zweiter Passionssonntag – Palmsonntag


1. Kl. – Farbe rot (Palmprozession) – Farbe violett (hl. Messe)

Die heutige Liturgiefeier besteht aus zwei Teilen, die verschiedenes Gepräge haben:
Aus der feierlichen Palmprozession mit vorausgehender Palmweihe
und aus der Meßfeier.
Im ersten Teil stimmen wir ein in den Jubel, von dem Jerusalem widerhallte,
da Jesus triumphierend als Messias und König einzog
;
im zweiten geben wir uns der Trauer hin unter dem Eindruck des Leidens Christi,
dessen Gedächtnis
wir in dieser Woche begehen
.


I. Palmprozession – Zu Ehren Christi des Königs

Die Kirche feiert heute zunächst das Gedächtnis an den Einzug Jesu in Jerusalem.
Sie bildet diesen Triumphzug dramatisch nach in einer eigenen Prozession,
bei der wir Huldigungslieder singen und geweihte Zweige (Palm- und Ölzweige,
bei uns meist Buchszweige oder Weidenkätzchen) in den Händen tragen.
Die rote Paramentenfarbe (in alter Zeit die Farbe der Hochfeste) weist anschaulich auf den triumphierenden Kyrios und sein Erlösungsopfer hin.

-

Prozession und hl. Messe des Palmsonntages:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...lmso/index.html


Abschliessend ein weiterer Teil aus einer Predigt und Betrachtungen des hl. Josefmaria Escriva zum Palmsonntag:
-

"Öffnet die alten Pforten.
Diese Aufforderung zum Kampf ist nichts Neues im Christentum.
Es ist die ewige Wahrheit.
Ohne Kampf kein Sieg.
Ohne Sieg kein Frieden.
Und ohne Frieden ist die Freude des Menschen nur Schein und Trug; sie bleibt unfruchtbar, sie drängt nicht dazu, den Menschen zu helfen, Werke der Liebe zu tun und der Gerechtigkeit, des Verzeihens und Erbarmens, des Dienens vor Gott.


Heute gewinnt man den Eindruck, daß viele,
innerhalb wie außerhalb der Kirche, oben wie unten,
zu kämpfen aufgehört haben, den persönlichen Krieg gegen das eigene Versagen eingestellt
und sich in voller Waffenrüstung der Knechtschaft ausgeliefert haben
,
die die Seele erniedrigt. Diese Gefahr droht uns Christen immer.

Deshalb tut es not, die Allerheiligste Dreifaltigkeit inständig zu bitten,
Sie möge sich unser aller erbarmen.
Wenn ich von diesen Dingen spreche, erzittere ich beim Gedanken an die Gerechtigkeit Gottes.
Doch ich nehme meine Zuflucht zu seiner Barmherzigkeit und seinem Erbarmen,
damit Er nicht auf unsere Sünden schaue, sondern auf die Verdienste Christi und seiner heiligen Mutter - die auch unsere Mutter ist - und auf die Verdienste des heiligen Josef, der Ihm Vater war, und die Verdienste aller Heiligen.

Am heutigen Fest lesen wir in den Meßtexten, daß Gott den Christen bei der Hand nimmt.
Wir alle können in dieser Gewißheit leben, wenn wir nur bereit sind zu kämpfen.
Jesus, der auf einem armseligen Esel in Jerusalem einzieht, Er, der König des Friedens, hat gesagt: Das Himmelreich erleidet Gewalt, und die Gewalt gebrauchen, reißen es an sich (Mt 11,12).
Diese Gewalt ist nicht gegen andere gerichtet.
Sie ist die Stärke im Kampf gegen die eigenen Schwächen und Erbärmlichkeiten,
der Mut, die persönlichen Treulosigkeiten nicht zu vertuschen,
und die Kühnheit, den Glauben auch in feindseliger Umgebung zu bekennen.


Heute wie gestern wird vom Christen erwartet, daß er heroisch lebt.
Heroisch, wenn es nötig ist, in den großen Kämpfen.
Heroisch - und das wird das Normale sein -
in den kleinen, alltäglichen Dingen.
Wenn wir ohne Unterlaß kämpfen, aus Liebe und in dem, was scheinbar bedeutungslos ist, dann wird der Herr seinen Kindern zur Seite stehen wie ein liebevoller Hirte:
Ich selbst werde meine Schafe weiden, ich selbst lasse sie lagern.
Das Verirrte werde ich suchen, das Versprengte heimführen, das Verletzte verbinden, das Kranke stärken...
Sie werden auf ihrer Heimatscholle in Sicherheit wohnen und erkennen, daß ich der Herr bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Gewalt derer befreie, die sie geknechtet haben (Ez 34,15-16; 27)"

+

"Wir wollen uns an diesem Palmsonntag,
da der Herr in die entscheidende Woche unserer Erlösung eintritt,
nicht bei oberflächlichen Überlegungen aufhalten.
Stoßen wir zum Entscheidenden vor, zu dem, was wirklich wichtig ist.
Seht, was wir erstreben sollen, ist, in den Himmel zu kommen; sonst würde sich unser Leben nicht lohnen.
Um in den Himmel zu gelangen, müssen wir treu der Lehre Christi folgen; und um treu zu sein, müssen wir ständig gegen Hindernisse kämpfen, die sich unserer ewigen Seligkeit entgegenstellen.

Ich weiß schon, wenn von Kampf die Rede ist, haben wir sogleich unsere Schwachheit vor Augen, wir ahnen kommende Niederlagen, Irrwege.
Doch Gott rechnet damit.
Da wir unterwegs sind, läßt es sich nicht vermeiden, daß wir beim Voranschreiten den Staub des Weges aufwirbeln.
Wir sind Geschöpfe, voller Gebrechen.
Ja, mir scheint sogar, daß es Gebrechen in unserer Seele geben muß wie Schatten, von denen sich als Kontrast die Gnade Gottes und unser Bemühen, diesem göttlichen Geschenk zu entsprechen, um so klarer abheben. Erst beides zusammen Licht und Dunkel macht uns menschlich, demütig, verständnisvoll und großzügig.


Betrügen wir uns doch nicht selbst:
Wenn wir in unserem Leben mit Glanz und Erfolg rechnen, werden wir auch mit Niederlagen und Rückschlägen rechnen müssen.
So ist immer der Weg des Christen auf der Erde gewesen, auch der Weg jener, die wir heute als Heilige verehren.
Denkt nur an Petrus, Augustinus und Franziskus.
Mir haben nie jene Lebensbeschreibungen gefallen, die, aus Naivität, aber auch aus Mangel an christlicher Lehre, die Heiligen so darstellen, als wären sie vom Mutterschoß an unfehlbar mit der Gnade Gottes ausgestattet gewesen.
Nein, die wahren Lebensgeschichten der christlichen Heiligen gleichen den unsrigen aufs Haar:
Sie
kämpften und unterlagen, um von neuem, reuevoll, den Kampf wieder aufzunehmen.


Es sollte uns nicht wundern, daß wir relativ häufig Niederlagen einstecken müssen,
auch wenn es sich dabei gewöhnlich, ja vielleicht immer um geringfügige Dinge handelt,
die uns weh tun, als wären sie von großer Bedeutung.
Wenn wir Gott lieben, demütig sind und kämpfen,
werden solche Niederlagen nie von großem Ernst sein.
Denn wir werden dann auch Kämpfe bestehen können,
große Siege davontragen
in den Augen Gottes.

Wenn wir mit lauterer Absicht arbeiten und Gottes Willen zu erfüllen trachten, ist uns, in unserer Nichtigkeit, seine Gnade gewiß;
und dann gibt es keine
Niederlagen."


-

( Aus "Christus begegnen" - Kapitel: "Der innere Kampf")


-


zuletzt bearbeitet 13.04.2019 21:01 | nach oben springen


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4 16.02.2018 17:47goto
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DIE FASTENZEIT
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