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#1

Die kostbare Zeit

in Leben und Sterben 29.11.2013 01:00
von Aquila • 5.079 Beiträge

Der irdische Tod macht allen menschlichen, selbstherrlichen Trugbildern ein Ende !

"Die Zeit wohnt in der Seele" !


Dieses Zitat vom
heiligen Augustinus beinhaltet viel mehr als es auf den ersten Blick den Anschein hat.

Es besagt, dass
die erschaffene Zeit sich gleichsam in der
- unsterblichen -
Seele lediglich für die Dauer dieses einen Lebens
"eingemietet" hat und
nichts Eigenständiges ist !
Wir sind in der Zeit eingebettet in die Ewigkeit,
um so gleichsam in der Zeit uns vom Zeitlichen lossagen zu können und zu müssen,
um nicht in alle Ewigkeit dem bohrenden Selbst-Vorwurf
( "dort, wo ihr Wurm nicht stirbt"....das niemals endende bohrende Gewissen ! )
der vertanen Zeit
- zur Erlangungen des Seelen-HEILES ! -
erleiden zu müssen.

Die Gnaden des HEILIGEN GEISTES liegen gleichsam reich gestreut entlang
den Wegen der irdischen Zeit eines jeden Menschen !

Sie drängen dazu, die kostbare Zeit mit der lieblichen Süsse der
BARMHERZIGKEIT CHRISTI,
des Mensch gewordenen eingeborenen SOHNES GOTTES, zu erfüllen,
aufdass
nach Ablauf dieser kostbaren Zeit die Seele
nicht durch die Pforte der
GERECHTIGKEIT DES VATERS die Schwelle zur Ewigkeit überschreiten muss....
diese Pforte ist scharf wie ein Schwert !

Der Mensch
- der Seele nach als Ebenbild GOTTES erschaffen -
muss daher diese so kostbare irdische Zeit nutzen,
um im Glauben, der Hoffnung und der Liebe zu reifen,

aufdass sie für ihn
- und für die ihm Anvertrauten -
durch, mit und in der
Ewigen Wahrheit JESUS CHRISTUS und Seines mystischen Leibes,
der heiligen Mutter Kirche und ihrer reinen Lehre als Schwelle
zur ewigen Anteilhabe am Göttlichen Leben, der heiligsten Dreifaltigkeit, werden möge !

Die Zeit.....
sie ist die "Botin" aus der Ewigkeit ....
und die "Botin" für die Ewigkeit",
eine "Botin" die im Grunde genommen per se niemals existieren kann....
denn um es wieder mit den Worten des
heiligen Augustinus auszudrücken:


"Die Zeit kommt aus der Zukunft, die nicht existiert
in die Gegenwart, die keine Dauer hat,
und geht in die Vergangenheit, die aufgehört hat zu bestehen
"

-

Die - erschaffene - Zeit wohnt in der Seele !
So schrieb es der heilige Augustinus.

Die Zeit wohnt nur vorübergehend in der unsterblichen Seele......
sie ist per se nichts Eigenständiges !
Es wird denn auch ein Tag kommen,
an dem die Zeit aufhört zu existieren
.

Der Ewige Ratschluss der allerheilgsten Dreifaltigkeit, GOTTES.....
hat jenen Zeit-PUNKT bestimmt, in dem die Zeit aufhören wird zu existieren....
und niemals mehr sein wird.

Ein Tag mit einem Morgen....ja;
aber ohne einen Abend !
Das Ende dieser Welt !


Der heilige Thomas von Aquin:


"Der siebente Tag hat einen Morgen,
aber
keinen Abend."


--

Die irdische Zeit ist kostbar !
Kein einziger Augenblick kommt wieder.
Ein jeder ist von der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTT, erschaffen worden.
Ein jeder ist einmalig.....und daher so kostbar.


Der wahrheitsferne, materielle Mensch
"lässt sich Zeit" zur Umkehr
oder
"findet gar keine Zeit" mehr dazu....
oder
"will keine Zeit opfern" für das Erlangen des Seelen-Heiles.

Der unserem HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS nachfolgende Mensch aber
weiss um die Kostbarkeit der Zeit und
weiss sie durch die Mitwirkung
an den Gnaden des HEILIGEN GEISTES segensreich und seelenheilend zu nutzen.


Kein einziger Augenblick ist dem Menschen nach dem irdischen Tode mehr gegeben !
Die Uhr ist im wörtlichen Sinne abgelaufen....
sie ist an der Schwelle zur Ewigkeit stehengeblieben !
Einer Ewigkeit, die im Ermessen des freien Willens des Menschen liegt.....
in dieser Zeit !

Eine Ewigkeit
in hölllischer peinigenden Finsternis der Gottesferne....
oder
eine Ewigkeit in
der Anteilhabe am Göttlichen Dreifaltigen Leben.

Die Erlangung der Letzeren
kennt denn aber nur einen Weg.... in der Zeit;
den der Nachfolge der EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS:

-
Joh. 14;6
I c h
bin der Weg, die Wahrheit und das Leben,
niemand kommt zum Vater ausser durch mich
"
-

Die bewusst bis zuletzt unbussfertig Verstockten eilen im Spasswahn
"auslebend" durch ihr irdisches Leben.....
sie folgen
ihrem eigenen Willen
.....
und werden ewig sterben


Die Kinder Gottes
aber üben sich schon hier auf Erden eines
ständigen Sterbens

durch die Nachfolge unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS;
diese Nachfolge geht einher mit einer
steten Reue- und Bussbereitschaft
über die begangenen Sünden vor der BARMHERZIGKEIT CHRISTI
und
dem beständigen Willen zur Umkehr
( der Abkehr von den Sünden !)
Sie wollen in diesem irdischen Leben stets dem
hochheiligen WILLEN GOTTES Folge zu leisten....
Das irdische Leben wird durch das
Streben nach Vollkommenheit
zum Wegbereiter zur Anteilhabe an der HERRLICHKEIT der Göttlichen Dreifaltigkeit.

Die Heilige Mutter Kirche schenkt seinen Kindern jene von
unserem HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS erworbene Gnadenfülle,
deren Kraft sichtbar wirksam wird in den
heiligen Sakramenten.

Die Gnadenfülle, die den Willen zum steten Absterben in dieser Zeit
( der Läuterung der Sinne und je nach Bestimmung auch des Geistes ) niemals erlahmen lässt.


Stufen zur Vollkommenheit

Sie betet unablässig auch für all jene, deren Verstocktheit sie in Gefahr laufen lässt, durch ein bewusst unbussfertiges, egomanisches irdisches Leben das wahre Leben auf ewig zu verlieren.

Ist der Augenblick des Todes gekommen, so wird keine Sekunde mehr dazugegeben !
Nach dem irdischen Tode ist keine Reue mehr möglich !

Der heilige Hieronymus:

-

"Es ist nicht dasselbe,
ob jemand lebt, um zu sterben,
oder
ob jemand stirbt, um zu leben.
Der heidnische Philosoph hascht noch im Sterben nach Beifall;
der Apostel stirbt ständig, um in die Herrlichkeit einzugehen"

-

Der heilige Franz von Sales beschreibt tiefsinnig und einprägsam,
wie wir uns als treugläubige Katholiken bemühen sollen,
unser irdisches Leben zu gestalten:
der Heilige schreibt:

-

"Meine Vergangenheit
kümmert mich nicht mehr.
Sie gehört dem göttlichen Erbarmen.

Meine Zukunft
kümmert mich noch nicht.
Sie gehört der göttlichen Vorsehung.

Was mich kümmert, und was mich fordert,
ist das Heute,
das gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines Herzens, meines guten Willens
."

-

Wenn wir uns der
BARMHERZIGKEIT CHRISTI
in steter Reue über die begangenen Sünden anvertrauen,

so müssen wir uns nicht mehr um das Vergangene kümmern !

Ebensowenig um das Künftige,
denn in der BARMHERZIGKEIT CHRISTI
geht einher mit der Vorsehung der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTTES
und diese gestaltet für die Kinder Gottes die Zukunft alleine zu deren Seelenheile und zur Verherrlichung GOTTES.

Im Heute
müssen wir die
geschenkten Gnaden des HEILIGEN GEISTES annehmen und an ihnen mitarbeiten.

Die Gnaden


Im Heute
müssen wir unsere Herzen der EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS alleine schenken.

So wird uns nach und nach die Gnade zuteil,
dass sich die Vergangenheit und die Zukunft
im gegenwärtigen Augenblick
in der
BARMHERZIGKEIT CHRISTI
"umarmen"
und die Seele nicht mehr bedrücken können !

Bedenken wir somit immer wieder:

Jeder Augenblick
ist ein wunderbare Schöpfung der allerheiligsten Dreifalitgkeit, GOTTES.
Jeder von ihnen ist uns geschenkt,
um ihn für das Streben nach Vollkommenheit nutzbar zu machen.

Alles andere ist verschwendete Zeit !


J e t z t

ist eine kostbare Zeit, Tage des Heils, des gnadenreichen Empfangens !


J e t z t

muss der Mensch
sich unvergänglich Schätze sammeln....solange er Zeit hat !


J e t z t

muss der Mensch sich
durch die Verehrung der Heiligen Freunde erwerben,
die niemals im Stich lassen und ihn in der Stunde des Todes in die "ewigen Wohnungen" begleiten werden.


J e t z t

bringen die menschlichen Mühen noch Früchte !


J e t z t

finden die menschlichen Tränen noch Gnade.


J e t z t

haben die die Schmerzen noch die Kraft der Sühne und der Reinigung !


J e t z t .....
in jedem uns geschenkten Augenblick,
denn wie schnell ist das irdische Leben des Menschen vorbei....
wie ein flüchtiger Schatten eilt es vorüber !


J e t z t

wartet die unauslotbare Tiefe der
BARMHERZIGKEIT unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
auf die reumütige Umkehr der Sünder.

Der verlorene Sohn


J e t z t

kann diese SEINE BARMHERZIGKEIT noch wirken !


J e t z t

stehen die
unerschöpfliche Gnadenfülle der heiligen Sakramente noch zum Seelenheile bereit....

v.a. der Empfang des
heiligen Sakramentes der Busse / die hl. Beichte
als
die Seele durch den Priester an CHRISTI statt von den Sünden losprechende
Reinigung, Heilung aber auch Stärkung im Glauben, der Hoffnung und der Liebe und im Widerstand gegen den Bösen,

Lossprechung von den Sünden

Gnadenquelle hl. Beichte !

sowie

der - im Stande der Gnade - Empfang

des allerheiligsten Altarsakramentes
- dem LEIB und dem BLUT, der SEELE und der GOTTHEIT unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS -
als Trank und Reinigung der Seele !

Gegenwart Christi

Hl. Messe vermehrt die Gnade und die himmlische Glorie


J e t z t

ist die Zeit, um die
Knechtschaft der satanischen Sünde abzuschütteln und die
Freiheit und den Frieden eines KINDES GOTTES zu erfahren !

Es wird denn eine Zeit kommen, wo sich viele auch nur
einen einzigen Tag, ja eine einzige Stunde / Minute wünschen würden,
um das gutzumachen, worin sie gefehlt haben.....

Die allerheiligste Dreifaltigkeit, GOTT ist barmherzig, gütig und langmütig....
ER wartet durch, mit und in JESUS CHRISTUS, SEINEM Mensch gewordenen eingeborenen SOHN auf die verlorenen Schafe und
- sollten diese Willen zur Umkehr zeigen -
eilt ihnen denn auch entgegen und beschenkt sie mit unermesslichen Gnaden des HEILIGEN GEISTES.

Die BARMHERZIGKEIT GOTTES ist geduldig und wartet......
aber nicht ewig !



In diesem Sinne wünsche ich uns allen die stets tiefere Einsicht,
dass die gleichsam in den Händen zerfliessende Zeit dem
liebenden "Weck- und Mahnruf" der
allerheiligstgen DREIFALTIGKEIT, GOTTES gleichkommt,
ein Weck- und Mahnruf, der stets dazu drängt, alles daran zu setzen,
um die Gnade der geschenkten Zeit
nicht zu "verschlafen"
sondern sie reichlich mit den vom HEILIGEN GEIST
gereichten unvergänglichen Kostbarkeiten zu füllen;
zur Verherrlichung, Danksagung und dem Lobpreis GOTTES des VATERS
durch, in und mit Seinem Mensch gewordenen eingeborenen Sohn,
unserem HERRN und GOTT JESUS CHRISTUS und in der Einheit des
HEILIGEN GEISTES


Die unfehlbare Lehre der Heiligen Mutter Kirche ist denn auch jene Seelennahrung,
die die Gläubigen schon in dieser Zeit
die Ewigkeit der Anteilhabe am Göttlichen Dreifaltigen Leben kosten lässt !

Gelobt sei Jesus Christus !

-


zuletzt bearbeitet 18.03.2014 00:36 | nach oben springen

#2

RE: Die kostbare Zeit

in Leben und Sterben 18.03.2014 00:35
von Aquila • 5.079 Beiträge

In den heutigen "die Zeit vertreiben" wollenden Spass- und Auslebegesellschaften
ist der Sinn der uns geschenkten kostbaren irdischen Zeit gleichsam "wegtoleriert" worden....
und damit auch die Notwendigkeit der Vorbereitung auf den wichtigsten Augenblick überhaupt.....den irdischen Tod.
(Siehe dazu bitte auch den Eingangsbeitrag.)

Dazu
Thomas v. Kempen in "Nachfolge Christi"


-

"Sterblicher, denk an's Sterben.

Schnell (und schneller, als du es nicht glaubst),
wird es mit dir hienieden geschehen sein.
Darum sei nicht mit dir zufrieden, bis du ein anderer Mensch geworden sein wirst,
(setze dich in eine solche Fassung, daß dir der Tod nie zu frühe kommen kann).
Denn sieh heut noch ist der Mensch und morgen ist er nicht mehr.
Und ist er einmal ausden Augen der Welt, so ist er auch schnell aus ihrem Andenken dahin.
Wie ist doch das Herz des, Menschen so verstockt, so abgestumpft sein Gefühl,
daß er, angeklammert an die Gegenwart, nicht hinausblicken mag auf die Zukunft!
Alles, was du denkst und tust, alles soll so gedacht und so getan werden,
als wenn du heut noch sterben müßtest.
Wenn du wirklich ein gutes Gewissen hättest,
so würdest du nicht sonderlich vor dem Tode zittern.
Immer besser, die Sünde meiden, als den Tod fürchten.
Und wenn du heut nicht bereitet bist, wie wirst du es morgen sein?
Der morgige Tag ist ein ungewisser Tag, und wer hat es dir denn verbürget,
daß du ihn noch erleben werdest?


Was nützt es dir, lange leben, wenn dein Eifer, besser zu werden,
von so kurzer Dauer und oft geringer Wirkung ist?
Ach! ein langes Leben macht den Menschen nicht immer besser,
(macht ihn oft nur schlimmer), macht die Zahl seiner Schulden nur größer.

Hätten wir doch hier auf Erde, auch nur einen Tag recht gut gelebet!
Es gibt Leute, die von ihrer ersten Bekehrung an die Jahre fleißig zählen;
aber, so groß diese Zahrzahl immer sein mag,
die Frucht der Bekehrung ist doch sehr geringe.
Wenn es für dich so schrecklich ist, zu sterben:
so ist es vielleicht noch gefährlicher, langer zu leben.
Selig, wer die Stunde des Todes immer vor Augen hat,
und sich täglich zum Sterben rüstet!

Wenn du einen Menschen sterben siehst,
so sprich zu dir: Diesen Weg muß ich auch gehen.

Wenn die Morgenstunde kommt, so rechne darauf,
daß du vielleicht die Abendstunde nicht mehr erleben werdest.
Und wenn die Abendstunde da ist, so wag es nicht,
dir noch die Morgenstunde zu versprechen.
So sei denn immer bereitet, und lebe so, daß dich der Tod
nie unbereitet finden
(nie überraschen) kann
.

Es sterben doch so viele, ehe sie es vermuten, und recht unbefragt dahin.
Der Menschensohn kommt, auch in dem Sinne, zur Stunde, wo man es nicht glaubt.
Wenn deine letzte Stunde wird gekommen sein,
dann wirst du dein vergangenes Leben ganz in einem andern Lichte sehen,

und es wird dir dein Herz zerreissen, daß du im Guten so nachlässig und lau gewesen bist.

Wie selig und klug ist doch der Mensch, der keine andere Sorge kennt,
als so zu leben, wie er im Tode wünschen wird, gelebt zu haben!

Denn die Lüste der Welt standhaft verschmähen,
in allen Tugenden mit Eifer vorwärts dringen, Zucht und Ordnung lieb haben,
in strenger Buße und in hurtigem Gehorsam,
in Verleugnung seiner selbst und in Erduldung alles Widrigen,
aus Liebe zu Jesu, ausharren — das gibt Mut und Zuversicht, selig zu sterben.
In gesunden Tagen kannst du viel Gutes tun;
was du aber in kranken Tagen ausrichten werdest, davon habe ich keinen Begriff.
Kranksein macht wenig Menschen besser — viel Wallfahrten selten heilig. .,,;,

Baue doch dein Heil nicht auf die ungewisse Zukunft:
und verlaß dich nicht auf deine Freunde und Verwandte;
denn die Menschen werden deiner ungleich früher und schneller vergessen haben,
als du jetzt nicht glauben kannst.
Es ist besser, jetzt, da du noch Zeit dazu hast,
dein Geschäft mit aller Vorsicht in Ordnung bringen, und gute Werke vorausschicken,
als auf fremde Hilfe warten.
Wenn du jetzt für dich selbst so unbesorget dahinlebest,
wer wird in Zukunft für dich besorget sein?
Jetzt ist köstliche Zeit, jezt sind Tage des Heils, jetzt ist Zeit der Gnade.
Aber wehe, wehe, daß du diese Zeit, in der du dir einen Schatz sammeln könntest,
von dessen Früchten du die ganze Ewigkeit zu leben hättest,
nicht besser anwendest;

du wirst vielleicht bald um die Frist eines Tages, einer Stunde bitten,
um nicht ungebessert dahin sterben zu müssen, und wer weiß, ob du sie erlangen werdest.


Sieh doch, lieber Bruder, faß es doch zu Herzen,
wie groß die Gefahr, wie peinlich die Furcht sei,
von der dich nur die sorgsame, stete Vorbereitung zum Tode, freimachen kann!
So lerne denn jetzt leben, und so leben, daß dir die Todesgestalt lieblich werden
und mehr Freude als Schrecken für dich mitbringen möge
!

Lerne jetzt der Welt sterben,
damit du im Tode mit Christus zu leben anfangen (eigentlich: mit Christus ewig fortleben) könnest.
Lerne jetzt alles (Vergängliche) verschmähen,
damit 'du alsdenn frei von allen Banden,
zu Christus heimgehen könnest.
Laß jetzt deinen Leib die Züchtigung der heiligen Buße fühlen,
damit du ihn einst mit Zuversicht verlassen kannst.

O des Thoren!
was schmeichelst du dir mit der Hoffnung, lange zu leben,
da du auch nicht auf einen Tag sichere Rechnung machen kannst?
Wie viele haben sich mit falscher Hoffnung betrogen,
und mußten zur Stunde, die sie schon gar nicht für ihre letzte hielten,
von dieser Welt abtreten!

Wie oft hast du erzählen hören:
dieser ist erstochen worden, jener ertrunken:
dieser fiel vom Dache, und brach sich den Nacken, jener starb am Tische,
der beim Spiele, einen tötete das Feuer, den andern das Schwert,
einen dritten die Seuche, einen vierten die Gewalt der Straßenränder.
So sterben alle dahin, und das Leben der Menschen geht wie ein Schatten vorüber.

Wer wird deiner, nach dem Tode, noch denken? Wer für dich beten?
O, Freund, jetzt, jetzt leg die Hand ans Werk und tu, was du tun kannst.
Denn du weißt nicht, wann du sterben werdest,
und was mit dir nach dem Tode geschehen werde.
Jetzt, da du noch Zeit hast, itzt sammle unsterbliche Reichtümer.
Dein Heil sei dein liebster, dein einziger Gedanke, Gottes Reich deine erste Sorge.
Jetzt mache dir die Heiligen Gottes zu Freunden, das ist, verehre sie und lebe wie sie,
damit sie dich, in der Stunde deines Scheidens aus diesem Leben,
in die ewigen Hüten aufnehmen.


Sei du immer wie ein Fremdling und Gast auf Erde,
und sieh die Angelegenheiten der Welt für auswärtige Geschäfte an,
die dich nichts angehen.
Behalte dein Herz frei, und in steter Richtung nach oben, zu Gott;
denn es ist für dich hienieden — keine bleibende Stätte.
Dorthin, (in dein Vaterland) sende täglich deine Tränen, Gebete und Seufzer voraus,
damit ihnen einst dein Geist, nach dem Tode, selig nachfolgen,
und zum Herrn heimgeholet werden möge,
Amen"
.


-

Siehe bitte auch

Die letzten Dinge

-


zuletzt bearbeitet 18.03.2014 00:40 | nach oben springen

#3

in bösen Tagen viel Gutes erfahren

in Leben und Sterben 12.07.2015 21:25
von Hemma • 532 Beiträge

Der Mann von Maria Elisabeth Schmidt konnte in den letzten Monaten seines Lebens noch nicht einmal mehr einen Finger heben. Der Tumor in seinem Gehirn machte den 50-Jährigen bewegungsunfähig. Doch obwohl der Krebs unaufhaltsam wucherte und der Tod näher rückte, dachten er und seine Frau keinen Moment lang an Euthanasie. Im Gegenteil: Maria Elisabeth Schmidt pflegte ihren Mann bis zuletzt und erlebte dabei, dass ihre Beziehung noch tiefer wurde.
Wie sie in bösen Tagen viel Gutes erfahren hat, erzählt sie im Gespräch mit Anselm Blumberg:


http://www.kirche-in-not.de/app/mediathe...Item/0330002034

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#4

RE: Die kostbare Zeit

in Leben und Sterben 18.07.2015 11:01
von Hemma • 532 Beiträge

Die Sterblichen denken leider nicht mehr an ihre unsterbliche Seele.
So las ich von einem gerade verstorbenen Prominenten seine letzten Worte:

"Ich habe gelebt und nichts versäumt!"

Welche verhängnisvolle Einstellung!


LG., Hemma

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#5

RE: Die kostbare Zeit

in Leben und Sterben 18.07.2015 14:02
von Aquila • 5.079 Beiträge

Liebe Hemma

Wie wahr doch Deine Worte sind !

Es werden "Chansons" als "Vorbildfunktion" bemüht,
die eine Reuelosigkeit besingen:
"Non, je ne regrette rien ( Edith Piaff)
(Nein, ich bereue nichts)

Sich Ausleben bis zum körperlichen und seelischen Zerfall....
damit einhergehendes Schreiten über Millionen Leichen von ermordeten ungeborenen beseelten Kindern sowie das "Beseitigen lästiger Spassstörfaktoren" wie ältere und kranke Menschen durch die Euthanasie.
In der "schönen neuen humanen Welt" wird die "End-Lösung" an ungeborenen beseelten Kindern in "Zuckerwatte" verpackt und als "Fristen-Lösung" feilgeboten !

Heute machen es sich die "aufgeklärten Menschen" der Spassgesellschaften
gar auch noch einen "Spass" daraus, die
Letzten Dinge zu "veralbern"....
dazu gehören auch die letzten Dinge vom Gericht, vom Fegefeuer, vom Himmel und der Hölle.

Sie leben einfach in den Tag hinein....
als ob jener Tag niemals käme....
jener Tag, an dem sie
auf der Schwelle zur Ewigkeit stehen werden....
auf der Schwelle zum ewigen Zustand.....
ewiges Leben oder ewiger Tod !


Wir kennen das
Gleichnis unseres HERRN und GOTTES JESUS CHRISTUS
über die klugen und die törrichten Jungfrauen;
beide liefen dem HERRN entgegen....
letztere aber hatten nicht genügend Öl für ihre Lampen dabei....
während Erstere noch genügend Öl in Krügen mitnahmen....

als der HERR
mitten in der Nacht (!) kam,
gingen diejenigen Jungfrauen mit genügend Öl ein ins Neue Jerusalem....
in die Glückseligkeit....

die anderen standen vor verschlossen Türen !

--

Mt 25,1
Dann wird es mit dem Himmelreich sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
Mt 25,2
Fünf von ihnen waren töricht und fünf waren klug.
Mt 25,3 Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl,
Mt 25,4
die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.
Mt 25,5
Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein.
Mt 25,6
Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe:
Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!

Mt 25,7
Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht.
Mt 25,8
Die törichten aber sagten zu den klugen:
Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus.
Mt 25,9
Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch;
geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.
Mt 25,10
Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam;
die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal und die Tür wurde zugeschlossen.
Mt 25,11
Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen:
Herr, Herr, mach uns auf!
Mt 25,12
Er aber antwortete ihnen:
Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.
Mt 25,13
Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.


----

Niemals genug kann auf die Kostbarkeit der geschenkten Zeit hingewiesen werden....
sie ist uns gegeben, um
im Streben nach Heiligkeit voranzuschreiten....
um bereit zu sein, wenn
unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS uns von hier abberuft, um Rechenschaft über das irdische Leben ablegen zu müssen !
Uns treugläubigen römisch Katholiken ist die Gnadenfülle der hl. Sakramente geschenkt !
Welch eine unermessliche Gnade !

Wer aber die Zeit durch spassige Sinnlosigkeiten bloss "vertreibt".....
für den kann es ZU SPÄT sein !

Auch selbst für das Fegefeuer !

Der
hl. Papst Gregor der Grosse:

-

"So wie jeder von uns aus der Welt hinausgeht,
so kommt er vor das Gericht"


-
Kein einziger Augenblick zur Reue wird mehr dazugegeben !
Niemand aber scheidet aus dieser Welt, dem nicht genügend Gnaden zuteil geworden wären,
um das Seelenheil erlangen zu können.
Ewig verloren gehen jene, die verloren gehen wollen !


Was wir doch alles hören, wovor der "aufgeklärte" Mensch sich so alles fürchtet....
er versucht denn auch sich dieses
- für ihn "zufällige" irdische Leben -
zu "versichern"....
Eine ganze Palette von Versicherungsangeboten wirbt um den Diesseits-Mensch !
Und doch bleibt auch diesem jener Stachel im Fleische / der Seele, der durch keine menschliche "Versicherung" gedeckt werden kann....
der irdische / leibliche Tod !

Das Aushauchen der unsterblichen Seele !
Der Tag der Wahrheit !
Das Erscheinenmüssen vor der
EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS....
auch wenn sich der Diesseits-Mensch einredet, es wäre mit dem irdischen Tod "alles aus"....
bleibt tief im Innern die latente Angst vor dem für sie "Unvermeidlichen",
der Trennung von Seele und Leib im irdischen Tod...

Der hl. Augustinus
hat schon damals auf die einem rein Diesseits-Leben folgende traurige "Logik" hingewiesen:
-

"Der Tod, den die Menschen fürchten, ist die Trennung der Seele vom Körper.
Den Tod aber, den die Menschen nicht fürchten, ist die Trennung von Gott."



--

Diese seelengefährdende Einstellung ist heute leider die "Regel"...
man spricht vom "keine Angst vor dem Tode" zu haben ohne jeglichen Bezug zur
EWIGEN WAHRHEIT JESUS CHRISTUS.....
und doch....
wer bis zuletzt
bewusst und verbissen die dargereichte
- Reue über die begangenen Sünden, Busse und Willen zur UMKEHR fordernde -
BARMHERZIGKEIT CHRISTI
zurückweist....der wird die ewige Trennung
von der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTTES....
den ewigen Tod....erleiden müssen !




Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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