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Aschermittwoch: "Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!"

#111

RE: Aschermittwoch / Fastenzeit

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi 12.04.2025 17:19
von Aquila • 7.588 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Zum zweiten Passionssonntag - Palmsonntag - ein erster Teil aus einer Predigt des
hl. Josefmaria Escriva (1902-1975), dem Begründer des "Opus Dei":

-

[....]
"Pax coelo, Frieden im Himmel.
Doch behalten wir auch die Welt im Auge:
Warum gibt es keinen Frieden auf Erden?
In der Tat, es herrscht kein Frieden, nur einen scheinbaren Frieden gibt es,
ein Gleichgewicht der Angst, notdürftige Kompromisse.
Auch in der Kirche gibt es keinen Frieden.
Sie ist von Spannungen gezeichnet, die das makellose Gewand der Braut Christi zu zerreißen drohen.
Und ebenso gibt es keinen Frieden in vielen Herzen, die vergebens versuchen,
die
Unruhe der Seele durch beständige Betriebsamkeit zu überspielen, durch billigen Genuß von Dingen, die nicht sättigen, weil sie immer einen traurigen und bitteren Nachgeschmack hinterlassen.


Der heilige Augustinus schreibt:
<Die Palmzweige bedeuten Verehrung,
weil sie Zeichen des Sieges sind.
Der Herr stand kurz vor seinem Sieg durch seinen Tod am Kreuz.
Im Zeichen des Kreuzes überwand Er den Teufel, den Fürsten des Todes.>
(Augustinus, In Ioannis Evangelium tractatus, 51, 2, [PL 35, 1764]).
Christus ist unser Frieden, weil Er gesiegt hat.
Er siegte, weil Er gekämpft hat in einem unerbittlichen Kampf gegen alle Bosheit in den Herzen der Menschen.

Christus, unser Frieden, ist auch der Weg (Joh 14,6).
Wenn wir den Frieden wollen, müssen wir seinen Schritten folgen.
Der Frieden ist eine Folge des Krieges, des Kampfes, eines asketischen Kampfes, den jeder Christ in seinem Innern ausfechten muß gegen alles, was in seinem Leben nicht von Gott ist:
gegen den Hochmut, gegen Sinnlichkeit, Egoismus, Oberflächlichkeit und Engherzigkeit.
Vergeblich ruft man nach äußerer Ruhe, wenn im Gewissen, im Grunde der Seele, die Ruhe fehlt, denn aus dem Herzen kommen die bösen Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht, Diebstahl, falsches Zeugnis, Gotteslästerung (Mt 15,19)."

-


Aus dem Schott-Messbuch 1962:



Dominica II. Passionis seu in Palmis
Zweiter Passionssonntag – Palmsonntag


1. Kl. – Farbe rot (Palmprozession) – Farbe violett (hl. Messe)

Die heutige Liturgiefeier besteht aus zwei Teilen, die verschiedenes Gepräge haben:
Aus der feierlichen Palmprozession mit vorausgehender Palmweihe
und aus der Meßfeier.
Im ersten Teil stimmen wir ein in den Jubel, von dem Jerusalem widerhallte,
da Jesus triumphierend als Messias und König einzog
;
im zweiten geben wir uns der Trauer hin unter dem Eindruck des Leidens Christi,
dessen Gedächtnis
wir in dieser Woche begehen
.


I. Palmprozession – Zu Ehren Christi des Königs

Die Kirche feiert heute zunächst das Gedächtnis an den Einzug Jesu in Jerusalem.
Sie bildet diesen Triumphzug dramatisch nach in einer eigenen Prozession,
bei der wir Huldigungslieder singen und geweihte Zweige (Palm- und Ölzweige,
bei uns meist Buchszweige oder Weidenkätzchen) in den Händen tragen.
Die rote Paramentenfarbe (in alter Zeit die Farbe der Hochfeste) weist anschaulich auf den triumphierenden Kyrios und sein Erlösungsopfer hin.

-

Prozession und hl. Messe des Palmsonntages:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...lmso/index.html


Abschliessend ein weiterer Teil aus einer Predigt und Betrachtungen des hl. Josefmaria Escriva zum Palmsonntag:
-

"Öffnet die alten Pforten.
Diese Aufforderung zum Kampf ist nichts Neues im Christentum.
Es ist die ewige Wahrheit.
Ohne Kampf kein Sieg.
Ohne Sieg kein Frieden.
Und ohne Frieden ist die Freude des Menschen nur Schein und Trug; sie bleibt unfruchtbar, sie drängt nicht dazu, den Menschen zu helfen, Werke der Liebe zu tun und der Gerechtigkeit, des Verzeihens und Erbarmens, des Dienens vor Gott.


Heute gewinnt man den Eindruck, daß viele, innerhalb wie außerhalb der Kirche, oben wie unten, zu kämpfen aufgehört haben, den persönlichen Krieg gegen das eigene Versagen eingestellt und sich in voller Waffenrüstung der Knechtschaft ausgeliefert haben, die die Seele erniedrigt. Diese Gefahr droht uns Christen immer.

Deshalb tut es not, die Allerheiligste Dreifaltigkeit inständig zu bitten,
Sie möge sich unser aller erbarmen.
Wenn ich von diesen Dingen spreche, erzittere ich beim Gedanken an die Gerechtigkeit Gottes.
Doch ich nehme meine Zuflucht zu seiner Barmherzigkeit und seinem Erbarmen,
damit Er nicht auf unsere Sünden schaue, sondern auf die Verdienste Christi und seiner heiligen Mutter - die auch unsere Mutter ist - und auf die Verdienste des heiligen Josef, der Ihm Vater war, und die Verdienste aller Heiligen.

Am heutigen Fest lesen wir in den Meßtexten, daß Gott den Christen bei der Hand nimmt.
Wir alle können in dieser Gewißheit leben, wenn wir nur bereit sind zu kämpfen.
Jesus, der auf einem armseligen Esel in Jerusalem einzieht, Er, der König des Friedens, hat gesagt: Das Himmelreich erleidet Gewalt, und die Gewalt gebrauchen, reißen es an sich (Mt 11,12).
Diese Gewalt ist nicht gegen andere gerichtet.
Sie ist die Stärke im Kampf gegen die eigenen Schwächen und Erbärmlichkeiten, der Mut, die persönlichen Treulosigkeiten nicht zu vertuschen, und die Kühnheit, den Glauben auch in feindseliger Umgebung zu bekennen.


Heute wie gestern wird vom Christen erwartet, daß er heroisch lebt.
Heroisch, wenn es nötig ist, in den großen Kämpfen.
Heroisch - und das wird das Normale sein -
in den kleinen, alltäglichen Dingen.
Wenn wir ohne Unterlaß kämpfen, aus Liebe und in dem, was scheinbar bedeutungslos ist, dann wird der Herr seinen Kindern zur Seite stehen wie ein liebevoller Hirte:
Ich selbst werde meine Schafe weiden, ich selbst lasse sie lagern.
Das Verirrte werde ich suchen, das Versprengte heimführen, das Verletzte verbinden, das Kranke stärken...
Sie werden auf ihrer Heimatscholle in Sicherheit wohnen und erkennen, daß ich der Herr bin, wenn ich die Stangen ihres Joches zerbreche und sie aus der Gewalt derer befreie, die sie geknechtet haben (Ez 34,15-16; 27)"

+

"Wir wollen uns an diesem Palmsonntag,
da der Herr in die entscheidende Woche unserer Erlösung eintritt,
nicht bei oberflächlichen Überlegungen aufhalten.
Stoßen wir zum Entscheidenden vor, zu dem, was wirklich wichtig ist.
Seht, was wir erstreben sollen, ist, in den Himmel zu kommen; sonst würde sich unser Leben nicht lohnen.
Um in den Himmel zu gelangen, müssen wir treu der Lehre Christi folgen; und um treu zu sein, müssen wir ständig gegen Hindernisse kämpfen, die sich unserer ewigen Seligkeit entgegenstellen.

Ich weiß schon, wenn von Kampf die Rede ist, haben wir sogleich unsere Schwachheit vor Augen, wir ahnen kommende Niederlagen, Irrwege.
Doch Gott rechnet damit.
Da wir unterwegs sind, läßt es sich nicht vermeiden, daß wir beim Voranschreiten den Staub des Weges aufwirbeln.
Wir sind Geschöpfe, voller Gebrechen.
Ja, mir scheint sogar, daß es Gebrechen in unserer Seele geben muß wie Schatten, von denen sich als Kontrast die Gnade Gottes und unser Bemühen, diesem göttlichen Geschenk zu entsprechen, um so klarer abheben. Erst beides zusammen Licht und Dunkel macht uns menschlich, demütig, verständnisvoll und großzügig.


Betrügen wir uns doch nicht selbst:
Wenn wir in unserem Leben mit Glanz und Erfolg rechnen, werden wir auch mit Niederlagen und Rückschlägen rechnen müssen.
So ist immer der Weg des Christen auf der Erde gewesen, auch der Weg jener, die wir heute als Heilige verehren.
Denkt nur an Petrus, Augustinus und Franziskus.
Mir haben nie jene Lebensbeschreibungen gefallen, die, aus Naivität, aber auch aus Mangel an christlicher Lehre, die Heiligen so darstellen, als wären sie vom Mutterschoß an unfehlbar mit der Gnade Gottes ausgestattet gewesen.
Nein, die wahren Lebensgeschichten der christlichen Heiligen gleichen den unsrigen aufs Haar:
Sie
kämpften und unterlagen, um von neuem, reuevoll, den Kampf wieder aufzunehmen.


Es sollte uns nicht wundern, daß wir relativ häufig Niederlagen einstecken müssen,
auch wenn es sich dabei gewöhnlich, ja vielleicht immer um geringfügige Dinge handelt,
die uns weh tun, als wären sie von großer Bedeutung.
Wenn wir Gott lieben, demütig sind und kämpfen,
werden solche Niederlagen nie von großem Ernst sein.
Denn wir werden dann auch Kämpfe bestehen können,
große Siege davontragen
in den Augen Gottes.

Wenn wir mit lauterer Absicht arbeiten und Gottes Willen zu erfüllen trachten,
ist uns, in unserer Nichtigkeit, seine Gnade gewiß;
und dann gibt es keine
Niederlagen."


-

( Aus "Christus begegnen" - Kapitel: "Der innere Kampf")


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#112

RE: Aschermittwoch / Fastenzeit

in Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi Gestern 21:46
von Aquila • 7.588 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Aschermittwoch: Beginn der 40-tägigen Fastenzeit.
+
Schon gewusst ? - Warum beträgt die Fastenzeit 40 Tage ?
+


Bei der Spendung des Aschenkreuzes spricht der hw Priester:




"Memento, homo, quia pulvis est et in pulverem revertis!
Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst!"


Es ist eine Anknüpfung an die Worte aus der Heiligen Schrift:(Genesis 3, 19).
-

Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du zurückkehrst zum Ackerboden; von ihm bist du ja genommen.
Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück“


( Das Aschenkreuz wird heute meist auch am darauffolgenden Sonntag noch einmal für alle jene gespendet, die heute, am Aschermittwoch, dieses nicht empfangen konnten )



Der Aschermittwoch ist ein gebotener Fast- und Abstinenztag.
Näheres über die Fastengebote der Kirche im „Codex Iuris Canonici“ (= CIC) 1983
-

Can. 1249 —
Alle Gläubigen sind, jeder auf seine Weise, aufgrund göttlichen Gesetzes gehalten, Buße zu tun; damit sich aber alle durch eine bestimmte gemeinsame Beachtung der Buße miteinander verbinden, werden Bußtage vorgeschrieben, an welchen die Gläubigen sich in besonderer Weise dem Gebet widmen, Werke der Frömmigkeit und der Caritas verrichten, sich selbst verleugnen, indem sie die ihnen eigenen Pflichten getreuer erfüllen und nach Maßgabe der folgenden Canones besonders Fasten und Abstinenz halten.

Can. 1250 —
Bußtage und Bußzeiten für die ganze Kirche sind alle Freitage des ganzen Jahres und die österliche Bußzeit.

Can. 1251 —
Abstinenz von Fleischspeisen oder von einer anderen Speise entsprechend den Vorschriften der Bischofskonferenz ist zu halten an allen Freitagen des Jahres, wenn nicht auf einen Freitag ein Hochfest fällt:
Abstinenz und Fasten ist zu halten an Aschermittwoch und Karfreitag.

Can. 1252 —
Das Abstinenzgebot verpflichtet alle, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben;
das Fastengebot verpflichtet alle Volljährigen bis Zum Beginn des sechzigsten Lebensjahres.
Die Seelsorger und die Eltern sollen aber dafür sorgen, daß auch diejenigen, die wegen ihres jugendlichen Alters zu Fasten und Abstinenz nicht verpflichtet sind, zu einem echten Verständnis der Buße geführt werden.

Can. 1253 —
Die Bischofskonferenz kann die Beobachtung von Fasten und Abstinenz näher bestimmen und andere Bußformen, besonders Werke der Caritas und Frömmigkeitsübungen, ganz oder teilweise an Stelle von Fasten und Abstinenz festlegen.

-

Das einmalige Sättigen ist denn auch de facto auch nur an den beiden genannten strengen Abstinenz- und Fasttagen - Aschermittwoch und Karfreitag - geboten !

Da nun aber Fasten nicht nur mit Verzicht auf üppiges Essen verbunden ist, sondern den Menschen als Leib und Seele stärken soll...so ist Fasten auch immer eine Art Askese....
Askese in der Form verstanden, dass durch oft verborgene, aber nicht minder wertvolle dargebrachte Opfer Verzicht geübt wird....
und somit auch Übung in den Tugenden.....
in den Drei Göttlichen Glaube, Hoffnung, Liebe...
sowie
in den sieben Gaben des Heiligen Geistes:
Weisheit, Einsicht, Rat, Stärke, Erkenntnis, Frömmigkeit und Gottesfurcht.

und Deren Früchte:

Katechismus 1832
Die Früchte des Geistes sind Vollkommenheiten, die der Heilige Geist in uns als die Erstlingsfrüchte der ewigen Herrlichkeit hervorbringt.
Die Überlieferung der Kirche zählt deren zwölf auf:
Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Langmut, Sanftmut, Treue, Bescheidenheit, Enthaltsamkeit, Keuschheit" (Gal 5,22-23 Vg.).

-
Siehe dazu bitte auch:
Die fünf Gebote der Kirche


Auch das innige(re) Gebet

und die vermehrte Anbetung des ALLERHEILIGSTEN

sollen nach Möglichkeit mit eingebracht werden;
insbesondere das von der hl. Theresa v. Avila anempfohlene innere Gebet und dieses nicht nur zur Fastenzeit.
Siehe bitte hier:
Stufen zur Vollkommenheit (38)


Zum Aschermittwoch und der beginnenden Fastenzeit
Erläuterungen von Pater Alexander Metz von der Petrus-Bruderschaft:
-

"Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren!" (Gen 3,19).
Kurz nach dem Sündenfall wurde dieses Wort zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit gesprochen.
Es galt Adam nach dessen Sündenfall.

Die Kirche wiederholt es alljährlich zu Beginn der Fastenzeit.
Der Priester legt mit diesen Worten den Gläubigen am Aschermittwoch die geweihte Asche auf.
Die Asche erinnert uns an unsere Vergänglichkeit,
an die Wirklichkeit des Todes.

Asche hat ja bekanntlich kein Leben in sich, keine Festigkeit, es genügt ein leichter Windhauch, um sie zu zerstreuen.
Bereits beim alttestamentlichen Psalmisten können wir lesen:
"Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie die Blume des Feldes.
Fährt der Wind darüber, ist sie dahin
".
Und Kohelet drückt es noch deutlicher aus, wenn er sagt:
"Windhauch, Windhauch, alles ist Windhauch."
Wie nötig haben wir es, uns diese Wahrheit wieder neu vor Augen stellen zu lassen.
Wie könnte man auch angesichts des sicheren Todes diese Wahrheit von der eigenen Vergänglichkeit überhaupt bezweifeln?

Der Blick auf den Tod soll uns nun aber nicht ängstigen - wie auch, wenn wir den zum Freund haben, derden Tod glorreich überwunden hat? - unseren Herrn Jesus Christus
Der Blick auf den Tod soll uns vielmehr zum Guten anspornen.
"Bedenke bei all deinen Werken das Ende, und du wirst in Ewigkeit nicht sündigen" (Sir 7,40)
Der Gedanke an den Tod will uns an die Eitelkeit alles Irdischen erinnern, an die Flüchtigkeit des Lebens - alles vergeht, nur Gott bleibt - und deshalb eifert der Tod uns an, keinem Ding anzuhängen,
die irdischen Genüsse gering zu schätzen und Gott alleine zu suchen.
Der Gedanke an den Tod lässt uns befreifen , dass "alles eitel ist, ausser Gott lieben und ihm allein dienen" (Nachfolge Christi) .
Denn am Ende dessen, was wir irrtümlicherweise das Leben nennen, am Ende unserer irdischen Pilgerschaft, bleiben nur Gott und die Seele.
Die hl. Theresa v. Avila mahnt uns daher:
"Bedenke, dass du nur eine Seele hast und nur kurze Zeit, um sie zu retten, und du wirst viele Dinge lassen" (Geistliche Weisungen).
Und der hl. Johannes vom Kreuz erinnert uns daran:
"In der letzten Stunde wird nach deiner Liebe gefragt werden" (Den Sprüche).

Durch das körperliche Fasten durch den freiwilligen Verzicht auf erlaubte Dinge, wird in uns das Bewusstsein von der Vorläufigkeit alles Irdischen neu belebt und dadurch der Blick auf das Eine, was Not tut, hingelenkt.
Durch das Fasten sollen wir zur Umkehr des Herzens geführt werden.
Gleichzeitig gibt die Zerknirschung des Herzens dem Fasten erst seinen Wert.
Beides ist untrennbar miteinander verbunden.
Wenn auch die Zerknirschung und Umkehr des Herzens im Vordergrund steht
-"Zerreisst eure Herzen und nicht eure Kleider!" -
so bereitet so bereitet doch das Fasten des Leibes die Umkehr der Seele erst richtig vor, da sie ein Mittel ist, diese zu erlangen,

Überlegen wir zu Beginn der Fastenzeit genau, wo die Anhänglichkeit an diese Welt sich in meinem geistlichen Leben besonders bemerkbar macht.
Was mir am meisten von der kostbaren Zeit,
+
Die kostbare Zeit
+
die Gott mir schenkt, raubt.
Welche Dinge ich viel zu oft tue, die doch keinen Ewigkeitswert besitzen
- und legen wir mutig die Axt an die schlechten Wurzeln, um es aus unserem Leben zu verbannen.
Vielleicht ist es ja gerade das, was ich mir am wenigstens eingestehe, dass es mir auf dem Weg in den Himmel das grösste Hindernis ist."

-

Aus:
"Katholische Bußpredigten über die vier letzten Dinge des Menschen" aus dem Jahre 1836:
-

Lasset euch die Worte an die Stirne schreiben:
Mensch, gedenke, dass du Staub und Asche bist und wieder zu Staub und Asche werden wirst.
Ja, ja Mensch, du wirst sterben und was das bedenklicnste ist,
du wirst nur ein Einziges mal sterben[....]
Diese Wahrheit wollen wir beherzigen und Gott bitten, dass er unseren Verstand erleuchte, unser Herz mit Reue über unsere Sünden,
und unsere Augen mit Busstränen fülle
.[....]
So wie David sollten auch wir an das Ende unserer Tage denken und Gott bitten, dass unser Tod ein glückseliger Tod sein möge.[....]
O lass doch die kostbaren Augenblicke, die dir noch vergönnt sind, nicht verloren gehen, Augenblicke, die über deine Ewigkeit entscheiden.
O sammle deine Kräfte mittels der Gnade und rechne nicht mit einem langen Leben sondern denke vielmehr du werdest bald sterben.
Du stirbst ja täglich, jeder Schritt führt dich näher zum Grabe....
darum, was du zu deinem Heil zu tun hast, das tue bald.[....]
Wir sollen
täglich im Geiste sterben, dann werden wir, wenn wir leiblich sterben, heilig sterben, werden mit Christus sterben, und von den Toten auferstehen und auch ewig, o unausprechlich ewig selig sein.

-

Zum Aschermittwoch aus dem Schott-Messbuch 1962:
-

Aschermittwoch – Messe

Stationskirche: St. Sabina
1. Kl. – Farbe violett

Die Lesungen, Gebete und Gesänge der hl. Messe führen uns in den Geist ein,
in dem wir die Fastenzeit feiern sollen: es ist der Geist der Buße,
verbunden mit Vertrauen auf Gottes Erbarmen(Intr., Tractus)
und auf den Beistand der Gnade (Oratio)
.
Über die innere Seelenhaltung, den Geist des Fastens,
belehrt uns Christus selber (Evang.).
Der Heiland, der im hl. Opfer geheimnisvoll seinen Kreuzestod erneuert,
gibt uns in der hl. Messe die Kraft, den Weg der Quadragesima so zu gehen,
daß sie für uns fruchtbar wird (Offert.).
Wenn der Leib fastet, soll der Geist genährt werden mit der hl. Eucharistie und durch hl. Gebetsverkehr mit Gott und Christus (Comm.).

-
Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...t/am/index.html
-


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