Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....
8. Dezember: Hochfest der Unbefleckten Empfängnis der allerseligsten Jungfrau Maria. Ohne Erbsünde empfangene allerseligste Jungfrau Maria.

#101

RE: Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? 1. Das Licht aus dem Osten hat die Gesamtkirche erleuchtet,

in Diskussionsplattform Kirche 20.01.2017 12:15
von Blasius • 2.514 Beiträge

Neues zum Bruch zwischen der Griechisch-Orthodoxen und Römisch-Katholischen Kirche:



"Wenn wir uns nicht bald
einig werden, gehen wir
gemeinsam unter."


Patriarch Danie I. Ciobotea


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 20.01.2017 12:15 | nach oben springen

#102

RE: Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? 1. Das Licht aus dem Osten hat die Gesamtkirche erleuchtet,

in Diskussionsplattform Kirche 20.01.2017 14:57
von Aquila • 5.737 Beiträge

Lieber Blasius

Der zitierte Patriarch sieht es leider nicht richtig....

Ein" gemeinsames Untergehen" wird und kann es nicht geben, denn

1.
hat unser Herr und Gott Jesus Christus Seiner Kirche als Seinem mystischen Leib versichert, dass sie niemals von den Pforten der Hölle überwunden werden wird.....
sie wird wohl angegangen (von aussen und innen !) und angefeindet, aber niemals überwunden.
Diese Seine gestiftete Kirche ist alleine die römische katholische Kirche !

2.
Es kann niemals eine "Einigung" auf Kosten der unfehlbaren Lehre der Heiligen Mutter Kirche
- der römischen katholischen als dem mystischen Leib Christi -
geben. Die Ungereimtheiten in der ostkirchlichen Lehre sind keinesfalls geringfügig.
Wir haben es in diesem Thread verdeutlicht:
Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? (17)

Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? (16)


Somit ist auch ein "gemeinsames Untergehen" undenkbar.

Untergegangen ist im Jahre 1453 alleine Konstantinopel / Byzanz durch die türkisch moslemische Eroberung.
Heute steht dort im nun türkischen Istanbul gleichsam als Menetekel ie ehemals byzantinische Hagia Sophia als Moschee / aktuell als Museum verunstaltet.

Befasst man sich etwas näher mit der byzantinisch ostkirchlichen Lehre, so fällt im Vorfeld der Eroberung durch die Türken ihre zunehmende Abirrung vom wahren Glauben auf.
Ganz schwarze Wolken ziehen auf! (6)

Eine davon war das Herunterbrechen der Unauflöslichkeit der Ehe !

bis heute in den Ostkirchen so gehandhabt !


Es lohnt sich die Erklärungen einer griechisch-"orthodoxen“ Kirchengemeinde in Deutschland zu Ehescheidung und Wiederverheiratung zu lesen,
um diesbezüglich sehr deutlich das in die Ostkirchen eingeflossene Menschengedachte bzw. Menschengemachte herauszulesen und so wohl auch auf den Ursprung der aktuell innerhalb der römisch katholischen Kirche von „zeitgemässen“ Kreisen so inflationär geforderten „neuen Barmherzigkeit“ - bersde auch bez. des Ehesakramentes ! - zu stossen:
-

Zwar stellt das Gebot Jesu zur dauerhaften Bindung zwischen Mann und Frau für alle Eheleute einen idealen Zustand dar – niemand zweifelt daran -
, kann aber, genauso wie jedes andere Gebot, u.a. auch aufgrund der Unvollkommenheit des Menschen, die Übertretung und die Sünde, ja sogar die Todsünde und schließlich auch das Scheitern einer Ehe nicht ausschließen.
Wo die ideale Situation der Hingebung und der uneigennützigen Liebe nicht mehr vorhanden ist, wird die Gemeinschaft zwischen den Partnern erschüttert.
Das führt zur Situation, dass die absolute hingebende und aufopfernde Liebe zur Gleichgültigkeit gegenüber dem Partner, ja manchmal auch zum Hass verwandelt wird.
So wird das vorbildhafte, sakramentale Verhältnis zwischen Christus und der Kirche,
zwischen dem Bräutigam und der Braut nicht mehr seine Vergegenwärtigung in der Ehe haben. Daher gibt es nicht nur den natürlichen Tod, der die Ehe erschüttert, sondern auch den moralischen. D.h. die Orthodoxe Kirche kennt auch eine Ehescheidung aus mehreren Gründen, mit der Möglichkeit danach für eine Wiederverheiratung durch kirchliche Eheschließung mit sakramentalem Charakter bis zu drei Mal.
Es ist bekannt, dass diese Praxis auch in der Frühkirche zugunsten der Menschen festzustellen ist.
Das bedeutet also bis heute in der Orthodoxen Kirche, dass ein nach dem orthodoxen Kirchenrecht „legitim“ Geschiedener wieder sakramental-kirchlich heiratsfähig ist:
a) Wiederherstellung der Ehe von geschiedenen Eheleuten und
b) Zweite und dritte Eheschließung.

Aus gegebenem Anlass muss hier festgestellt werden, dass auch diese zweite und dritte kirchliche Eheschließung als Anteilnahme am Mysterium Christi und der Kirche, genauso wie die Erste Ehe Sakrament sind.
Natürlich stellt die erste bzw. einzige Eheschließung einen „Idealzustand“ dar.
Aber wenn die Kirche Nachsicht übt (Oikonomia) auch für die Schwächeren bzw. die schuldlos Gescheiterten, und das tut sie mit der Erlaubnis der zweiten und dritten Eheschließung, dann gibt sie eben diesen reumütigen Gläubigen die neue Möglichkeit, an der göttlichen Gnade durch das Sakrament der Ehe teilzuhaben, wenn auch mit weniger Glanz im Ritus und später, nach einer gewissen Bußzeit, auch am Sakrament der hl. Eucharistie durch den Empfang der hl. Kommunion teilzunehmen.
Die Sünde wird von der Kirche immer bekämpft und verurteilt, der Sünder jedoch immer barmherzig und hilfsbereit behandelt, weil Gott selbst allen Sündern gegenüber barmherzig und nachsichtig ist. Die Gebete der zweiten und dritten Eheschließung sind Zeugnisse von großartiger Barmherzigkeit, jedoch innerhalb des sakramentalen Lebens im therapeutischen Sinn.“
-



Byzanz verlor also nach und nach ihre geistliche Kraft durch immer mehr Menschengemachtes !
Und ging letztlich unter !

-


zuletzt bearbeitet 20.01.2017 14:58 | nach oben springen

#103

RE: Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? 1. Das Licht aus dem Osten hat die Gesamtkirche erleuchtet,

in Diskussionsplattform Kirche 08.02.2017 15:59
von Blasius • 2.514 Beiträge

Themen \ Ökumene




Schweiz: Der Bruderkuss von Kuba, Symposion ein Jahr danach



Bruderkuss in Havanna: Papst Franziskus und Patriarch Kyrill - EPA

06/02/2017

Mehr Zusammenarbeit der russisch-orthodoxen und die römisch-katholischen Kirche im Nahen Osten:

das ist nach Darstellung des orthodoxen Metropoliten Hilarion Alfeyev das greifbare Ergebnis der historischen Begegnung zwischen Papst Franziskus und Patriarch Kyrill auf Havanna vor einem Jahr.
Der Metropolit äußerte sich in einem Gespräch, das die Universität Fribourg (Schweiz) mit Blick auf eine Tagung veröffentlichte, die sie am 12. Februar ausrichtet - genau am ersten Jahrestag der Begegnung auf Kuba. Zu der Tagung mit dem Titel „Der Dialog geht weiter“ reisen aus Moskau Metropolit Hilarion und aus Rom der vatikanische Ökumene-Verantwortliche Kardinal Kurt Koch an.

„Wir müssen jede mögliche Anstrengung unternehmen, um die verfolgten Christen des Nahen Ostens zu verteidigen“, so Hilarion, Leiter des Außenamtes des russisch-orthodoxen Patriarchats, in dem Gespräch. Auf kirchenpolitischem Gebiet warnte er vor dem Versuch, Differenzen in Theologie und Kirchenstruktur übereilt zu überwinden. Die beiden Kirchen müssten „ehrlich sein und nicht versuchen, unsere Unterschiede zu verbergen oder das Gespräch über sie zu vermeiden.“

Auch Kardinal Koch sagte im Gespräch mit dem Institut, die Zusammenarbeit sei intensiver geworden. Angesichts der großen Herausforderungen der heutigen Welt, wie Flüchtlingskrise, Terrorismus und Christenverfolgung, sei „jeder Schritt zu mehr Solidarität und Einheit unter den Christen zu begrüßen“, so der Präsident des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen.

Das Treffen auf Kuba war das erste zwischen einem Papst und einem Moskauer Patriarchen. Nach der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung" der beiden Kirchen in Havanna sagte Papst Franziskus: „Wir sprechen miteinander als Brüder, wir haben dieselbe Taufe, wir sind Bischöfe. Wir wissen:
Die Einheit wird erreicht, indem wir uns gemeinsam auf den Weg machen".

(pm 06.02.2017 dh)

http://de.radiovaticana.va/news/2017/02/..._danach/1290654

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#104

RE: Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? 1. Das Licht aus dem Osten hat die Gesamtkirche erleuchtet,

in Diskussionsplattform Kirche 25.03.2017 09:13
von Blasius • 2.514 Beiträge

Mariä Verkündigung

Orthodoxes Glaubensbuch - Mariä Verkündigung



Das Fest Mariä Verkündigung wird von der Kirche am 7. April (am 25. März nach altem Kalender) gefeiert.

Zwischen Mariä Verkündigung und der Geburt Christi liegen neun Monate – das entspricht der Zeit zum Austragen eines Kindes. Die Bezeichnung des Festes – Mariä Verkündigung – gibt seinen Sinn wieder: der Jungfrau Maria wird die frohe Botschaft über die Empfängnis und die Geburt des Gottessohnes Christus verkündigt. Es geschah so:

Als sich die Zeit erfüllt hatte und die Menschheit vom Fluch des Todes durch die Ankunft des Erlösers in der Welt errettet werden sollte, musste eine reine und makellose Jungfrau gefunden werden, die würdig war, der Menschwerdung Gottes zu dienen. Und sie wurde gefunden, die Reinste und Makelloseste, die Frömmste aller Menschen, die Allheilige, die Allreine und über alles gesegnete Jungfrau Maria. Sie stammte aus königlichem und hohepriesterlichem Geschlecht; ihre Eltern waren die gerechten Joachim und Anna. Die Frucht ihrer Gebete, ihres Fastens und ihres ganzen frommen Lebens war Maria. Die Allreine Jungfrau war im Alter von drei Jahren in den Tempel gekommen und lebte dort etwa zwölf Jahre und verbrachte die Zeit mit Gebet und Handarbeit.

Als Maria vierzehn Jahre alt geworden war, während des zwölften Jahres ihres Lebens im Tempel, sagten ihr der Hohepriester und die Priester, dass nach dem Brauch des Gesetzes die Zeit gekommen war, nach Hause zurückzukehren und eine Ehe zu gründen. Sie antwortete, dass sie gelobt habe, sich Gott allein zu weihen, und deshalb möchte sie nicht heiraten. Die Priester waren über das ungewöhnliche Gelübde erstaunt, da sie bis dahin noch nie ein derartiges Mädchen getroffen hatten.
Sie wollten sie nicht im Tempel lassen, da dies gegen die Sitte war, gleichzeitig wagten sie es aber nicht, sie zur Ehe zu nötigen, da sie sich Gott allein geweiht hatte. Sie waren lange in Verlegenheit und dachten darüber nach, wie sie ihr Leben einrichten könnten, ohne Gott zu erzürnen. Die Priester hielten beides für eine Sünde: sie zur Ehe zu zwingen, da sie sich Gott geweiht hatte, oder sie im Tempel zu belassen.

Sie gingen zur Bundeslade, beteten inständig und bekamen von Gott die Antwort: es müsse für die Jungfrau ein ehrfürchtiger Mann gefunden werden, der unter dem Anschein der Ehe ihre Reinheit bewahren würde. Dieser Mann sollte aus dem Hause und Geschlecht Davids sein. Auf wessen Stab Blumen erblühen würden, nachdem man ihn auf den Altar gelegt hatte, dem sollte die Jungfrau Maria anvertraut werden.

Zu jener Zeit kam das Weihefest. Aus den umliegenden Dörfern kamen viele Menschen in den Tempel, darunter auch Männer aus dem Geschlecht Davids. Der große Zacharias, der Vater Johannes des Vorläufers und Täufers des Herrn, wählte zwölf Männer aus, die keine Frauen hatten, unter ihnen war auch der heilige Josef, ein gerechter Mann in vorgerücktem Alter. Zacharias nahm ihre zwölf Stäbe, legte sie auf den Altar und betete so: „Herr, Gott, zeige den Mann, der würdig ist, mit der Jungfrau Maria vermählt zu werden!“ Danach gingen alle weg und ließen die Stäbe die Nacht über auf dem Altar liegen. Am Morgen sahen alle, dass der Stab Josefs erblüht war und auf ihm eine Taube saß. Damit verstanden sie, dass Gott Josef für die Jungfrau Maria erwählt hatte. Sie wurden verlobt, aber Josef war nur ihr vermeintlicher Ehemann und hatte die Aufgabe, die Jungfräulichkeit und Reinheit Marias zu bewahren. Nachdem die Allheilige Jungfrau aus dem Tempel in das Haus Josefs gekommen war, veränderte sie ihr Leben nicht. Sie betete wie früher, studierte die Heilige Schrift und beschäftigte sich mit Handarbeiten. Sie lebte hier abgeschieden, sprach nur mit den Hausbewohnern, d. h. nur mit Josef und seinen zwei Töchtern. Denn Josef war Witwer.

Schließlich kam die Zeit, die der Allheiligen Jungfrau vorhergesagt war, die Zeit, auf welche die Menschheit seit dem Tag des Sündenfalls der ersten Menschen schon Tausende von Jahren gewartet hatte. Gott sandte den Seinem Thron am nächsten stehenden Erzengel Gabriel mit der Kunde von dem Geheimnis, das mit dem menschlichen Verstand nicht begreifbar ist. Der Erzengel Gabriel sollte der Jungfrau von der wunderbaren Empfängnis des Sohnes Gottes künden, der in die Welt kommen würde, um die Menschen zu erretten.

Im Evangelium wird davon so gesprochen: „Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret gesandt.“ Es war der sechste Monat seit der Empfängnis Johannes des Vorläufers und Täufers des Herrn, die seinem Vater Zacharias von demselben Erzengel Gabriel verkündet worden war.

Galiläa, wo sich Nazaret befand, war damals ein überwiegend heidnisches Gebiet, seine sündigen und ungläubigen Bewohner wurden von den Juden verachtet. Nazaret galt als eine so unbedeutende Stadt, dass von ihr gesagt wurde: „Kann denn aus Nazaret etwas Gutes kommen?“ Aber der Herr wollte nicht aus dem berühmten Jerusalem stammen, nicht aus dem Land Judäa, sondern aus dem „heidnischen Galiläa“, aus dem armseligen Nazaret, um zu zeigen, dass Er der Sünder wegen in die Welt kam und den irdischen Stolz und Hochmut ablehnte.

Der Erzengel Gabriel kam in das Haus, in dem die Jungfrau Maria wohnte, und sprach mit sanfter Stimme zu ihr: „Freue dich, du Begnadete, der Herr ist mit dir! Du bist gesegnet unter den Frauen. Der, der vor dir war, ist jetzt mit dir und wird bald von dir geboren werden. Der, der vor der Ewigkeit war, unterwirft sich jetzt der Zeit.“

Als die Jungfrau den Gruß hörte, erschrak sie, obwohl ihr der freundschaftliche Umgang mit Engeln schon seit der Zeit ihres Lebens im Tempel vertraut war.

Der Engel sagte: „Fürchte dich nicht! Denke an die Jungfrau, die Jesaja vorausgesagt hat, und zweifle nicht: Du bist diese Jungfrau. Du hast die Gnade Gottes gefunden durch dein ganzes Leben, das erfüllt war mit guten Taten, aber zuallererst durch diese drei: erstens durch die Demut, da Gott Seine Gnade den Demütigen gibt; zweitens durch die Reinheit, da der Seinem Wesen nach Allerreinste Gott von einer reinen und allreinen Jungfrau geboren werden will; und schließlich durch deine feurige Liebe zu Ihm, denn der Herr liebt die, welche Ihn lieben, und schenkt denen Seine Gnade, die Ihn suchen.

Du wirst einen Sohn gebären und ihm den Namen Jesus geben, Er wird die ganze Welt erretten und wird ein ruhmvollerer König sein als der Vorvater David und alle früheren Könige. Und Sein Reich wird ewig sein.

Die Kraft des Allerhöchsten wird über dich kommen, der Heilige Geist wird in dir dem körperlosen Sohn Gottes menschliche Gestalt geben. Der Herr wird durch dich hindurchgehen, wie ein Sonnenstrahl durch Glas oder Kristall geht, und dich heiligen und erleuchten durch Seine Göttliche Herrlichkeit. Du wirst die Mutter Gottes werden, da du den Sohn gebären sollst, den vollkommenen Gott und vollkommenen Menschen, aber du wirst Jungfrau bleiben vor der Geburt, während der Geburt und nach der Geburt.

Und das soll dir ein Zeichen sein, dass Gott dies alles bewirken kann: Deine Verwandte Elisabet, die unfruchtbar war und jetzt schon alt ist, wird bald einen Sohn gebären. Den Menschen schien dies unmöglich, aber Gott gefällt es so: Gemäß Seinem Willen wird eine unfruchtbare alte Frau Mutter. Und auch du, Jungfrau, wirst Mutter werden.“

Nachdem die Allreine Jungfrau Maria dies vom Engel gehört hatte, verbeugte sie sich in tiefer Demut vor dem Herrn und sagte: „Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort.“
Und in diesem Augenblick empfing sie geheimnisvoll vom Heiligen Geist.
Nachdem der Erzengel Gabriel alles getan hatte, was ihm der Herr aufgetragen hatte, verneigte er sich ehrfürchtig vor der Mutter Gottes und kehrte zum Thron des Allherrschers zurück, wo er mit allen himmlischen Mächten das große Geheimnis der Menschwerdung Gottes verherrlicht.

Die Beteiligung des Erzengels Gabriel an der Verkündigung wird am zweiten Tag des Festes gefeiert: am 8. April wird das Mitfest des Erz­engels Gabriel begangen.

Mit Mariä Verkündigung sind im russischen Volk einige Bräuche verbunden. An diesem Tag zu arbeiten, sogar im Haushalt, wurde als eine große Sünde angesehen. Man sagt, dass zu Mariä Verkündigung „kein Vogel ein Nest baut, und kein Mädchen einen Zopf flicht“. Zu Mariä Verkündigung wurden Vögel freigelassen. An diesem Tag gab es ein reges Treiben auf dem Vogelmarkt. Viele Eltern gingen dorthin, um mit ihren Kindern Vögel zu kaufen und sie dann frei zu lassen.
Für diesen Tag wurden auch Lerchen aus Teig gebacken und aus Papier Engelfiguren geklebt, zur Ehre des Erzengels Gabriel. Die Farbe der liturgischen Gewänder ist Blau.

Troparion, 4. Ton:
Heute ist der Anfang unserer Erlösung und die Offenbarung des Geheimnisses von Ewigkeit her. Gottes Sohn wird als Sohn der Jungfrau geboren, und Gabriel bringt die frohe Botschaft der Gnade. Deshalb rufen auch wir mit ihm der Gottesgebärerin zu: Freue Dich, Du Gnadenerfüllte, der Herr ist mit Dir!
Kontakion, 8. Ton:
Dir, der überlegen kämpfenden Heerführerin, bringen wir, Deine vom Bösen befreiten Diener, dankerfüllte Siegeslieder dar, o Gottesmutter! Du, deren Macht unüberwindlich ist, errette uns aus allen Gefahren, damit wir zu Dir rufen: Sei gegrüßt, Du unvermählte Braut!

Aus: http://orthpedia.de/index.php/Mariä_Verkündigung

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 25.03.2017 09:15 | nach oben springen

#105

RE: Nähern sich katholische und orthodoxe Kirche an? 1. Das Licht aus dem Osten hat die Gesamtkirche erleuchtet,

in Diskussionsplattform Kirche 28.06.2017 22:34
von Blasius • 2.514 Beiträge

Themen \ Ökumene



Orthodoxe Parlamentarier:

Christen aller Welt, vereinigt euch


Russisch-orthodoxe Christen stehen Schlange, um die Reliquien des hl. Nikolaus in Moskau zu besichtigen - AP

27/06/2017

Seit dem Ende der Sowjetunion haben sich weltweit christlich-orthodoxe Parlamentarier zu einer Vereinigung zusammengeschlossen.

Nun sind 115 orthodoxe Politiker aus 46 Ländern in Rom zu ihrer 25. Vollversammlung zusammengekommen.

Ziel der Parlamentarier sei es, den christlichen Glauben in ihren Ländern zu schützen und zu fördern.

Europa stecke in einer tiefen Krise, die vor allem mit dem Verlust der christlichen Werte verbunden sei, so der Grundtenor unter den in Rom versammelten Parlamentariern, die aus Ländern wie Ungarn, Griechenland oder Zypern stammen, aber auch aus Russland, Georgien und Syrien.

Am Donnerstag werden sie im Rahmen der Peter-und-Paul-Feiern im Vatikan, die mittlerweile eine starke ökumenische Prägung haben, Papst Franziskus treffen.

Der griechische Abgeordnete Kostas Mygdalís ist Koordinator der Vereinigung. Im Gespräch mit Radio Vatikan erläutert er Sinn und Zweck der Vereinigung in der heutigen Zeit:

„Für uns bedeutet das Treffen vor allem auf politischer Ebene, Parlamentarier aus den orthodoxen Ländern mit Politikern aus der katholischen Welt zusammenzuführen. Gemeinsam sollen wir uns auf unsere Verantwortungen zurückbesinnen, die unsere Gegenwart aber auch unsere Zukunft betreffen. Da geht es um Lösungsvorschläge, um aktuelle Probleme anzugehen Die neuen Technologien bieten uns ganz viele Möglichkeiten, schaffen aber auch viel Armut, denn vieles kann die Gesellschaft nicht kontrollieren. Deshalb sind wir hier nach Rom gekommen, denn Papst Franziskus bietet uns hierzu eine Basis, um genau darüber miteinander zu sprechen.“

Unter den Parlamentariern seien auch Volksvertreter von Ländern, die es derzeit aus politischen Gründen schwer haben. Es sei deshalb wichtig, dass es ein starkes und vor allem auf das Christentum fußendes Europa gebe.

„Der Großteil von dem, was Europa ausmacht, beruht auf dem Christentum. Das gilt sowohl dann, wenn man es bezeugen will, als auch, wenn man das verschweigt. Denn die gesamte europäische Gesellschaft stützt sich schlussendlich auf diese christlichen Werte, das gilt auch für die Demokratie. Wir müssen uns also auf diese grundlegenden Werte zurückbesinnen.“

(rv 27.06.2017 mg)

http://de.radiovaticana.va/news/2017/06/...igt_euc/1321598

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 28.06.2017 22:40 | nach oben springen


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