Gelobt sei Jesus Christus !
Als Katholiken dürfen wir uns keiner falschen Demut unterwerfen....
jener "Demut", die sich vor dem wahrheitsfernen Zeitgeist verbeugt.
Als treugläubige Katholiken dürfen und müssen wir uns konsequent im gesunden demütigen Stolz üben....
Pater Bernward Deneke von der Petrus-Bruderschaft beschreibt diesen genauer:
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"An dieser Stelle ist eine Klärung am Platz.
In frommen Ohren hat das Wort Stolz einen schlechten Klang, da es sogleich als sündhafte Selbstüberhebung verstanden wird.
Tatsächlich aber handelt es sich dabei um einen zunächst neutralen Begriff.
Stolz sein bedeutet: den Nacken nicht beugen, Dienst und Unterwerfung verweigern.
Es ist einleuchtend, daß Stolz gegenüber Gott und den Menschen, die einen berechtigten Anspruch an uns geltend machen, eine schwere Verfehlung darstellt.
Wie jedoch verhält es sich, wenn uns ein Unrechtsregime, eine gottlose Institution oder einfach nur der moralisch verkommene Zeitgeist in die Knie zwingen will?
Wenn gar der Teufel uns auffordert, ihm zu huldigen?
Ist da nicht das herrisch-stolze Wort Christi am Platz:
„Weiche Satan! Denn es steht geschrieben: Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und Ihm allein dienen“ (Mt 4,10)?
„Agnosce, o Christiane, dignitatem tuam“, ruft der hl. Papst Leo der Grosse in einer berühmten Weihnachtspredigt aus:
„Erkenne, o Christ, deine Würde.“
Gemeint ist die Würde, die unserer Erwählung und Wiedergeburt zu Gotteskindern entstammt.
Der Adel von Gliedern am Mystischen Leib Jesu Christi, die teilhaben an Seinem Fleisch und Blut.
Und die Zierde von Tempeln des Heiligen Geistes.
Würde, Adel und Zierde dieser Art verstärken im gläubigen Herzen die Gesinnung tiefer Demut vor Gott, dem allein die gnadenhafte Erhebung zu verdanken ist.
Zugleich erwecken sie aber auch das Bewußtsein der eigenen Kostbarkeit und damit verbunden das kämpferisch-kompromißlose Nein gegenüber jeder Macht, die uns solche Herrlichkeit rauben will.
„Lieber sterben als sündigen“, hielt Maria Goretti ihrem Mörder entgegen.
Ja, lieber sterben als die christliche Würde der Gottlosigkeit, Niedertracht und Unzucht preiszugeben, das ist die Haltung demütigen Stolzes.
Wer jungen Menschen in unserer Zeit nur von Demut und Unterordnung spricht;
wer ihnen nicht sagt, daß Gott ihnen hohen Adel verliehen hat;
wer ihnen nicht hilft, den aufrechten Gang auch unter erschwerten Bedingungen zu wahren, das Haupt angesichts der Verführer und Bedränger zu erheben:
„Für das, was du mir da anbietest, bin ich mir einfach zu schade; es ist unter meiner Würde“
– wer also diese Seite des christlichen Lebens unterschlägt, der produziert exakt jenes Duckmäusertum, jene falsche Bescheidenheit und Angepaßtheit, durch die das Imperium des Fürsten dieser Welt besteht und sich beständig ausbreitet.
Es gibt keine Alternative zum demütigen Stolz!"
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Siehe bitte auch die Anmerkungen von Hw Robert Mäder über den gesunden katholischen Stolz:
Religion und Wahrheit (20)
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