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#36

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 19.05.2020 22:49
von Aquila • 7.119 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Wie schnell doch Viele in Krisenzeiten die geistliche Orientierung verlieren !
Nurmehr Wenige pflegen auch dann noch das Gebet ohne Unterlass ....die Danksagung !

Der sel. Abt und Mystiker Wilhelm von Saint-Thierry (~1075 /1080-1148)

über die Danksagung als dauerndes Sein in der Freude des Heiligen Geistes:

-

"Die Danksagung aber ist in der Erfahrung und Erkenntnis der Gnade Gottes die unermüdliche und dauernde Hinwendung des guten Willens zu Gott, auch wenn die äußere Handlung oder die innere Zuneigung einmal nicht vorhanden oder gelähmt ist.
Von ihr spricht der Apostel:
"Das Wollen liegt mir nahe, aber das Vollbringen des Guten finde ich nicht" (Röm 7,18).
Er sagt damit gleichsam:
Sie ist zwar immer da, aber manchmal liegt sie am Boden, das heißt, sie ist unwirksam, weil ich das Vollbringen des Guten suche, aber nicht finde. Das ist die Liebe, die niemals aufhört (1 Kor 13,8).

Das ist aber jenes Gebet ohne Unterlass, oder jene Danksagung, von der der Apostel spricht: "
Betet ohne Unterlass! Seid immer dankbar!"
(1 Thess 5,17-18)
Dieses Gebet kommt aus einer beständigen Güte des Herzens,
eines wohlgeordneten Geistes und ist bei den Söhnen Gottes ein Abbild der Güte Gottes, des Vaters.

Eine solche Seele betet immer für alle (Kol 1,9) und dankt Gott bei allem (1 Thess 5,18).
Der fromme Sinn ergießt sich beständig auf so viele Weisen im Gebet oder in der Danksagung vor Gott, wie viele Gründe er in seinen Nöten und Tröstungen, oder auch in Mitleid und Mitfreude mit dem Nächsten findet.
Dieses Gebet ist ganz und beständig Danksagung.
Denn wer so ist, ist immer in der Freude des Heiligen Geistes."


-

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zuletzt bearbeitet 19.05.2020 22:55 | nach oben springen

#37

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 20.05.2020 09:37
von benedikt • 3.365 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Lieber Aquilla, wie wahr, wie wahr!


Zitat: Wie schnell doch Viele in Krisenzeiten die geistliche Orientierung verlieren !Zitatende

Oder sie erst dann erlangen/wieder erlangen!? Viele Menschen erinnern sich in Kriesenzeiten wieder an Gott -
Es erinnert mich an einen deutschen Landser, der nach russischer Gefangenschaft in das Benediktiner-Kloster Maria Laach eingetreten ist. Siehe das Buch: "Ein Mönch erzählt" von Bogner.

Gott segne und behüte dich. benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 20.05.2020 09:38 | nach oben springen

#38

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 20.05.2020 09:44
von Simeon • 459 Beiträge

Lieber Benedikt, schön wieder von dir zu lesen

Gruß

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#39

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 20.05.2020 09:48
von benedikt • 3.365 Beiträge

Danke, lieber Simion!

Gruß


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#40

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 20.05.2020 21:03
von Aquila • 7.119 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber @benedikt

Ich schliesse mich gerne @Simeon an; schön wieder von Dir zu lesen !

In der Tat ist es so, dass in Zeiten der Not die Rückbesinnung auf Gott mehr an Gewicht gewinnt und sogar zur tiefen Umkehr fuhren kann; so wie im Falle des von Dir aufgezeigten Beispiels des ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der nach der russischen Gefangenschaft gar in den Benediktiner-Orden eingetreten ist.

Freilich wissen wir aber auch zur Genüge, dass die Undankbarkeit gegenüber erhaltener Gnaden weitaus überwiegt.
Hw Spindelböck hat dies in einer Predigt im Jahre 2018 thematisiert. Als Grundlage diente ihm die im hl. Evangelium nach Lukas (Lk 17, 11-19) geschilderte Heilung von zehn Aussätzigen, von denen gerade mal Einer (!) zurückkehrte, um Jesus zu danken.

Hier als Auszug der abschliessende Teil der Predigt:

-

[....]
"Nun aber tritt etwas ein, was uns allen bekannt ist:
Der Mensch, der das unter Tränen Erflehte erhält und erlangt, weiß es plötzlich nicht mehr zu schätzen, was er empfangen hat.
Offenbar sahen es neun der Geheilten eigentlich als ganz selbstverständlich an, dass ihnen Gott die Gesundheit wieder geschenkt hatte.

Nur einer erkannte die Einzigartigkeit dieser Gnade.
Er kehrte zurück zu Jesus und dankte ihm
. Sein Dank war nicht bloß eine formale Pflichterfüllung aus Höflichkeit und Anstand.
Nein, er warf sich vor Jesus zu Boden hin, weil er überwältigt war von seiner göttlichen Größe, und brachte auf diese Weise seine Dankbarkeit zum Ausdruck.

Für Jesus war der Dank des einen und die Undankbarkeit der übrigen neun ehemals Aussätzigen ein Anlass, seine Hörer auf dieses Paradox hinzuweisen:
Alle wurden geheilt, nur einer hat es für nötig befunden, Gott zu danken.
Und zum Geheilten sprach er die Worte, er möge aufstehen und seinen Weg gehen.
Denn: „Dein Glaube hat dir geholfen.

War dieser eine Mensch, der seine Dankbarkeit zeigte, ein besonders frommer Mensch?
In den Augen der bei Jesus versammelten Menschen wohl nicht, denn er stammte aus Samaria.
Die Samariter waren bei den Juden nicht sehr geachtet, da sie nicht alle Gesetze des Mose befolgten und für gewöhnlich nicht zum Tempel nach Jerusalem pilgerten.
Und doch hat gerade so ein Mensch Gott auf besondere Weise seine Dankbarkeit erwiesen!

Für uns, liebe Brüdern und Schwestern, kann dieses Evangelium ein Anlass sein, einmal in Ruhe darüber nachzudenken, was wir alles schon an Großem und Guten von Gott empfangen haben und wofür wir ihm vielleicht bisher zu wenig gedankt haben. Zugleich ist es sicher auch wichtig, darüber nachzudenken, was wir guten Menschen verdanken, und auch hier zu überlegen, wie wir unsere Dankbarkeit auf bestmögliche Weise zum Ausdruck bringen können.

Maria, die Rosenkranzkönigin, möge uns die Augen des Herzens öffnen für das Große, das Gott auch an uns getan hat! Ihm sei der Lobpreis in Ewigkeit.
Amen."


-

Die Predigt in voller Länge siehe bitte hier:
http://www.kath.net/news/17970


Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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