Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#26

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 06.11.2018 10:12
von benedikt • 3.035 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Lieber Aquila, ich danke Dir für Deinen Beitrag, der mir sehr viel Trost und inneren Frieden gegeben hat.


Zitat:Im Gleichnis unseres Herrn vom Pharisäer und dem Zöllner im Tempel
erfährt der Zöllner Heil und Vergebung....weil er in Demut und voller Reue bittet:
"Gott sei mir Sünder gnädig" (Lk 18,13).Zitatende.

Ja, auch ich bekenne in Demut und voller Reue: "Gott sei mir Sünder gnädig".

(Dabei ist vieles in meinem bisherigen Leben unwissend und nicht willentlich geschehen)


Die Gnade und der Friedes Gottes sei mit Dir.

Herzliche Grüße, benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 06.11.2018 10:18 | nach oben springen

#27

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 28.11.2018 23:07
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


In der Stille lernen wir auf die Stimme Gottes zu hören....


Pater Tarcisius Seeanner vom Kreuzorden:


-

"Durch die Stille lernen wir nämlich, zu unterscheiden zwischen dem, was bleibt, und dem, was vergänglich ist.
Und dabei merken wir, dass dem Geistlichen in unserem Dasein der Vorrang gebührt vor dem Irdischen.
Aus Schweigen heraus werden wir befähigt, uns für das Wertvollere zu entscheiden.
In der heutigen Welt gibt es viele Dinge, die mit grellen Farben und lauten Tönen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen.
Doch hinter der lockenden Oberfläche findet sich nichts wirklich Grosses.
Um den wahren Gehalt einer Sache zu entdecken, müssen wir sie in Ruhe betrachten und in stiller Erwägung prüfen. Der Lärm und die auf uns niederprasselnden Sinnesreize lassen dies jedoch kaum zu.

Erst der Abstand und die Stille ermöglichen uns, die Dinge im richtigen Licht zu sehen, sie aus einem neuem Blickwinkel zu betrachten.
Vor allem sollen wir lernen, alles nach dem Gesichtspunkt zu beurteilen, den der hl. Aloisius zur Richtschnur seines kurzen Lebens gemacht hat:
'Was nützt mir das für die Ewigkeit?'

[....]
Der Gabe der Unterscheidung baut auf einem lebendigen Glauben auf, der sich durch Gebet und geistliche Lektüre ernährt.
Der Nährboden, auf dem ein fruchtbares Glaubensleben wachsen kann, ist die Stille.
Nur im Schweigen lernen wir, auch auf die Stimme Gottes zu hören.
Gebet ist nämlich kein Selbstgespräch, sondern Zwiespräch
, beiden beide Seiten sowohl dem Anderen ihre Aufmerksamkeit zuwenden, als auch die Möglichkeit haben, ihr eigenes Herz auszuschütten.
Gott hat uns schon in seinem Sohn in konzentrierter Weise alles mitgeteilt, was sein liebendes Vaterherz uns mit auf den Weg geben wollte.
Deshalb geht jedes Gebet vom Wort Gottes aus und wird vom Heiligen Geist getragen.
Durch die Hl. Schrift lernen wir, wie wir mit Gott sprechen können, und Jesus zeigt uns, dass wir ihn 'Vater' nennen dürfen.

[....]
Im Schweigen finden wir Gott.
Sei es in der Stille vor dem Tabernakel oder in der Stille unseres Herzens,
das sich wie ein Kind in den Armen des Vaters geborgen weiss und zu ihm aufblickt."

-

(Entnommen aus:
"St. Josephsblatt", Februar 2017)

Anmerkung:
Die hier im Forum vermehrt verwendeten Zitate der Patres vom Kreuzorden stammen aus der in der Schweiz erscheinenden empfehlenswerten
katholischen Monatszeitschrift für Glaube und Familie "St. Josephsblatt,"
welche vom Kreuzorden redigiert wird.
(Jahresabo für 11 Ausgaben Sfr. 30.- plus Sfr. 5.- Portogebühren; das Abo kann auch aus Deutschland oder Österreich bestellt werden.)

Die Webseite:
http://josephsblatt.ch

Für die Bestellung eines Abos:
http://josephsblatt.ch/abonnements-bestellung/

Die aktuelle Ausgabe:







-


zuletzt bearbeitet 28.11.2018 23:48 | nach oben springen

#28

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 02.01.2019 23:19
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!


Gebet ist nicht gleich "Gebet".
Pater Andreas Lauer von der Petrus-Bruderschaft
zeigt in einem hilfreichen Artikel die gleichsam Abstufungen des Gebetes....
vom Gott wohlgefälligen bis zum wertlosen Scheingebet.
Dabei nimmt er auch Bezug auf eine Vision der seligen Katarina Emmerich:

-

[....]
"Grundsätzlich ist es die Gnade Gottes, die uns antreibt zu beten und die allen, auch den Sündern angeboten wird; und wenn der Betende im Stand der Gnade ist, dann wird in besonderer Weise der Wert seiner Gebete erhöht.

Das, um was wir bitten, sollen in erster Linie Güter sein, die zum ewigen Leben führen, vor allem übernatürliche Gnaden – erst an zweiter Stelle kommen zeitliche Güter, je nachdem sie unserem Seelenheil nützen, soweit wir sie zum Leben brauchen.
Sagt doch der Herr selbst:
„Suchet zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit und alles andere wird euch obendrein zugegeben werden.“
(Mt. 6, 33)

Und wenn wir um diese oder jene besondere Gnade beten, dürfen wir sie nicht anders als in Gleichförmigkeit mit dem Willen Gottes erbeten.
Gott, der die Liebe ist, erkennt in seiner unendlichen Weisheit besser als wir, was jeder Seele frommt, je nach dem Stande und Grade ihrer Vollkommenheit.
Er verteilt Gnaden des Trostes oder der Trockenheit, der Ruhe oder des Kampfes, je nach den Absichten seiner unendlichen Weisheit und den Bedürfnissen unserer Seele.

Und wenn der einzelne doch nicht das notwendige Vertrauen hat auf sein Gebet, so kann und soll er doch sein Gebet vereinen mit dem Gebet Jesu, mit dem Vertrauen, mit dem Er gebetet hat, dem himmlischen Vater das Gebet des Herrn.
Oder der Gläubige möchte doch das Gebet der Kirche als solches vortragen, und ihn bitten, unseren gütigen Vater, die Kirche zu erhören – schließlich wird Er seinem Sohn und der vom Heiligen Geist gelenkten Kirche wohl keine Bitte abschlagen.

Die selige Katharina Emmerich hatte einmal eine Vision.
Es wurden ihr
vier Tafeln gezeigt, auf diese hat ein Engel Gebete aufgeschrieben.

Auf die erste schrieb er Gebete mit funkelndem Gold,
auf die zweite mit leuchtendem Silber,
auf die dritte in dunkler Farbe
und auf die vierte Gebete mit schwarzer Farbe, die hat er dann durchgestrichen.
Da hat sie gefragt, was das zu bedeuten habe.

Der Engel hat ihr erklärt, daß das,
was mit Gold geschrieben ist, das Gebet jener sei, denen es wirklich ernst ist im Gebet. Mit anderen Worten, das Gebet jener, die wollen, daß der Name Gottes geheiligt werde, die wollen, daß sein Reich komme usw., und die ihren Willen, ihren Ernst vereinigen mit dem Verlangen, dem Ernst Christi, wie Er das gewollt hat.
Sie haben ihr Gebet vereinigt mit dem Gebet des Herrn; und das sollen wir immer tun, unser ganzes Tun, unser Gebet, unsere Arbeit, unsere Leiden, wie ein Wassertropfen, den der Priester da bei der Vorbereitung der Opfergaben in den Kelch fallen läßt, vereinigen dem, was Jesus getan hat, dann wird unser Gebet, unser Tun zu einem Gefäß, das sich füllt mit dem Gebete Jesu.



Das Gebet, das mit Silber geschrieben ist, sei das Gebet jener, denen es auch ernst sei.
Es ist gutes Gebet, es wird aufgeschrieben, es leuchtet vor Gott, aber nur in Silber, weil diese nicht im Bewußtsein ihres eigenen Unvermögens mit ganzem Ernst und Willen das Gebet des Herrn in Anspruch nehmen.



]Das Gebet jener, das nur mit dunkler Farbe geschrieben ist, sei das Gebet jener, die zwar im Stand der Gnade sind, und einigermaßen noch aus der Liebe Gottes heraus beten.
Es ist ihnen schon ein wenig ernst, aber in Wirklichkeit ist ihr ganzes Sinnen und Trachten und ihre Sehnsüchte auf ganz andere Dinge gerichtet als auf Gott: auf die irdischen Dinge, die Ehre, den Reichtum, das Ansehen bei den Menschen, die Befriedigung aller natürlichen Neigungen.
Da ist nicht Gott an der ersten Stelle, sondern sie selbst. Nur soviel es ihnen dabei noch um Gott zu tun ist, wird das Gebet noch angenommen; es wird zwar nicht durchgestrichen, aber es hat keine Leuchtkraft vor Gott.



Das Gebet mit schwarzer Farbe, das durchgestrichen wird, das ist das Gebet jener, die im Stand der Todsünde sind. Sie sind getrennt von Gott, sie haben die Liebe nicht mehr in sich.
Sie haben an die Stelle Gottes einen Götzen gesetzt, ob es nun das Geld ist oder die Ehre der Bauch usw. Ihnen geht es nicht um die Ehre Gottes, das Reich Gottes, den Willen Gottes in Wirklichkeit, auch wenn sie noch Gebetsformeln hersagen – drum ist kein wirkliches Gebet mehr, das wird durchgestrichen, mit schwarzer Farbe geschrieben.




So wollen wir klug sein und dafür sorgen, daß unser Gebet, und auch alles wir sonst tun, arbeiten und leiden, vereinigen mit dem, was Jesus getan hat, mit seinem Willen, mit seinem Vertrauen auf den himmlischen Vater, der ihn erhört."

-


zuletzt bearbeitet 02.01.2019 23:46 | nach oben springen

#29

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 03.01.2019 16:34
von benedikt • 3.035 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Lieber Aquilla, danke für Deinen Beitrag, aber welcher Mensch möchte
beurteilen, welches Gebet ein gottgefälliges und welches Gebet ein nicht
gottgefälliges Gebet ist? Ich nicht!

Zitat: Pater Andreas Lauer von der Petrus-Bruderschaft
zeigt in einem hilfreichen Artikel die gleichsam Abstufungen des Gebetes....
vom Gott wohlgefälligen bis zum wertlosen Scheingebet.Zitatende.
,
Ich bin der Meinung, daß ein Mensch welcher aus der Sehnsucht zur Liebe Gottes
betet,
die Gegenwart Gottes in seinem Herzen verspürt -
Die Gnade Gottes fruchtet in ihm durch den Heiligen
Geist und er ist glücklich und zufrieden.

Es grüßt Dich herzlich und wünscht Dir Gottes Segen,
benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#30

RE: Die Kraft des Gebetes

in Ausdauer im Gebet 03.01.2019 22:31
von Aquila • 5.665 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Pater Lauer hat auf die Vision der seligen Katarina v. Emmerich zurückgegriffen.
Natürlich hast Du recht....
alleine unser Herr weiss um die Gefälligkeit der Gebete und alleine Er schaut bis in die tiefsten Winkel des Herzens bzw. der Seele.

Die in der Vision beschriebenen Abstufungen der Gebetsswirksamkeit zeigen auf, was auch die Lehre der Kirche unterstreicht:
Alleine das Gebet im Sinne des Erbittens des Kommens des Reiches Gottes kann Gott vollumfänglich wohlgefällig sein, denn es ist ein Gebet eingebettet im Wollen des Strebens nach Vollkommenheit im Ringen mit dem Teufel, der Welt und dem Ego.
Es ist ein Gebet in steter Ausrichtung nach dem Willen Gottes.

Dis Strahlkraft der Gebete lässt mit dem Grade der Weltbezogenheit nach ( erlischt aber noch nicht ganz )....


bis es aber überhaupt nicht mehr strahlt....ein "Gebet" genährt von menschlicher Hybris.
Ein Beispiel:
Wir alle kennen die menschengedachten "Trauerfeiern" inkl. "Gebete".
So stehen dort auch Vertreter und Mitläufer der Kultur des Todes oder der Entchristlichung Europas und "beten"....zu "wem oder was" auch immer.
Was wollen nun diese Personen - oftmals abgefallene Katholiken, Renegaten - in ihren "Gebeten" - sollten sie diese überhaupt an die Ewige Wahrheit Jesus Christus richten - vortragen ?
Ihr "Nein" zu Wahrheit, Gnade und Erlösung ?!
Diese "Gebete" sind in der Vision denn auch durchgestrichen !
Wertlos !
Sie sind gleichsam "tot" aufgrund bewusster tief sitzender Verstockteit gegenüber der geschenkten Gnade.
Die Vertreter dieser Sorte "Gebet" stehen denn auch alle gut mit der Welt....und dessen Fürsten, dem Teufel als dem Vater der Lüge !

Dazu der hl. Franz von Sales:
-

„Der Mensch wird nur dann mit der Welt gut stehen,
wenn er bereit ist mit ihr unterzugehen“



Alleine ein noch zeitige Reue, Busse und Umkehr - Abkehr von der Sünde - vermag die Gebete wieder mit Strahlkraft zu erfüllen.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 03.01.2019 22:39 | nach oben springen



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