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#71

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 19.01.2018 23:11
von Aquila • 5.737 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Wir hören immer wieder den Vorwurf, dass wir das Kreuz "anbeten" würden.
Bereits der Titel dieses Thread widerlegt es:
"Die Verehrer des Kreuzes"

Dazu Klärendes vom Prämonstratenser-Pater Leonhard Goffine (1648-1719)
in "Katholische Handpostille":

-

"Warum wird das Kreuz Christi so hoch geehrt?

Weil es der Altar gewesen ist, auf welchem der Herr sich für uns aufgeopfert hat; das Werkzeug, wodurch er unsere Erlösung vollbracht hat; die siegreiche, mit dem Blute Christi besprengte Fahne, wodurch der Teufel überwunden wurde und noch immer überwunden wird.


Darf man das Kreuz Christi anbeten?

Keineswegs;
denn die Anbetung gebührt Gott allein;
und wenn wir mit der heiligen Kirche das Kreuz begrüssen:
O Kreuz, du unsere einzige Hoffnung“,

so beziehen sich solche Worte doch nur auf Christus, der uns durch das Kreuz erlöst hat und deshalb die dankbarste Anbetung verdient.



Wie verehrt man das Kreuz Christi am besten?

1.
Wenn man sich nicht schämt, sich öffentlich als ein Verehrer des Kreuzes zu zeigen und deshalb sich gerne mit dem Kreuze bezeichnet.
2.
Wenn man das Kreuz liebt,
d.h. die von Gott geschickten Widerwärtigkeiten geduldig, gerne und mit Freuden erträgt und so nach der Lehre und dem Beispiel Christi
sein Kreuz täglich auf sich nimmt und ihm nachfolgt." (Luk. 9,23)

-


zuletzt bearbeitet 19.01.2018 23:27 | nach oben springen

#72

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 01.02.2018 17:50
von Aquila • 5.737 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Die wunderschönen, segensreichen Worte
des hl. Franz v. Sales über das einem jeden von uns seit Ewigkeit zugedachte Kreuz zur Glückseligkeit:

-

"Gottes ewige Weisheit hat von Ewigkeit her das Kreuz ersehen,
das Er Dir als ein kostbares Geschenk aus Seinem Herzen gibt.
Er hat dieses Kreuz, bevor er es Dir schickte,
mit Seinen allwissenden Augen betrachtet,
es durchdacht mit Seinem göttlichen Verstand,
es geprüft mit Seiner weisen Gerechtigkeit,
mit liebenden Armen es durchwärmt,
es gewogen mit Seinen beiden Händen,
ob es nicht einen Millimeter zu groß und ein Milligramm zu schwer sei.
Und Er hat es gesegnet in Seinem allerheiligsten Namen,
mit Seiner Gnade es durchsalbt und mit Seinem Trost durchduftet.
Und dann noch einmal auf Dich und Deinen Mut geblickt -
und so kommt es schließlich aus dem Himmel zu Dir als ein Gruß Gottes an Dich,
und ständig mitgetragen von der barmherzigen Liebe"


-


zuletzt bearbeitet 01.02.2018 17:50 | nach oben springen

#73

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 07.03.2018 22:09
von Aquila • 5.737 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Immer wieder lauert die Versuchung, gegen das Unangenehme und das Leiden aufzubegehren.

Auf einem Gebetszettelchen des "Instititutes Christus König und Hoherpriester" zeigt der
hl. Konrad v. Parzham / Altötting (1818-1894) diesbezüglich den richtigen Weg:
-

"Das Kreuz ist mein Buch.
Ein Blick auf das Kreuz lehrt mich bei jeder Gelegenheit, wie ich mich zu verhalten habe.
Da lerne ich Geduld und Demut.
Da lerne ich jedes Kreuz mit Geduld tragen.
Es wird mir süss und leicht."


-

Obiges etwas vertiefender der hl. Pfarrer v. Ars
-

Leiden müssen wir,
ob wir wollen oder nicht.
Die einen leiden wie der gute Schächer,
die anderen wie der böse.

Beide litten auf gleiche Weise.
Aber der eine verstand es,
sein Leiden fruchtbar zu machen:

er nahm es im Geiste der Buße an, und als er sich zu dem gekreuzigten Heiland wandte,
hörte er aus dessen Mund die wunderbare Verheißung: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein."
Im Gegensatz zu ihm stieß
der andere Flüche, Verwünschungen und Gotteslästerungen aus und starb in schrecklichster Verzweiflung.

Es gibt ein zweifaches Leiden, nämlich ein
liebendes und ein ablehnendes.
Die Heiligen litten geduldig, freudig und standhaft; denn sie liebten.
Wir leiden mit Zorn, Ärger und Überdruss, weil wir nicht lieben.

Wenn wir Gott liebten, würden wir uns freuen, leiden zu dürfen aus Liebe zu ihm, der so viel für uns leiden wollte.

Ihr sagt, das sei schwer.
Nein, es ist süß, sanft und tröstend,
es ist ein Glück ...
Nur muss man lieben im Leiden und leiden in der Liebe.

Seht, meine Kinder,
auf dem Weg des Kreuzes fällt einem nur der erste Schritt schwer.
Die Furcht vor den Kreuzen ist unser schlimmstes Kreuz.
Wir haben nicht den Mut,
unser Kreuz zu tragen.
Welch ein Irrtum!
Denn was immer wir tun, das Kreuz hält uns fest,
und wir können ihm nicht entrinnen.

Was haben wir also zu verlieren?
Warum sollen wir unser Leiden nicht lieben,
wenn uns dadurch der Weg
zum ewigen Leben erschlossen wird?
...
Trotzdem wenden sich die meisten vom Kreuz ab und fliehen.
Je mehr sie laufen, desto mehr verfolgt sie das Kreuz, desto stärker trifft es sie und erdrückt sie unter seiner Last.


Versteht dies gut, meine Kinder:
wer dem Kreuz gefaßt und tapfer entgegensieht,
dem wird es seltener begegnen.
Und wenn es ihm begegnet,
wird es ihn nicht unglücklich machen.
Als Liebender nimmt er es auf sich,
mutig trägt er es und wird eins mit unserem Herrn.
Es reinigt ihn
und nimmt seiner Seele die Anhänglichkeit an diese Welt.
Die Leiden helfen ihm in seinem Leben hinüber zum Ufer der ewigen Glückseligkeit wie eine Brücke über den Strom.


Wenn der liebe Gott uns ein Kreuz schickt,
lassen wir uns entmutigen:
wir beklagen uns, wir murren und hassen
alles, was unserem Wunsch zuwiderläuft, immer wie auf Rosen gebettet zu leben.

Doch nun beginnt ein Dornenpfad, den wir gehen müssen.
Durch das Kreuz gehen wir in den Himmel ein.
Die Krankheiten, Versuchungen, Schmerzen sind die Kreuze,
die
uns zum Himmel führen.

Das alles wird bald vorüber sein ...
Richtet eueren Blick auf die Heiligen,
die vor uns angekommen sind ...
Der liebe Gott verlangt von uns
nicht
das Martyrium des Leibes,
er will
nur das Opfer unseres Herzens und des Willens
.
[....]
Das Kreuz ist die Leiter zum Himmel.
Wie tröstlich ist es, unter den Augen Gottes zu leiden und am Abend bei seiner Gewissenserforschung sagen zu können:
"Wohlan, meine Seele, du hast heute zwei, drei Stunden erlebt, in denen du Christus ähnlich warst:
du bist gegeißelt, mit Dornen gekrönt und mit ihm gekreuzigt worden ..." Welch ein Gewinn für das Sterben!
Wie gut stirbt es sich, wenn man unter dem Kreuz gelebt hat!

Würde jemand zu sagen:
"Ich möchte gerne reiche werden, was muß ich tun?", ihr würdet ihm antworten;
"Du mußt arbeiten." Richtig!
Und um in den Himmel zu kommen?
Dafür müssen wir das Kreuz auf uns nehmen.

Leiden!
Was hat es zu bedeuten?
Es ist nur für kurze Zeit.
Könnten wir acht Tage im Himmel verbringen, wir
würden den Wert dieses gegenwärtigen Leiden begreifen.
Wir würden das Kreuz nicht zu schwer, die Prüfung nicht zu schmerzlich finden"

-

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#74

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 09.03.2018 22:54
von Aquila • 5.737 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Als Verehrer des Kreuzes sind wir immer der Tatsache eingedenk, dass die Liebe zu unserem gekreuzigten Herr und Gott Jesus Christus hier auf Erden zur ewigen Freude in unserem verherrlichten Herr und Gott Jesus Christus im Himmel führt.



Der hl. Franz v. Sales:

-

[....]
"Schließlich soll es mein eifriges Bestreben sein, das Kreuz zu errichten in meinem Herzen, in meinem Verstand, in meinen Augen und Ohren, in meinem Mund, in allen meinen inneren und äußeren Sinnen, damit nichts Eingang finde oder hervorgehe, was nicht verpflichtet wäre, die Erlaubnis dazu vom heiligen Kreuz zu erbitten.
Ich will das Kreuzzeichen in Ehrfurcht machen und mit ihm mein Herz bezeichnen beim Erwachen und vor dem Einschlafen.
Wenn ich im heiligen Kreuz meine Stütze suche in den Ängsten dieses Lebens, hoffe ich in ihm meine ewige Freude zu finden.

Denn wenn ich den gekreuzigten Jesus Christus in dieser Welt liebe,

werde ich meine Freude in der anderen im verherrlichten Jesus finden.
Ihm sei Ehre und Verherrlichung von Ewigkeit zu Ewigkeit.

So sei es."

-

Siehe bitte auch:
Zitate des hl. Franz v. Sales

-


zuletzt bearbeitet 09.03.2018 22:55 | nach oben springen

#75

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 10.03.2018 07:50
von benedikt • 3.064 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!

Zitat:...schließlich soll es mein eifriges Bestreben sein, das Kreuz zu errichten in meinem Herzen, in meinem Verstand, in meinen Augen und Ohren, in meinem Mund, in allen meinen inneren und äußeren Sinnen, damit nichts Eingang finde oder hervorgehe, was nicht verpflichtet wäre, die Erlaubnis dazu vom heiligen Kreuz zu erbitten. Zitatende.


Danke, lieber Aquila!

Herzliche Grüße und Gottes Segen, benedikt.


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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