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#16

RE: Gnadenquelle hl. Beichte !

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 28.02.2017 16:26
von Aquila • 3.991 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Die bevorstehende Buss- und Fastenzeit will unser Augenmerk vor allem auf die Gesundheit der Seele legen
- ihrer Gesundung aus dem Todesschlummer der Sünde oder ihrer weiterer, immer tieferen Genesung durch das Streben nach Vollkommenheit .

Gerade das hl. Sakramente der Busse / die hl. Beichte ist gleichsam der Schlüssel zur Heilung !

Nachfolgend aus:


"Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen:
eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres"

aus dem Jahre 1826 von Hw Franz Seraph Häglsperger

ein erster Teil; dieser über die gleichsam Grund-Wirkungen der hl. Beichte.
In einem weiteren späteren Teil werden dann die segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte aufgezeigt.
Hier nun der erste Teil:

-

Die sakramentalische Busse ist ein heiliger, ein wichtiger Anfang des Bussweges - für dich und mich - o Leser !

Für alle, die in der Taufstunde bereits zu den Bekehrten, zu den Gefundenen das Glück genossen, aber neuerdings dem Herrn untreu geworden, neuerdings auf dem Wege, der zum Leben führt,
im geistlichen Leben einschlummerten und der Fleischesherrschaft neuerdings erlagen....
In der Taufstunde waren wir schon gefunden, waren frei von Satans Joch,
waren geistig wieder geboren und mit göttlicher Gnade bekräftigte zum Leben der Tugend, zum Leben der begnadigten Kinder Gottes
- wir waren dies unbewusst und ohne Verdienst - ach !
- und mit vollem Bewusstsein
haben wir abermals die Fleischesherrschaft, die niedrigen, sinnlichen, geistlosen Bewegungen der Welt und der Reviere der Finsternis liebgewonnen.

O Gnade, o Gnade ! Wie die uns wieder erwecken, wieder beleben und begradigen willst !
O Gnadenkanal der sakramentalischen Busse,
der du uns neuerdings und als Quelle des Lebens quillst, sei gegrüsst.
Mit Tränen der Freude sei von uns gegrüsst !

Es ist dem reuigen Sünder dennoch so wohl hier vor dem Gnadenkanal, wenn schon eine
gänzliche Umänderung in ihm vorgehen soll.
Ja fürwahr, eine gänzliche Umänderung fordert die sakramentalische Busse im reuigen Sünder, denn das Wesen dieser sakramentalischen Beichte spricht sich aus

1. als Inbegriff all dessen, was bereits das Wesen der Beichtanstalt als ihren äusseren Hülle fordert:
als ein Erkennen, eine Zentralanschauung
des bisherigen sündigen Elends im Lichte der göttlichen Gnade;
als ein reuiges Bekenntnis vor einem authorisierten Stellvertreter des unsichtbaren Heilandes,
durch dessen Lossprechung er dann wieder zur Neubelebung des Geistes gelangt.

Dies ist die ersten Forderung der Busse, aber noch nicht das ganze Wesen derselben.
Die sakramentalistische Busse spricht sich ferner aus

2. als eine vollständige Umänderung des Sinnes,
eine Revolution....im Innern des Herzens,
oder wie man lieber sprechen will eine Wiedergeburt
( wiewohl diese bereits in der Taufe vor sich gegangen ist)
als ein Ausziehen und Abstreifen des alten knechtischen,
und ein Anziehen des neuen,
durch Christus von der Sündenherrschaft frei gewordenen Menschen
,
als ein Wiederwachen und Wiederlerleben von einem todesähnlichen Sündenschlafe....endlich spricht sich die sakramentalischen Busse auch noch aus

3. als ein wahrer Ernst und Eifer in der Besserung des Lebens
und für die mutige Wanderung des beschwerlichen Weges nach dem Ziele der Vollendung - daher:
als ein Abscheu, als ein Kämpfen gegen alle neue Versuchungen der alten, zur Sünde geneigten Menschen Natur,
als eine Entschlossenheit und ein wirklicher Anfang,
mit Gottes Gnade den durch das bisherige Sündenleben anderen Menschen, so viel möglich, zu beheben und auszugleichen,
als ein Ringen nach einem frommen, tugendreichen Lebenswandel,
als ein Suchen und Sehnen nach dem Reiche Gottes und dessen Gerechtigkeit,
als ein neukräftiges Eintreten in den Weg der Büsser,
welcher das ganze Leben des bekehrten Sünders in Anspruch nimmt."

-


Siehe bitte auch:
Lossprechung von den Sünden
-


zuletzt bearbeitet 28.02.2017 16:54 | nach oben springen

#17

RE: Gnadenquelle hl. Beichte !

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 01.03.2017 21:29
von Aquila • 3.991 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Gerade die Fastenzeit lädt eindringlich dazu ein, die Seele durch das "Arzneimittel"
der hl. Sakrament der Busse, der hl. Beichte heilen und stärken zu lassen.
Für Jene, die dieses kostbare Gnadengeschenk regelmässig empfangen als weitere Handreichung für das Erklimmen der Stufen zur Vollkommenheit.....
für Jene, die erst am Anfang der Gesundung der Seele stehen als Fundament für eine beständige Umkehr.

Im vorigen Beitrag haben wir das Wesen der hl. Beichte, deren Wirkungen aiufgezeigt.
Dies aus:



Die Wiedererhöhung des gefallenen Menschen: eine Messiade in kurzen Betrachtungen auf alle Tage des Jahres aus dem Jahre 1826
von Hw Franz Seraph Häglsperger


Fahren wir nun fort mit den segens- und gnadenreichen Folgen der hl. Beichte.
Wieder entnommen aus oben erwähnten Werk:

-

[....]
"Erweiset sich die sakramentalische Busse wirklich als neubelebend ?
- ergibt sich nun die neue Frage.
Ja wohl, der Erweis liegt im Lebenswandel des Neubekehrten und Wiedergrfundenen selber.
Die Umänderung des Sinnes, diese Haupterfordernis zum Wesen der sakramentalischen Busse, hat auch eine gänzliche Umänderung des Lebens zur Folge.
Wie die Wurzel, so der Baum, wie die Blüte, so die Frucht.
O süsse Lebnsfrüchte, die sichtbar werden, wenn ein neues Herz, ein neuer Sinn in unserem Herzen bereits schon Früchte trägt.
Ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur, das Alte ist vergangen, sieh !
Es ist in ihm alles neu geworden.

Im Innern des Herzens ist wieder
die Oberherrrschaft
des Geistes, nicht mehr die Knechtschaft unter dem Joche des Fleisches;

der Sinnlichkeit ist die geisttötende Herrschaft wieder genommen,
und ihr die unterste Stufe des Gehorsams und der Unterwürfigkeit wieder angewiesen.

Im Innern des Herzens ist wieder
die Wohnung
des Dreieinige Gottes, es ist das Leben Jesu wieder in ihm
und die Bewegung der Gedanken und Empfindungen nach dem Willen des Herrn.


Im Innern des Herzens ist wieder
der strömende Gnadenkanal des göttlichen Geistes, eine Quelle des Wassers,
das dahin quillt bis in das ewige Leben
.
Der Fluss der göttlichen Quelle, die schon in der Taufe gegeben ward, aber durch neuen Sündenschlamm sich wieder verstopfte, ist neuerdings wieder in Bewegung.

Im Innern des Herzens ist wieder
ein heiterer Anblick auf die durch den Heiland erlangte Rechtfertigung
und Wieder-Gerechtmachung vor dem himmlischen Vater
.

Im Innern des Herzens ist wieder
Kraft zum neubekehrten Lebenswandels und Mut über
alle Dornen des Bussweges hinwegzutreten, nach der gänzlichen Besserung zu ringen und das Ziel der wieder vollkommenen Wiedererhöhung nicht aus dem Auge zu verlieren.


Im Innern des Herzens ist wieder
Ruhe vor
allen bisherigen Gewissensbissen und Friede - unaussprechliche Friede Gottes,
ganz das Gegenteil von
der bisherigen Unruhe der Hölle.

Und der neue Lebenswandel, weil gepflanzt auf Christus, dem wahren Grund des Lebens, beginnt jugendlich aufzuwachen, reich an Tugendfrüchten, die in Bälde auch reichlich Tugendfrüchten tragen werden.

So offenbaren sich die Früchte des wahren Gebrauchs der sakramentalischen Busse,
besonders wenn die sakramentalische Busse, getragen von der Beichtanstalt, sich auf dem grossen Bussweges des Lebens
sich öfters wiederholen möchte.
Denn für Diejenigen, die bereits schon wiederbekehret,
die geistig von den Toten wieder erwecket sind,
und einer Neubelebung des Geistes nicht mehr bedürfen,
wird sodann das Sakrament der Busse immer noch zur
Vermehrung des geistlichen Lebens und zum Wachstum in der göttlichen Gnade beitragen,

und jederzeit wird die durstende Seele, die zu dieser Quelle kommt und schöpft, erquickt wieder zurückkehren.

-

Siehe bitte auch:
Die Beichte - das beste Heilmittel für die kranke Seele
-


zuletzt bearbeitet 01.03.2017 21:29 | nach oben springen

#18

RE: Gnadenquelle hl. Beichte !

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 23.03.2017 22:55
von Aquila • 3.991 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Durch das aufrichigen Bekenntnis der Sünden in der hl. Beichte - der Selbstanklage - wird der Teufel als der Ankläger gleichsam "geblendet"....er sieht die gebeichteten Sünden nicht mehr.....
sie sind im unauslotbar tiefen Ozean des Erlösersblutes Christi für immer versunken.

Einer der grossen abendländischen Kirchenväter,



der hl. Ambrosius von Mailand (340-397) in " Über die Busse"




-

[....]
"So kehret denn zur Kirche zurück, die ihr euch gottloser Weise von ihr getrennt habt.
Allen, die sich bekehren, wird Verzeihung zugesagt, wie geschrieben steht:
Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“
[....]
Wir wollen also weinen in der Zeit, damit wir dereinst jubeln in der Ewigkeit.
Wir wollen den Herrn fürchten, wir wollen ihm zuvorkommen, indem wir unsere Sünden bekennen;

Was scheuest du dich denn nun, bei dem milden guten Herrn deine Missethaten zu bekennen? „Bekenne“, sagt doch der Prophet, „deine Missethaten, damit du gerechtfertigt werdest.“
So wird dem Schuldbeladenen der Lohn der Rechtfertigung in Aussicht gestellt;
denn derjenige wird gerechtfertigt, der das eigene Vergehen freiwillig anerkennt: 
und zudem „ist der Gerechte zuerst, beim Beginne des Redens sein eigener Ankläger.“

Der Herr weiß freilich Alles, aber er erwartet gleichwohl das Wort deiner Anklage,
nicht um dich zu strafen, sondern um dir zu verzeihen:
er will eben nicht
,
daß der Teufel dir Schmach zufügt und dich anklagt,
da du deine Vergehen verheimlichst
.
Komme diesem Ankläger zuvor: wenn du dich selbst anklagst, brauchst du keinen Ankläger zu fürchten; klagst du selbst dich an, so wirst du das getödtete Leben der Seele zurückerlangen."
[....]

-

Siehe bitte auch:
Lossprechung von den Sünden

Zitate des hl. Ambrosius

-


zuletzt bearbeitet 23.03.2017 23:05 | nach oben springen


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