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#36

RE: Gnadenquelle hl. Beichte !

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 11.03.2024 20:38
von Aquila • 7.093 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Die diesjährige Fastenzeit ist schon weit vorangeschritten.
Vor nichts fürchtet sich der gefallene Engel - Satan - mehr, als vor einer aufrichtigen hl. Beichte.
Wir oft können wir es denn auch in Bekehrungsgeschichten lesen, wie eine hl. Beichte - oft erst nach Jahrzehnten - die Knechtschaft der Sünde von der Seele nimmt und somit die Ketten des Teufels sprengt.
Wie sehr wirkt dieses heute leider "vergessene Sakrament" auf die wahre Gesundheit der Seelen !
Es reinigt, stärkt und heilt die verwundeten Seelen....im kostbarsten Blute unseres Herrn und Gottes Jesus Christus!
Das ist dann die Niederlage des Teufels !
Den Teufel hat der hl. Augustinus als den "Affen Gottes" ("simiuis Dei") bezeichnet; obschon Luzifer selber ein - nun gefallenes - Engels-Geschöpf ist, wähnt er sich in seinem Stolz als "Gegengott" und versucht die Werke Gottes "nachzumachen", freilich wie ein Affe - als Fratze und Zerrbild.
Daher sein Uebername der "Affe Gottes".
Seine besonders heimtückische Waffe ist das Einflössen einer von Gott losgelösten "Liebe"; die Folgen:
- Unzucht in allen Schattierungen
- mörderische Abtreibung
- Beihilfe zum Selbstmord
- Homo-Agenda
- Genderwahnsinn inkl. der "Erschaffung" des nicht existierenden "Transmenschen" durch den Teufel. Oder denken wir auch das "UFO" Theater mit ang. "Ausserirdischen".

Er gaukelt wahrheitsferne "Liebe" vor und sät Stolz, Selbstsucht, Engherzigkeit, Kälte, Zerstörung und Hass, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.
Er will im Sumpf der Sünde selbstgefällig, träge und mutlos zur Umkehr machen.

Doch er hat nicht das letzte Wort.
Unser Herr und Gott Jesus Christus - das Fleisch gewordene Ewige Wort Gottes, Gott selbst - wartet auf eine jede verletzte und geschundene Seele im Beichtstuhl durch den hw Priester an Seiner statt, um sie wieder mit dem Hochzeitsgewand des Friedens und der Freude eines Kindes Gottes zu bekleiden.

Die nachfolgenden Ausführungen über die hl. Beichte von Pater Stefan Reiner von der Petrus-Bruderschaft sollen daher die unermessliche Gnadenquelle dieses hl. Sakramentes der Versöhnung wieder in Erinnerung rufen. Sei es, dass eine durch die Sünde schwer verletzte Seele der völligen Neubelebung oder eine mit wenig Staub der "lässlichen" Sünden oder Unvollkommenheiten besetzte Seele einer weiteren Stärkung im Glaubens- und Seelenleben bedarf.

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"Liebe Gläubige!

Bei all unseren Bemühungen um Opfer und Gebet in der Fastenzeit kommt dem Beichtsakrament in dieser Zeit eine besondere Bedeutung zu.
Der Ruf nach Buße und Umkehr, den wir in den liturgischen Texten der Fastenzeit regelmäßig vernehmen, findet seine konkrete Gestalt im Bußsakrament.

Das wichtigste Element einer guten Beichte ist die Reue über unsere Sünden, daher möchte ich in diesem Editorial über das Wesen der wahren Reue schreiben.
Es gibt eine Art schlechtes Gewissen, das von der Reue scharf zu trennen ist.
Gewissensbisse plagen, weil man sich bewusst ist, schlecht gehandelt zu haben, und dieses Bewusstsein stört den inneren Frieden. Aber das schlechte Gewissen als solches beinhaltet noch keinerlei Umkehr des Herzens.

Die echte Reue hingegen beinhaltet den ausdrücklichen Wunsch der Umkehr, eine klare innere Absage an die begangenen Sünden. Das diffuse Bedrücktsein durch das bloße schlechte Gewissen weicht einem echten Schmerz über die Sünde und zugleich entsteht eine echte Sehnsucht nach dem Guten.
Hierbei erkennt man die eigene Ohnmacht, dass man die begangene Schuld nicht einfach so ungeschehen machen kann. Man erkennt, dass diese innere Umkehr und das Beschreiten eines neuen Weges die begangene Sünde nicht einfach auflöst und die Schuld nicht tilgen kann.
Daher führt uns die echte Reue unweigerlich zur unendlichen Barmherzigkeit Gottes; wir begeben uns zu ihm, wir sind bereit demütig die Sünde zu bekennen, verbunden mit der gläubigen Hoffnung, dass er unsere Sündenschuld tilgen kann und will.
Die Umkehr, die in der wahren Reue liegt, ist darum eine Rückkehr zu Gott.
Man ist sich bewusst, dass man zwar keinen Anspruch auf Vergebung haben kann, aber wir glauben, dass Gott einen reumütigen Sünder niemals zurückstoßen wird.
Der Schmerz über die begangene Sünde wird dadurch nicht unbedingt geringer, ja manchmal sogar noch größer, aber es wird eine Art heller und gelöster Schmerz, ein Schmerz, der mit der tiefen Liebe verbunden ist.
Die wahre Reue hat daher immer die Zukunft im Blick, die Sehnsucht sich künftig nicht mehr von Gott trennen zu wollen. Dabei bleibt aber die Absage an die bereits begangene Sünde stets das Zentrum der Reue. Jene, die glauben, dass es genüge, sich vorzunehmen fortan nicht mehr Unrecht zu tun und einfach zur Tagesordnung überzugehen, bessern sich nicht wirklich.
Es fehlt das Moment sich dem begangenen Unrecht zu stellen und es zu bekennen – die stillschweigende Absage an das bisherige ist nicht ausreichend.
Es gehört zur Umkehr, dass wir eine echte Versöhnung mit Gott erstreben, die so lange nicht gegeben ist, bis Gott das Unrecht vergeben hat und es von uns gesühnt ist. Die Trennung von Gott bleibt so lange bestehen, wie ich Gott nicht ausdrücklich um Vergebung gebeten habe, weil die Schuld aus eigener
Kraft nicht einfach so getilgt werden kann.

Dabei müssen wir die Worte Jesu zu Petrus ernst nehmen:
„Was immer Du auf Erden lösen wirst, wird auch im Himmel gelöst sein
“ (Mt 16,19).




Die Lösung unserer Schuld vollzieht sich, wenn wir das große Gnadengeschenk des Sakraments der Buße annehmen und die Sünde dem Priester als dem Stellvertreter Jesu Christi bekennen.
In der echten Reue liegt das Potential einer echten Veränderung: Der Schmerz über die vergangene Tat, die Rückkehr zu Gott, also eine echte innere Umwandlung und die Sehnsucht danach, dass Gott einem die Schuld im Bußsakrament tilgen wird.
Diese Reue ist eine tiefe innere Umwandlung und öffnet die Seele für das gnadenhafte Wirken Jesu Christi.
Die Reue aus Liebe zu Gott stellt die Verbindung zu Christus wieder her und er schenkt uns die Gnade wieder.

Unser Glaube verbindet damit zudem die Hoffnung, dass Gott nicht einfach nur unsere Sünden tilgt, sondern im Bußsakrament sich eine wirkliche Reinigung und Heiligung unsere Seele vollzieht. Daraus entspringt der ernste Vorsatz, sich künftig – im Vertrauen auf die Kraft, die Gott uns schenkt – nicht mehr durch eine schwere Sünde von Ihm zu trennen.

Hierin unterscheidet sich die katholische Auffassung ganz entscheidend von der Auffassung nach protestantischem Maßstab, zum Beispiel eines Martin Luther. Dort gibt es keine Reinigung und Heiligung, sondern nur ein Nicht-Anrechnen unserer Sünden um Christi Willen. Es ist eine Art passive Reue, in welcher der gute Vorsatz für die Zukunft genügt, aber die Reue über die vergangene Tat ist an sich überflüssig und der Mensch ist dieser Auffassung gemäß gar nicht in der Lage ein neues Leben in Christus zu führen.

Deshalb können wir mit voller Hoffnung den Psalm 51 beten, in dem es frei übersetzt heißt:
Ein reines Herz schaffe in mir, o Gott und den rechten Geist erneuere in meinem Herzen. Gib mir zurück die Freude deines Heils und bestärke mich in heiliger Kraft“ (Ps 51,12-14).
Die Reue lähmt uns nicht und macht uns nicht mutlos, denn man sieht darin nicht nur die eigene Schwäche, sondern auch die barmherzige Allmacht Gottes, worin die Kraft des Menschen neu erblüht, wenn er sich in Gottes Arme wirft. Aus dieser Haltung wird der Gedanke geboren, ein wirklich neuer Mensch werden zu wollen. Es entsteht eine Art heiliger Mut, mit Gottes Hilfe den alten Menschen hinter sich lassen zu können.

Daher wünsche ich Ihnen von Herzen in dieser Fastenzeit die Gnade einer solchen wahren Reue und das Geschenk einer verändernden Beichte, worin Jesus zu Ihnen jedes Mal jene wunderbaren Worte spricht, die er auch an die Sünderin zu seinen Füßen richtet:
„Dein Glaube ist Dir zum Heil geworden. Gehe hin in Frieden (Lk 7,50).


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zuletzt bearbeitet 12.03.2024 06:58 | nach oben springen


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