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#76

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 20.10.2013 20:30
von Aquila • 3.991 Beiträge

Lieber blasius

Die Pius-Bruderschaft ist und bleibt römisch-katholisch.
Vielleicht mit ein Grund, warum Einige sie lieber "ganz loswerden" möchten.


Ganze Heerscharen von
modernistischen "Theologen/Theologinnen" und ihre Anhängerschaft
stehen nicht mehr im Einklang mit der hl. Tradition.
Als selber Häretiker verbreiten sie
- meist noch gut bezahlt -
ein häretisches Zerrbild der katholischen Lehre
und erhalten dafür auch noch "Applaus" der von ihnen in die Irre geführten "Mehrheit".
Das "Dauerbezweifeln" bis hin zum offenen Leugnen
von Glaubenswahrheiten wird heute heute gleichsam als "theologischer Lehrstoff" vermittelt.
Die im modernistischen Scherbenhaufen darniederliegende Katechese spricht für sich.

Nur ist es heute leider so, dass im "dauerdialogisierenden Wegtolerieren"
der röm. kath. Identität derartige Wölfe im Schafspelz "besonderen Schutz" geniessen.
Die hierfür verantwortlichen liberalen Bischöfe schauen weg oder stürzen sich lieber auf
"medienwirksame" Nadelstiche gegen ihnen missliebige Brüder im Bischofsamt.


Im Grunde genommen existiert schon seit Langem eine als "weltoffen" getarnte,
immer dreister werdende
häretisch-schismatische Bewegung mit nahezu freiem Handlungsspielraum.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen.


zuletzt bearbeitet 20.10.2013 20:32 | nach oben springen

#77

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.10.2013 20:36
von blasius (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,

Zitat:
Die Pius-Bruderschaft ist und bleibt römisch-katholisch.
Vielleicht mit ein Grund, warum Einige sie lieber "ganz loswerden" möchten.


Die Grund der Trennung ist das:

Zweite Vatikanische Konzil

Im Hinblick auf den lehramtlichen Charakter der Dokumente gilt für katholische Christen:

Alles, was das Konzil vorgelegt hat, "müssen alle und jeder der Christgläubigen als Lehre des obersten kirchlichen Lehramtes annehmen und festhalten entsprechend der Absicht der Heiligen Synode selbst, wie sie nach den Grundsätzen der theologischen Interpretation aus dem behandelten Gegenstand oder aus der Aussageweise sich ergibt"

(Bekanntmachung des Generalsekretärs des Konzils Pericle Felici in der 123. Generalkongregation am 16. November 1964).

http://www.kathpedia.com/index.php?title...anisches_Konzil


Nach meinen Informationen meinte Lefebvre er habe die Gewalt
darüber zu urteilen ob ein Konzil in bestimmten Punkt gefehlt habe.

Dazu sagt der hl. Augustinus: „Securus judicat orbit terrarum“
(Mit Gewissheit urteilt der Erdkreis).

Ist es nicht so, wenn man ein Katholik sein will,
muss man sich der kirchlichen Autorität unterwerfen.

Der hl. Robert Bellarmin formulierte drei Kriterien der Kirchenzugehörigkeit:

1. Das gemeinsame Credo,

2. Die gemeinsamen Sakramente

3. Die gemeinsame kirchliche Leitung.

Lefebvre stellt sich außerhalb des dritten Kriteriums.

Stimmen meine Informationen?

Liebe Grüße, blasius


zuletzt bearbeitet 21.10.2013 20:37 | nach oben springen

#78

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.10.2013 21:11
von Aquila • 3.991 Beiträge

Lieber blasius

Als damaliger Kardinal Ratzinger hat sich der jetzige erem. Papst Benedikt XVI.
über das Vaticanum II. geäussert:
Nachfolgend ein zur Thematik vortrefflich passender Auszug seiner Worte:

-

"Das Zweite Vatikanische Konzil behandelt man
nicht als Teil der
lebendigen Tradition der Kirche
,
sondern direkt als
Ende der Tradition
und so, als fange man ganz bei Null an.
Die Wahrheit ist, daß das Konzil selbst
kein Dogma definiert hat und sich bewußt in einem
niedrigeren Rang als
reines Pastoralkonzil ausdrücken wollte;
trotzdem interpretieren es viele,
als wäre es fast das Superdogma, das allen anderen die Bedeutung nimmt.
Dieser Eindruck wird besonders durch Ereignisse des täglichen
Lebens verstärkt.
Was früher als das Heiligste galt - die überlieferte Form
der Liturgie
- scheint plötzlich als das Verbotenste und das Einzige,
was man mit Sicherheit ablehnen muß...

Das führt bei vielen Menschen dazu,
daß sie sich fragen,
ob die Kirche von heute wirklich noch die gleiche ist wie gestern,
oder ob man sie nicht ohne Warnung
gegen eine andere
ausgetauscht hat
.


Joseph Kardinal Ratzinger, Rede vor den Bischöfen von Chile vom
13.7.1988, Der Fels 12/88, S.343


-

Ein neues Konzil darf niemals die hl. Tradition in Frage stellen oder gar mit ihr brechen.

Wo und wann hat die hl. Tradition auch nur ansatzweise
"Ökumenismus" oder "Religionsfreiheit" als "verbindliche Glaubenssätze" gelehrt ?

Und wo und wann sind von der hl. Tradition die Irrlehren / andere Religionen oder Pseudoreligionen auf den Schild der "Hochachtung" gehievt worden ?


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 21.10.2013 21:24 | nach oben springen

#79

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.10.2013 23:04
von blasius (gelöscht)
avatar

Lieber Aquila,

Du fragst:

Zitate:

Wo und wann hat die hl. Tradition auch nur ansatzweise
"Ökumenismus" oder "Religionsfreiheit" als "verbindliche Glaubenssätze" gelehrt ?



Die hl. Tradition war nicht fähig die Reformation durch Martin Luther zu verhindern.
So legte sie die Grundlage zum Ökumenismus und Religionsfreiheit.


Und wo und wann sind von der hl. Tradition die Irrlehren / andere Religionen oder Pseudoreligionen auf den Schild der "Hochachtung" gehievt worden ?


in der Lutherstadt Wittenberg
Reformatorische Wende Am 4. September 1517

wäre diese Reformation verhindert worden,
gäbe es den >Ökumenismus und die Pseudoreligionen nicht.




Ein wichtiger hermeneutischer Schlüssel ist aber eine gediegene Kenntnis der Tradition und der lehramtlichen Dokumente vor dem Zweiten Vatikanum.

Denn eines ist sicher:

sowohl die Konzilspäpste als auch die Konzilsversammlung wollten in Kontinuität mit der Tradition und dem Depositum Fidei stehen. Der Verpflichtungscharakter der Aussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils wird aber auch dadurch deutlich, inwiefern bestimmte Lehren vom ordentlichen Lehramt allgemein, d.h. betreffs der Bischöfe, in Gemeinschaft mit dem Nachfolger Petri, mit Autorität verkündet werden.

Das bedeutet: das Zweite Vatikanum muß nicht nur im Licht der Tradition und des Lehramtes vor 1965 gedeutet werden, sondern auch im Lichte des Lehramtes nach 1965. Wer sich dem Lehramt nach dem Zweiten Vatikanum widersetzt, wird diesem Konzil genausowenig gerecht werden können, wie derjenige, der die Tradition und das Lehramt davor ablehnt.
Auszug aus.

http://www.kath-info.de/Konzil.html

Liebe Grüße, blasius

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#80

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.10.2013 23:52
von Aquila • 3.991 Beiträge

Lieber blasius

Deine Antworten sind nun aber gar an den Haaren herbeigezogen...

Der Auftrag der Kirche ist die unverfälschte unfehlbare Lehre zu verkünden / zu verteidigen
und nicht Irrlehren in einem "Dauerdialog" den Gläubigen gleichsam als "Bereicherung" herbeidiskutieren zu wollen.

Der Generalvikar des Opus Dei, Msgr. Fernando Ocáriz, der für die Glaubenskongregation an den Lehrgesprächen mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. teilgenommen hat,
hat eingeräumt, dass keinesfalls alle Dekrete des Vaticanum II in ihrer Gänze
"verstandesmässige Zustimmung im eigentlichen Sinne" verlangten:

-

[....]
In den lehramtlichen Dokumenten kann es auch Elemente geben
– und solche finden sich tatsächlich im Zweiten Vatikanischen Konzil –,
die von ihrem Wesen her nicht eigentlich lehrmäßig, sondern mehr oder weniger von den Umständen bestimmt sind (Beschreibungen gesellschaftlicher Zustände, Vorschläge, Ermahnungen, usw.).

Solche Elemente müssen respektvoll und dankbar angenommen werden,
aber sie verlangen keine verstandesmäßige Zustimmung im eigentlichen Sinn (vgl. Instruktion Donum veritatis, Nr. 24-31).

-

Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 21.10.2013 23:55 | nach oben springen



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