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#56

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 18.10.2013 16:37
von blasius (gelöscht)
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Liebe Leserinnen und Leser,

kommt daher der "Gegenwind" gegen Papst Franzilkus?


Liebe Grüße, blasius

07.07.2013

Annäherung zwischen Vatikan und Piusbrüdern : Dialog am Ende?

Der Vatikan will laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" den Dialog mit der traditionalistischen Piusbruderschaft beenden. Dazu werde Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller in Kürze eine Erklärung abgeben.

Bei seiner Vorabmeldung von Sonntag (07.07.2013) beruft sich das Magazin auf Informationen aus der Römischen Glaubenskongregation, die von Müller geleitet wird. Anlass für das Ende des Dialogs seien aktuelle Äußerungen der Bruderschaft zum 25. Jahrestag ihrer illegalen Bischofsweihen Ende Juni. Darin hatten die Piusbrüder erneut die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 bis 1965) und das römische Lehramt massiv kritisiert.

Die von Papst Benedikt XVI. 2007 eingeleitete Annäherung an die Piusbrüder hatte zwischen Ende 2009 und 2011 zu einem Dialog über strittige Lehrfragen geführt. Der Vatikan legte den Piusbrüdern daraufhin eine Erklärung zur Unterschrift vor. Die Frist dafür wurde mehrfach verschoben. Seit Frühjahr 2012 schien der Prozess zum Stillstand gekommen zu sein.

"Die Gründe für die schweren Irrtümer, die die Kirche derzeit zu zerstören im Begriff sind, liegen nicht in einer falschen Interpretation der Konzilstexte", sondern "in den Texten selbst, und zwar aufgrund der hanebüchenen Ausrichtung" des Konzils, heißt es in der Erklärung der drei verbliebenen Bischöfe der Piusbruderschaft. Rom wird zudem darin aufgefordert, "zur Tradition und zum hergebrachten Glauben" zurückzukehren.

Kritik an "neuer Messe"


In ihrer kritischen "Bestandsaufnahme" zur Lage der Kirche loben der Generalobere Bernard Fellay, Bernard Tissier de Mallerais und Alfonso de Galarreta den "heroischen Akt" ihrer Bischofsweihen, die der Gründer der Bruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) vor 25 Jahren, am 30. Juni 1988, vornahm. Da die Weihen vom Papst untersagt waren, zogen sich die Beteiligten damals die Exkommunikation zu, die Benedikt XVI. im Januar 2009 wieder aufhob.

Die Leiter der Piusbrüder stoßen sich in dem Dokument besonders an der "neuen Messe", die von einem "ökumenischen und protestantischen, demokratischen und humanistischen Geist durchsetzt" sei und "das Kreuzesopfer entleert". Der Papst übe seit dem Konzil nicht mehr seine volle Amtsgewalt aus; der "neue Souverän" sei das sogenannte "Volk Gottes".

Die "Priesterbruderschaft St. Pius X." wurde 1969 von Lefebvre gegründet. Sie lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab. Streitpunkte sind vor allem Liturgie, Religionsfreiheit und Ökumene. Die Piusbruderschaft sieht sich als Bewahrerin der Tradition der "Heiligen Römischen Kirche". Anfangs kirchlich anerkannt, zeigte sich die Piusbruderschaft zunehmend antikonziliar. 1975 entzog Rom ihr die kirchenrechtliche Zulassung.
(KNA)

25 Jahre nach Schisma keine Lösung in Sicht
Kaum Chancen für Aussöhnung zwischen Vatikan und Piusbrüdern


http://www.domradio.de/themen/vatikan/20...nd-piusbruedern


zuletzt bearbeitet 18.10.2013 16:37 | nach oben springen

#57

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 18.10.2013 16:52
von blasius (gelöscht)
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08 Juli 2013, 19:14

Voderholzer: Piusbrüder haben ihre Chance nicht genutzt




Voderholzer hat die traditionalistische Piusbruderschaft die günstige Phase zur Versöhnung mit der katholischen Kirche verpasst
Regensburg (kath.net/KNA) Nach Ansicht des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer hat die traditionalistische Piusbruderschaft die günstige Phase zur Versöhnung mit der katholischen Kirche verpasst. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) habe die Hand ausgestreckt, «und sie ist nicht angenommen worden», sagte Voderholzer am Montag vor Journalisten in Regensburg. Die Piusbrüder forderte er auf, Schluss zu machen mit der Beschuldigung, das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) habe den Glauben der Kirche verraten. Wenn sie diesen Vorwurf nicht zurücknähmen, könnten sie nicht damit rechnen, noch in der Einheit der katholischen Kirche zu sein.


Die Kirche habe eigens für die Anhänger des vorkonziliaren Ritus einen «Mittelweg» in der Liturgie eingeführt, erinnerte der Bischof. So habe die Petrusbruderschaft dafür die Erlaubnis. Den Vorwurf, nach dem neuen Messbuch könne keine würdige Liturgie gefeiert werden, wies Voderholzer zurück. - Im Bistum Regensburg befindet sich in Zaitzkofen ein Priesterseminar der Piusbrüder.

Das Münchner Magazin «Focus» hatte am Wochenende berichtet, der Vatikan wolle den Dialog mit der Piusbruderschaft beenden. Dazu werde Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller in Kürze eine Erklärung abgeben. Das Heft berief sich auf Informationen aus der Römischen Glaubenskongregation, die von Müller geleitet wird. Anlass für das Ende des Dialogs seien aktuelle Äußerungen der Bruderschaft zum 25. Jahrestag ihrer illegalen Bischofsweihen Ende Juni. Darin hatten die Piusbrüder erneut die Beschlüsse des Konzils und das römische Lehramt massiv kritisiert.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Bistum Regensburg

http://www.kath.net/news/42001

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#58

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 18.10.2013 17:24
von Kristina • 2.277 Beiträge

Lieber blasius,
gut das ein Übereinkommen mit dem Vatikan und der Piusbruderschaft nicht zustande kam und aller voraussicht auch nicht zustande kommen wird.
Deshalb sehe ich es nicht wie Bischof Voderholzer als "Chance verpasst", sondern es sollte so sein.
Der Graben unter Papst Franziskus wird gegenüber den Tradis immer breiter und tiefer.
Traurige Entwicklung das alles.
LG
Kristina

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#59

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 18.10.2013 20:17
von blasius (gelöscht)
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Liebe Kristina,

wegen dem Weggehen und gründen einer Bruderschaft
(Piusbruderschaft) durch Marcel François Marie Joseph Lefebvre,

verloren wertvolle Menschen in der damaligen noch weitgehendste traditionellen kath.Kirche jeden Einfluss das Mitsprache Recht und das Mitwirken ging verloren- schade.

Heute ist die Bruderschaft mächtig und doch hilflos in der Eigenen Einbahnstraße,


Zum Wochenende ein Video:


Kirchenkonsekration in Berlin (St. Petrus / Berlin-Wilmersdorf)


Veröffentlicht am 04.06.2013

Am 25. Mai konsekrierte S.E. Bischof Fellay die neugebaute Kirche St. Petrus in Berlin.

In seiner Predigt erklärt er die Zeremonie der Kirchweihe.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_profilepage&v=NT8I__nntWw

http://pius.info/die-piusbruderschaft

Bereitet Glaubenskongregation Erklärung gegen Piusbruderschaft vor?

7. Juli 2013 12:17

(Vatikan) Der Präfekt der Glaubenskongregation Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller sei über die jüngste Erklärung der drei Bischöfe der Priesterbruderschaft St. Pius X. verärgert. Dies berichtet die dts-Nachrichtenagentur unter Berufung auf das Wochenmagazin Focus. Die Bischöfe der Piusbruderschaft hatten anläßlich ihrer Bischofsweihe vor 25 Jahren eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der mit scharfen Worten Rom beschuldigt wurde, von einem „liberalen Geist“ erfaßt zu sein. In besonderer Weise wurden die neue Messe und die Positionen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu Ökumenismus, Religionsfreiheit und Kollegialität beanstandet. Die Erklärung war als Absage an weitere Gespräche mit dem Heiligen Stuhl gewertet wurden. Die Piusbruderschaft selbst, wollte dies nicht so verstanden wissen.
So verstanden scheint es jedoch der seit einem Jahr amtierende Präfekt der Glaubenskongregation, der vormalige Bischof von Regensburg, verstanden zu haben. Laut Focus bereite die Glaubenskongregation eine Erklärung gegen die Piusbruderschaft vor. Zur Erklärung, so Focus, soll Kurienerzbischof Müller gesagt haben: „Nun reicht es aber wirklich“.

http://katholisches.info/2013/07/07/bere...uderschaft-vor/

http://www.pius.info/generalhaus/stellun...om-30-juni-1988

Liebe Grüße, blasius


zuletzt bearbeitet 18.10.2013 20:22 | nach oben springen

#60

RE: Lehre von der Tradition

in Wenn etwas der Klärung bedarf 19.10.2013 08:51
von Kristina • 2.277 Beiträge

Lieber blasius,

"wegen dem Weggehen und gründen einer Bruderschaft
(Piusbruderschaft) durch Marcel François Marie Joseph Lefebvre,
verloren wertvolle Menschen in der damaligen noch weitgehendste traditionellen kath.Kirche jeden Einfluss das Mitsprache Recht und das Mitwirken ging verloren- schade.

Heute ist die Bruderschaft mächtig und doch hilflos in der Eigenen Einbahnstraße,"


Wenn man diese Aussage auf die heutige Situation bezieht,
die mit oder ohne Marcel Lefebvre so kommen musste -
ist es dann nicht eher von Vorteil, dass die Piusbruderschaft heute unabhängig und "eher außen vor" steht?
Siehe als Beispiel den Artikel auf kath.info
http://katholisches.info/2013/10/15/der-...der-immakulata/

Es wäre nicht auszuschliessen, dass (nicht unter Papst Benedikt) die Bruderschaft versetzt/verstreut oder zumindest mundtot gemacht werden würde.
Vielleicht auch vom Volk ausgehend, als Beispiel:
http://katholisches.info/2013/10/15/pfar...-der-tradition/

Ich bin überzeugt, dass viele Priester und Bischöfe innerlich durch und durch "Tradis" sind, die sich aber nach außen nicht bekennen und somit nicht viel bewirken können.
LG
Kristina


zuletzt bearbeitet 19.10.2013 08:54 | nach oben springen



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