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#86

RE: Vom Reich Gottes

in Wort- und Begrifferklärungen 26.01.2024 12:38
von Blasius • 3.856 Beiträge




Ergebung in Krankheiten



Deinen Willen, nicht den meinen,

Lass, mein Gott, an mir vollbringen.

Hilf mir die Natur bezwingen,

Die da zittert vor den Peinen;

Da sie, blind, das Opfer flieht,

Weil den Kampfpreis sie nicht sieht.



1. "Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir?" (Psalm 42,12a) Sind wir nicht des Herrn, ob wir leben oder sterben? Sieh, nun ist die Stunde erschienen, deinem Gott die Treue zu bezeigen, die du so oft ihm versprochen hast. Weichen wir also nicht zurück, sondern sprechen wir aus freiem, aufrichtigem Gemüt: "Herr, dein Wille geschehe!" Welche sichere Zufluchtsstätte in allen unseren Schmerzen ist diese heilige Ergebung in den Willen unseres Gottes. Kein größeres Opfer können wir ihm bringen, als wenn wir seinem heiligsten Willen uns auf Leben und Tod übergeben. Ein vollkommenes Opfer ist dies, das er mit wunderbaren Gnaden und himmlischen Belohnungen aufwägt.



2. Nicht verwehrt zwar ist der Natur die Klage über ihr Leiden. Ja erlaubt auch ist ihr selbst die Bitte um Entfernung des bitteren Kelches, wenn anders sie mit Unterordnung unter den Willen ihres Schöpfers klagt und bittet. Niemand liebt uns inniger als er. Niemand weiß besser, was uns heilsam ist. Niemand auch ist bereitwilliger, uns zu helfen, wenn wir wahrhaftes Vertrauen zu seiner väterlichen Güte haben. Will er aber durch Trübsale uns heimsuchen, und für unsere Sünden als ein milder Vater uns bestrafen, so umfangen wir seine Strafrute mit Danksagung und Liebe, "denn weit weniger fordert er von uns, als unsere Missetaten verdienen".



3. Hefte den Blick fest auf deinen göttlichen Heiland, der in allen Mühsalen seines sterblichen Lebens aufs Innigste mit dem Willen seines himmlischen Vaters vereint war. Er sah in seinem heiligen Todeskampf das ganze abgrundtiefe Leiden vor sich, das ihm bereitet war, und seine menschliche Natur entsetzte sich darüber bis zu blutigem Schweiß. Dennoch aber siegte seine vollkommene Gleichförmigkeit mit dem Willen seines himmlischen Vaters, und er sprach: "Nicht wie ich will, sondern wie du!" Wie lieblich tönt dieser Gesang in den Ohren Gottes. Wie leicht ist das Reinigungsfeuer der Krankheit für eine Gott vollkommen ergebene Seele. Denn wenig oder nichts mehr bringt sie zur Reinigung in die Ewigkeit mit. Matthäus 26,42: "Dann ging er zum zweiten mal weg und betete: Mein Vater, wenn dieser Kelch an mir nicht vorübergehen kann, ohne dass ich ihn trinke, geschehe dein Wille."


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#87

RE: Vom Reich Gottes

in Wort- und Begrifferklärungen 31.01.2024 08:10
von Blasius • 3.856 Beiträge



Wirkungen des Geistes Jesu in der Seele



Geist des Herrn, wie bist du wunderbar.

Du erleuchtest die getreue Seele,

Zeigest ihr den Weg zum Himmel klar;

Leuchtest ihr, dass nicht sie ihn verfehle;

Deine süße Liebe zieht sie an,

Dass sie jubelnd läuft auf hoher Bahn.



1. Der Geist Jesu entfesselt den Menschen von irdischen Dingen und erhebt ihn über sich selbst. Er wandelt Sünder in Gerechte, schwache Seelen in starke, traurige in fröhliche, laue in eifrige, zornige in sanftmütige, unwissende in weise, stolze in demütige, furchtsame in mutige und tapfere um. Darum auch spricht er: "Seht, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21,5) Ist die Umwandlung der Apostel durch diesen göttlichen Geist nicht eine ganz neue Schöpfung? Ist, der die hohen Priester des Gottesmordes furchtlos ins Angesicht beschuldigt, wohl der selbe Petrus, der vor wenigen Tagen noch vor der Stimme einer schwachen Magd gezittert hat? Sind diese Apostel, die ihr Blut freudig für Jesus vergießen, die selben, die bei seinem Leiden feigherzig die Flucht ergriffen?



2. Der Geist Jesu kehrt nicht bei den Stolzen, noch bei jenen ein, die voll sind des Geistes dieser Welt. Er nimmt seine Ruhe nicht in aufgeregten Herzen, er verabscheut die Unzüchtigen, und entfernt sich von den Eitlen und Ehrsüchtigen. Er regt zum Hass des Fleisches an, und duldet keine Anhänglichkeit an vergängliche Dinge. Kehrt dieser göttliche Geist in ein Herz ein, so flößt er ihm Demut, Gehorsam, Abtötung der Sinne, Nächstenliebe, Sanftmut und Geduld ein. Er ist ein Geist der Liebe und der Barmherzigkeit, und bildet die Seele, von der er Besitz nimmt, sich selbst gleich. Hiernach magst du beurteilen, ob der Geist Jesu in dir herrscht.



3. Der Geist Jesu wird uns gegeben, Gott zu lieben, mit dem er uns vereint. Er ist ein heiliges Feuer, das unsere Sünden verzehrt, unsere Begierden reinigt, unsere Leiden versüßt, uns Gott ähnlich bildet, und unser Verlangen zum Himmel erhebt. Aber wir selbst auch müssen dies himmlische Feuer durch fromme Regungen anfachen, und durch Werke der Gerechtigkeit unterhalten. Die lässliche Sünde schwächt, die Todsünde löscht es. Denn niemals können das Leben und der Tod in einem Haus zusammen wohnen. Darum mahnt uns der Apostel und spricht: "Löscht den Geist nicht aus!" (1. Thessalonicher 5,19) Römer 8,14: "Alle, die durch den Geist Gottes angetrieben werden, sind Kinder Gottes!"

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#88

RE: Vom Reich Gottes

in Wort- und Begrifferklärungen 01.02.2024 08:22
von Blasius • 3.856 Beiträge




Von Stürmen der Versuchungen und Trübsalen



Sieh, Herr, des Sturmes Wut hat sich erhoben;

Die Winde heulen und die Wellen toben.

Komm mir zu Hilfe in so bittrer Stunde,

Sonst gehe ohne Rettung ich zu Grunde.



1. So lange wir leben, wird es uns niemals an Trübsalen und Versuchungen mangeln, die gleich Stürmen über uns kommen und uns erschüttern werden. Was aber sollen wir tun, wenn diese Stürme wüten? Hinzutreten sollen wir gleich den Jüngern zum Herrn, und durch Gebet und lauten Ruf ihn aufwecken. Denn nur darum scheint er zu schlafen und unsere Not nicht wahrzunehmen. Rufen wir also zu ihm: "Herr, rette uns, wir gehen zu Grunde!" Lässt aber nach unserem inbrünstigen Gebet der Sturm nicht nach, so lassen wir ihn toben, schlafen wir selbst zu den Füßen Jesu. Verlassen wir uns nämlich auf seine Vorsehung, denn gewiss wird er bald den Winden und Wellen gebieten, und den Frieden uns zurückgeben.



2. Was zögerst du, kleingläubige Seele? Geschieht je das Geringste in der Welt ohne Anordnung oder bestimmte Zulassung deines Herrn? Ist nicht er der König der Schöpfung, der Herr des Himmels und der Erde? Glaubst du, er vermag es nicht, diesen Sturm zu besänftigen? Halte noch kurze Zeit aus, und du wirst mit Erstaunen sehen, wie das stürmische Meer seinen Befehlen gehorcht, und wie seine Wogen gleich einem Spiegel sich ebnen. Notwendig ist dieser Sturm dem Meer, damit seine Gewässer nicht faulen. Notwendig ist dir die Prüfung, damit du nicht erschlaffst. Aber auf die Trübsal folgt Trost, auf Unruhe Friede, auf die Nacht der Tag und auf die Stürme große Ruhe.



3. Herr, sieh die Gefahren, in denen ich schwebe. Verschlungen werde ich von den Wogen der Trübsale, von den Stürmen der Versuchungen. Psalm 46,4 und 6,4: "Wenn deine Wasserwogen tosen und schäumen, dann ist meine Seele tief verstört, du aber, Herr, wie lange säumst du noch?" Fürchte dich nicht. Nichts Böses wird dir widerfahren. Niemals aber kannst du deinen Glauben, deine Hoffnung, deine Liebe deutlicher zeigen, als in den Prüfungen des Herrn, denn darum sandte er dieses Ungewitter, deine Treue zu ihm zu bewähren. Aber niemals ist er dir näher, als wenn du alles für verloren hältst. Psalm 27,14: "Hoffe auf den Herrn, und sei stark. Hab festen Mut, und hoffe auf den Herrn."

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#89

RE: Vom Reich Gottes

in Wort- und Begrifferklärungen 01.02.2024 08:22
von Blasius • 3.856 Beiträge






Das Thema im Februar:

Von der Demut

"Wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." (Lukas 14,11)




"Die Demut ist die Grundfeste aller Tugenden; es gibt keine bessere Vorbereitung, himmlische Gaben zu erlangen." (Der heilige Augustinus)

Keine Tugend empfahl der heilige Vincenz von Paul so dringend zu üben, als die Demut.

Dies auch war die Tugend, nach der der heilige Aloysius mit der größten Sehnsucht verlangte; täglich flehte er zu den heiligen Engeln, durch ihre Fürbitte zu erlangen, dass er auf diesem königlichen Weg gehen möchte, den sie zuerst betraten.

Ein heiliger Ordensmann pflegte zu sagen: "Mit Freuden würde ich beide Augen hingeben, wenn ich dafür die wahre Demut erlangen könnte."

Der Herr sprach, wie wir im Leben der heiligen Katharina von Siena lesen, einst zu dieser Seiner großen Dienerin, um sie in der Demut zu erhalten: "Weißt du, meine Tochter, wer Ich bin, und wer du bist? Glückselig wirst du sein, wenn du dies weißt. Ich bin Derjenige, der ist; du aber bist die, die nicht ist!" - Dies soll auch jeder von uns zu sich selbst sprechen: "Ich bin was nicht ist; mein Name ist das Nichts; alles Wesen, das ich zu haben scheine, ist mir fremd; gänzlich kommt es mir von Gott; und zwar so sehr, dass ich ohne Ihn in alle Ewigkeit nicht einmal eine Mücke sein könnte. Ein bloßes Nichts bin ich aus mir selbst; und mein Gutes ist eine Anhäufung seiner Wohltaten, das aufhört, sobald es Ihm gefällt, sie mir zu entziehen; und dies gilt nicht nur von dem Leben und von den Gütern der Natur, sondern auch der Gnade; denn entzöge Gott mir diese Hilfe, so würde ich augenblicklich in die größten Laster versinken!"



Verleihe mir, o Gott, die Tugend der Demut, die so wohlgefällig vor Deinen Augen ist! Gib mir, dass ich mein Nichts, mein Elend, meine Schwäche erkenne, und durch diese Kenntnis immer mehr angeregt werde, mich vor Dir in Staub aufzulösen, und unablässig um Deine Gnade zu bitten. Amen.








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zuletzt bearbeitet 01.02.2024 08:30 | nach oben springen

#90

RE: Vom Reich Gottes

in Wort- und Begrifferklärungen 01.02.2024 08:22
von Blasius • 3.856 Beiträge




Mutter Maria Theresia vom Kreuz

Gedenktage und Lebensskizzen hervorragender

Mitglieder des Karmelitenordens



Gedächtnis der lobwürdigen Mutter Maria Theresia vom Kreuz. Mutter Maria Theresia vom Kreuz, in der Welt Agnes von Morsey genannt, war eine leibliche Schwester der Mutter Johanna vom Kreuz und wie sie auf der Krebsburg bei Osterkappeln in Westfalen geboren. Ihr Geburtstag war der 13. Juli 1859. In ihrer ersten Jugend hatte sie so wenig Blut, dass sie wie ein Wachsfigürchen anzusehen war. Doch zeigte sie sich sehr beweglich und begabt. Ihre Erziehung war eine gute, besonders wurde darauf geachtet, dass das Kind stets eine nützliche Beschäftigung hatte, denn die Mutter dachte mit Recht, auch bei Kindern sei Müßiggang aller Laster Anfang. Merkwürdigerweise liebte es die Kleine auffällig, Einsiedler zu spielen. Fast möchte es scheinen, schon beim kindlichen Spiel habe sich dadurch bereits ihr späterer Klosterberuf verraten. Als ein liebenswürdiger, bestveranlagter, junger Herr die zur Jungfrau herangereifte Freiin zur Ehe begehrte, lehnte Agnes ab. Sie hatte bereits gewählt und ihr Herz dem himmlischen Seelenbräutigam geschenkt. Einen heftigen Kampf bereitete ihr in ihrem Inneren die Wahl des Ordens, in dem sie sich dem Allerhöchsten weihen wollte. Nachdem sie sich für den Karmel entschieden hatte, begleitete sie die Mutter selbst nach Wien und konnte sie der Priorin mit den Worten übergeben: "Ich bringe Ihnen mein Kind in unversehrter Taufunschuld." Am 11. Mai 1880 fand ihre Einkleidung statt. Am 11. Mai des folgenden Jahres legte sie ihre heiligen Gelübde ab. Von ihren Mitnovizinnen wissen wir, welche erhabene Auffassung Schwester Maria Theresia, wie sie nun hieß, vom Ordensleben hatte und wie geradezu vorbildlich ihr Tugendstreben war. Dabei konnte sie so kindlich heiter sein, dass jedermann sich über sie freuen musste. Nervenleidende werden so oft sich und anderen zur Last. Aber Schwester Theresia beherrschte sich so vollkommen, dass den Mitschwestern gar nicht zum Bewusstsein kam, welch reizbare Nerven sie hatte. Als die Oberen sie nach Selo in Krain sandten, damit sie das Amt der eben verstorbenen Vikarin übernehme, erwarteten sie drückende Sorgen, die die dort herrschende Not, das bald (1895) erfolgende Erdbeben mit dem großen Schaden, den es anrichtete, und der notwendige Bau der Kapelle verursachten. Oft erschrak Maria Theresia schon, wenn sie der Windenschwester ansichtig wurde, die Briefe brachte, da diese nicht selten große Geldforderungen enthielten, während die Kasse völlig leer war. Dennoch ließ Maria Theresia die Hoffnung nicht fahren. Ihr Vertrauen, mit dem sie das Kloster dem Herzen Jesu geweiht hatte, kannte keine Grenzen. Gleich zuversichtlich rechnete sie auf den Beistand des heiligen Vaters Joseph. Und die Almosen flossen reichlich und oft so auffallend, dass man nicht umhin kann, es wunderbar zu nennen. Als Oberin war Maria Theresia weit entfernt, eine Schwester der anderen vorzuziehen. Sie gab, wenn es nötig war, scharfe Verweise, doch klangen diese schließlich in irgendeinen Akt der Liebe aus. Wo ihr eine Schwester begegnete, die betrübt war, gelang es Maria Theresia mit leichter Miene, sie froh zu stimmen. Geradezu aufreibend aufmerksam war sie gegenüber den Kranken. Zu ihnen schleppte sie sich noch, da sie selbst bereits leidend war. Der Gehorsam gegenüber dem Bischof erlaubte ihr nicht, die am 26. Oktober 1908 wieder erfolgte Wahl zur Priorin abzuschlagen. Doch war sie um jene Zeit bereits eine gebrochene Frau und ihr Zustand verschlimmerte sich von da an beständig. Vom Beginn des Jahres 1910 an hatte sie ihren baldigen Tod vor Augen. Am 1. Februar kam er wirklich heran. "Die Sterbende", so lesen wir in der Chronik und im Totenbuch des Klosters, "hielt ihr Professkreuz und die geweihte Kerze in der Hand. Der Atem ging rascher. Dann blieb er mitunter ganz aus. Nun kam die letzte Träne aus dem geschlossenen Auge . . . Der Mund verzog sich ein wenig . . . Ein tiefer, halblauter Seufzer, dem noch zwei leisere folgten, und die reine Seele eilte hin an das süße Herz Jesu, das sie so heiß geliebt, so treu verehrt hatte." Seitdem haben die Karmelitinnen von Selo in Maria Theresia eine große Fürsprecherin im Himmel, wie der Pater Subprior der Jesuiten von Laibach sie versicherte.





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zuletzt bearbeitet 01.02.2024 08:41 | nach oben springen


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