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#36

RE: Ehe und Fami­lie nach den Nor­men Got­tes

in Das heilige Sakrament der Ehe 17.06.2018 15:58
von Katholik28 • 183 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus.

Liebe Hemma,

danke für diesen guten Artikel.
Vorweg gesagt. Unterberger ist immer sehr lesenswert,
Er legt den Finger in die Zeitwunde.

Dazu passt folgendes aus den Fatima-Berichten, die ich hier einstelle ohne weiter zu kommentieren.

"Die letzte Schlacht zwischen dem Herrn und der Herrschaft Satans wird um die Ehe und die Familie geschlagen.
Jeder, der sich für die Heiligkeit der Ehe und Familie einsetzt, wird in jeder Hinsicht bekämpft und abgelehnt werden, weil das die entscheidenede Frage ist."


Sr. Lucia dos Santos, [* 22. März 1907 † 13. Februar 2005] Seherin von Fatima, 1980 in einem Brief an Kard. Carlo Caffara, den damaligen Erzbischof von Bologna.

Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag.

Katholik28

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#37

RE: Ehe und Fami­lie nach den Nor­men Got­tes

in Das heilige Sakrament der Ehe 18.06.2018 11:21
von Kleine Seele • 425 Beiträge

Ein kurzer Vergleich wäre hierzu angebracht: Wenn man die Schöpfung vom Schöpfer löst, ist es gleichzusetzen, wie wenn man den Baum von seinen Wurzeln löst. Während Kinder abgetrieben werden, oder in Heimen oder auf der Strasse landen, weil entwurzelt von der Familie, sowie Alte in Pflegeheimen ihr dasein fristen, haben die Muslime sich wie die Heuschrecken vermehrt. Was brauchts der Erklärung mehr?!

von kleine Seele

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#38

RE: Ehe und Fami­lie nach den Nor­men Got­tes

in Das heilige Sakrament der Ehe 29.03.2019 16:20
von Hemma • 566 Beiträge

Ein bedenkenswerter Gastbeitrag bei Andreas Unterberger
Autor: Martina Schaller

Die staatlich geförderte Mütterverachtung und der Fachkräftemangel

Worum geht es immer wieder den Anstalten für betreutes Denken (=Presse) und leider auch vielen ihrer Leser? Die ganze Welt soll endlich kapieren, was eine "Wonderwoman" ausmacht, nämlich eine Frau, die den Männern in deren Domäne "Karriere, Coolness und Egomanie" um die Ohren fliegt.

Auf der öffentlichen Bühne feierten sich unsere Karrierefrauen, Chefinnen und Revoluzzerinnen an Tagen wie dem Weltfrauentag besonders heftig ab – so wie freilich an allen anderen Tagen auch, nur halt lauter und mit noch mehr Selbstgefälligkeit. Vor allem aber geht es der staatlich geförderten vierten Gewalt mit ihrer "Girls only Party" darum, wer tunlichst weggeschwiegen werden musste: die Mütter.

Bewusst wurde mir dies, als ich in einer Smalltalk-Diskussion darauf aufmerksam gemacht wurde, man dürfe doch nicht laut sagen, dass unserem Lehrlingsmangel nicht mit "Mehr Frauen in Männerberufe!", sondern mit Geburtenförderung entgegengetreten werden müsste. Wir wollen unsere tüchtigen Frauen doch nicht empören ...

Das ist somit die Quintessenz für viele bei diesem Thema: Das wahrlich Heiligste und einzige, in dem die Frau dem Mann absolut überlegen und unersetzbar ist, das Kinderbekommen und Säugen, ist also 2019 das allerletzte, das eine starke und bewundernswerte Frau auszeichnen könnte.

Wir halten derzeit bei einer Geburtenrate von 1,3 (inklusive "Zuzug"!). Mehr als zwei wäre jedoch notwendig, um nicht auszusterben. Dagegen hilft der unsäglich lächerliche "Papamonat" gar nichts.

Es ist heute en vogue, Frauenquoten als eine Art von gelebter Frauenbefreiung darzustellen (wobei es nichts weiter als planwirtschaftlicher Sexismus ist) und Kinderbekommen als Zeichen von Selbstunterwerfung. Gut, dieses gebetsmühlenartig und fern jeder empirisch-wissenschaftlichen Grundlage vorgekaute Gewäsch ertragen wir ja jetzt schon seit einiger Zeit als eine Art Beschäftigungstherapie der volkswirtschaftlich nutzenbefreiten Bildungselite.

Die Biologie hat auf solch ideologisierten Wahn freilich ganz andere Antworten: Die unvermeidliche naturgesetzliche Wirkung hebelt jetzt – auch unübersehbar für die Regulierungsfanatiker – die wirtschaftliche Gesundheit aus. Heute zwingen die Auswirkungen eines jahrzehntelangen medialen Trommelfeuers von überbordendem Feminismus und Gender-Mainstreaming das gesamte Land auf den wirtschaftlichen Boden der Realität. Nämlich durch den Kindermangel. Die einzige, aber kaum diskutierte Lösung vieler wirtschaftlicher Probleme wäre natürlich: Kinder bekommen. Aber nein, diese Macht des weiblichen USP müssen wir allen Frauen madig machen. Mann zu sein, Ellbogen, Latzhosen, Business-Konferenzen und Nachtschichten, das ist es, was Frauen wollen sollen. Das macht sie nämlich erst zu "selbstbewussten Frauen".
Mütter? Das sind nur schwache, bemitleidenswerte Beiwageninsassen eines egomanischen Steuermanns, der unsere Wirtschaft offensichtlich in den Abgrund führt, nicht wahr? So erfahren wir es heute nur zu oft von den Bildungsmedien, die von allem eine Ahnung haben wollen, außer von Wirtschaft. Die offensichtliche Wurzel dieser Wirtschaftskrise ist das, was manche als Lösung propagieren: Gratiskindergarten, geförderter Wiedereinstieg, Frauenqoten, Papamonat und nicht zu vergessen Gratis-Altenpflege. Vom Babybauch bis zur Bahre übernimmt Gevatter Sozialstaat gerne das "Human Resources Management" – da wäre nur ein kleiner Preis: Arbeiten bis zum Umfallen für alle!

Und ja: Frauen und nur die Frauen sind die Lösung. In ihrer einzigartigen Gabe, Leben zu schenken, degradieren sie die Männer zu leicht auszutauschenden Statisten, worauf sie alle stolz sein könnten. Innerhalb von 20 Jahren wäre das Problem biologisch gelöst.

Statt einer Lösung ist die Entwicklung dramatisch ins Gegenteil verkehrt worden: Wir haben 50 Prozent weniger Jugendliche als noch vor 40 Jahren. Da hilft kein Papamonat! Grundschul-Mathematik schon.

Martina Schaller ist Mutter von drei Kindern.

https://www.andreas-unterberger.at/2019/...achkrftemangel/

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#39

RE: Ehe und Fami­lie nach den Nor­men Got­tes

in Das heilige Sakrament der Ehe 29.03.2019 20:14
von Blasius • 2.326 Beiträge




Maria, Königin der Familien und des Friedens


O Maria, Mutter des Lebens für Europa, so wie Jesus die Schuld Adams gesühnt hat,
wolltest Du die Sünden Evas büßen.

Wie viel Schmerz musstest Du um Deines göttlichen Kindes willen ertragen?

Blicke auf die Not so vieler junger Familien, die der Versuchung unterliegen,
ihre Kinderzahl mit künstlichen Mitteln selbst zu bestimmen.

Stärke ihr Vertrauen in das von Gott so wundervoll gestaltete Schöpfungsgeheimnis.

Gib uns allen den Mut zu Opferbereitschaft und Selbstverzicht aus Liebe.

Schenke allen Familien und Völkern Deinen Frieden – in Europa und in der ganzen Welt.

SIEHE AUCH:
Andacht für unsere Familien


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 29.03.2019 20:24 | nach oben springen

#40

RE: Ehe und Fami­lie nach den Nor­men Got­tes

in Das heilige Sakrament der Ehe 12.05.2019 21:55
von Hemma • 566 Beiträge

Der große Mütter-Schmäh

Autor: Andreas Unterberger

Mein Gott, wie viel Süßholz wird da jetzt wieder zum Muttertag geraspelt, wie viele Restaurants sind ausgebucht, und wie viele Herzen sind in Kindergärten gebastelt worden. Eh alles lieb, gut und wunderbar. Nur: Dem heute weitaus wichtigsten Aspekt zum Stichwort Mutter weicht man allüberall in großem Bogen aus, die Bürger wie die Politik.

Dieser Satz lautet schlicht: Es gibt zuwenig Mütter.

Denn schon in der zweiten Generation hintereinander wird in Österreich, wird in so gut wie allen hochentwickelten Ländern ein rundes Drittel der Kinder nicht mehr geboren, die zum Erhalt der Bevölkerungsgröße, des zivilisatorischen Niveaus und der kulturellen Identität notwendig wären. Kinderkriegen und Kindererziehung sind zur überflüssigen Ablenkung von den Gaumenkitzeln des Lebens in einer Überflussgesellschaft geworden.

Die Folgen sind eine nicht mehr allzu schwierige mathematische Aufgabe: Die Zahl der Nachkommen der seit unzähligen Generationen in Europa lebenden Menschen geht gegen Null.

Natürlich werden jetzt ein paar Politisch-Korrekte die Nase rümpfen: Was will er denn, die Einwohnerzahl Österreichs steigt doch. Ja, das tut sie – in vielen anderen europäischen Ländern sinkt sie allerdings schon viele Jahre. Aber sie steigt auch in Österreich nicht als Folge der Geburtenfreudigkeit der Österreicher, sondern durch zwei externe Phänomene. Von denen freilich das eine bald aufhören wird.

Denn die Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern nach Österreich schwächt sich schon deutlich ab. Dieses Phänomen war eindeutig ein Segen für das Land. Ungarn, Polen, Kroaten und Angehörige vieler anderer europäischer Nationen haben enorm zum österreichischen Wirtschaftswachstum beigetragen, haben es uns bisher erspart, die Folgen des schon vor 50 Jahren eingetretenen Geburtenknicks wirklich zu spüren. Abgesehen von jener Minderheit, die nach dem Zusammenbruch der Mangelwirtschaft des real existierenden Sozialismus bei den ersten Reisen nach Österreich den Ausdruck "Selbstbedienungsladen" allzu wörtlich genommen hat, waren und sind sie in jeder Hinsicht eine Bereicherung. Sie sind fleißig, gut erzogen, bildungsorientiert und bis auf den sprachlichen Akzent gegenüber autochthonen Österreichern nicht unterscheidbar. An der positiven Bewertung der europäischen Migration ändert die Tatsache nichts, dass sie natürlich nicht aus Liebe zu Österreich gekommen sind, sondern weil sie hier besser verdienen können als daheim.

Dieser Unterschied ist jedoch rapide im Schwinden. Daher reißt dieser mitteleuropäische Zustrom immer mehr ab. Aus den Ländern der einstigen Monarchie, die in den letzten 30 Jahren, genauso wie schon in den Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg insbesondere den Wiener Raum so stark befruchtet haben, kommt kaum noch jemand nach. Immer öfter wollen Polen, Slowaken oder Ungarn wieder heimkehren, wollen sich an der in der Heimat ausgebrochenen Dynamik, am dortigen Wirtschaftswunder (mit für Österreich unerreichbaren hohen Wachstums- und niedrigen Arbeitslosenzahlen) erfreuen. Neue europäische Zuwanderer hingegen kommen nur noch aus dem Balkan.

Das zweite Phänomen, das das Schrumpfen Österreichs verhindert hat, ist der Zustrom von Menschen aus Afrika und Asien, die als legale Gastarbeiter oder als illegale Migranten gekommen sind, die sich als Flüchtling ausgeben. Die Mehrheit dieser Menschen ist für Österreich, für Europa ein gewaltiges Problem geworden, für das sich keine Lösung abzeichnet. Durch ihren überaus geringen Bildungshintergrund, durch ihr in Millionen Details unterschiedliches kulturelles und soziales Verhalten, durch die massiv gegen die europäischen Grundrechte verstoßende religiös-atavistische Prägung vieler Moslems, durch die ethnische Abkapselung vieler Migranten-Ethnien ohne Bereitschaft zu Integration und Assimilation (wie wir sie bei fast allen europäischen Migranten sehen konnten).

Bücherweise kann man all die bedrückenden Folgen dieser Problemlawine auflisten, denen die österreichische Gesellschaft lange mit unglaublicher Naivität gegenübergestanden ist und zum Teil noch immer steht. Manche dieser Phänomene scheinen sich sogar drastisch zu steigern, wie etwa in den letzten Tagen einige schockierende Blitzlichter von den Zuständen in Wiener Schulklassen gezeigt haben. Tatsache ist, dass Österreich und speziell die – am meisten von den Migranten angesteuerte – Gemeinde Wien total verabsäumt haben, diese Menschen zu einer echten Integration zu bringen.

Das hätte auch konsequenten und echten Druck in Richtung Integration erfordert, zu dem unsere Gesellschaft nicht mehr imstande oder aus ideologischer Dummheit nicht willens ist (den hingegen alle jene Länder jahrhundertelang durchaus erfolgreich ausgeübt haben, die von der Immigration profitieren und nicht zerstört werden wollen).

Aber selbst wenn das versucht worden wäre, ist mehr als fraglich, ob afrikanische oder arabische Immigranten aus ihrer so massiv unterschiedlichen Prägung heraus nicht dennoch auch noch in der dritten Generation total in ihrer Kultur, Sprache und Denkweise verhaftet geblieben wären, wie wir es heute schockiert bei einem großen Teil konstatieren müssen.

Jedenfalls war und ist es ein völliger Unsinn, ja Wahnsinn zu glauben, das Ausbleiben der eigenen Kinder einfach durch Afrikaner und Westasiaten ersetzen und dennoch ein modernes und reiches Industrie- und Kulturland bleiben zu können.

Ohne Kinder keine Zukunft

Damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Wenn wir nicht sehr bald damit anfangen, wieder selbst ausreichend eigene Kinder in die Welt zu setzen, dann brauchen wir uns um die langfristige Zukunft Österreichs als wohlhabendes Industrie- und Kulturland keine Sorgen mehr zu machen. Die wird es dann einfach nicht mehr geben

Groteske Metastasen dieser Entwicklung sind die Argumentationen jener Menschen, die ihr Desinteresse an einem Überleben dieser Kultur respektive ihre Kinder-Unlust mit pseudorationalen Phrasen zuzudecken versuchen. Vor 40 Jahren etwa hieß die häufigste Phrase: "Es kommt eh bald der Atomkrieg, da zahlt sich das Kinderkriegen nicht mehr aus." Heute heißt sie: "Man kann doch kein Kind mehr in die Welt setzen, das ja zusätzlich CO2 produziert."

Der intelligentere und verantwortungsbewusste Teil der Europäer kommt hingegen nicht um die Frage herum: Kann man überhaupt noch das Ruder herumreißen?

Die Antwort lautet: Das Gelingen ist absolut ungewiss, aber das Ziel ist ganz eindeutig den Versuch und jede Anstrengung wert.

Freilich gibt es kein Universalrezept, wie man es erreicht. Ein Ansatz, ein Signal in die richtige Richtung war der österreichische Steuerbonus von 1500 Euro für jedes Kind pro Jahr. Ein noch viel größerer Ansatz ist das, was Ungarn jetzt macht. Das reicht von 31.000 Euro Kredit für jede Frau bei der Heirat, die ab dem dritten Kind nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, bis hin zu Zuschüssen für siebensitzige Familienautos und vieles mehr.

Zweifellos lauter richtige und wichtige Maßnahmen. Immerhin hat Ungarn neuerdings eine ganz leicht – wenn auch (noch?) völlig unzureichend – steigende Geburtenrate, in Österreich stagniert sie.

Daher bleibt die Frage offen: Reichen solche Maßnahmen aus? Fehlt doch schon die Elterngeneration, wie sich etwa anschaulich bei der jetzigen EU-Wahl zeigt: Da ist die Gruppe der 30- bis 44-Jährigen um ein Viertel kleiner geworden. Aber genau diese Generation wäre fürs Kinderkriegen verantwortlich.

Die Ursachen des Drangs zum Untergang

Wer aber ist für diesen schlimmen Trend, für die möglicherweise größte Katastrophe in der Geschichte Europas verantwortlich? Niemand mag sich diese Frage stellen, weil man bei der Antwort nicht mit spitzen Fingern auf einen einzigen Bösewicht zeigen kann, weil wir alle mitschuld sind. Dabei wäre nicht nur der Muttertag ein geeigneter Anlass, über die wichtigsten Ursachen nachzusinnen. Auch die derzeit voll von Phrasen dahinplätschernden Europa-Debatten sollten das eigentlich sein, geht es hier doch wirklich um Europas Überleben. Die wichtigsten Ursachen:

1. Der Geburtenknick hat ziemlich genau mit der Verbreitung der Anti-Baby-Pille eingesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wurde es viel leichter, dem Kinderkriegen zu entgehen.
2. Nicht nur Theologen und Philosophen sehen ein wachsendes Ausmaß des Egoismus in der Wohlstandsgesellschaft. Dieser Wandel ist nach den heroischen Jahren des Wiederaufbaus, Wirtschaftswunders und gleichzeitigen Babybooms eingetreten. Dieser Wertewandel wurde insbesondere von der 68er Bewegung verstärkt.
3. Viele junge Frauen sind den verlockenden Weg in die Karriere gegangen, wo ihnen die Quotenpolitik auch viele Tore weit geöffnet hat. Da hat man dann das Kinderkriegen aufgeschoben – bis es zu spät war.
4. Viele junge Frauen wollten nur unter absolut idealen Zuständen Kinder in die Welt setzen, also wenn der ideale Mann gefunden, der Traumberuf erreicht und die wirtschaftliche Situation erfreulich ist. Hätten Frauen früherer Generationen so gedacht und gehandelt, hätte etwa im 18. Jahrhundert außer Maria Theresia wohl überhaupt niemand Kinder in die Welt gesetzt.
5. Aggressive Feministinnen hetzen seit Jahren massiv gegen Mütter, verhöhnen sie als dümmlich und zurückgeblieben. Das verschreckt einen Teil der jungen Frauen, Mütter zu werden.
6. Der Kinderwunsch der meisten Männer ist – trotz all dieser Veränderung bei Frauen – noch viel niedriger als jener der Frauen. Offenbar wird biologisch für Männer das Vatersein erst wichtig, wenn sie es schon sind (und auch da nicht für alle).
7. Dass ein sinnvolles und erfülltes Leben fast immer kausal mit Kindern und Familie zusammenhängt – und nicht mit Sport, Reisen, Konsum, Spaßhaben, wo man in der Jugend den Sinn des Lebens gesucht hat –, spüren die meisten Menschen erst dann, wenn es zu spät für Kinder und Familie ist.
8. Vielfach übersehen wird die Mitschuld der Wirtschaft am Geburtenrückgang: Diese giert vor allem in Zeiten des Arbeitskräftemangels nach den autochthonen Frauen, weil diese gut gebildet sind, weil sie loyal sind, weil sie sich gut in Gruppen einordnen, weil immer weniger Arbeitsplätze die überlegenen Körperkräfte eines Mannes erfordern. Die politischen Exponenten der Wirtschaft kämpfen ständig gegen fast jede Form der Familienförderung. Sie reden zwar ständig von der Wichtigkeit des Investierens, aber begreifen überhaupt nicht, dass Kinderkriegen und hochwertige Kindererziehung die weitaus beste Zukunftsinvestition für das Land und insbesondere die Wirtschaft sind.
9. Die zwei allerwichtigsten Ursachen für das von Generation zu Generation gewachsene Desinteresse an Kindern zum Schluss. Die erste: In bäuerlichen Lebensformen, in denen jahrtausendelang 80 bis 90 Prozent der Menschen gelebt haben, waren Kinder wichtige Hilfs- und Arbeitskräfte. Das ist durch das Schrumpfen der Bauernschaft auf weniger als drei Prozent heute völlig irrelevant geworden. Und selbst bei diesem Rest braucht man heute nur noch selten Kinder als Erntehelfer. Von deren einstiger Bedeutung zeugt heute nur noch der späte Schulbeginn im September.
10. Sehr ähnlich ist die zweite Kausalitätenkette: Bis ins 20. Jahrhundert waren Kinder die wichtigste Altersversorgung. Bei Arbeitern und Gewerbetreibenden genauso wie bei Bauern. Sie alle haben aus Eigeninteresse eigene Kinder gebraucht, wollten sie nicht selbst nach dem Arbeitsleben im Armenhaus landen.
Ja, das sind zum Teil gar nicht sonderlich edle Kausalitäten, warum sich Völker vermehrt und dadurch überlebt haben (wenn sie nicht von Kriegen oder Eroberern ausgerottet worden sind). Wenn die Motive fürs Kinderkriegen wegfallen, fällt nach ein paar Generationen der Anpassung eben auch das dadurch geprägte Sozialverhalten weg. Da mögen die Religionen sagen, was sie wollen.

Jenseits aller Gefühlsduselei und allem Gutmensch-Gerede steht die Welt daher ganz nüchtern vor zwei durchaus widersprüchlichen Aufgaben:

° Einerseits geht es in der dritten Welt, vor allem in Afrika darum, dort die Anreize zu reduzieren, zu viele Kinder in die Welt zu setzen, soll es nicht zu großen Explosionen kommen. (Dazu gehören Stichworte wie: Frauenbildung, staatliche Altersversorgung, Entwicklung weg von agrarischen Ökonomien durch Teilnahme an einem freien Welthandel, usw.)
° Andererseits sollten sich Europäer dringend in die Gegenrichtung bewegen, also durchaus ökonomische Anreize zu schaffen, soll es nicht zu großen Implosionen kommen.

Birgit Kelle ("Muttertier"), die heute wohl brillanteste Autorin und Denkerin zu Frauenthemen, attackiert daher zu Recht die Politik, weil diese den Müttern gegenüber nur zu Lippenbekenntnissen imstande ist. Die Politik stelle es ständig als unmöglich dar, "dass wir (Mütter) eine Rente bekommen, von der wir leben können", während aber die Kinder "mit ihren Zahlungen an die Rentenkasse später erst einmal fremde Menschen finanzieren müssen, nicht ihre eigenen Eltern".

Es ist in der Tat auch in Österreich absurd: Wir leisten uns ein Pensionssystem mit extrem frühen Eintrittsdaten in den "Ruhegenuss" (etwa in Südkorea oder Japan geht man sage und schreibe zehn Jahre später in Pension), aber wir können es uns offenbar nicht leisten, die Mütter im staatlichen Pensionssystem mit jenen Frauen und Männern gleichzustellen, die ohne Kinderablenkung das eigene Leben genossen haben. Das ist ungerecht, das ist widerlich (wobei man objektiverweise festhalten muss, dass zumindest in der Regierung Schüssel erstmals eine teilweise Abgeltung der Kindererziehungszeiten beschlossen worden ist; aber eben nur eine teilweise, die vor allem Mehrkinderfamilien weiterhin diskriminiert).

Dabei sind in Österreich wie in allen anderen Ländern Mütter für die weitaus wichtigste Zukunftsinvestition dieses Landes verantwortlich. Aber wir bestrafen sie dafür.

https://www.andreas-unterberger.at/2019/...oe-mtter-schmh/

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