Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#26

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 18.12.2015 23:31
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der hl. Pfarrer v. Ars über den rechten Umgang mit Leiden und dem auferlegten Kreuz:
-

Leiden müssen wir,
ob wir wollen oder nicht.
Die einen leiden wie der gute Schächer,
die anderen wie der böse.

Beide litten auf gleiche Weise.
Aber der eine verstand es,
sein Leiden fruchtbar zu machen:

er nahm es im Geiste der Buße an, und als er sich zu dem gekreuzigten Heiland wandte,
hörte er aus dessen Mund die wunderbare Verheißung: "Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein."
Im Gegensatz zu ihm stieß
der andere Flüche, Verwünschungen und Gotteslästerungen aus und starb in schrecklichster Verzweiflung. 

Es gibt ein zweifaches Leiden, nämlich ein
liebendes und ein ablehnendes.
Die Heiligen litten geduldig, freudig und standhaft; denn sie liebten.
Wir leiden
mit Zorn, Ärger und Überdruss, weil wir nicht lieben.

Wenn wir Gott liebten,
würden wir uns freuen, leiden zu dürfen aus Liebe zu ihm,
der so viel für uns leiden wollte. 

Ihr sagt, das sei schwer.
Nein, es ist süß, sanft und tröstend,
es ist ein Glück ...
Nur muss man lieben im Leiden und leiden in der Liebe.

Seht, meine Kinder,
auf dem Weg des Kreuzes fällt einem nur der erste Schritt schwer.
Die Furcht vor den Kreuzen ist unser schlimmstes Kreuz.
Wir haben nicht den Mut,
unser Kreuz zu tragen.
Welch ein Irrtum!
Denn was immer wir tun, das Kreuz hält uns fest,
und wir können ihm nicht entrinnen.

Was haben wir also zu verlieren?
Warum sollen wir unser Leiden nicht lieben,
wenn uns dadurch der Weg
zum ewigen Leben erschlossen wird?
...
Trotzdem wenden sich die meisten vom Kreuz ab und fliehen.
Je mehr sie laufen, desto mehr verfolgt sie das Kreuz, desto stärker trifft es sie und erdrückt sie unter seiner Last.


Versteht dies gut, meine Kinder:
wer dem Kreuz gefaßt und tapfer entgegensieht,
dem wird es seltener begegnen.
Und wenn es ihm begegnet,
wird es ihn nicht unglücklich machen.
Als Liebender nimmt er es auf sich,
mutig trägt er es und wird eins mit unserem Herrn.
Es reinigt ihn
und nimmt seiner Seele die Anhänglichkeit an diese Welt.
Die Leiden helfen ihm in seinem Leben hinüber zum Ufer der ewigen Glückseligkeit wie eine Brücke über den Strom.


Wenn der liebe Gott uns ein Kreuz schickt,
lassen wir uns entmutigen:
wir beklagen uns, wir murren und hassen
alles, was unserem Wunsch zuwiderläuft, immer wie auf Rosen gebettet zu leben.

Doch nun beginnt ein Dornenpfad, den wir gehen müssen.
Durch das Kreuz gehen wir in den Himmel ein.
Die Krankheiten, Versuchungen, Schmerzen sind die Kreuze,
die
uns zum Himmel führen.

Das alles wird bald vorüber sein ...
Richtet eueren Blick auf die Heiligen,
die vor uns angekommen sind ...
Der liebe Gott verlangt von uns
nicht
das Martyrium des Leibes,
er will
nur das Opfer unseres Herzens und des Willens
.
Der Herr ist unser Vorbild.
Lass es uns Machen wie die Soldaten des Königs. Eine Brücke,
die unter Gewehrfeuer lag,
mußte überquert werden.

Niemand wagte voranzugehen.
Da nahm der König selbst die Fahne, marschierte als erster,
und alle folgten. Tun wir das gleiche. Folgen wir unserem Herrn, der uns vorangegangen ist.
Das Kreuz ist die Leiter zum Himmel.
Wie tröstlich ist es, unter den Augen Gottes zu leiden und am Abend bei seiner Gewissenserforschung sagen zu können:
"Wohlan, meine Seele, du hast heute zwei, drei Stunden erlebt, in denen du Christus ähnlich warst:
du bist gegeißelt, mit Dornen gekrönt und mit ihm gekreuzigt worden ..." Welch ein Gewinn für das Sterben!
Wie gut stirbt es sich, wenn man unter dem Kreuz gelebt hat!

Würde jemand zu sagen:
"Ich möchte gerne reiche werden, was muß ich tun?", ihr würdet ihm antworten;
"Du mußt arbeiten." Richtig!
Und um in den Himmel zu kommen?
Dafür müssen wir das Kreuz auf uns nehmen.

Leiden!
Was hat es zu bedeuten?
Es ist nur für kurze Zeit.
Könnten wir acht Tage im Himmel verbringen, wir
würden den Wert dieses gegenwärtigen Leiden begreifen.
Wir würden das Kreuz nicht zu schwer, die Prüfung nicht zu schmerzlich finden"

-


zuletzt bearbeitet 18.12.2015 23:32 | nach oben springen

#27

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 30.01.2016 20:59
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Leben und Sterben im Zeichen des Kreuzes....
eingebettet in Glauben, Liebe und Hoffnung....

Papst Pius XI.
im Jahre 1937 in seiner Enzyklika "Mit brennender Sorge":
-

"Das Kreuz Christi,
mag auch schon sein bloßer Name vielen eine Torheit und ein Ärgernis geworden sein,
es bleibt für den Christen das geheiligte Zeichen der Erlösung,
die Standarte sittlicher Größe und Kraft.
In seinem Schatten leben wir.
In seinem Kusse sterben wir.
Auf unserem Grabe soll es stehen als Künder unseres Glaubens,
als Zeuge unserer dem ewigen Licht zugewandten Hoffnung
"

-


zuletzt bearbeitet 30.01.2016 21:34 | nach oben springen

#28

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 18.02.2016 20:00
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Der hl. Franz v. Sales über die Macht des Kreuzes:
-

"Das historische Ereignis der Rückeroberung des Kreuzes.
Die Kirche feiert im Laufe des Jahres so manches Fest zu Ehren des
heiligen Kreuzes,
damit wir immer wieder zur
Verehrung des Zeichens unserer Erlösung angeleitet werden und unser
eigenes Kreuz mit Gottergebenheit ertragen.


Der heilige Ephräm der Syrer sagt in seiner Rede über das
kostbare und lebenspendende Kreuz:
„Lasset uns dieses Kreuzzeichen

auf unsere Türen,
auf unseren Mund,
unsere Brust und auf alle unsere Glieder zeichnen und eingraben.
Schmücken wir damit die unbezwingliche Kriegsrüstung der Christen;
denn es ist der Sieger über den Tod,
die Hoffnung der Gläubigen,
das Licht bis an die Grenzen des Erdkreises,
der Behüter des Paradieses,
der Vernichter der Irrlehren,
das Firmament des wahren Glaubens,
die große Wache der Gläubigen,
der heilsame Ruhm der Kirche.

Dieses Zeichen

warf den Irrtum der Götzenbilder zu Boden,
es hat den Erdkreis erleuchtet, die Finsternis verscheucht und das Licht zurückgebracht.
Es hat die Völker vom Westen und Norden, vom Meere und vom Osten zusammengeführt
und in der einen Kirche, in dem einen Glauben,
in der einen Taufe und Liebe miteinander verbunden.

Kreuz, du Auferstehung der Toten!
Kreuz, du Hoffnung der Christen!
Kreuz, du Trost der Betrübten!
Kreuz, du Zügel der Reichen!
Kreuz, du Vernichtung der Stolzen!
Kreuz, du Triumph über die Dämonen!
Kreuz, du Erzieher der Jugend!
Kreuz, du Überfluss der Armen, der verzweifelnden Hoffnung,
das Steuerruder der Schiffahrer!
Kreuz, du Hafen der Hin- und Hergetriebenen, Mauer der Kämpfenden!
Kreuz, du Vater der Waisen, Haupt der Männer, Krone der Greise!
Kreuz, du Herrlichkeit der Könige!
Kreuz, du Freiheit der Sklaven, du Weisheit der Unerfahrenen!
Kreuz, du Predigt der Propheten, Begleiter der Apostel, Verherrlichung der Märtyrer!
Kreuz, du Enthaltsamkeit der Jungfrauen, du Freude de Priester!
Kreuz, du Fundament der Kirche, Firmament des Erdkreises!
Kreuz, du Kraft der Schwachen, Arzt der Kranken!
Kreuz, du Brot der Hungernden, Quelle der Dürstenden!
Kreuz, du Vertrauter der Mönche!“

Segne uns, o heiliges Kreuz! Heiliges Kreuz, segne uns!

Viele streben nach Vollkommenheit, aber wenige erreichen sie.
Weißt du warum?
Weil man nicht volles Vertrauen auf Gott und
volle Hingebung in seine Väterliche Vorsehung hat."

-


Siehe bitte auch :

Zitate des hl. Franz v. Sales

-

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#29

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 24.02.2016 23:39
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

"Wie stehst du zu Christi Kreuz"?

Pater Jakob Koch von den Steyeler Missionaren in einem "Weggeleit"
über das unausweichliche "Ja" oder "Nein" zum Kreuz:
-

"Wir sind da von Augenblick zu Augenblick.
Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Bevor irgendein Anfang war, war Gott.

Und wenn von Allem Ende sein wird, ist Gott.
Zwischen Anfang und Ende von allem Geschaffenen sind – auch wir,
- wie ein kleines Pünktchen – wie eine kleine Welle.

Mitten in der Zeit, mitten in der Welt
steht Christus mit seinem Kreuz.

Die Menschen alle müssen an ihm vorübergehen und Stellung zu ihm nehmen.
In aller Freiheit können sie sich entscheiden,
ob sie von ihm erlöst werden oder unerlöst bleiben wollen.
Vor dem kommenden Richter aber müssen alle einmal stehen
und aus seinem Munde ihr Urteil entgegennehmen über ihr Glauben und Leben.

"Welt ist Schöpfung, Christentum ist Gnade."

Himmel ist Resultat aus der Übereinstimmung des freien Willens mit Gottes Gnade.
Alles, was einmal Welt war, löst sich zu Augenblicken auf.
Nur Gott bleibt. Nur der Himmel bleibt. Nur die Hölle bleibt.


Eine Frage: - Wie stehst du zu Christi Kreuz?

Das Wort vom Kreuze
ist denen, die verloren gehen, eine Torheit,
uns aber, die gerettet werden, eine Gotteskraft.
"
(1 Kor. 1, 18)

-


zuletzt bearbeitet 24.02.2016 23:40 | nach oben springen

#30

RE: Die Verehrer des Kreuzes

in Leiden, Tod und Auferstehung Christi 01.03.2016 00:59
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Der Benediktinerpater Odo Casel bei einer Ansprache am Fest Kreuzerhöhung 1927:

-

"So verehren wir denn das heilige Kreuz in inniger Dankbarkeit und begeisterter Liebe.
"Crucem tuam adoramus, Domine, ecce enim propter lignum venit gaudium in universo mundo - Dein Kreuz verehren wir, Herr! Denn siehe!
Um des Holzes willen kam Freude in die ganze Welt" (Ant. aus der Kreuzverehrung).
Aus dem Kreuze kommt ja alle Freude, alles Leben, ewige Freude, ewiges Leben, ewige Seligkeit.
Deshalb leuchtet das Mysterium des Kreuzes so trostvoll und himmlisch stärkend zu uns herab;
fulget, es leuchtet!
Aber jedes Mysterium verlangt Mitarbeit, es ist "actio".
Es wirkt nicht automatisch, sondern es will Leben, Mitleben, Mittun wecken.
Es verlangt Mysten, die in den Wirkungsbereich der Mysterien eintreten und in Kraft der göttlichen Gnade mithandeln.
Da nun zeigt sich die merkwürdige Tatsache, daß wir das Kreuz Christi zwar lieben, verehren, anbeten, aber das Mittun ablehnen.
Christus verlangt übrigens garnicht von uns, daß wir ihm im Kreuztragen gleich seien,
wir sollen nur tragen helfen.
Aber schon das kleinste Kreuz lehnen wir ab.
Wie verträgt sich das mit unserer Liebe zum heiligen Kreuze?
Wir wollen zwar aus der Quelle des Erlösers trinken, aber es soll uns der Trank zum Munde geführt werden; wir wollen uns nicht einmal hinabbeugen zur Quelle.
Vom Heiland hingegen heißt es im 109. Psalm:
"Er trank aus dem Gießbache", d. h, er ließ sich ganz hinab, "und dann erhob er das Haupt".
Wir aber wollen nicht das Haupt hinabneigen.
Doch das Gesetz des Mysteriums heißt:
"Schöpfet in Freude Wasser aus den Quellen des Heilandes" (Is 12, 3).
Der Heiland hat die Quelle gegraben, wir müssen aber selbst schöpfen,
d. h. wir müssen uns hinabbeugen; und wir werden es tun - zuerst mit Mühsal, aber dann mit Freude."

-

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