Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#386

RE: Die "neue Kirche"

in Diskussionsplattform Kirche 04.02.2019 23:06
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus!


Lieber Sel, lieber Katholik28

Was die um Kardinal Marx versammelten Personen fordern,
ist liberales weltangepasstes Gedankengut.
Dieses wiederum steht der beständigen Lehre der Kirche diametral entgegen.

Was also diese Gruppierungen mit Bestimmtheit nicht (mehr) sind....
sie sind nicht katholisch.

Es sind sind Liberale, die sich missbräulich der Bezeichnung "katholisch" bedienen, um so ihre anti-katholische, da liberale, Agenda verbreiten zu können, die letztendlich darauf abzielt, keinen Unterschied mehr zwischen der Lebensführung von Weltmenschen und derjenigen von Katholiken erkennen zu lassen und somit dem Versuch gleichkommt, die Kirche ihrer Übernatürlichkeit berauben zu wollen.

Bei diesen Personen handelt es sich denn auch nicht mehr um Katholiken, sodass ihre Gerede für treugläubige Katholiken keinerlei Bedeutung hat.
Sollte Kardinal Marx weiter in diesem liberalen Fahrwasser mitschwimmen, so kann er auch nur noch aufgrund seiner priesterlichen Würde unsere Wertschätzung erfahren.


Entweder katholisch oder liberal....beides ist unmöglich !

Somit finden wir auch die Antwort auf Deine Frage, lieber @Sel, bez. der Möglichkeit einer Spaltung.
Eine solche ist insofern nicht möglich, als dass es nur eine heilige katholische und apostolische Kirche gibt und es sich bei den liberalen Gesinnungsgenossen um keine Katholiken im eigentlichen Sinne mehr handelt.
Ergo kann ihr liberales Gewühle alleine zu ihrem Abfall von Glaube und Kirche führen, ohne dass sie dabei auch nur ein Jota an Anspruch darauf hätten, "katholische Kirche" sein zu wollen.




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 04.02.2019 23:30 | nach oben springen

#387

RE: Die "neue Kirche"

in Diskussionsplattform Kirche 05.02.2019 17:02
von Sel • 330 Beiträge

Lieber Aquila, danke für die Erklärungen..

gerade weil diese Gruppierungen im eigentlichen Sinne nicht mehr katholisch sind,
dürften Sie sich meiner Meinung nach auch nicht mehr so nennen (dürfen) und
müssten exkommuniziert werden.

Und dann, wenn Sie draußen sind, könnten Sie sich meinetwegen
einen "neuen Verein" aufmachen und dort ihr Unfug treiben, aber nicht mehr im Namen
der Heiligen Katholischen Kirche, die Christus gestiftet hat.

Somit gebe es deutlich weniger Angriffe und Verwirrungen und Verzerrungen im Namen der Katholischen Kirche. Diese Heilsanstalt und auch der Name "Katholisch" müsste gestärkt und geschützt werden.

Aber das ist sicherlich nur (m)ein Wunschdenken!

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#388

RE: Die "neue Kirche"

in Diskussionsplattform Kirche 05.02.2019 23:18
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Lieber Sel

Ich habe die Diskussion über den faz-Artikel in diesen Thread "Die neue Kirche" verschoben.

Die im faz Artikel genannten "Forderungen" der liberalen Gruppierungen:

-

"Binden Sie sich selbst durch echte Gewaltenteilung – das passt besser zur Demut Christi und in den Rahmen der für alle geltenden Gesetze. Bauen Sie die Überhöhungen des Weiheamtes ab und öffnen Sie es für Frauen. Stellen Sie den Diözesanpriestern die Wahl ihrer Lebensform frei, damit der Zölibat wieder glaubwürdig auf das Himmelreich verweisen kann.“ Außerdem fordern sie einen „Neustart mit der Sexualmoral“, einschließlich einer „verständigen und gerechten Bewertung von Homosexualität“"

-

Dieses "Gruselkabinett" an "Forderungen" ist lupenreiner Protestantismus !
Es beinhaltet teils de facto offengelegten Glaubensabfall, der - heute kaum mehr bedacht - eine schwere (!) Sünde ist.
Dreistes Menschenmachwerk mit der Absicht die Übernatürlichkeit und somit Heiligkeit der römisch katholischen Kirche auf die Ebene des Profanen, des Menschengedachten und Menschengenehmen herunterzubrechen.
Die Dreistigkeit mit der diese Personen für ihre antikatholischen Pamphlete den Namen des Herrn missbrauchen, spricht für sich.
Sie sprechen wie erwähnt nicht (mehr) im Namen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche, auch wenn sie sich verbissen weigern, diese konsequenterweise zu verlassen.

Leider wird diesen antikatholischen Kumpaneien von Seiten der Bischöfe so gut wie freie Hand gelassen, wohl auch aufgrund der teils gegebenen Gesinnugsgleichheit.
So ist es in der Tat ein "Wunschdenken", dass sich gemeinsamer bischöflicher Widerstand gegen diese Zerstörer der katholischen Identität bilden könnte.


Hw Prof. May in einem Interview mit der "Kirchlichen Rundschau":

-

.
„Was in dieser Zeit vor sich gegangen ist, das ist die – versuchte – Selbstzerstörung.“
.
Die Zerstörung der kirchlichen Lehre geht von den Theologen aus.“
.

„Lieber Dutzende von Professoren und vielleicht ganze Fakultäten verlieren als diese Einfallstore der Häresie weiter offen halten.“
.
„Das Schlimmste, was der Kirche in der gegenwärtigen Krise passieren könnte, wäre die Nachgiebigkeit gegenüber den Forderungen des Progressismus und des Zeitgeistes – was beides oft zusammenfällt.“
.
Es ist offenkundig, daß die Krise der Kirche eine Krise der Bischöfe ist.“

-


Was diese geistigen Brandstifter wollen, ist den Weinberg des Herrn zu verwüsten !

Der Konvertit ( ehemals Protestant ) und Philosoph Dietrich von Hildebrand (1889 - 1977) hat einige Jahre vor seinem Tod in seinem Buch
"Der verwüstete Weinberg"
vor den Gefahren der Glaubensverwässerung v.a. durch innere Feinde gewarnt.
So schrieb er bereits 1973 (!) Folgendes
( heute, mehr als 46 Jahre später haben diese Darlegungen nichts an ihrer Eindringlichkeit verloren, im Gegenteil):
-

Aber gerade darum ist die Verwüstung des Weinbergs des Herrn eine Prüfung, eine Stunde der Bewährung unseres Glaubens - ein Aufruf, mehr zu glauben, zu hoffen, zu lieben.

Aber es ist auch eine Stunde der Bewährung, die eine ganz neue Wachsamkeit fordert.
Und damit kommen wir zu einer weiteren notwendigen Antwort:
Wir müssen uns bewusst sein, dass unsere Zeit der des Arianismus gleicht und wir immer mit großer Vorsicht darauf achten müssen, dass wir nicht, ohne es zu merken, vergiftet werden.

Wir dürfen die Macht der Ideen, die die Luft in einer Zeit erfüllen,
nicht unterschätzen,
die Ansteckungsgefahr eines geistigen Klimas,
in dem wir täglich leben und auch nicht die Gefahr der Abstumpfung durch die Gewohnheit.
Am Anfang sieht man vielleicht die Verwüstung des Weinbergs an einer Stelle und reagiert in der richtigen Weise. Aber „gutta cavat lapidem - non vi sed saepe cadendo",
„Steter Tropfen höhlt den Stein" - nach einiger Zeit schon gewöhnt man sich daran.
Dazu trägt noch die Tatsache bei, dass die Verwüstung des Weinbergs ja ein wachsender Prozess ist und so erscheint uns in einem fortgeschritteneren Stadium der Verwüstung das schon als harmlos, was einem früheren Stadium angehört.
Wir werden abgestumpft einerseits durch die Gewohnheit, andererseits durch die Tatsache, dass die Verwüstung fortschreitet und im Lichte der fortgeschrittenen Verwüstung das Frühere harmlos erscheint.

Aber noch schlimmer als die Abstumpfung ist die Ansteckung.
Die erste Bedingung, um keinem von beiden zum Opfer zu fallen ist:
Uns völlig der außergewöhnlichen Situation bewusst zu sein in der wir heute leben.
Der heilige Petrus sagt uns:
« Fratres, sobrii estote et vigilate, quia adversarius vester diabolus tamquam leo rugiens circuit quaerens quem devoret",
„Seid wachsam, Brüder, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlinge"

Diese Wachsamkeit bezog sich noch vor 50 Jahre vor allem auf unsere Versuchungen zur Sünde, auf die Gefahr, Gott zu beleidigen durch Sünden der Unreinheit, des Pharisäismus, des Hochmuts, der Habgier, des Ehrgeizes und des Mangels an Nächstenliebe, auf den Ungehorsam gegen die Gebote Gottes.
Gewiss, auch damals bestand die Gefahr der Versuchung durch Geistesströmungen der Zeit, die mit der Offenbarung Christi nicht vereinbar waren
-aber diese Strömungen blieben außerhalb der Kirche und es bestand die Gefahr, durch sie von der Kirche abzufallen (was oft genug vorkam).

Aber heute entfalten sich diese Geistesströmungen innerhalb der Kirche.
Wir hören sie in Predigten und Hirtenbriefen, lesen sie in Büchern weitbekannter Theologen.
Da sie sich ungestört entfalten können, ist es für den schlichten Gläubigen viel schwerer,
sie in ihrer Unverträglichkeit mit dem „depositum catholicae fidei" zu erkennen.

Wir müssen darum den Aufruf des heiligen Petrus zur Wachsamkeit auch in ganz besonderer Weise auf die Wachsamkeit gegenüber Häresien in der Kirche beziehen.
Wir müssen uns stärker vergewissern, ob nicht in neuen Büchern katholischer Theologen, in Predigten Häretisches enthalten ist.

Früher war das „Imprimatur" eine große Garantie und erst recht der Index.

Aber heutzutage ist es an uns, eine besondere Wachsamkeit zu entwickeln,
ein heiliges Misstrauen, denn wir leben nicht nur in einer verpesteten Welt, sondern in einem verwüsteten Weinberg
.
Diese Wachsamkeit, diese heilige Furcht vor Ansteckung verlangt Gott von uns in dieser Prüfung.

Es wäre ein Mangel an Demut, wenn wir glaubten, eine Ansteckung komme für uns nicht in Frage.
Es wäre eine auf Hochmut beruhende falsche Sicherheit zu glauben,
man sei immun.
Jeder muss sich seiner Gebrechlichkeit bewusst sein und diese Wachsamkeit als eine Forderung Gottes in der Prüfung, durch die wir gehen, ansehen.

Wir müssen uns nähren mit dem Gedankengut der großen Theologen der Vergangenheit,
den Werken des heiligen Augustinus, Anselm, Thomas, Franz von Sales und Kardinal Newman.
Wappnen wir unsere Seele gegen das Eindringen des Giftes durch das Lesen der von dem Tridentinischen und dem 1. Vatikanischen Konzil ausgesprochenen Verurteilungen von Irrtümern.
Schärfen wir unseren Sinn für das spezifisch übernatürliche Ethos durch die Lektüre der Heiligenleben.
Bewahren wir den lebendigen Kontakt mit den Heiligen, bitten wir sie um ihre Fürsprache.
Und weiterhin müssen wir mit allen Kräften kämpfen
- jeder im Rahmen der ihm gegebenen Möglichkeiten –
gegen alle Häresien, die heute ohne erneute Verurteilung, ohne Anathema, ohne Exkommunikation der Häretiker täglich verbreitet werden.

Lassen wir uns nicht durch Phrasen über die Einheit der Katholiken hindern, an diesem heiligen Kampf teilzunehmen.
Vergessen wir nicht, dass der heilige Franz von Sales
- der Heilige der Sanftmut - uns in der „Introduction a la vie devote" zuruft:
„Ich nenne hier vor allem die offenkundigen Feinde Gottes und seiner Kirche; sie muss man offen anprangern, soviel man nur kann.
Es ist ein Liebesdienst, laut vor dem Wolf zu warnen, wenn er in die Schafherde einbricht oder sie umschleicht.
""

-


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 05.02.2019 23:22 | nach oben springen

#389

RE: Die "neue Kirche"

in Diskussionsplattform Kirche 06.02.2019 23:22
von Aquila • 5.547 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Angesichts der in den vorigen Beiträgen zitierten antikatholischen "Forderungs"-Pamphlete liberaler Gruppierungen lesen sich die Beschreibungen des englischen Konvertiten Kardinal Manning aus dem Jahre 1861(!) als sich heute augenscheinlich erfüllt habende Prophetie:

-

"Der Prophet Daniel sagt im zehnten Kapitel, daß zur Zeit des Endes viele ausgeschieden, gereinigt und – wie im Feuer bewährt werden;
die Gottlosen aber werden gottlos handeln, und alle die Gottlosen werden es nicht verstehen, aber die Erleuchteten werden es verstehen, das heißt,
viele, die den Glauben erkannt haben, werden ihn verlassen.
Von den Erleuchteten werden einige fallen,
das heißt, sie werden abfallen von ihrer Treue gegen Gott. Und wie soll dies geschehen?
Teils aus Furcht, teils aus Täuschung, teils aus Feigheit, teils weil sie nicht für eine unpopuläre Wahrheit gegen eine populäre Lüge sich erheben wollen,
teils weil die vorherrschende öffentliche Meinung....
die Katholiken so einschüchtert, daß sie es nicht wagen, ihre Grundsätze zu bekennen...."

-


zuletzt bearbeitet 06.02.2019 23:26 | nach oben springen


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