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#1091

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 19.01.2020 09:22
von Blasius • 2.778 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

19. Januar 2020
Unterricht für den zweiten Sonntag nach Erscheinung – Hochzeit zu Kana


Im Eingang zur heiligen Messe lädt uns die Kirche ein, Gott für die Menschwerdung seines Eingebornen zu danken. „Alles Land bete Dich an, lobsinge deinem Namen. – Jauchzet zu Gott, alle Lande, lobsinget seinem Namen; lasset herrlich erschallen sein Lob!“ (Ps. 65, 1-4)

Gebet der Kirche.
Allmächtiger, ewiger Gott, der Du alles, was im Himmel und auf Erden ist, regierest, erhöre nach deiner Milde auch die Bitten deines Volkes und schenke uns ruhige, friedliche Tage; durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen.

Evangelium nach dem hl. Johannes. Kap. 2, Vers 1-11

Zu derselben Zeit war eine Hochzeit gehalten zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu Ihm: Sie haben keinen Wein! Jesus aber sprach zu ihr: Weib! Was habe Ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Da sagte seine Mutter zu den Dienern: Was Er euch sagt, das tut. Es standen aber daselbst sechs steinerne Wasserkrüge, die zu den bei den Juden üblichen Reinigungen bestimmt waren, wovon ein jeder zwei bis drei Maß hielt. Jesus sprach zu ihnen: Füllet die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis oben. Und Jesus sprach zu ihnen: Schöpfet nun und bringt es dem Speisemeister! Und sie brachten es ihm. Als der Speisemeister das Wasser kostete, welches zu Wein geworden war, und nicht wußte, woher das wäre, (die Diener, welche das Wasser geschöpft hatten, wußten es), rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein auf und dann, wenn man sich satt getrunken, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt aufbewahrt. Diesen Anfang der Wunder machte Jesus zu Kana in Galiläa, und Er offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an Ihn.

Warum hat sich Jesus mit seiner Mutter und seinen Jüngern zur Hochzeit begeben?

1) Um die gottesfürchtigen Brautleute zu ehren. –

2) Um uns durch sein eigenes Beispiel zu zeigen, daß es erlaubt sei, bei unschuldigen Freuden zu erscheinen und mit den Fröhlichen fröhlich zu sein. –

3) Um uns zu lehren, daß der Ehestand Gott wohlgefällig sei. –

4) Um seinen Jüngern sich als Gott und Messias zu offenbaren und ihren Glauben an Ihn zu stärken.

O, wenn doch alle Hochzeiten so gefeiert würden, daß Jesus und Maria dabei sein könnten! Wie glücklich würden die Ehen werden!

Warum hat sich Maria dieser Brautleute angenommen, da es an Wein fehlte?

Weil sie sich ihrer erbarmte. Sie ist eine Mutter der Barmherzigkeit und eine mildherzige Fürsprecherin für alle betrübten und verlassenen Menschen, die Gott fürchten. – Lernen wir daraus, wie wir vorzüglich der verschämten Armen uns annehmen sollen und, wenn wir selbst nicht imstande sind, der Not unserer Mitmenschen abzuhelfen, ihnen wenigstens durch unsere Fürsprache zu Hilfe kommen und auch in unseren eigenen Nöten zu Maria unsere Zuflucht nehmen sollen.

Was bedeuten die Worte Jesu: „Weib! Was habe ich mit dir zu schaffen“?


Nach dem hebräischen Sprachgebrauch haben diese Worte nichts Abstoßendes, sondern ungefähr den Sinn: „Mutter sei unbekümmert; Ich werde für das Nötige sorgen, sobald der von meinem Vater bestimmte Augenblick kommt. Dieser aber ist noch nicht gekommen.“ Christus verletzte also mit diesen Worten die seiner Mutter schuldige Achtung nicht, wies sie aber doch darauf hin, daß Er von nun an nach den Befehlen eines Höheren, nämlich nach den Befehlen seines himmlischen Vaters handeln müsse. Dadurch wollte Er uns lehren, daß wir in allen Dingen die von Gott bestimmte Zeit abwarten und in den Gott und seine Ehre betreffenden Dingen, ohne alle menschlichen Rücksichten, nur nach der göttlichen Anordnung handeln sollen.

Warum befahl Christus, den Wein dem Speisemeister zu bringen?


1) Damit die Ordnung erhalten würde und die Gäste den Wein nicht missbrauchen könnten;

2) damit der Speisemeister davon kosten und das geschehene Wunder bezeugen könnte, auf daß die Jünger und alle Anwesenden an Ihn glauben möchten.

Was bedeutet der Mangel an Wein im geistigen Leben?

Es kann darunter der Mangel an wahrer christlicher Liebe unter den Eheleuten verstanden werden, welcher bei denen vorkommt, die nur aus irdischen oder gar sündhaften Gründen den Ehestand antreten. Über diese wird viel Leid kommen. Wenn sie aber Gott und Maria recht bitten, wird Gott die Wasser der Trübsale verwandeln in den Wein duldender Liebe.

Übung.
In leiblicher und geistiger Not nimm deine Zuflucht vertrauensvoll zu Maria, besonders wenn du im Ehestand bist und viele Leiden hast.

Gebet.
O mein liebster Jesus! Gib, daß auch ich Dich als meinen Gott und Heiland erkenne. Verwandle in mir das Wasser der Lauigkeit in den Wein feuriger Liebe zu Dir und zu meinen Mitmenschen, damit ich durch diese Liebe einst zu den ewigen Freuden gelange. Amen. –

in: Leonhard Goffine, Ord. Praem.; Unterrichts-
und Erbauungsbuch oder Katholische Handpostille, 1885, S. 89 – S. 92

https://katholischglauben.info/unterrich...chzeit-zu-kana/


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 19.01.2020 09:25 | nach oben springen

#1092

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 20.01.2020 08:09
von Blasius • 2.778 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,


20. Januar 2020
Wie die Heiligen U. L. Frau ihre liebe Mutter mit dem Salve Regina begrüßen

1 Wie die Heiligen U. L. Frau ihre liebe Mutter mit dem Salve Regina begrüßen
1.1 Heiliger Alphons Liguori
1.2 Heiliger Bonaventura
1.3 Heilige Gertrudis
1.4 Gottselige Reparata
1.5 Sel. Kolumba
1.6 Heiliger Johannes von Gott
1.7 Heiliger Bonaventura
1.8 Heiliger Philipp Neri


Heiliger Alphons Liguori
Der heilige Alphons Liguori hatte dieses Gebet so lieb, daß er ein eigenes Buch hierüber schrieb, „die Herrlichkeiten Maria`s“ genannt, in welchem er den Inhalt dieses Gebetes fast Wort für Wort auf eine wunderliebliche, die Seele tief ergreifende und tröstende Weise erklärt. Er sagt von diesem Gebet, daß dasselbe von der Kirch gut geheißen und den größten Teil des Jahres hindurch den Geistlichen zu beten vorgeschrieben sei, und darin auf bewunderungswürdige Weise die Barmherzigkeit und Macht Mariens geschildert werde.

Heiliger Bonaventura

Der heilige Bonaventura betete das Salve Regina überaus gerne und schrieb eine eigene Abhandlung darüber; der heilige Bernard verherrlichte dies Gebet durch mehrere Reden, und der ehrwürdige Franziskus Retza aus dem Orden des heiligen Dominikus schrieb drei sehr gelehrte Bücher hierüber. Während er die Bücher schrieb, betete oder sang er immer vor der Arbeit das Salve Regina, und grüßte Maria mit diesem Gesang, wenn er von einem Ort zum andern ging. Ja, wenn er nur den Namen Maria hörte, entfloss seinen Lippen das Salve. Nachdem er 84 Jahre alt geworden, und am Fest Mariä Geburt starb, sang er noch vor seinem Tode mit lieblicher Stimme das Salve Regina.

Heilige Gertrudis
Die heilige Gertrudis sang am Fest Mariä Geburt nach der Komplet im Chor die Antiphon: Salve Regina. Bei den Worten: „Eja, unsere Fürsprecherin“, sah sie die allerseligste Jungfrau, wie mit den stärksten Seilen herab gezogen, sogleich zu ihr kommen. Daraus erkannte sie nun, daß, wenn man ihre Fürsprache anruft, sie nicht umhin kann, unsere Bitte gnädig zu erhören. Als man die nächst folgenden Worte sang: „Wende deine barmherzigen Augen zu uns“, wendete U. L. Frau die Augen ihres göttlichen Sohnes der Erde zu, und sprach, das seien ihre barmherzigen Augen, welche sie den ihren Beistand Anrufenden dergestalt zuwende, daß diese davon reichliche Früchte des ewigen Heiles erlangen. Gleich darauf ermahnte sie der Herr, tagtäglich wenigstens einmal seine Mutter durch folgende zwei Verse zu begrüßen: „Eja, also, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen zu uns!“ und gab ihr die Versicherung, daß sie einst in der Stunde des Todes davon großen Trost empfangen würde. –

Dann opferte die heilige Gertrudis U. L. Frau hundert und fünfzig Ave Maria, welche sie zu ihrer Ehre betete, auf, und flehte inständigst zu ihrer mütterlichen Liebe, sie möchte ihr doch in der Stunde ihres Todes beistehen. Und alle Worte, welche Gertrudis sprach, wurden gleich Goldstücken vor dem Thron des Herrn aufgeopfert, und von diesem seiner Mutter dargereicht, welche dieselben zum Nutzen und Trost der heiligen Gertrudis verwendete, um sie in der Stunde ihres Todes zu stärken und vor dem schrecklichen Gericht des Herrn sicher zu stellen. – (In vita)

Gottselige Reparata
Die gottselige Reparata aus dem Orden des heiligen Franziskus sah gewöhnlich, wenn von ihren Mitschwestern im Chor das Salve gesungen wurde, die seligste Jungfrau mitten unter ihnen hin- und hergehen, und ein großes Wohlgefallen an ihrem Gesang zeigen. Reparata konnte sich bei dieser Erscheinung nicht still halten, sondern sie fiel in tiefster Ehrfurcht vor der hohen Himmelskönigin auf die Knie. Dies sah die Oberin, welche sie sogleich über ihr auffallendes Benehmen fragte. Reparata, die gerne geschwiegen hätte, musste nun aus Gehorsam sagen, was sie gesehen. (Auriema.)

Anmutung

Ist nun dieses schöne Gebet U. L. Frau so angenehm, und selbst ihrem göttlichen Sohn wohlgefällig, so bete es gerne, christliche Seele, und so oft du kannst, wenigstens alle Tage abends, ehe du schlafen gehst, und wenn du die Worte sprichst: „Wende deine barmherzigen Augen zu uns“, dann bitte sie, dich in deinem Sterbestündlein nicht zu verlassen. Der heilige Anselm sagt: „Notwendig müssen diejenigen, zu denen Maria ihre Augen wendet, und für welche sie bittet, der ewigen Glorie teilhaftig werden.“ Verrichte aber dies Gebet immer mit herzinniger Andacht, und du wirst es nie ohne Segen tun.

Sel. Kolumba

Die selige Kolumba von Mailand aus dem Orden des heiligen Dominikus grüßte einmal mit ihren Mitschwestern U. L. Frau mit dem Salve. Da sah man aus ihrem Mund eine Feuerflamme hervor gehen, die bis zum Gewölbe der Kirche sich erhob, zum Zeichen, mit welch liebeglühendem Herzen sie dieses Gebet verrichtete. (Auriema.)

Heiliger Johannes von Gott
Der heilige Johannes von Gott betete einmal vor dem Bild U. L. Frau zu Guadalupe, und grüßte sie ehrerbietig mit dem Salve. Als er zu den Worten kam: „Wende deine barmherzigen Augen zu uns“, öffnete sich plötzlich der Vorhang, mit welchem das heilige Bild gewöhnlich bedeckt ist, und Maria sah ihn mit freundlichem Blick an. Auf das Geräusch, welches entstand, als der Vorhang sich erhob, lief eilig der Sakristan herbei. Als dieser den Vorhang vor dem Bild weg gezogen und Johannes vor demselben knien sah, glaubte er, er sei ein Dieb, der sich herbei geschlichen, um das Bild seiner Kostbarkeiten zu berauben. Er überhäufte daher den Heiligen mit Schmachreden, schlug und stieß ihn und wollte ihn zur Kirche hinaus jagen. Aber in diesem Augenblick verdorrte der Fuß, den er gegen den Heiligen erhoben, und halbtot fiel er zu Boden. Wie dies der Heilige sah, neigte er sich vor Mitleid zu dem Unglücklichen, und sagt ihm er möge mit möglichster Andacht das Salve Regina beten. Der Sakristan tat es, und noch hatte er das Gebet nicht geendet, als er gesund an allen Gliedern wieder sich erhob. (Auriema.)

Heiliger Bonaventura
Der heilige Bonaventura erzählt im Leben des heiligen Franz von Assisi, daß ein Weib sieben Tage heftige Geburtsschmerzen gelitten, und dadurch dem Tode nahe kam. Verlassen von aller menschlichen Hilfe flehte sie zum heiligen Franziskus um Beistand. Da erschien ihr während des Schlafes der Heilige und fragte sie, ob sie das Salve Regina beten könne. „Jawohl“, antwortete das Weib. Der Heilige gebot ihr, dies gebet zu verrichten. Sie erwacht, betet mit großem Vertrauen dies Gebet, und als sie zu den Worten kam: „Wende deine barmherzigen Augen zu mir“, ward sie glücklich entbunden.

Heiliger Philipp Neri
Im Leben des heiligen Philipp Neri wird erzählt, daß eines Tages ein Mensch, welcher dem Laster der Unreinigkeit ergeben war, zu ihm kam, um ihm zu beichten. Der Heilige nahm ihn mit vieler Liebe und Güte auf, und nachdem er das Bekenntnis aller seiner Ausschweifungen angehört hatte, sagte er liebreich zu ihm: „Ich verlange nicht viel von dir, ich lade dich ein, auf die Mutter der göttlichen Gnade dein Vertrauen zu setzen, täglich siebenmal das Salve Regina zu beten und ebenso oft sie Erde zu küssen, indem die dabei sprichst: „Es kann geschehen, daß ich bald sterbe.“ Das Beichtkind versprach es ihm und hielt Wort. Er führte von jenem Augenblick an ein christliches Leben und starb vierzehn Jahre nachher, erfüllt mit Dankbarkeit und Liebe zu Maria, seiner guten Mutter, eines heiligen Todes,

Vor einigen Jahren will sich ein Missionar an einen Ort begeben, wohin der Weg durch einen Wald führte. Mehrere seiner Schüler begleiten ihn. Da hören sie das Brüllen eines Löwen, der ganz nahe im Gesträuch stand. Schrecken und Entsetzen ergriff alle; sie glaubten sich rettungslos verloren. Der Missionar aber vertraut auf die Hilfe U. L. Frau. Er stimmt mit seinen Schülern das Salve Regina an, und siehe da, der Löwe entfernt sich, und sie gehen ungehindert ihren Weg fort. (Annalen des Glaubens.)

Der fromme Mönch Cäsarius von Haisterbach erzählt, daß ein Priester durch das Salve Regina von der Furcht vor Blitz und Ungewitter befreit worden sei. Es erschien ihm nämlich U. L. Frau, als er am Altar betete, und sprach zu ihm, bete gern und oft das Salve Regina, und Blitz und Ungewitter, die du so sehr fürchtest, werden dir nicht schaden. (Spinelli Thronus Dei Maria.) –

aus: Georg Ott, Marianum Legende von den lieben Heiligen, Erster Teil, 1869, Sp. 260 – Sp. 263

https://katholischglauben.info/warum-die...e-regina-beten/


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 20.01.2020 08:10 | nach oben springen

#1093

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 21.01.2020 09:33
von Blasius • 2.778 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,


„Den unergründlichen Reichtum Christi verkünden“

(Eph 3,8)

Die Weitergabe des Christlichen Glaubens besteht in erster Linie in der Verkündigung Jesu Christi: sie soll zum Glauben an ihn führen. Bon Anfang an brannten die ersten Jünger vor verlangen, Christus zu verkünden: „Wir können unmöglich von dem schweigen, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apg 4,20). Und sie laden die Menschen aller Zeiten ein, in die Freude ihrer Gemeinschaft mit Christus einzutreten:

„Was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: das Wort des Lebens. Denn das Leben wurde offenbart; wir haben gesehen und bezeugen und verkünden euch das ewige Leben, das beim Vater war und uns offenbart wurde. Was wir gesehen und gehört haben, das verkünden wir auch euch, damit auch ihr Gemeinschaft mit uns habt. Wir aber haben Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. Wir schreiben dies, damit unsere Freude vollkommen ist“ (1 Joh 1,1-4)


Quelle: Katechismus der Katholischen Kirche – Oldenbourg – Benno – Paulusverlag – Veritas
Benno Hofschulte

Liebe Grüße, Blasius

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#1094

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.01.2020 09:23
von Blasius • 2.778 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,


Mariä Vermählung - 23. Januar


Gottes eingeborener Sohn sollte nach Gottes weiser Vorsehung nicht als das Kind einer alleinstehenden Jungfrau-Mutter diese Erde betreten. Das wäre auch, so wie die Dinge damals lagen, nahezu unmöglich gewesen. Nicht nur, dass der Verdacht sündiger Unehelichkeit vom Messias kaum hinwegzuwischen gewesen wäre. Nicht nur, dass dazumal eine alleinstehende Frau sich kaum in einer anständigen Form hätte durchs Leben schlagen können. Vor allem hätte dem Messias seine Ahnenreihe gefehlt, und er wäre nicht als der verheißene Sohn Davids angesehen worden. Denn das ging nach jüdischem Recht nur durch den Vater, gleichgültig, ob es ein natürlicher oder ein gesetzlicher war.



Deshalb musste Jesus wenigstens vor dem Gesetz einen irdischen Vater haben. Darum musste Maria vor dem Gesetz wahrhaft Ehefrau sein, wenn sie es auch nicht dem Fleische nach zu sein brauchte. Das ist die bedeutsame Rolle, die Gott dem heiligen Josef in seinen Heilsplänen zugedacht hatte. Es hatte demnach einen tiefen Sinn, wenn die christlichen Künstler so gerne die Vermählung Mariens mit dem heiligen Josef dargestellt haben und mancherorts dieser Heilstatsache in einem eigenen Fest gedacht wird (wurde).

Es entspricht nicht der Auffassung unserer heiligen Kirche, wenn man ob der Jungfräulichkeit dieser Ehe in ihr nur ein Schutz- und Trutzbündnis sehen wollte. Die Heilige Schrift bezeichnet vielmehr Maria ganz klar als eine Angetraute und spricht von ihrer Heimführung. Es war eine wahre eheliche Verbindung, und die heilige Jungfrau war dem heiligen Josef in ehelicher Liebe und Treue zugetan. Aber etwas Besonderes hatte diese Ehe außer ihrer jungfräulichen Durchführung noch aufzuweisen. Sie war einzig und allein von Gott angeordnet um Christi willen und hatte nur in Christus ihre Sinnerfüllung. „Damit jene heilige Frucht in ihr empfangen und erzogen werde“, so deutet der große Lehrer der Kirche, der heilige Thomas, diese eheliche Verbundenheit.



Durch diese Ehe hat jede Ehe unter Getauften eine übernatürliche Wesensbeziehung auf Christus. Christen, die die Ehe ansäen als ein bloß weltlich Ding, wären nicht vom echten christlichen Ehewillen erfüllt. In dieser Gestalt hätte der Herr sie niemals zur Würde eines Sakramentes erhoben. Darum spricht der heilige Paulus mit Recht von dem großen Geheimnis der Ehe; aber, so fügt er hinzu: in Christus. Jede christliche Ehe ist in erster Linie dafür da, dass Christus in ihr werde und zum Mannesalter heranreife. Und das in doppelter Weise. Einmal, damit durch sie der mystische Herrenleib, unsere Kirche, in den getauften Kindern christlicher Eltern neue Glieder gewinne, die nach dem Bild des Eingeborenen vom Vater gestaltet sind. Sodann, damit durch das zweieinige Leben, durch das gegenseitige Sichhelfen und Belehren in den Seelen der Eheleute selbst das Bild Christi immer reifer und reicher sich forme. Christliche Eheleute müssen daher recht oft auf den heiligen Ehebund zwischen Josef und Maria schauen.


Kirchengebet


Gott, du wolltest die jungfräuliche Geburt deines eingeborenen Sohnes durch die Vermählung seiner Mutter Maria mit dem gerechten Josef ehrbar erweisen, lass uns, wir bitten dich, das Geheimnis einer so außerordentlichen Ehe auf Erden würdig verehren und der himmlischen Hochzeit teilhaftig werden.



Zur Geschichte des Festes: Den historischen Untergrund für dieses Fest bildet der Bericht im Evangelium. Dieser besagt, dass schon vor der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel zwischen Maria und Josef eine Verbindung bestand, die später ausdrücklich gutgeheißen wurde, als der Engel den heiligen Josef über seine Stellung zu Maria und dem Kind, das sie empfangen hatte, unterrichtete.



Das eigentliche Fest „Mariä Vermählung“ geht zurück auf die persönliche innige Verehrung des heiligen Josef durch einen Kanonikus von Chartres in Frankreich. Dieser ließ durch den Kanzler Gerson zu dem Festgeheimnis „Vermählung Mariä mit dem heiligen Josef“ eigene Tagzeiten verfassen, die bald die kirchliche Gutheißung erhielten.

Von einem Apostolischen Legaten erwirkte dieser Kanonikus die Erlaubnis, das Fest Mariä Vermählung zunächst in Chartres feiern zu dürfen (Anfang des 15. Jahrhunderts). 1537 wurde diese Festfeier durch Paul III. dem Franziskanerorden gestattet. Seit dem 17. Jahrhundert fand das Fest eine immer weitere Verbreitung, bis dann Benedikt XIII. im Jahre 1725 die Feier in der ganzen Kirche gestattete. Seit der Kalenderreform im Jahr 1913/14 ist dieses Fest nicht mehr ein Allgemeinfest der ganzen Christenheit, sondern nur noch ein Eigenfest verschiedener Kirchen.



(Prof. Dr. Carl Feckes, "So feiert dich die Kirche", Maria im Kranz ihrer Feste, 1957, Steyler Verlagsbuchhandlung)

* * *



Aus dem "Marianischen Festkalender", Regensburg, Verlag Georg Joseph Mauz, 1866:



Auch Maria sollte dem Gebot des Herrn nachkommen, das da lautet: "Lass die Töchter freien, doch so, dass sie unter dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters freien, damit nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einem Stamm zum andern. Alle Männer sollen Frauen nehmen ihres Stammes und ihrer Verwandtschaft und alle Töchter ebenso Männer aus ihrer Zunft, damit das Erbe bei den Familien bleibe." (Numeri 36,6) Maria war die Erbtochter Davids und sollte ihrem nächsten Verwandten, dem Joseph die Hand reichen. Man unterscheidet gewöhnlich: die Werbung, das Eheversprechen und die eigentliche Eingehung der Ehe. Hierüber diene Folgendes zur Belehrung und Erbauung.



Die heilige Jungfrau lebte mit mehreren anderen Jungfrauen am Tempel unter der Aufsicht von frommen Matronen. Als nun die heilige Jungfrau ihr vierzehntes Jahr erreicht hatte und nebst sieben anderen Mägdlein zur Ehe entlassen werden sollte, sah ich (erzählt die gottselige Nonne Katharina Emmerich), dass die Mutter Anna zu ihr an den Tempel auf Besuch gekommen war. Als man der Jungfrau verkündigte, dass sie den Tempel verlassen und sich verehelichten sollte, sah ich die heilige Jungfrau sehr in ihrem Herzen bewegt den Priestern erklären, sie verlange nie den Tempel zu verlassen, sie habe sich Gott allein verlobt und verlange sich nicht zu verehelichen. Es wurde ihr aber dann gesagt, dass sie sich vermählen müsse. Zu ihrem Trost vernahm sie bald eine himmlische Stimme, die ihr Trost und Stärke verlieh, in ihre Verehelichung einzuwilligen.



Als der Hohepriester auf dem Stuhl vor dem Allerheiligsten saß, und in einer Pergamentrolle las, wurde ihm die Hand auf die Stelle des Propheten Jesaja gelegt, darin es hieß: es wird ein Zweig aus der Wurzel Jesse aufgehen und eine Blüte wird aus seiner Wurzel aufsteigen.



Man sandte nun Boten im Land umher und berief alle unverheirateten Männer aus dem Stamm Davids zum Tempel. Als sich viele von ihnen in feierlichen Kleidern im Tempel versammelt hatten, wurde ihnen die heilige Jungfrau vorgestellt und ich sah einen sehr frommen jungen Mann aus der Gegend von Betlehem unter ihnen. Auch er hatte immer mit großer Innigkeit um die Erfüllung der Verheißung gebetet, und ich erkannte in seinem Herzen ein heißes Verlangen, der Gemahl Mariä zu werden. Diese aber zog sich wieder in ihre Zelle zurück, vergoss heilige Tränen und vermochte nicht zu denken, dass sie nicht eine Jungfrau bleiben sollte.



Der Hohepriester überreichte nun allen den anwesenden Männern nach der inneren Unterweisung, die er erhalten, einzelne Zweige, und befahl ihnen, jeder sollte seinen Zweig mit seinem Namen bezeichnen und während des Gebetes und Opfers in Händen halten. Als sie dies getan hatten, wurden die Zweige von ihnen gesammelt und auf einen Altar vor das Allerheiligste gelegt und ihnen verkündet, dass der aus ihnen, dessen Zweig erblühen würde, vom Herrn bestimmt sei, mit der Jungfrau Maria von Nazareth vermählt zu werden.



Während die Zweige vor dem Allerheiligsten lagen, wurde das Opfer und das Gebet fortgesetzt und ein Jüngling, Agabus mit Namen, schrie unter einer Halle des Tempels mit ausgebreiteten Armen heftig zu Gott und brach in helle Tränen aus, als ihnen allen die Zweige wieder zurückgegeben wurden mit der Ankündigung, dass keiner derselben erblüht und also keiner von ihnen der von Gott bestimmte Bräutigam dieser Jungfrau sei. Die Männer wurden nun nach ihrer Heimat entlassen, jener Jüngling aber begab sich auf den Berg Karmel zu den dort seit den Zeiten des Elias einsiedlerisch lebenden Prophetensöhnen, wo er von nun an im steten Gebet um die Erfüllung der Verheißung lebte.



Auf den Befehl des Hohenpriesters kam nun Joseph in seinen besten Kleidern nach Jerusalem zum Tempel. Auch er musste hier unter Gebet und Opfer einen Zweig in seiner Hand halten, und als er ihn vor das Allerheiligste auf den Altar hinlegen wollte, blühte oben eine weiße Blüte gleich einer Lilie aus ihm hervor und es kam eine Lichterscheinung wie vom Heiligen Geist über ihn. Nun wurde Joseph als der von Gott bestimmte Bräutigam der heiligen Jungfrau erkannt und ihr in Gegenwart ihrer Mutter von den Priestern vorgestellt. Maria, ergeben in den Willen Gottes, nahm ihn als ihren Bräutigam demütig an, denn sie wusste, dass bei Gott, der ihr Gelübde, ihm mit Leib und Seele allein zu gehören, angenommen hatte, alles möglich sei.



Die Hochzeit Mariä und Josephs, die sieben bis acht Tage dauerte, wurde zu Jerusalem am Berg Sion in einem Haus gehalten, das oft zu solchen Festen vermietet wurde. Es waren außer den Lehrerinnen und Mitschülerinnen Mariä von der Tempelschule viele Verwandte Annas und Joachims zugegen, unter andern eine Familie aus Gophea mit zwei Töchtern. Die Hochzeit war sehr feierlich und reichlich. Es wurden viele Lämmer geschlachtet und geopfert. Besonders aber war die hochzeitliche Kleidung der heiligen Jungfrau so ausgezeichnet schön und festlich, dass die anwesenden Frauen auch noch in ihrem Alter gern davon sprachen.



Joseph hatte einen langen, weiten, müllerblauen Rock an, von der Brust bis zum Saum wieder mit Schnüren und Knöpfen geschlossen.



Der Trauring Mariens ist weder von Silber noch Gold noch anderem Metall. Er ist von düsterer Farbe und schillert. Er ist kein schmaler dünner Reif, sondern ziemlich dick und wohl einen Finger breit. Ich sah ihn glatt und doch als sei er wie gepflastert mit kleinen regelmäßigen Dreiecken bezeichnet, worin Buchstaben standen.



An der einen Seite, die man nach innen der Hand schob, hat er eine platte Fläche. Es ist der Ring mit etwas bezeichnet. Ich sah ihn hinter vielen Schlössern verwahrt in einer Kirche, fromme Leute, die sich verheiraten wollen, lassen ihre Trauringe daran anrühren.



Der Trauring Mariens befindet sich in Perugia und wird dort am 3. August jeden Jahres dem Volk gezeigt.



Aus dem, was die selige Klosterfrau Maria von Agreda über die Vermählung mit Joseph berichtet, sei Folgendes angeführt.



Joseph war damals dreiunddreißig Jahre alt, war von einnehmender Persönlichkeit und gefallenden Gesichtszügen. Sein ganzes Wesen war sittlicher Ernst. Vom zwölften Jahr an hatte er das Gelübde der Keuschheit abgelegt . . . Nach der Vermählung sagten sich beide eine keusche Zuneigung zu und gelobten einander, wie Geschwister zusammen zu leben . . . Nun folgte die Verteilung der Verlassenschaft von Mariens Eltern. Ein Teil bekam der Tempel, der andere wurde den Armen zugewiesen, der dritte blieb in Josephs Verwaltung . . . Joseph war von Anfang an mit solcher Ehrerbietung gegenüber Maria erfüllt, dass keinerlei irdische Neigung in seinem Herzen zu ihr aufkam. Es strahlte ihm immerfort aus dem Antlitz seiner Gemahlin ein Glanz göttlichen Lichtes entgegen, das ihre Züge zu unaussprechlicher Majestät verklärte. Sie glich Mose, da er vom Berg herabkam, weil Mariens Verkehr mit Gott anhaltender und vertraulicher gewesen war.

https://www.marianisches.de/marienfeste/...ermählung/

Liebe Grüße,, Blasius

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#1095

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 24.01.2020 07:07
von Blasius • 2.778 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Katechismus der Katholischen Kirche
§§ 74–79 (© Libreria Editrice Vaticana)

„Er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten“
Gott ,,will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen“ (1 Tim 2,4), das heißt zur Erkenntnis Jesu Christi (vgl. Joh 14,6). Deshalb muss Christus allen Völkern und Menschen verkündet werden und die Offenbarung bis an die Grenzen der Erde gelangen. […] „Christus, der Herr, in dem die ganze Offenbarung des höchsten Gottes sich vollendet, hat den Aposteln den Auftrag gegeben, das Evangelium, das, vordem durch die Propheten verheißen, er selbst erfüllt und mit eigenem Munde verkündet hat, als die Quelle aller heilsamen Wahrheit und Sittenlehre allen zu predigen und ihnen so göttliche Gaben mitzuteilen“ (DV 7).

Dem Willen des Herrn entsprechend geschah die Weitergabe des Evangeliums auf zwei Weisen: – mündlich „durch die Apostel, die in mündlicher Predigt, durch Beispiel und Einrichtungen das weitergaben, was sie entweder aus Christi Mund, im Umgang mit ihm und durch seine Werke empfangen oder unter der Eingebung des Heiligen Geistes gelernt hatten“; – schriftlich „durch jene Apostel und apostolischen Männer, die unter der Inspiration desselben Heiligen Geistes die Botschaft vom Heil niederschrieben“.

„Damit aber das Evangelium in der Kirche stets unversehrt und lebendig bewahrt werde, haben die Apostel als ihre Nachfolger Bischöfe zurückgelassen, denen sie ihr eigenes Lehramt übergaben“ (DV 7). Denn es musste „die apostolische Predigt, die in den inspirierten Büchern in besonderer Weise ausgedrückt wird, in ununterbrochener Folge bis zur Vollendung der Zeiten bewahrt werden“.

Diese lebendige Weitergabe, die im Heiligen Geist geschieht, wird – als von der Heiligen Schrift verschieden, aber doch eng mit ihr verbunden – „Überlieferung“ genannt. „So setzt die Kirche in ihrer Lehre, ihrem Leben und ihrem Kult fort und übermittelt allen Geschlechtern alles, was sie selber ist, alles, was sie glaubt“. „Die Aussagen der heiligen Väter bezeugen die lebendigmachende Gegenwart dieser Überlieferung, deren Reichtümer sich in Tun und Leben der glaubenden und betenden Kirche ergießen“ (DV 8). So bleibt die Selbstmitteilung des Vaters durch sein Wort im Heiligen Geist in der Kirche zugegen und wirksam […].

(DV: siehe II. Vatikanisches Konzil, „Dei Verbum“, §§ 7–8)


Liebe Grüße, Blasius

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