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#706

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 05.11.2016 20:03
von Blasius • 1.283 Beiträge

Ergänzung zu:


Sie sind durch die Auferstehung zu Söhnen Gottes geworden

Römer 4,7

Die Anrechnung des Glaubens als Gerechtigkeit: das Beispiel Abrahams

1 Müssen wir nun nicht fragen: Was hat dann unser leiblicher Stammvater Abraham erlangt?1 2 Wenn Abraham aufgrund von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, dann hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. 3 Denn die Schrift sagt: Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. 4 Dem, der Werke tut, werden diese nicht aus Gnade angerechnet, sondern er bekommt den Lohn, der ihm zusteht. 5 Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 6 Auch David preist den Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit unabhängig von Werken anrechnet:

7 Selig sind die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind.

8 Selig ist der Mensch, dem der Herr die Sünde nicht anrechnet. 9 Gilt nun diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? Wir haben gesagt: Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. 10 Wann wurde er ihm angerechnet: als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. 11 Das Zeichen der Beschneidung empfing er zur Besiegelung der Glaubensgerechtigkeit, die ihm als Unbeschnittenem zuteil wurde; also ist er der Vater aller, die als Unbeschnittene glauben und denen daher Gerechtigkeit angerechnet wird, 12 und er ist der Vater jener Beschnittenen, die nicht nur beschnitten sind, sondern auch den Weg des Glaubens gehen, des Glaubens, den unser Vater Abraham schon vor seiner Beschneidung hatte. 13 Denn Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt zu sein, sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit. 14 Wenn nämlich jene Erben sind, die das Gesetz haben, dann ist der Glaube entleert und die Verheißung außer Kraft gesetzt. 15 Das Gesetz bewirkt Zorn; wo es aber das Gesetz nicht gibt, da gibt es auch keine Übertretung. 16 Deshalb gilt: «aus Glauben», damit auch gilt: «aus Gnade». Nur so bleibt die Verheißung für alle Nachkommen gültig, nicht nur für die, welche das Gesetz haben, sondern auch für die, welche wie Abraham den Glauben haben. 17 Nach dem Schriftwort: Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt, ist er unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft. 18 Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker werde, nach dem Wort: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 19 Ohne im Glauben schwach zu werden, war er, der fast Hundertjährige, sich bewusst, dass sein Leib und auch Saras Mutterschoß erstorben waren. 20 Er zweifelte nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben und er erwies Gott Ehre, 21 fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt zu tun, was er verheißen hat. 22 Darum wurde der Glaube ihm als Gerechtigkeit angerechnet. 23 Doch nicht allein um seinetwillen steht in der Schrift, dass der Glaube ihm angerechnet wurde, 24 sondern auch um unseretwillen; er soll auch uns angerechnet werden, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. 25 Wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt.2

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift


zuletzt bearbeitet 05.11.2016 20:04 | nach oben springen

#707

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 07.11.2016 11:54
von Blasius • 1.283 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Weltliche Weisheit und Lehren sind irdisch- weltlich.

Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig,
sodann friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen
und reich an guten Früchten,
sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht.



Jakobus 3,1

Die Macht der Zunge


1 Nicht so viele von euch sollen Lehrer werden, meine Brüder. Ihr wisst, dass wir im Gericht strenger beurteilt werden.

2 Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen. Wer sich in seinen Worten nicht verfehlt, ist ein vollkommener Mann und kann auch seinen Körper völlig im Zaum halten.

3 Wenn wir den Pferden den Zaum anlegen, damit sie uns gehorchen, lenken wir damit das ganze Tier.

4 Oder denkt an die Schiffe: Sie sind groß und werden von starken Winden getrieben und doch lenkt sie der Steuermann mit einem ganz kleinen Steuer, wohin er will.

5 So ist auch die Zunge nur ein kleines Körperglied und rühmt sich doch großer Dinge. Und wie klein kann ein Feuer sein, das einen großen Wald in Brand steckt.

6 Auch die Zunge ist ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Die Zunge ist der Teil, der den ganzen Menschen verdirbt und das Rad des Lebens in Brand setzt; sie selbst aber ist von der Hölle in Brand gesetzt.1

7 Denn jede Art von Tieren, auf dem Land und in der Luft, was am Boden kriecht und was im Meer schwimmt, lässt sich zähmen und ist vom Menschen auch gezähmt worden;

8 doch die Zunge kann kein Mensch zähmen, dieses ruhelose Übel, voll von tödlichem Gift.

9 Mit ihr preisen wir den Herrn und Vater und mit ihr verfluchen wir die Menschen, die als Abbild Gottes erschaffen sind.

10 Aus ein und demselben Mund kommen Segen und Fluch. Meine Brüder, so darf es nicht sein.

11 Läßt etwa eine Quelle aus derselben Öffnung süßes und bitteres Wasser hervorsprudeln?

12 Kann denn, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven tragen oder ein Weinstock Feigen? So kann auch eine salzige Quelle kein Süßwasser hervorbringen.

Die Weisheit von oben


13 Wer von euch ist weise und verständig? Er soll in weiser Bescheidenheit die Taten eines rechtschaffenen Lebens vorweisen.

14 Wenn aber euer Herz voll ist von bitterer Eifersucht und von Ehrgeiz, dann prahlt nicht und verfälscht nicht die Wahrheit!

15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, eigennützige, teuflische Weisheit.

16 Wo nämlich Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.

17 Doch die Weisheit von oben ist erstens heilig, sodann friedlich, freundlich, gehorsam, voll Erbarmen und reich an guten Früchten, sie ist unparteiisch, sie heuchelt nicht.

18 Wo Frieden herrscht, wird (von Gott) für die Menschen, die Frieden stiften, die Saat der Gerechtigkeit ausgestreut.2

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße, Blasius

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#708

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 08.11.2016 15:06
von Blasius • 1.283 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,



„Die Liebe Christi drängt uns“

2 Kor 5,14

Die Hoffnung des Apostels

1 Wir wissen: Wenn unser irdisches Zelt abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel.
2 Im gegenwärtigen Zustand seufzen wir und sehnen uns danach, mit dem himmlischen Haus überkleidet zu werden.
3 So bekleidet, werden wir nicht nackt erscheinen.
4 Solange wir nämlich in diesem Zelt leben, seufzen wir unter schwerem Druck, weil wir nicht entkleidet, sondern überkleidet werden möchten, damit so das Sterbliche vom Leben verschlungen werde.
5 Gott aber, der uns gerade dazu fähig gemacht hat, er hat uns auch als ersten Anteil den Geist gegeben.
6 Wir sind also immer zuversichtlich, auch wenn wir wissen, dass wir fern vom Herrn in der Fremde leben, solange wir in diesem Leib zu Hause sind;
7 denn als Glaubende gehen wir unseren Weg, nicht als Schauende.
8 Weil wir aber zuversichtlich sind, ziehen wir es vor, aus dem Leib auszuwandern und daheim beim Herrn zu sein.
9 Deswegen suchen wir unsere Ehre darin, ihm zu gefallen, ob wir daheim oder in der Fremde sind.
10 Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat.

Der Dienst der Versöhnung


11 So versuchen wir, erfüllt von Ehrfurcht vor dem Herrn, Menschen zu gewinnen; Gott aber kennt uns durch und durch. Ich hoffe, dass auch euer Urteil über mich sich zur vollen Wahrheit durchgerungen hat.
12 Damit wollen wir uns nicht wieder vor euch rühmen, sondern wir geben euch Gelegenheit, rühmend auf uns hinzuweisen, damit ihr denen entgegentreten könnt, die sich nur rühmen, um ihr Gesicht zu wahren, ihr Herz aber nicht zeigen dürfen.
13 Wenn wir nämlich von Sinnen waren, so geschah es für Gott; wenn wir besonnen sind, geschieht es für euch.
14 Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben.
15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde.
16 Also schätzen wir von jetzt an niemand mehr nur nach menschlichen Maßstäben ein; auch wenn wir früher Christus nach menschlichen Maßstäben eingeschätzt haben, jetzt schätzen wir ihn nicht mehr so ein.2
17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden.
18 Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.
19 Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, indem er den Menschen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und uns das Wort von der Versöhnung (zur Verkündigung) anvertraute.
20 Wir sind also Gesandte an Christi statt, und Gott ist es, der durch uns mahnt. Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen!
21 Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.3

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 08.11.2016 15:07 | nach oben springen

#709

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 19.11.2016 23:32
von Blasius • 1.283 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,


Hochfest Christkönig - letzter Sonntag im Jahreskreis


Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

Predigt über das Kreuz und den Schächer, 1, 3−4; PG 49, 403

„Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand:

Das ist der König der Juden“

„Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst“.

Der Schächer wagte diese Bitte erst auszusprechen,
als er durch sein Geständnis die Last seiner Sünden abgegeben hatte.

Erkenne daran, du Christenmensch, die Kraft der Beichte. Er bekannte seine Sünden, und das Paradies tat sich auf. Er bekannte seine Sünden und gewann so sehr an Selbstsicherheit, dass er, nach seinen Raubzügen, um Aufnahme in das Reich Gottes zu bitten wagte [...]

Du möchtest das Reich kennenlernen? Womit kann man es denn auf Erden vergleichen? Du siehst die Nägel und ein Kreuz; aber eben dieses Kreuz, sagte Jesus, ist das Zeichen des Reiches. Und ich, ich rufe ihn zum König aus, ihn, den ich am Kreuz sehe. Kommt es einem König nicht zu, für seine Untertanen zu sterben? Er selbst hat es gesagt: „Der gute Hirt gibt sein Leben hin für seine Schafe“ (vgl. Joh 10,11). Und das gilt auch für einen guten König: auch er gibt sein Leben für seine Leute. Weil er sein Leben zum Geschenk gab, rufe ich ihn zum König aus: „Herr, denk an mich, wenn du in deinem Reich bist.“

Siehst du jetzt, auf welche Weise das Kreuz Zeichen der Königsherrschaft ist? Hier ist noch ein anderer Beweis. Christus hat das Kreuz nicht auf Erden zurückgelassen, sondern hob es auf und nahm es mit in den Himmel. Das wissen wir, weil er es bei sich hat, wenn er in Herrlichkeit wiederkommt. Damit du erkennst, wie sehr dieses Kreuz der Verehrung würdig ist, hat er es zum Ruhmeszeichen gemacht [...] Wenn der Menschensohn kommt, „wird sich die Sonne verfinstern und der Mond seinen Glanz verlieren“. Es wird eine so intensive Klarheit herrschen, dass selbst die leuchtendsten Gestirne sich verfinstern. „Die Sterne werden vom Himmel fallen. Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen“ (vgl. Mt 24,29f.). Siehst du, welche Kraft das Kreuzzeichen hat? [...] Wenn ein König in eine Stadt kommt, greifen die Soldaten zu ihren Fahnen, laden sie sich auf die Schultern, marschieren vor ihm her und kündigen so sein Kommen an. So werden auch die Legionen von Engeln und Erzengeln Christus voranschreiten, wenn er vom Himmel herabkommt. Sie tragen auf ihren Schultern das Zeichen, das das Kommen unseres Königs ankündigt.

©Evangelizo.org 2001-2016


Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - 23,35-43.


In jener Zeit verlachten die führenden Männer des Volkes Jesus und sagten: Anderen hat er geholfen, nun soll er sich selbst helfen, wenn er der erwählte Messias Gottes ist.

Auch die Soldaten verspotteten ihn; sie traten vor ihn hin, reichten ihm Essig
und sagten: Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!

Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.

Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!

Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.

Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.

Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.



Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel


Liebe Grüße, Blasius

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#710

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 26.11.2016 23:04
von Blasius • 1.283 Beiträge

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1. Adventssonntag


Wacht und betet, so werdet ihr für würdig befunden,
vor dem Menschensohn zu erscheinen




Heute beginnt die Zeit des Advents, diese Zeit von drei bis vier Wochen vor Weihnachten.

Aber der Advent ist mehr als eine einfache Zeitspanne.

Es ist eine Zeit des Erwartens, eine Zeit der Erneuerung, eine Zeit des sich Sehnens in der wir mehrere Ereignisse vorbereitet.

Zuerst werden wir an den Advent des auserwählten Volkes in seiner Erwartung auf den Messias erinnert. Eine Erwartung, die unsere jüdischen Brüder noch leben.

Der Prophet Jesaja offenbart uns diesen Weg der Hoffnung. Wir erwarten ebenfalls die Ankunft Jesu Christi, wenn er in seiner Herrlichkeit am Ende der Zeiten kommen wird.

Für jeden von uns wird das Ende dieser Zeit an dem Tag kommen, an dem wir diese Welt verlassen werden um vor dem Gerechten Richter zu erscheinen und Ihm unser ganzes Leben zu übergeben. Aber die ganze Schöpfung ist in Erwartung: wir erwarten die glorreiche Ankunft unseres Retters Jesus Christus, der alle Tränen unserer Augen trocknen wird, einen neuen Himmel errichten wird und eine neue Erde auf der die Gerechtigkeit wohnen wird.

Diesen Tag, den wir eingeladen sind sehnsüchtig zu erwarten, wird unerwartet kommen « wir wissen weder den Tag noch die Stunde ». Darum müßen wir wachsam in dieser Erwartung bleiben. Wachsam im Gebet, natürlich, aber auch wachsam in der Nächstenliebe, in der Liebe füreinander, denn wir werden unsere Ewigkeit damit verbringen zu lieben! Endlich, wird besonders die letzte Woche vor Weihnachten uns in unmittelbarer Weise in das Geheimnis der Geburt des Erlösers voranschreiten lassen. Also, an diesem ersten Sonntag im Advent, in einer frohen Hoffnung und mit der gesamten Kirche, die betet und wacht, wenden wir uns hin zu « dem der kommt »(Apg 1,4):

« Maranatha » (1 Kor 16, 22), « Komm, Jesus Christus » (Apg 22, 20)


Hl. Aelred von Rievaulx (1110-1167), englischer Zisterzienserabt

Predigt über die Wiederkunft des Herrn; PL 195, 363; PL 184, 818


Wacht und betet, so werdet ihr für würdig befunden, vor dem Menschensohn zu erscheinen

Die Zeit des Advents steht für die zweifache Ankunft des Herrn: zuerst die so friedliche Ankunft des „Schönsten aller Menschen“ (vgl. Ps 44[45],3), des „Ersehnten aller Nationen“ (vgl. Hag 2,8 Vulg.), des Sohnes Gottes. Er hat, sichtbar im Fleisch, der Welt seine Anwesenheit offenbart, die von allen heiligen Vätern lange erwartet und glühend herbeigesehnt worden war. Mit dieser Ankunft ist er in die Welt eingetreten, um die Sünder zu retten.

Der Advent lässt uns auch an die Ankunft denken, auf die wir mit sicherer Hoffnung warten und die wir uns sehr oft unter Tränen ins Gedächtnis rufen: es ist die Ankunft, die sich ereignet, wenn derselbe Herr, für alle sichtbar, in seiner Herrlichkeit kommt [...]: nämlich am Tag des Gerichts, wenn er, für alle sichtbar, kommt, um Gericht zu halten. Die erste Ankunft war nur sehr wenigen Menschen bekannt geworden; bei der zweiten Ankunft wird er sich, wie der Prophet es ankündigt, den Gerechten und den Sündern offenbaren: „Alle Sterblichen werden das Heil sehen, das von Gott kommt“ (vgl. Jes 40,5; vgl. Lk 3,6) [...]

Geliebte Brüder, folgen wir doch dem Beispiel der heiligen Väter, erwecken wir ihre Sehnsucht neu und entfachen in unserer Seele die Liebe und die Sehnsucht nach Christus. Wie ihr wisst, ist die Feier dieser [Advents-]Zeit eingeführt worden nicht nur um in uns die Sehnsucht neu zu wecken, wie sie die Patriarchen nach dem ersten Kommen des Herrn empfanden; sondern auch um uns darin zu unterweisen, nach dem Vorbild der Patriarchen seine Wiederkunft zu ersehnen. Bedenken wir, was der Herr bei seinem ersten Kommen alles für uns vollbracht hat; wie viel mehr noch wird er für uns vollbringen, wenn er wiederkommt! Dieser Gedanke lässt uns sein erstes Kommen noch mehr schätzen und seine Wiederkunft noch mehr herbeisehnen.

Wenn wir in Frieden sein wollen, wenn er kommt, dann müssen wir uns jetzt darum bemühen, sein erstes Kommen in Glauben und Liebe in uns aufzunehmen. Lasst uns weiterhin in Treue die Werke tun, die er uns gezeigt und dann zu tun gelehrt hat. Lassen wir in unseren Herzen die Liebe zum Herrn größer werden und durch die Liebe die Sehnsucht nach ihm, damit wir, wenn er, der Ersehnte aller Nationen, wiederkommt, unsere Augen voll Vertrauen auf ihn richten können.


©Evangelizo.org 2001-2016



Gesegneten ersten Adventssonntag und liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 26.11.2016 23:08 | nach oben springen



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