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RE: Neues Thema: Gloria Glorie Herrlichkeit
in Wort- und Begrifferklärungen 13.12.2025 08:41von Blasius • 4.233 Beiträge

Jesus unser Bruder
in der menschlichen Natur
O lehre, Herr, mein Herz dich würdig loben,
Der du den Staub so himmelhoch erhoben:
Dass du in Huld hernieder kamst auf Erden,
Im Fleische unser Bruder hier zu werden.
1. Betrachte, zu wie unendlich hoher Würde Jesus uns erhoben hat, als er sich herabließ, in der menschlichen Natur unser Bruder zu werden. Denn dass der eingeborene Sohn Gottes unser wahrer Bruder wurde, bezeugt nicht nur der Apostel, der ihn den Erstgeborenen aus vielen Brüdern nennt, sondern auch Jesus selbst, als er die liebende Magdalena zu seinen Jüngern mit den Worten sandte: "Geh aber zu meinen Brüdern, und sage ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott." (Johannes 20, 17b) Erstaunt über diese wunderbare Erhöhung, ruft der Jünger der Liebe aus: "Seht, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes, und wir sind es." (1. Johannes 3,1) Hocherstaunlich fürwahr ist diese Erhöhung zu einer so großen Herrlichkeit.
2. Allerdings zwar ist Jesus der eingeborene Sohn Gottes von Natur, und wir sind nur Kinder durch Aufnahme. Denn "er ist der Erstgeborene, der Erste an Gaben und der Höchste in der Herrschaft." (Genesis 49,3) Aber nicht weniger ist darum diese Würde unser, da nicht weniger uns gehört, was wir von der Freigebigkeit des Königs zum Geschenk erhalten, als was wir durch angeborenes Recht besitzen, wenn anders wir die Bedingung erfüllen, unter der dies Geschenk uns verliehen wird. Dies aber ist die Bedingung des himmlischen Königs: "Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene von vielen Brüdern sei." (Römer 8,29)
3. Jesus ist das lebendige Bild der Väterlichen Wesenheit, dem alle Auserwählten durch Sanftmut, Demut, Reinheit, Geduld, Liebe und Barmherzigkeit gleichförmig werden müssen. Und nach der größeren oder geringeren Gleichförmigkeit, die wir mit ihm erlangen, wird unsere Stufe in der Glorie bemessen. Denn wie unter Geschwistern zuweilen einige dem Wunsch nach höher sind denn die übrigen: also wird dies auch im Himmel bei den Auserwählten sein, wiewohl alle als Kinder geliebt werden. Darum ringen wir aus ganzer Kraft nach dieser Gleichförmigkeit mit unserem erstgeborenen Bruder, denn nur dadurch sichern wir unsere Auserwählung. Jesus Sirach 50: "Die Krone der Brüder ist rings um ihn."
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RE: Neues Thema: Gloria Glorie Herrlichkeit
in Wort- und Begrifferklärungen 14.12.2025 12:13von Blasius • 4.233 Beiträge

Von der Erkenntnis Jesu
Ausgestorben ist das Leben,
Süßer Jesus, ohne dich;
Du nur kannst ihm Freude geben,
Und das Herz zu dir erheben,
Dich zu lieben ewiglich.
1. Gott liebt nicht wie die Geschöpfe, deren Liebe beschränkt und endlich ist. Seine Liebe ist gleich ihm selbst unendlich. Er liebt sich selbst in den vernünftigen Wesen, die mit seinem Ebenbild geschmückt sind, und zieht sie auf eine Weise zu sich, die seiner unendlichen Güte und Weisheit, und zugleich dem Bedürfnis des Geschöpfs gemäß ist. Darum ließ er in seiner heiligen Menschheit gleich einer himmlischen Angel in das Meer dieser Welt sich herab, die Seelen durch die Herrlichkeit seiner Liebe zu fangen, und sie vom Fleisch zum Geist, von seiner Menschheit zu seiner Gottheit emporzuziehen. Niemals wären wir zur wahren Erkenntnis Gottes, niemals zur wahren Freude des Herzens gelangt, wenn nicht er selbst uns sichtbar erschienen wäre.
2. Seine heilige Erkenntnis aber ist nicht müßig in der Seele, der sie innewohnt. Notwendig bringt sie die Liebe hervor, aus der alle Tugenden quellen. Denn eine solche Seele sehnt sich in zarter Dankbarkeit, alles zu tun, was sie ihrem geliebten Heiland als wohlgefällig erkennt. Ja willkommen sogar sind ihr Trübsale und Leiden, ihre Liebe ihm dadurch zu bezeigen. Je getreuer sie aber sich opfert, um so mehr nimmt diese heilige Erkenntnis und Liebe in ihr zu, und sie leuchtet in der Finsternis dieser Welt als ein wahres Licht im Herrn, und ist mitten unter Schmerzen voll seliger Freude. Dahin sei das ganze Verlangen unseres Herzens gerichtet.
3. Von einer solchen Seele gelten die Worte des Propheten: "Sie wird blühen gleich einer Lilie, blühen wird sie und grünen und vor Freude frohlocken, . . . denn sie wird die Herrlichkeit des Herrn schauen und die Zierde unseres Gottes." (Jesaja 30) So nämlich grünt und blüht, von der Sonne der Gerechtigkeit bestrahlt, eine heilige Seele an allen Tugenden, und frohlockt vor seliger Liebe und Freude über den innerlichen Anblick ihres göttlichen Geliebten, den sie immer um so deutlicher erkennt, als sie tiefer in das Geheimnis seiner heiligen Menschwerdung eindringt. Ergib dich dieser heiligen Betrachtung! Jesaja 60,5a: "Du wirst es sehen, und du wirst strahlen, dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit."
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RE: Neues Thema: Gloria Glorie Herrlichkeit
in Wort- und Begrifferklärungen 15.12.2025 08:28von Blasius • 4.233 Beiträge

Von der Notwendigkeit der Erkenntnis Jesu
O gib in deiner Milde
Dich deinem Ebenbilde,
Mein Gott, im Innern kund.
Denn selig sind zu nennen,
Die deine Liebe kennen,
Es preiset jubelnd dich ihr Mund.
1. "Ich kenne meine Schafe", spricht der Herr, "und meine Schafe kennen mich." (Johannes 10) Kein Schaf der Herde Jesu ist, wer diesen guten Hirten nicht kennt, denn seine heilige Erkenntnis ist ein Kennzeichen seiner Schafe. Diese Erkenntnis kommt nicht vom Hörensagen, sondern sie ist die Frucht der Betrachtung seiner unendlichen Liebe und der Beherzigung seines heiligsten Lebens, seiner himmlischen Lehre, seines Leidens und seines Versöhnungstodes, wodurch wir allmählich zu einer lebendigen und fruchtbaren Anschauung seines Geistes und seines Herzens eingeführt werden. Kennen wir alles, was im Himmel und auf Erden ist, und kennen Jesus nicht, so kennen wir nichts und abermals nichts.
2. Diese Erkenntnis ist gleich einer Blüte, aus der die Frucht der Liebe hervorgeht. Die Liebe Jesu aber ist der Grund unserer Seligkeit, denn der himmlische Vater liebt uns nur darum, weil wir seinen eingeborenen Sohn lieben, wie der Herr selbst durch die Worte bezeugt: "Der Vater liebt euch, weil ihr mich geliebt habt." Denn Jesus ist der erste Gegenstand der Liebe des ewigen Vaters. Unendlich mehr liebt er ihn, als alle Wesen der Schöpfung zusammengenommen. Ja er liebt auch nichts anderes, außer um seinetwillen. Da also die Liebe uns mit Jesus vereint, liebt er uns als seine Glieder, und macht uns auch nur darum der ewigen Seligkeit teilhaft.
3. "Ich bin die Tür," spricht Jesus, "wer durch mich eingeht, der wird selig werden." (Johannes 10) Niemand kann ohne die Verdienste Jesu Christi selig werden. Niemand aber kann an diesen unendlichen Verdiensten Anteil erhalten, außer durch die liebende Nachfolge Jesu. Und niemand endlich kann Jesus nachfolgen, ohne ihn zu kennen, den der ewige Vater allen Auserwählten als Vorbild aufgestellt hat. "Denn alle, die er im voraus erkannt hat, hat er auch im voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben." (Römer 8,29) Es ist also die Erkenntnis Jesu Christi der Anfang des ewigen Lebens, und je vollkommener sie ist, um so fruchtbarer ist sie für das ewige Heil. 1. Johannes 2,3: "Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben."
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RE: Neues Thema: Gloria Glorie Herrlichkeit
in Wort- und Begrifferklärungen 16.12.2025 08:39von Blasius • 4.233 Beiträge
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Vom innerlichen Umgang mit Jesus
Selig, Jesus, wer dich sucht.
Süß ist seiner Liebe Frucht.
Seliger ist, wer dich fand,
Denn er hat das Unterpfand,
Dich zu lieben immerdar
In der Himmelsbürger Schar.
1. Nur durch den Umgang mit Jesus können wir vollkommen, himmlisch gesinnt und glückselig werden. Er muss das beständige Ziel unserer Gedanken, der Ruhepunkt unseres Herzens und die ganze Liebe unserer Seele sein. Die höchste Ehre für ein erschaffenes Wesen ist diese Gnade, mit dem König des Himmels umzugehen und ihn zu lieben. Dies ist die seligste Beschäftigung der heiligen Engel in Ewigkeit. Dieser glückselige Umgang mit Jesus ist geistig und innerlich. Jeder auch, der ihn wahrhaft sucht, findet ihn, denn nicht vergeblich ruft er: "Kommt zu mir, ihr alle!" Dass wir ihn aber finden werden, verheißt er uns selbst, da er abermals spricht: "Ich liebe alle, die mich lieben, und wer mich sucht, der wird mich finden." (Sprichwörter 8,17)
2. Durch diesen seligen Umgang in Liebe wird eine Seele in kurzer Zeit wunderbar umgewandelt. Denn es ist nicht möglich, dass, wer mit wohlriechenden Spezereien umgeht, nicht selbst einen lieblichen Wohlgeruch anzieht. Noch kann auch das Eisen lange im Feuer bleiben, ohne selbst feurig zu werden. Ebenso wenig aber kann eine Seele längere Zeit mit den göttlichen Geheimnissen sich beschäftigen, die unendliche Liebe Jesu betrachten und liebevolle Ansprache mit ihm halten, ohne von seinem himmlischen Licht bestrahlt und von seiner Liebe durchdrungen zu werden. Wie verächtlich kommt einer von dieser seligen Liebe durchdrungenen Seele alles Irdische vor, wenn sie zum Himmel emporblickt.
3. Diese heilige Liebe und dieser himmlische Umgang ist das wahre Band der Vollkommenheit. Nicht nur weil wir dadurch allein vollkommen werden, sondern auch, weil wir dadurch in die Gemeinschaft mit allen Auserwählten aller Zeiten, mit allen Engeln und glorreichen Himmelsbürgern, ja mit dem ewigen Vater selbst, der seinen Eingeborenen unendlich liebt, und mit dem Heiligen Geist kommen, der seine heiligste Menschheit im Schoß der unbefleckten Jungfrau bildete, und selbst diese heilige Liebe uns einflößt. Wenige sind, die diesen seligen Umgang mit Jesus suchen. Du aber sei von der Anzahl dieser Wenigen. Erwecke deinen Glauben, und öffne dein Herz seinen göttlichen Strahlen. "Mach auf, meine Schwester und Freundin, meine Taube, du Makellose." (Hohelied 5,2)
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Tod - Angst oder Freude?
in Wort- und Begrifferklärungen 16.12.2025 08:48von Bruno Schulz • 34 Beiträge
Neulich sagte mir ein 20-Jähriger Mann, oder besser gesagt, fragte er mich:
„...... denkst du in deinem hohen Alter nicht ständig über den Tod nach? Denkst du nicht darüber nach, dass du bald sterben wirst?
Das muss schrecklich sein! Ich tue das nie – ich muss es nicht, im Gegensatz zu dir.“
Nun, nicht sehr charmant, aber egal. Zumindest ja, ich tue es. Andere wahrscheinlich nicht.
Aber tatsächlich habe ich mich immer an den Tod erinnert, weil mein Vater das auch tat. Immer wenn jemand starb, sagte er uns Kindern, dass der Verstorbene nicht tot sei, sondern jetzt Gott sehe und entweder das ewige Leben oder den zweiten Tod erwarte.
Er wiederholte immer, dass es keinen Grund gebe, den Tod zu fürchten, denn wenn man an Gott glaube, werde das Leben nach dem Tod unbeschreiblich großartig und freudig sein.
Mein Vater lebte tatsächlich nach den Worten des Paulus in 2 Kor 5,8 "den Leib verlassen, bedeutet Gott sehen" und sagte uns das oft genug, z. B. wenn wir Leichen sahen, was er oft mit uns auf Friedhof-Leichenhallen tat. So seltsam das auch mit Kindern klingen mag. Aber nachdem wir im Krieg hier und da ohnehin einige Tote gesehen hatten, erschreckte uns das überhaupt nicht.
Fromme alte Illustrationen in alten Gebetbüchern zeigen oft, wie ein Engel die Seele eines Verstorbenen zu Gott führt. Da nimmt ein Engel die Seele aus dem Mund eines Verstorbenen.
Trotz der Unterschiede zwischen den dargestellten Ereignissen und den diesen wohl nahe kommenden tatsächlichen, bin ich ziemlich zuversichtlich, dass das Geschehen im Evangelium verstanden wird, wo Jesus oft über den Tod spricht wie in Johanne 11,16: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.
In zwanglosen Gesprächen über Glaubensfragen sollten wir auch betonen, dass die Idee der Reinkarnation, wie sie vom Buddhismus gelehrt wird, der sich heutzutage in vielen Köpfen verbreitet, nichtig und bedeutungslos ist. Sie lehnt Jesus Christus ab und steht in völligem Widerspruch zu Seiner Lehre. Reinkarnation war zu Zeiten der Lehre Jesu ebenso wenig Teil des jüdischen Glaubens wie zu Zeiten Moses. Jesus lehrte im Gegensatz dazu beispielsweise im Gespräch mit Nikodemus, dass wer durch das Wasser der Taufe im Geist geboren wird, Geist hervorbringt, während bloßes Fleisch nur Fleisch schafft. Es ist der Heilige Geist, der Geist erzeugt, um in den Wohnungen Christi weiterzuleben, die Jesus für uns im Himmel vorbereitet hat lt. Johannes 14.
Wiedergeboren zu werden, wie Jesus es Nikodemus in Johannes 3,3 erklärt, hat nichts mit Reinkarnation zu tun, sondern es ist das „von oben“ Geborenwerden aus dem Heiligen Geist.
Unter anderem fragte mich dieser etwa 20-jährige Mann, der mir gelegentlich mit dem Computer hilft, nach meinen Gedanken zum Alter. Zugegebenermaßen mehr als in jüngeren Tagen, antwortete ich, dass ich heute öfter über den Tod nachdenke als vor 60 oder 70 Jahren. Doch obwohl ich mein ganzes Leben lang über den Tod nachgedacht habe, hat er mich nie erschreckt, weder in meiner Kindheit oder Jugend, noch heute.
Wie Millionen anderer wahrhaft Gläubiger habe ich keine Angst vor dem Tod - den Übergang zu Gott den ich bald erleben werde, denn ich kenne und vertraue auf Jesu Worte in Johannes 11,25: „Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“
Bekannte fragten mich oft, ob ich an den Himmel glaube und ob ich denke, dass ich unmittelbar nach dem Tod dorthin kommen werde. Ich antwortete immer ernsthaft: „Ja, das glaube ich!“ Ja, natürlich! Auf jeden Fall! Keine Frage!
Und wirklich: Ich bin so froh, dass ich das auch gesagt und ausgesprochen habe.
Gemäß 2. Korinther 5,8 wird wie gesagt jeder, der im Glauben an Christus stirbt, in den Himmel aufgenommen, denn den Körper zu verlassen bedeutet, bei Gott zu Hause zu sein.
Wenn wir über all das nachdenken und nachsinnen, was wir aus der Bibel hören, bleibt kein Raum für Zweifel oder Angst vor dem Tod. Schließlich ist die Frage, ob man im Himmel ist oder nicht, wie ein mathematisches Rätsel. Das Ergebnis ist von vornherein klar. Um das einzig richtige Ergebnis zu erhalten, müssen wir einfach die richtigen Zahlen bzw. Überlegungen in die richtige Reihenfolge bringen und die richtigen Vorzeichen hintereinander setzen. Dann plötzlich: Hurra! Das Ergebnis liegt klar und deutlich vor unseren Augen und unserem Verstand.
Ja, Hurra! Denn es gibt Freude, weil die Frucht des Geistes Freude ist (Gal 5,22).
Der heilige Petrus schrieb in 1 Petrus 1,8: Obwohl ihr ihn nicht gesehen habt, glaubt ihr an ihn und seid erfüllt von einer unaussprechlichen und herrlichen Freude.
Lasst uns also an Weihnachten mit den Engeln jubeln:
Gloria in excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis
Euer
Bruno
*seid nett zueinander*
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