Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#36

RE: Das Rätsel Valtorta Das Leben Jesu in Romanform? Jean-François Lavère

in Kleinschriften 23.03.2016 22:08
von Aquila • 5.554 Beiträge

Lieber Blasius, liebe Mitleser


Wenn auch in der Qiuntessenz richtig.....
der Verrat Judas und sein schreckliches Ende......

ist dieser Auszug ein anschauliches Beispiel einer.... romanhaften Erzählung.

Wir wollen es aber nun dabei bewenden lassen und uns vielmehr auf das
Triduum Sacrum - die Heiligen Drei Tage - konzentrieren.



Freundliche Grüsse und Gottes Segen

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#37

RE: Das Rätsel Valtorta Das Leben Jesu in Romanform? Jean-François Lavère

in Kleinschriften 11.04.2016 16:02
von Johann Binder • 31 Beiträge

Lieber Aquila, liebe Forumsteilnehmer,

Ja, man kann diesen Auszug (Verrat und Ende des Judas Iskariot) als anschauliches Beispiel einer "romanhaften Erzählung" sehen; und viele Leser sehen es auch so:
als anschauliche und teilweise spannende erzählende Beschreibung des Leben Jesu sowie seiner Apostel und Jünger auf Erden.
Dies gilt auch für die anderen 12 Gottmensch-Bände.
Viele finden die Lektüre als spannend, oder lebendig beschrieben.
Viele verwenden sie als vertieft erklärende Beschreibung von Evangelium-Perikopen;
Viele freuen sich über die logischen und einleuchtend beschriebenen Zusammenhänge innerhalb der Evangelien, was deren Echtheit unterstreicht.

Aber:
Einige wenige wollen es tatsächlich genauer wissen und fragen sich, ob diese "romanhaften" Beschreibung ein nettes phantasievolles Beiwerk zur anschaulichen Erläuterung der Evangelien ist oder doch mehr.
Der kritische Betrachter liest bei der genannten Stelle folgendes:
Iskariot läuft nach dem Verrat in die Stadt. Dort wird er von einem Hund angefallen (kritische Frage: Hat es damals in Israel "Hunde" gegeben? Wieso kommen keine Hunde in den anderen Bänden vor?)
Iskariot läuft dann zum Ölberg zurück und von dort wieder in die Stadt-auf einem anderen Weg. Er begegnet Jesus, der zu Pilatus gebracht wird (kritische Frage: Ist das geografisch möglich? Von Kaiphas zu Pilatus; wo ist der Ölberg? Welchen anderen Weg?)
Von dort läuft Iskariot zum Tempel zum Saal des Synedriums; ein Wächter wird 3 Stufen hinuntergestoßen. (kritische Frage: Wo ist er Jesus begegnet? Wo ist der Tempel? Der Saal des Synedriums ist im Tempel? 3 Stufen?)
Danach irrt Iskariot durch die Stadt, begegnet Jesus noch 2 Mal auf dem Weg zu Herodes und zurück und geht dann zum Abendmahlsaal (Fragen: ist das geografisch und zeitlich möglich? Wo war der Palast des Herodes? Wo liegt der Abendmahlsaal?)
Danach irrt Iskariot aus der Stadt über Felder (Frage: Wo waren da Felder? In der Nähe des Abendmahlsaales?)
Iskariot kehrt wieder zum Ölberg zurück und klettert hinauf. Er hat Sichtkontakt mit Golgotha. (Frage: Wirklich? Vom Ölberg konnte man damals Golgotha sehen? Heute ist alles verbaut und auch Golgotha ist verbaut und dessen Form wie sie ursprünglich war , ist nicht ersichtlich.)
Der "kritische" Wissenschaftler stellt sich noch viel mehr Fragen. Jede Hausbeschreibung, Kleiderbeschreibung, Wegebeschreibung, Tageszeiten, Entfernung etc., die so "nebenbei und phantasievoll" dahingeschrieben sind, fallen ihm auf und er prüft und prüft....
Und dass ist gut so. Es gibt einige Wissenschaftler, die wollen es genau wissen und prüfen. Ich freue mich, wenn die Wahrheit offenbar wird, am besten die ganze Wahrheit.

Euch allen eine gesegnete Osterzeit, Johann Binder

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#38

RE: Das Rätsel Valtorta Das Leben Jesu in Romanform? Jean-François Lavère

in Kleinschriften 11.04.2016 17:09
von Blasius • 2.408 Beiträge

Zitat vonJohann Binder

Ja, man kann diesen Auszug (Verrat und Ende des Judas Iskariot) als anschauliches Beispiel einer "romanhaften Erzählung" sehen;


Es ist sicher mehr.........

Franziskus: Barmherzigkeit – sogar mit Judas - Papst Franziskus feiert die Messe - OSS_ROM

Franziskus: Barmherzigkeit – sogar mit Judas

- Papst Franziskus feiert die Messe - OSS_ROM in Katechese


Liebe Grüße, Blasius

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#39

RE: Das Rätsel Valtorta Das Leben Jesu in Romanform? Jean-François Lavère

in Kleinschriften 11.04.2016 22:54
von Stephanus (gelöscht)
avatar

Dass Judas nach seinem Verrat bereute, aber verzweifelte und sich daraufhin erhängte, wissen wir aus den Evangelien. Doch da gibt es den Psalm 55, der belegt, dass Jesus und Judas in dessen Verzweiflung nach seinem Verrat tatsächlich traf und Jesus ihn aus seiner Verzweiflung erretten wollte:

"Jener (Judas) hob die Hand gegen seinen Freund und entweihte sein Bündnis. Glatter als Butter sind seine Reden, doch Kampf plant sein Herz Geschmeidiger als Öl sind seine Worte, und doch sind sie Schwerter." (Ps. 55,21-22)

Und gleich darauf wird mitgeteilt, was der Herr Jesus in seiner unermesslichen Barmherzigkeit zu Judas in dessen Verzweiflung sagte:

"Wirf auf den Herrn deine Sorge, und er wird dich erhalten ..." (55,23)

Schade, dass er das nicht geschafft hat!

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#40

RE: Das Rätsel Valtorta Das Leben Jesu in Romanform? Jean-François Lavère

in Kleinschriften 12.04.2016 00:27
von Blasius • 2.408 Beiträge

Danke lieber Stefan.




Zum Nachdenken- Judas als Verräter, lehre der heiligen >Kirche:
DIE FASTENZEIT (14)

Der Verräter

1. In Santa Maria Maggiore in Rom, bei der mit ihrem Sohne mitleidenden Mutter, begehen wir in der heutigen Messfeier die Erinnerung an die Passion des Herrn. Die Kirche gedenkt insbesondere des Verrates durch Judas. Dem Andenken an ihn weiht sie von alters her den Mittwoch jeder Woche und zeichnet ihn durch die Bußfasten aus.

2. Judas naht. Jesus macht im Ölgarten Sein Staffelgebet zum großen Hochamt auf Kalvaria. Er betet. Er leidet unaussprechliche Seelenqualen. Er schwitzt Blut, so groß ist die innere Not. Er geht zu Seinen Aposteln, die Er in der Nähe zurückgelassen hat: „Stehet auf und betet", mahnt Er sie. Während Er noch zu ihnen redet, naht sich die Rotte derer, die Ihn gefangen nehmen wollen, an ihrer Spitze Judas, der Apostel. Er schreitet auf Jesus zu und küßt Ihn. „Mit einem Kusse verrätst du den Menschensohn."

Jesus, von Seinem eigenen Apostel verraten und an die Feinde ausgeliefert! Wie viel Undank, Heuchelei, Gemeinheit und Niederträchtigkeit liegt in dieser Tat! Um des Geldes willen! Die heilige Kirche fühlt den Schmerz des Heilandes mit. In Judas schaut sie ja so viele ihrer Kinder, die im Laufe der Geschichte an ihrem Herrn und Erlöser Verräter geworden sind. Ein furchtbares Geheimnis! Der Apostel wird der Verräter! Der Bevorzugte, aus Millionen Auserwählte, wendet sich gegen den Herrn und verkauft Ihn um dreißig Silbergroschen an Seine Feinde! „Wer zu stehen glaubt, sehe zu, daß er nicht falle" (1 Kor. 10, 12). „Wachet und betet, daß ihr nicht in Versuchung fallet" (Matth. 26, 41).

Jesus sieht den Verräter herankommen. Er weiß um seine Absichten. Er entzieht sich der Berührung mit dem Unwürdigen nicht. Er reicht Ihm Sein Antlitz zum Kusse dar. Er bringt dem Verräter nur Liebe entgegen. „Mein Freund." Wenn du schon Mich nicht mehr liebst, Ich liebe dich und bin bereit, dir das Unrecht zu verzeihen, das du Mir antust. Jesus kennt keine Bitterkeit, keine harten Vorwürfe. Er hat für den gefallenen Apostel nur Mitleid! Und was verdient der arme Apostel anders als Mitleid? Dreißig Silbergroschen — und dafür den Fluch Gottes! Ein kleiner zeitlicher Profit —und dafür die dauernden Vorwürfe des Gewissens, ja die ewige Verdammnis. „Mysterium iniquitatis!" Das Geheimnis der Sünde, der Blindheit und Verkehrtheit des Menschenherzens! Wenn der Herr nicht so voll Güte und Verstehen wäre, wenn Er nicht mehr liebte, auch wo wir uns Seiner Liebe unwürdig gemacht haben: was würde aus uns werden! Aus dem Apostel kann ein Verräter werden!

3. Der Entehrung des Herrn durch Judas setzt die heilige Kirche die eindrucksvolle Huldigung entgegen: „Im Namen Jesu beuge sich jedes Knie im Himmel, auf Erden und unter der Erde; denn der Herr ist gehorsam geworden bis zum Tode, ja bis zum Tode am Kreuze: darum ist nun auch Jesus Christus der Herr in der Herrlichkeit Gottes des Vaters" (Introitus). Der Herr in Seiner Erniedrigung durch Judas. Er ist gehorsam und unterwirft sich sogar den Absichten eines Verräters. So ist es der Wille des Vaters. Und das genügt Jesus!

„Wozu bist du gekommen?" Wozu der Verrat am Herrn? Was bringt er ein? Armer, verblendeter Apostel! Und wir Christen! Wozu die ewigen Sorgen und das nervöse Mühen um etwas Geld, um eine Stelle, um ein Amt, um Menschenehre? Dafür opfern wir, wenn nicht die Religion und die Ewigkeit, so doch den Eifer für Gottes Interessen, für das Gebet, für die heiligen Sakramente, für das eine Notwendige. Was bleibt uns von allen zeitlichen Vorteilen? Eine Leere, die den armen Judas dazu trieb, sich am eigenen Leben zu vergreifen.

„Simon, dormis? — Simon, du schläfst? Konntest du nicht eine Stunde mit Mir wachen?" Mit diesen Worten des Herrn an Petrus ruft uns heute die heilige Liturgie in den Laudes auf, daß wir doch in diesen Tagen den Heiland in Seinen Leiden und Verdemütigungen nicht allein lassen. Wenigstens in den letzten Tagen der Karwoche bleiben wir nicht teilnahmslos. Drum werden wir nach Maria Maggiore geführt. Siehe, die Mutter! Siehe, wie Maria mit Jesus leidet! Maria ist die heilige Kirche. Wir sollen Maria sein, mit dem teilnehmenden Herzen, mit dem Mut und mit der Kraft der Liebe, die uns stark macht, den Kreuzweg des Sohnes mitzumachen und unter dem Kreuze zu stehen. Sind wir es? Gilt uns nicht der Vorwurf: „Simon, du schläfst? Siehst du den Judas nicht? Er schläft nicht, sondern beeilt sich, Mich an die Juden zu verraten" (Responsorium der Mette). Immer die alte Sache: Die Freunde Jesu schlafen, die Feinde sind an der Arbeit!

Gebet.
Allmächtiger Gott, unaufhörlich niedergebeugt wegen unserer Zügellosigkeit, bitten wir Dich: gib, daß uns Erlösung werde durch das Leiden Deines eingeborenen Sohnes.

O Gott, Du wolltest, daß Dein Sohn die Schmach des Kreuzes auf sich nehme, damit Du die Macht des Feindes von uns vertreibest; so verleihe denn uns, Deinen Dienern, daß wir die Gnade der Auferstehung erlangen. Durch Christus unsern Herrn.

Amen.


http://fsspx.de/de/news-events/news/23-m...-karwoche-14929


zuletzt bearbeitet 12.04.2016 00:36 | nach oben springen



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