Herzlichen Dank für das Gebet für meinen Enkel und Eure Ermutigung!
Ich dachte dabei auch an die Dichterin Cordula Wöhler (Pseudonym Cordula Peregrina), die nach ihrer Konversion zum kath. Glauben gegen Ende des 19. Jh. in ihr Tagebuch schrieb: " Es ist unter den Katholiken ein wunderbares, unauflösliches Band von Liebe und Fürbitte…. Unbekannt und doch bekannt, getrennt und doch verbunden, fern und doch nahe, zieht sich von Seele zu Seele ein Band, wie kein ähnliches auf Erden zu finden ist, als da, wo es in Wahrheit heißt: Ein Glaube, ein Hirt und eine Herde!" http://www.razyboard.com/system/morethre...-5830064-0.html
Ein großer Dank geht von mir auch an Maresa für ihren stets hilfreichen Beistand!
Das Übel einer Scheidung der Eltern müssen leider auch meist die Kinder ausbaden. Speziell Buben in der Pubertät tun sich mit dieser Situation schwer.
Dazu kam noch die lange Zeit der Lockdowns, wo die Schüler meist alleine zu Haus an ihren Laptops saßen und sich lieber Computerspielen widmeten als dem Homeschooling.
Redakteure: Prof. Dr. theol. habil. Johannes Stöhr, Humboldtstr. 44, D-50676 Köln Dr. jur. Alfons Adam, Stössing 32, A-3073 Stössing Dr. med. Johann Wilde, Eichelhofstrasse 2/6/3, A-1160 Wien
Danke, dass Ihr mich noch nicht vergessen habt! Ich freue mich über Euren Humor und Eure Friedfertigkeit! Gerne würde ich hier noch öfters etwas Schreiben, aber derzeit ist es leider nicht möglich.
Liebe Grüße auch an Maresa, Blasius, Kristina usw u. Dank auch an Aquila für seine Beiträge! Hemma PS: Du hast mich sehr erheitert, lieber Benedikt mit Deiner Einladung zum Tanz!
Freitag, 27.03, 18:00 Live aus dem Vatikan - Eucharistische Andacht mit Papst Franziskus auf dem Sagrato des Petersdoms mit dem Segen URBI ET ORBI - Der Stadt und dem Landkreis - verbunden mit der Möglichkeit einen vollkommenen Ablass zu erwerben.
und weiters: Liebe Freunde von K-TV - bis Sonntag den 29. März täglich 7 Uhr Heilige Messe mit Papst Franziskus aus der Casa Santa Marta - live für Sie aus dem Vatikan mit deutschem Kommentar - hier auf unserer fb-Seite oder im Fernsehen - K-TV katholisches Fernsehen - schalten Sie ein! https://www.facebook.com/K.TV.Fernsehen/
Bei uns wird jetzt der Empfang der hl. Kommunion verboten!
Kirche trifft drastische Maßnahmen
Keine andere Kirche in Österreich trifft so drastische Maßnahmen wie die Diözese Gurk-Klagenfurt, die Nähe zu Italien ist der Grund dafür. Sämtliche Veranstaltungen, auch Taufen und Hochzeiten, sind ausgesetzt. Außerdem wurde die Heilige Kommunion untersagt. Gottesdienste finden aber weiterhin statt, auch die Kirchen bleiben geöffnet.
Darf ich mich mit einem Artikel von Andreas Unterberger anschließen:
Warum Weihnachten für Christen trotz allem ein „Frohes“ Fest ist!
Viele Fakten und Umfragen zeigen, dass fast alle nichtmoslemischen Österreicher Weihnachten gern und intensiv feiern. Aber immer weniger von ihnen ist klar, was sie da eigentlich feiern.
Weihnachten scheint für viele zu einem bloßen Fest des Schenkens und Beschenkens geworden zu sein; des Essens und Trinkens; des Zusammentreffens mit Menschen, die man oft das ganze Jahr über nicht trifft; der Hektik und der überspannten emotionalen Erwartungen. In gar nicht so wenigen Fällen ist Weihnachten auch das Fest des Zerbrechens von Ehen und Beziehungen, von Fassaden, die das Jahr über noch zu funktionieren schienen.
Weihnachten ist aber auch ganz im Positiven für die große Mehrheit der Menschen DAS Fest der während des restlichen Jahres von zeitgeistigen Medienplapperern verhöhnten Kleinfamilie und jenes Ortes, den man mit innerer Bindung als Heimat empfindet. Es ist das Fest der traditionsreichen Bräuche und Lieder wie auch der Erinnerung an die eigene Kindheit. Es ist das Fest der Hoffnung, gewünscht zu sein, erwartet zu werden.
Aber immer seltener ist vielen Menschen bewusst, dass Weihnachten eigentlich ein christliches Fest ist. Dass das Gedächtnis der Geburt Jesu zusammen mit Ostern nicht nur einen der Höhepunkte im Kirchenjahr bildet, sondern auch einen Eckpunkt der christlichen Identität.
Die Verdünnung des eigentlichen Inhalts des Grundes und Sinnes von Weihnachten geht Hand in Hand mit einer qualitativen wie auch quantitativen Verdünnung des europäischen Christentums. Kaum noch vorstellbar ist heute etwa der Weihnachtsfrieden von 1914, als die Soldaten beider Kriegsparteien an der Front aus den Schützengräben gestiegen sind und einige Stunden gemeinsam Weihnachten gefeiert haben. Solche Weihnachtsfrieden mitten in Kriegen hat es früher in der Geschichte immer wieder gegeben – seither aber nie mehr.
Das kann man sicher auch damit erklären, dass seit vielen Jahrzehnten christlich geprägte Völker nicht mehr im Krieg miteinander gelegen sind. Das wird aber wohl noch viel deutlicher durch die Tatsache erklärt, dass die christliche Prägung bei fast allen europäischen Völkern massiv an Intensität verloren hat – mit Ausnahme wohl nur der Polen, wo der katholische Glaube die zentrale Säule der oft von fremden, vor allem russischen Herrschern unterjochten nationalen Identität ist.
Wie zum Ersatz des Auslassens Europas nimmt jedoch das Christentum außerhalb der alten Welt zu. Faszinierenderweise nimmt es gerade dort zu, wo es keineswegs so einfach und selbstverständlich ist, Christ zu sein, wie es noch bis vor kurzem in Europa der Fall gewesen ist.
Aber auch in Europa wird man zunehmend belächelt oder verhöhnt, wenn man sich als gläubiger Christ outet. In Europa – insbesondere im EU-Europa – werden vom herrschenden linksliberalen Zeitgeist alle christlichen Haltungen, etwa die Überzeugung, dass die zynische Problemlosigkeit von Abtreibungen oder die aggressive Verbreitung von Homosexualität keine positiven Entwicklungen sind, brutal ins Abseits gedrängt. Auch in Nordamerika geht es ganz ähnlich zu: So wurde in Iowa soeben ein Mann zu unvorstellbaren 16 Jahren Haft verurteilt, nur weil er eine Regenbogenfahne – also "das" Propagandasymbol der Schwulenbewegung – von einer Kirchenfassade heruntergerissen hat, wo es eine einschlägig engagierte protestantische Pastorin aufgehängt hat.
Der bedrückende Bogen reicht von Iowa bis nach Wien, wo die Straßenbahnen regelmäßig mit dieser Fahne "geschmückt" sind, und wo der Erzbischof den Stephansdom nun schon dreimal demonstrativ der Schwulenbewegung zur Verfügung gestellt hat. Und er reicht bis in den Vatikan, wo unter dem jetzigen Papst geradezu eine Schubumkehr zum Christentum seiner Vorgänger eingekehrt ist. Seine Hauptanliegen scheinen die Umwandlung der Kirche zu einer Zweigstelle der Klimasekte mit ihren grotesken Weltuntergangsprophezeiungen und zu einem Propagandavorposten für die muslimische Millionenwanderung nach Europa geworden zu sein.
Angesichts dieses Linksschwenks von Teilen der katholischen und protestantischen Amtskirchen ist es nicht ganz verwunderlich, dass sich innerhalb des Christentums eine ganz neue Kraft herausbildet: die der Evangelikalen und Freikirchen. Sie sieht sich nicht als Kampfansage oder Alternative zu den bisherigen Kirchen, sondern als Rückkehr und Besinnung auf das Evangelium. Diese Freikirchen sind politisch schon so stark, dass etwa die Präsidenten der USA und Brasiliens ohne ihre Unterstützung niemals gewählt worden wären. Aber auch Sebastian Kurz hat mitten im letzten Wahlkampf bei einer evangelikalen Großveranstaltung ein demonstratives Segensgebet erhalten (von dem er sich nachher aber halb distanziert hat).
Was dennoch Christen eigentlich noch mehr bedrückt machen muss als der Linksschwenk von Teilen der alten Kirchen, ist die Tatsache der größten Christenverfolgung der Geschichte. Und was noch viel schlimmer ist: Die diversen Amtskirchen in Europa zeigen sich daran nicht sonderlich interessiert. Sie überlassen diverse Solidaritätsinitiativen kleinen unabhängigen Gruppen engagierter Christen, statt selbst massiv aktiv zu werden.
In den Amtskirchen geben sich hingegen viele lieber infantilen Illusionen von der Identität der sogenannten abrahamitischen Religionen hin (nur weil Mohammed bei Abfassung seines Korans halt auch den Abraham der christlich-jüdischen Bibel erwähnt hat, wird er von naiven Christen gleich eingemeindet). Sie träumen noch immer davon, dass der Gott des Neuen Testaments mit seinem umfassenden Liebesgebot und seiner Gewaltfreiheit mit dem Gott des Korans identisch sein könne, in dem zahlreiche Gewaltaufrufe gegen Christen und Juden zu finden sind.
Sie haben vor allem vergessen, dass im Neuen Testament auch mehrfach spezifische Aufrufe zur Solidarität mit verfolgten und in Not befindlichen christlichen Brüdern zu lesen sind. Dass es also durchaus christlich ist, wenn man ganz konzentriert den verfolgten Christen von Algerien bis Nordkorea hilft, und nicht, wie der Papst, primär moslemischen Migranten hilft.
Das Christentum ist freilich ohnedies nicht Privatsache der Amtskirche, sondern Sache jedes Christen. Das leben viele Initiativen christlicher Laien, die den Christen in Not helfen. So wie es auch vor 1989 einfache Christen gewesen sind, die Bibeln ins kommunistische Osteuropa geschmuggelt haben – mein einstiger, längst verstorbener Klassenvorstand etwa hat das regelmäßig auf eigene Faust in Richtung des von den rumänischen Kommunisten beherrschten Siebenbürgens gemacht.
Nicht nur die Amtskirchen, auch die christlichen Länder schauen bei der Christenverfolgung lieber weg. Lediglich das Ungarn des Viktor Orbán zeigt da wirkliche konkrete Initiativen. Wahrscheinlich ist das ja auch einer der Gründe, warum er vom linksliberalen Europa (einschließlich eines Teils der angeblich christdemokratischen "Europäischen Volkspartei") so aggressiv bekämpft wird. Eine Zeitlang hat auch Sebastian Kurz Sorge um die verfolgten Christen gezeigt, ebenso einige Italiener, aber sonst fällt absolut kein diesbezüglich engagierter Politiker Europas auf.
Es sind nach seriösen Schätzungen weltweit rund 200 Millionen Christen, die verfolgt werden. Die in ständiger Angst leben müssen. Von denen alljährlich Tausende ermordet werden. Von denen viele versklavt werden. Von denen viele beruflich massiv diskriminiert werden. Die mit lächerlichen "Blasphemie"-Todesurteilen konfrontiert sind.
Sie erleben dieses Schicksal in der großen Mehrheit der islamischen Länder – keineswegs nur durch die Mordbrigaden des "Islamischen Staates" oder durch die Sklavenjäger der in vielen afrikanischen Ländern wie etwa Nigeria aktiven "Boko Haram", sondern vielfach auch durch die staatlichen Behörden. Sie erleben dieses Schicksal aber auch außerhalb der islamischen Welt: am schlimmsten in Nordkorea, aber auch in China und Vietnam, und neuerdings auch – (noch?) auf deutlich niedrigerer Ebene – durch die indische Hindu-Mehrheit, die in raschem Tempo religiös-chauvinistisch wird.
Das absolut Faszinierende ist jedoch: Gerade die Christen in diesen Ländern sind die am festesten in ihrem Glauben stehenden, obwohl sie von den Amtskirchen und dem einst christlichen Europa weitgehend vergessen werden. Gerade in etlichen Ländern der Verfolgung nimmt die Zahl der Christen stark zu – nicht zuletzt in Asien, wo viele Menschen die geistige Leere aller Alternativen spüren, vom Kommunismus über den Konsumismus bis zu den diversen asiatischen Religionen.
Das erinnert stark an die ersten drei Jahrhunderte nach Christi Geburt, als das Christentum gerade während der fast allumfassenden Christenverfolgungen seiner Anfangszeit zur stärksten geistigen Kraft der Geschichte geworden ist.
In diesem Sinn können Christen trotz aller bedrückenden Entwicklungen doch durchaus im Wortsinn Frohe Weihnachten feiern.
Ich traute heute meinen Auge nicht, als ich mittags in EWTN die Vertreter der indigenen Völker (Schamanen?) mit Trommeln und Rasseln in die Vatikanischen Gärten einziehen und ihre Zeremonien (abgesehen von der Pflanzung der Steineiche aus Assisi) verrichten sah.
Möge der hl. Franziskus, dem diese Synode geweiht ist, das Ärgste abwenden!
Ein Artikel von Andreas Unterberger zum derzeit laufenden Wahlkampf in Österreich:
Elf Fakten zu Türkenbelagerung, Stenzel und der Demokratie
Endgültig ins Absurd-Lächerliche abgestürzt ist der Wahlkampf, seit Medien und Linksparteien einen "Stenzel-Skandal" ausgerufen haben, der nun auch die ÖVP in Schnappatmung versetzt hat. Gewiss, Wahlkämpfe sind eine besonders hirnlose Zeit. Aber so schwachsinnig wie dieser war noch nie ein Wahlkampf.
Seitenweise könnte man wichtigere Themen aufzählen als eine Rede einer Wiener Oppositionspolitikerin, um die es in diesem Land gehen sollte und müsste. Aber eine offenbar endgültig irre gewordene politmediale Blase hält diesen "Skandal" für wichtiger als alles andere. Obwohl er in keiner Weise einer ist.
Die Fakten sprechen nämlich eine ganz andere Sprache.
Zuerst zum historischen Hintergrund des "Skandals". Das war die Befreiung Wiens nach einer langen Türkenbelagerung im Jahr 1683. Das damalige Entsatzheer war eine gewaltige gesamteuropäische Anstrengung gewesen, die den heute so oft von Politikermund zu hörenden "europäischen Gedanken" beispielhaft vorweggenommen hat. Es ist damals nur nach intensiven Aufrufen des Papstes zustande gekommen. Dreihundert Jahre lang war diese Rettung Wiens und damit Mitteleuropas vor den Osmanen regelmäßig Anlass zu großen Gedenkfeiern. Die katholische Kirche hat diese Befreiung Wiens sogar durch Schaffung eines hochrangigen eigenen Feiertags – "Maria Namen" – geehrt (Offenbar kommen die Anlässe christlicher Feiertage künftig auf den Index linker Correctness – aber immerhin: Weihnachten darf man vorerst noch feiern, wenn auch nicht in roten Kindergärten).
Seit 1947 findet in Wien alljährlich eine große Maria-Namen-Feier statt, an der sich Hunderttausende Menschen, viele Bundeskanzler und ÖVP-Obleute aktiv beteiligt haben. Dabei wurde einerseits an die Befreiung des Jahres 1683 erinnert. In den Jahren bis 1955 wurde aber vor allem intensiv für die Befreiung Österreichs von der alliierten Besatzern gebetet. Nachher wurde alljährlich dafür gedankt und für den Frieden in der Welt gebetet.
Seit Jahren erinnern auch kleine konservative Gruppen mit einer eigentlich bisher von niemandem beachteten Veranstaltung an den gleichen historischen Anlass. So auch heuer, mit der ehemaligen ORF- und ÖVP- und jetzigen FPÖ-Exponentin Ursula Stenzel als Rednerin. Es ist eine der vielen in den letzten Stunden von Parteien und Medien schamlos verbreiteten Lügen, dass das eine Veranstaltung der "Identitären Bewegung" gewesen wäre. Ich selbst habe jedenfalls mehrere Einladungen von verschiedenen Organisatoren erhalten (gehe aber seit Jahrzehnten prinzipiell nie auf Kundgebungen). Irgendein Hinweis auf die Identitären war nicht dabei. Schon aus diesem Grund ist die viele Medien beherrschende Aufregung "Stenzel spricht bei Identitären" reine Hysterie, die jenseits aller Fakten liegt. Zwar kann es natürlich sein, dass auch Identitäre bei den Zuhörern waren, oder dass irgendwelche Identitäre-Twitter-Konten dazu aufgerufen haben. Na und? Darf man – selbst wenn die Identitären wirklich so verbrecherisch wären, wie jetzt getan wird – nicht mehr zu Veranstaltungen gehen, zu deren Besuch auch Identitäre aufgefordert haben? Ob das nun eine Kurz- oder Rendi-Rede ist oder ein Fußballländerspiel ... Unabhängig davon, was die Identitären mit dem Türkenbefreiungs-Fackelzug zu tun haben, ist in einem Rechtsstaat die Tatsache festzuhalten, dass sie ein unbescholtener Verein sind, der weder zur Gewalt noch zu einer Verletzung des Rechtsstaats aufgerufen hat. Der daher jedes Recht hätte, Veranstaltungen durchzuführen.
Die Identitären treten gegen Islamisierung und Massenmigration und für die österreichische Identität ein. Das sind alles Ziele, von denen man bisher eigentlich annehmen hätte können, dass auch ÖVP und FPÖ für sie eintreten. Das ist aber offenbar ein Irrtum, da sich beide Parteien heuer massiv von den Identitären distanziert haben. Die FPÖ auf Verlangen der ÖVP. Die ÖVP offenbar deshalb, weil sie in den letzten Monaten ohne langes Nachdenken auf jede linke Kampagne von "Falter", "Standard" und ORF hereinfällt. Und weil sie nicht begreift, dass auch sie selber Opfer ununterbrochener linker Untergriffe ist (von Silberstein bis zum Hacker-Angriff). Der Gipfelpunkt der Lächerlichkeit ist, dass den Identitären die Tatsache vorgeworfen wird, dass ihnen der rechtsextremistische Massenmörder von Christchurch rund ein Jahr vor seinem Verbrechen eine Spende überwiesen hat. Dabei kann man absolut sicher sein, dass auch jede österreichische Partei schon einmal Geld von jemandem erhalten hat, der dann später zum Verbrecher geworden ist (vielleicht sogar auch von einem, der es bereits vorher gewesen ist). Ihr einziges Glück: Ihre Mitglieder- und Spenderlisten sind (abgesehen von den Großspenden) nie an die Öffentlichkeit gedrungen. Nun werden manche sagen: Aber in einem Verfassungsschutzbericht sind die Identitären als "rechtsextrem" bezeichnet worden. Solche Erwähnungen in einem öffentlichen Bericht sind jedoch ganz eindeutig unglaubliche Verletzungen aller rechtsstaatlichen Prinzipien. Denn: - das Wort "rechtsextrem" ist juristisch nicht definiert, daher eigentlich nur eine Beschimpfung; - das BVT nennt für diese Beschimpfung auch keinerlei nachvollziehbare Begründung; - im BVT ist eine links-linke Referentin für diese Passagen zuständig, deren Motive klar sein dürften; - es gibt keinerlei rechtliche Möglichkeiten, gegen solche Feme-artigen Verurteilungen aus dem Dunkel Einspruch zu erheben oder ein rechtsstaatliches Verfahren zur Klärung der Vorwürfe zu verlangen; - etliche linke Medien wie der ORF verwenden ungeniert und ebenfalls ohne Beweis auch für Italiens Salvini oder Ungarns Orban diesen Ausdruck.
Ganz abgesehen von der aktuellen Groteske wäre es daher dringend notwendig, der Gesetzgeber würde das Wort "Extremist" sachlich definieren, will dieser Staat nicht kollektiv zum totalitären Irrenhaus nach Art von Orwells Schreckensdrama "1984" werden. Sonst kann jeder jeden als "Extremisten" bezeichnen. Bei dieser Definition muss zweifellos ein Aspekt im Zentrum stehen: "Anwendung von oder Aufruf zur Gewalt".
Sobald es eine präzise, einklagbare Definition gibt, würde freilich klar werden, dass sich insbesondere auch bei den jetzt so moralistisch hechelnden und heuchelnden Parteien etliche Personen befinden, die sich einmal extremistisch betätigt haben.
Sollte in einer solchen Extremismus-Definition aber auch etwas von "Aufruf zu Grundrechtsverletzungen" stehen, dann müsste sich neuerdings auch die ÖVP einige kritische Fragen stellen lassen. Denn wer einen unbescholtenen Verein einfach durch Anlassgesetze verbieten will, will damit das in Österreich seit mehr als 150 Jahren (mit 7 Jahren Unterbrechung) und in Europa seit der Menschenrechtskonvention geltende Grundrecht der Vereins- und Meinungsfreiheit brechen. Was einfach nur eine Schande ist.
PS: Ob ich die Identitären mag? Nein, denn ich mag Aktionismus nicht (also die Stürmung fremder Veranstaltungen oder das Hissen von Transparenten auf fremden Gebäuden). Aber es ist widerlich und widerspricht total allen rechtsstaatlichen Gleichbehandlungspflichten, wenn einerseits der genauso gestrickte – und viel ältere – Aktionismus von "Greenpeace" und Konsorten nicht nur toleriert, sondern geradezu zur Ehre der Altäre erhoben wird. Und wenn andererseits der Aktionismus der Identitären als Megaverbrechen behandelt wird, das jeden zum Aussätzigen macht, der einem Identitären jemals die Hand gegeben hat.
Die Religionssendungen des ORF sind - abgesehen von gelegentlichen Ausnahmen - desorientierend. Ich sehe sie mir kaum noch an. Wir haben ja Gott sei Dank die katholischen Fernsehsender KTV und EWTN. Ich höre auch gern die Vorträge auf Radio Maria.
Danke, dass Du auf den Gedenktag der Seligen Anna Maria Taigi hingewiesen hast! Ich durfte 2004 bei einer Pilgerfahrt nach Rom ihren unverwesten Körper in Trastevere in der Basilika San Crisogono mit seiner unbeschreiblichen Ausstrahlung sehen und war tief berührt. https://gloria.tv/video/syGozjKfh3XN3RUfne9EWkMcu
Mein Gott, wie viel Süßholz wird da jetzt wieder zum Muttertag geraspelt, wie viele Restaurants sind ausgebucht, und wie viele Herzen sind in Kindergärten gebastelt worden. Eh alles lieb, gut und wunderbar. Nur: Dem heute weitaus wichtigsten Aspekt zum Stichwort Mutter weicht man allüberall in großem Bogen aus, die Bürger wie die Politik.
Dieser Satz lautet schlicht: Es gibt zuwenig Mütter.
Denn schon in der zweiten Generation hintereinander wird in Österreich, wird in so gut wie allen hochentwickelten Ländern ein rundes Drittel der Kinder nicht mehr geboren, die zum Erhalt der Bevölkerungsgröße, des zivilisatorischen Niveaus und der kulturellen Identität notwendig wären. Kinderkriegen und Kindererziehung sind zur überflüssigen Ablenkung von den Gaumenkitzeln des Lebens in einer Überflussgesellschaft geworden.
Die Folgen sind eine nicht mehr allzu schwierige mathematische Aufgabe: Die Zahl der Nachkommen der seit unzähligen Generationen in Europa lebenden Menschen geht gegen Null.
Natürlich werden jetzt ein paar Politisch-Korrekte die Nase rümpfen: Was will er denn, die Einwohnerzahl Österreichs steigt doch. Ja, das tut sie – in vielen anderen europäischen Ländern sinkt sie allerdings schon viele Jahre. Aber sie steigt auch in Österreich nicht als Folge der Geburtenfreudigkeit der Österreicher, sondern durch zwei externe Phänomene. Von denen freilich das eine bald aufhören wird.
Denn die Zuwanderung aus anderen europäischen Ländern nach Österreich schwächt sich schon deutlich ab. Dieses Phänomen war eindeutig ein Segen für das Land. Ungarn, Polen, Kroaten und Angehörige vieler anderer europäischer Nationen haben enorm zum österreichischen Wirtschaftswachstum beigetragen, haben es uns bisher erspart, die Folgen des schon vor 50 Jahren eingetretenen Geburtenknicks wirklich zu spüren. Abgesehen von jener Minderheit, die nach dem Zusammenbruch der Mangelwirtschaft des real existierenden Sozialismus bei den ersten Reisen nach Österreich den Ausdruck "Selbstbedienungsladen" allzu wörtlich genommen hat, waren und sind sie in jeder Hinsicht eine Bereicherung. Sie sind fleißig, gut erzogen, bildungsorientiert und bis auf den sprachlichen Akzent gegenüber autochthonen Österreichern nicht unterscheidbar. An der positiven Bewertung der europäischen Migration ändert die Tatsache nichts, dass sie natürlich nicht aus Liebe zu Österreich gekommen sind, sondern weil sie hier besser verdienen können als daheim.
Dieser Unterschied ist jedoch rapide im Schwinden. Daher reißt dieser mitteleuropäische Zustrom immer mehr ab. Aus den Ländern der einstigen Monarchie, die in den letzten 30 Jahren, genauso wie schon in den Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg insbesondere den Wiener Raum so stark befruchtet haben, kommt kaum noch jemand nach. Immer öfter wollen Polen, Slowaken oder Ungarn wieder heimkehren, wollen sich an der in der Heimat ausgebrochenen Dynamik, am dortigen Wirtschaftswunder (mit für Österreich unerreichbaren hohen Wachstums- und niedrigen Arbeitslosenzahlen) erfreuen. Neue europäische Zuwanderer hingegen kommen nur noch aus dem Balkan.
Das zweite Phänomen, das das Schrumpfen Österreichs verhindert hat, ist der Zustrom von Menschen aus Afrika und Asien, die als legale Gastarbeiter oder als illegale Migranten gekommen sind, die sich als Flüchtling ausgeben. Die Mehrheit dieser Menschen ist für Österreich, für Europa ein gewaltiges Problem geworden, für das sich keine Lösung abzeichnet. Durch ihren überaus geringen Bildungshintergrund, durch ihr in Millionen Details unterschiedliches kulturelles und soziales Verhalten, durch die massiv gegen die europäischen Grundrechte verstoßende religiös-atavistische Prägung vieler Moslems, durch die ethnische Abkapselung vieler Migranten-Ethnien ohne Bereitschaft zu Integration und Assimilation (wie wir sie bei fast allen europäischen Migranten sehen konnten).
Bücherweise kann man all die bedrückenden Folgen dieser Problemlawine auflisten, denen die österreichische Gesellschaft lange mit unglaublicher Naivität gegenübergestanden ist und zum Teil noch immer steht. Manche dieser Phänomene scheinen sich sogar drastisch zu steigern, wie etwa in den letzten Tagen einige schockierende Blitzlichter von den Zuständen in Wiener Schulklassen gezeigt haben. Tatsache ist, dass Österreich und speziell die – am meisten von den Migranten angesteuerte – Gemeinde Wien total verabsäumt haben, diese Menschen zu einer echten Integration zu bringen.
Das hätte auch konsequenten und echten Druck in Richtung Integration erfordert, zu dem unsere Gesellschaft nicht mehr imstande oder aus ideologischer Dummheit nicht willens ist (den hingegen alle jene Länder jahrhundertelang durchaus erfolgreich ausgeübt haben, die von der Immigration profitieren und nicht zerstört werden wollen).
Aber selbst wenn das versucht worden wäre, ist mehr als fraglich, ob afrikanische oder arabische Immigranten aus ihrer so massiv unterschiedlichen Prägung heraus nicht dennoch auch noch in der dritten Generation total in ihrer Kultur, Sprache und Denkweise verhaftet geblieben wären, wie wir es heute schockiert bei einem großen Teil konstatieren müssen.
Jedenfalls war und ist es ein völliger Unsinn, ja Wahnsinn zu glauben, das Ausbleiben der eigenen Kinder einfach durch Afrikaner und Westasiaten ersetzen und dennoch ein modernes und reiches Industrie- und Kulturland bleiben zu können.
Ohne Kinder keine Zukunft
Damit sind wir wieder beim Ausgangspunkt: Wenn wir nicht sehr bald damit anfangen, wieder selbst ausreichend eigene Kinder in die Welt zu setzen, dann brauchen wir uns um die langfristige Zukunft Österreichs als wohlhabendes Industrie- und Kulturland keine Sorgen mehr zu machen. Die wird es dann einfach nicht mehr geben
Groteske Metastasen dieser Entwicklung sind die Argumentationen jener Menschen, die ihr Desinteresse an einem Überleben dieser Kultur respektive ihre Kinder-Unlust mit pseudorationalen Phrasen zuzudecken versuchen. Vor 40 Jahren etwa hieß die häufigste Phrase: "Es kommt eh bald der Atomkrieg, da zahlt sich das Kinderkriegen nicht mehr aus." Heute heißt sie: "Man kann doch kein Kind mehr in die Welt setzen, das ja zusätzlich CO2 produziert."
Der intelligentere und verantwortungsbewusste Teil der Europäer kommt hingegen nicht um die Frage herum: Kann man überhaupt noch das Ruder herumreißen?
Die Antwort lautet: Das Gelingen ist absolut ungewiss, aber das Ziel ist ganz eindeutig den Versuch und jede Anstrengung wert.
Freilich gibt es kein Universalrezept, wie man es erreicht. Ein Ansatz, ein Signal in die richtige Richtung war der österreichische Steuerbonus von 1500 Euro für jedes Kind pro Jahr. Ein noch viel größerer Ansatz ist das, was Ungarn jetzt macht. Das reicht von 31.000 Euro Kredit für jede Frau bei der Heirat, die ab dem dritten Kind nicht mehr zurückgezahlt werden müssen, bis hin zu Zuschüssen für siebensitzige Familienautos und vieles mehr.
Zweifellos lauter richtige und wichtige Maßnahmen. Immerhin hat Ungarn neuerdings eine ganz leicht – wenn auch (noch?) völlig unzureichend – steigende Geburtenrate, in Österreich stagniert sie.
Daher bleibt die Frage offen: Reichen solche Maßnahmen aus? Fehlt doch schon die Elterngeneration, wie sich etwa anschaulich bei der jetzigen EU-Wahl zeigt: Da ist die Gruppe der 30- bis 44-Jährigen um ein Viertel kleiner geworden. Aber genau diese Generation wäre fürs Kinderkriegen verantwortlich.
Die Ursachen des Drangs zum Untergang
Wer aber ist für diesen schlimmen Trend, für die möglicherweise größte Katastrophe in der Geschichte Europas verantwortlich? Niemand mag sich diese Frage stellen, weil man bei der Antwort nicht mit spitzen Fingern auf einen einzigen Bösewicht zeigen kann, weil wir alle mitschuld sind. Dabei wäre nicht nur der Muttertag ein geeigneter Anlass, über die wichtigsten Ursachen nachzusinnen. Auch die derzeit voll von Phrasen dahinplätschernden Europa-Debatten sollten das eigentlich sein, geht es hier doch wirklich um Europas Überleben. Die wichtigsten Ursachen:
1. Der Geburtenknick hat ziemlich genau mit der Verbreitung der Anti-Baby-Pille eingesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wurde es viel leichter, dem Kinderkriegen zu entgehen. 2. Nicht nur Theologen und Philosophen sehen ein wachsendes Ausmaß des Egoismus in der Wohlstandsgesellschaft. Dieser Wandel ist nach den heroischen Jahren des Wiederaufbaus, Wirtschaftswunders und gleichzeitigen Babybooms eingetreten. Dieser Wertewandel wurde insbesondere von der 68er Bewegung verstärkt. 3. Viele junge Frauen sind den verlockenden Weg in die Karriere gegangen, wo ihnen die Quotenpolitik auch viele Tore weit geöffnet hat. Da hat man dann das Kinderkriegen aufgeschoben – bis es zu spät war. 4. Viele junge Frauen wollten nur unter absolut idealen Zuständen Kinder in die Welt setzen, also wenn der ideale Mann gefunden, der Traumberuf erreicht und die wirtschaftliche Situation erfreulich ist. Hätten Frauen früherer Generationen so gedacht und gehandelt, hätte etwa im 18. Jahrhundert außer Maria Theresia wohl überhaupt niemand Kinder in die Welt gesetzt. 5. Aggressive Feministinnen hetzen seit Jahren massiv gegen Mütter, verhöhnen sie als dümmlich und zurückgeblieben. Das verschreckt einen Teil der jungen Frauen, Mütter zu werden. 6. Der Kinderwunsch der meisten Männer ist – trotz all dieser Veränderung bei Frauen – noch viel niedriger als jener der Frauen. Offenbar wird biologisch für Männer das Vatersein erst wichtig, wenn sie es schon sind (und auch da nicht für alle). 7. Dass ein sinnvolles und erfülltes Leben fast immer kausal mit Kindern und Familie zusammenhängt – und nicht mit Sport, Reisen, Konsum, Spaßhaben, wo man in der Jugend den Sinn des Lebens gesucht hat –, spüren die meisten Menschen erst dann, wenn es zu spät für Kinder und Familie ist. 8. Vielfach übersehen wird die Mitschuld der Wirtschaft am Geburtenrückgang: Diese giert vor allem in Zeiten des Arbeitskräftemangels nach den autochthonen Frauen, weil diese gut gebildet sind, weil sie loyal sind, weil sie sich gut in Gruppen einordnen, weil immer weniger Arbeitsplätze die überlegenen Körperkräfte eines Mannes erfordern. Die politischen Exponenten der Wirtschaft kämpfen ständig gegen fast jede Form der Familienförderung. Sie reden zwar ständig von der Wichtigkeit des Investierens, aber begreifen überhaupt nicht, dass Kinderkriegen und hochwertige Kindererziehung die weitaus beste Zukunftsinvestition für das Land und insbesondere die Wirtschaft sind. 9. Die zwei allerwichtigsten Ursachen für das von Generation zu Generation gewachsene Desinteresse an Kindern zum Schluss. Die erste: In bäuerlichen Lebensformen, in denen jahrtausendelang 80 bis 90 Prozent der Menschen gelebt haben, waren Kinder wichtige Hilfs- und Arbeitskräfte. Das ist durch das Schrumpfen der Bauernschaft auf weniger als drei Prozent heute völlig irrelevant geworden. Und selbst bei diesem Rest braucht man heute nur noch selten Kinder als Erntehelfer. Von deren einstiger Bedeutung zeugt heute nur noch der späte Schulbeginn im September. 10. Sehr ähnlich ist die zweite Kausalitätenkette: Bis ins 20. Jahrhundert waren Kinder die wichtigste Altersversorgung. Bei Arbeitern und Gewerbetreibenden genauso wie bei Bauern. Sie alle haben aus Eigeninteresse eigene Kinder gebraucht, wollten sie nicht selbst nach dem Arbeitsleben im Armenhaus landen. Ja, das sind zum Teil gar nicht sonderlich edle Kausalitäten, warum sich Völker vermehrt und dadurch überlebt haben (wenn sie nicht von Kriegen oder Eroberern ausgerottet worden sind). Wenn die Motive fürs Kinderkriegen wegfallen, fällt nach ein paar Generationen der Anpassung eben auch das dadurch geprägte Sozialverhalten weg. Da mögen die Religionen sagen, was sie wollen.
Jenseits aller Gefühlsduselei und allem Gutmensch-Gerede steht die Welt daher ganz nüchtern vor zwei durchaus widersprüchlichen Aufgaben:
° Einerseits geht es in der dritten Welt, vor allem in Afrika darum, dort die Anreize zu reduzieren, zu viele Kinder in die Welt zu setzen, soll es nicht zu großen Explosionen kommen. (Dazu gehören Stichworte wie: Frauenbildung, staatliche Altersversorgung, Entwicklung weg von agrarischen Ökonomien durch Teilnahme an einem freien Welthandel, usw.) ° Andererseits sollten sich Europäer dringend in die Gegenrichtung bewegen, also durchaus ökonomische Anreize zu schaffen, soll es nicht zu großen Implosionen kommen.
Birgit Kelle ("Muttertier"), die heute wohl brillanteste Autorin und Denkerin zu Frauenthemen, attackiert daher zu Recht die Politik, weil diese den Müttern gegenüber nur zu Lippenbekenntnissen imstande ist. Die Politik stelle es ständig als unmöglich dar, "dass wir (Mütter) eine Rente bekommen, von der wir leben können", während aber die Kinder "mit ihren Zahlungen an die Rentenkasse später erst einmal fremde Menschen finanzieren müssen, nicht ihre eigenen Eltern".
Es ist in der Tat auch in Österreich absurd: Wir leisten uns ein Pensionssystem mit extrem frühen Eintrittsdaten in den "Ruhegenuss" (etwa in Südkorea oder Japan geht man sage und schreibe zehn Jahre später in Pension), aber wir können es uns offenbar nicht leisten, die Mütter im staatlichen Pensionssystem mit jenen Frauen und Männern gleichzustellen, die ohne Kinderablenkung das eigene Leben genossen haben. Das ist ungerecht, das ist widerlich (wobei man objektiverweise festhalten muss, dass zumindest in der Regierung Schüssel erstmals eine teilweise Abgeltung der Kindererziehungszeiten beschlossen worden ist; aber eben nur eine teilweise, die vor allem Mehrkinderfamilien weiterhin diskriminiert).
Dabei sind in Österreich wie in allen anderen Ländern Mütter für die weitaus wichtigste Zukunftsinvestition dieses Landes verantwortlich. Aber wir bestrafen sie dafür.
Maria, du bist mit Sternen umkränzt, der Mond dient dir als Schemel deiner Füße, du thronest über den Chören der Engel. Blicke huldvoll herab in dieses Tal der Tränen und hör unser Rufen! Auf dich allein setzen wir unser Vertrauen und unsre Hoffnung.
Heute kannst du die unendliche Seligkeit des Himmels genießen. Doch auch du hast die Leiden unsrer Verbannung verkostet und weißt, wie bitter die Tage der Menschen sind, die in Schmerzen dahinleben.
Auf dem Kalvarienberg hast du eine vertraute Stimme gehört: Frau, sieh da deinen Sohn; ihn gebe ich dir an meiner Statt. Damit wurdest du zur Mutter aller Gläubigen bestellt.
Was wäre auch das Leben der armen Adamskinder ohne dich? Ein jeder hat ein Leid, das ihn quält, einen Kummer, der ihn drückt, eine Wunde, die ihr. schmerzt. Alle kommen zu dir, dem Hafen des Heils, dem Quell allen Trostes. Wenn der Sturm anschwillt zum Orkan, dann wendet der Seemann sich an dich und fleht zu dir um ruhiges Wetter. Das
Waisenkind ruft zu dir, das dem Sturm des Lebens ausgesetzt ist wie eine Blume auf dem Felde. Die Armen blicken auf zu dir, wenn das tägliche Brot ihnen fehlt, und keiner bleibt ohne Hilfe, ohne Trost.
Maria, teure Mutter, erleuchte unsren Verstand, rühre unser Herz! Die reine Liebe, die aus deinen Augen strahlt, möge auf allen ruhen und bei allen die wundervollen Früchte zeitigen, die dein Sohn uns verdiente, als er sein Blut vergoß, während du unter seinem Kreuze die bittersten Schmerzen littest. Amen.
"Freilich sollten wir das Fürbittgebet für die noch Lebenden nicht aufgeben, auch wenn sie subjektiv nicht mehr im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, zumal den Seelenzustand vor dem Übergang ins Delirium alleine unser Herr kennt."
Danke, lieber Aquila, ähnlich dachte ich auch, nur war ich mir nicht ganz sicher. Wenn man bedenkt, wie viele Menschen in ihren letzten Jahren an Demenz erkranken, so sollte sich wohl jeder ältere Mensch bewusst sein, dass er rechtzeitig reinen Tisch mit seinem Schöpfer machen sollte.
Hat es einen Sinn, für einen Menschen zu beten, der sich bereits im Delirium befindet oder an fortgeschrittener Demenz leidet? Solcherart betroffene können ja kaum noch Reue über ihre Sünden erwecken.
Ich meine jetzt konkret einen Menschen, für den ich in der letzten Zeit oft gebetet habe und von dem ich heute erfuhr, dass er schon eine Zeit lang nicht mehr bei Verstand ist. Er hat kein gutes Leben geführt und ich mache mir Sorgen um seine Seele.
Ich konnte einige Tage in Lourdes verbringen. Es war dies eine große Gnade, von der ich sicher den Rest meines Lebens zehren werde. Diesem heiligen Ort plötzlich ganz nahe zu sein war für mich so unwirklich, dass ich dachte zu träumen, zumal ich ja glaubte, die Strapazen der Reise wären zu groß für mich. Gestaunt habe ich über die vielen Pilger, unter denen auch zahlreiche Jugendliche - großteils aus Frankreich - waren. Bei der internationalen hl. Messe, die 2x wöchentlich in der unterirdischen Basilika stattfindet, war kaum Platz zu finden, es müssen wohl einige tausend Menschen anwesend gewesen sein. An den Prozessionen konnte ich leider nicht teilnehmen, es war abends immer kalt und regnerisch. Und auch auf die Teilnahme an der Eucharistischen Prozession, die immer am späten Nachmittag stattfindet musste ich verzichten, weil mein Begleiter andere Wünsche hatte. Doch durfte ich einige Male an der Grotte sein und 2 hl. Messen mitfeiern, eine in der schönen Rosenkranzbasilika. Der Abschied ist mir schwer gefallen, doch stärkte mich die Gewissheit, dass Jesus und Maria mich weiterhin begleiten werden.
Die großen mittelalterlichen Kathedralen von Notre-Dame bis Sankt Stephan sind die Seelen ihrer Nationen. Wer muss nicht in den Stunden der Verzweiflung über den Brand in Paris an dieses Wort denken? Es sind keineswegs nur die regelmäßigen Kirchgänger – derer gibt es gerade in Frankreich selbst in der Karwoche nicht mehr allzu viele –, denen der Todeskampf des wichtigsten Baus des ganzen Landes in dieser Nacht die Tränen in die Augen getrieben hat. Die zugleich metaphorisch an den Zustand ihres Vaterlandes denken müssen. Die aber auch wieder Hoffnung schöpfen, als gegen Ende der Brandnacht zumindest die Türme und ein guter Teil der Struktur dann doch gerettet sind. Freilich: Was auch immer "gerettet" heißt – seit dem Schicksal von Fausts Gretchen kann ich dieses Wort ja nur noch sehr zweideutig verstehen …
Zufällig zur gleichen Stunde, da in Paris der Brand begann und ich noch nichts davon wusste, ging ich an diesem lauen Frühlingsabend am Stephansdom vorbei. Ich war wieder einmal von der Schönheit, von der Mächtigkeit und zugleich Zierlichkeit des Baus überwältigt. Auch wenn man in dieser Stadt geboren ist, packt es einen fast jedes Mal neu, wenn man aus den engen Gassen oder aus dem Touristenglitzer der Kärntner Straße kommt und plötzlich steht er da und man schaut hinauf und hinauf. Dorthin, wo er hinzeigt.
Wie durch ein Wunder kommt man beim Bummeln durch die Innenstadt an diesem Abend auch auf den traumatischen Brand des Wiener Doms im Jahr 1945 zu sprechen, als sehr, sehr viel kaputt gegangen ist. Als jedoch ebenfalls, so wie in Paris, das Wichtigste stehen geblieben ist – der Turm. Und dann blättert man daheim die Geschichte dieses Wiener Brandes nach, während alle relevanten Kanäle dieser Welt (natürlich nicht der ORF) rund um die Uhr die Flammen aus Paris zeigen.
Der Wiener Brand und seine Folgen zeigen die absoluten Tiefen und Höhen dessen, wozu Menschen fähig sind. Auch die Menschen meiner Heimatstadt. 1945 war der Dom nämlich nicht durch die zahllosen verheerenden Bombenangriffe auf die Stadt zerstört worden, auch nicht durch die Bodenkämpfe in der Stadt, als nur wenige Meter entfernt tagelang der Donaukanal die Frontlinie gebildet hatte, auch nicht, wie eine Zeitlang behauptet worden war, durch Artilleriebeschuss vom Kahlenberg – sondern ausgerechnet durch Plünderer. Also durch miese Kreaturen dieser Stadt, die in den Stunden der Anomie umliegende Geschäfte ausgeraubt und in Brand gesteckt haben. Aber es sind genauso auch Menschen dieser Stadt und dieses Landes, die dann binnen weniger Jahre – es waren die bitterarmen Jahre der Nachkriegszeit! – den großartigen Wiederaufbau des Domes geschafft haben. Wie wenn nie etwas passiert wäre.
Daher kann man auch tief überzeugt sein, dass die Pariser, die Franzosen, die Europäer, die ganze christliche Welt den Wiederaufbau schaffen werden. Und zwar genau so, wie Notre-Dame bis vor wenigen Stunden dagestanden war. Daran kann und darf es keine Sekunde einen Zweifel geben.
Immerhin ist Notre-Dame noch deutlich älter als der Wiener Dom. Immerhin ist an diesem Bau 200 Jahre gearbeitet worden, von Menschen, die naturgemäß den Sinn ihres Tuns immer in der Ewigkeit gelebt und gedacht hatten. Immerhin war Notre-Dame kunstgeschichtlich bahnbrechend. Immerhin finden dort alljährlich deutlich mehr Besucher hin als selbst in das stolze Wahrzeichen im Mittelpunkt Wiens. Immerhin hat der Brand sofort alle innenpolitischen Kontroversen in Frankreich beendet und zumindest vorerst Präsident und Gelbwesten vereint. Immerhin muss ihnen allen das, was sie so scharf getrennt hat, plötzlich selbst ziemlich lächerlich vorkommen. Und immerhin ist Notre-Dame ein Weltkulturerbe im wahrsten Sinn des Wortes. Dieses Wort führt automatisch wieder nach Wien zurück, wo eine korrupte und kulturlose Politik einem miesen Geschäftemacher die Zerstörung des Weltkulturerbes Wien erlauben will. Wo aber tapfere Menschen und anständige Richter das vorerst und hoffentlich auf Dauer verhindert haben. Auch dieser Gegensatz erinnert unwillkürlich daran, wie mies und wie großartig sich Menschen verhalten können. Nicht nur 1945 und in den Jahren danach.
Und die Ursache? Gott sei Dank, nach allem, was man zur Stunde weiß, war Fahrlässigkeit bei Reparaturarbeiten und nicht Brandlegung die Ursache. An die freilich jeder unwillkürlich als erstes gedacht hat: Gerade in Frankreich. Gerade nach der Geschichte des Landes in den letzten Jahren. Gerade in der Karwoche, also der heiligsten Woche der Christenheit.
Erst vor wenigen Tagen hat eine Reportage beklemmend dargestellt, wie dramatisch die Übergriffe auf katholische Kirchen in Frankreich zugenommen haben: Allein im vergangenen Jahr sind über tausend französische Kirchen geschändet worden (hingegen hundert Gotteshäuser der anderen Religionen zusammen), weit mehr als in den Jahren davor. Ähnliche Berichte gibt es auch aus Deutschland. Da ist es fast ein Segen, dass keine Brandstiftung passiert ist, sondern "nur" einer der Unglücksfälle, wie sie seit jeher zur traurigen Conditio humana und zum Los der Städte gehört haben.
Doch die Frage nach der Seele Frankreichs, nach der Seele Europas bleibt eine brennende, auch wenn die letzten Glutnester gelöscht sein werden. Gibt es die noch? Ist diese Seele noch in der Asche von Notre-Dame zu finden? Hat sie vielleicht in den tapferen Feuerwehrmännern gebrannt, die unter Todesgefahr in die Kathedrale hineingegangen sind, um deren Struktur zu retten?
ADOLF FUGEL 1943 – 2019 Priesterweihe 02. 04. 1967
In tiefer Trauer geben wir Ihnen bekannt, dass Pfarrer Adolf Fugel am 11.04.2019 seine Seele dem Schöpfer zurückgegeben hat. Die Beerdigung findet in Gyál/Ungarn am 26.04. 2019 statt, 15:00 Uhr. Die Messe 14:00 Uhr. Der Verstorbene bittet um einen Rosenkranz und um eine hl. Messe für sein Seelenheil.
FUGEL STIFTUNG. Die Präsidentin des Stiftungsrates
Zum Tod von Hochw. Pfarrer Fugel am Morgen des 11. April 2019 im Krankenhaus "Jahn Ferenc", Budapest-Süd
Am Mittwoch, den 10. April fand in der Hauskapelle von H. H. Pfarrer Fugel wie gewöhnlich um 18.00 Uhr die Hl. Messe statt, zelebriert von P. Klaus Wilhelm aus Österreich, der seit Mitte Jänner dem Pfarrer in seinem Haus in Gyál helfend zur Seite stand. Zwei Gläubige, eine Dame aus Budapest und ein Besucher aus der Schweiz, waren ebenfalls zugegen. Andächtig empfing der Pfarrer die hl. Kommunion. Nach der Hl. Messe ließ er es sich nicht nehmen, den Besuchern noch selbst einen Toast als Imbiss zuzubereiten, obwohl er schwer an Atemnot litt. Am Abend wollte H. H. Pfarrer Fugel um ca. 21.00 Uhr zur Ruhe gehen. Beim Verlassen seines Büros bemerkte P. Wilhelm Blutspuren am Boden. Das war schon früher gelegentlich vorgekommen. H. H. Pfarrer ging wieder in das Büro zurück, um einen Verband zu erhalten. Der Blutfluß aus der geplatzen Vene Fuß war aber zu stark, der Verband war bald blutdurchtränkt, und P. Wilhelm riet ihm dringend, den Arzt zu rufen. Schließlich kam der Notarzt von Gyál, erneuerte den Verband notdürftig mit der Anweisung, H. H. Pfarrer müsse sofort in das Krankenhaus eingeliefert werden. Nach einigem Zureden wurde die Ambulanz gerufen. Um 22.30 Uhr fuhr diese ihn in das 15 Minuten entfernt gelegene Krankenhaus "Jahn Ferenc", Budapest-Süd. Auf Wunsch des Pfarrer begleitete ihn P. Wilhelm im Rettungswagen. Im Krankenhaus wurde der Pfarrer nach einigem Warten, auf dem fahrbaren Krankenbett liegend, in verschiedene Behandlungszimmer gebracht. Schließlich wurde er von den Ärzten und Krankenschwestern beschworen, er müsse im Krankenhaus bleiben, obwohl er unbedingt wieder nach Gyál zurückgebracht werden wollte. Auch P. Wilhelm wurde vom ärztlichen Personal ersucht, dem Pfarrer entsprechend zuzureden. Schließlich sah H. H. Pfarrer ein, dass es wirklich keine andere Möglichkeit gab. Um 01.30 Uhr in der Nacht verabschiedete sich P. Wilhelm, gab dem Pfarrer noch den Segen und fuhr mit dem Taxi zurück nach Gyál.
Am Vormittag desselben Tages erhielt P. Wilhelm um 11.00 Uhr von Frau Bernadett Vago, einer treuen Helferin des Pfarrers, die Nachricht, dass dieser in der Früh verstorben sei. Das war eine völlig überraschende Botschaft, da sich der Pfarrer zwar in keinem guten Gesundheitszustand befand, andererseits aber geistig und physisch noch immer starke Kräfte besaß. Beim Besuch im Krankenhaus am Nachmittag desselben Tages erklärte der zuständige Arzt, dass zu viele Faktoren zusammengekommen seien: zu viel Wasser im Körper und in den Beinen, Blutverlust, sein schweres Krebsleiden, das auf die Lunge drückte... Der Pfarrer sei gegen 04.30 Uhr verstorben.
Soweit zu den Umständen seines Todes. P. Wilhelm zelebrierte noch am Donnerstagabend um 18.00 Uhr in der Hauskapelle in Gyál ein Requiem für den lieben Verstorbenen.
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Ergänzend sei hinzugefügt, dass der Distriktobere der Priesterbruderschaft St. Pius X. von Österreich, P. Stefan Frey dem H. H. Pfarrer am 14. Jänner 2019 in seinem Haus in Gyál die Sterbesakramente gespendet hatte. H. H. Pfarrer Fugel möge durch die Barmherzigkeit Gottes und die Fürsprache der von ihm so sehr verehrten Gottesmutter Maria ruhen in Frieden.
Danke, lieber Katholik28 und lieber Sel für Eure Worte, die auch mir aus der Seele sprechen!
Wir können nur beten und hoffen, dass Aquila wieder zurückkommt! Er hat sich nie geschont und braucht vielleicht einmal eine Zeit der Ruhe.
Lieber Blasius! Danke für Diene Mühe, speziell der Artikel über Lourdes hat mich sehr gefreut. Ich soll ja nächste Woche dorthin fahren. Aber ich weiß noch immer nicht, ob ich die weite Fahrt gesundheitlich schaffen werde.