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  • Berufung zum GebetDatum17.10.2018 10:49
    Thema von Hemma im Forum Predigten

    Predigt von Hw. Prof. Josef Spindelböck am Fest der Hl. Theresia von Avila,
    bei der Hl. Messe im Karmel Mayerling


    Liebe ehrwürdige Schwestern des Karmel Mayerling, liebe Gläubige!

    Der hauptsächliche Inhalt Ihrer geistlichen Berufung im Orden der Unbeschuhten Karmelitinnen ist gemäß der Intention der hl. Theresa von Avila das Gebet!

    Mit einfachen Worten hat sie diesen lebendigen Austausch der Seele mit ihrem geistlichen Bräutigam, also mit Gott dem Herrn, so beschrieben:

    Das innere Gebet sei „nichts anderes als das Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt.“

    Das sind einfache und doch tiefe, ja wunderbare Worte! Gott begegnet uns in seinem Sohn Jesus Christus nach menschlicher Art und Weise. Gott liebt uns und ist für uns erreichbar auf unserer menschlichen Ebene. Es handelt sich um einen Dialog der Liebe, den wir mit Jesus Christus, unserem Erlöser, führen dürfen. Das Herz spricht zum Herzen; es ist eine Beziehung der Liebe, die wir im Gebet pflegen.

    Bestimmt sind Ihnen, liebe ehrw. Schwestern, die Einwände gegen das Gebet bekannt, wie sie manchmal vorgebracht werden. Wenn ein Ungläubiger zu uns sagt, er sehe keinen Sinn im Beten, dann können wir diesen Menschen gemäß seinen Voraussetzungen verstehen. Denn wenn es Gott nicht gibt, wie er meint, dann hat es natürlich auch keinen Sinn, mit ihm zu reden!

    Aber auch glaubende Menschen haben mitunter Schwierigkeiten, den Sinn des Gebetes zu erfassen. Vielleicht sagen sie, Gott weiß ohnehin alles, und so bräuchten wir ihm nicht zu sagen, was wir empfinden, was wir denken und von ihm erbitten. Andere meinen vielleicht, im Christentum komme es vor allem auf die gelebte Mitmenschlichkeit an, also auf die Verwirklichung der Nächstenliebe. Denn Gott sehen wir nicht, während der Nächste für uns sichtbar ist. Alles Gute, das wir dem Mitmenschen erweisen, erweisen wir Christus.

    In beiden Auffassungen liegt etwas Wahres: Denn Gott weiß tatsächlich, was uns im Innersten bewegt. Niemand kennt uns so gut wie Gott! Er kennt uns besser, als wir uns selber kennen. Und tatsächlich begegnen wir im Mitmenschen Christus, dem Herrn. Gemäß der Liebe, die wir den Notleidenden erweisen oder nicht erweisen, werden wir einmal gerichtet werden, sagt Jesus im Evangelium (Mt 25).

    Haben dann jene Recht, welche meinen, das Gebet sei überflüssig? Hat vielleicht Kaiser Joseph II. recht getan, als er die kontemplativen Klöster aufgehoben hat, weil er gemeint hat, sie seien unproduktiv und würden für die Kirche und den Staat eher eine Belastung als einen Nutzen darstellen? Keineswegs!

    Der Sinn des Betens liegt – wie die heilige Theresa sagt – vor allem in einem Austausch der Liebe. Wenn liebende Menschen die gegenseitige Nähe suchen, wenn sie füreinander da sind, wenn sie sich tief in die Augen blicken, miteinander reden und auch miteinander schweigen: wer wird hier fragen, wozu dies alles gut sei und was denn der volkswirtschaftliche Nutzen dieses Zusammenseins und dieser Unterredungen sei? Wer begriffen hat, was Liebe ist, kann nicht so fragen! So zu fragen, bedeutet in Wahrheit, ein Tor zu sein, der nicht begriffen hat, was Liebe bedeutet. Die Liebe genügt sich selbst, sie braucht keine weitere Rechtfertigung. In der Liebe ist ihr Sinn mit enthalten. Dies gilt in vorzüglicher Weise von der Liebe zu Gott.

    Wenn nun aber Gott selbst Liebe ist (vgl. 1 Joh 4,8.16) und wenn er sich uns in Liebe mitteilt in seinem Sohn Jesus Christus – darf er dann nicht auf eine Antwort der Liebe warten, die wir ihm zu geben vermögen?
    Gott ist unendlich vollkommen, doch in seiner Menschwerdung hat er sich auf unsere Ebene begeben. Unser Herr Jesus Christus hat als Mensch auch unsere Armut angenommen, in der wir aufeinander angewiesen sind. Welchen Dienst der Liebe hat unserem Heiland doch seine heiligste Mutter Maria erwiesen; wie sehr hat doch der heilige Josef in väterlicher Weise für das Kind Jesus gesorgt! Und wie dankbar war der Herr für alle menschlichen Wohltaten, die er von anderen empfangen hat. Nicht zuletzt waren es glaubende Frauen, die ihn begleitet haben und ihn und seine Jünger auf praktische Weise unterstützt haben. Und alle guten Worte im Zusammensein mit den Jüngern und vonseiten aller, die ihm nachfolgten und die ihm begegneten: sie müssen Jesus als Mensch auch wohlgetan haben, auch wenn er seiner Gottheit nach vollkommen ist und keiner geschöpflichen Wohltat bedarf.

    Die Liebe Gottes, die uns im menschgewordenen Erlöser erschienen ist, lädt uns also ein zum Gebet!
    Das Gebet ist notwendig für uns, damit unsere Seele atmen kann, damit wir nicht geistlich verdorren. Ohne Gebet ist es unmöglich, das Heil zu erlangen!
    Im Gebet anerkennen wir, dass Gott der Herr ist, der uns seine Wohltaten spendet.
    Wir loben ihn und preisen ihn; wir danken ihm für alles. Ja, wir bitten ihn auch um sein Erbarmen angesichts all unserer Sünden, die wir von Herzen bereuen. Wir dürfen Gott schließlich um alles bitten, was seine Ehre und die Verherrlichung seines Namens betrifft sowie auch die Ausbreitung des Reiches Gottes. Wir bitten ihn um das eigene Heil und das Heil unserer Mitmenschen; wir dürfen ihn auch um das tägliche Brot bitten, wie Jesus selbst es uns im Vaterunser gelehrt hat. Gott weiß, was wir brauchen, aber er lässt es sich auch von uns erneut sagen, und wenn wir dies tun, dann stehen wir in der rechten Ordnung zu ihm. Wenn wir ihn von Herzen bitten und dies voll Sehnsucht tun, dann weitet sich unser Herz, und wir werden in reichlichem Maße empfangen!

    Der besondere Beitrag des Gebets, den Sie, liebe Schwestern des Karmel leisten, ist der Ausdruck einer besonderen Gnade der Berufung, die Sie von Gott empfangen haben. Sie antworten in Liebe auf diese Erwählung, und sie tun dies mit einem offenen Herzen, das die Nöte der Mitmenschen mit hereinnimmt in das Gebet und sie so zu den eigenen macht. Wie tröstlich ist es doch zu wissen, dass niemand vergessen ist! Gott selbst hat es so wunderbar eingerichtet, dass wir mitwirken dürfen bei der Austeilung der von Christus, dem Erlöser, verdienten Gnade. Wir können uns nicht selbst erlösen; wir brauchen einen Erlöser. Aber unter dieser Voraussetzung dürfen wir die Gaben und Gnaden, die wir selber empfangen haben, auch weitergeben an jene, die all dessen in besonderer Weise bedürfen.

    Das im Verborgenen vollzogene Gebet der Schwestern des Karmel ist ein Segen für die ganze Welt! Stellvertretend für viele lobpreisen Sie den Herrn und sagen ihm Dank. Die Anliegen und Nöte der Kirche sowie der ganzen Welt sind die Ihren, weil sie diese in liebevoller Verbundenheit mit den Menschen vor Gott hin tragen. Gott erhört dieses Gebet, weil es aus einem demütigen und liebenden Herzen kommt!

    Die Kirche braucht geistliche Zentren des Gebets; von dort her kommt auch allen übrigen Aufgaben und Diensten in Kirche und Welt Kraft und Segen zu. Die „kleine“ hl. Theresia von Lisieux hat aufs beste erfasst und begriffen, was die „große“ hl. Theresa von Avila gelehrt hat: dass es nämlich darauf ankommt, im Herzen der Kirche liebend vor Gott hinzutreten, um gerade so jene im Gebet zu unterstützen, die in Wort und Tat das Evangelium anderen Menschen verkünden.

    So preisen wir Gott den Herrn und wollen auch weiterhin die Nähe Gottes im Gebet und in der Betrachtung des Wortes Gottes sowie in der Feier der heiligen Eucharistie suchen: denn hier begegnet uns der Herr so, wie ein guter Freund zu uns spricht!
    Amen.

  • Foren-Beitrag von Hemma im Thema
  • Foren-Beitrag von Hemma im Thema


    Die neue Vorgabe der österreichischen Kirche: Jesus weglassen


    Brief einer österr. Religionslehrerin an einer katholischen Privatschule, als Gastbeitrag erschienen bei A.Unterberger


    Herzlichen Dank, dass Sie über die Entwicklung der katholischen Privatschulen berichten. Den Zwang zu interreligiösen Feiern kann ich auch in Oberösterreich bestätigen.

    Ich bin katholische Religionslehrerin und schon im Studium wurde uns diese Art von Feier als die Zukunft präsentiert. Nicht zuletzt deshalb, da gerade im Pflichtschulbereich, aber auch schon in so manchem Gymnasium (vor allem in Linz und Wels) oft keine christlichen Gottesdienste mehr zustande kommen können und aufgrund dieser Minderheit auch Direktionen dann keinen Sinn mehr darin sehen.
    Deshalb meinen viele, der neue Weg sei, alle in ein und dasselbe Boot zu werfen, damit viele diesen Feiern – die dann oft in Turnsälen stattfinden – beiwohnen. Dies ist organisatorisch natürlich auch einfacher, als wenn die Kinder zu ihren verschiedenen Religionsfeiern außerhalb pilgern müssen.

    Natürlich wurden wir mehrfach darauf hingewiesen, die Feiern wortsensibel zu planen und auf die islamischen Lehrer einzugehen. Also: Jesus wegzulassen, sich auf das Wort "Gott" zu einigen, Schriften aus dem Alten statt aus dem Neuen Testament zu wählen…

    Ich kenne auch so manche katholische Privatschule, die ökumenische Feiern abhält. Diese sind nicht auf Katholiken beschränkt, sondern es wohnen alle christlichen Kinder bei. Für muslimische Kinder besteht Anwesenheitspflicht, aber nicht in der Kirche. Diese werden währenddessen anderswo betreut und müssen für den islamischen Religionsunterricht an eine andere Schule.

    Ich warf bei Lehrern mal die Frage auf, was eine katholische Privatschule eigentlich noch ausmache.
    Als Antwort kam: die Orientierung an den christlichen Werten im Unterricht wie auch im Zusammenleben. Gut, aber sollte das nicht Grundlage jeder Schule in unserem Kulturkreis sein? Manche munkeln hinter vorgehaltener Hand, dass es heutzutage wohl einfach dazugehört und auch (von der Diözese?) gerne gesehen wird, muslimische Kinder aufzunehmen, um so ein friedvolles, weltoffenes Miteinander zu präsentieren.

    Für mich passt das aber nicht ganz zusammen. Würden wir katholische Christen im Gegenzug an muslimischen Privatschulen aufgenommen werden? Ich zweifle.

    Aus Erzählungen von Kollegen weiß ich, dass es zum Beispiel an deutschen Schulen in den Vereinigten Arabischen Emiraten ganz normal ist, dass alle – also auch die temporär zugewanderten katholischen Kinder – jeden Tag vor Schulbeginn die Landesflagge hissen und dazu die Hymne singen müssen. Statt katholischer Religion gibt es für sie Ethikunterricht und von Jesus darf nichts gelehrt werden. Jeder weiß Bescheid und muss den Islam als den vorherrschenden Glauben akzeptieren. Alles andere ist Privatsache.

    Klare Verhältnisse also, die wir Katholiken uns von unserer Kirche in Österreich wohl nur wünschen können…


    Die Autorin bittet um Anonymität, weil sonst ihre Anstellung gefährdet wäre.
    https://www.andreas-unterberger.at/2018/...esus-weglassen/

  • Moslem-Anteil und IslamisierungDatum06.07.2018 20:10
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Wieder ein treffender Artikel aus Andreas Unterbergers Tagebuch:

    Islam? Christentum? Eh alles eins

    Stolz kam die Klosterschwester auf mich zu, um Lob einzuheimsen: "Wie finden Sie es, dass wir es heuer nach der Matura ganz anders gemacht haben, also keinen Schlussgottesdienst, sondern eine interreligöse Dankfeier?" Die Frau war über meine Antwort freilich schockiert. "Wenn Sie es ehrlich hören wollen: schrecklich und selbstentwürdigend. Das ist genau das, was der Papst Ratzinger einst als die Hauptsünde des Relativismus bezeichnet hat, der in der Botschaft besteht: Es ist eh alles gleich und wurscht."

    In Schulen sind es Lehrer nicht gewohnt, von Eltern & Co aufrichtige Worte zu hören, da diese ja im Interesse ihrer Kinder fast immer taktisch denken. Aber da mein Enkel die Schule (mit Bravour) beendet hatte und da wohl kein anderer meiner Nachfahren in eine die eigene Identität verratende "katholische" Schule mit merkwürdigen "interreligösen" Veranstaltungen gehen wird, musste ich mir kein Blatt vor den Mund nehmen.

    Wahrscheinlich ist es das Hauptproblem solcher Klosterschwestern – die es nicht nur in diesem Gymnasium im siebenten Bezirk Wiens gibt –, dass sie das Christentum völlig anders zu interpretieren versuchen, als es 2000 Jahre lange gelebt worden ist. Es war immer eine Religion, die Nächstenliebe, persönliche Demut, ja auch die Bereitschaft zur persönlichen Selbsterniedrigung gelehrt hat (was alles freilich oft nicht praktiziert worden ist, aber das ist eine zweite Frage). Die Christen haben aber niemals eine Relativierung oder Erniedrigung ihrer eigenen Religion gelehrt oder praktiziert. Es war in all dieser Zeit für Christen sogar die größte Sünde gegen ihr oberstes Gebot, eine solche Erniedrigung der eigenen Religion schweigend hinzunehmen oder gar an dieser auch aktiv mitzuwirken.

    Um es konkret zu sagen: Natürlich können auch Klosterschwestern Probleme mit Gott und seinem Wesen haben. Aber das gibt ihnen noch lange nicht die Legitimation, vor Schülern jenen Allah undifferenziert als Gott, als identisch mit dem Gott darzustellen, den die Christen anbeten. Dies vor allem deshalb nicht, weil dieser Allah – wie Moslems überzeugt sind – jedes Wort des Korans selbst diktiert hat. Das aber ist ein Buch, in dem – neben durchaus netten, friedlichen Passagen – an vielen Stellen steht, dass der Ungläubige, der Kafir, betrogen, gehasst, verspottet, gefoltert und getötet werden dürfe. Was ja eigentlich alles schon straf-, verfassungs- und grundrechtlich ein gewaltiges Problem ist, das aus Feigheit und Opportunismus nur niemand auszusprechen wagt. Aber es geht dann doch zu weit, wenn auch in einer katholischen Schule diese fundamentalen Unterschiede wegignoriert werden.

    Bei dieser Feier in der Schulkapelle wurden – von einem katholischen und einem islamischen Religionslehrer – fünf knappe Zeilen aus der Bibel und eine doppelt so lange Koranstelle vorgelesen. Keineswegs zufällig stammt die Bibelstelle aus dem – im Christentum im Vergleich zum Neuen Testament zu Recht nie so bedeutend gewordenen – Alten Testament. Und fast natürlich ging es wieder einmal um Abraham, weil der auch im Koran vorkommt. Das neuerdings so häufige Zitieren Abrahams ist eine weitere der von Unterwerfungs-Christen heute gern praktizierten Methoden, um zu ihrem "Ist eh alles dasselbe" zu kommen. Da müssen halt Christus, Paulus und die Apostel weit zurücktreten, Sie könnten ja die "interreligiöse" Harmonie stören .

    Weniger gerne hören diese Unterwerfungschristen die Erinnerung daran, dass die Kirchengeschichte vor allem der ersten Jahrhunderte voller Märtyrer ist, die lieber in den Foltertod gegangen sind, als einem fremden Gott zu opfern. Dabei waren doch etwa Jupiter oder Zeus laut Mythologie durchaus nette Obergötter im Götterhimmel …

    Weniger gern werden die Unterwerfungschristen auch daran erinnert, dass das Christentum immer dann und dort stark und groß geworden ist, wo es an der Seite des Volkes gegen fremde Bedrohungen gestanden ist. Von den Wiener Türkenbelagerungen über die Befreiung Spaniens bis zum Freiheitskampf der Polen gegen Preußen und Russen.

    Weniger gerne hören sie auch, dass das europäische Christentum durch solche Aktionen eines Alle-Religionen-sind-eh-gleich mit Sicherheit nicht Sympathien gewinnt, sondern viel Respekt verliert. Auch bei Moslems, die unweigerlich zum Schluss kommen müssen: "Diese Christen wissen ja gar nicht mehr, wer sie sind und wofür sie stehen."

    Jeder Moslem, der seine Kinder in eine katholische Schule schickt, weiß ja, dass es eine solche ist, und er akzeptiert daher auch die (vermeintliche) katholische Identität einer solchen Schule. Und manche schicken ihre Kinder sogar aus einer Art positiver Neugier in eine katholische Schule. Beide Gruppen hätten nicht erwartet, geschweige denn verlangt, dass sie bei offiziellen Schulfeiern mit Suren beglückt werden.

    Besonders seltsam war es auch, bei dieser Dankfeier ständig von den "beiden Religionen" zu hören, als ob es in dieser Schule oder gar auf der Welt nur Katholizismus und Islam gäbe. Dabei berichtete nachher der Klassenvorstand nüchtern von vier Religionen und neun Nationen in einer einzigen Klasse. Sind die anderen Religionen etwa nichts wert, sodass sie bei einer solchen Feier nicht einmal erwähnt werden? Dafür, so hat er nachgezählt, ist in dieser Schule der Anteil der katholischen Schüler niedriger als im österreichischen Schnitt …

    Verlassen wir vorerst diese Schule und blicken zur Ergänzung eines erstaunlichen Bildes etwa ins vermeintlich bürgerliche Niederösterreich. Dort bietet die "Pädagogische Hochschule Niederösterreich" einen viersemestrigen Lehrgang (allerdings nur mit dreistündiger Präsenzpflicht!) "Migration, Asyl & Schule" an.

    Freilich sind die Lehrgangsveranstalter nicht einmal selbst imstande, sich selbst verständlich und in gutem Deutsch auszudrücken. Ein paar Beispiele eines unerträglichen Phrasendreschens aus ihrem Werbeprospekt:

    "Sie erwerben dabei Kompetenzen für die Diversität unserer Migrationsgesellschaft";
    ein Absolvent "kann fachlich und diversitätsorientiert Auskunft geben";
    "Diskurs an originären Lern- und Erfahrungsorten";
    "Portfolio als verschriftliche Dokumentation erfüllter Aufgabenstellungen";
    "begleitete gemeinsame Arbeits- und Reflexionsräume";
    "Reflexion auf persönlicher und professioneller Ebene des an den Primärerfahrungsorten Erlebten";
    "Sie erwerben Wissen über humanitäre Werte, betrachten das Alltagsgeschehen in humanitärer Perspektive, treffen ihre Entscheidungen und setzen daraus ihre Handlungen";
    "die Studierenden sind in der Lage, ihre Vorannahmen individuell und kooperativ zu reflektieren";
    "in situierten Lernumgebungen werden Rahmenbedingungen interkulturellen Handelns erfahrbar gemacht";
    "Sie verstehen die Multiperspektivität der multikulturellen Handlungskompetenz und können ihre Erfahrungen in einen Gesamtzusammenhang stellen (Metakontextualisierung)".
    Dieses oft grammatikwidrig holpernde und inhaltsarme Geschwurbel gibt zwar viel Anlass, hellauf zu lachen. Und man kann fast erleichtert sein, dass Lehrer, die sich diesem Schwachsinn unterziehen, ohnedies nur drei(!) Wochenstunden physisch anwesend sein müssen. Aber weniger erleichtert ist man, wenn man bedenkt, dass Lehrer nach solchen Veranstaltungen glauben könnten, irgendetwas über die wirkliche Welt erfahren zu haben. Noch weniger erleichtert ist man, wenn man bedenkt, dass all das auf Steuerkosten stattfindet. Und schließlich sei die These gewagt: Auch solche Veranstaltungen tragen dazu bei, dass sogar in katholischen Schulen Verwirrung und Standortlosigkeit eingezogen sind, dass sich das eben bis in die Schulkapelle hinein fortsetzt.

    Wohlgemerkt: Weder die PH Niederösterreich noch die katholische AHS sind Institutionen, wo Rot und Grün ihre Ideologie verbreiten können. Daher haben manche sie bisher für Horte christlicher, abendländischer und bürgerlicher Identität gehalten. Aber wir lernen: Schwachsinn und Identitätsverlust sind nicht parteipolitisch begrenzbar.

    Während manche Katholiken ihr Heil in Anpassung an den Islam oder gar Unterwerfung suchen, zeigen die Schulstatistiken ein anderes – für viele erstaunliches – Phänomen: Die am schnellsten wachsende Schülergruppe sind gar nicht die Moslems, sondern die Kinder "ohne Bekenntnis". Eigentlich wundert es ja nicht, dass ein Glaube nicht mehr sonderlich anziehend wirkt, wenn viele seiner heutigen Exponenten jede innere Identität verloren haben. Gleichzeitig ist allein seit der Jahrtausendwende der Anteil der katholischen Schüler in Wien von über 57 auf unter 32 Prozent gesunken.

    Wahrscheinlich werden daher die Unterwerfungschristen bald auch mit den Schülern ohne Bekenntnis eine "religiöse" Feier abhalten: Motto: Ist doch gleich, ob es einen Gott gibt oder nicht.

    PS: Irgendwie war die Antwort entwaffnend, als ich nach der Maturafeier die Schwester auf den Relativismus-Gedanken von Ratzinger hinwies: "Diesen Papst hab ich eh nie gemocht."

    PPS: Vielleicht hat sie sogar Recht, wenn sie ihr Christentum nur in Hinblick auf den jetzigen Papst sieht. Hat er doch nach seinem Besuch auf einer griechischen Insel etliche "Flüchtlinge" mitgenommen – durchwegs Moslems. Seither tun sich meine orientalischen Christenfreunde schwer, ihn noch zu akzeptieren: "Warum hat er nicht meine christlichen Verwandten mitgenommen, die auch auf der Insel gewartet haben? Ist er nicht Oberhirte der Christen, der also seine Christen nicht im Stich lassen dürfte?" Mir ist keine Antwort eingefallen.

    https://www.andreas-unterberger.at/2018/...-eh-alles-eins/

  • Massenzuwanderung und AsylantenDatum21.06.2018 20:24
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Der Leiter einer bayrischen Asylunterkunft berichtet:

    „Beim Bamf geht sowieso niemand ans Telefon“

    Herr Valluzzi*, Sie leiten eine Asylunterkunft in Bayern. Jetzt haben Sie ein Buch über Ihre Erfahrungen dort geschrieben. Warum?

    Der Auslöser war ganz einfach, dass mehrheitlich keine Flüchtlinge sondern Migranten kommen. Was wir momentan tun, hat so keinen Sinn. Die Leute sind nicht die, für die wir sie halten: Es sind eben keine Ingenieure, Integrationswillige oder Flüchtinge wie uns immer erzählt wurde. Es kommen eher Menschen, die daheim schon Probleme hatten und nicht Fuß fassen konnten. Die Leute kommen aus Perspektivlosigkeit und bleiben hier perspektivlos.

    Nun spüren Sie direkt die Entscheidungen des Bamf, weil Sie die Menschen, denen Asyl gewährt wurde, dann übernehmen. Merken Sie, wenn jemand in seinem Antrag bei seinem Herkunftsland oder Alter gelogen hat?

    Prinzipiell merkt man das schon, ob jetzt ein „Afghane“ wirklich aus Afghanistan kommt oder aus Pakistan stammt. Ganz plump sind natürlich die, die sich als Syrer ausgeben, aber Nordafrikaner sind. Das Alter ist ein anderes großes Thema. Denn meistens werden die Angaben einfach so akzeptiert und nicht geprüft.

    Können Sie das melden, wenn Ihnen so ein Betrug auffällt?

    Nein. Beim Bamf geht sowieso niemand ans Telefon und interessieren tut es aufgrund der enormen Arbeitsbelastung auch keinen.

    Wem muss man diese Überlastung beim Bamf anlasten?

    Natürlich Angela Merkel. Wobei es jetzt egal ist, weil man das Durcheinander eh nicht wegbekommt. Wenn jetzt eine Million Leute Kindergeld beantragen würden, würde die Kindergeldstelle auch zusammenbrechen. Das Bamf war vorher schon überlastet und wurde dann 2015 überrannt. Das lässt sich nicht mehr aufarbeiten. Auch sollte man bei den ganzen Skandalen, Beschönigungen und Vertuschungen durchaus auch darüber nachdenken, ob die Zahl der eingereisten Personen von 2015 wirklich stimmt, oder ob es nicht doch deutlich mehr waren.

    Um dem entgegenzuwirken, gab es kurzzeitig die verkürzten Verfahren.

    Genau, für die drei Nationen Syrien, Eritrea und religiöse Minderheiten aus dem Irak. Damals hat es ausgereicht, einen Fragebogen auszufüllen. Man musste nicht persönlich vorsprechen. Das lag auch nicht daran, dass in Eritrea Krieg herrscht. Sondern zu dem Zeitpunkt sind so viele Menschen gekommen, dass man nicht wusste, wie man es sonst schaffen soll. Die verkürzten Verfahren wurden bis heute nicht überprüft und das Aufarbeiten dieser Fälle hat sich auch erledigt.

    Sie meinten zwar, dass das gegenwärtige „Durcheinander“ momentan nicht zu lösen sei, aber irgendwas muss doch geschehen.

    In der Politik sucht man natürlich nach Lösungen. Zum Beispiel Horst Seehofer, der Flüchtlinge an der Grenze abweisen will, die bereits in einem anderen europäischen Land registriert sind. Die Zahlen dieser Flüchtlinge sind jedoch so gering, dass die Maßnahme lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein sein kann. Wir sprechen hier jährlich von gerade mal ein paar tausend Menschen. Wobei die Forderungen eigentlich logisch sind. Wir sollten nicht darüber diskutieren müssen, dass man jemanden bei seiner Einreise kontrolliert und überprüft, beziehungsweise gegebenenfalls abweist. Wenn man das Durcheinander wirklich lösen will, müsste man eine neue Behörde gründen, die Mitarbeiter richtig schulen und die Asylanträge der vergangenen zehn Jahre überprüfen.

    Das klingt nach hohen Kosten.

    Natürlich, und es wird auch nie passieren. Wir wurden überrannt, hatten keine Kontrolle an der Grenze und deswegen jetzt auch keine Kontrolle im Land. Die Leute kommen auch ohne Papiere zum Bamf und machen irgendwelche Angaben. Ob die stimmen oder nicht, interessiert eigentlich niemanden.

    Aber Ihnen fällt letztendlich in der Asylunterkunft doch auf, ob die Angaben der Wahrheit entsprechen oder nicht. Kann man nicht auch genau da politisch ansetzen und mehr darauf schauen?
    Theoretisch ginge das. Praktisch sieht das schon wieder ganz anders aus. Denn wie gesagt: Entweder man erreicht niemanden oder es interessiert keinen. Letztlich spielt es auch keine Rolle, weil die Menschen ja nicht abgeschoben werden. Abschiebungen bringen sowieso nichts, solange wir offene Grenzen haben.

    Sie beschweren sich in Ihrem Buch darüber, dass Menschen gegen ihren abgelehnten Asylbescheid klagen. Gehört genau das denn nicht aber zu den Grundrechten unserer Demokratie?

    Das Asylverfahren an sich befasst sich ja schon mit vielen Sachen. Es ist nicht so, dass da salopp entschieden wird, dass jemand kein Asyl bekommt. Alle seine Angaben werden geprüft. Es geht mir auch nicht darum, dass er klagt, sondern um die Folgeanträge und darum, dass Entscheidungen nicht akzeptiert werden. Besonders ärgerlich finde ich es immer, dass Leute für sich alle Rechtsmittel eines Rechtsstaats in Anspruch nehmen, sich selber aber an keine Recht halten. In der Regel wird die Person trotzdem eine Duldung erhalten und bleibt damit sowieso hier. Auch in meiner Unterkunft genießt der Großteil Abschiebeschutz. Es geht mir auch nicht darum, gegen Ausländer zu hetzen, sondern darum, unser Asylrecht zu schützen.

    In diesem Zusammenhang bemängeln Sie auch immer wieder die finanziellen Anreize in Deutschland. Sollen diese Ihrer Meinung nach komplett gestrichen werden?

    Ja. Ich habe einen Nigerianer in meiner Unterkunft, der vorher wie viele andere seiner Kumpels jahrelang in Italien war. Der bekommt mit seiner Familie bei drei Kindern 1.300 Euro im Monat. Das ist viel Geld: Die Familie muss keine Miete zahlen und hat keine Ausgaben. Natürlich kommen sie da eher nach Deutschland, als in Italien für wenig Geld zu arbeiten. So locken wir die Armen und Ungebildeten an.

    Seit einem Gerichtsbeschluss aus dem Jahr 2012 ist es jedoch illegal, weniger Geld zu zahlen.

    Es geht mir auch nicht darum, jemanden etwas Böses zu wollen. Ich verstehe die Leute natürlich auch, wenn sie zu uns wollen. Niemand kann sich sein Geburtsland aussuchen. Aber man muss auch für sich selbst überlegen, was richtig und was falsch ist. Wenn hier ein Afghane eine Ausbildung gemacht hat, arbeitet und sich unauffällig verhält, dann ist es völlig in Ordnung, dass er hier ist. Aber dann braucht er ein Einwanderungsgesetz und kein Asylsystem, das zur Migration missbraucht wird. Geldstreichungen gefährden letztendlich auch die innere Sicherheit.

    Wie meinen Sie das?

    Es kann schon mal vorkommen, dass die Betroffenen dann das Ausländeramt auseinander nehmen. Bei Konflikten ist es überhaupt keine Drohung mehr, die Polizei zu rufen. Die meisten finden es belustigend, weil sie wissen, dass ihnen so gut wie nichts passiert und ihr Verhalten auf das Asylverfahren sowieso keine Rolle hat. Das frustriert natürlich alle Beteiligten. Es herrscht bereits eine ziemliche Resignation.

    Können die Menschen nicht auch aus anderen Gründen randalieren? Immerhin sind den ganzen Tag in der Unterkunft, was auf Dauer frustrieren kann.

    Natürlich. Denn wir lassen zwar alle Menschen rein, aber dann hocken sie hier nur auf der Stelle rum. Das birgt auch ein großes Konfliktpotenzial. Die Leute haben nichts zu tun und kommen nie in Deutschland an. Ihre Kinder tun es ihnen gleich, sie werden die nächste große Baustelle werden. Bei mir in der Unterkunft sind fast alle Frauen schwanger. Die Kinder werden allerdings nicht speziell gefördert. So werden sie in der Schule scheitern. Das hat aber nichts mit deren eigentlicher Intelligenz zu tun. Genau das ist das Problem: Neulich hätte ich jemanden für Hausaufgabenhilfe benötigt, aber niemand hat sich freiwillig gemeldet. Es scheitert schon an Kleinigkeiten. Irgendwann gibt sich das Kind auf. Da braucht es nur noch die falschen Freunde kennenlernen und dann war’s das.

    *Thomas Valluzzi heißt eigentlich anders, möchte aber lieber unkenntlich bleiben. Sein Name ist der Redaktion bekannt.

    https://www.cicero.de/innenpolitik/asylu...inge-migrantion

  • Sr. Hatune Dogan: Unbequeme WahrheitenDatum21.06.2018 20:08
    Thema von Hemma im Forum Vorträge
  • Die Ziele der Homosexuellen-BewegungDatum17.06.2018 14:58
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Ein katholischer Priester aus Salzburg hat sich erlaubt, in seinen Unterlagen zum Firmunterricht festzuhalten, dass ein homosexueller Akt lt. Katechismus Sünde ist.
    Die Folge war ein Aufstand von Eltern, Beschwerden beim Bürgermeister, der sich an den Bischof wandte und zu guter Letzt eine Meldung des ORFs in den Nachrichten über diesen Priester, der mittelalterliche Ansichten vertrete.
    http://salzburg.orf.at/news/stories/2918931/
    Eine grüne Politikerin sandte gar einen Brief an Kardinal Schönborn:
    https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_...f-an-schoenborn
    Ich wüsste, gerne, ob und was er ihr antworten wird

  • Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Ohne Familien ist Europa tot
    Autor: Andreas Unterberger


    Wer Europa vernichten will, muss seine Familien zerstören. Genau das ist in den letzten 50 Jahren in bedrohlichem Ausmaß passiert. Dabei sind Familien gleich in zweifacher Hinsicht das stärkste und wichtigste Gegengift gleich zu zwei tödlichen Bedrohungen:
    Erstens als Gegenpol zum Übermächtig- und Totalitärwerden der politischen Macht.
    Zweitens als entscheidende Drehscheibe für die Weitergabe der kulturellen Identität.

    Wie wichtig Familie als Gegenpol zum Staat ist, hat sich während der zwei großen Totalitarismen des 20. Jahrhunderts gezeigt. Sowohl Nationalsozialismus wie Kommunismus haben nur in den Familien (und mancherorts der christlichen Religion) echte Gegenpole gefunden, an denen sie sich die Zähne ausgebissen haben. Wohl haben beide Systeme versucht, Kinder und Jugend gegen ihre Eltern aufzuhetzen. Aber es ist ihnen meist nicht gelungen. Viele Familien sind sogar durch den äußeren Druck zusammengeschweißt worden.

    Mindestens genauso bedeutsam wie als Gegenpol zum Staat ist die Rolle der Familie als Träger der Kultur, als Weitergeber von Werten und Identitätsträger der europäischen Zivilisation. Gewiss gibt es etliche Europäer, die im dumpfen 68er Zeitgeist eine Erhaltung dieser Identität ablehnen, die die westliche Kultur verachten, die mit christlich-jüdischen Werten und Traditionen nichts anfangen. Dahinter steht ein katastrophaler Denkfehler: nämlich der Glaube, dass sich europäische, alpenländische, österreichische Identität in Lederhosen und Jodler, in Krawatten und "Grüß Gott"-Sagen, in Kirchenglocken und angeblichen "Sekundär"-Tugenden wie Fleiß und Disziplin erschöpft.

    Was für ein Unsinn. Das Wesentliche Europas geht viel tiefer. Es besteht insbesondere in

    der Herrschaft des Rechts,
    der Menschenwürde,
    dem Bekenntnis zu Wert und Individualität jedes Einzelnen,
    der Gleichberechtigung der Frau,
    der Gewaltenteilung,
    den Grundrechten des Bürgers gegen den Staat,
    dem Wissen um die Notwendigkeit von breiter Bildung und reflektierender Kultur,
    wie auch einer über alle Vorurteile siegenden Wissenschaft.

    All diese Werte sind im europäisch-amerikanischen Kulturkreis entstanden und leben vielfach bis heute nur dort. Gewiss oft mit Defiziten und Problemen, aber insgesamt dramatisch besser als überall sonst. All diese Werte sind auf dem Humus von christlich-jüdischer Religion, von griechisch-römischer Antike und von europäisch-amerikanischer Aufklärung gewachsen. Umgekehrt bedeutet eine Zerstörung europäischer Identität auch zwangsläufig eine Zerstörung all dieser Errungenschaften.

    Der entscheidende und absolut unersetzliche Wurzelgrund für die Weitergabe all dieser Werte ist die Familie. Nur sie vermittelt wirksam Haltungen und Überzeugungen. Nur familiär vermittelte Identitäten werden wirklich internalisiert. Nur die Familie kann erreichen, dass all das an junge Menschen weitergegeben wird. Das können weder Verfassungen, Politikerreden noch "Wertekurse". Zwar hinterfragen junge Menschen in den Pubertätsjahren vieles kritisch, später aber übernehmen sie meist die ihnen vorgelebten und durch viele Jahre glaubwürdig vermittelten Werte.
    Natürlich gibt es Familien, die an dieser Aufgabe scheitern, die selbst kaputt sind. Das kann dann zum Kaputtgehen der nächsten Generation führen, wenn nicht ersatzweise funktionierende Adoptiv- oder Pflegefamilien diese Aufgabe erfüllen oder gleichaltrige Freunde, die wieder von ihren eigenen Familien geprägt worden sind.

    Wer glaubt, diese grandiose Rolle der Familie ersetzen zu können, ist schlicht dumm, der ignoriert alle Erfahrungen der Menschheit. Immigranten etwa leben immer primär die Prägung durch ihre eigenen Familien weiter. Es ist nicht mehr als ein hilfloser Versuch, das durch ein paar Tage eines "Wertekurses" ändern zu wollen.

    Genau die für Europas Entwicklung so wichtige Familie steckt aber heute selbst in einer letalen Krise. Das beweist insbesondere der Blick auf die katastrophale Geburtenentwicklung der letzten 50 Jahre.
    Wenn in jeder Generation kaum mehr als die Hälfte der für den Erhalt einer Bevölkerung notwendigen Kinder zur Welt kommt, dann geht mit jeder Generation fast die Hälfte der bisherigen Identität verloren (wer jetzt entgegnen möchte, die Geburtenrate wäre ja statt der für die Erhaltung der Balance notwendigen 2,1 Kinder pro Frau eh nur auf im Schnitt 1,4 Kinder abgesunken, der vergisst, dass in diesen 1,4 ja schon sehr viele Kinder der Migrantenmütter enthalten sind, die weder imstande noch willens sind, europäische Wert an die Kinder weiterzugeben).

    Ein aus der Distanz urteilender Historiker würde dazu nüchtern festhalten: Die europäische Kultur ist nicht die erste der Weltgeschichte, die untergeht. Sie dürfte freilich die erste sein, die geradezu gezielt Selbstmord begeht.

    Warum tut sie das, werden viele fragen. Warum kommen trotz der weitaus besten medizinischen Fortschritte seit den 70er Jahren so viel weniger Kinder zur Welt? Da spielen mehrere Entwicklungen zusammen. Die wichtigsten:

    1, Hauptursache ist, dass es zum ersten Mal in der Geschichte ökonomisch ein Nachteil geworden ist, Kinder zu bekommen. Man braucht sie nicht mehr als Arbeitskräfte.
    2. Die eigene Altersversorgung ist nicht mehr von Kindern abhängig. Ganz im Gegenteil: Mütter bekommen wegen der Jahre der Kinderbetreuung eine niedrigere Pension.
    3.Dazu kommt ein Dreivierteljahrhundert steigenden Wohlstands, der einen kurzsichtigen Hedonismus einer Ego-Generation geschaffen hat.
    4.Potenzielle Eltern sehen nur noch die Belastung durch die Kinderaufzucht in genau jener Lebensphase, da sie selbst Karriere machen und das Leben genießen wollen.
    5.Zugleich hören sie das ständige Jammern der Familienverbände über die Benachteiligung der Familien.
    6.Christlich geprägte Menschen erkennen überdies, dass die Religiosität der Gesellschaft drastisch abgenommen hat, dass das Aussterben der Familien wohl auch mit der hohen Zahl der Abtreibungen zusammenhängt, die ja medizinisch viel sicherer und genau seit den 70er Jahren strafrechtlich problemlos geworden sind.
    7.Im deutschsprachigen Raum ist das Kinderbekommen durch die NS-Zeit zusätzlich diskreditiert, die Soldaten zu produzieren befohlen hatte.
    8. Überdies wird Frauen ein schlechtes Gewissen eingejagt, wenn sie Freude an Kindern haben und einige Jahre diesen widmen statt der Wirtschaft – die nach den tüchtigen (autochthonen) Frauen giert und nicht erkennt, dass ihr genau dadurch in Zukunft die qualifiziertesten Mitarbeiter fehlen werden.
    9.Dazu kommt eine Vielzahl von Familienzerstörungsaktionen durch linke Ideologien:

    ° Siehe der Druck Richtung Ganztagsschule, dessen Hauptzweck eine Attacke auf die Familien ist.
    ° Siehe die in den 70er Jahren erfolgte Abschaffung der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern, worauf der Mittelstand sofort weniger Kinder bekommen hat.
    ° Siehe die absurden Vorgaben durch EU und OECD, dass auch schon Zweijährige in Hort und Kindergarten gehen sollen.
    ° Siehe die immer mehr überhand nehmende Schwulenpropaganda, die Kindern einzureden versucht, dass Homosexualität – damit auch der Verzicht auf eigene Kinder – ein positives Alternativkonzept zur Familie wäre.
    Aber freilich: Niemand der an diesen Entwicklungen Mitverantwortlichen wird zugeben, dass er die Folgen gewollt – oder auch nur verstanden hätte …

    https://www.andreas-unterberger.at/2018/...ist-europa-tot/
    Dieser Text ist in ähnlicher Form im Magazin für Querdenker "Alles Roger?" erschienen: www.allesroger.at

  • kultureller Niedergang in ÖsterreichDatum02.06.2018 11:25
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Zum heute in Wien stattfindenden Life-Ball ein Gastbeitrag bei Andreas Unterberger:

    Aids-Kranke und gewöhnliche Kranke

    01. Juni 2018 17:52 | Autor: Günter Frühwirth

    Die Hype rund um den kommenden Lifeball ist nicht mehr zu übersehen, fahren doch auch schon die Wiener Straßenbahnen mit den Regenbogenfähnchen beflaggt und tagtäglich überbieten sich die Medien in Vorberichten.

    Auch beim Sommernachtskonzert in Schönbrunn des Wrabetz-ORF (oder war es doch ein Konzert der Wiener Philharmoniker?) musste der Ballorganisator Keszler natürlich in der ersten VIP-Reihe zwischen zwei ÖVP-Regierungsmitgliedern sitzen und mindestens dreimal groß ins TV-Bild kommen …

    Höhepunkt des diesjährigen Lifeballs ist die Trapp-Hochzeit in der Kathedrale des Wiener Rathauses von Conchita mit einem Theaterdirektor Föttinger. Nein, keine wirkliche Hochzeit, sondern nur eine zum Gaudium des an- und ausgezogenen Publikums. Conchita spielt die bärtige Braut, die aus dem Nonnenkloster in die Trapp-Familie geholte Kinderfrau Maria. Und Herr Föttinger stellt den 100-prozentigen Katholiken und Patrioten Baron von Trapp dar.

    Ob die lebenden Nachfahren der Trapp-Familie als Ehrengäste geladen wurden weiß ich nicht – noch weniger, ob sie so eine Einladung gleich in den Papierkorb geschmissen hätten.

    So weit zur Einleitung des für die medizinische Forschung und Behandlung von Patienten so wichtigen Charity Events.

    Jetzt aber noch ein paar Fakten:

    Geschätzte zwei MillionenMenschen leiden in Österreich an irgendeiner Form einer Rheumaerkrankung;
    Geschätzte zwei Millionen sind in Österreich Allergie-Patienten (von Birken- und Gräserpollen, über Stauballergien bis zu Nahrungsunverträglichkeiten);
    Etwa 600.000 Österreicher sind Diabetiker;
    Ca. 330.000 Österreicher sind oder waren von einer Krebserkrankung betroffen;
    130.000 Österreicher sind an Demenz erkrankt – und es werden täglich mehr;
    Und: etwa 12.000 – 15.000 Österreicher sind HIV-positiv, mit ca. 1.250 Aids-Patienten.
    Da ist es doch völlig richtig, dass sich der größte Charity-Event mit größter öffentlicher Unterstützung der hier zuletzt genannten Kranken annimmt. Wen kümmern denn schon zwei Millionen Rheumakranke, zwei Millionen Allergiker, 600.000 Diabetiker, 330.000 Krebskranke oder gar die zehntausenden Dementen?

    Bitte, nicht darüber nachdenken! Weiteres Nachdenken könnte Ihren Blutdruck erhöhen ...

    Dr. Günter Frühwirth ist Jurist und begeisterter Bahnfahrer. Die gesellschaftspolitische Entwicklung Österreichs verfolgt er mit aktivem Interesse.


    Ein weiterer Artikel zu diesem Thema:
    https://www.andreas-unterberger.at/2018/...walpurgisnacht/

    Dazu nimmt der Theologe Mag. Wolfgang Schrems folgend Stellung:

    "In dieser postmodernen Walpurgisnacht manifestiert sich die fatale Krise des postmodernen Seins-Entwurfes: Als manisch-obsessive Absage an Vernunft und Zweckrationalität greift der Life-Ball im Sinne einer archaisch-mystisch-irrationalen Regression ins Vor-Zivilisatorische zurück."

    Der "postmoderne Seins-Entwurf" ist vor allem diabolisch, er entwirft eigentlich nicht etwas sinnvolles und gutes, sondern er "wirft durcheinander" (diaballei).

    Daß der diesjährige Death-Ball explizit den Glauben verhöhnt, zeigt den eigentlichen Urheber dieser "postmodernen Walpurgisnacht", wie es Elmar Forster richtig sagt.
    In dieser "manisch-obsessiven Absage an Vernunft und Zweckrationalität" herrscht ein letztlich verzweifeltes Lebensgefühl. Die Reste des Gewissens sind noch aktiv und sie sind extrem schmerzhaft.

    Jede Erinnerung an das Offenkundige, nämlich dass der menschliche Leib nicht für die Perversion geschaffen ist, macht dieses Milieu rasend. Man sollte dort aber die Stimme des Gewissens hören. Es kommt der Tag, da es zu spät sein wird.

  • Kinder und ComputerspieleDatum01.06.2018 11:30
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Danke, lieber Sel, dass Du das Thema wieder aufgegriffen hast!

    Man kann Eltern und Erziehungsberechtigte nicht genug warnen vor dem ganzen Müll, mit welchem die Kinder da überschüttet werden.
    Hört man den Kindern zu (erlebe ich auch in öffentl. Verkehrsmitteln immer wieder), sprechen sie hauptsächlich von Computerspielen oder sind damit beschäftigt. Sie verlieren den Bezug zur realen Welt.
    Man hört auch immer öfters bei kriminell gewordenen Jugendlichen, sie seien in ihrer Freizeit in die Internetwelt untergetaucht, wie z.B. der 16jährige Mädchenmörder von Wien.
    Nötige Ansprechpartner - wie die Mütter - sind leider meistens beruflich oder sonst mit ihrer Selbstverwirklichung beschäftigt.

    LG., Hemma

  • Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Die härteste Kritik an den Plänen der Mehrheit der deutschen Bischofskonferenz kommt jetzt von Erzbischof Charles Chaput, Erzbischof von Philadelphia.

    In einem Artikel bei „First things“ warnt er vor der anscheinend unaufhaltsam in Gang gesetzten Entwicklung und ihren Folgen. Nach einer nicht nur für amerikanische Leser hilfreichen Einführung, die einen großen Bogen von Luthers Abwendung von der katholischen Lehre vor 500 Jahren zur Gegenwart schlägt, fasst der Erzbischof die öffentliche Kritik an seinen deutschen Amtsbrüdern folgend zusammen:

    Wenn die Eucharistie wirklich Zeichen und Wirkkraft der kirchlichen Einheit ist – bedeutet dann eine Veränderung der Zulassungsbedingungen zur Kommunion nicht faktisch eine Neubestimmung dessen, Wer und Was die Kirche ist?
    Ob beabsichtigt oder nicht wird der deutsche Vorschlag genau dazu führen. Er bedeutete den ersten Schritt zur Öffnung der Kommunion für alle Protestanten oder alle Getauften, denn die Ehe kann letzten Endes nicht der einzige Grund sein, Nicht-Katholiken zur Kommunion zuzulassen.

    Kommunion setzt einen gemeinsamen Glauben und ein gemeinsames Credo voraus; dazu gehört auch der übernatürliche Glaube an die Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie und die sieben Sakramente, wie sie seit unvordenklicher Zeit von der katholischen Kirche anerkannt werden.
    Indem er das zur Disposition stellt, übernimmt der deutsche Vorstoß de facto einen protestantischen Begriff vom Wesen der Kirche. Die Taufe und der Glaube an Christus scheinen auszureichen, nicht die Annahme der Geheimnisse des Glaubens, wie sie von der katholischen Tradition und den Konzilien der Kirche verstanden werden.
    Wird vom protestantischen Ehepartner der Glaube an die heiligen Weihen verlangt, so wie die katholische Kirche sie versteht, und wie er die logische Voraussetzung des Glaubens an die Konsekration von Brot und Wein als der Leib und das Blut Christi darstellt? Oder gehen die deutschen Bischöfe davon aus, dass das Sakrament der heiligen Weihe nicht von der apostolischen Sukzession abhängt? In diesem Fall hätten wir es noch mit einem viel tiefer gehenden Irrtum zu tun.

    Der deutsche Vorschlag zerreißt die lebensnotwendige Verbindung zwischen Kommunion und sakramentaler Beichte. Offenbar sieht er nicht vor, von protestantischen Ehepartnern das Bekenntnis schwerer Sünden in der Beichte vor dem Zugang zur Kommunion zu verlangen. Doch das steht im Widerspruch zur seit unvordenklichen Zeiten geübten Praxis, zum ausdrücklichen Dogma der Kirche, wie es vom Konzil von Trient und im modernen Katechismus der katholischen Kirche gelehrt wird und zum ordentlichen Lehramt. Das läuft letzten Endes auf eine Protestantisierung der katholischen Sakramententheologie hinaus.

    Wenn die Lehre der Kirche ignoriert und neuverhandelt werden kann, selbst wenn diese Lehre auf einem Konzil – in diesem Falle Trient – definiert worden ist, können dann alle Konzilien historisch relativiert und neu verhandelt werden? Viele moderne liberale Protestanten bezweifeln die auf dem Konzil von Nikäa festgestellte Lehre von der Gottheit Christi oder lehnen sie als historische Erblast rundweg ab.
    Müssen protestantische Ehepartner an die Gottheit Christi glauben? Und wenn sie an die Realpräsenz Christi im Sakrament glauben müssen, warum müssen sie dann nicht den Glauben an das Sakrament der Weihe und das Sakrament der Buße teilen? Und falls sie all das glauben – warum werden sie dann nicht aufgefordert, zum äußeren Zeichen ihrer vollen Einheit katholisch zu werden?

    Wenn Protestanten zur katholischen Kommunion zugelassen werden, bleibt es dann Katholiken weiterhin untersagt, an der protestantischen Kommunion teilzunehmen? Falls ja – mit welcher Begründung? Falls aber nein – bedeutet das dann nicht, daß die katholische Lehre von den heilgen Weihen und der Voraussetzungen der gültigen Eucharistie falsch ist – und daß dementsprechend die protestantische Vorstellung wahr wäre?
    Wenn es jedoch nicht die Absicht der Interkommunion ist, die Gleichwertigkeit der katholischen und der protestantischen Eucharistiefeier zum Ausdruck zu bringen, dann führt praktizierte Interkommunion die Gläubigen in die Irre. Wäre das nicht ein Lehrbuchbeispiel für die „Verursachung von Ärgernis“? Und würde das nicht von vielen als eine mögliche Form der Täuschung oder der Verschleierung allzu strenger Lehren aus ökumenischen Rücksichten betrachtet? Doch Einheit ist nicht das Ergebnis eines Prozesses sein, , der die Substanz unserer Differenzen systematisch verschleiert.

    Das Fazit, das der Erzbischof aus alledem zieht, ist vernichtend:

    Der Kern des deutschen Vorschlages zur Interkommunion liegt darin, eine gemeinsame Teilnahme an der heiligen Kommunion zu ermöglichen, obwohl es keine tatsächliche kirchliche Einheit gibt. Das ist ein direkter Schlag gegen das Zentrum der Wahrheit des Eucharistiesakraments, denn die Eucharistie ist ihrem Wesen nach der Leib Christi. Und der ‚Leib Christi‘ ist einmal die tatsächliche und wesentliche Anwesenheit Christi unter den Gestalten von Brot und Wein sowie gleicherweise die Kirche selbst, die Gemeinschaft der Gläubigen in der Einheit mit Christus als ihrem Haupt.
    Die Eucharistie zu empfangen ist die feierliche und öffentliche Bekundung vor Gott und in der Kirche, daß man in der Einheit sowohl mit Jesus Christus als auch mit der sichtbaren Gemeinde der Eucharistiefeier steht.

    Daher besteht eine tiefe innere Verbindung zwischen dem „in Gemeinschaft stehen“ (beeing in communion) mit einer Gemeinde und dem „Empfang der Kommunion“ (receiving communion) in dieser Gemeinde. Diese Realitäten stehen in enger wechselseitiger Beziehung zueinander. (…)

    Hier eine Unwahrheit in den hochfeierlichen Augenblick der Begegnung mit Jesus in der Eucharistie einzuführen, im äußeren Verhalten zu behaupten „Ich bin ein Mitglied dieser Gemeinschaft“ während man belegbar nicht ein Mitglied dieser Gemeinschaft ist – das ist eine Lüge und daher eine schwere Beleidigung Gottes.

    von Benedictus Decimus
    auf Facebook, welcher noch hinzu fügte:

    Die Worte von Erzbischof Chaput aus Philadelphia bilden auch eine unüberhörbare Kritik am Verhalten eines Papstes, der sich seiner Pflicht entzieht und Fragen, zu deren Beantwortung in Übereinstimmung mit der unveränderlichen Lehre der Kirche er berufen ist, als Verhandlungssache an einen runden Tisch überweist, damit niemand Anstoß nehme.

  • Thema von Hemma im Forum Buchempfehlungen

    Ich möchte Euch ein Buch von Peter Dyckhoff empfehlen, welches ich gerade mit Freude und Dankbarkeit lese:



    unter folgendem Link sind auch einige Dateien zu öffnen:
    http://www.peterdyckhoff.de/buch46.html

  • Quiz - Leichte Fragen zur Bibel -Datum17.05.2018 13:08
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Wir lesen es bei Lukas 2,1 , lieber Benedikt:

    In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen.


    LG., Hemma

  • Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Zum Thema ein Artikel aus der österreichischen Kronenzeitung vom 6. Mai von Dr. Tassilo Wallentin:

    Europas Weg in den Selbstmord

    Die EU mischt sich jetzt in den Syrien-Krieg ein. Und zwar wegen eines angeblichen Giftgas-Angriffes, der vermutlich nie stattgefunden hat. Die EU-Außenbeauftragte Federica Moherini fordert in einem außenpolitischen Amoklauf öffentlich den Sturz von Präsident Assad und droht Russland. Das ist Europas Weg in den Selbstmord.

    Am 7. April meldeten Aktivisten der Organisation „Weißhelme“ eine mutmaßliche Giftgas-Attacke in einer syrischen Kleinstadt. Es ist mehr als zweifelhaft, dass dieser Angriff überhaupt stattgefunden hat: Denn die „Weißhelme“ sind eine vom britischen Geheimdienst gegründete und mit Radikal-Islamisten sympathisierende Truppe. Wie Prof. Günter Meyer, Leiter des „Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt“ an der Universität Mainz, sagt, ist es „Hauptziel der Weißhelme, solche Dinge zu inszenieren und propagandistisch gegen das Assad-Regime einzusetzen.“

    Präsident Assad, der über starken Rückhalt in der Bevölkerung verfügt und den Großteil seines Staatsgebietes wieder fest in der Hand hält, hätte überhaupt keinen Grund gehabt, aus heiterem Himmel 40 Zivilisten ausgerechnet mit Giftgas zu töten und damit einen Militärschlag der Westmächte zu provozieren. Wie auch immer: Die völlig unbewiesene Behauptung der „Weißhelme“ lieferte den USA, Großbritannien und Frankreich den willkommenen Grund, das von Russland unterstütze Syrien mit mehr als 100 Marschflugkörpern zu bombardieren.

    Für Europa ist das brandgefährlich – und zwar aus folgendem Grund: Assad führt einen brutalen Krieg gegen seine Feinde im eigenen Land. Daran besteht kein Zweifel. Aber seine Feinde sind keine „Rebellen“ – zumindest nicht im klassischen Sinn – und am Allerwenigsten sind sie „Demokraten“. Es sind radikale Islamisten und IS-Anhänger, die aus ganz Syrien ein „Islamisches Emirat“ machen wollen. Die Westmächte unterstützen diese Gruppen, weil sie fürchten, dass unter Präsident Assad der Einfluss der Russen in Syrien zu groß werden könnte. Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman bestätigte dies vor drei Wochen in einem Interview mit der Washington Post: „Es gibt die Forderung unserer Verbündeten (Westmächte) , dass wir uns für die Schaffung von Koranschulen, Moscheen und für die Propaganda des Wahhabismus (= radikalste Form des Islamismus) in der islamischen Welt engagieren und dafür unsere finanziellen Mittel einsetzen…um die Sowjetunion (jetzt: Russland) daran zu hindern, ihren Einfluss in der islamischen Welt zu stabilisieren.“

    Mit einem Wort: Um den Einfluss der Russen in der Region zurückzudrängen, nimmt der Westen den Sturz von Assad und die Machtergreifung durch radikale Islamisten in Kauf. Dieser gefährlichen Politik hat sich nun auch die EU-Außenbeauftragte Mogherini verschrieben. Sie fordert öffentlich den Sturz Assads und warnt Russland vor Interventionen in der Region. Frau Mogherini ist offensichtlich ahnungslos oder dumm – oder beides: Denn nach Assads Sturz kommt es sofort zur Machtergreifung durch den IS (und einem Massaker an bis zu 2 Millionen Christen). Für die EU bedeutet das immense Terror-Gefahr und gewaltige Flüchtlingsströme. Den USA ist das egal, denn das Flüchtlings-Chaos traf ja schon bisher nur die dummen Europäer.

    Syrien droht das Schicksal Libyens. Dessen ermordeter Machthaber Gaddafi hatte der EU schon 2011 prophezeit: „Wenn ihr mich bedrängt und destabilisieren wollt,…wird sich folgendes ereignen. Ihr werdet von einer Immigrationswelle aus Afrika überschwemmt werden, die von Libyen aus nach Europa überschwappt. Es wird niemand mehr da sein, um sie aufzuhalten.“

    http://www.tawa-news.com/europas-weg-in-den-selbstmord/

  • Quiz - Leichte Fragen zur Bibel -Datum15.04.2018 15:49
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Lieber Benedikt!

    Sieht auf den ersten Blick sehr einfach aus die Frage

    Die Evangelisten berichten über das Leben Jesu, seine Taten und Lehren, aber nicht im Sinne einer lückenlosen Geschichte. Sie wählten unter der Leitung des Hl. Geistes das aus, was für IHREN Leserkreis geeignet war um den Glauben an Jesus Christus zu wecken und zu festigen.
    Der Apostel und Evangelist Matthäus schrieb für die gläubigen Juden,
    der Evangelist Markus (er begleitete den Hl. Paulus auf seiner ersten Missionsreise) besonders für die römischen Christen,
    der Evangelist Lukas (Arzt und ca. 17 Jahre lang Begleiter des hl. Paulus, v. Hl. Petrus getauft) wendet sich an die ganze heidenchristliche Welt.

    Matthäus und Lukas beginnen ihr Evangelium mit der Kindheitsgeschichte Jesu, Markus mit Johannes dem Täufer.

    Der Apostel und Evangelist Johannes, Augenzeuge des Lebens Jesu, und daher mit genauen Angaben von Zeiten, Orten und Personen vertraut, schrieb für die Christen heidnischer Abstammung in Kleinasien.


    LG., Hemma

  • Bekehrungen zum wahren GlaubenDatum15.04.2018 12:31
    Foren-Beitrag von Hemma im Thema

    Frau Alexa Gaspari, die mit ihrem Mann Dr. Christoph Gaspari seit bald 30 Jahren die kath. Zeitschrift "Vision 2000" herausgibt, berichtet in der Nr. 2/2018 unter "Porträt, ein glückseliger Katholik" über die Bekehrung v. Prof. Conrad Artmüller, einem bekannten österr. Dirigenten im Jahr 2007 in Assisi.

    Da der Artikel manchen Lesern vielleicht etwas zu lang ist, hier nur der gekürzte Abschnitt über seinen spirituellen Weg ab 2007:

    Weit weg vom Glauben, der ihn nicht interessiert, spricht ihn, wie gesagt, esoterische Literatur an, ohne dass er allerdings Esoterik praktiziert. 2007 kommt es zum Umschwung in seinem Leben:
    Er reist mit Christine (Ehegattin) in der Karwoche nach Assisi. Es ist ihr großer Wunsch. Sie ist katholisch, gläubig und leidet darunter, dass Conrad nichts von der Kirche wissen will. Aber nach Assisi fährt er gerne mit. Als Tourist interessiert ihn die Stadt, über Franziskus informiert er sich vorher.
    Was er dort sieht, gefällt ihm. Es kommt der Gründonnerstag. Sie gehen in die Vesper nach San Damiano. Ihm gefiel die italienische Sprache – als Dirigent italienischer Opern beherrscht er die Sprache – immer schon sehr. Es wird auch sehr schön gesungen. Für einen Musiker also alles bestens. Doch dann:
    „Auf einmal heißt es: 15 Minuten Stille. 15 Minuten?! Das ist lang. Was mache ich jetzt? Hinausgehen und eine rauchen?“ Er schaut sich um. Die Leute knien, ganz in sich versunken. „Da habe ich begriffen, dass diese Zeit der Stille zum Beten gedacht ist. Und so habe ich halt irgendwie begonnen zu beten. Auf einmal ist da etwas gewesen, das ich als Gnade bezeichne: Ich bin am Schluss wie erschlagen, überwältigt dagesessen...
    Wir sind dann hinaus, hinunter nach Rivotorto gefahren und dort gemeinsam in die Hl. Messe gegangen – mit Tränen in den Augen.“ Beim Abschied von Assisi meint er zu Christine: „Wir kommen wieder, ich aber als Katholik!“
    Ab da setzt die Änderung ein: „Zu Hause bin ich aus der evangelischen Kirche ausgetreten und habe mich auf die Suche gemacht, wie und wo ich katholisch werden könnte.“ ............

    Und zusammenfassend: „Ich bin ein glückseliger Katholik, unendlich dankbar für die Gnade, die mir widerfahren ist und geschenkt wurde, die ich erlebt habe. Ich muss danken für dieses Leben, bin sehr zufrieden. Das hängt sehr mit dem Glauben zusammen. Er lässt einen doch anders handeln und denken. Es fällt dieses Gift weg, mit dem wir uns so oft sonst selbst zudröhnen. Wir sind ja zur Fröhlichkeit aufgerufen. Als Christen sind wir doch aufgerufen, frohe Menschen zu sein!“

    Der vollständige Artikel ist hier nachzulesen:
    http://www.vision2000.at/?nr=2018/2&id=3323

  • Thema von Hemma im Forum Predigten

    Predigt von Pater Francouis Zannini



    Wenn wir das Credo beten, schließen wir diese Verkündigung unseres Glaubens mit folgenden Worten: „Ich glaube an die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben“.

    Die Lesungen des 33. Sonntags im Jahreskreis B (Dan 12, 1-3; Ps 15; Hebr. 10, 11 – 14.18) kommentieren diese beiden Glaubensaussagen. Sie zeigen mit der Gewissheit des Evangeliums, dass unser irdisches Leben nur ein Durchgang ist und dass Gott alle Menschen im Paradies erwartet, um sie in seinem Sohn zu verherrlichen und ihnen die ewige Freude der Gottesschau zu schenken. Sie ist der Lohn aller Heiligen, die auf der Erde in Selbstvergessenheit geliebt haben, um die Wahrheit und die Liebe Christi in den Herzen aller Menschen herrschen zu lassen.

    Daniel enthüllt uns durch das Ärgernis, das der Tod für die Juden war, das Heil des Gottesvolkes, das am Gott des Lebens nicht verzweifelt. An Gott zu glauben bedeutet nämlich auf das ewige Leben zu hoffen, das Er ist und dass diejenigen, die für ihn gestorben sind, auf ewig in seiner Liebe leben werden.

    Daniel antizipiert das Jüngste Gericht von Matthäus (25, 31-45) und enthüllt uns, was der Tag der Auferstehung am Ende der Zeiten sein wird, wenn die Toten erwachen, um entweder ins ewige Leben oder in die ewige Schmach und den ewigen Untergang einzugehen. Während wir auf diesen vom Herrn verheißenen Tag warten, den nur der Vater kennt, sagt uns das Evangelium, dass wir Christen eingeladen sind, in Begleitung von Christus, der sein Leben hingegeben hat, um unsere Sünden zu sühnen und uns den Himmel zu öffnen, unseren Weg auf dieser Erde zu gehen.

    Jetzt sitzt er für immer zur Rechten seines Vaters, weil er Seinesgleichen ist und auf den endgültigen Sieg über das Böse wartet, der am Ende der Zeiten eintreten wird. In Erwartung dieses Tages ist Christus der Hohepriester par excellence, der das einzigartige Opfer seines Lebens brachte, um die Menschheit zu retten. Durch sein Opfer hat er uns gereinigt und beruft uns unablässig durch die communio mit Ihm in der Eucharistie zur Vollkommenheit der Liebe.

    So wurde Christus, als er sich am Kreuz opferte, wirklich zum österlichen Menschen, d.h. zum Menschen des Übergangs vom Tod zum Leben, von der Sünde zur Gnade. Christus macht sich zum „Fährmann“ der Menschen und geleitet jeden aus Liebe und in Liebe vom irdischen zum himmlischen Ufer, von dieser vergänglichen Welt zu jener Welt, die nie mehr vergehen wird.

    Jesus, der nun am anderen Ufer steht, wartet einerseits auf das Ende der Welt, um das Böse endgültig zu besiegen und andererseits führt er durch sein einzigartiges Opfer in der Eucharistie jeden dahin, seinen Leib zu essen und sein Blut zu trinken, um die Gnade empfangen, Seiner Wahrheit besser anzuhängen, in Seiner Liebe zu leben und jeden Tag ein Heiliger zu werden, der demütig genug ist, um den Willen Gottes aufzunehmen.

    Als Getaufte haben auch wir Anteil am Priestertum Christi und wir sollen durch unsere Worte und unsere Taten „Fährleute“ für die Menschen sein, Fährleute zum Himmel, trotz widriger Winde auf dieser Welt. Wir haben nichts zu fürchten; Gott ist mit uns und geleitet unser Boot zum Hafen der Ewigkeit.
    Wenn der Evangelist Markus uns die Zeichen für das Ende der Zeit und die großen kosmischen Umwälzungen, die die Wiederkunft des Herrn ankündigen, enthüllt, dann sollen wir nicht beunruhigt sein, sondern nur voll Vertrauen erkennen, dass diese Zeichen die Gegenwart der göttlichen Macht und Transzendenz in der Geschichte „übersetzen“, und dass der Menschensohn, der in Herrlichkeit wiederkommen wird, für alle Menschen ein Bote des Friedens, der Einheit und der Befreiung sein will. Einerseits wird er das Böse zerstören und uns für immer befreien; andererseits wird er alle Auserwählten in seiner ewigen Liebe vereinen und allen „Aposteln der „Seligpreisungen“ die Herrlichkeit des Himmels schenken, die ihre Krone der Gerechtigkeit ist.

    So gesehen soll die Parusie oder das Ende der Zeiten eine Hoffnung und keine Angst für jeden von uns sein. Wenn unser Leben ein ständiges Bemühen war, Christus in unseren Brüdern stets besser zu lieben, was haben wir dann von unserem barmherzigen himmlischen Vater zu befürchten?

    Alle Heiligen, die Christus nicht verleugnet haben und die Ihm in seiner Passion gefolgt sin, um Ihn zu lieben und Seine Liebe zu verbreiten, haben sich darauf gefreut, Ihm endlich von Angesicht zu Angesicht zu begegnen und für immer mit Ihm zu leben.

    So wie die Muttergottes der hl. Bernadette verheißen hat, nicht in dieser, aber in der kommenden Welt glücklich zu sein und wie ihr Sohn Jesus den guten Schächer mit folgenden Worten aufnahm: „Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein“, so sollen auch wir von den Worten Jesu über das Jüngste Gericht nicht erschrocken sein. Glauben wir an die Auferstehung der Toten und an das ewige Leben – das verleiht unserem Leben einen Sinn und schenkt uns Hoffnung nach dem Tod.

    Leben wir im Vertrauen und im Frieden Gottes indem wir seinen Sohn Jesus in seiner Armut, seiner Sanftmut, seiner Gerechtigkeit, seinem Erbarmen, seiner Reinheit und seinem Frieden nachahmen.

    Dann werden wir die Seligen des Evangeliums sein, die wie alle Heiligen der Kirche das Himmelreich erben, weil wir mit Christus und für ihn unser Leben verloren haben, um es für immer in Ihm wiederzufinden.

    Aus „Maria heute“, Nr. 556

  • Fest der BarmherzigkeitDatum11.04.2018 23:33
    Thema von Hemma im Forum Vorträge

    Ein Einblick in das Fest der Barmherzigkeit am Barmherzigkeitssonntag 2018 im Kärntner Wolfsberg mit einer eindrucksvollen Ansprache von Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz:

    http://www.pfarre-wolfsberg.at/pfarrlich...monats-april-5/

  • "Die Stunde Jesu" v. Peter DyckhoffDatum29.03.2018 01:39
    Thema von Hemma im Forum Literatur



    "Die Stunde Jesu" möchte den Leser mit kurzen Texten und Bildern anregen, besonders in der vorösterlichen und österlichen Zeit innezuhalten, um Wesentliches zu erfahren.
    Nach der Schrift "Wie hat Jesus gebetet?" ist "Die Stunde Jesu" der zweite Band einer kleinen Reihe, dem noch ein dritter und letzter Band folgen wird.
    Es ist wichtig, unser relativ kurzes Leben auf der Grundlage und der Erfahrung des Bleibenden zu überdenken und eventuell neu einzurichten. Der Text und die Bilder möchten eher das Gefühl als den Intellekt ansprechen.

    Dieses Buch kann als kleiner geist­licher Begleiter die Grundlagen für ein vertieftes Glaubensleben festigen, das nur aus der persönlichen Erfahrung heraus Bestand hat und Nährboden für das ewige Leben ist. Nehmen Sie sich Zeit für Betrachtung und Gebet und schenken diese Zeit dem Schöpfer mit der Bitte, er möge Ihr Inneres bewegen. Sie dürfen sicher sein: Die Liebe Gottes hat Sie längst ergriffen, bevor Sie sie selbst wahrnehmen.

    Die Betrachtung der Hochzeit zu Kana und der letzten Tage Jesu, seines Todes und seiner Auferstehung, schenken uns ein besseres und tieferes Verständnis für die "Stunde Jesu" und ermutigen uns, durchzuhalten - selbst dann, wenn Glaubenserfahrungen noch ausbleiben.
    Vierzig Bilder werden immer wieder unser Lesen unterbrechen und uns zum Innehalten auffordern und dem Aufkommenden Raum geben, angeschaut und angenommen zu werden.

    Dieses Buch möchte erreichen, dass Sie die Auferstehung des Herrn, in die wir alle mit hinein genommen sind, als größtes Gnadengeschenk tief miterleben.

    http://www.peterdyckhoff.de/buch45.html

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