Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....
#1

Traueranzeigen

in Leben und Sterben 09.02.2019 19:52
von Hemma • 569 Beiträge

Immer öfters fällt mir bei Traueranzeigen auf, dass von "Du bleibst in unseren Herzen" etc. die Rede ist.
Als ob uns Christen nicht das ewiges Leben bei Gott versprochen ist.

In der letzten Nr. der kath. Zeitschrift "Vision 2000" schreibt Christoph Gaspari dazu:

Unlängst nahm ich an einer Begräbnisfeier teil, die von einer Bestattungsfirma gestaltet war.
Zugegeben, sie war feierlich. Ansprachen mit sympathischen Schlaglichtern auf das Leben des Verstorbenen, die nette Erinnerungen wachriefen. Ergreifende Musik, Tränen, Abschied - wohl für immer.
Weil das aber schwer zu tragen ist, wurde versichert, der Verstorbene werde in unseren Erinnerungen weiterleben...
Soll das wirklich alles sein?
Wir Christen haben jedenfalls andere Vorstellungen. Wir glauben an "das ewige Leben", wie wir im Credo bekennen, bekräftigen diesen Glauben auch mit einem Amen - ja, so ist das wirklich.
Und dieses ewige Leben ist auch etwas anderes als eine Kette von Wiedergeburten, wie sie östliche Religionen erwarten, ein Denken, das auch in unseren Regionen Fuß gefasst hat.
So beten wir zwar wöchentlich das Glaubensbekenntnis und bestätigen so unseren Glauben an das ewige Leben, nur wer hat schon eine Vorstellung, was das bedeutet? Denn auch in der Kirche spricht man kaum darüber. Die Lehre von den "letzten Dingen", vom Tod und was uns nach dem Tod erwartet, ist irgendwie tabu....
----------------------------------
Mehr dazu hier:
http://www.vision2000.at/upload/pdf/vision201901.pdf


zuletzt bearbeitet 09.02.2019 21:13 | nach oben springen

#2

RE: Traueranzeigen

in Leben und Sterben 09.02.2019 23:22
von Aquila • 5.589 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Liebe Hemma

Die heutige "Kosten-Nutzen" Mentalität zieht ihre Bahn auch über den Glauben.

Das heute vorherrschende Diesseits-Denken will vom wahren Glauben nichts wissen.
"Was bringt es mir schon!?" ist oft die lapidar gleichgültige Antwort.
Dann schon lieber "Spass haben" bis zum seelischen und körperlichen Zerfall....
in einer solchen Haltung spiegelt sich eine bewusste
Gleichgültigkeit gegenüber dem Glauben wider.
Wer so durchs irdische Leben zu gehen gedenkt,
wird unweigerlich im (Neu- )Heidentum enden...mit womöglich entsetzlichen Folgen.

Bereits anfangs des 20. Jahrhunderts schrieb

Hw Spirago
-

"Gott überlässt jene, die die Erkenntnis Gottes verwerfen, verwerflicher Gesinnung (Röm 1,28). Weinberge, die lange Zeit nicht gepflegt werden, arten in Hecken und Wäldern aus;
ebenso nimmt ein Gemüt, das nicht durch religiöse Belehrung ausgebildet wird,
ein heidnisches Leben und heidnische Sitte an
(Ludwig von Granada.).

Wer gegen seine Religion gleichgültig ist, sage ja nicht, er sei kein Feind Gottes;
er beachte Christi Worte:

Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich" (Mt 12,30).
Die im Glauben gleichgültig sind, werden am Tag des Gerichtes keine Entschuldigung haben und sagen können:
„Wir wussten es nicht." :
Denn, dass sie es nicht wussten, ist ihre eigene Schuld".

-

Diese Gleichgültigkeit erfährt ihre Nahrung gerade auch durch die teils völlig entarteten Todeskultgesellschaft.
Hw Robert Mäder hat es bereits im Jahre 1935 (!) angemahnt:
"
-

"Heut sind wir so weit, daß der Teufel der Herr der Welt genannt werden kann.
Die moderne Welt steht außerhalb von Gott, Christus und Kirche.
Satanas darf kühn als die Seele des Jahrhunderts gelten.
Aus dem Munde der Großpresse, des Mammonismus, der Gesellschaft ohne Gott, spricht Luzifer, das widergöttliche personifizierte Nein.
De Maistre würde den satanischen Charakter, den er in der französischen Revolution finden zu können glaubte, in dem herrschenden sozialen Atheismus unserer Tage mit Leichtigkeit wiedererkennen."

-

Dieser soziale Atheismus wiederum spiegelt die herrschende Todesverfangenheit wider.
Ein wahrheitsfernes Leben endet in den Fängen des - ewigen - Todes.
In dementsprechenden "Trauerfeiern" verflüchtigt sich die "Trauer" in das hoffnungslose Nichts, dessen borende Leere wiederum durch Menschengedachtes zu "füllen" versucht wird.


Bez. diametral en Gegensatz von Neuheidentum und katholischem Glauben bei Bestattungen siehe bitte hier:
Katholische Bestattung




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 09.02.2019 23:23 | nach oben springen


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