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#286

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 29.04.2014 00:04
von blasius (gelöscht)
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Lieber Aquila,

wahre Worte vom hl. Franziskus.



" Das Amt die Ämter" sind ein altes Thema der Menschen.

Zitat:

„GERADE ALS DER GANZ GEHORSAME ist Jesus zugleich der freie Sohn, als der sich

Erniedrigende der Erhöhte. So wird er zu einer neuen Daseinsmöglichkeit für die andern.

Er eröffnet und begründet eine neue Freiheitsgeschichte, die jedem offen steht, der sich im

Glauben einlässt auf die Grundbewegung seines Lebens: Gehorsam gegen Gott im Dienst

für die andern. So wird Jesus in Person zum Dienst für die Vielen (Mk 10,45), zum

Menschen für die andern. Seine Person ist als leibhaftig gewordener Gehorsam zugleich

leibhaftig gewordener Dienst, man könnte auch sagen, leibhaftig gewordenes und Person

gewordenes Amt. In Christus fallen Person und Amt schlechthin zusammen. Amt bedeutet

hier nicht mehr Herrschaft, sondern Dienst. Sein für die andern; Stellvertretung.

Das ist ebenso sehr eine radikale Kritik an allem sonstigen Amtsverständnis wie eine völlig

neuartige Begründung des Amtes, die nach einer ebenso neuen Weise der Amtsführung

verlangt“


(Walter Kasper).


Liebe Grüße, blasius


zuletzt bearbeitet 29.04.2014 08:32 | nach oben springen

#287

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 29.04.2014 08:39
von blasius (gelöscht)
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Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben
und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß


Liebe Leserinnen und Leser,

Wer hat „kein Joch, keine Sorgen, keine Last oder Mangel an Gesundheit“?



Evangelium nach Matthäus 11,25-30.

In jener Zeit sprach Jesus:

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Liebe Grüße, blasius

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#288

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 29.04.2014 19:46
von blasius (gelöscht)
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Liebe Leserinnen und Leser,

Ergänzung zu:

Wer hat „kein Joch, keine Sorgen, keine Last oder Mangel an Gesundheit“?


In jener Zeit sprach Jesus:

Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast.

Ja, Vater, so hat es dir gefallen.

Mir ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.

Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Denn mein Joch drückt nicht, und meine Last ist leicht.


Aus: Matthäus 23

Worte gegen die Schriftgelehrten und die Pharisäer


1 Darauf wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger1

2 und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt.2

3 Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

4 Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.3


15 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler!


Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße, blasius

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#289

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 29.04.2014 22:29
von blasius (gelöscht)
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Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben
und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß


Liebe Leserinnen und Leser,


Das Ziel des Glaubens


3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns in seinem großen Erbarmen neu geboren, damit wir durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten eine lebendige Hoffnung haben

4 und das unzerstörbare, makellose und unvergängliche Erbe empfangen, das im Himmel für euch aufbewahrt ist.

5 Gottes Macht behütet euch durch den Glauben, damit ihr das Heil erlangt, das am Ende der Zeit offenbart werden soll.2

6 Deshalb seid ihr voll Freude, obwohl ihr jetzt vielleicht kurze Zeit unter mancherlei Prüfungen leiden müsst.

7 Dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als Gold, das im Feuer geprüft wurde und doch vergänglich ist. So wird (eurem Glauben) Lob, Herrlichkeit und Ehre zuteil bei der Offenbarung Jesu Christi.

8 Ihn habt ihr nicht gesehen und dennoch liebt ihr ihn; ihr seht ihn auch jetzt nicht; aber ihr glaubt an ihn und jubelt in unsagbarer, von himmlischer Herrlichkeit verklärter Freude,

9 da ihr das Ziel des Glaubens erreichen werdet: euer Heil.

10 Nach diesem Heil haben die Propheten gesucht und geforscht und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist.

11 Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im Voraus bezeugte.

12 Den Propheten wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße, blasius

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#290

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen

in Wenn etwas der Klärung bedarf 02.05.2014 07:33
von blasius (gelöscht)
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Wir sollen an den Namen seines Sohnes Jesus Christus glauben
und einander lieben, wie es seinem Gebot entspricht.



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß


Liebe Leserinnen und Leser,


Wo stehen wir, die Menschen,
die Menschheit heute, morgen und in Zukunft?

Dazu ein Kommentar von Markus Duchardt,

Liebe Grüße, blasius



Auf festem Grund

Wie ist das mit dem Himmel?

- Du kannst dir den Himmel durch eigene Leistung verdienen,
lehrte die Kirche am Abend vor der Reformation.
- Du kannst dir den Himmel verdienen,
wird auch heute noch gepredigt.
- Wenn du glaubst, wird dir der Himmel geschenkt,
lehrte Martin Luther.
- "Du bist für mich der Himmel auf Erden!"
sagen Verliebte zu einander.
- "Der Himmel geht über allen auf..."
sangen wir einst begeistert auf dem Katholikentag.

Wohl kaum eine Frage hat die Menschen so sehr beschäftigt wie die Frage, wie man in den Himmel kommt. Wohl kaum eine Frage brachte für das Miteinander von Menschen in Religionen, Konfessionen, aber auch in Familien, so viele Veränderungen wie die Antwort auf die Frage, wie man in den Himmel kommt. Denn mit der Frage, WIE man in den Himmel kommt, wird gleichzeitig die Frage gestellt, WER in den Himmel kommt und damit auch: Wer ist dieser Gott für die Menschen? Und: Wer sind die Menschen füreinander?

Es ist ein Dilemma:

Viele gläubige Menschen erleben in dieser Zeit eine Kirche, die kaum mehr an der Seite der Menschen wahrgenommen wird, Sie beschäftigt sich mit Krisen und Strukturen.

Und die Menschen in den Gemeinden tun sich heute schwer, einzustimmen in das einst mit Begeisterung gesungene Lied vom Himmel, der über allen aufgeht; denn der Himmel, den sie in ihren Gemeinden miteinander entdeckt haben, ist durch die Zusammenlegung von Gemeinden ein anderer geworden, in dessen Größe sie sich nicht mehr zurecht finden.

Das Lied vom Himmel, der über allen aufgeht, können aber auch jene nicht mehr mitsingen, die in Lebenskrisen geraten sind und die aus dem Himmel der Kirchen - zumindest - herausgefallen sind. Dass der Himmel über allen aufgeht, wird von jungen Menschen zwar noch in Jugendgruppen, bei Besuchen in Taizé, auf den Katholiken- und Weltjugendtagen begeistert erfahren. Doch wenn es beispielsweise um die Zulassungsbedingungen zur Firmung geht, müssen sich die jungen Menschen den "Himmel der Firmung" über entsprechende Einträge im Firmpass erkaufen. Auch dann, wenn sie bereits in Ministrantengruppen aktiv sind oder sich in ihrem Lebensumfeld in unterschiedlichsten Gruppierungen sozial engagieren und über diesen Einsatz, um es mit den Worten des Evangeliums zu sagen, "den Willen des Vaters erfüllen". Sie tun es auch dann, wenn ihnen das "Herr! Herr!" aufgrund einer Entwicklungsphase, die vornehmlich durch Pubertät und erste Freundschaften gekennzeichnet ist, nur schwer über die Lippen kommt.

Die Kirche hat kein anderes Licht als das Licht Christi

Bereits das 2. Vatikanische Konzil erinnerte daran:

"Da Christus das Licht der Völker ist, wünscht dieses im Heiligen Geist versammelte Konzil dringend, alle Menschen durch seine Herrlichkeit, die auf dem Antlitz der Kirche widerscheint, zu erleuchten, indem sie der ganzen Schöpfung das Evangelium verkündet." (LG1) Damit zeigt das Konzil, dass das, was Kirche als Kirche ausmacht, ganz von Jesus Christus abhängt. Kirche ist niemals um ihrer selbst willen da.

Die Kirche hat kein anderes Licht als das Licht Christi. Man kann sie nach einem Bild, das den Kirchenvätern lieb war, mit dem Mond vergleichen, dessen ganzes Licht Widerschein der Sonne ist. Auf den Punkt gebracht: Aufgabe der Kirche ist es, das Licht der Worte und Taten Jesu zu den Menschen zu tragen.

Es darf nicht sein, dass die unzähligen Zeugnisse von der bedingungslosen Zuwendung Gottes zu den Menschen in allen Lebenssituationen in den Kirchenschränken verstauben. Von Jesus Christus her, dessen Licht sie widerspiegelt, ist es ihr Auftrag, sich mit seiner Botschaft im Gepäck wie er sichtbar und hörbar an die Seite der Menschen zu stellen; denn Kirche ist kein Museum, in dem die Schätze der Vergangenheit zu bewundern sind, sondern sie ist von Anfang an Rettungsstation des barmherzigen Samariters.

In einem erst vor kurzem erschienen Buch wurde Papst Benedikt XVI. die Frage gestellt:

"Ist es in dieser vielfach so kaputten, unheilen Gesellschaft ... nicht gerade die vordringliche Aufgabe der Kirche, speziell das Heilsangebot der Kirche deutlich zu machen?" Und der Papst antwortete: "Die Kirche legt den Menschen nicht irgendetwas auf und bietet nicht irgendein Moralsystem dar. Wirklich entscheidend ist, dass sie Ihn gibt. Dass sie die Türen zu Gott aufmacht und damit den Menschen das gibt, was sie am meisten erwarten, was ihnen auch am meisten helfen kann. Sie tut es vor allen Dingen durch das große Wunder der Liebe, das immer wieder geschieht. Wenn Menschen - ohne einen Profit zu haben, ohne das als Job machen zu müssen - von Christus motiviert - anderen beistehen und ihnen helfen. Dieser, wie Eugen Biser sagt, therapeutische Charakter des Christentums, der heilende und schenkende, müsste in der Tat viel deutlicher in Erscheinung treten."

Geht es nicht auch all jenen christlichen Politikern, Theologieprofessoren und kirchlichen Amtsträgern, die über die unterschiedlichsten Erklärungen und Gegenerklärungen sich in diesen Tagen für die Kirche einsetzen, ganz grundsätzlich auch um das, was der Papst im Interview geantwortet hat - nämlich, dass der therapeutische, heilende und schenkende Charakter des Christentums in der Kirche wieder deutlicher in Erscheinung tritt?

Doch:

Können solche Erklärungen und Gegenerklärungen wirklich eine weiterführende Form der Auseinandersetzung in der Kirche sein? Kirche wird man mit Demonstrationen allein nie erneuern können, wenn sie nicht begleitet sind durch das persönlich aufbauende Engagement, wenn sie nicht getragen sind von tiefem Respekt den anderen gegenüber und der Bereitschaft zum Dialog.

Freilich:

Die Zahl der Initiativen und der Dialoge in der Kirche - und damit meist die Beschäftigung mit sich selbst - ist in den letzten Jahren bedrohlich angewachsen. Und gerade Menschen, die mit großem Engagement das Leben in unseren Pfarrgemeinden mittragen, so dass - mit dem Bild aus unserem Evangelium gesprochen - Gemeinde als sicheres "Haus auf dem Felsen" erfahren wird, sind dialogmüde geworden und sehen das "Haus auf Sand gebaut". Es ist deshalb an der Zeit zu fragen, welche Initiativen wirklich nötig und nützlich sind. Und jene, die sie einberufen, müssen sich genauso fragen, ob sie die zum Dialog Eingeladenen auch wirklich teilhaben lassen oder ob sie diese durch Initiativen bei Laune halten wollen, die wichtigen Entscheidungen aber schon längst - vielleicht nach Beratung mit ganz anderen - gefällt haben.

Der Geist Jesu in unserer Zeit


Bei all dem, was wir als Kirche tun, an Initiativen starten und beraten, oder vielleicht auch besser sein lassen, darf es nicht um den Zeitgeist gehen, sondern um den Geist Jesu in unserer Zeit. Jesus hat auf seine Weise vorgelebt, wie ein Mensch den Willen des Vaters erfüllen kann, indem er mit seinem Leben auf das Wort Gottes antwortet. Skeptisch steht jedoch er allen Menschen gegenüber, die zu ihm "Herr! Herr!" sagen, sich auf ihre frommen Gefühle, auf ihre guten Absichten oder guten Worte verlassen, um den eigenen Platz im Himmel zu retten. Nicht Worte und Initiativen sind für ihn das Entscheidende, sondern das barmherzige Handeln nach dem Willen Gottes.

Denn so will Gott von der ersten Seite der Bibel bis zur letzten sichtbar werden"mit seiner Leidenschaft für Gerechtigkeit - für das Lebensrecht der Armen und Kleinen, mit seiner Leidenschaft für das Leben - für ein Leben, das den Menschen und jeder Kreatur nicht Strafe, sondern Segen ist. Gott will sichtbar werden in denen, die sich von dieser Leidenschaft entzünden lassen, und sie mittragen, mitertragen."
(J.Werbick)

"Den Willen des Vaters zu erfüllen" ist nicht nur ein Auftrag an alle, die als Christen Seinen Namen tragen. Es ist Gleichzeitig der Beitrag der Christen zu Gerechtigkeit, Solidarität und Frieden in unserer Gesellschaft, dass der Himmel weiterhin über allen aufgeht.

Weil wir alle wissen, wie schwer es manchmal sein kann, in unseren persönlichen und gesellschaftlichen Lebensverhältnissen den Willen des Vaters zu erkennen und erfüllen, dürfen wir mit dem Schlussgebet dieser Eucharistiefeier bitten:



"Führe uns durch deinen Geist, damit wir uns nicht nur mit Worten zu dir bekennen, sondern dich auch durch unser Tun bezeugen und den ewigen Lohn erhalten in deinem Reich. Amen."

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