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#1191

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 24.12.2021 10:18
von Blasius • 3.433 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,


24. Dezember

Die heiligen Stammeltern Adam und Eva


Am Vortag des Weihnachtsfestes feiert die Kirche das Gedächtnis unserer heiligen Stammeltern. Es ist billig und recht, dass Adam und Eva trotz der Sünde im Paradies nicht verlorengingen, denn sie waren als die ersten Menschen von Gott in einzigartiger Weise erschaffen worden; ihnen wurde als den ersten der kommende Erlöser verheißen, und beide haben lebenslang danach getrachtet, in harter Buße ihre Schuld zu sühnen. Überaus sinnvoll ist es dazu, dass das Fest der Stammeltern, die von der Schlange besiegt wurden, am Tage vor der Geburt dessen begangen wird, der seinerseits die alte Schlange, welche der Satan ist, überwunden hat, und dass gerade heute des ersten Adams gedacht wird, der durch die Sünde den Tod in die Welt einführte, während morgen Christus geboren wird, der als der zweite Adam den Menschen Auferstehung und neues Leben brachte.


Legenden ranken um beide Stammeltern.



Von Adam weiß die Sage zu berichten, dass seine Reliquien stets in Ehren standen. Noach nahm sie mit sich in die Arche, und nach der Sintflut wurde der Schädel des Stammvaters auf dem Hügel Golgatha, der deswegen Schädelstätte heißt, gerade an der Stelle beigesetzt, wo die Schergen später das Kreuz errichteten, und als sich durch das Erdbeben beim Tod des lieben Heilandes der Felsen auf Kalvaria spaltete, wurde Adams Schädel bloßgelegt und von Christi Blut benetzt und gereinigt. Aus diesem Grund sieht man auf den Gemälden, welche die Kreuzigung darstellen, zuweilen einen Totenkopf abgebildet. Es ist der Schädel Adams.


Auch meinen die Gottesgelehrten, dass Adam bei der Ankunft Jesu in der Vorhölle der erste war, der von ihm die Frohe Botschaft über die Vollendung der Erlösung auf Golgatha vernahm, und wieder sei er der erste gewesen, der gleich hinter dem lieben Heiland am Himmelfahrtstag in den Himmel einzog. Das alles mag auch wohl auf diese Weise vonstatten gegangen sein, denn trotz der Sünde bleibt Adam der erste Mensch, dem deswegen größere Ehre gebührt.


Nicht minder schön als die Legende, die um Adam rankt, ist auch die, welche um Eva spielt.


Es war in der Heiligen Nacht zu Betlehem. Der Heiland ist geboren. Verklungen ist das Gloria der Engel, und die Hirten befinden sich auf dem Rückweg zu ihren Zelten. Sankt Joseph ist in einer Ecke des Stalles eingenickt. Auch das göttliche Kind schläft. Nur Maria, die hochgebenedeite Gottesmutter, kniet, in Andacht und Liebe versunken, wachend vor der Krippe.


Da öffnet sich lautlos die Stalltür. Eine Frau tritt ein, in Lumpen gehüllt, nur Haut und Knochen, uralt, mit einem zerfurchten Gesicht, das braun ist wie die Ackerscholle. Sehnsuchtsvoll ruht der Blick der Alten auf dem schlafenden Kind. Leise und behutsam nähert sie sich. Nur vier Schritte sind es von der Tür bis zur Krippe, aber nach der Art, wie die Frau die Schritte macht, sollte man meinen, sie schreite durch vier Jahrtausende.


Maria erschrickt, doch mag sie es auch nicht wehren, dass sich die Greisin über das aufwachende Kind beugt und ihm – es sieht wie eine Beichte aus – geheimnisvolle, unverständliche Worte zuflüstert, und dann langt die Frau aus ihrem Kleid einen scharlachroten Apfel hervor, der seit den Tagen des Paradieses das Sinnbild der Sünde ist, und reicht ihn dem Kind, das ihn ergreift und an die Brust drückt.


Maria zittert aus Angst um ihr Kind. Doch schon reckt die alte Frau sich hoch. Viel größer ist sie geworden. Alle Falten und Runzeln sind aus dem Antlitz verschwunden. So jung und frisch ist sie, dass man meinen sollte, Jahrtausende seien von ihr abgefallen, und in den Augen steht ein Glanz, hell wie tausend Weihnachtslichter. Tief neigt sich die Gestalt vor der Gottesmutter und spricht in demütiger Verehrung:


„Ave, Maria! Ich bin Eva.“


Sagt`s, verbeugt sich noch einmal, und mit einem letzten liebenden Blick auf das gütig lächelnde Kind schreitet die Stammmutter rücklings auf den Ausgang zu und verschwindet im anbrechenden Morgen.


Schön ist die Legende von unserer Stammmutter Eva, sinn- und lehrreich dazu, denn sie gibt uns die Anregung, heute, am Tag vor Weihnachten, falls es noch nicht geschehen ist, eine gute heilige Beichte abzulegen und dann immerfort, alle Stunden, die Ursache unseres Heils, die liebe Gottesmutter, still im Herzen zu grüßen:


Ave, Maria zart, du edler Rosengart,

Lilienweiß, ganz ohne Dornen.

Ich grüße dich zur Stund mit Gabrielis Mund:

Ave, die du bist voll der Gnaden.



Durch Evas Apfelbiss Gott uns verstoßen ließ,

Und sollten ewig sein verloren.

Da ist göttliches Wort, Jesus, dein Söhnlein zart,

Zu unserm Heil ein Mensch geboren.



Liebe Grüße und Frohe Weihnachten - Blasius


zuletzt bearbeitet 24.12.2021 10:29 | nach oben springen

#1192

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 25.12.2021 08:38
von Blasius • 3.433 Beiträge





Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

25. Dezember

Die gnadenreiche Geburt unseres Herrn Jesus Christus


Christi Geburt

So kam nunmehr die Zeit so klar,

Da der Baum des Lebens gebar

Die wunderbare Frucht

Aus Gottes schöner Zucht.

Viel Wunder in der Zeit geschah:

Drei Sonnen sah

Man am Himmel in lichtem Schein;

Die Welt erschrak drob allgemein.

Sibylla hatte vorhergesagt

Von dieser kaiserlichen Magd

Und von ihrem Kinde;

Doch nicht verstand es die Welt, die blinde.



Es herrschte damals im römischen Land

Augustus, der Kaiser hochgenannt,

Den die Römer wollten machen zu Gott;

Er aber hielt es nur für Spott.

Er sandte in der Stille

Nach der Weissagin Sibylle,

Dass sie ihm täte kund

Durch ihren weisen Mund,

Was dieses Zeichen dem Geschlechte

Der Sterblichen bedeuten möchte.

Da ließ sie ihn erschauen

Die schönste der Jungfrauen

In jener Sonne klar und rein,

Die hielt ein göttlich Kindelein.



Der Ort, wo dies der Kaiser schaute,

Ist heute eine heilige Baute,

Die "Ara coeli" wird genannt:

"Des Himmels Altar" wohlbekannt,

Weil der Kaiser an dieser Statt

Zuerst nach der Sibylle Rat

Weihrauch dem Herrn der Welten schwang

Und selbst in Staub vor ihm hinsank,

Worauf er allem Volk gebot,

Dass man ihn nimmer nenne Gott.



Ein neues höheres Königtum

Ward da begründet, Gott zum Ruhm,

Ein ewigliches Himmelreich,

Darin der Kaiser gelte gleich

Dem Bettler, und als erster prangt,

Der nach dem letzten Dienst verlangt.


(Aus: "Goldene Legende der Heiligen"

von Joachim und Anna bis auf Constantin den Großen

neu erzählt, geordnet und gedichtet von

Richard von Kralik, 1902)

Matthias Hergert

Liebe Grüße und Frohe Weihnachten - Blasius


zuletzt bearbeitet 25.12.2021 08:43 | nach oben springen

#1193

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 01.01.2022 13:23
von Blasius • 3.433 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Gedächtnis der allerseligsten Jungfrau Maria


1. Januar

Der Beginn eines neuen Jahres erinnert den Menschen deutlicher als andere Zeitpunkte an seinen Schöpfer, aus dessen Schaffensmacht er einzig und allein auch den neuen Zeitabschnitt erhalten wird. Ohne ihn könnten wir nicht in ihm leben, arbeiten und ernten. Darum sind auch beide: das neue Jahr wie ich in ihm, für Gott bestimmt, zu seiner größeren Ehre. Diese mehren zu helfen, Gottes Majestät zu verherrlichen, ist unsere wesentlichste Aufgabe im neuen Jahr. Deshalb ist es sehr verständlich, dass ein Christ es nur beginnen möchte: Im Namen Gottes!



Unfähig wären wir aber zur gottgewollten Bewältigung dieser Aufgabe, wenn nicht Gottes Sohn in unsere Menschenwelt eingetreten wäre. Wegräumen musste er die Hindernisse eines gottwohlgefälligen Lebenswandels: die Sünden. Schenken musste er uns Kräfte aus Himmelshöhen: seine Gnaden, damit unser Tun und Lassen wirklich unter dem Namen Gottes stehen könnte. Nur im Namen seines menschgewordenen Sohnes, im Namen Jesu, können wir den Vater im Himmel ehren. Ohne den Erstgeborenen der Brüder erlangen wir keinen Zutritt zum Vater. Sinnvoll ist es daher, wenn die Kirche am heutigen Festtag uns kündet, wie dem Kind der jungfräulichen Mutter der Name „Jesus“ gegeben wurde, wie ihn der Engel schon genannt hatte, ehe er im Mutterschoß empfangen ward. Denn er sollte sein Volk erlösen von seinen Sünden. Jesus heißt ja Erlöser, Heiland. Vor einer Woche haben wir die Geburt dieses Heilandes feierlich begangen.



Damit wissen wir aber auch, wer uns den Träger dieses Namens und seiner wunderbaren Kraft, in der wir das neue Jahr bestehen sollen, geschenkt hat. Seine Mutter, die seligste Jungfrau Maria. In jenem denkwürdigen Augenblick tat sie es, da sie ihr Fiat sprach. Es war jener Augenblick ihres Lebens, in dem Maria in einzigartiger Weise nur Magd des Herrn sein wollte; denn von ihm und für ihn war sie ins Dasein gerufen worden. Nie ist Gott von einem bloßen Menschen mehr geehrt worden als von Maria im Augenblick ihrer wunderbaren Empfängnis. Nie ein Werk mehr in der Kraft Gottes und des menschgewordenen Gottessohnes begonnen worden.



Von Maria kann demnach der Christ erlernen, was es heißt: im Namen Gottes etwas beginnen. Wer in und mit Maria ein neues Jahr beginnt, der beginnt es notwendigerweise im Namen ihres Sohnes, im Namen Jesu. Wer es im Namen des Sohnes des Allerhöchsten beginnt, der beginnt es wahrhaft im Namen Gottes. Dann aber wird das neue Jahr dem Gotteskind nur bringen können, was dem heiligen und guten Willen Gottes entspricht. Das aber führt zu des Menschen wirklichem Glück. Wie reich wurde es Maria, der getreuen Gottesmagd, zuteil: Selig werden mich preisen alle Geschlechter!



Kirchengebet



O Gott, Du hast durch die fruchtbare Jungfrauschaft Mariens dem Menschengeschlecht die Güter des ewigen Heils geschenkt; nun bitten wir Dich; lass uns die Fürsprache jener erfahren, durch die wir den Urheber des Lebens empfangen durften, unseren Herrn Jesus Christus, deinen Sohn. Amen.



Zur Geschichte des Festes: Das neue Jahr beginnt im Namen Jesu und auch in Mariens Namen. Denn der erste Januar ist auch ein Marienfest, ja sogar das älteste Marienfest. Das Kirchengebet wie auch das Kommuniongebet und vor allem die Tagzeiten tragen ganz marianischen Charakter, der für spätere Marienfeste vorbildlich geworden ist. Dieser marianische Charakter mag zunächst in der Wahl der Stationskirche begründet sein. In frühester Zeit war das Pantheon (St. Maria zu den Märtyrern) dafür erwählt, später St. Maria jenseits des Tiber. Beide Kirchen liegen in volkreichen Stadtteilen, so dass für die Wahl dieser beiden Kirchen wohl auch die Absicht mitbestimmend war, die Ausgelassenheit der Neujahrsfeiern zu zügeln. Der tiefere Grund für das marianische Gepräge dieses Tages ist unverkennbar die innere Beziehung der Gottesmutter Maria zum Festgeheimnis dieses Tages, der Beschneidung des Herrn, bzw. zur Geburt und Menschwerdung des Sohnes Gottes.



(Prof. Dr. Carl Feckes, "So feiert dich die Kirche", Maria im Kranz ihrer Feste, 1957, Steyler Verlagsbuchhandlung)

Liebe Grüße und ein Gutes neus Jahr, Blasius


zuletzt bearbeitet 01.01.2022 13:25 | nach oben springen



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