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#1166

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 26.12.2020 02:24
von Blasius • 3.083 Beiträge



Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

26.12. Hl. Stephanus - Erster Märtyrer

Ich sehe den Himmel offen


Nur selten wird uns Menschen Einblick in den Himmel gewährt. Ich meine nicht den Himmel über unseren Köpfen, sondern die jenseitige Welt, an die wir glauben, jene Welt, die nicht über unseren Köpfen ist, sondern mitten unter uns.
Der Mensch könnte es wohl nicht ertragen, würde er einen Einblick in diese Welt bekommen. Zu sehr sind wir alle verhaftet in unseren eigenen Gottesbildern, so dass wir uns schwer damit tun, Gott wirklich zu sehen.

So ging es auch vielen, die der Predigt des Stephanus zuhörten. Was er den Menschen von Gott erzählte, das war so unerhört, sie konnten es nicht ertragen. In blinder Wut steinigten sie Stephanus. Doch er hatte sich nicht getäuscht. Er sieht den Himmel offen, ohne zu erschrecken. Er weiß, dass er nicht seinen eigenen Trugbildern nachgelaufen ist, sondern seinen Blick geschärft hat für Gott.
Wie können wir die Gewissheit haben, dass wir nicht unseren eigenen Trugbildern nachlaufen, sondern dass wir Jesus Christus folgen? Zunächst müssen wir einmal anfangen, unseren Weg zu gehen. Aufstehen und beginnen, daran scheitern schon viele Menschen. Dann müssen wir uns für eine Richtung entscheiden. Wir müssen ein Gespür dafür entwickeln, ob ein Weg uns Gott näher bringt, oder ob er von ihm wegführt. Manchmal werden Umwege notwendig sein, wenn wir uns verlaufen haben, aber Gott geht alle diese Wege mit uns. Wenn wir mit Entschiedenheit den Weg gehen, der uns näher zu Gott führt, dann werden wir spüren, wie wir dem Himmel immer ein Stück näher kommen.

Ach säh ich den Himmel offen
und Gott wie er ist und lebt
nie mehr müsste ich fragen
nie mehr wär ich unbewegt

Ich eilte dahin mit wachsender Kraft
ging vorwärts mit klarem Blick
ich täte das Gute und täte es gern
und niemals wich ich zurück

So träum ich und denke
und blind bleib ich stehn
wenn ich doch die Wege wüsste
dann würde ich sie auch gehn

Da spricht einer: steh auf und geh
die Richtung kennst du schon lang
du darfst nicht verzagen, du musst es wagen
geh deinen Weg nun fortan

So geh ich erst zweifelnd
und ängstlich und bang
doch bald werde ich sichrer
schreite mutig voran

Ich weiß mich getragen
von Gottes Engel geführt
und der Himmel ist offen
er hat mich berührt
Wir bitten dich, Herr,
lass uns nachahmen, was wir feiern,
so dass wir lernen, selbst unsere Feinde zu lieben;
denn wir begehen ja das Geburtsfest dessen,
der es verstand, selbst für seine Verfolger zu beten.


Steinigung


Apg 7, 54-60

Als sie das hörten, waren sie aufs Äußerste über ihn empört und knirschten mit den Zähnen. Er aber, erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief:

Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Da erhoben sie ein lautes Geschrei, hielten sich die Ohren zu, stürmten gemeinsam auf ihn los, trieben ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Die Zeugen legten ihre Kleider zu Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. So steinigten sie Stephanus; er aber betete und rief: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Dann sank er in die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Nach diesen Worten starb er.


https://www.praedica.de/Weihnachtszeit/1226_Stephanus.htm


Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 26.12.2020 02:26 | nach oben springen

#1167

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 01.01.2021 12:58
von Blasius • 3.083 Beiträge




Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Hochfest der Gottesmutter - Oktavtag von Weihnachten - Neujahr

Alle großen kirchlichen Feste haben eine Oktav, das heißt sie werden über acht Tage hinweg gefeiert und der achte Tag ist noch einmal ein besonderer Schlußtag des Festes. Der 1. Januar ist der achte Tag nach Weihnachten. Die Kirche hat auf diesen Tag das Hochfest der Gottesmutter Maria gelegt.
Noch vor dem 7. Jahrhundert war es in Rom üblich, am 1. Januar ein Marienfest zu feiern, das aber im Mittelalter an Bedeutung verlor. Im 13./14. Jahrhundert übernahm man in Rom dann das vorher schon in Spanien und Gallien übliche Fest der Beschneidung des Herrn. Nun gedachte man bis zur Kalenderreform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil am 1. Januar der Beschneidung des Herrn, die nach Lk 2,21 acht Tage nach seiner Geburt stattfand. 1969 wurde der Festtag wieder zu einem Marienfest umgewandelt und erhielt den Titel Hochfest der Gottesmutter Maria.
An diesem Tag feiern wir in besonderer Weise Maria als die Mutter Jesu. Stand an Weihnachten ihr Sohn im Mittelpunkt, so ist es heute die Mutter selbst. Doch man kann Maria nie ohne ihren Sohn feiern. Immer weist sie uns hin auf Jesus und zeigt uns den Weg zu ihm. Im Eröffnungsvers der heutigen Messe heißt es:

Gruß dir, heilige Mutter, du hast den König geboren,
der in Ewigkeit herrscht über Himmel und Erde.
Gott ist ganz Mensch geworden. Das heißt auch, dass er wie jedes Kind der Fürsorge einer Mutter bedurfte. Auch der Sohn Gottes musste erzogen werden, musste lernen.
Auf dem Bild sehen wir, wie Jesus seine Mutter anblickt, voller Vertrauen, als würde er zu ihr sagen: Mutter, lehre mich, wie das Leben geht.
Das göttliche Kind gibt sich ganz seiner Mutter hin. Gott, der das Leben ist, wollte sich von einem Menschen das Leben lehren lassen.

Maria, du hast deinem Sohn gezeigt, wie Leben geht,
du hast ihn mit deiner mütterlichen Sorge beschützt
und ihm deine Lebenserfahrung vermittelt.
Auch wir kommen zu dir als deine Kinder.
Beschütze auch uns mit deiner mütterlichen Sorge
und führe uns den Weg des Lebens.

Heute ist zugleich der erste Tag unseres weltlichen Jahres. Das kirchliche Jahr haben wir ja bereits am 1. Advent begonnen. Wenn nun die Kirche an den ersten Tag des weltlichen Jahres ein Marienfest setzt, so soll uns dies Anlass sein, das ganze Jahr unter den mütterlichen Schutz Mariens zu stellen. Der erste Tag des Jahres als Fest der Gottesmutter lädt uns ein, das neue Jahr so zu beginnen, wie sie Jesus Christus empfangen hat: Mir geschehe nach Deinem Wort.
Maria ist das Bild der Kirche und aller Christen, die dem Sohn Gottes in ihrem Leben Raum geben. Gott will zur Welt kommen - in uns und durch uns. Die Gottesgeburt will auch in uns geschehen. Im Geheimnis der mütterlichen Kirche steht uns Maria bei, dass Gott in uns neu geboren wird.

Hochfest der Gottesmutter

Maria aber bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.
Diese Worte des Evangelisten Lukas (Lk 2,19) hören wir heute im Evangelium. Maria weiß um den tiefen heilsgeschichtlichen Zusammenhang, in dem die Ereignisse stehen, die sie mit ihrem Sohn erlebt. Gehen wir in die Schule Mariens. Lassen wir uns von ihr den Sinn der Feste des Jahres erschließen. Bitten wir Maria darum, dass wir dieses Jahr unseren Glauben vertiefen und Jesus immer besser kennen lernen.
Die Ikone zeigt uns die Bedeutung Mariens bei dem weihnachtlichen Geschehen. Sie thront im Mittelpunkt mit dem Kind auf dem Schoß, vor dem die drei Weisen mit ihren Gaben die Knie beugen und von dem die Hirten einander staunend erzählen. Darüber geht der Blick in die himmlische Sphäre mit den Engeln und über der thronenden Gottesmutter erstrahlt der Stern. Unten sehen wir die Personifizierungen von Erde und Wüste und in der Mitte eine Gruppe von Menschen. Diese stehen stellvertretend für die gesamte Schöpfung, die dem in Christus Mensch gewordenen Schöpfer in der Gottesmutter ihren Dank darbringt.
Maria ist eine von uns, Maria ist die Gabe, welche die Menschheit Gott darbringt, wie es in einem Hymnus des hl. Patriarchen Germanos von Konstantinopel (715-733) heißt:

Was sollen wir Dir darbringen, o Christus, der Du um unseretwillen auf Erden wie ein Mensch gesehen wirst? Ein jeder bringt Dir Dank dar von den von Dir Geschaffenen: Die Engel den Gesang, die Himmel den Stern, die Weisen die Gaben, die Hirten das Erstaunen, die Erde die Höhle, die Wüste die Krippe, wir aber die jungfräuliche Mutter.
Wahrhaftig würdig ist es,
Dich selig zu preisen,
Gottesgebärerin,
allzeit Selige und Makellose
und Mutter unseres Gottes!
Geehrter als die Cherubim
und unvergleichlich herrlicher
als die Serafim,
unversehrt hast Du das
Göttliche Wort geboren:
Du wahrhafte Gottesgebärerin,
sei hochgepriesen.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
Du hast der Welt das wahre Licht geschenkt,
Jesus, Deinen Sohn - Gottes Sohn.
Du hast dich ganz dem Ruf Gottes überantwortet
und bist so zum Quell der Güte geworden,
die aus ihm strömt.
Zeige uns Jesus.
Führe uns zum ihm.
Lehre uns ihn kennen und ihn lieben,
damit auch wir selbst wahrhaft Liebende und
Quelle lebendigen Wassers werden können
inmitten einer dürstenden Welt.
Amen.

Papst Benedikt XVI.


https://www.praedica.de/Heilige-Feste/01...ottesmutter.htm


Liebe Grüße, Blasiu


zuletzt bearbeitet 01.01.2021 13:04 | nach oben springen



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