
Gebet am 24. Januar
Erbarmungsreiche Mittlerin Maria, führe du uns in allen unseren Wegen, rate du uns bei allen unseren Begegnungen und hilf du uns in allen Anliegen des Leibes und der Seele. Erwirb uns die Gnade, dass wir deinen Tugenden nachfolgen, alles Böse meiden, vor allen Feinden gesichert, stets die Pfade der göttlichen Gebote gehen, bis wir endlich zum Land der Lebendigen gelangen, wo wir in Gott, unserem Heiland mit dir und allen Auserwählten frohlocken in Ewigkeit. Amen.
Zu Gott auf die Fürbitte des heiligen Timotheus
O Gott, der Du den heiligen Timotheus für den Unterricht des Weltapostels so empfänglich gemacht hast, schenke uns auf seine Fürbitte hin, dass wir durch Aufmerksamkeit und Folgsamkeit gegenüber den Verkündigern Deiner Lehre Dir wohlgefällig werden, durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

Denkschrift auf dem Grab des heiligen Franz von Sales
"Wanderer! verweile bei diesem Grabe; bewundere, verehre und ahme nach das Beispiel dieses großen Mannes Franziskus von Sales, Fürsten und Bischof von Genf. Seinen allzu frühen Hingang aus diesem Tränentale in die allerherrlichste Welt Gottes beweinen hier seine geistlichen Söhne und Töchter. Verehre an dieser Ruhestätte die erblasste Hülle einer verklärten Seele, die der Kirche Leuchte, des Glaubens Säule, der Hirten Muster, ein Lehrer der wahren Gottseligkeit; die Liebe der Fürsten, der Trost seiner Herde, ein Vater der Armen; ein apostolischer Prediger, der Stifter einer Pflanzschule von Engeln in Menschengestalt; der Tugend liebenswürdiges Vorbild war. Erstaune über dieses größte Wunder der Gnade in unseren Tagen. Folge, wenn du aus der Zahl der Stillen im Lande bist, die das Heimweh nach des Vaters seligem Hause haben, dem Beispiel dieses verherrlichten Gerechten nach!"
Letztes Gebet des heiligen Franz von Sales während seines Todeskampfes
"Einziger, dreieiniger Gott! Alles, was ich durch Dein Erbarmen bin, opfere ich Dir. Mein Gedächtnis und meine Gedanken seien Dir geheiligt, ewiger Vater! Mein Verstand und meine Worte Dir, göttlicher Sohn! Mein Wille und meine Handlungen Dir, göttlicher Geist! Mein Herz, meinen Leib, meine Zunge und meine Sinne schenke ich Dir zum Opfer, heilige Menschheit meines Erlösers Jesus Christus, der aus Liebe meiner sich in den schmerzlichen Tod des Kreuzes hingegeben hat!"
Der heilige Timotheus,
Bischof und Martyrer, war der geliebte Schüler des heiligen Apostels Paulus. Ungeachtet seiner vielen Arbeiten, beschwerlichen Reisen und Schwächlichkeit trank Timotheus doch nur Wasser. Sein Lehrer aber ermahnte ihn in einem seiner ersten Briefe: "Trinke nicht mehr bloß Wasser, sondern genieße ein wenig Wein, wegen deiner häufigen Unpässlichkeit.
Alles ist sicher im Gehorsam, alles verdächtig außerhalb des Gehorsams. Daher ist es besser und verdienstlicher vor Gott, nach dem Rat und Willen des Beichtvaters essen und trinken, als eigenwillig fasten.
Prüfe dich, ob du nicht ohne Erlaubnis fastest, wachst, zu lange betest, oder sonstige Bußübungen verrichtest, es etwa machst wie ein Kranker, der ohne Wissen seines Arztes allerlei Mittel zur Heilung anwendet?
Bete um Gehorsam gegenüber dem Beichtvater.
Gehorsam ist das Beste,
Und was er tut, das Größte.
Der heilige Johannes,
der Almosengeber, wurde von einem Bettler beschimpft. Sein Diener wollte den Unverschämten strafen, Johannes aber sprach: "Sechzig Jahre habe ich Gott beleidigt durch meine Sünden, und sollte mich nun über diese geringe Störung ereifern?" - Der Bettler erhielt ein reichliches Almosen.
O wie ungerecht, wenn Sünder sich gegen Sünder erhebt, und wie schwach muss das Feuer der Liebe in unseren Herzen sein, wenn schon ein paar Tropfen, ein paar beleidigende Worte es auslöschen oder vermindern!
Prüfe dich, ob du nicht bei kleinen Beleidigungen deiner Verwandten, Freunde, Geschwister etc. kränkende, kurze oder gar keine Antworten gibst, jener Person oft Stunden, Tage lang unfreundlich begegnest, ausweichst, zu reden vermeidest?
Bete um christliches Ertragen der Beleidigungen.
Wirst du beleidigt, so vergib es gern -
Denn so gehorchest du dem Herrn.
Andenken an die seligste Jungfrau
An diesem Tag wurde zu Toledo in Spanien das Fest begangen, das der heilige Bischof Ildephonsus, der so eifrige Verteidiger der Jungfräulichkeit Mariä, im Jahr 657 eingesetzt hat, nämlich zum Gedächtnis der wundervollen Erscheinung der seligsten Jungfrau in der Domkirche zu Toledo, die ihm an Mariä Himmelfahrt zuteil geworden ist. Die zu Toledo wegen dieser Erscheinung an diesem Tag gebräuchlichen priesterlichen Tagzeiten sind von Papst Gregor XIII. gutgeheißen worden.
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