Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#26

RE: Verlust des Sündenbewußtseins

in Der Sündenfall. 24.08.2018 20:19
von Aquila • 5.634 Beiträge

Lieber Blasius

Doch, das ist genau so !
Du weisst, dass ich auf Deinen Einwand an passender Stelle bereits geantwortet habe.
Speichere bitte die Antworten, dann musst Du nicht immer dasselbe fragen.

Her noch einmal meine Antwort:

++++
Mit der Erschaffung der Seele bei der Empfängnis geht auch die
personale Einzigartigkeit eines jeden sich ALS Mensch ( nicht "zum Menschen) entwickelnden natürlichen Ebenbild Gottes einher.

Durch die Seelengabe des Geistes / der Vernunft und des freien Willens wird eine jede Seele im natürlichen Bereich Gott-ebenbildlich.
Daher hat eine jeder Mensch - von der Empfängnis - diese unantastbare Würde.
Dies unabhängig von den sich im Entwicklungsstadium ALS Mensch einstellenden Behinderungen.
Unantastbarkeit des menschlichen Lebens vom Augenblick der Empfängnis


Warum die Betonung auf "natürliche" Ebenbildlichkeit ?

Hier müssen wir immer wieder auf die Tatsache des Sündenfalles zurückschauen.

Unsere Stammeltern - Adam und Eva - verloren durch ihre Einwilligung zur Sünde
das übernatürliche Ebenbild Gottes und auch die damit verbundenen Gaben !
Dies führte auch dazu, dass das natürliche Ebenbild verunstaltet wurde.
Das ganze nachfolgende Menschengeschlecht
- MIT AUSNAHME der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria -
ist mit der Erbsünde / Erbschuld belastet.
Die Erb-Sünde / Erb-Schuld war "geboren" !
(man beachte Erb-Schuld, nicht Erb-"Strafe" !

Alleine unser Herr und Gott Jesus Christus hat Sünde und Tod besiegt und dem Leiden den Sinn gegeben:
Jesus Christus: Sieger über Sünde und Tod

und uns die Kindschaft Gottes wieder geschenkt:
Die Taufe schenkt wieder die Kindschaft Gottes


Die charakterlichen und gesundheitlichen Verschiedenheiten der Menschen als natürliche Ebenbilder Gottes beruhen auf der Einzigartigkeit einer jeden mit Leib und Seele erschaffenen Person im grossen Kontext der Folgen der Erbsünde.

Gott erschafft niemals "Schlechtes"....
alleine lässt Seine für uns unergründliche Vorsehung die Folgen der Erbsünde zu, um auf diesen Seine Gnaden gedeihen zu lassen.
++++

Siehe bitte hier:
Der erschaffene Mensch: Einheit von Seele und Leib (2)



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 24.08.2018 20:22 | nach oben springen

#27

RE: Verlust des Sündenbewußtseins

in Der Sündenfall. 24.08.2018 20:30
von benedikt • 3.030 Beiträge

Zitat:
Unsere Stammeltern - Adam und Eva - verloren durch ihre Einwilligung zur Sünde
das übernatürliche Ebenbild Gottes und auch die damit verbundenen Gaben !Zitatende.

Und damit begann die Problematik für die Menschheit -

Jedoch durch die Erlösungstat unseres Herrn Jesus Christus, bekamen wir wieder die Kindschaft Gottes -

Und was haben wir daraus gelernt und gemacht?


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
nach oben springen

#28

RE: Verlust des Sündenbewußtseins

in Der Sündenfall. 19.09.2018 23:59
von Aquila • 5.634 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !


Eine sehr gute Abhandlung bin ich auf der
Seite der Petrus-Bruderschaft "kath-info.de" gestossen:
-

Licht aus, Gewissen an!

Wir müssen der Gewissensentscheidung der Braut- und Eheleute in der Verkündigung und in der Pastoral mehr Raum geben.
Es ist gewiss die Aufgabe der Kirche, das Gewissen der Gläubigen zu bilden, aber das Gewissensurteil der Personen kann nicht ersetzt werden.”

Das meinte Kardinal Marx in seinem Wortbeitrag zur Familiensynode am 14. Oktober 2015.


Eine Aufwertung der Gewissensentscheidung wäre dann am Platz, wenn wir es heute in weiten Teilen mit einer Unterschätzung der Bedeutung und Rolle des individuellen Gewissensurteils zu tun hätten. Das Gegenteil ist der Fall. Eine große Mehrheit der Katholiken hat kein Problem damit, sich unter Berufung auf das eigene Gewissen über die verbindliche Lehre der Kirche hinwegzusetzen, z.B. in Fragen der künstlichen Empfängnisverhütung oder vorehelichem Geschlechtsverkehr.
Das Problem ist nicht ein mangelndes Ernstnehmen des Gewissens, sondern der kirchlichen Lehre.

Bei genauerem Hinsehen könnte man den Eindruck gewinnen, dass dem
Gewissen die Rolle eines Ersatzerlösers zugewiesen wird.

Einem recht gebildeten Katholiken ist klar:
Vergebung der Sünden kann ich nur erlangen,
wenn ich meine Sünden bereue
und
u m k e h r e
.
Der ]Dieb muss aufhören zu stehlen,
der Betrüger muss aufhören zu betrügen
und der Ehebrecher muss aufhören, die Ehe zu brechen.
Wenn Letzteres schwierig ist, weil die ehebrecherische Verbindung durch eine Zivilehe institutionalisiert wurde und aus ihr Kinder hervorgegangen sind, für die man Verantwortung trägt, besteht die Umkehr darin, fortan wie Bruder und Schwester zusammen zu leben.
Es kann vorkommen, dass sich ein Paar damit überfordert fühlt.
Wenn es im Moment seine Kräfte übersteigt, dann sollten sie die Enthaltsamkeit trotzdem als Fernziel anvisieren und bis dahin ernsthaft und beharrlich um die nötigen Gnaden beten.
Es ist klar, dass diese Gnaden, die einem die Kraft zu solchem Leben geben,
ohne Gebet nicht zu haben sind, andererseits aber langfristig auch nicht ausbleiben,
wenn man darum betet und sich nach Kräften bemüht, nach den Geboten Gottes zu leben.

Bis dann Letzteres wirklich gelingt, gilt es, die Spannung zwischen Ist- und Soll-Zustand auszuhalten und sich ehrlich als Sünder vor Gott zu bekennen.

Doch genau davon sind jene, die nun auf einschlägige Weise den Gewissensbegriff bemühen, weit entfernt.
Bei ihnen ist das Gewissen wie ein Deus ex machina, der sie von der Notwendigkeit der Umkehr erlöst.
Statt Reue und Umkehr ist es nun das individuelle Gewissensurteil, das sie von der Sünde befreit.
Die Sünde wird nichtdurch göttliches Erbarmen verziehen, sondern kraft eigenen Gewissensspruches als nicht existent erklärt.
Nicht die Sünde wird vor den Richterstuhl Gottes gestellt, sondern die kirchliche Lehre vor den Richterstuhl des eigenen Gewissens.
Nicht eigene Umkehr, sondern Reform der Lehre stehen auf der Agenda, um Ist- und Soll-Zustand wieder in Übereinstimmung zu bringen.

Es fehlt nicht an theologischen Weihen für diesen Umsturz der Ordnung.
Wie sich das anhört, können wir z.B. einer Besprechung des Buches von Andreas Wollbold über die Pastoral mit wiederverheirateten Geschiedenen entnehmen.
Die Besprechung erschien in der einst renommierten Jesuitenzeitschrift Stimmen der Zeit (Oktober 2015, S. 718 f) und stammt aus der Feder von Hiltrud Schönheit, Vorstandsmitglied des Katholikenrats der Region München.
Sie lehnt eine Seelsorge ab, die “Betroffene gegen ihr Gewissen zum Einhalten von Kirchennormen” drängt. Während das Zweite Vatikanische Konzil noch lehrte,
dass das Gewissen sich am göttlichen Gesetz auszurichten und deshalb auf das kirchliche Lehramt zu hören habe (Gaudium et Spes, Art. 50),
dreht sich hier das Verhältnis um:
Dem Gewissen wird die Funktion zugewiesen, sich das Lehramt vom Hals zu halten. Das Gewissen wird zu einer richterlichen Instanz,
kraft derer sich der Einzelne selber von Schuld freispricht und das entgegengesetzte Urteil der Kirche zurückweist
.
Es hört auf, ein Erkenntnisorgan zu sein, das dazu berufen ist,
die moralische Wahrheit zu erkennen, die ihm erst durch das Lehramt in aller Deutlichkeit aufleuchtet.

Das Gewissen gegen das Lehramt auszuspielen,
läuft auf die Empfehlung hinaus, das Licht auszuschalten,
damit das Auge besser sehen kann."


-

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#29

RE: Verlust des Sündenbewußtseins

in Der Sündenfall. 20.09.2018 10:00
von benedikt • 3.030 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus.

Danke, lieber Aquila!

Zitat: Das Gewissen gegen das Lehramt auszuspielen,
läuft auf die Empfehlung hinaus, das Licht auszuschalten,
damit das Auge besser sehen kann."Zitatende.


Ich bin der Meinung:

Und ich dachte immer, nur mit dem "Zweiten" sieht man besser?

Jeder Mensch ist für sich sehr komplex und hat somit auch sein eigenes Sündenbewußtsein, was ihm nicht grundsätzlich von der Heiligen katholischen Kirche vorgegeben werden muß. In jedem Menschen wirkt die Gnade Gottes durch den Heiligen Geist. Er läßt ihm seine Schuld erkennen und bereuen -
Die Lehre der Heiligen Katholischen Kirche stellt für mich eine Orientierungshilfe dar; entscheidend ist für mich diesbezüglich und letztendlich mein Sündenbewußtsein, welches mir durch den Heiligen Geist gegeben wird -
Ich bin nicht als ein Heiliger auf die Welt gekommen, sondern als Mensch mit seinen Schwächen -
Wie ich denke, empfinde und bin, weiß nur einer "GOTT" - Vor IHM muß ich mich verantworten -

In Anbetracht der schrecklichen, bösen, unmenschlichen Dinge die in unserer Welt ablaufen, wünscht man sich schon manchmal, daß Licht auszuschalten, um wieder zu sich selber kommen zu können.


Es grüßt Dich herzlich Dein Bruder im Glauben, benedikt


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16

zuletzt bearbeitet 20.09.2018 10:05 | nach oben springen


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