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#21

RE: Beichte nicht möglich

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 14.12.2016 19:27
von Mariamante • 391 Beiträge

@Andi:

Zuerst soll Dir mal von mir ein Lob zugesprochen werden, dass Du auf meine Aussagen reagierst. Auch das Bemühen den Glauben ernst zu nehmen sehe ich als lobenswert und gut. Dass Du manches schwere durchzustehen hattest auf Deinem Lebens- und Glaubensweg erwähnst Du. Damit stehst Du nicht allein. Viele Menschen haben sehr schwere Kreuze zu tragen, sind durch Mitmenschen schwer enttäuscht und verwundet worden. Dass manches davon belastend und prägend sein kann ist wohl wahr.

Und wenn Du solche schweren Belastungen bei Dir selbst siehst, dann ist es nur naheliegend, auch anderen zuzugestehen, sehr Schweres durchgemacht zu haben. Mein Weg zu Gott und zur hl. kath. Kirche war auch kein einfacher. Und das trifft auch auf viele andere Menschen zu. Wenn Du also Verständnis für Dich erwartest- dann halte ich es für würdig und recht, dieses Verständnis auch anderen gegenüber aufzubrignen ( ob es sich um Papst Franzikus oder wem auch immer handelt).

Bei allen Verwundungen die unser Leben begleitet haben, dürfen wir doch nicht der Versuchung erliegen in Selbstmitleid und Igelhaltungen zu verfallen. So ist auch der Priester den du respektlos einen "Heini" nennst ein Mensch, ein Diener Gottes, der Achtung verdient. Wir können nicht unsere eigenen seelischen Verwundungen und schweren Lebenswege als Ausrede verwenden, andere zu verachten. Und da Du nach meiner Erinnerung selbst schon hinterrücks in Gebetbücher Zettel eingelegt hattest, die vom verantwortlichen Priester verboten wurden, sind auch das Falschheiten und Verlogenheiten- denn der Zweck heiligt niemals die Mittel!

Der hl. Alfons von Liguri formulierte, dass wir nicht einmal eine lässliche Sünde begehen dürften, wenn wir auch dadurch alle Seelen aus dem Fegefeuer erlösen könnten. Es gilt also zuerst an uns zu arbeiten- und nicht nur andere Menschen oder den Priester anzuschuldigen, und sich an ihm zu rächen.

Wenn Du für den Priester betest, opferst - dann handelst Du recht.

Was das Beichtgitter und die urban legend angeht, viele würden ohne Beichtgitter nicht zur Beichte gehen- halte ich das für eine seltsame Beobachtung. Wer beichten gehen will, der sucht einen Priester auf - ob im Beichtstuhl knieend- oder auf andere Weise, weil es z.B. auf Grund einer Gehbehinderung nicht möglich ist, in einem engen Beichtstuhl zu knien- z.B. im Rollstuhl.

Ich war viele Jahre lang in einer Beicht- und Anbetungskirche beheimatet. Und ich kenne auch genug katholische Mitchristen. Dass einer unter ihnen wäre, der deswegen die Beichte meiden würde, weil das Beichtgitter ihn stört, ist mir im reellen Leben noch nicht unter gekommen.

Die Sache mit dem Schuß geht wohl für dich nach hinten los: Denn du selbst beschuldigst mich, den Priester oder andere der Sünde. Du gehst sogar so weit zu meinen: Weil Du durch das Verhalten des Priesters in Wut geraten bist, nicht gebeichtet hast, würden die Sünden auf den Priester übertragen! Das ist doch Verdrehung par excellence!

Was die Demut angeht zeigt sich jene mehr im Herzen als auf den Lippen. Es gibt genug Menschen die sagen: Ich bin ein Sünder, ich bin ein großer, schwerer Sünder- aber wehe es wagt jemand, sie zu kritisieren oder im geringsten als Sünder zu behandeln! Da zeigt sich dann, dass die Demut zwar auf den Lippen lag- aber nicht ins Herz und Wesen eingedrungen ist. In diesem Sinne hatte ein feinsinniger Beobachter recht wenn er meinte, dass es oft so ist: "Wer sich sebst erniedrigt, WILL erhöht werden".

Auch die Ansicht, zu der Elite der Rechtgläubigen zu gehören, die als einzige die unverfälschte und wahre Lehre noch hochhalten- alle anderen seien liberale Häretiker, Ketzer, Abtrünnige und verachtenswert ist mit einer Haltung der Demut keinesfalls zu vereinbaren- im Gegenteil.

Wo ich Dir vor Gott Unrecht getan haben sollte, bitte ich gerne um Verzeihung. Aber die offensichtlichen Probleme wollte ich nicht unter den Tisch kehren. Mit adventlichen Segensgrüßen im Gebet verbunden


Gelobt sei JESUS CHRISTUS
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#22

RE: Beichte nicht möglich

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 15.12.2016 14:47
von Andi • 1.027 Beiträge

@Mariamante

Nein ich erwarte weder Verständniss noch Mitleid und werbe auch nicht dafür. Auch tust du wieder was hineininterpretieren wie so oft. Noch werde ich jemals ein Wort hier erzählen von den Kreuzen die ich zu tragen habe.

Ich erwarte aber von einem Priester das er wenigstens seine Arbeit macht und sich an die Kirchenvorschriften hält und nicht nach Gutdünken handelt denn wenn man so was zuläßt dann artet das immer mehr aus und wird immer laxer, bis man sagt das man gar keine Beichte mehr braucht und das allgemeine Schuldbekenntniss das alle sprechen genügen würde.

Das beste Beispiel ist das II.Vaticanische Konzil. Das wurde auch gleich von den Modernisten ausgenutzt und nun machen 95 % nur noch die Handkommunion um nur ein Beispiel zu nennen.

Und anscheinend hast du nicht mitgelesen denn dann hättest du lesen können das es Kristina+Katholik28 auch nicht gut finden das kein Beichtgitter da ist. Du stehst sowieso hier mit deiner liberalen seltsamen Ansicht alleine da und merkst es nicht. Nein das ist keine Kleinigkeit auch wenn es so aussieht. Viele beichten dann deshalb nicht wieder wenn sie wissen das da kein Gitter ist. Man muß sich bewußt machen das wenn man die hl.Beichte ernst nimmt es da um Leben und Tod geht. Stirbt man mit einer ungebeichteten schweren Sünde/Todsünde dann fährt man zur Hölle.


Philipper 2,10
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
und jeder Mund bekennt:,Jesus Christus ist der Herr, - zur Ehre Gottes, des Vaters.
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#23

RE: Beichte nicht möglich

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 15.12.2016 16:45
von Mariamante • 391 Beiträge

Lieber Andi!

Gottes Segen. Danke für Deine Seelenkenntnis. Schön, dass Du mich besser kennst als ich und andere mich. Wurde nämlich in anderen Foren und bei Diskussionen als Fundamentalist und Traditionalist beschimpft. Hier bin ich ein liberaler Häretiker, Modernist, Zeitgeistkatholik und was weiß ich was. Da du meinen harten Weg vom Atheismus zur hl. kath. Kirche auch weder kennst noch um meine Seele Bescheid weißt, sind deine Äußerungen auch Ausdruck deiner Unwissenheit und Mangel an Kenntnis meiner Seele.

Das macht aber gar nichts. Denn verantworten müssen wir uns vor dem Lebendigen Gott. Was Menschen, die uns persönlich weder kennen noch schätzen- so von uns zu kennen meinen ist nach dem Buch Kohelet: Windhauch- Windhauch- Windhauch- Windhauch- Windhauch.

Was die Beichte betrifft sollte man froh sein, wenn in unseren Ländern die nicht selten belasteten Priester sich Zeit zur Beichte zu nehmen. Vielleicht ist es ja in Eurer Gegend nicht so, dass manche Pfarrer und Priester 3-5 Pfarren zu betreuen haben. Aus meinen Erfahrungen mit Landpriestern z.B. in der Obersteiermark sehe ich allerdings, dass da ein Priester mehrere Pfarren zu betreuen hat, Hochzeiten, Taufen, Krankensegnungen, Krankenbesuche zu machen sind- die es nicht ermöglichen, dass Priester sehr viele Beichtangebote anbieten. Angesichts der Priesternot zumindest in unseren Breiten muss man daher aus meiner Sicht dankbar sein, wenn Priester und Kapläne Beichtmöglichkeiten anbieten.

Auch wenn Kristina, Katholik 28, du selbst, Aquila und gar manche andere das Beichtgitter für so eminent wichtig ansehen bleibt es für mich ganz klar, dass das Beichtgitter KEIN Wesenselement der Beichte ist. Aber Bekehrungswille, Umkehrwille, Bußbereitschaft, Reue, Besserungswille, eigene Vergebungsbereitschaft sind unabdingbare Voraussetzungen, dass die Beichte gültig wird. Ich persönlich würde also mehr darauf achten, ob ich selbst allen anderen ihre Schulden mir gegenüber verzeihe. Denn wenn nicht, dann bete ich im Vaterunser darum, dass Gott mir meine Schuld auch nicht vergibt.

"Vergib uns unsere Schuld, so wie wir unseren Schuldigern vergeben".

Ob das Beichtgitter da ist oder nicht berührt die Gültigkeit der Beichte bzw. die Vergebung der Sünden nicht im geringsten. Aber wenn ich dem Priester gegenüber als Befehlshaber auftrete, voller Wut auf ihn bin, weil er aus meiner Sicht zu Lax ist, und ihn anklage und Rachegedanken hege- dann stimmt hier etwas mit der Beicht- Verfassung und meiner eigenen Vergebungsbereitschaft nicht. Und ich halte es für wichtiger, am Heil der Seele zu arbeiten als am Beichtgitter.

Was das Ausnutzen eines Konzils angeht: Es gab auch vor dem 2. Vatikanischen Konzil Menschen, die schwer sündigten, die sich gegen Gottes Gebote und Gottes Ordnung auflehnten, die lau und lax waren. Da kann man sich auch nicht auf das Konzil ausreden.

Wenn du schreibst, ich stünde hier "alleine" da - ist das indirekt ein Lob. Denn Menschen, die zu viel gelobt werden sind in der Gefahr, nicht den Willen Gottes zu tun. Das hat ja Aquila in Bezug auf das Lob des Bundespräsidenten van der Bellen auf Papst Franziskus erwähnt.

Mir ist sehr gut bekannt, dass ein Johannes vom Kreuz von eigenen Mitbrüdern gefoltert und verfolgt wurde, weil er Gottes Liebe ernst nahm. Mir ist bekannt, dass Mitbrüder einen Benedikt vergiften wollten. Mir ist bekannt, dass Mitbrüder den hl.Don Bosco ins Irrenhaus bringen wollten, wegen seiner visionären Ideen. Wenn ich daher zu viel Zustimmung für meine Aussagen über die Wichtigkeit der Reue, der Vergebungsbereitschaft, der Barmherzigkeit etc. erhielte, würde ich fürchten, nicht im Willen Gottes zu sein.

Von Gott scheinst du ein Polizistenbild zu haben. Dabei sollte dir klar sein, dass in der Stunde des Todes- wenn jemand KEINE Möglichkeit zu beichten hat, aber seine schweren Sünden aus Liebe zu Gott bereut, diese LIEBESREUE genügt, um gerettet zu werden.

Die Aussage, dass jemand der mit einer ungebeichteten schweren Sünde/ Todsünde stirbt geradeweg in die Hölle fährt- ist jedenfalls missverständlich. Wenn Gott so hart wäre dann könnte man verstehen, dass sich viele von IHM abwenden. Aber so hartherzig ist Gott nicht wirklich. Das Gottesbild des strengen Richters ist ebenso einseitig wie das Bild des gutmütigen Vaters, der zu allem ja und amen sagt.


Gelobt sei JESUS CHRISTUS

zuletzt bearbeitet 15.12.2016 16:48 | nach oben springen

#24

RE: Beichte nicht möglich

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 15.12.2016 22:35
von Aquila • 5.594 Beiträge

@Mariamante

Ich versuche es noch einmal mit Bedacht:
Unterlasse bitte Deine in spitzfindige Formulierungen verpackten Unterstellungen bzw. Lächerlichmachungen !

Das Kirchenrecht verlangt die Möglichkeit der Beichte hinter einem Beichtgitter !
Punkt aus !

Jegliche unterschwelligen Belustigungen über jene Pönitenten, die die Beichte auf diese Art ablegen wollen, ist fehl am Platz und zeugt von mangelndem Einfühlungsvermögen.
Das gleichsam "Auge in Auge" Bekennenmüssen von Sünden - insbesondere der schweren - bedeutet für viele eine beklemmende Hürde.
Das Beichtgitter bietet denn auch die Möglichkeit, die mit dem Bekenntnis verbundene Scham nicht zu einem "Hemmschuh" für ein aufrichtige Beichte werden zu lassen.

Was ist daran so schwierig zu verstehen ?


Weiter arbeite an Deiner Wortwahl, aufdass Verdrehungen wie nachfolgende in Zukunft ausbleiben werden:
-
Wenn du schreibst, ich stünde hier "alleine" da - ist das indirekt ein Lob.
Denn Menschen, die zu viel gelobt werden sind in der Gefahr, nicht den Willen Gottes zu tun.
Das hat ja Aquila in Bezug auf das Lob des Bundespräsidenten van der Bellen auf Papst Franziskus erwähnt
.



Damit sich ein Jeder selber ein Bild ob Deiner fragwürdigen Wortakkrobatik machen kann,
hier mein Originalkommentar:

+

Kann es überhaupt sein, dass ein Hirte der Kirche - hier gar der Oberhirte - von den Vertretern des Weltgeistes mit Lobeshymnen überhäuft wird ?
Nein !
Aus dem hl. Evangelium nach Johannes:
-
18 Wenn die Welt euch haßt, so wisset, sie hat mich vor euch gehaßt.
19 Wäret ihr von der Welt, würde die Welt das Ihrige lieben;
weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch auserwählt habe aus der Welt,
darum haßt euch die Welt
.

-

Ein in der Welt "beliebter" Papst wirft eine Menge Fragen auf !

+
HOFER GESTEHT NIEDERLAGE EIN Van der Bellen neuer Präsident in Österreich (7)
-

Noch ein Wort zur ungebeichteten Todsünde;
bereut ein Pönitent eine Todsünde vor unserem Herrn und Gott Jesus Christus von Herzen
( vollkommene bzw. Liebesreue)
und ist er willens, bei nächster Gelegenheit diese mit dem Vorsatz zur Umkehr zu beichten.....
so wäre ihm diese Todsünde auch im Falle einer nicht mehr möglichen Beichte vergeben.

Freilich darf dies nicht dazu führen, die Beichte bewusst lange hinauszuzögern.


zuletzt bearbeitet 15.12.2016 23:05 | nach oben springen

#25

RE: Beichte nicht möglich

in Das heilige Sakrament der Buße / Die heilige Beichte 16.12.2016 07:36
von Mariamante • 391 Beiträge

@Aquila:

Lieber Aquila im Herrn!

Gottes Segen und herzliches Vergelts Gott für deine väterlichen Weisungen und Ermahnungen. Wie ein richtiger Priester teilst du nicht nur Lob und Ermutigung aus, sondern auch Ermahnungen. So gehört es sich. Denn wenn man die Menschen zu sehr lobt, werden sie übermütig. Und der hl. Pfarrer von Ars sagt ja: "Nur durch Demütigungen werden wir demütig."

Daher einleitend herzlichen Dank und Vergelts Gott für die wertvollen Hilfen. Um mich dem Forum wenigstens ein bisserl besser anzupassen, habe ich mich sehr bemüht, die Beichte vor Weihnachten bei einem Priester der Petrusbruderschaft abzulegen. Ich hoffe, ihr könnt euch da sehr herzlich mitfreuen. Lieben Dank und Vergelts Gott ewig.

Es ist sehr schön, wenn ihr die Kirchengesetze punktgenau achtet. Wenn dann noch Barmherzigkeit und Nächstenliebe dazu kommen, seid ihr sehr zu loben und schon fast perfekt.

Ich bitte um Nachsicht mit mir armen Sünder, dass mir bei der Beichte nach wie vor Reue, das Sündenbekennntnis und das Bemühen sehr wichtig ist, mich zu bessern. Da könnte es sogar schon mal vorkommen, dass ich auf den vergitterten Beichtstuhl gar nicht achte sondern mehr darauf, ob ich meine Sünden ehrlich erkenne, bekenne und den Vorsatz zur Besserung fasse.

Aber Du hast recht: Es ist von mir respektlos zu fordern, dass andere ähnlich denken. Jedem ist etwas anderes wichtig.

Da die Belustigungen über anders denkende Menschen hier im Forum von einigen gepflogen werden z.B. auch mit Ausdrücken wie "Heini" agiert wird, hoffe ich, dass auch in diese Richtung wichtige, strenge Ermahnungen kommen. Denn wir wollen uns doch nicht der Ungerechtigkeit schuldig machen, nicht wahr? Als pflichttreue Katholiken die die Gerechtigkeit Gottes schätzen halte ich es für wichtig, auch selbst gerecht zu sein, und nicht einseitige Verurteilungen auszusprechen.

Da ihr die Tradition so hoch schätzt verwundert es mich, dass ihr hier doch ein wenig moderner gesinnt seid. Ihr wisst doch gut, dass es in der Frühkirche üblich war, ein ÖFFENTLICHES Sündenbekenntnis abzulegen. Da war es nichts mit der Anonymität. Da sind die Leute vor den Mitbrüdern zu ihren Sünden gestanden- denn wer sich versündigt, der versündigt sich ja auch an der Gemeinschaft der Kirche. Daher würde ich als tiefe Treue zur ursprünglichen Tradition die Hochschätzung des öffentlichen Bekenntnisses gar nicht so abwegig finden.

In Bezug auf die Scham und den Hemmschuh gibt es von unseren Heilligen (Pfr. von Ars) deutliche Aussagen: Zuerst treibt der Teufel die Menschen dazu, schamlos zu sündigen- und dann treibt er sie an, sich beim Sündenbekenntnis zu schämen.

Nach diesen Worten eines Heiligen ist also die Scham bei der Beichte eine teuflische Versuchung. Daher bin ich der Meinung, dass eine Beichte ohne Vergitterung und Unkenntlichmachung des Pönitenten diese teuflische Schamversuchung sogar überwinden helfen kann und die Vergitterung des Beichtstuhl möglicherweise sogar schon eine liberale, modernistische Aktion in der Kirche vor hunderten von Jahren war. Aber das ist jetzt meine private Meinung. Wer hier anderes denkt, und das Beichtgitter so wichtig findet, soll es haben und mit der Kirche und ihren Gesetzen bis in die heutige Zeit (auch nach dem 2. vatikanischen Konzil) treu mitgehen.

Es dürfte allerdings nicht so schwierig sein zu verstehen, dass die URSPRÜNGLICHE TRADITION des öffentlichen Bekenntnisses auch geschätzt werden darf- und dass man auch der Meinung sein darf, dass die Überwindung der teuflischen Versuchung, sich zu schämen die Sünden persönlich- verantwortlich vor dem Priester zu beichten eine große Hilfe sein kann, von falscher Scham loszukommen.

Wir sind uns doch hoffentlich einig, dass es wichtiger wäre sich zu schämen die Sünde zu begehen, als sich zu schämen, die Sünde persönlich- verantwortlich zu bekennen.

Zu der Anmerkung von Van der Bellen ist richtig, dass die Leute den Wortlaut selbst nachlesen können und damit die Sache für sich klären, wenn es ihnen denn wichtig ist.

Was die Todsünde in der Todesstunde angeht, habe ich mich vielleicht zu wenig klar ausgedrückt. Bitte um Vergebung.

Ich habe gemeint: Wenn jemand eben KEINE Gelegenheit zur Beichte hat, weil er z.B. gerade von einem Berg 300 Meter in die Tiefe stürzt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dabei stirbt- DANN führt die aus Liebe zu Gott bereute Todsünde nicht in die Hölle - auch wenn der Mensch nicht mehr beichten könnte, weil er ja stirbt.

Da der Sterbende den Tod vor Augen hat, kann er auch nicht mehr den Vorsatz fassen, sie zu beichten. Ich hoffe, das konnte jetzt geklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen, herzlichen Segenswünschen und Vergelts Gott für Deine Geduld mit einem Mitbruder, der von einigen hier wohl als Querulant, Widerspruchsgeist, kritiksüchtig angesehen wird.


Wünsche Euch allen noch gnadenreiche adventliche Tage, herzlich im Gebet verbunden Euer Peter


Gelobt sei JESUS CHRISTUS

zuletzt bearbeitet 16.12.2016 08:37 | nach oben springen



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