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#806

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 16.09.2017 22:54
von Blasius • 2.514 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,


Hl. Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997), Gründerin der Missionarinnen der Nächstenliebe

„Den Baum erkennt man an seinen Früchten“

Wenn es etwas gibt, was uns den Himmel sichert, dann sind das die Liebesdienste und die großherzigen Taten, mit denen wir unser Leben angefüllt haben. Werden wir jemals erfahren, wie gut ein einziges Lächeln tun kann? Wir predigen, wie sehr Gott uns annimmt, versteht und verzeiht. Doch sind wir dafür das lebendige Beispiel? Sieht man bei uns diese lebendige Offenheit, dieses lebendige Verständnis, und dieses lebendige Verzeihen? Seien wir aufrichtig in unseren gegenseitigen Beziehungen. Haben wir den Mut, einander anzunehmen, wie wir sind. Seien wir nicht erstaunt über unser Versagen oder das der anderen und räumen wir ihm keinen zu großen Platz ein. Schauen wir vielmehr auf das Gute, das in jedem von uns ist. Erspüren wir es, denn jeder von uns wurde nach dem Bild Gottes geschaffen.

Vergessen wir nicht, dass wir noch keine Heiligen sind, sondern dass wir danach streben, es zu werden. Wappnen wir uns also mit viel Geduld gegenüber unseren Fehlern und unserem Versagen. Bediene dich deiner Zunge nur um des Wohles der anderen willen, denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Wir müssen zuerst etwas im Herzen tragen, bevor wir etwas geben können. Alle, die die Sendung empfangen haben zu geben, müssen zuerst wachsen in der Erkenntnis Gottes.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 23.09.2017 12:24 | nach oben springen

#807

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.09.2017 12:26
von Blasius • 2.514 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407),
Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer

44. Predigt zum Matthäusevangelium; PG 57, 467

„Wer Ohren hat zum Hören, der höre“

Und wenn der Same verdorrt, so geschieht dies nicht wegen der Hitze; und wenn die Worte ersticken, so sind nicht die Dornen daran schuld, sondern diejenigen, welche die Dornen wachsen lassen. Wenn du nur willst, so kannst du ja dieses verderbliche Gewächs hindern und den Reichtum in der richtigen Weise gebrauchen. Deshalb sagte der Erlöser nicht: die Welt, sondern „die Sorge dieser Welt“; auch nicht: der Reichtum, sondern: „der Trug des Reichtums“. Schieben wir also die Schuld nicht auf die weltlichen Geschäfte, sondern auf unsere eigene verkehrte Gesinnung […]

Siehst du also, dass nicht der Sämann die Schuld trägt, auch nicht der Same, sondern die Erde, die ihn aufnimmt; daß es nicht an der Natur liegt, sondern an der Gesinnung? Hierin zeigt sich nun aber ein hohes Maß von Liebe, daß er nicht einen unmöglichen Grad von Tugend von allen verlangt, sondern daß er die ersten annimmt und die, die an zweiter Stelle kommen, nicht zurückweist, und denen, die an dritter Stelle stehen, ebenfalls noch einen Platz einräumt […]

Zuerst also muß man das Wort mit Bedacht anhören, es sodann treu im Gedächtnis behalten, dann mutig sein, den Reichtum verachten und sich von der Liebe zu allen Gütern der Welt entledigen. Wenn Jesus sein besonderes Augenmerk auf das Wort richtet und ihm den ersten Platz zuweist vor allen anderen Bedingungen, dann heißt das, dass es die grundlegende Notwendigkeit ist. „Wie sollen sie glauben, wenn sie nichts gehört haben?“ (vgl. Röm 10,14). Und für uns gilt das Gleiche: Wenn wir nicht acht geben auf das, was uns gesagt wurde, werden wir nicht die Pflichten kennen, die wir erfüllen sollen. Danach erst kommen der Mut und die Verachtung der Güter dieser Welt. Um aus diesen Lehren Profit zu schlagen, müssen wir uns allseitig absichern: Seien wir aufmerksam auf das Wort Gottes, schlagen wir tief unsere Wurzeln und entledigen wir uns jeder weltlichen Sorge.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#808

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.09.2017 17:54
von Blasius • 2.514 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

25. Sonntag im Jahreskreis - Caritas Sonntag

Unbekannter Verfasser im heutigen Italien

Homilie für die Septuagesima, 4−7

„Geht auch ihr in meinen Weinberg!“


Meine Lieben, bleibt bei euren guten Werken, die ihr begonnen habt [...] Es gibt unglückliche Menschen, die unter Lebensgefahr und enormen Schwierigkeiten einem irdischen König dienen, um einen sehr rasch verbrauchten und vergänglichen Gewinn zu erhalten. Warum dient ihr nicht vielmehr dem König des Himmels, um die Freude des Himmelreichs zu erhalten? Denn wenn uns der Herr durch den Glauben schon in seinen Weinberg gerufen hat, worunter wir die Einheit in der heiligen Kirche verstehen müssen, so lebt und verhaltet euch doch dergestalt, dass ihr dank der Großherzigkeit Gottes das Geldstück erhaltet, das die Freude des Himmelreichs darstellt.

Niemand soll an der Übermacht seiner Sünden verzweifeln und sagen: „Zahlreich sind die Sünden, in denen ich bis ins Alter, ja sogar ins höchste Alter verharrt habe; ich werde keine Vergebung mehr erhalten können, vor allem auch deshalb, weil es die Sünden waren, die mich verlassen haben, und nicht ich es war, der die Sünden zurückgelassen hat.“ Dass doch gerade jener ganz und gar nicht an der Göttlichen Barmherzigkeit verzweifle: Denn die einen wurden in den Weinberg Gottes zur ersten Stunde gerufen, andere in der dritten, andere in der sechsten, andere in der neunten, andere in der elften. Das heißt doch nichts anderes, als dass die einen in den Dienst Gottes geführt wurden in der Kindheit, andere in der Jugend, andere in der vollen Kraft, andere im Alter, wieder andere im Greisenalter.

Niemand also, wie alt auch immer er sei, verzweifle, wenn er sich zu Gott bekehren will [...] Arbeitet treu im Weinberg der Kirche, um den Lohn der ewigen Freude zu empfangen und mit Christus zu herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#809

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 23.09.2017 22:25
von Blasius • 2.514 Beiträge

Ergänzung zu: „Geht auch ihr in meinen Weinberg!“

Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 20,1-16a.


In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsbesitzer, der früh am Morgen sein Haus verließ, um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.

Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denar für den Tag und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder auf den Markt und sah andere dastehen, die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg! Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen. Um die sechste und um die neunte Stunde ging der Gutsherr wieder auf den Markt und machte es ebenso.

Als er um die elfte Stunde noch einmal hinging, traf er wieder einige, die dort herumstanden. Er sagte zu ihnen: Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?
Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben. Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!

Als es nun Abend geworden war, sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: Ruf die Arbeiter, und zahl ihnen den Lohn aus, angefangen bei den letzten, bis hin zu den ersten.
Da kamen die Männer, die er um die elfte Stunde angeworben hatte, und jeder erhielt einen Denar.
Als dann die ersten an der Reihe waren, glaubten sie, mehr zu bekommen. Aber auch sie erhielten nur einen Denar.

Da begannen sie, über den Gutsherrn zu murren,
und sagten: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleichgestellt; wir aber haben den ganzen Tag über die Last der Arbeit und die Hitze ertragen.
Da erwiderte er einem von ihnen: Mein Freund, dir geschieht kein Unrecht. Hast du nicht einen Denar mit mir vereinbart?

Nimm dein Geld und geh! Ich will dem letzten ebensoviel geben wie dir.
Darf ich mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich zu anderen gütig bin?

So werden die Letzten die Ersten sein.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel


zuletzt bearbeitet 23.09.2017 22:26 | nach oben springen

#810

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 25.09.2017 09:52
von Blasius • 2.514 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Predigt, dem hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer, zugeschrieben Vgl. Abhandlung über Psalm 139,15; Predigten über Johannes, Nr. 57

Achtet darauf, wie ihr hört

„Jeder Mensch soll schnell bereit sein zu hören, aber zurückhaltend im Reden“ (Jak 1,19). Jawohl, liebe Brüder [...], ich, der ich auf euren eigenen Wunsch hin oft zu euch spreche, ich sage es euch ganz freimütig: wenn ich unter den Zuhörern sitze, ist meine Freude ungetrübt; ungetrübt ist meine Freude, wenn ich zuhöre, und nicht, wenn ich spreche. Nur dann nämlich kann ich das Wort ungefährdet genießen; meine Zufriedenheit ist nicht durch eitlen Ruhm bedroht. Wie sollte man auch den Abgrund des Stolzes fürchten, wenn man sich auf den festen Stein der Wahrheit niedergelassen hat? „Lass mich Freude und Wonne vernehmen“, sagt schon der Psalmist, „so werden meine geschlagenen Gebeine frohlocken“ (Ps 50(51),10 (Vulg.)). Nie empfinde ich also mehr Freude, als wenn ich höre; unsere Rolle als Hörende ist es, die uns in der Haltung der Demut bewahrt.

Wenn wir jedoch das Wort ergreifen [...] müssen wir eine gewisse Zurückhaltung üben; denn selbst wenn ich dem Stolz keinen Raum gebe, habe ich doch Angst davor, ich könnte es tun. Höre ich jedoch, kann mir niemand meine Freude nehmen (Joh 16,22), denn dafür gibt es keinen Zeugen. Von der Freude, die der Freund des Bräutigams empfindet, redet der hl. Johannes, wenn er sagt „er steht dabei und hört ihn“ (vgl. Joh 3,29). Er steht aufrecht da und hört. Auch der erste Mensch stand aufrecht da, weil er auf Gott hörte. Sobald er aber auf die Schlange hörte, ist er gefallen. Der Freund des Bräutigams „freut sich über die Stimme des Bräutigams“; was seine Freude ausmacht, ist nicht seine, des Predigers, des Propheten Stimme, sondern die Stimme des Bräutigams selbst.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 25.09.2017 09:52 | nach oben springen



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