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#791

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 30.08.2017 22:35
von Blasius • 1.350 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Gregor von Nyssa (um 335-395), Mönch und Bischof

6. Homilie über die Seligpreisungen, 3

(vgl.: Bibliothek der Kirchenväter, 1. Reihe, Band 56, Kempten; München 1927)

„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8)


Ein hohes Gut für das menschliche Leben ist die Gesundheit des Körpers. Doch das Beseligende liegt nicht darin, daß man weiß, was Gesundheit ist, sondern daß man sich im Leben derselben erfreut [...] so drängt sich uns die Einsicht auf, dass der Herr [Jesus] nicht jene seligpreist, welche ihn nach irgendeiner Seite erkennen, sondern nur jene, welche ihn besitzen.

„Selig,“ heißt es dann, „die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Mt 5,8).

Damit wird dem, dessen Seelenauge gereinigt ist, Gott keineswegs wie ein Bild bloß äußerlich gegenübergestellt [...] Ein anderes Wort (Gottes) verkündet es deutlicher, indem es lehrt, daß das Reich Gottes in uns selbst sei (Lk 17,21). Hierdurch sollen wir lernen, daß alle, die ihr Herz von allem Bösen und von jeder Leidenschaftlichkeit gereinigt haben, in ihrer eigenen Schönheit das Abbild des göttlichen Wesens sehen [...]

Denn ein bestimmtes Maß von Gotteserkenntnis, wie es dir entspricht, trägst du in dir selbst, indem der Schöpfer jenes hohe Gut gewissermaßen zu einem Bestandteil deiner eigenen Natur gemacht hat; denn Abbilder jener Vollkommenheiten, die seiner Wesenheit selbst zukommen, prägte er dir ein, als er dich erschuf, ähnlich wie man in ein Wachssiegel die Figur des Stempels eindrückt.

Die Sünde jedoch, die sich um die gottähnliche Gestalt legte, hat die Gottesgabe in dir entwertet, weil sie gleichsam mit häßlichen Decken überzogen wurde. Wenn du nun den Schmutz, der sich auf dein Herz gelagert, durch vorsichtigen Wandel wieder wegspülst, so wird dir deine schöne Gottesebenbildlichkeit aufleuchten, wie du es auch am Stahle sehen kannst. Sobald dieser durch den Schleifstein vom Rost, der ihn soeben noch schwärzte, befreit wird, gehen von ihm, sooft du ihn gegen die Sonne hältst, Strahlen und Glanz aus; so wird auch der innere Mensch − der Herr nennt ihn Herz −, wenn wir ihn vom Rostschmutz, welchen der Moderfraß der Sünde um ihn gelegt hatte, sorgsam reinigen, wieder die Ähnlichkeit mit seinem erhabenen Urbild erlangen und damit wieder gut werden; denn wer dem Guten ähnlich wird, wird sicher auch gut werden.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#792

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 01.09.2017 11:19
von Blasius • 1.350 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Katechismus der Katholischen Kirche

DRITTER TEIL DAS LEBEN IN CHRISTUS

ERSTER ABSCHNITT DIE BERUFUNG DES MENSCHEN:
DAS LEBEN IM HEILIGEN GEIST

ERSTES KAPITEL DIE WÜRDE DES MENSCHEN

ARTIKEL 6 DAS GEWISSEN


III Nach dem Gewissen entscheiden


1786 Vor eine sittliche Entscheidung gestellt, kann das Gewissen
in Übereinstimmung mit der Vernunft und dem göttlichen Gesetz richtig urteilen oder,
falls es sich an beides nicht hält, irren.

1787 Der Mensch steht zuweilen vor Situationen, die das Gewissensurteil
unsicher und die Entscheidung schwierig machen. Er soll jedoch stets nach
dem Richtigen und Guten suchen und den Willen Gottes,
der im göttlichen Gesetz zum Ausdruck kommt, erkennen.

1788 Zu diesem Zweck bemüht sich der Mensch,
seine Erfahrungen und die Zeichen der Zeit mit Hilfe der Tugend der Klugheit,
der Ratschläge sachkundiger Menschen und mit Hilfe des Heiligen Geistes
und seiner Gaben richtig zu deuten.

1789 In allen Fällen gelten die folgenden Regeln:

- Es ist nie erlaubt, Böses zu tun, damit daraus etwas Gutes hervorgehe.

- Die „Goldene Regel": „Alles, was ihr also von anderen erwartet,
das tut auch ihnen" (Mt 7,12) [Vgl. Lk 6,31; Tob 4,15].

- Die christliche Liebe achtet immer den Nächsten und sein Gewissen:

„Wenn ihr euch ... gegen eure Brüder versündigt und ihr ...
Gewissen verletzt, versündigt ihr euch gegen Christus" (1 Kor 8,12).

„Es ist nicht gut ... etwas zu tun, wenn dein Bruder daran Anstoß nimmt" (Röm 14,21).


http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P67.HTM

Liebe Grüße, Blasius

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#793

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 02.09.2017 15:02
von Blasius • 1.350 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
96. Predigt; PL 38, 584−586

„Du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“

Wenn der Herr den Menschen, der ihm folgen will, einlädt, sich selbst zu verleugnen, dann hört sich sein Gebot für uns schwierig und hart an. Doch wenn der, der befiehlt, uns hilft, es auszuführen, hat sein Gebot nichts Schwieriges und Unbequemes mehr [...] Denn dieses andere Wort aus dem Mund des Herrn ist in gleicher Weise wahr: „[...] mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht“ (Mt 11,30).

Die Liebe nämlich lässt das leichter werden, was an den Geboten unbequem ist.

Wir kennen alle die Wunder, die die Liebe wirken kann [...] Welch unwegsame Situationen haben die Menschen nicht ausgehalten, welch unwürdige und unhaltbare Lebensbedingungen haben sie nicht durchgestanden, um in den Besitz des Zieles ihrer Liebe zu gelangen! [...] Warum also sich darüber verwundern, dass der, der Christus liebt und ihm folgen will, sich selbst verleugnet, um ihn zu lieben? Denn wenn der Mensch sich verliert, wenn er sich selbst liebt, dann wird er sich zweifellos in der Selbstverleugnung finden [...]

Wer würde es zurückweisen, Christus zu folgen bis zum Ort des vollkommenen Glücks, des höchsten Friedens und der ewigen Ruhe? Es ist gut, ihm bis dorthin zu folgen; doch man muss den Weg kennen, um dort ankommen zu können [...] Der Weg scheint dir mit Schwierigkeiten gepflastert, er stößt dich ab und du willst Christus nicht folgen. Folge ihm nach! Der Weg, den die Menschen sich gebahnt haben, ist holprig, doch er wurde begehbar gemacht, als Christus ihn gegangen ist bei seiner Heimkehr in den Himmel. Wer aber wird es zurückweisen, der Herrlichkeit entgegenzugehen?

Jeder liebt es, herrlich emporzusteigen, doch die Demut ist die Stufe, die man nehmen muss, um dorthin zu gelangen. Warum hebst du den Fuß höher als dich selbst? Willst du denn fallen, anstatt emporzusteigen? Beginne mit eben dieser Stufe: schon sie wird dich höher kommen lassen. Die beiden Jünger, die sagten: „Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen“ (Mk 10,37), haben diese Stufe der Demut nicht beachtet.

Sie wollten auf den Gipfel und haben nicht auf die Stufe gesehen. Doch der Herr hat ihnen die Stufe gezeigt. Was hat er ihnen denn geantwortet? „Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke [...]?“ (Mk 10,38). Ihr, die ihr zu Ehren gelangen wollt, könnt ihr den Kelch der Demut trinken?

Deshalb also hat er sich nicht schlechthin damit begnügt zu sagen: „der verleugne sich selbst und folge mir nach“, sondern er hat hinzugefügt: „[der] nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#794

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 05.09.2017 12:32
von Blasius • 1.350 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Diadochos von Photike (um 400-?), Bischof

Hundert Kapitel über die geistliche Vollkommenheit, 78−80

„Schweig und verlass ihn!“


Die Taufe, das Bad der Heiligkeit, wäscht zwar den Schmutz unserer Sünde ab, hebt aber die Zwiespältigkeit unseres Wollens nicht auf und hindert die bösen Geister nicht daran, gegen uns anzukämpfen und uns weiterhin zu täuschen [...] Die Gnade Gottes aber hat ihren Sitz in der Tiefe unserer Seele, also in unserem Verstand. Es heißt nun tatsächlich: alle Herrlichkeit der Königstochter ist in ihrem Inneren (Ps 44(45),14). Sie ist für die Dämonen nicht sichtbar. Deshalb spüren wir, wenn wir uns mit Inbrunst Gott zuwenden, wie aus der Tiefe unseres Herzens die Sehnsucht nach Gott hervorquillt. Dann aber machen sich die bösen Geister die Erschlaffung unseres Fleisches zu Nutze: sie springen auf unsere Sinne und nisten sich dort ein [...] So freut sich also nach einem Wort des hl. Apostels Paulus zwar unser Verstand immer am Gesetz Gottes (Röm 7,22), die Sinne aber wollen sich den Abhang der Lüste hinunterziehen lassen [...]

„Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Joh 1,5) [...] das Wort Gottes, das wahre Licht, hat es für gut befunden, sich der Schöpfung in ihrem eigenen Fleisch zu offenbaren und in seiner unermesslichen Liebe zum Menschen in uns das Licht der Erkenntnis Gottes aufleuchten zu lassen. Der Geist der Welt hat die Absicht Gottes nicht erfasst – also Gott nicht erkannt [...] und doch fügt der Evangelist Johannes, der begnadete Theologe, hinzu: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.

Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben“ (V. 9−12) [...] Es ist nicht Satan, der – nach dem Wort des Evangelisten – das wahre Licht nicht erfasst hat, denn es ist ihm von Anbeginn an fremd, da es ja nicht in ihm leuchtet. Der Evangelist brandmarkt mit diesem Wort vielmehr die Menschen, die die Kraft und die Wunder Gottes wahrnehmen, aber aufgrund ihres verstockten Herzens sich dem Licht der Erkenntnis Gottes nicht nähern wollen.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#795

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 07.09.2017 11:23
von Blasius • 1.350 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Antonius von Padua (um 1195-1231), Franziskaner, Kirchenlehrer
Predigten zum Sonntag und zu den Heiligenfesten

Fürchte dich nicht, von nun an wirst du Menschenfischer sein

„Wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen“ (vgl. Lk 5,5). Das Wurfnetz der Verkündigung muss man auf Anregung der himmlischen Gnade, der übernatürlichen Eingebung auswerfen. Andernfalls wirft der Prediger das Netz seiner Worte vergeblich aus. Nicht durch gelehrte Abhandlungen wird in den Völkern der Glaube geweckt, sondern durch die Gnade der göttlichen Bestimmung [...] O fruchtbringende Demut! Wer bisher nichts gefangen hat, der vertraue dem Wort Christi, und er wird eine Menge Fische an Land ziehen [...]

„Wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.“ Sooft ich sie aus eigenem Antrieb auswarf, wollte ich für mich behalten, was dir gehört. Nicht dich, sondern mich, meine Worte und nicht deine habe ich gepredigt. Deshalb habe ich auch nichts gefangen; und habe ich etwas gefangen, so waren es nicht Fische, sondern Frösche, die dazu taugten, mein Lob zu singen [...]

„Wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.“ Auf das Wort Christi hin das Netz loslassen, das bedeutet, sich selbst nichts zuzuschreiben, sondern alles allein ihm.
Es bedeutet, das zu leben, was man predigt.

Erst dann fängt man enorm viele Fische.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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