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#741

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 09.02.2017 22:34
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Guigo von Kastell (1083-1136), Prior der Großen Kartause
Brief über das kontemplative Leben, 6−7

Sogleich warf sie sich ihm zu Füßen

„Herr, da niemand dich sehen kann, wenn er nicht ein reines Herz hat“ (vgl. Mt 5,8), forsche ich in Lesung und Betrachtung nach dem, was echte Reinheit des Herzens ist und wie man sie erlangen kann, um dank ihrer fähig zu werden, dich zu erkennen, wie gering diese Erkenntnis auch sei. Ich habe dein Angesicht gesucht, Herr, ich habe es gesucht (Ps 26(27),8). Lange Zeit habe ich in meinem Herzen nachgesonnen, und in meinem Nachsinnen hat sich ein Feuer entzündet: das Verlangen dich mehr zu erkennen. Wenn du mir das Brot der Heiligen Schrift brichst, gibst du dich in diesem Brotbrechen mir zu erkennen (Lk 24,30−35). Und je mehr ich dich kennen lerne, umso größer ist mein Verlangen dich zu kennen, nicht nur in der Rinde des Buchstabens, sondern im Wohlgeruch der Erfahrung.

„Ich bitte darum, Herr, nicht in Anbetracht meiner Verdienste, sondern aufgrund deiner Barmherzigkeit. Ich gestehe ja, dass ich ein sündiger und unwürdiger Mensch bin, aber selbst die kleinen Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. So gib mir doch, Herr, das künftige Erbe als Pfand, wenigstens einen Tropfen vom himmlischen Regen, um meinen Durst zu stillen, denn ich glühe vor Liebe [...]“

Mit solcher Rede ruft die Seele ihren Bräutigam. Und der Herr, der auf die Gerechten schaut, der nicht nur ihr Gebet hört, sondern in diesem Gebet anwesend ist, wartet dessen Ende nicht ab. Mittendrin unterbricht er es. Er stellt sich plötzlich ein, er hat es eilig der Seele zu begegnen, die es nach ihm verlangt, und trieft vor süßem Himmelstau, der duftet wie kostbarstes Parfüm. Er erfrischt die müde Seele, nährt die hungrige und gibt der schwachen neue Kraft. Er schenkt der Seele neues Leben, indem er sie demütig macht durch eine wundersame Selbstvergessenheit. Er macht sie nüchtern indem er sie berauscht.
©Evangelizo.org 2001-2017

Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 7,24-30.

In jener Zeit brach Jesus auf und zog von dort in das Gebiet von Tyrus. Er ging in ein Haus, wollte aber, dass niemand davon erfuhr; doch es konnte nicht verborgen bleiben.

Eine Frau, deren Tochter von einem unreinen Geist besessen war, hörte von ihm; sie kam sogleich herbei und fiel ihm zu Füßen.

Die Frau, von Geburt Syrophönizierin, war eine Heidin. Sie bat ihn, aus ihrer Tochter den Dämon auszutreiben.
Da sagte er zu ihr: Lasst zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.

Sie erwiderte ihm: Ja, du hast recht, Herr! Aber auch für die Hunde unter dem Tisch fällt etwas von dem Brot ab, das die Kinder essen.

Er antwortete ihr: Weil du das gesagt hast, sage ich dir: Geh nach Hause, der Dämon hat deine Tochter verlassen.

Und als sie nach Hause kam, fand sie das Kind auf dem Bett liegen und sah, dass der Dämon es verlassen hatte.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 09.02.2017 22:35 | nach oben springen

#742

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 10.02.2017 14:08
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt über die Psalmen 102,5−6

„Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren“ (Mk 7,33)

„Gott heilt all deine Gebrechen“ (vgl. Ps 102(103),3). Alle deine Gebrechen werden geheilt, hab keine Angst. Du wirst sagen, dass sie groß sind; aber der Arzt ist größer. Für einen allmächtigen Arzt gibt es keine unheilbare Krankheit. Lass dich ganz einfach behandeln, stoße seine Hand nicht zurück. Er weiß, was er zu tun hat. Freue dich nicht nur dann, wenn er sanft mit dir umgeht; halte ihn auch aus, wenn er schneidet. Nimm den Behandlungsschmerz an und denk daran, dass er dir die Gesundheit zurückgeben will.

Bedenkt doch, meine Brüder, was die Menschen in ihren körperlichen Krankheiten alles aushalten, um ihr Leben auch nur einige Tage zu verlängern [...] Du aber, du leidest wenigstens nicht um eines zweifelhaften Ergebnisses willen.

Derjenige, der dir Gesundheit versprochen hat, kann sich nicht irren. Warum irren Ärzte manchmal? Weil sie den Körper, den sie behandeln, nicht geschaffen haben. Gott aber hat deinen Körper geschaffen und deine Seele. Er kann das, was Er geschaffen hat, neu machen; das, was er gebildet hat, neu bilden. Du brauchst dich nur seinen Arzthänden zu überlassen [...]

Ertrage also seine Hände, o Seele, die du ihn lobst und nicht vergisst, was er dir Gutes getan hat:
„er heilt all deine Gebrechen“ (vgl. Ps 102(103),2−3).

Er, der dich so geschaffen hatte, dass du niemals krank geworden wärest, wenn du nur seinen Anweisungen hättest folgen wollen: wird Er dich denn nicht heilen? Er, der die Engel gemacht hat, und der dich, wenn er dich neu bildet, den Engeln gleich macht, wird er dich denn nicht heilen?

Er, der Himmel und Erde gemacht hat, wird er dich denn nicht heilen, nachdem er dich nach seinem Bild geschaffen hat? (Gen 1,26). Er wird dich als sein Abbild heilen, aber du musst damit einverstanden sein.

Er heilt jeden Kranken ganz und gar, aber er heilt ihn nicht gegen dessen Willen [...] Christus ist deine Gesundheit.



©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#743

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 11.02.2017 08:55
von Blasius • 1.403 Beiträge

„er heilt all deine Gebrechen“ (vgl. Ps 102(103),2−3)

- Ergänzung -

Psalm 102

Das Gebet eines Unglücklichen

1 [Gebet eines Unglücklichen, wenn er in Verzweiflung ist und vor dem Herrn seine Sorge ausschüttet.] 2 Herr, höre mein Gebet! Mein Schreien dringe zu dir. 3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir! Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu! Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald! 4 Meine Tage sind wie Rauch geschwunden, meine Glieder wie von Feuer verbrannt. 5 Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz, sodass ich vergessen habe, mein Brot zu essen. 6 Vor lauter Stöhnen und Schreien bin ich nur noch Haut und Knochen.1 7 Ich bin wie eine Dohle in der Wüste, wie eine Eule in öden Ruinen. 8 Ich liege wach und ich klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.2 9 Den ganzen Tag schmähen mich die Feinde; die mich verhöhnen, nennen meinen Namen beim Fluchen. 10 Staub muss ich essen wie Brot, mit Tränen mische ich meinen Trank; 11 denn auf mir lasten dein Zorn und dein Grimm. Du hast mich hochgerissen und zu Boden geschleudert. 12 Meine Tage schwinden dahin wie Schatten, ich verdorre wie Gras.3 13 Du aber, Herr, du thronst für immer und ewig, dein Name dauert von Geschlecht zu Geschlecht. 14 Du wirst dich erheben, dich über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein, die Stunde ist da. 15 An Zions Steinen hängt das Herz deiner Knechte, um seine Trümmer tragen sie Leid. 16 Dann fürchten die Völker den Namen des Herrn und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit. 17 Denn der Herr baut Zion wieder auf und erscheint in all seiner Herrlichkeit. 18 Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu, ihre Bitten verschmäht er nicht. 19 Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise. 20 Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde nieder; 21 er will auf das Seufzen der Gefangenen hören und alle befreien, die dem Tod geweiht sind, 22 damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden und sein Lob in Jerusalem, 23 wenn sich dort Königreiche und Völker versammeln, um den Herrn zu verehren. 24 Er hat meine Kraft auf dem Weg gebrochen, er hat meine Tage verkürzt. 25 Darum sage ich: Raff mich nicht weg in der Mitte des Lebens, mein Gott, dessen Jahre Geschlecht um Geschlecht überdauern! 26 Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt, die Himmel sind das Werk deiner Hände. 27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle zerfallen wie ein Gewand; du wechselst sie wie ein Kleid und sie schwinden dahin. 28 Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre enden nie. 29 Die Kinder deiner Knechte werden (in Sicherheit) wohnen, ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

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#744

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 15.02.2017 12:17
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“

Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Die Dreifaltigkeit, Buch 12, 52−53

Warum fordert diese Generation ein Zeichen?

Heiliger Vater, allmächtiger Gott [...], wenn ich das schwache Licht meiner Augen zu deinem Himmel aufhebe, kann ich da zweifeln, dass es dein Himmel ist? Wenn ich den Lauf der Gestirne betrachte, ihre Wiederkehr im Jahreszyklus, wenn ich die Plejaden sehe, den Kleinen Bären und den Morgenstern, und wenn ich bedenke, wie jeder Stern an dem ihm zugewiesenen Ort leuchtet – dann, o Gott, wird mir klar, dass du dort bist, in diesen Sternen, von denen ich nichts verstehe. Wenn ich „die gewaltigen Wogen des Meeres“ (vgl. Ps 92(93),4) sehe, dann begreife ich nicht, woher diese Wasser kommen; ich verstehe nicht einmal, wodurch Ebbe und Flut in Gang gesetzt werden. Und dennoch glaube ich, dass es – unerforschlich für mich – für diese Wirklichkeiten, die ich nicht kenne, eine Ursache gibt: und auch da nehme ich deine Gegenwart wahr.

Wenn ich meine Aufmerksamkeit der Erde zuwende, die mit unsichtbaren Kräften alle Saatkörner, die sie in sich aufgenommen hat, zerlegt und sie langsam zum Keimen bringt, sie vervielfacht und größer werden lässt – da finde ich nichts, was ich mit meinem Verstand begreifen könnte. Aber dieses Nichtwissen hilft mir dich zu erkennen, dich! Denn wenn ich auch die Natur, die in meinen Dienst gestellt ist, nicht kenne, so begegne ich doch dir, und zwar aufgrund der Tatsache, dass die Natur zu meinem Nutzen da ist.

Wenn ich mich mir selber zuwende, so sagt mir die Erfahrung, dass ich mich selber nicht kenne, und ich bewundere dich umso mehr, als ich mir selber ein Unbekannter bin. Obwohl ich die Regungen meines urteilenden Geistes nicht begreifen kann, mache ich in der Tat die Erfahrung, dass es sie gibt, sie und ihr Wirken und ihre Lebendigkeit. Und diese Erfahrung verdanke ich dir, der du mir die Teilhabe an dieser sensiblen Natur geschenkt hast, die meine Freude ausmacht, obwohl ihr Ursprung jenseits der Reichweite meines Verstandes liegt. Ich kenne nicht einmal mich selbst, aber ich finde dich in mir vor und bete dich an.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius

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#745

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 15.02.2017 12:32
von Blasius • 1.403 Beiträge

Liebe Leserinnen und Leser,

Theophil von Antiochien (?-um 186), Bischof
Ad Autolycum I, 2,7

„Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“
(Mt 5,8)

So wie ein blankgeputzter Spiegel, so soll die Seele des Menschen sein.

Wenn sich erst einmal Rost am Spiegel festsetzt,
kann der Mensch sein Gesicht nicht mehr im Spiegel erkennen.

Auf gleiche Weise kann ein mit Sünden behafteter Mensch auch nicht mehr Gott erkennen [...]

Aber wenn du willst, kannst du geheilt werden.

Vertraue dich deinem Arzt an, er wird dir die Augen deiner Seele und deines Herzens öffnen.

Wer aber ist der Arzt?

Gott ist derjenige, der durch sein Wort und seine Weisheit heilt und lebendig macht.

Durch sein Wort, seinen Logos und seine Weisheit hat Gott die Welt erschaffen:

„Durch das Wort des Herrn wurden die Himmel geschaffen, ihr ganzes Heer durch
den Hauch seines Mundes“ (Ps 33(32),6).

Seine Weisheit ist allumfassend:

„Der Herr hat die Erde mit Weisheit gegründet und mit Einsicht den Himmel befestigt“ (Spr 3,19). [...]

Wenn du das zur Kenntnis nimmst, Mensch, und wenn du einen einfaches, heiligmäßiges und aufrechtes Leben führst, wirst du Gott erkennen können. Vor allem Anderen mögen Glaube und Gottesfurcht in deinem Herzen wohnen, dann wirst du dies verstehen können.

Wenn du dein vergängliches Dasein abgelegt, und dich mit einer unvergänglichen Natur bekleidet haben wirst, dann wirst du würdig sein, Gott zu schauen.

Denn dann wird dein Leib – von Gott auferweckt – zusammen mit deiner Seele unsterblich sein. Und wenn du dann unvergänglich geworden sein wirst, wirst du den Unvergänglichen schauen, wenn du ihm jetzt noch dein Vertrauen schenkst.

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 15.02.2017 12:35 | nach oben springen



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