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#736

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 02.02.2017 22:44
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Der Bund Gottes mit den Menschen ist eine Geschichte der Barmherzigkeit

Das Geheimnis der göttlichen Barmherzigkeit offenbart sich im Laufe der Geschichte des Bundes Gottes mit seinem Volk Israel. Gott erweist sich nämlich immer reich an Erbarmen und ist bereit, bei jeder Gelegenheit seinem Volk mit tief empfundener Zärtlichkeit und Anteilnahme zu begegnen, vor allem in den ganz dramatischen Augenblicken, wenn die Treulosigkeit des Volkes den Bund bricht und das Bündnis auf stabilere Weise in Gerechtigkeit und Wahrheit neu bestätigt werden muss. Wir haben es hier mit einem regelrechten Liebesdrama zu tun, in dem Gott die Rolle des betrogenen Vaters und Ehemannes spielt, während Israel den treulosen Sohn, die treuelose Tochter oder Braut verkörpert. Es sind gerade die Bilder aus dem Familienleben – wie im Fall Hoseas (vgl. Hos 1-2) –, die ausdrücken, wie weit Gott sich mit seinem Volk verbinden möchte.


Gnade und Barmherzigkeit


Dieses Liebesdrama erreicht im menschgewordenen Sohn seinen Höhepunkt. In ihm gießt Gott seine grenzenlose Barmherzigkeit in solchem Maße aus, dass er ihn zur „inkarnierten Barmherzigkeit“ (vgl. Misericordiae vultus, 8) macht. Als Mensch ist Jesus von Nazareth gänzlich Sohn Israels, bis hin zur Verkörperung jenes innigen Hörens auf Gott, zu dem alle Juden durch das Schema aufgerufen sind, das auch heute noch das Herz des Bundes zwischen Gott und Israel bildet: »Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft« (Dtn6,4-5). Als Sohn Gottes ist er der Bräutigam, der alles unternimmt, um die Liebe seiner Braut zu gewinnen, an die ihn seine bedingungslose Liebe bindet, die dadurch sichtbar wird, dass er sich auf ewig mit ihr vermählt. Die Barmherzigkeit drückt die Haltung Gottes gegenüber dem Sünder aus, dem er eine weitere Möglichkeit zur Reue, zur Umkehr und zum Glauben anbietet« (Misericordiae vultus, 21), um auf diese Weise die Beziehung der heiligmachenden Gnade wieder zu erwerben, die übernatürlichen Teilhabe am göttlichen Leben herzustellen. Im Gekreuzigten geht Gott schließlich so weit, den Sünder in seiner äußersten Entferntheit erreichen zu wollen, genau dort, wo dieser sich verirrt und von ihm abgewandt hat. Und dies tut er in der Hoffnung, dadurch endlich das verhärtete Herz seiner Braut zu rühren.
Zu den Formeln der katholischen Lehre gehören die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit und die sieben geistigen Werke der Barmherzigkeit.

Biblische Hinweise


"Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte." (Ps 103,8 EU)
„Gott, den Herrn der Barmherzigkeit" (Weish 9,1 EU) "Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, den Vater der Barmherzigkeiten" (2 Kor 1,3 EU) “So wahr ich lebe - Spruch Gottes, des Herrn -, ich habe kein Gefallen am Tod des Schuldigen, sondern daran, dass er auf seinem Weg umkehrt und am Leben bleibt. Kehrt um, kehrt um auf euren bösen Wegen! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Haus Israel?" (Ez 33,11 EU)
"Liebe will ich, nicht Schlachtopfer, Gotteserkenntnis statt Brandopfer." ("quia misericordiam volui et non sacrificium et scientiam Dei plus quam holocausta", Hos 6,6 EU)

Die Evangelisten dokumentieren die Emotion der Barmherzigkeit bei Jesus, wenn gesagt wird, dass er "tief bewegt war [ ... ] und zu weinen begann" (vgl. Joh 11,33.35), oder beim Letzten Abendmahl, wozu bemerkt wird, dass der Lieblingsjünger seinen Kopf an Jesu Schulter lehnt, aber der Text in Wirklichkeit zu verstehen gibt, dass er seinen Kopf in den mütterlichen Schoß des Herrn legt (vgl. Joh 13,25), den Ort, in dem wir ohne Unterlass gezeugt werden und der die Zuneigung der Mutter für ihr Kind ausdrückt (Jes 49,15). Im Gleichnis vom barmherzigen Vater wird außerdem gesagt, dass der Vater, als er seinen Sohn nach Hause zurückkehren sieht, in seinen mütterlich-väterlichen Eingeweiden bewegt ist.[4]

"Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten." (Lk 1,50 EU, Magnificat)
Im Canticum Benedictus im Lukasevangelium (1,78 EU) heißt es: "Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes, wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe." Im lateinischen Text der Vulgata wird von "per viscera misericordiae Dei nostri" gesprochen, wörtlich: "durch die Eingeweide der Barmherzigkeit unseres Gottes". Damit wird in der lateinischen wie in der hebräischen Sprache das Innerste Gottes, die Barmherzigkeit, ausgedrückt. Das hebräische Wort für Barmherzigkeit, rachamim, ist Plural von "rechem", wörtlich "Gebärmutter", die Wortwurzel cham bedeutet "Wärme". Solcherart ist Gottes Barmherzigkeit: mütterlich, bergend, ein Ort an dem wir heranwachsen können. "Er liebt uns zum Leben!" Das ist ein archaisches Bild, das uns tief an der Wurzel unseres Seins anspricht (und weit mehr ist als Verzeihung) - die wärme- und lebensspendende Mütterlichkeit Gottes. Sie hat heilende Kraft.

Auszug aus:
http://www.kathpedia.com/index.php?title...rzigkeit_Gottes

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 02.02.2017 22:44 | nach oben springen

#737

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 02.02.2017 22:49
von Blasius • 1.403 Beiträge

Ergänzung zu:
Der Bund Gottes mit den Menschen ist eine Geschichte der Barmherzigkeit



Psalm 103,8

Ein Loblied auf den gütigen und verzeihenden Gott

1 [Von David.] Lobe den Herrn, meine Seele, und alles in mir seinen heiligen Namen!

2 Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

3 der dir all deine Schuld vergibt und all deine Gebrechen heilt,

4 der dein Leben vor dem Untergang rettet und dich mit Huld und Erbarmen krönt,

5 der dich dein Leben lang mit seinen Gaben sättigt; wie dem Adler wird dir die Jugend erneuert.1

6 Der Herr vollbringt Taten des Heiles, Recht verschafft er allen Bedrängten.

7 Er hat Mose seine Wege kundgetan, den Kindern Israels seine Werke.

8 Der Herr ist barmherzig und gnädig, langmütig und reich an Güte.

9 Er wird nicht immer zürnen, nicht ewig im Groll verharren.

10 Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.

11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.2

12 So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, so weit entfernt er die Schuld von uns.

13 Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

14 Denn er weiß, was wir für Gebilde sind; er denkt daran: Wir sind nur Staub.

15 Des Menschen Tage sind wie Gras, er blüht wie die Blume des Feldes.

16 Fährt der Wind darüber, ist sie dahin; der Ort, wo sie stand, weiß von ihr nichts mehr.

17 Doch die Huld des Herrn währt immer und ewig für alle, die ihn fürchten und ehren; sein Heil erfahren noch Kinder und Enkel;

18 alle, die seinen Bund bewahren, an seine Gebote denken und danach handeln.

19 Der Herr hat seinen Thron errichtet im Himmel, seine königliche Macht beherrscht das All.

20 Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die seine Befehle vollstrecken, seinen Worten gehorsam!

21 Lobt den Herrn, all seine Scharen, seine Diener, die seinen Willen vollziehen!

22 Lobt den Herrn, all seine Werke, an jedem Ort seiner Herrschaft! Lobe den Herrn, meine Seele!

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 02.02.2017 22:49 | nach oben springen

#738

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 05.02.2017 09:25
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Hl. Josémaria Escriva de Balaguer (1902-1975), Priester, Gründer des Opus Dei

Predigt vom 4.5.1957 in: Christus begegnen, §§ 147, 148

Dann leuchtet es allen im Haus


Die Welt mit Licht erfüllen, Salz und Licht sein (vgl. Mt 5,13−14): So hat der Herr die Sendung seiner Jünger beschrieben. Bis an die äußersten Grenzen der Erde die Frohbotschaft von der Liebe Gottes tragen. Dafür müssen wir, dafür müssen alle Christen auf die eine oder andere Weise ihr Leben einsetzen [...] die Gnade des Glaubens wurde uns nicht verliehen, damit sie verborgen bleibe, sondern damit sie vor den Menschen leuchte (vgl. Mt 5,15−16) [...]

Vielleicht fragt sich der eine oder der andere, wie er den Menschen diese Botschaft bringen kann. Und ich antworte euch: mit Natürlichkeit, mit Einfachheit, so wie ihr lebt inmitten der Welt, im Bemühen um eure berufliche Arbeit und um eure Familie, teilnehmend an allen echten Sorgen der Menschen, mit Achtung vor der legitimen Freiheit eines jeden [...] Das alltägliche Leben kann heilig, kann von Gott erfüllt sein; Gott ruft uns, die gewöhnliche Arbeit zu heiligen, denn darin besteht die Fülle des christlichen Lebens. Denken wir noch einmal darüber nach, während wir das Leben Mariens betrachten.

Vergessen wir nicht, dass fast alle Tage im irdischen Leben unserer Herrin so verliefen wie der Alltag von Millionen Frauen, die sich ihrer Familie widmen, ihre Kinder erziehen und den Haushalt besorgen. Maria heiligt das Allergewöhnlichste, sie heiligt, was viele irrtümlich für etwas ohne tieferen Sinn und Wert halten [...] Gesegneter Alltag, der erfüllt sein kann von so viel Liebe zu Gott! Für das Leben Mariens gibt es nur eine Erklärung: ihre Liebe. Eine Liebe bis zum Letzten, bis zum völligen Sich-selbst-vergessen; zufrieden dort, wo Gott sie haben wollte, erfüllte sie feinfühlig seinen Willen. So kommt es, dass selbst unscheinbare Gesten bei ihr niemals leer, sondern stets voll Inhalt sind. Maria, unsere Mutter, ist für uns Beispiel und Weg. Wir müssen versuchen, so zu sein wie sie, in den konkreten Umständen, die nach dem Willen Gottes unser Leben ausmachen.

©Evangelizo.org 2001-2017



Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus - Mt 5,13-16.


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde.

Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?

Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten.

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben.

Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber,
sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus.

So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke
sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Auszug aus der liturgischen Übersetzung der Bibel

Liebe Grüße, Blasius

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#739

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 05.02.2017 14:44
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

Soll die den Heiden gezeigte Barherzigkeit Gottes die Barmherzigkeit
Gottes den Juden gegenüber zur Folge haben?



Römer 11
Der erwählte «Rest» und das verblendete Volk

1 Ich frage also:

Hat Gott sein Volk verstoßen? Keineswegs! Denn auch ich bin ein Israelit,
ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.

2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt hat. Oder wisst ihr nicht,
was die Schrift von Elija berichtet? Elija führte Klage gegen Israel und sagte:

3 Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört.
Ich allein bin übrig geblieben, und nun trachten sie auch mir nach dem Leben.

4 Gott aber antwortete ihm: Ich habe siebentausend Männer für mich übrig gelassen,
die ihr Knie nicht vor Baal gebeugt haben.

5 Ebenso gibt es auch in der gegenwärtigen Zeit einen Rest, der aus Gnade erwählt ist -

6 aus Gnade, nicht mehr aufgrund von Werken; sonst wäre die Gnade nicht mehr Gnade.

7 Das bedeutet: Was Israel erstrebt, hat nicht das ganze Volk,
sondern nur der erwählte Rest erlangt; die übrigen wurden verstockt,

8 wie es in der Schrift heißt: Gott gab ihnen einen Geist der Betäubung,
Augen, die nicht sehen, und Ohren, die nicht hören, bis zum heutigen Tag.

9 Und David sagt: Ihr Opfertisch werde für sie zur Schlinge und zur Falle,
zur Ursache des Sturzes und der Bestrafung.

10 Ihre Augen sollen erblinden, sodass sie nichts mehr sehen;
ihren Rücken beuge für immer!

11 Nun frage ich: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie zu Fall kommen?

Keineswegs!

Vielmehr kam durch ihr Versagen das Heil zu den Heiden, um sie selbst eifersüchtig zu machen.


12 Wenn aber schon durch ihr Versagen die Welt und durch ihr Verschulden
die Heiden reich werden, dann wird das erst recht geschehen, wenn ganz Israel zum Glauben kommt.
Das Bild vom Ölbaum

13 Euch, den Heiden, sage ich: Gerade als Apostel der Heiden preise ich meinen Dienst,

14 weil ich hoffe, die Angehörigen meines Volkes eifersüchtig zu machen und wenigstens einige von ihnen zu retten.

15 Denn wenn schon ihre Verwerfung für die Welt Versöhnung gebracht hat, dann wird ihre Annahme nichts anderes sein als Leben aus dem Tod.

16 Ist die Erstlingsgabe vom Teig heilig, so ist es auch der ganze Teig; ist die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige.

17 Wenn aber einige Zweige herausgebrochen wurden und wenn du als Zweig vom wilden Ölbaum in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest und damit Anteil erhieltest an der Kraft seiner Wurzel,

18 so erhebe dich nicht über die anderen Zweige. Wenn du es aber tust, sollst du wissen: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich.

19 Nun wirst du sagen: Die Zweige wurden doch herausgebrochen, damit ich eingepfropft werde.

20 Gewiss, sie wurden herausgebrochen, weil sie nicht glaubten. Du aber stehst an ihrer Stelle, weil du glaubst. Sei daher nicht überheblich, sondern fürchte dich!

21 Hat Gott die Zweige, die von Natur zum edlen Baum gehören, nicht verschont, so wird er auch dich nicht verschonen.

22 Erkenne die Güte Gottes und seine Strenge! Die Strenge gegen jene, die gefallen sind, Gottes Güte aber gegen dich, sofern du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du herausgehauen werden.

23 Ebenso werden auch jene, wenn sie nicht am Unglauben fest halten, wieder eingepfropft werden; denn Gott hat die Macht, sie wieder einzupfropfen.

24 Wenn du aus dem von Natur wilden Ölbaum herausgehauen und gegen die Natur in den edlen Ölbaum eingepfropft wurdest, dann werden erst recht sie als die von Natur zugehörigen Zweige ihrem eigenen Ölbaum wieder eingepfropft werden.

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 05.02.2017 14:53 | nach oben springen

#740

RE: Der Heilsplan Gottes für den Menschen - Die rettende Botschaft für alle

in Wenn etwas der Klärung bedarf 05.02.2017 20:53
von Blasius • 1.403 Beiträge

Der Heilsplan Gottes für den Menschen
Gott offenbart seinen „gnädigen Ratschluß“


Liebe Leserinnen und Leser,

in Gedenken an unsere Mitmenschen in Krankheit, Sorge und Not:

Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
306. Predigt

Alle, die den Saum seines Gewandes berührten, wurden geheilt

Jeder Mensch möchte glücklich sein. Es gibt niemand, der es nicht wollte und der es nicht so stark ersehnte, dass es für ihn vorrangig ist. Noch besser gesagt:

Alles, was er darüber hinaus will, ersehnt er nur deshalb. Die Menschen folgen unterschiedlichen Leidenschaften, der eine dieser, der andere jener. Es gib darüber hinaus viele Weisen, sich sein Leben in der Welt zu verdienen: ein jeder wählt seinen Beruf und übt ihn aus. Doch ob man sich nun in diesem oder jenem Lebensstil eingerichtet hat – alle Menschen haben ihr Handeln darauf ausgerichtet, glücklich zu sein [...] Was also ist dieses Leben, das uns glücklich werden lässt, das alle ersehnen, aber nicht alle erreichen? Machen wir uns auf die Suche [...]

Wenn ich jemanden frage: „Willst du leben?“, dann wird niemand versucht sein mir zu antworten: „Ich will es nicht.“ [...] Ähnlich verhält es sich, wenn ich frage:

„Willst du gesund sein?“,


denn dann wird niemand antworten: „Ich will es nicht.“ Die Gesundheit ist ein kostbares Gut in den Augen des Reichen. Für den Armen ist es oft der einzige Reichtum, den er besitzt [...] Alle sind einhellig der Meinung, dass man das Leben und die Gesundheit liebt. Doch kann sich der Mensch damit begnügen, zu leben und gesund zu sein? [...]

Ein reicher junger Mann fragte den Herrn: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Mk 10,17). Er fürchtete sich davor zu sterben und war doch gezwungen zu sterben [...] Er wusste, dass ein Leben voller Schmerzen und Qualen kein Leben ist, und dass man es eher als Tod bezeichnen könnte [...] Einzig das ewige Leben kann glücklich sein. Gesundheit und Leben machen hienieden nicht sicher, denn ihr fürchtet euch ständig, sie zu verlieren: Nennt es doch „sich ständig fürchten“ und nicht „immer leben“ [...] Wenn unser Leben nicht ewig ist, wenn es nicht auf ewig unsere Wünsche erfüllt, dann kann es nicht glücklich sein, dann kann es noch nicht einmal Leben genannt werden [...] Wenn wir jenes Leben besitzen, dann können wir sicher sein, immer in ihm zu sein. Wir werden die Sicherheit haben, ewig das wahre Leben zu besitzen, ohne Angst haben zu müssen, denn wir werden in dem Reich sein, von dem es heißt: „und sein Reich wird kein Ende haben“ (vgl. Lk 1,33).

©Evangelizo.org 2001-2017

Liebe Grüße, Blasius


zuletzt bearbeitet 05.02.2017 20:57 | nach oben springen



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