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#306

RE: Tod - Angst oder Freude?

in Wort- und Begrifferklärungen 05.01.2026 21:12
von Blasius • 4.315 Beiträge




Die Weisen aus dem Morgenland



Die Weisen führt ein Wunderstern,

Der Glaube mich zu meinem Herrn.

Die
s Kind, das göttlich sie belehrt,

Zeigt mir die Welt, durch ihn bekehrt.



1. Betrachte die Wunder deines Herrn, des allmächtigen Kindes, das in der Krippe weint. Sieh, wie der Glanz seiner göttlichen Majestät selbst durch die Armut und Demut dieses verlassenen Stalles hindurchstrahlt. Ein Erzengel kommt vom Allerhöchsten zur Jungfrau gesandt, die er zur Mutter seines Eingeborenen erwählte. Der ungeborene Täufer Johannes hüpft im Mutterleib vor Freude über die Gegenwart seines ebenfalls noch ungeborenen Herrn auf. Himmlische Heerscharen verkündigen frommen Hirten seine Geburt. Und indes Israel seinen Herrn verstößt, geht ein neuer Stern am Himmel auf und beruft ferne Könige und Weise, ihn anzubeten. Wo ist ein irdischer König, dessen Geburt durch solche Wunder verherrlicht wird?



2. Sieh, schon nahen diese Fremdlinge aus den Heiden der heiligen Stadt. Ein Stern hat ihre äußerlichen, das Licht Gottes ihre innerlichen Augen erleuchtet, den neugeborenen König Israels zu suchen. Eigens sendet Gottes Vorsehung diese Heiden, die schlummernden Juden aus ihrem Todesschlaf zu wecken, und ihnen zu verkündigen, ihr seit Jahrhunderten erwarteter Messias ist endlich geboren. Folgen sie ihnen etwa jubelnd nach Bethlehem? Was für eine schreckliche Blindheit und Gleichgültigkeit. Herodes erschrickt, und - wer sollte es glauben? - das ganze Volk mit ihm. Der grausame Kindermord dieses Wüterichs steht selbst in den Schriften der Römer aufgezeichnet, der Wahrheit des Ereignisses Zeugnis zu geben.



3. Was tut ihr, weise Fürsten? Wen betet ihr an in dieser elenden Hütte? Den eingeborenen Sohn Gottes, den alle Propheten verkündigten. Der seine Geburt durch einen neuen Stern am Himmel kund gibt. Der die stolzen Schriftgelehrten der Synagoge mitten im Licht blendet. Vor dem der Gottlose selbst auf dem Thron erbebt, und der seine Anbeter mit dem Licht und der Wonne himmlischen Trostes erfüllt. Wirkt er aber so als ein neugeborenes Kind: was wird erst geschehen, wenn er im Glanz seiner Majestät zum Weltgericht erscheint? Selig dann jene, die unter dem Schleier des Glaubens ihn anbeteten, und Wehe allen seinen ungläubigen Verächtern. Psalm 49,2: "Hört dies an, ihr Völker alle, vernehmt es, alle Bewohner der Erde."

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#307

RE: Tod - Angst oder Freude?

in Wort- und Begrifferklärungen 07.01.2026 05:52
von Blasius • 4.315 Beiträge




Von den göttlichen Einsprechungen



Lehre Herr, mich deinen Willen;

Sieh mein Herz, es ist bereit,

Ihn in Treue zu erfüllen

Meine ganze Lebenszeit.



1. Die innerliche Einsprechung ist ein Stern, der unseren Geist erleuchtet und ihn zu Jesus führt. Sie ist die Stimme Gottes in unserem Gewissen, die uns belehrt, ermahnt und bedroht. Sie ist ein Anhauch des Heiligen Geistes, ein Strahl seines Lichtes, eine Wirkung seiner Liebe, ein Samenkorn des Paradieses zu Früchten des ewigen Lebens, ein Keim der Ewigkeit. Sie ist eine Gnade, die Jesus durch sein Blut uns erworben hat. Sind wir aber zu dieser innerlichen Mahnung taub, so widerstreben wir dem Heiligen Geist, sündigen mit vorsätzlicher Bosheit, vergraben gleich jenem bösen Knecht das Talent unseres Herrn, und gefährden unser ewiges Heil.



2. Wären die heiligen Weisen dem Stern nicht gefolgt, so wären sie in den heidnischen Finsternissen und den Schatten des Todes verblieben. Folgst aber du der Einsprechung nicht, die deinen Geist erleuchtet und dein Herz zur Bekehrung drängt, so wirst du in deinen Sünden sterben. Denn verschmähst du die Stimme Gottes, so schweigt er. Hat er gerufen und du kommst nicht, so entfernt er sich. Hat er lange an deinem Herzen angepocht und du tust ihm nicht auf, so weicht er von dir. Und gerecht ist es allerdings, dass er die Seele verschmäht, die ihn verschmähte, und sie endlich bestraft, nachdem er ihren Trotz lange mit großer Geduld ertragen hat.



3. Wie lange schon pocht Gott an deinem Herzen! Wie lange schon ruft er dir zu, sucht, bittet und ermahnt dich, von jener Sünde abzustehen, dein Leben zu bessern, und der Stimme seiner Gnade Gehör zu geben? Zittere, dass sein gerechter Zorn plötzlich erwacht, dass das Reich der Gnade und Liebe, wohin du nicht eingehen willst, von dir hinweggenommen, dass sein Geist nicht mehr zu deinem Herzen sprechen, dass die Stimme deines Gewissens schweigen, und dass Gott dich verlassen wird. Nein, mein Gott, nicht länger werde ich deinem innerlichen Ruf widerstehen. Gehorchen will ich dir und deinen heiligen Willen tun. Preis dir, dass du, ungeachtet meines Undanks, mich noch nicht verlassen hast, und mich noch barmherzig ermahnst und bedrohst. 1. Samuel 3,9: "Rede, Herr, denn dein Diener hört."


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zuletzt bearbeitet 07.01.2026 05:53 | nach oben springen

#308

RE: Tod - Angst oder Freude?

in Wort- und Begrifferklärungen 07.01.2026 21:13
von Blasius • 4.315 Beiträge




Quellen des Unglaubens



Sieh, ohne Unterlass ergießt

Die Sonne ihr geliebtes Licht.

Doch wenn dein Auge sich verschließt

Und sagt, es seh` die Sonne nicht,

Und glaube nicht an ihren Schein:

Willst dann nicht selber blind du sein?



1. Woher der Schwindel so vieler, die mit einem Unglauben prahlen, der alle Vernunft beleidigt? Haben sie etwa mit ernsthaftem Nachdenken geforscht, und die Religion falsch befunden? Haben sie die unerschütterlichen Grundfesten untersucht, auf denen das Christentum ruht, das das Götzentum stürzte, die scharfsinnigsten Geister überzeugte, die Welt sich unterwarf, und während der Dauer von zwei Jahrtausenden so viele Erderschütterungen, Throne, Regierungen, Diktaturen und Revolutionen überlebte? Nein! Warum denn sind sie ungläubig? Darum, weil es bequemer ist, nicht zu glauben, als die Sitten nach dem Glauben zu ordnen.



2. Wer war je ungläubig, um besser zu werden? Wen führte je das Verlangen nach Wahrheit und Gottesfurcht zum Unglauben? Fragen wir die meisten Ungläubigen, wann das große Licht der Aufklärung anfing ihnen aufzugehen, so erfahren wir, dass dies zur Zeit geschah, als die Liebe zur sinnlichen Lust in ihnen erwachte, als sie ihren Leidenschaften freien Zügel ließen. Peinlich war ihnen damals das Joch des Glaubens, man musste es also abwerfen und Mittel suchen, das schreiende Gewissen zu beschwichtigen, dazu aber bot der Unglaube das trefflichste Mittel. Man suchte Bücher und Freunde, in diesem Unglauben sich zu stärken, und fand beide, und so wurde die blinde Leidenschaft die Führerin, der man blindlings folgt.



3. Viele indessen tragen eigentlich mehr die Larve des Unglaubens. Gern zwar fänden sie alles unwahr, was in ihrer Leidenschaft sie stört. Auch ist aller seichte und lügenhafte Spott irreligiöser Schriftsteller ihnen willkommen. Dessen ungeachtet aber ist der Glaube in ihrem Herzen, wie das Feuer unter der Asche verborgen. Manche Gelegenheit versetzt sie in Angst und Schrecken und zeigt ihnen, dass sie mehr Glauben haben, als sie meinen. Möchten sie doch bedenken, wohin dieser Unglaube sie führen wird. Wer befolgte je die Lehren des Glaubens getreu, und hätte dies auf seinem Totenbett bereut? Oder wer hätte diesem Glauben damals abgeschworen, um Gott zu gefallen? Sollte dies aber nicht allein genügen, alle Ungläubigen zum Glauben zurückzuführen! "Bekehrt euch zu mir, so wird euch Heil widerfahren." (Jesaja 45,22)

https://www.heiligen-legende.de/gudila-von-brüssel/

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#309

RE: Tod - Angst oder Freude?

in Wort- und Begrifferklärungen 08.01.2026 21:19
von Blasius • 4.315 Beiträge




Andere Quellen des Unglaubens



Des Glaubens Licht gab, Herr, uns deine Güte,

Dass es vor falschem Irrweg uns behüte.

Doch, ach, mehr liebt die Welt die Finsternisse,

Und flieht das Licht, das sie der Nacht entrisse.



1. Niemals vielleicht war der Unglaube höher gestiegen als in den letzten Zeiten. Den Ruhm eines gebildeten, aufgeklärten Menschen zu erlangen, genügte es, alle Geheimnisse der Religion zu verwerfen, die Priester zu schmähen und zu verleumden, und das Sittengesetz einer allgemeinen Emanzipation des Fleisches auszusprechen. Überströmt wird die Welt mit irreligiösen Schriften, falschen Legenden, Geschichten, Romanen, die alle auf mehr oder minder schlaue Weise dahin zielten, die Religion in einem lächerlichen oder verhassten Licht darzustellen. Und gierig griff die Jugend zu diesen Büchern, sog ihr Gift ein, und spottete dann ungläubig der Religionslehren. Welche Früchte dieser Unglaube brachte, dies zeigen uns die politischen Stürme und das Sittenverderbnis.



2. Manche Gelehrte auch, die nur darauf ausgingen, durch Erfindungen und neue Systeme berühmt zu werden, nahmen in ihren Schriften Wahres und Zweifelhaftes, richtige Beobachtungen und gewagte Vermutungen auf, und trugen mit allem Scharfsinn Systeme vor, die mit der mosaischen Schöpfungsgeschichte geradezu im Widerspruch standen. Junge Männer aber, die bereits einige Vorkenntnisse in den Wissenschaften besaßen, wurden über diesen falschen Schimmer entzückt und nahmen mit Vergnügen eine Theorie an, die von dem Joch eines geheiligten Ansehens sie befreite. Keiner aber bedachte, dass jene eitlen und falschen Geschichten, so wie diese philosophischen Behauptungen oft und mit größter Klarheit widerlegt wurden, und dass die Tatsachen, auf die das Christentum sich gründet, deutlicher erwiesen sind, als alle Tatsachen der römischen und griechischen Geschichte.



3. Endlich brachte die unglückselige Neuerungssucht und die eitle Wut, immer weiter fortzuschreiten und sogar die Religion zu vervollkommnen, eine Unzahl Schriften hervor, die viele Gemüter verwirrten, und gänzlichem Unglauben entgegenführten. Gleich als leuchtete nicht eine Sonne allen Generationen, als wäre die Wahrheit wandelbar wie die Lüge, und als ginge die Ewigkeit in der Zeit vorüber. Aber "die Wahrheit des Herrn bleibt in Ewigkeit". Würden alle Schriften, die dahin zielen, den Glauben zu vernichten, durch einen wohltätigen Brand vernichtet: wie viele Schriften echter Gelehrtheit würden wohl von der Hälfte des verflossenen Jahrhunderts erübrigen. Apostelgeschichte 19,19: "Und nicht wenige, die Zauberei getrieben hatten, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie vor aller Augen."

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#310

RE: Tod - Angst oder Freude?

in Wort- und Begrifferklärungen 09.01.2026 21:40
von Blasius • 4.315 Beiträge




Januar - Gründe des Glaubens



Herr, erleuchte mild die Blinden,

Dass sie deine Wunder sehn,

Dich in deinem Lichte finden,

Und durch Buße zu dir gehn.



1. "Vermehre, Herr, den Glauben in mir!" Denn siehe, die Kinder dieser Welt führen durch gottlose Reden viele Schwachen irre, und verrufen deine göttliche Religion als eitel Menschenwerk und Schwärmerei. Bringen sie aber auch den Glauben deiner Getreuen nicht zum Wanken, so wirken sie doch immerhin dahin, sein Licht zu verdunkeln. Aber wer die Augen deinem heiligen Licht nicht vorsätzlich verschließt, der sieht klar, wie deine liebevolle Vorsehung das menschliche Geschlecht zu allen Zeiten an unsichtbarer Hand seiner ewigen, glorreichen Bestimmung entgegen führte.



2. Nicht wie eine fabelhafte Sage verliert sich deine göttliche Offenbarung in einem zeugenlosen Altertum, dein heiliger Dienst begann mit der Welt. Durch ein untilgbares Nationalwunder besteht, als einzige Ausnahme des menschlichen Geschlechtes, jenes Volk, das deine göttlichen Verheißungen in den frühesten Zeiten durch Mose empfing, selbst nach seiner Verwerfung fort, damit es der Welt zu allen Zeiten aus seinen eigenen Büchern seine Verwerfung zeige, weil es den verheißenen Messias tötete, dessen Geburt, Leben, Tod und Erlösung seine Propheten auf das Umständlichste durch deinen Geist geweissagt hatten. Öffentlich erschien dieser Erlöser. Alle Weissagungen gingen bis auf den letzten Punkt an ihm in Erfüllung. Und vor dem Anblick zahlloser Menschen aus allen Ländern vollbrachte er das Heil und die Erlösung der Welt durch seinen Opfertod.



3. Ja noch bis zur Stunde besteht zu Jerusalem sein glorreiches Grab, und wird von Pilgern aus allen Nationen verehrt. Noch sichtbar bis zur Stunde sind die Katakomben in der Hauptstadt der christlichen Welt, wo die Gebeine zahlloser Märtyrer ruhen, die den Glauben durch ihr Blut uns erhielten. Noch bis zur Stunde sehen wir Standbilder der alten Götzen, vor denen die Welt einst anbetend niederfiel. Noch bis zur Stunde ertönen auf dem ganzen Erdkreis die Schriften der Apostel, die die Welt bekehrten. Ja noch bis zur Stunde weidet der unsterbliche Petrus durch 20 volle Jahrhunderte die Herde des Herrn. Sprechende Tatsachen sind dies, die die lasterhaften Prediger des Unglaubens nimmermehr zu tilgen vermögen. Psalm 19,8: "Dein Gesetz, Herr, ist vollkommen und bekehrt die Seelen. Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise."


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