Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....
#1

Läuterungsfeuer

in Das Fegefeuer 10.04.2013 22:43
von Aquila • 4.129 Beiträge

Zwei Dogmen
umrahmen die Lehre der Heiligen Mutter Kirche bez. dem Fegefeuer:

- Es gibt ein Fegefeuer
- Wir können den Seelen im Fegefeuer durch unsere Gebete und Suffragien ( Opfer ) helfen.



Das Konzil von Lyon:

-

"Alle, die nach der Taufe in Sünde fallen, dürfen nicht wiedergetauft werden.
Sie erlangen vielmehr Vergebung ihrer Sünden durch wahre Buße.
Sind sie aber in wahrer Bußgesinnung im Gnadenstand aus dem Leben geschieden, bevor sie durch würdige Früchte der Buße für Begangenes und Unterlassenes genuggetan und Sühne geleistet haben,
so werden ihre Seelen nach dem Tode durch läuternde und sühnende Strafen gereinigt.

Zur Milderung ihrer Strafen nützen ihnen die Hilfsmittel der lebenden Gläubigen (suffragia) , nämlich
Messopfer, Gebete, Almosen und andere gute Werke, die die Gläubigen füreinander im Einklang mit den Einrichtungen der Kirche eonzusetzen pflegen."
-


Und aus dem römischen Katechismus von Trient:
-

"Ausserdem gibt es ein Reinigungsfeuer, worin die Seelen der Frommen eine bestimmte Zeit lang gepeinigt und so geläutert werden, damit ihnen der Eintritt ins ewige Vaterland offenstehen könne, in das nichts Beflecktes eingeht."
-


-


zuletzt bearbeitet 31.10.2013 00:30 | nach oben springen

#2

RE: Läuterungsfeuer

in Das Fegefeuer 31.10.2013 00:54
von Aquila • 4.129 Beiträge

Am 2. November feiert die Heilige Mutter Kirche den
Gedenktag Aller-Seelen


Als Ergänzung zum Eingangsbeitrag noch einige Erläuterungen bez. dem
Purgatorium, dem Fegefeuer.
Zunächst der
KATECHISMSUS der Katholischen Kirche:

-

III Die abschließende Läuterung - das Purgatorium

1030

Wer in der Gnade und Freundschaft Gottes stirbt,
aber noch nicht vollkommen geläutert ist, ist zwar seines ewigen Heiles sicher,
macht aber
nach dem Tod eine Läuterung durch
, um die Heiligkeit zu erlangen, die notwendig ist, in die Freude des Himmels eingehen zu können.

1031

Die Kirche nennt diese abschließende Läuterung der Auserwählten,
die von der Bestrafung der Verdammten völlig verschieden ist,
Purgatorium [Fegefeuer].
Sie hat die Glaubenslehre in bezug auf das Purgatorium vor allem auf den Konzilien von Florenz [Vgl. DS 1304] und Trient [Vgl. DS 1820; 1580] formuliert.
Im Anschluß an gewisse Schrifttexte [Vgl. z.B. 1 Kor 3,15, 1 Petr 1,7] spricht die Überlieferung der Kirche von einem
Läuterungsfeuer:

„Man muß glauben, daß es vor dem Gericht
für gewisse leichte Sünden noch ein
Reinigungsfeuer gibt,

weil die ewige Wahrheit sagt, daß, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm ‚weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‘ vergeben wird (Mt 12,32).
Aus diesem Ausspruch geht hervor, daß einige Sünden in dieser, andere in jener Welt nachgelassen werden können
" (Gregor d. Gr., dial. 4,39).

1032

Diese Lehre stützt sich auch auf die Praxis,
für die Verstorbenen zu beten,
von der schon die Heilige Schrift spricht: „Darum veranstaltete [Judas der Makkabäer] das Sühnopfer für die Verstorbenen, damit sie von der Sünde befreit werden" (2 Makk 12,45).
Schon seit frühester Zeit hat die Kirche das Andenken an die Verstorbenen
in Ehren gehalten und für sie Fürbitten
und insbesondere das eucharistische Opfer [Vgl. DS 856] dargebracht,
damit sie geläutert werden und zur beseligenden Gottesschau gelangen können.
Die Kirche empfiehlt auch
Almosen, Ablässe und Bußwerke zugunsten der Verstorbenen.


„Bringen wir ihnen Hilfe und halten wir ein Gedächtnis an sie.
Wenn doch die Söhne Ijobs durch das von ihrem Vater dargebrachte Opfer geläutert wurden [Vgl. Ijoh 1,5], wie sollten wir dann daran zweifeln, daß unsere Opfergaben für die Toten ihnen Trost bringen?
Zögern wir nicht, den Verstorbenen Hilfe zu bringen und unsere Gebete für sie aufzuopfern" (Johannes Chrysostomus, horn. in 1 Cor. 41,5).


-

Die hl. Katharina von Genua
hat in ihrem
"Traktat über das Fegefeuer"
die unabdingbare Notwendigkeit der
R e u e
noch in dieser Zeit beschrieben....
Sie schreibt, dass nach dem irdischen Tode der freie Wille des Menschen
keinen
Wandel mehr erfahre....
der Wille, mit dem die Seele aus dem irdischen Leben scheidet, bleibt ewiger Zustand !

und sie erwähnt,
dass die Seelen im Fegefeuer
noch in ihrer irdischen Zeit zu dieser seelenrettenden
R e u e
gefunden haben und ihnen somit die
Sünden-Schuld
erlassen worden ist,
dass aber die Sünden die Seele verunreinigt haben...
sie vergleicht es mit
"Rost und Hässlichkeit"....
und dass die Seele im
jenseitigen Feuer der Läuterung
und durch dieses vollkommen gereinigt werden müsse....

-

"...entseht in der Seele eine Art Feuer,
das zwar dem Feuer der Hölle ähnlich und von diesem doch wieder verschieden ist.
Dieses Feuer reinigt die Seele von allem
"Rost der Sünde"

-

Das Feuer der Hölle

Das Fegefeuer ist kein "lockerer Zwischenhalt" auf dem Wege ins Paradies....
es ist derart schmerzlich, dass es denn auch nicht als "unumgänglich" gesehen werden sollte....
die hl. Theresia von Lisieux mahnte eine Schwester doch nicht immer davon zu reden, ins Fegefeuer zu kommen....
denn wer dies stets sage, komme denn auch ins Fegefeuer... !
Uns ist denn auch im Streben nach Vollkommenheit die Gnadenfülle der hl. Sakramente geschenkt !
Damit auch die Gnade der Läuterung schon in dieser Zeit !



Die hl. Magdalena von Pazzi sah im Geiste die Pein des Fegefeuers:
-

"Alle Schmerzen und Qualen der Märthyrer und das grösste irdische Feuer sind wie ein angenehmer Lustgarten im Vergleich mit den Leiden des Fegefeuers"
-


Und wie kostbar die Fürbitte für unsere Brüder und Schwestern der leidenden Kirche im Fegefeuer - den Armen Seelen - ist, schreibt der
hl. Kardinal Bellarmin:

-

"Derjenige, der sich der Armen Seelen annimmt und ihnen Gutes erweist,
tut ein viel grösseres Werk , als wenn er einem Armen dieser Welt das reichste Almosen gäbe"
-


Und vergessen wir auch nicht besonders für die hw Priester im Fegefeuer zu beten....
allzuoft wird ihrer nicht mehr gedacht....
ihnen, durch die uns die Gnaden und Segnungen der Heiligen Mutter Kirche zuteil geworden sind....

Siehe dazu bitte auch:

Hochfest Allerheiligen und Gedenktag Allerseelen

und

blog-e3375-Monat-November-den-Armen-Seelen-gewidmet.html

-


zuletzt bearbeitet 09.11.2013 14:18 | nach oben springen

#3

RE: Läuterungsfeuer

in Das Fegefeuer 28.10.2014 23:56
von Aquila • 4.129 Beiträge

Liebe Mitglieder, liebe Leser/innen


Wir stehen kurz vor dem Hochfest Allerheiligen (1. November)
und dem Gedenktag Allerseelen. (2.November)

Es sei daher an dieser Stelle an die Möglichkeit
der
Erlangung von Teil- oder gar Vollablässe
für die Armen Seelen im Fegefeuer

erinnert.
D.h. eine den Armen Seelen geschenkte Gnade,
sie je nachdem
von der zeitlichen Sündenstrafe
teilweise - Teilablass -
oder ganz - Vollablass-
]zu befreien



Der hl. Kardinal Bellarmin:

-

"Derjenige, der sich der Armen Seelen annimmt und ihnen Gutes erweist,
tut ein viel grösseres Werk ,
als wenn er einem Armen dieser Welt das reichste Almosen gäbe
"
-



Von der Zeit vom 1. November 12.00 Uhr bis
Allerseelen 2. November 24.00 Uhr ....
ist ein vollkommener Ablass
möglich unter den folgenden in Kürze aufgeführten Bedingungen:

- hl. Beichte
[diese kann 8 Tage (nach jüngsten Richtlinien auch ca. 20 Tage) vor oder nach dem Feste Allerheiligen empfangen werden ]
- hl. Kommunion
- Besuch einer Kirche
- Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters

( z.B. "Vater unser", "Ave Maria" , Ehre sei dem Vater....")


Aus einem Buch über die "Ablassgebete der katholischen Kirche":

-

Ein Vollablass,
der aber nur den Armen Seelen im Fegefeuer zugewendet werden kann,
wird dem Gläubigen gewährt,
der am Allerseelentag (2. Nov.) eine Kirche oder öffentliche Kapelle besucht.
Dieser Ablass kann gewonnen werden entweder an diesem Tage oder an einem vom Ordinarius bestimmten Sonntag vorher oder nachher oder auch am Feste Allerheiligen.
Bei diesem Besuch wird ein Vaterunser und das Glaubensbekenntnis gesprochen.

Dem Gläubigen, der einen Friedhof andächtig besucht und wenigstens im Geiste für die Verstorbenen betet, wird ein Ablass gewährt.
Dieser Ablass kann nur den Seelen im Fegefeuer zugewendet werden.

An jedem Tag zwischen dem 1. und 8. November kann ein
Vollablass gewonnen werden.,
an jedem anderen Tag des Jahres ein Teilablass
.

Ein Vollablass kann nur gewonnen werden,wenn die damit verbundene Verrichtung und
folgende drei Bestimmungen erfüllt werden:

sakramentale Beichte,
eucharistische Kommunion und
das Gebet nach der Meinung des Heiligen Vaters.

-



Siehe bitte auch:

Der Ablass


Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 29.10.2014 00:18 | nach oben springen


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