Grüss Gott und herzlich Willkommen im KATHOLISCHPUR- Forum....

#6

RE: Fragen zur Thematik der Meditation

in Diskussionsplattform Kirche 08.06.2017 12:27
von Kristina (gelöscht)
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Lieber Mariamante,

es geht erst einmal um die Unterscheidung der einen wahren katholischen Religion und der Irrlehren, damit nichts vermischt wird!

Dann ist es kein Verurteilen der Menschen, sondern dient der Unterscheidung der Geister, damit niemand in die Irre geht. Es ist eine Feststellung.

Predigt Prof. Dr. May

https://nachfolgejesu.com/predigt/PDF/Pr...007.01.2007.pdf
Ich sage noch einmal mit dem Psalm 95:
"Alle Götter der Heiden sind Dämonen. Unser Herr aber hat die Himmel gemacht.“

Ungläubige hängen Irrlehren an.
Es heißt, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Nebenbei:
Das UNWORT "Ketzer" lese ich nur in deinem Kommentar, sonst nirgendwo.


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!
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#7

RE: Fragen zur Thematik der Meditation

in Diskussionsplattform Kirche 08.06.2017 13:43
von Mariamante • 391 Beiträge

Liebe Kristina!

Der bunte Reigen der Heiligen zeigt, wie überraschend der Geist Gottes wirkt. Manche Heilige (wie die Jungfrau von Orleans) wurden allerdings eine Zeit lang als "Ketzer" verurteilt. Und wir wissen, dass sogar Päpste (Johannes XXIII) gegenüber einem letztlich heilig gesprochenen Pater Pio sehr negativ eingestellt waren. Über die Charismen eines Padre Pio haben manche geurteilt- dass jene dämonisch wären.

Was Ungläubige, Rechtgläubige etc. betrifft, wurden die Samariter zur Zeit Jesu nach meinem Wissen auch wegen ihres falschen Glaubens verachtet. JESUS hat den "barmherzigen Samariter" als Beispiel hingestellt.


Gelobt sei JESUS CHRISTUS

zuletzt bearbeitet 08.06.2017 13:44 | nach oben springen

#8

RE: Fragen

in Diskussionsplattform Kirche 08.06.2017 16:33
von Aquila • 5.665 Beiträge

Liebe Kristina

Im heute eingeschlagenen "interreligiösen Kuschelkurs" ist die seelenheilsnotwendige Unterscheidung zwischen wahrem Glauben und Irrlehre gleichsam versandet;
es gilt je länger je mehr die Devise der "unverbindlichen Brüderlichkeit", die wiederum in die immer wieder vorgetragene - und dennoch nicht minder falschen ! - Behauptung,
dass alle Menschen Kinder Gottes seien mündet.

Diese Formulierung ist im Lichte des wahren Glaubens nicht haltbar und schlichtweg falsch.

Gerade auch aufgrund dieser falschen Behauptung wird ja auch das
"alternative Meditations"-Labyrinth grösser und grösser.....will heissen nach dem Motto:
"es ist doch einerlei, woran jemand glaubt, er ist doch ein Kind Gottes und kann dies auch meditativ erfahren, also was soll's ?"
"Übertroffen" wird diese Seelenverführung auch noch mit der "Alle kommen in den Himmel"-Lüge.


Richtig dagegen ist vielmehr,
dass alle Menschen sind zur Kindschaft Gottes berufen sind ......doch nicht alle werden dieser Berufung gerecht !

Unsere Stammeltern, Adam und Eva,
verloren durch ihren Sündenfall die heiligmachende Gnade und somit auch ihre Kindschaft Gottes und brachten über die Menschheit
- mit Ausnahme der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria ! -
die Erbsünde / Erbschuld.

Die Ursünde / Erbsünde


Ohne die heiligmachende Gnade
aber kann der Mensch kein Kind Gottes sein / wieder werden.
Alleine das hochheilige Erlösungswerk unseres Herrn und Gottes Jesus Christus ermöglicht es dem Menschen wieder Kinder Gottes zu werden.
Dies durch das Geschenk der Wiedererlangung heiligmachenden Gnade im hl. Sakrament der Taufe !

Die Taufe schenkt wieder die Kindschaft Gottes


Erst durch das in den Tod und die Auferstehung Christi Hineingeborenwerden durch das hl. Sakrament der Taufe wird der Mensch "neu geboren" im Sinne der Wiederlangung der Kindschaft Gottes.

Zur Unterstreichung und Weiterführung des Gesagten die Ausführungen
von Pater Recktenwald von der Petrus-Bruderschaft, dessen Kernaussage denn auch gleichsam "sitzt"

-

"Wenn alle Menschen ausnahmslos und immer Kinder Gottes wären, gäbe es keine Hölle,
denn kein Kind Gottes kann in die Hölle kommen."
:
-
Pater Recktenwald:


[....]"Doch im eigentlichen und biblischen Sinne Kind Gottes wird der Mensch nach katholischer Lehre durch die heiligmachende Gnade.
Die heiligmachende Gnade empfängt er entweder durch die Taufe,
die Liebesreue (die beim Ungetauften den Charakter einer Begierdetaufe hat)
oder das Bußsakrament; letzteres deshalb, weil der Getaufte durch eine Todsünde die heiligmachende Gnade verlieren kann.
Er hört damit auch auf, Kind Gottes und Erbe des Himmels zu sein.

Er kann durch die Beichte, also durch den Empfang des Bußsakramentes,
wieder in den Stand der heiligmachenden Gnade zurückkehren
und damit wieder ein Kind Gottes werden.
Wer im Stand der heiligmachenden Gnade stirbt, ist gerettet und kommt in den Himmel,
wer im Stand der Todsünde stirbt,
geht verloren.
Wenn alle Menschen ausnahmslos und immer Kinder Gottes wären, gäbe es keine Hölle,
denn kein Kind Gottes kann in die Hölle kommen."


Weiterhin ist es katholische Lehre, dass der Stand der heiligmachenden Gnade die theologische Tugend des Glaubens voraussetzt.
Bei der Taufe des Kindes wird der Seele diese Tugend zusammen mit der heiligmachenden Gnade eingegossen.
Somit setzt auch die Gotteskindschaft den Glauben voraus.
Deshalb schreibt der hl. Paulus:
“Durch den Glauben seid ihr alle in Christus Kinder Gottes” (Gal 3,26)
Und im Johannesevangelium heißt es:
Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden (Joh 1,12).
Das Konzil von Trient lehrt, dass “wir durch den Glauben gerechtfertigt werden, weil der Glaube der Anfang und die Grundlage des menschlichen Heils und die Wurzel aller Rechtfertigung ist,
ohne welchen es unmöglich ist Gott zu gefallen und zur Gemeinschaft seiner Kinder zu gelangen” (6. Sitzung, Beschluss von der Rechtfertigung, Kapitel 8).
Das Konzil verweist auf Hebr 11,6: “Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. Denn wer zu Gott kommt, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ein Vergelter ist.”

Dass wir durch die Taufe Kinder Gottes werden, erklärt sehr schön der Katechismus der Katholischen Kirche:
Die Gnade ist eine Teilhabe am Leben Gottes; sie führt uns in das Innerste des dreifaltigen Lebens:
Durch die Taufe hat der Christ Anteil an der Gnade Christi, der das Haupt seines Leibes ist.
Als ein ‘Adoptivsohn’ darf er nun in Vereinigung mit dem eingeborenen Sohn Gott ‘Vater’ nennen. Er empfängt das Leben des Geistes, der ihm die Liebe einhaucht und der die Kirche aufbaut.” (Nr. 1997)

Dass die Rechtfertigung, durch die wir zu Kindern Gottes werden, uns niemals ohne den Glauben zuteil wird, lehrt das Erste Vatikanische Konzil in der Dogmatischen Konstitution Dei Filius.
Diese Lehre wird im Katechismus der Katholischen Kirche aufgegriffen.
In Nr. 161 heißt es dort:
An Jesus Christus und an den zu glauben, der ihn um unseres Heiles willen gesandt hat, ist notwendig, um zum Heil zu gelangen (vgl. z.B. Mk 16,16; Joh 3,36; 6,40).”
Dann zitiert der Katechismus das Erste Vatikanische Konzil:
Weil es aber ‘ohne Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen’ (Hebr 11,6)
und zur Gemeinschaft seiner Söhne zu gelangen, so wurde niemandem jemals ohne ihn Rechtfertigung zuteil, und keiner wird das ewige Leben erlangen, wenn er nicht in ihm ausgeharrt hat bis ans Ende’ (Mt 10,22; 24,13).


-

Wie bereits erwähnt, liegt der undifferenzierten "Meditations"-Lawine die Absicht der
Vermittlung eines anderen "Gottes-Bildes"
- fern der Allerheiiigsten Dreifaltigkeit und somit fern des Einen Wahren Gottes - zu Grunde.....
also der Vermittlung eines "wahrheitsgefilterten"
- d.h. Gnade und Erlösung, Notwendigkeit der Reue, Busse und Umkehr "wegtolerierenden" -
und somit "menschengenehm heruntergebrochenen Gebrauchs-Gottes".
Diesen "Wunsch" fördert und erfüllt einer besonders gerne......
der Vater der Lüge, der Teufel.
Gerade auch durch die List und Tücke der vorgegaukelten "Meditationserfahrungen" ausserhalb des wahren Glaubens.

Die vertiefende Auslegung des von Mariamante angesprochenen Gleichnisses vom barmherzigen Samariter durch die Kirche siehe bitte hier:
Auslegung durch die Kirche: Lk 10,25-10,37; der barmherzige Samariter



Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 08.06.2017 17:22 | nach oben springen

#9

RE: Fragen

in Diskussionsplattform Kirche 08.06.2017 18:30
von Kristina (gelöscht)
avatar

Lieber Mariamante,

ich verstehe dich nicht.
Es geht im Prinzip darum, aus dem Dickicht der verschiedenen und mitlerweile scheinbar ineinander greifenden Religionen z.B. der Meditation, den einzig wahren Weg nicht zu verlieren.

Das Argument "Frieden unter den Religionen" zu halten und das Gute in anderen Religionen anzuerkennen, ist ein Argument der Progressisten. Dabei wird der einzig wahre Weg gerne relativiert!
Auch was den Weg der Ökumene, das aktuelle Feiern der Reformation der Katholiken mit den Protestanten angeht, sollte man als grundfalsch benennen dürfen.

Schlußendlich geht es auch darum, bei einer Diskussion richtig argumentieren zu können.

Zum Thema Samariter:
Auslegung durch die Kirche: Lk 10,25-10,37; der barmherzige Samariter


2.Tim 3,16: die gesamte Bibel kommt von Gott!
2.Petr 1,20-21: Gott gebrauchte menschliche Schreiber!
1.Kor 2,13: Gott wachte über jedem einzelnen Wort der Bibel!
2.Petr 1,21 Der Empfang und die Weitergabe, bzw. Niederschrift des Wortes Gottes geschah unter der Führung des Heiligen Geistes!

zuletzt bearbeitet 09.06.2017 07:48 | nach oben springen

#10

RE: Fragen

in Diskussionsplattform Kirche 09.06.2017 00:16
von Aquila • 5.665 Beiträge

Liebe Kristina

Nach den Erläuterungen bez. der wahren Kindschaft Gottes
nun zurück zu Deiner 2. Frage:

Gott sei In uns allen und dies sei ein Geschenk seiner Gnade. Indem wir meditieren, können wir uns für ihn und seine Gegenwart öffnen, vorausgesetzt wir haben den Willen dazu.

Also könnte man praktisch Gott im Menschen anbeten. Wenn ich mich nicht irre, habe ich diese Aussage von einer Heiligen auch gelesen.
Wie kann das sein, wenn uns die Sünde von Gott trennt?
Wenn es aber stimmt, dann wäre der Mensch ja praktisch "göttlich", ein kleiner Gott oder sehe ich das falsch!
Alles Gute kommt von Gott, also ist er irgendwo doch In uns, damit auch die Ungläubigen Ihn erkennen können.
Ist Gott dann automatisch wenigstens in den christlich gläubigen Menschen zu finden, z.B. durch die Taufe?




Wir befinden uns gem. dem liturgischen Kalender der Tradition immer noch in der Pfingst-Oktav.
Wir feiern also die Herabkunft des Heiligen Geistes, des Geistes der Wahrheit !
und nicht des " Geistes des Dialoges" oder "der Halbwahrheiten"!

Dieser Geist der Wahrheit nimmt in der Einheit mit dem Vater und dem Sohne gleichsam Wohnung in einer Seele, die im Zustand der heiligmachenden Gnade ist.....
dieser Mensch wird denn auch zum Tempel des Heiligen Geistes.
Der erschaffene Mensch: Einheit von Seele und Leib


Ergo ist es mitnichten so, dass Gott "in uns allen" sei,
denn alleine durch die heiligmachende Gnade wird wie bereits mehrfach erwähnt der Mensch (wieder) zu einem Kind Gottes.


Aus "Grundriss der Dogmatik" von Ludwig Ott:

122. Die heiligmachende Gnade heiligt die Seele.
123. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Freund Gottes.
124. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Kind Gottes und verleiht ihm ein Anrecht auf das Erbe des Himmels.
125. Die heiligmachende Gnade macht den Gerechten zu einem Tempel des Hl. Geistes.

-

Im Zustand der heiligmachenden Gnade erfährt denn der Mensch auch bereits
Anteil
am Göttlichen Dreifaltigen Leben, "göttlich" alleine aus Teilhabe,
niemals
von der Natur her.

Einer der grosse Mystiker der Kirche,



der hl. Johannes vom Kreuz (1542-1591)
über die Berufung zur Teilhabe am Göttlichen Leben:




-

"Was GOTT anstrebt,
ist uns zu Göttern durch Teilhabe zu machen,
wie ER GOTT von NATUR ist

Der Mensch wird an GOTT Selber teilnehmen,
zugestellt der HEILIGSTEN DREIFALTIGKEIT,
mitwirkend an deren Werke
."

-
Siehe bitte auch:
Zitate des hl. Johannes v. Kreuz


"Gutes tun" kann ein jeder Mensch aufgrund des in sein Gewissen eingeschriebene
göttliche Gesetz
Das Gewissen ( lateinisch "conscienta", was so viel heisst wie "Mit-Wissen")
kann aber alleine dann richtig und wahr urteilen, wenn es fein gebildet wird und als Massstab alleine die Gesetze und Gebote der allerheiligsten Dreifaltigkeit, GOTT, nimmt.
Unser HERR und GOTT JESUS CHRISTUS hat diese Aufgabe der Bildung des Gewissens der Heiligen Mutter Kirche übertragen.

Siehe dazu bitte hier:
Gewissensbildung durch die Lehre der Kirche




Freundliche Grüsse und Gottes Segen


zuletzt bearbeitet 09.06.2017 00:25 | nach oben springen


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