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#11

RE: Hochfest Christi Himmelfahrt / Sonntag nach Christi Himmelfahrt

in Hochfeste Christi 08.05.2016 00:39
von Aquila • 4.816 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt aus den Schott-Messbuch 1962:
-

2. Kl. – Farbe weiß


In Rom hieß der heutige Sonntag im Mittelalter Rosensonntag,
weil man an diesem Tage als Huldigung für den Heiland in den Kirchen Blumen,
besonders Rosen streute.
Der Abschiedsschmerz drängt uns,
im Opfer der hl. Messe
«das Angesicht des Herrn [des im Himmel erhöhten Christus] zu suchen» (Intr.).
In Erwartung des Trösters
vereinigen wir uns mit Maria, den Aposteln, der ganzen hl. Kirche zum Gebet, das in dem Maße fruchtbar wird, als wir uns in Liebe dienend der Gemeinschaft hingeben (Epistola).
In der Kraft des Hl. Geistes werden wir durch unser Leben für Christus, für seine Wahrheit und sein Gebot Zeugnis geben (Evang.).
In der hl. Wandlung werden wir unter dem Schleier der eucharistischen Gestalten
«das Angesicht des Herrn suchen».
In der hl. Kommunion vereinigt er sich mit uns und fleht zum Vater:
«Bewahre sie vor dem Bösen» (Comm.).

-

Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...cdom/index.html

Schott Messbuch 1962

-


zuletzt bearbeitet 08.05.2016 00:41 | nach oben springen

#12

RE: Hochfest Christi Himmelfahrt

in Hochfeste Christi 25.05.2017 00:12
von Aquila • 4.816 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Zum Hochfest Christi Himmelfahrt aus dem Schott-Messbuch 1962:
Missa "Viri Galilaei,:

-

Introitus (Act. 1, 11)

Viri Galilæi, quid admiramini aspicientes in cælum? alleluja:
quemadmodum vidistis eum ascendentem in cælum, ita veniet, alleluja, alleluja, alleluja. (Ps. 46, 2) Omnes gentes, plaudite manibus: jubilate Deo in voce exsultationis.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen

Ihr Männer von Galiläa, was schaut ihr staunend auf zum Himmel? alleluja.
Wie ihr Ihn sahet auffahren zum Himmel, so wird Er wiederkommen, alleluja, alleluja, alleluja. (Ps. 46, 2) Ihr Völker alle, klatschet in die Hände, jubelt zu Gott mit lautem Jauchzen.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.



1. Kl. – Farbe weiß
Stationskirche: Str. Peter

Die Himmelfahrt des Heilandes ist die Krönung und Vollendung seines gottmenschlichen Lebens auf Erden.
Unter den Siegesgesängen der vereinigten Himmelschöre öffnen sich für ihn die Tore des Himmels;
mit seiner verklärten Menschheit,
begleitet von den Erstlingen der Erlösung: den Vätern aus der Vorhölle,
tritt Jesus als König ein in die blendende Gottesherrlichkeit
.
Statt mit der schimpflichen Dornenkrone ist er nun mit «Ehre und Herrlichkeit» gekrönt.
Er sitzt auf dem höchsten Throne und hat von seinem Vater unumschränkte Herrschergewalt erhalten über alle Völker der Erde.
Als mitleidsvoller, mit unseren Schwachheiten vertrauter Hoherpriester zeigt er dem Vater ohne Unterlaß die Wundmale, die er auch in seiner Verklärung beibehalten wollte,
und bewegt ihn dadurch zum Erbarmen. Er ist unser Fürsprecher beim Vater (1 Joh. 2, 1).

Christus zog nicht allein in den Himmel ein,
an seinem Triumphzug nahm die ganze menschliche Natur teil.
«Gott», sagt der hl. Paulus (Eph. 2, 4-6),
«hat uns mitbelebt in Christus und mitauferweckt und in Christus Jesus mitversetzt in den Himmel.»
Er ist nicht allein aufgefahren, er hat nicht allein den Thron der Herrlichkeit bestiegen, sondern wir mit ihm
:
«Gottes Sohn hat die mit ihm als Glieder zu einem Leibe zusammengeschlossenen Gläubigen zur Rechten des Vaters gesetzt»(hl. Leo der Große).
So findet das erhabene Geheimnis der Himmelfahrt seine Fortsetzung,
bis mit der Aufnahme des letzten Auserwählten der mystische Leib Christi seine Vollendung erreicht haben wird.

Wir wollen uns freuen über den Triumph unsres göttlichen Heilandes,
der nun der «König der Glorie» ist. «Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen,
daß ich zum Vater gehe» (Joh. 14, 28).
Wir sollen aber auch selbst ein sehnsüchtiges Verlangen erwecken nach der Seligkeit des Himmels, unsrer einstigen Heimat.
«Was droben ist, suchet, wo Christus ist zur Rechten des Vaters» (Kol. 3, 1).
Beachten wir auch, daß der Heiland vom Ölberg, der Stätte seines Leidensbeginnes,
zum Himmel aufgefahren ist;
so müssen auch wir «durch viele Trübsale ins Himmelreich eingehen» (Act. 14, 22).

Ursprünglich war die gottesdienstliche Feier der Auffahrt des Herrn mit dem Pfingsttage verbunden gewesen (s. S. 567).
Um das Jahr 400 aber war ihr bereits auch ein eigener Tag geweiht.
Als selbständiges Fest gewann es von den ältesten Zeiten her gerade in der Mutterkirche von Rom eine hervorragende Stellung.
War Ostern das Fest des Sieges Jesu Christi,
so erscheint das heutige als das Fest des triumphierende Einzuges des Ostersiegers in die ewige Lichtstadt des Himmels,
wo er als unser glorreicher Mittler und König thront
(«Rex gloriæ»).
In der Frühzeit des Kirchenjahres war dieser Tag der Abschluß der großen Feste des Erlösers.
«Die Himmelfahrt Christi ist die Vollendung und Erfüllung aller seiner übrigen Feste und ein glückseliger Beschluß der ganzen irdischen Laufbahn des Gottessohnes» (hl. Bernhard, † 1153).

Wir sind um Petrus geschart (Stationskirche).
Mit ihm schauen wir zu dem in den Himmel Erhöhten auf, an dem wir liebend hängen.
Er tröstet uns durch die Versicherung seiner Wiederkunft (Intr.).
Wir verlangen, dem Geiste nach im Himmel zu leben (Oratio).
Lukas und Markus berichten uns die näheren Einzelheiten der Himmelsfahrt Christi
(Lesung, Evang.).
Freudig begrüßen wir Christus als König (Allel., Offert.) und gehen ihm entgegen,
der als verklärter Gott in der hl. Wandlung zu uns kommt und in uns die Gnaden seiner Himmelfahrt wirkt (Comm.).

-

Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...cdom/index.html



Zu Christi Himmelfahrt aus:



"Katholische Christenlehren von einem Dorfpfarrer im Bisthume Augsburg" (1805):




-

Die Zeit der Himmelfahrt: sie geschah am vierzigsten Tage nach der Auferstehung.
Der Herr wollte nicht gleich nach der Auferstehung in den Himmel auffahren,
sondern aus Liebe zu seinen Gläubigen verweilte er noch vierzig Tage auf Erden.
Er wollte sie auf mancherlei Weise von seiner Auferstehung überzeugen:
er gab den Jüngern nebst andern Unterweisungen
auch diesen Befehl, in alle Welt auszugehen, das Evangelium zu predigen,
und alle Völker zu taufen
;
er erheilte ihnen auch die Gewalt, die Sünden zu vergeben,
und versprach, bei ihnen, das ist, bei seiner Kirche,
bis an das Ende der Welt zu verbleiben.

Ein schönes Beispiel für Eltern, wie sie vor ihrem Absterben ihre Haushaltung in gute Ordnung bringen, und ihren Kindern und Hausgenoffenen gute Lehren geben sollten.

2) Der Ort, wo Christus in den Himmel auf gefahren,
war der Oelberg, der nämliche Ort, wo er sein Leiden angefangen hatte.
Da lehrte er uns, daß der rechte Weg zum Himmel über den Oelberg gehe;
das ist, daß man zuerst leiden müsse, ehe man in die Freuden des Himmels eingehen kann.

3) Die Herrlichkeit der Himmelfahrt Christi bestand darin,
daß er am hellen Tage, in Gegenwart von hundert und zwanzig Personen,
unter denen die göttliche Mutter, die Apostel, die andern Jünger, und mehrere fromme Frauen waren, aus eigener Macht gegen Himmel aufgefahren ist.
Der Prophet Elias wurde von den Engeln aufeinem feurigen Wagen fortgeführt;
Christus aber ging ohne Hilfe der Engel von sich selbst in den Himmel hin auf.
Alle Seelen der Gerechten, die er aus der Vorhölle erlöset hatte, fuhren mit ihm hinauf.
Die Engel des Himmels kamen ihrem Könige entgegen, Zwei davon zeigten sich sogar sichtbar, und redeten mit den Jüngern.
Der himmlische Vater empfing ihn mit unendlicher Freude, und sprach zu ihm, wie es David im Geiste vorgesagt:
„Setze dich zu meiner Rechten.“

[....]
Gott, der allmächtige Vater, ist ein purer Geist,
hat keinen Leib, keine Hand,
mithin sitzt Jesus nicht so seinem himmlischen Vater zur Rechten,
wie ein Mensch dem andern zur rechten Seite sitzt.

Wie wir Demjenigen, dem wir die rechte Seite lassen, dadurch eine Ehre erzeigen wollen,
so will uns der Glaube mit den Worten: „Jesus sitzt zur Rechten Gottes,“
nur lehren,
daß ihm vom himmlischen Vater alle Gewalt im Himmel und auf Erden sei „übergeben worden,“
daß er den Vorzug habe über alle Menschen und Engel,
daß er das Oberhaupt der ganzen Kirche,
und der König der ewigen Herrlichkeit sei.

Also, nachdem Jesus auf Erden so viel gethan und gelitten,
so sitzt er jetzt im Himmel, das ist, er genießt die ewige Ruhe,
die nimmermehr wird gestöret werden.
Lasset uns also um Gottes willen gerne arbeiten und leiden,
damit wir auch in die ewige Ruhe einzugehen Hoffnung haben.
Jesus sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,
weil er sich auf Erden unter Alles verdemüthiget hat,
weil er die Gestalt eines Knechtes angenommen,
weil er gehorsam war bis
in den Tod,
so hat ihn der himmlische Vater über Alles erhoben,
und ihm eine Ehre angethan, die über alle Ehre ist im Himmel und auf Erden.
"


-


zuletzt bearbeitet 25.05.2017 00:13 | nach oben springen

#13

RE: Hochfest Christi Himmelfahrt / Sonntag nach Christi Himmelfahrt

in Hochfeste Christi 27.05.2017 23:27
von Aquila • 4.816 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

Zum Sonntag nach Christi Himmelfahrt
- Missa "Exaudi Domine" - aus dem Schott-Messbuch 1962:

-

Introitus (Ps. 26, 7 8 u. 9)

Exaudi, Domine, vocem meam, qua clamavi ad te, alleluja: tibi dixit cor meum, quæsivi vultum tuum, vultum tuum, Domine, requiram: ne avertas faciem tuam a me, alleluja, alleluja. (Ps. ibid. 1) Dominus illuminatio mea, et salus mea: quem timebo?
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen.

Erhör mein Rufen, Herr, mit dem ich zu Dir flehe, alleluja. Es spricht zu Dir mein Herz: Dein Antlitz suche ich. Ja Herr, Dein Antlitz will ich suchen. Dein Antlitz wende nicht hinweg von mir, alleluja, alleluja. (Ps. ebd. 1) Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollte ich fürchten?
V Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geiste; wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.


Einführung:

2. Kl. – Farbe weiß


In Rom hieß der heutige Sonntag im Mittelalter Rosensonntag,
weil man an diesem Tage als Huldigung für den Heiland in den Kirchen Blumen,
besonders Rosen streute.
Der Abschiedsschmerz drängt uns, im Opfer der hl. Messe
«das Angesicht des Herrn [des im Himmel erhöhten Christus] zu suchen» (Intr.).
In Erwartung des Trösters vereinigen wir uns mit Maria,
den Aposteln, der ganzen hl. Kirche zum Gebet, das in dem Maße fruchtbar wird,
als wir uns in Liebe dienend der Gemeinschaft hingeben (Epistola).
In der Kraft des Hl. Geistes werden wir durch unser Leben
für Christus, für seine Wahrheit und sein Gebot Zeugnis geben
(Evang.).
In der hl. Wandlung werden wir unter dem Schleier der eucharistischen Gestalten
«das Angesicht des Herrn suchen».
In der hl. Kommunion vereinigt er sich mit uns und fleht zum Vater:
«Bewahre sie vor dem Bösen» (Comm.).

-

Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...cdom/index.html


Auslegung von Joh 15, 26-27
durch den hl. Augustinus:

-

"Obwohl Er (Christus) [vorher] sagte:
Die Sehenden haben mich gehaßt und getötet;
aber der Beistand wird so von mir Zeugnis ablegen,
daß er die, die nicht sehen, an mich glauben macht.
Und weil jener Zeugnis ablegt, werdet auch ihr Zeugnis ablegen.
Jener, indem Er wie ein Hauch in euren Herzen ist,
ihr indem ihr eure Stimmen erklingen laßt:
Daher werdet ihr predigen können, was ihr erfahren habt, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Ihr tut es nur noch nicht, weil die Fülle Seines Geistes noch nicht bei euch ist.
Die Liebe Gottes, durch den Heiligen Geist, der euch gegeben werden wird,
ausgegossen in eure Herzen, ist es nämlich,
die euch die Kraft zum Ablegen des Zeugnisses geben wird.
Durch sein Zeugnis und indem Er die stärksten Zeugen formt
,
hat jener freilich den Freunden Christi die Furcht genommen und den Hass der Feinde in Liebe umgekehrt."


-


zuletzt bearbeitet 27.05.2017 23:53 | nach oben springen

#14

RE: Hochfest Christi Himmelfahrt / Sonntag nach Christi Himmelfahrt

in Hochfeste Christi 09.05.2018 15:31
von benedikt • 1.422 Beiträge

CHRISTI HIMMELFAHRT

DONNERSTAG, 10. MAI 2018


Lukas knüpft in der Apostelgeschichte an den Schluss seines
Evangeliums an. So spricht er in der Apostelgeschichte eingangs
von den letzten Gesprächen Jesu mit seinen Jüngern und von der
Himmelfahrt Jesu. Er ist der Einzige der Evangelisten, der von 40
Tagen zwischen Auferstehung und Himmelfahrt und von der Him-
melfahrt Jesu vor den Augen seiner Jünger (vgl. Apg 1,9) schreibt.
Dabei geht es ihm aber nicht darum, das Wie der "Himmelfahrt"
zu beschreiben. Die Zeit des irdischen Lebens Jesu endet mit sei-
ner Rückkehr zum Vater. Von dort wird er den Seinen den verheiße-
nen Heiligen Geist senden. Darum gilt den Jüngern damals und
auch uns heute, nicht weiter zum Himmel zu schauen, sondern im
Namen Jesu zu wirken, unsere Welt zu gestalten. Wir dürfen uns
dabei der Zusage Jesu gewiss sein: "Ich bin bei euch alle Tage bis
zum Ende der Welt." (Mt 28,20)


Gott ist die Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott,
und Gott bleibt in ihm.

1. Joh 4,7 - 16
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#15

RE: Hochfest Christi Himmelfahrt / Sonntag nach Christi Himmelfahrt

in Hochfeste Christi 09.05.2018 21:10
von Aquila • 4.816 Beiträge

Gelobt sei Jesus Christus !

40 Tage nach dem Osterfest feiert die Heilige Mutter Kirche das



Hochfest Christi Himmelfahrt;



an diesem Tag wird auch die Osterkerze - das Symbol der Anwesenheit des auferstandenen verherrlichten Christus - nach der Lesung aus dem hl. Evangeliums ausgelöscht:


Aus dem Schott-Messbuch 1962:


-

1. Kl. – Farbe weiß
Stationskirche: St. Peter

Die Himmelfahrt des Heilandes ist die Krönung und Vollendung seines gottmenschlichen Lebens auf Erden.
Unter den Siegesgesängen der vereinigten Himmelschöre öffnen sich für ihn die Tore des Himmels; mit seiner verklärten Menschheit, begleitet von den Erstlingen der Erlösung: den Vätern aus der Vorhölle, tritt Jesus als König ein in die blendende Gottesherrlichkeit.
Statt mit der schimpflichen Dornenkrone ist er nun mit «Ehre und Herrlichkeit» gekrönt.
Er sitzt auf dem höchsten Throne und hat von seinem Vater unumschränkte Herrschergewalt erhalten über alle Völker der Erde.
Als mitleidsvoller, mit unseren Schwachheiten vertrauter Hoherpriester zeigt er dem Vater ohne Unterlaß die Wundmale, die er auch in seiner Verklärung beibehalten wollte, und bewegt ihn dadurch zum Erbarmen. Er ist unser Fürsprecher beim Vater (1 Joh. 2, 1).

Christus zog nicht allein in den Himmel ein, an seinem Triumphzug nahm die ganze menschliche Natur teil.
«Gott», sagt der hl. Paulus (Eph. 2, 4-6), «hat uns mitbelebt in Christus und mitauferweckt und in Christus Jesus mitversetzt in den Himmel.»
Er ist nicht allein aufgefahren, er hat nicht allein den Thron der Herrlichkeit bestiegen, sondern wir mit ihm
:
«Gottes Sohn hat die mit ihm als Glieder zu einem Leibe zusammengeschlossenen Gläubigen zur Rechten des Vaters gesetzt»(hl. Leo der Große).
So findet das erhabene Geheimnis der Himmelfahrt seine Fortsetzung,
bis mit der Aufnahme des letzten Auserwählten der mystische Leib Christi seine Vollendung erreicht haben wird.

Wir wollen uns freuen über den Triumph unsres göttlichen Heilandes, der nun der «König der Glorie» ist. «Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe» (Joh. 14, 28).
Wir sollen aber auch selbst ein sehnsüchtiges Verlangen erwecken nach der Seligkeit des Himmels, unsrer einstigen Heimat.
«Was droben ist, suchet, wo Christus ist zur Rechten des Vaters» (Kol. 3, 1).
Beachten wir auch, daß der Heiland vom Ölberg, der Stätte seines Leidensbeginnes,
zum Himmel aufgefahren ist;
so müssen auch wir «durch viele Trübsale ins Himmelreich eingehen» (Act. 14, 22).

Ursprünglich war die gottesdienstliche Feier der Auffahrt des Herrn mit dem Pfingsttage verbunden gewesen (s. S. 567).
Um das Jahr 400 aber war ihr bereits auch ein eigener Tag geweiht.
Als selbständiges Fest gewann es von den ältesten Zeiten her gerade in der Mutterkirche von Rom eine hervorragende Stellung.
War Ostern das Fest des Sieges Jesu Christi,
so erscheint das heutige als das Fest des triumphierende Einzuges des Ostersiegers in die ewige Lichtstadt des Himmels,
wo er als unser glorreicher Mittler und König thront
(«Rex gloriæ»).
In der Frühzeit des Kirchenjahres war dieser Tag der Abschluß der großen Feste des Erlösers.
«Die Himmelfahrt Christi ist die Vollendung und Erfüllung aller seiner übrigen Feste und ein glückseliger Beschluß der ganzen irdischen Laufbahn des Gottessohnes» (hl. Bernhard, † 1153).

Wir sind um Petrus geschart (Stationskirche).
Mit ihm schauen wir zu dem in den Himmel Erhöhten auf, an dem wir liebend hängen.
Er tröstet uns durch die Versicherung seiner Wiederkunft (Intr.).
Wir verlangen, dem Geiste nach im Himmel zu leben (Oratio).
Lukas und Markus berichten uns die näheren Einzelheiten der Himmelsfahrt Christi (Lesung, Evang.).
Freudig begrüßen wir Christus als König (Allel., Offert.) und gehen ihm entgegen,
der als verklärter Gott in der hl. Wandlung zu uns kommt und in uns die Gnaden seiner Himmelfahrt wirkt (Comm.).

-
Die hl. Messe:
http://www.mariawalder-messbuch.de/as62/...cdom/index.html


Noch eine Anmerkung zu Mk 16,19
"Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde
er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. -

Der hl. Augustinus
kommentiert die oft missverstandene bzw. missinterpretierte Beschreibung
"zur Rechten Gottes" zum besseren Verständnis so:
-

"Dieses Sitzen zur Rechten sollen wir nicht im Sinne menschlicher Glieder verstehen, als würde der Vater links, der Sohn rechts sitzen.
Wir verstehen unter der "Rechten"
die Vollmacht, die der Sohn als Mensch von Gott erhalten hat,
so daß er einst wiederkommen soll als Richter
- er, der zuerst gekommen war, um von den Menschen gerichtet zu werden.
Unter "sitzen" verstehen wir "wohnen"
;
so sagen wir von jemandem:
Er hatte seinen Wohnsitz für drei Jahre in der Heimatstadt.
Ebenso sollt ihr glauben,
daß Christus in der Rechten Gottes des Vaters seinen Wohnsitz hat:
Denn er ist selig und wohnt in der Glückseligkeit; und diese Glückseligkeit heißt
"die Rechte des Vaters".


-


Aus:
"Katholische Christenlehren von einem Dorfpfarrer im Bisthume Augsburg" (1805):


-

Die Zeit der Himmelfahrt: sie geschah am vierzigsten Tage nach der Auferstehung.
Der Herr wollte nicht gleich nach der Auferstehung in den Himmel auffahren,
sondern aus Liebe zu seinen Gläubigen verweilte er noch vierzig Tage auf Erden.
Er wollte sie auf mancherlei Weise von seiner Auferstehung überzeugen:
er gab den Jüngern nebst andern Unterweisungen
auch diesen Befehl, in alle Welt auszugehen, das Evangelium zu predigen,
und alle Völker zu taufen
;
er erheilte ihnen auch die Gewalt, die Sünden zu vergeben,
und versprach, bei ihnen, das ist, bei seiner Kirche,
bis an das Ende der Welt zu verbleiben.

Ein schönes Beispiel für Eltern, wie sie vor ihrem Absterben ihre Haushaltung in gute Ordnung bringen, und ihren Kindern und Hausgenoffenen gute Lehren geben sollten.

2) Der Ort, wo Christus in den Himmel auf gefahren,
war der Oelberg, der nämliche Ort, wo er sein Leiden angefangen hatte.
Da lehrte er uns, daß der rechte Weg zum Himmel über den Oelberg gehe;
das ist, daß man zuerst leiden müsse, ehe man in die Freuden des Himmels eingehen kann.

3) Die Herrlichkeit der Himmelfahrt Christi bestand darin,
daß er am hellen Tage, in Gegenwart von hundert und zwanzig Personen,
unter denen die göttliche Mutter, die Apostel, die andern Jünger, und mehrere fromme Frauen waren, aus eigener Macht gegen Himmel aufgefahren ist.
Der Prophet Elias wurde von den Engeln aufeinem feurigen Wagen fortgeführt;
Christus aber ging ohne Hilfe der Engel von sich selbst in den Himmel hin auf.
Alle Seelen der Gerechten, die er aus der Vorhölle erlöset hatte, fuhren mit ihm hinauf.
Die Engel des Himmels kamen ihrem Könige entgegen, Zwei davon zeigten sich sogar sichtbar, und redeten mit den Jüngern.
Der himmlische Vater empfing ihn mit unendlicher Freude, und sprach zu ihm, wie es David im Geiste vorgesagt:
„Setze dich zu meiner Rechten.“

[....]
Gott, der allmächtige Vater, ist ein purer Geist,
hat keinen Leib, keine Hand,
mithin sitzt Jesus nicht so seinem himmlischen Vater zur Rechten,
wie ein Mensch dem andern zur rechten Seite sitzt.

Wie wir Demjenigen, dem wir die rechte Seite lassen, dadurch eine Ehre erzeigen wollen,
so will uns der Glaube mit den Worten: „Jesus sitzt zur Rechten Gottes,“
nur lehren,
daß ihm vom himmlischen Vater alle Gewalt im Himmel und auf Erden sei „übergeben worden,“
daß er den Vorzug habe über alle Menschen und Engel,
daß er das Oberhaupt der ganzen Kirche,
und der König der ewigen Herrlichkeit sei.

Also, nachdem Jesus auf Erden so viel gethan und gelitten,
so sitzt er jetzt im Himmel, das ist, er genießt die ewige Ruhe,
die nimmermehr wird gestöret werden.
Lasset uns also um Gottes willen gerne arbeiten und leiden,
damit wir auch in die ewige Ruhe einzugehen Hoffnung haben.
Jesus sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters,
weil er sich auf Erden unter Alles verdemüthiget hat,
weil er die Gestalt eines Knechtes angenommen,
weil er gehorsam war bis
in den Tod,
so hat ihn der himmlische Vater über Alles erhoben,
und ihm eine Ehre angethan, die über alle Ehre ist im Himmel und auf Erden.
"



Über die glaubensstärkenden Tröstungen durch dieses Hochfest:
ein sehr schönes Zitat des hl. Leo d. Grossen.....

-

Er, der in den Himmel aufgefahren ist,
verläßt die nicht, die er als Kinder angenommen hat;
er ermutigt hier unten zur Geduld,
und lädt in der Höhe zur Herrlichkeit ein.
An seiner Herrlichkeit lasse er selbst uns teilhaben,
Christus, der König der Herrlichkeit, der Gott ist, gepriesen in Ewigkeit.

Amen.

-


zuletzt bearbeitet 09.05.2018 21:50 | nach oben springen



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